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…da wollte ich auch Tuba spielen lernen

Stefan Kropf im Gespräch mit Alexander Wessely in der Kalvarienbergkirche in Wien-Hernals. Stefan Kropf im Gespräch mit Alexander Wessely in der Kalvarienbergkirche in Wien-Hernals. Foto: Privat

Stefan Kropf ist als Tubist bei der Militärmusik Burgenland tätig und als gläubiger Christ auch abseits des Dienstalltags mit der Militärseelsorge verbunden. Im Mai reist er als Musiker mit zur Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes.

Ein Portrait von Alexander Wessely.

Direkt neben dem überlebensgroßen „Bamkraxler“ hat die Militärmusik Aufstellung genommen um den heurigen Kalvarienbergmarkt in Wien Hernals zu eröffnen. Statt der Wiener Gardemusik, die zur selben Zeit einen Staatsgast in der Hofburg musikalisch begrüßt, spielt heute  die Militärmusik Burgenland. Schon zeitig sind die Musiker mit dem Bus aus Eisenstadt aufgebrochen um nach dem allmorgendlichen Stau auf der Autobahn und durch den städtischen Frühverkehr pünktlich bei Wiens ältesten Fastenmarkt vor der Kalvarienbergkirche aufzuspielen, die sich - so will es die Legende - vom Stephansdom exakt gleich weit befindet wie die Wegstrecke in Jerusalem vom Palast des Pilatus zur Grabeskirche. Nachgemessen hat es noch niemand und dies ist, bei nüchterner Betrachtung, wohl auch besser so.

 Für die Musiker der Militärmusik wäre dies auch bedeutungslos, denn sie spielen, wie sie immer wieder betonen vor allem um den Menschen Freude zu bereiten, oder sie bei Festakten, Gottesdiensten und wichtigen Lebensereignissen zu begleiten.  Einer dieser Musiker die beim Platzkonzert in Hernals eingesetzt sind ist Stefan Kropf, Tubist und vom Dienstgrad Wachtmeister, übrigens einer jener der über 700  Wachtmeister, die heuer bei einer beeindruckenden Feier in Enns ausgemustert wurden.

…da wollte ich auch Tuba lernen!

Eigentlich ist Stephan Kropf aber schon im Jahr 2008 in Pinkafeld eingerückt. Die Kaserne gibt es nicht mehr seit das Jägerbataillon 19 die neue Kaserne in Güssing bezogen hat. Nach der Grundausbildung ging es für Kropf dann weiter als Musiker bei der Militärmusik Burgenland, für die sich der gelernte KFZ-Techniker bei einem vorangegangenen Vorspielen qualifizieren musste. Das Vorspielen meisterte er damals mit Bravur. Mit dem Erlernen seines Instrumentes hatte er motiviert durch seine Familie im Alter von  10 Jahren begonnen.  Wieso gerade Tuba? "Mein verunglückter Onkel, den ich leider nicht mehr gekannt habe, war Tubist. Er war als Grundwehrdiener bei der Gardemusik in Wien eingerückt. In der Familie wurde immer wieder von ihm erzählt. Da wollte ich auch Tuba lernen“, erzählt Kropf, der sich gerne an seinen Grundwehrdienst bei der Militärmusik zurück erinnert und dem schon damals das kameradschaftliche Zusammenwirken innerhalb der Militärmusik wichtig war.

"Bei uns ist es bei aller militärischen Strenge doch familiär. Man kann nur wenn man sich wohl fühlt sein Instrument zum Klingen bringen",  so der junge Unteroffizier. Dass er schließlich im Jahr 2016 wieder die Uniform anzog und einrückte verdanke er den Plänen des damaligen Verteidigungsministers, die zuvor stark reduzierten Militärmusiken in ihrer alten Stärke wieder erstehen zu lassen.

Ausbildung verlangt viel ab.

Dem nun angehenden Musikunteroffizier Stefan Kropf wurde allerdings bei seiner Ausbildung einiges abverlangt, wie er erzählt:  "Der erste Teil ist die ganz normale Jägerausbildung, dann folgte die spezielle Ausbildung für den Bereich der Militärmusik und schließlich in der Kaderanwärterausbildung 3 das Erlernen der Fähigkeiten zum Jägergruppenkommandanten", schildert Wachtmeister Kropf die über ein Jahr dauernde Ausbildung. Es war auch eine Zeit der Fernbeziehung für den jungen Soldaten der so wie die meisten Kaderanwärter zum Wochenendpendler wurde. "Fünf Monate Amstetten, sieben Monate Wien und vier Monate in Güssing", so Kropf, "aber ich hatte alles zuerst mit meiner Freundin besprochen, bevor ich in der Privatwirtschaft aufgehört habe und wieder eingerückt bin." Dass ihre Planungen ihrer Zukunft betreffend nicht halten würden, war ihnen durch die neuen Herausforderungen klar. "Hausausbau, Hochzeit und Familienplanung... hat sich alles etwas nach hinten verlagert. Aber meine Freundin hat mich immer sehr unterstützt“, hebt Stefan Kropf hervor.

Ein genau so wichtiger Tag steht aber auch bald an, nämlich die Hochzeit. "Standesamtlich und kirchlich", sagt der junge Militärmusiker überzeugt, "wie ich das mitbekommen habe von meiner Familie." Vor allem seine Oma hätte ihm im Leben sehr viel mitgegeben. Gerne erinnert er sich daran, dass sie gerade in der Fastenzeit immer einen Rosenkranz pro Tag gebetet hatte und wenn er zuhause war, dann hat er mitgebetet. "Das hat dazugehört und Halt gegeben, "unterstreicht Kropf. Genauso sicher fällt die Antwort aus, als es um einen der entscheidenden Sätze im Eheversprechen geht "Ich will dich lieben, achten und ehren, bis dass der Tod uns scheidet". Ohne zu zögern kommt die Antwort, die nicht den geringsten Zweifel offen lässt: "Ich bin mir sicher, dass das so sein soll und ich will das so haben." Getraut wird das junge Paar von ihrem Militärpfarrer, dem oftmals die Militärmusik bei Feldmessen und Andachten den musikalischen Rahmen bietet.

Wachtmeister Kropf sieht den Einsatz der Militärseelsorge positiv. Auch sein Glaube sei wieder vertieft worden, letztlich auch durch das Miteinander und die Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Liturgien. "Da sieht man das wieder mit anderen Augen. Das ist sehr positiv für mich und meine Umgebung“, so Kropf.

Als Musiker zur Soldatenwallfahrt nach Lourdes

Ein besonderes Erlebnis wird sicherlich die heurige Soldatenwallfahrt nach Lourdes werden, bei welcher die Militärmusik Burgenland die Österreichischen Pilgerinnen und Pilger begleiten wird. Dort werden dann die Musiker bei den internationalen Gottesdiensten genauso eingesetzt sein wie bei nationalen Veranstaltungen des österreichischen Kontingents.  Ein Termin, der nicht im offiziellen Programm steht, ist ein Konzert beim Hospiz vis a vis der Grotte von Massabielle und es werden mitunter die dankbarsten Zuhörer unserer Militärmusik sein:  Menschen mit besonderen Bedürfnissen,  Alte und Kranke. An Orten wie Lourdes verdichten sich Leid aber auch Hoffnung, wie bei den Kreuzwegstationen am Kalvarienberg in Hernals. Auch viele Komponisten haben sich in ihrem Schaffen mit diesen Thematiken auseinandergesetzt. Dass Musik hier helfen und begleiten könne, davon ist Stefan Kropf überzeugt.

Genauso fest ist er überzeugt, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern dass es dann weiter gehen muss: "Es kann doch nicht sein, dass es dann nur noch finster ist und nichts ist. Und ich glaube, dass wir dann alle wieder zusammen sind."

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