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Der Hl. Erzengel Michael - Patron der Soldaten PDF Drucken E-Mail

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Der Erzengel Michael, Michaelerkirche, Wien
Michael (übersetzt: „Wer ist wie Gott?“) ist der Name eines Engels der hebräischen Überlieferung. Diese hatte Einfluss auf die religiösen Traditionen des Judentums und Christentums. Das Judentum und das Christentum betrachten Michael als einen der Erzengel. Der Koran und die arabische Literatur rezipierten die Gestalt der jüdisch-christlichen Überlieferung seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. unter den Namen Mikal bzw. Mika'il.
Im Spätmittelalter wurde Michael gemeinsam mit dem Heiligen Georg zum Patron des Rittertums und speziell der ihm geweihten Ritterorden, des Ordre de Saint-Michel (Frankreich, 1469) und des Order of St. Michael and St. George (England, 1818), berufen. Gemeinsam mit anderen Heiligen, wie den hll. Georg, Sergius und Mauritius, wird er heute als Patron der Soldaten und Krieger verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche. (Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives - „Fürst der himmlischen Heerscharen“; - wegen dieses Beinamens gilt er auch als Schutzpatron der Fallschirmjäger).

FESTTAG

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Erzengel Michael am Kölner Dom
Papst Gelasius I. legte im Jahr 493 das Fest des hl. Erzengels Michael auf den 29. September. Das Fest wurde ab dem 9. Jahrhundert auch auf die beiden anderen biblisch bezeugten Erzengel Gabriel und Raphael ausgeweitet, und wird bis heute von der römisch-katholischen, der anglikanischen und einigen protestantischen Kirchen begangen. Die Ostkirche begeht heute das Fest des hl. Michael am 8. November.

ERWÄHNUNGEN IN DER BIBEL

Michael wird sowohl im Tanach wie auch im Alten Testament und  Neuen Testament erwähnt.

TANACH (JUDENTUM) BZW. ALTES TESTAMENT

In Dan 10,13ff. kämpft er, bildhaft erzählt, mit dem „Engelsprinzen von Persien“, darauf folgt die Daniel zuteil werdende Vision. Darin erscheint er wiederum als „Verteidiger Israels“ (Dan 12,1).

NEUES TESTAMENT

In der neutestamentlich-christlichen Offenbarung des Johannes (Offb 12,7) tritt Michael in einem eschatologischen Kontext als Bezwinger Satans (in Gestalt eines Drachens) auf.

„Im Himmel entbrannte ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satanas heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.“

Der  Judasbrief, ein kurzer Mahn- und Trostbrief des Neuen Testaments, berichtet von einem Disput des Erzengels Michael mit dem Teufel über den Leichnam des Mose ( Jud 9).

„Als der Erzengel Michael mit dem Teufel rechtete und über den Leichnam des Mose stritt, wagte er nicht, den Teufel zu lästern und zu verurteilen, sondern sagte: Der Herr weise dich in die Schranken.“

APOKRYPHEN

In den 1947 entdeckten Schriftrollen vom Toten Meer wird Michael als „Fürst des Lichts“ bezeichnet, der die Heerscharen Gottes gegen die Mächte des Bösen unter Belial führt. Auch trägt er dort den Titel „Vizekönig des Himmels“.

CHRISTLICHE TRADITION

Im Christentum gilt Michael insbesondere als Bezwinger des Bösen in Gestalt des Drachen (Höllensturz) sowie als Anführer der himmlischen Heerscharen, die vor Gottes Thron stehen. Schon früh wird Michael auch als Hüter des Paradiestores dargestellt. Nach der kirchlichen Tradition kommt ihm auch die Rolle des „Seelenwägers“ am Tag des jüngsten Gerichts zu wo er die Seelen auf ihrem Weg ins Jenseits geleite. (Daher oftmals die Attribute Waage und Flammenschwert.

KIRCHEN UND HEILIGTÜMER

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Mont-Saint-Michel
Der Monte Sant'Angelo in Gargano (Apulien) ist Michaels Hauptheiligtum, wo er 493 erschienen sein soll. Von dort verbreitete sich sein Kult in ganz Europa. Meist wurden ihm Bergheiligtümer geweiht. In Konstantinopel waren dem hl. Michael zeitweise bis zu fünfzehn Kirchen geweiht. Deren wichtigste, das Michaelion, befand sich in Sosthenion, etwa fünfzig Meilen südlich der Stadt. Eines der bekanntesten Michaels-Heiligtümer befindet sich am Mont-Saint-Michel in der Normandie.

St. Michael's Mount ist das britische Gegenstück zum Mont-Saint-Michel, das italienische ist  San Michele im Piemont, einer der ältesten Pilgerorte des Abendlandes. Zu erwähnen sind weiter die Cathédrale St. Michel in Brüssel, die Michaelskirche in Luxemburg, San Michele in Florenz, die Michaelskirche in Prag, die Michaelskapelle in Kaschau, die Erzengel-Michael-Kathedrale in Moskau, das Kloster des Erzengels Michael Panormitis in Symi (Griechenland), die Skellig Michael an der irischen Westküste und die Engelsburg in Rom.

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Peter Anton von Verschaffelt, auf der Engelsburg in Rom
Der hl. Michael ist in Österreich Patron
• der Wiener Stadtteile Heiligenstadt und Fünfhaus
• der Gemeinde Tadten (Burgenland)
• Gemeinde St. Michael im Lungau (Michael im Gemeindewappen)

GEBETE

Bedeutende Michaelsgebete enthielten bereits die Sakramentare der Päpste Leo des Großen, Gelasius I. und Gregors des Großen. Am bekanntesten wurde aber das 1880 von Papst Leo XIII. verfasste Gebet.

Der Text lautet:
„Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe;
gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz.
‚Gott gebiete ihm‘, so bitten wir fle-hentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen,
um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle.
Amen.“

 
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