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Sie wirkt von außen her als ein eher unscheinbarer Bau, der sich dem Besucher erst erschließt, wenn man sich ihm nähert und ihn betritt: die St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt. Sie ist die Bischofskirche des Militärbischofs für Österreich sowie Kirche der Theresianischen Militärakademie (TherMilAk).

Kurzer historischer Abriss
König Friedrich IV. (ab 1452 als Kaiser Friedrich III.) ließ um das Jahre 1440 durch den Baumeister Peter von Pusica die an der Westseite der Burg gelegene Kirche errichten. Die Jahreszahl 1453 scheint auch auf einem der 107 Wappen der Wappenwand an der Ostseite der Kirche auf. Im Jahre 1469 wurde Wiener Neustadt zum Bistum erhoben, 1479 verlegte auch der St. Georgs-Ritterorden seinen Sitz von Millstatt nach Wiener Neustadt. Kaiser Maximilian I., Sohn Friedrichs III. wurde 1459 in dieser Kirche getauft und nach seinem Tod im Jahre 1519 begraben.

Nachdem im Jahre 1600 der St. Georgs-Ritterorden durch den Papst aufgehoben worden war, übernahmen Jesuiten die Seelsorge in dieser Kirche. Infolge führten Patres der Zisterzienser und des Piaristenordens die Seelsorge in der Burg weiter. Die Stadtbrände der Jahre 1608 und 1616 zerstörten große Teile der Burg und zogen auch die Kirche in Mitleidenschaft. Erzherzog Maximilian III. sorgte für die Instandsetzung der Burg und der Kirche.

Einen Markstein in der Geschichte der Burg bildete die Verfügung von Kaiserin Maria Theresia vom 14. Dezember 1751 über die Errichtung der "Adeligen Militärschule oder Akademie zur Wienerischen Neustadt", in die bald auch Bürgerliche aufgenommen wurden. Von da an war das Schicksal der Kirche eng mit dem der Militärakademie verbunden. Im Jahre 1753 wurde ein eigener Friedhof angelegt, 1754 die heute noch bestehende Friedhofskapelle fertiggestellt.

Die Burg wurde im Jahr 1919 dem Staatsamt für Inneres und Unterricht übergeben und darin eine "Staatsstiftungs-Realschule" untergebracht. Erst 1934 wurde die Burg wieder Militärakademie. Im Zuge der Restaurierung der Kirche in den dreißiger Jahren wurde unter anderem auch das Fresko über dem Haupteingang freigelegt. Von 1938 bis 1945 befand sich in der Burg eine Kriegsschule der Deutschen Wehrmacht. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Wiener Neustadt durch alliierte Bomben schwere Schäden zugefügt. Insgesamt über 900 Menschen verloren in dieser Zeit ihr Leben. Besonders in den letzten Kriegsmonaten wurden Burg und Georgskirche beinahe vollkommen zerstört. Lediglich die Außenmauer, eine Säule mit einem Fresko aus der Zeit Kaiser Friedrich III. sowie das Gewölbe der Tordurchfahrt blieben verschont.

Wiederaufbau der Kirche
Bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann der Wiederaufbau des Gotteshauses mit Sandstein aus Loretto und St. Margarethen im Burgenland. Im Jahre 1951 konnte Kardinal Theodor Innitzer die Kirche wieder weihen.
Mit dem Einzug der Militärakademie im Jahre 1958 wurde die Kirche wieder der Militärseelsorge übergeben. Seit 1963 war die St. Georgs-Kirche die Kirche des österreichischen Militärvikars (Erzbischof von Wien, Franz Kardinal König, von 1959 bis 1969; Bischof von St. Pölten, Franz Zak, von 1969 bis 1986). Im Jahre 1967 erfolgte die Erhebung der Kirche zu einer Tochter der Lateranbasilika in Rom. Am 1. Juli 1987 wurde die Kirche durch den ersten Militärbischof von Österreich, Alfred Kostelecky, als dessen Kathedrale feierlich übernommen.

Der Innenraum
Der Besucher gelangt über eine Doppeltreppe in die Kathedrale. Die St. Georgs-Kathedrale ist eine dreischiffige Hallenkirche, deren spätgotisches Deckengewölbe durch acht Pfeiler getragen wird, die 13 Meter hoch sind. Der Bau ist rechteckig - 32,15 Meter lang, 18,80 Meter breit. In seiner Form folgt er damit den Klosterkirchen in Heiligenkreuz und in Neuberg/Mürz. Der zwölfeckige Taufstein wurde auch bei der Taufe Maximilians I. verwendet. Über dem Altarretabel sieht man ein Standbild des Hl. Georg aus Bronze aus dem 15. Jahrhundert.
Die Kathedra, der Bischofsstuhl des Militärbischofs, ist aus österreichischem eschen- und portugiesischem Olivenholz gefertigt. Die Kirchenorgel stammt aus dem Jahre 1951. Sie verfügt über 23 Register. Das Geläute der Kathedrale besteht aus drei Glocken.

Kaiser Friedrich III. war ein Verehrer und ein Sammler von Reliquien. 56 Reliquien befinden sich heute im Friedrichschrein der St. Georg-Kathedrale, der um 1480 entstanden ist. 1999 wurde der Schrein, der seit der Barockzeit abgebaut war, neu aufgestellt und befüllt.
Am 11. Jänner 2019 weihte Bischof Werner Freistetter den neuen Altar in der St. Georgs-Kathedrale ein. Dieser entstand nach Plänen der Künstler Martin und Werner Feiersinger. Als Materialien verwendeten sie dafür Naturkalkstein und Bronze, Materialien, die auch bei Maximilian I. leerem Grab in Innsbruck Verwendung fanden. Im Jahre 2019 ist die Kathedrale Teil der Niederösterreichischen Landesausstellung "Welt in Bewegung".

Bei einem ungeschmückten Altar leitete Militärbischof  Werner Freistetter die Fastenzeit ein. „Mit dem Aschenkreuz bekennen wir uns zu Christus“ führte er aus.

 

„Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider“ lautete der Titel der Lesung aus Joel 2, 12-18 und der Kehrvers „Erbarme dich meiner, o Gott, erbarme dich meiner.“ nahm der Bischof als Einleitung zu seiner Predigt: „Wenn es in unsrer Gesellschaft heißt: Tue Gutes und rede darüber!‘ sagt uns Christus eher, wir sollten dies im Verborgenen machen, wenn es unbemerkt bleibt, hat es doch große Auswirkungen dank der drei Elemente der Fastenzeit: Fasten, beten, Almosen geben“, so der Bischof.

Und weiter: „Mit dem Fasten werden wir frei von Abhängigkeiten, im Unerfüllten verweilen mündet ins Gebet! Weg vom Lärm, in Stille und Demut zu verweilen führt uns zur Liebe des Nächsten. Das Herz öffnet sich für die Bedürfnisse der Menschen. Die Fastenzeit ist eine große Übung der christlichen Einstellung mit einem frohen Gesicht als Kinder Gottes. Die Asche ist der Tod, aber auch die Verheißung für neues Leben als Mittel der Reinigung. Das Kreuz mit der Asche bringt uns zu Christi Tod und Auferstehung, wir verlieren nichts, wenn wir fasten, wir leben dann so, wie Gott es gewollt hat!“

Danach erteilte der Bischof das Aschenkreuz an die Gläubigen.

Text: S. Claus

Am ersten Fastensonntag, am 10. März 2019, beauftragte Militärbischof Freistetter Vizeleutnant Andreas Binder zum Akolythen. Freistetter: „Akolythen-Dienst ist wichtiger Dienst in der Kirche.“

„Der Akolythen-Dienst ist ein wichtiger Dienst in der Kirche“, das betonte Militärbischof Freistetter bei der Akolythen-Beauftragung von Vizeleutnant Andreas Binder am Sonntag in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt. Die Beauftragung fand im Rahmen der Heiligen Messe am ersten Fastensonntag statt.

In seiner Predigt erwähnte Militärbischof Werner Freistetter den gleichzeitigen Beginn der Fastenzeit und den Anfang von Jesus öffentlichem Wirken in den Lesungen. Während das Volk Israel die Befreiung aus Ägypten in der ersten Lesung feiert, wird Jesus im Evangelium vom Geist der Taufe in die Wüste geführt. Das erinnere, so der Bischof, an das Soldatendasein, denn bevor er in den Einsatz gesendet werde, müsse er eine Überprüfung aller erlernten Fertigkeiten bestehen. „Jesus, der schon geschwächt war, übersteht alle Versuchungen durch die Offenheit für das Wort Gottes, wodurch er sich nur vor Gott niederwirft.“ Am Schluss forderte der Bischof dazu auf, das Wort an sich herankommen zu lassen, denn es erfasst alle: „Jesus rette uns!“

Akolyth ist der „Begleiter“ des Priesters

Der Begriff Akolyth kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Begleiter“ oder „Gefolgsmann“. Vordergründig begleitet der Akolyth den Priester beim eucharistischen Opfer. Dieser Dienst ist nicht mehr eine Durchgangstufe zum Priestertum wie vorher, sondern es dürfen ihn auch Laien ausführen. Er gehört zum gemeinsamen allgemeinen Priestertum durch die Taufe und ist vom hierarchischen Priestertum dem Wesen nach verschieden. Am Altar sollen die Akolythen zur Gabenbereitung Wasser und Wein zum Altar bringen.

 

Text: S. Claus

Maximilianische Kirchenmusik in der St. Georgs-Kathedrale der Theresianische Militärakademieam Sonntag. In seiner Predigt schildete Militärbischof Freistetter, wie Christus uns sein Gesetz ins Herz gesetzt hat und dass Er uns die Verheißung bringt. Der "gute Baum" aus dem Evangelium" sind wir alle!
Zum Proprium der Messe wurden Teile des Choralis Constantinus von Heinrich Isaac mit der Schola Arrigensis unter Leitung von Georg Wais vorgetragen. Der Choralis Constantinus ist eine Vertonung der gregorianischen Eigengesänge der Messe nach einem Graduale in Konstanz und enthält etwa 375 meist vierstimmige Kompositionen, die Heinrich Isaac (1450-1517) in den Jahren 1508 bis 1509 geschrieben hat.
Im Anschluss gab es dann traditionell gute Krapfen bei der Agape.

Bericht. S. Claus/Militärakademie

Militärbischof Freistetter würdigte das Wirken des ersten Militärbischofs für Österreichs, Alfred Kostelecky am Samstag, 23. Februar 2019, im Rahmen eines  Requiems in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt. Kostelecky war von 1986 bis 1994 erster Militärbischof von Österreich und Titularbischof von Wiener Neustadt und wurde nach seinem Tod,  er verstarb am Am 22. Februar 1994,  in der St Georgs Kathedrale beigesetzt.

„Sein tiefes Gottvertrauen durch die Erfahrung seiner priesterlichen Berufung, die mit seiner Weihe 1948 ihren Ausdruck fand“, würdigte Bischof Freistetter das Wirken des ersten Militärbischofs für Österreich, Alfred Kostelecky im Rahmen des feierlichen Requiems, das am Samstag, 23. Februar in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt gefeiert wurde. Sein Wahlspruch als Bischof war Pax et Justitia, dies sei kein „bloßes Motto“, sondern sei aus dieser Tiefe der menschlichen Erfahrung und Gottes Vertrauen entstanden, so Freistetter. „Wenn wir nun für den verstorbenen Bischof beten, dann dürfen wir auch für unseren Weg der Hoffnung beten: Der bußfertige Mensch bekommt diese Hoffnung am Kreuz durch Jesus. Möge für alle sein Licht aufstrahlen“.

Der gregorianische Gesang des Requiems mit dem berühmten „Dies Irae“ wurd von der Schola Nova Sequentia unter der Leitung von Guillaume Fauchère vorgetragen.Mit dem Schlussgebet und dem Dank für das Mitfeiern beendete der Militärbischof das Requiem.

 

Text: S. Claus

Mit dem Requiem am 12. Jänner in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt wurde das Maximilianjahr feierlich eröffnet. ORF Niederösterreich berichtete darüber in seiner Nachrichtensendung "Niederösterreich Heute" um 19 Uhr unter „Wiener Neustadt feiert Kaiser Maximilian l."

In der Militärseelsorge steht 2019 einiges an: Finden Sie hier einen Überblick über unsere Angebote!

2019 jährt sich der Todestag Maximilian I. zum 500. Mal. Für die Militärseelsorge ist Maximilian dahingehend unter anderem von Bedeutung, dass er 1459 in der St. Georgskathedrale getauft wurde und auf eigenen Wunsch hin hier auch seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Am 12. Jänner findet daher ein Requiem für den Monarchen in der St. Georgskathedrale unter der Leitung von Militärbischof Werner Freistetter statt. Bereits am Tag zuvor, am 11. Jänner, wird Militärbischof Freistetter den neuen Altar in der St. Georgskathedrale einweihen, den die Tiroler Künstler Martin und Werner Feiersinger gestaltet haben. Der neue Altar soll zugleich den Blick in die Vergangenheit auf das Grab Kaiser Maximilians I. freistellen und die zentralen Orte christlichen Glaubens in zukunftsweisender Art formen.

Die St. Georgskathedrale und das Grab Maximilians wird auch Teil der Niederösterreichischen Landesausstellung sein, die unter dem Titel „Welt in Bewegung“ von 30. März bis 11. November in Wiener Neustadt stattfinden wird.

Vom 22. bis 27. Jänner findet in Panama der Weltjugendtag statt, zu dem zehntausende Jugendliche und auch Papst Franziskus in dem lateinamerikanischen Land erwartet werden. Auch eine Abordnung der Militärseelsorge wird am Weltjugendtag teilnehmen. Wir werden selbstverständlich berichten.

Vom 18. bis 20. März ist die Österreichische Bischofskonferenz für ihre Frühjahrstagung zu Gast im Seminarzentrum Schloss Reichenau. Die Militärdiözese fungiert als Gastgeber und lädt am 19. März herzlich zum öffentlichen Gottesdienst mit den Bischöfen in die Barbarakirche in Reichenau an der Rax ein.

Am 16. April findet die Chrisammesse des Militärordinariats in der Soldatenkirche zum hl. Georg in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg statt. Über die Osterfeierlichkeiten in der Militärdiözese werden wir rechtzeitig informieren.

Am 24. April findet das Georgsseminar zum Thema „Erinnerungskultur“ an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt statt. Am 29. April feiert die Militärdiözese das Georgsfest, bei dem Personen, die sich um das Militärordinariat verdient gemacht haben, durch Militärbischof Werner Freistetter mit dem Orden des heiligen Georg ausgezeichnet werden.

Zwischen 16. und 19. Mai findet heuer die 61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Auch heuer werden wieder Pilger aus Österreich mit Soldaten und Soldatinnen aus 40 anderen Nationen im südfranzösischen Wallfahrtsort für den Frieden beten.

Diözesanleitung, Militärpfarrer und Militärpfarradjunkten werden heuer vom 23. bis 27. September bei der Gesamtkonferenz der Katholischen Militärseelsorge im Bundesheer-Seminarzentrum Felbertal zur näheren Zukunft der Militärseelsorge tagen.

Von 11. bis 13. Oktober findet die Jahresversammlung der Diakone in der Theresianischen Militärakademie statt. Die Militärdiözese fungiert als Gastgeber. Dieses Jahr feiert die Katholische Kirche zudem das Jubiläum "50 Jahre Diakone in Österreich".

Am 16. Oktober findet die Enquete des Instituts für Religion und Frieden zum Thema Europas Grenzen und ihre Verschiebungen - Von Maximilians Universalherrschaftsanspruch bis zu neuen, mentalen Grenzen zwischen Ost und West bzw. Nord und Süd an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt statt.

Rund um den Nationalfeiertag am 26. Oktober wird die Katholische Militärseelsorge auch heuer wieder im Rahman der Leistungsschau des Österreichischen Bundesheers im ökumenischen Infozelt in der Wiener Innenstadt für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Wir werden alle wichtigen Ergebnisse wie gewohnt über unsere Webseite und auf den sozialen Netzwerken ankündigen und begleiten und wünschen einen guten Start ins Jahr 2019!

Mit der Weihe eines neuen Altars am 11. Jänner und einem Requiem am 12. Jänner, dem 500. Todestag Kaiser Maximilians I. in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt, wird das Maximilianjahr in der Geburtsstadt des römisch-deutschen Renaissance-Herrschers eröffnet. Militärbischof Werner Freistetter ist Zelebrant dieser beiden Festgottesdienste in der zur Militärakademie gehörenden Bischofskirche. Die Altarweihe am 11. Jänner findet um 10.30 Uhr, das Requiem am 12. Jänner um 15 Uhr statt.

Kaiser Maximilian I. wurde 1459 in der damaligen Georgskirche getauft und 1519 auf eigenen Wunsch dort unter den Stufen des Altars beigesetzt. Am 12. Jänner jährt sich sein Todestag zum 500. Mal. Der neue Altarraum wurde von Betoneinbauten der 1960er-Jahre befreit, ein den liturgischen Vorschriften entsprechender fester Altar - von zwei Innsbrucker Künstlern entworfen und aus Bronze und Stein gefertigt - errichtet.

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Klaus Schneeberger stellte am Wochenende Programmdetails für das Maximilianjahr vor, das mit der Niederösterreichischen Landesausstellung zusammentrifft. "Für uns macht das das Jubiläum noch viel bedeutsamer. In diesem Sinne wünsche ich viele interessante Stunden mit Kaiser Maximilian und der Geschichte Wiener Neustadts", so Schneeberger.

Unter anderem wird am "Theater im Neukloster" ein extra geschriebenes "Maximilian-Musical" von Florian Scherz uraufgeführt. Im Zuge der Landesausstellung widmet sich die Militärakademie, die Kooperationspartner der Landesausstellung ist, in einer eigenen Ausstellung Leben und Wirken Maximilians. Geplant sind u.a. auch ein "Kaiserfest" am Areal der Militärakademie, eine Veranstaltungsreihe "Kultur in der Burg" sowie spezielle Angebote für Kinder.

Innsbruck, Klosterneuburg, Wels, Stams

Zum 500. Todestag erinnern auch an anderen Orten in Österreich zahlreiche Feiern und Ausstellungen an den Reformer und "letzten Ritter". Der Habsburger wurde 1477 Herzog von Burgund, 1486 römisch-deutscher König, 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und schließlich von 1508 bis 1519 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Seine Hauptresidenz war die Innsbrucker Hofburg, sein Sterbeort die Welser Burg und sein Begräbnisort ist die Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt.

Eine Messe am 500. Todestag (12. Jänner) findet auch in der Innsbrucker Hofkirche statt. In der Hofkirche befindet sich das berühmte Scheingrab (Kenotaph) Maximilians, eines der bedeutendsten Renaissance-Monumente Europas. Dieses berühmte Kunstwerk steht im Zentrum der Tiroler Landesausstellung in Schloss Ambras.


Eine Maximilian-Ausstellung zeigt 2019 auch das Chorherrenstift Klosterneuburg. Der Kaiser hatte 1506 die Gebeine des heiligen Leopold dorthin übertragen lassen. Die Ausstellung "Des Kaisers neuer Heiliger" zeigt Dokumente zur Übertragung und zur "Medieninszenierung" des Habsburg-Babenberg-Mythos im 16. Jahrhundert.

Das Tiroler Zisterzienserstift Stams zeigt eine Schau zu Kaiser Maximilian unter dem Titel "... in Fried und Einigkeit ...". Im Sommer 1497 traf sich der damalige römisch-deutsche König mit einer Gesandtschaft des türkischen Sultans auf einer Wiese vor dem Zisterzienserkloster Stams. Vertreten waren auch mehrere deutsche Kurfürsten und Bischöfe, der Legat Papst Alexanders VI. sowie Gesandtschaften aus Venedig, Mailand, Neapel und Spanien.

Ziel war, dort den Grundstein für einen Frieden zwischen der abendländischen Christenheit und dem Osmanischen Reich zu legen. Die Ausstellung beschäftigt sich zudem mit dem komplexen Verhältnis des Zisterzienserordens zum Islam.

Das Stadtmuseum von Wels, Sterbeort des Kaisers, bietet eine Sonderausstellung mit dem Titel "Maximilian I., Kaiser - Reformer - Mensch". Sie setzt einen Schwerpunkt auf Druckkunst, die der Kaiser zur publikumswirksamen Darstellung seiner persönlichen und politischen Ziele nutzte. Gezeigt werden u. a. Holzschnitte, Gemälde und literarischen Werke.

 

via: Kathpress

Über eine vollbesetzte Kathedrale durften sich beiden Musiker für ihr Neustädter Konzert Sonntag, 18. November freuen. Josef Schultner hat Sax&Orgel mit dem wunderschönen Instrument der Klarinette erweitert und spielte auch alternativ Tenor- und Sopransaxofon.

Das einstündige Programm von Alpha bis Omega war gründlich überlegt und abwechslungsreich. Bei der ersten Improvisation spürte das Publikum bereits den perfekten Einklang zwischen den Musikern, das Saxofon reagierte trotz Kälte genau auf die Orgelansätze.

Bei der Fuge über das Magnificat von Johann Sebastian Bach erlebte man eine sehr sichere Spielerin, beim Präludium „Valt will ich Dir geben“ wurde die Bassmelodie in einem Eigenarrangement vom Tenorsaxofon unterstützt.

Ein Sprung in die Romantik bot zuerst Robert Schumann mit sehr empfindungsreichen langsamen Sätze im Kanon I, C-Dur, op. 56, der innige Ausdruck kam beim Kanon II noch besser zum Ausdruck. Nachdem Claude Debussy die sechs Studien in kanonischer Form Schumanns für zwei Klaviere arrangierte, werden sie höchstwahrscheinlich Programmpunkte eines zukünftigen Klavierkonzerts Schüttengrubers.

Es folgte dann aus der Krönung von Felix Mendelssohns Arbeiten für die Orgel die Sonate Nr. 3 in A-Dur, Op. 65 basierend auf Luthers Choral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“. Einem grandiosen Anfangsteil im „con moto maestoso“ schließt sich eine bewegtere Doppelfuge an. Das erste Thema symbolisiert den „schmachtenden Schrei aus der Tiefe“. Der zweite Satz „Andante“ wurde in einem Eigenarrangement majestätisch vom Sopransaxofon begleitet und brachte danach eine eindrucksvolle Improvisation.

Nach dem Kernrepertoire der Orgelmusik kam der spätromantische Franzose Léon Boëllmann (1862-1897). Schüttengruber trug sein bekanntestes Werk die „suite gothique op. 25“ vor, sie entstand zwei Jahre vor seinem Tod zur Einweihung der neuen Orgel in der Kathedrale Notre-Dame von Dijon. Der „Introduction-Choral” ist zwar kurz aber imposant, das “menuet gothique” bot eine große Themenerweiterung. Innig und ruhig wurde das lyrische Mariengebet „Prière à Notre-Dame“, das mit dem zusätzlichen Sopransaxofon eine innere Ruhe verbreitete, welche sofort mit dem „moto perpetuo“ der virtuosen Schlusstoccata unterbrochen wurde. Die Toccata beginnt zwar etwas zurückhaltend, endet aber in einem monumentalen Finale. Mit entsprechender Registrierung erzielte Schüttengruber eine wirkungsvolle Interpretation.

Die Omega – Improvisation beendete das vielbeklatschte Konzert. Die rege Konzerttätigkeit des Duos im In- und Ausland führt sie im Dezember dieses Jahres nach Paris.

Text: S. Claus

Am Donnerstag, 26. Februar 2004, 18.00 Uhr fand in der St. Georgs-Kathedrale der Theresianischen MIlitärakademie ein Requiem anlässlich des 10. Todestages von Militärbischof Dr. Alfred KOSTELECKY statt.

 

Die Ära Dr. Alfred Kostelecky (1986 bis 1994)


Am 12. November 1986 ernannte Papst Johannes Paul II. den bisherigen Sekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Prälat Dr. Alfred Kostelecky, zum ersten Militärbischof von Österreich. Mit der feierlichen Weihe von Prälat Dr. Kostelecky am 14. Dezember 1986 im Dom zu Stephan in Wien durch Erzbischof Dr. Hans Hermann Kardinal Groer zum Bischof begann ein neues Kapitel in der Geschichte der österreichischen Militärseelsorge.

Mit Antritt seines Amtes als Militärbischof von Österreich begann Dr. Kostelecky das Gesicht der „10. Diözese“ schrittweise zu verändern. Der bisherige Militärprovikar Mag. Franz Gruber wurde der erste Generalvikar des Militärbischofs. Nach seinem Übertritt in den Ruhestand mit 31. Dezember 1986 wurde Militärdekan Josef Leban, bisher Militärpfarrer von Wien, mit 1. Jänner 1987 zu seinem Nachfolger bestellt. Am 15. April des Jahres 1987 wurde das Militärvikariat in Militärordinariat umbenannt, und es wurden durch den unmehrigen Militärordinarius die für die Verwaltung der Diözese notwendigen Organe und Räte gebildet.

Soweit es sich um Funktionen handelte, die durch Laien wahrzunehmen waren, zog der Militärbischof hiefür in erster Linie Angehörige der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten heran. Es galt nun, in einer möglichst kurzen Zeit die durch die neue kirchenrechtliche Situation notwendig gewordenen Maßnahmen zu setzen. Zudem waren auch eine Reihe von Personalmaßnahmen vorzubereiten und einzuleiten, um die bereits bestehende Struktur der Militärseelsorge aufrechtzuerhalten und womöglich zu verdichten. Als Militärgeneralvikar Josef Leban nach langer Krankheit am 3. August 1989 starb, ernannte Militärbischof Dr. Kostelecky Militärdekan Karl Gindl (Militärpfarre 4 beim Militärkommando Niederösterreich/Mautern) zu seinem Nachfolger.

Mit 1. Oktober 1989 trat dieser seinen Dienst als Generalvikar an.
Militärbischof Dr. Alfred Kostelecky war neben seinem besonderen Engagement in kirchenrechtlichen Fragen (hier sei besonders auf die Verhandlungen mit der österreichischen Bundesregierung über das Konkordat hingewiesen) auch der Kirchengeschichte und der Tradition verbunden, wie seine zahlreichen Funktionen deutlich machten. Ihm war es immer wieder ein Anliegen, historische Bezüge aufzuzeigen und die Verbindung zur Gegenwart herzustellen.

So wirkte er maßgeblich daran mit, dass das seinerzeitige Bistum Wiener Neustadt, das 1783 aufgehoben worden war, zum Titularbistum wurde. Papst Johannes Paul II. kam dann am 10. Februar 1990 seinem Wunsch nach, auf dieses Bistum transferiert zu werden.

Somit war in seiner Person gleichsam jene Verbindung wiederhergestellt, die zwischen dem ersten Apostolischen Feldvikar der kaiserlichen Armee, Dr. Johann Heinrich von Kerens, und dem Bistum Wiener Neustadt bestanden hatte.
In die Amtszeit von Militärbischof Dr. Kostelecky fallen die Errichtung von zwei Militärpfarren, die Teilrestaurierung der St. Georgskirche in der Wiener Neustädter Burg und die Generalsanierung der Kirche St. Johann Nepomuk im ehemaligen Militär-Invalidenhaus in Wien-Hietzing.

Erstmals wurde im Dezember des Jahres 1988 durch Bundesminister Dr. Lichal ein grundlegender Erlass über die „Besonderheiten des Dienstes für Angehörige religiöser Minderheiten“ (in erster Linie für Muslime und Juden) verfügt. Waren die bisher ergangenen Regelungen religiöser Angelegenheiten fast ausschließlich für christliche Soldaten bestimmt, so wurde nun für Gläubige anderer staatlich anerkannter Religionsgemeinschaften eine Regelung ihrer religiösen Praxis während ihres Dienstes im Bundesheer erlassen.Im Jahr 1990 erfolgte die Errichtung einer zweiten Militärpfarre beim Militärkommando Tirol mit Amtssitz in Innsbruck. Am 8. Dezember 1990 wurde erstmals ein Priester auf die Militärdiözese geweiht.

Mit 1. Jänner 1992 wurde auf Wunsch von Militärbischof Dr. Kostelecky Militärdekan Mag. Christian Werner, Militärpfarrer an der Theresianischen Militärakademie, zu seinem Koadjutor ernannt und am 2. Februar 1992 in der St. Georgskirche zum Bischof geweiht.
Aufgrund des Codex Iuris Canonici hat der Bischofskoadjutor auch die Funktion des Generalvikars auszuüben. Nach der Ruhestandsversetzung von Militärgeneralvikar Gindl mit 30. Juni 1992 nahm Bischof Mag. Christian Werner dann diese Funktion alleine wahr.

Am 22. Februar des Jahres 1994 starb Militärbischof Dr. Kostelecky und wurde gemäß seiner Verfügung in der St. Georgskirche in Wiener Neustadt beigesetzt. Ein großer Kanonist und Diplomat mit vielen Verbindungen und Respekt in unterschiedlichen politischen Lagern (wie z.B. auch auf Pittermann und Olah) war abgetreten.

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