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Osternacht pixabay

Die Osternacht, die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag, ist im Kirchenjahr die „Nacht der Nächte“: eine Nacht des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben.

Am Anfang wird das Osterfeuer vor der Kirche wird die Osterkerze entzündet- damit beginnt die Feier der Osternacht. Dann zieht die Gemeinde mit der Osterkreze in die nicht beleuchtete Kirche ein, dreimal bleibt die Prozession stehen und antwortet auf den Ruf: "Christus, das Licht" mit: "Dank sei Gott". Der Übergang vom Dunkel zum Licht, die Symbolik von Licht und Finsternis, fasst zusammen, was in der Osternacht gefeiert wird: Die Auferweckung Jesu von den Toten.

Die Osternachtsfeier ist lang, sie schließt alles ein, was für die Glaubenden mit der Auferstehung Jesu verbunden ist: In insgesamt zehn möglichen Lesungen aus der Bibel wird die gesamte Heilsgeschichte vergegenwärtigt und auf den Höhepunkt, die Auferstehung Jesu, hingeführt.

Das ist einerseits der Rückblick auf die Geschichte Gottes mit den Menschen, andererseits der Vorausblick, die Hoffnung auf Rettung aller Menschen.

Durch die zahlreichen Lesungen aus dem Alten Testament soll aufgezeigt werden, dass Gott schon in der Vergangenheit rettend gewirkt hat. Er hat die Israeliten aus dem Sklavendasein in Ägypten befreit, Abraham davor bewahrt, seinen Sohn zu opfern, die Gefangenen aus Babylon zurückgeführt - und er behütet die Schöpfung vom ersten Tag an davor, im Chaos unterzugehen. Die Auferweckung Jesu von den Toten ist - wenn man all diese Ereignisse bedenkt - eine Bestätigung für Gottes behütendes und rettendes Wirken.

Den Höhepunkt der Osternachtfeier bildet die Eucharestiefeier. In der Regel bringen bei der Gabenbereitung die Neugetauften die Gaben zum Altar; dies können aber auch die Ministranten oder andere Gemeindemitglieder tun, häufig auch hier jedoch in besonders feierlicher Prozession. Für die Heilige Kommunion empfiehlt die Gottesdienstkongregation: „Es ist angebracht, der Kommunion in der Osternacht die Fülle des eucharistischen Zeichens zu geben, indem man sie unter den Gestalten von Brot und Wein reicht.“

Der feierliche Segen schließt diesen festlichen und frohen Gottesdienst ab. Vielerorts schließt sich an die Liturgie ein gemeinsames Ostermahl oder bei morgendlicher Feier ein festliches Frühstück an, in dem die alte Tradition der Agape weiterleben soll. Der Verzehr von zuvor gesegneten Osterspeisen und das Teilen der Ostereier bzw. das „Eierpecken“ sind ebenfalls Teil der volkstümlichen Osterbräuche.