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Aktuelles aus den Diözesen
Aktuelles aus den Militärpfarren

Militärseelsorge
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Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht,
betrachte sich als Diener der Sicherheit
und der Freiheit der Völker.
Indem er diese Aufgabe recht erfüllt,
trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei.

Militärseelsorger haben ihren Auftrag von den Kirchen und üben ihre Tätigkeit im eigenen Verantwortungsbereich und als Teil der kirchlichen Gesamtarbeit aus. Aus Gründen der Tradition der österreichischen Militärseelsorge sind Militärseelsorger zwar in der militärischen Struktur eingegliedert, unterstehen aber in kirchlichen Belangen dem Militärbischof.

Darüber hinaus wirkt die Militärdiözese auch dort, wo österreichische Truppen für den Frieden im internationalen Einsatz stehen. Die Militärdiözese wird vom Militärbischof geleitet. In der seelsorglichen Arbeit stehen ihm Militärpfarrer, Militärdiakone und Pastoralassistenten zur Seite.

Die Uniform, die sie tragen, bringt die Zugehörigkeit der Seelsorger zu den Heeresangehörigen und damit die Solidarität zu ihnen zum Ausdruck. Die verantwortliche Mitarbeit der Laien in den Militärpfarren ist durch den Pfarrgemeinderat und die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten, sowie auf der Diözesanebene durch den Pastoralrat sichergestellt. Diese fördern und koordinieren die apostolische Arbeit in der Militärseelsorge und wollen die Grundanliegen des Laienapostolats in ihren Tätigkeitsbereichen verwirklichen.

Die Militärseelsorge ist anders als die Gemeindeseelsorge. Als Seelsorge an den Heeresangehörigen und deren Familien hat sie ihre Aufgabe im Umfeld einer Sondersituation zu erfüllen.

Die älteste Seelsorge

Die Militärseelsorge ist unter den kategorialen Seelsorgesparten die älteste der Welt und die Sorge der Kirche um diesen Berufsstand geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Neu geregelt wurde die Katholische Militärseelsorge durch die Apostolische Konstitution "Spirituali Militum Curae" vom 21. April 1986. Daraus erfolgte die rechtliche Angleichung der Militärseelsorge (Militärdiözese) an die Diözesen unter Beachtung des Konkordates zwischen dem Hl. Stuhl und der Republik Österreich.

Bewältigung besonderer Lebensfragen

Die Militärseelsorge im Heer ist erforderlich, weil immer eine große Anzahl von jungen Männern und Frauen unter besonderen Lebensbedingungen und Umwelteinflüssen ihren Dienst leisten. Die Eigenart und spezielle Anforderung des militärischen Dienstes wirft besondere Lebens- und Gewissensfragen auf. Zu deren Bewältigung bieten die Militärseelsorger die Botschaft des christlichen Glaubens und die seelsorgliche persönliche Hilfe an. Der Soldat betrachtet sich als Hüter und Schützer menschlicher Grundwerte in internationaler Verantwortung.

© Militärordinariat der Republik Österreich - 1070 WIEN, Mariahilferstr. 24