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Der am 9. März 1879 als Sohn eines Tierarztes und Bauern und vorletztes von 16 Kindern in Lana bei Meran geborene Alois Gögele entscheidet sich früh für eine geistliche Laufbahn. Nach der Maturitätsprüfung tritt er in den Konvent des Deutschen Ordens in seinem Heimatort ein und erhält den Ordensnamen Karl. Er ist pflichtbewusst, schriftstellerisch begabt, seine Spiritualität ist wie bei vielen Tirolern seiner Zeit von Marien- und Herz-Jesu-Verehrung geprägt. Nach verschiedenen pastoralen Verwendungen geht er als Militärseelsorger mit einem Spital seines Ordens (dem Deutschordens-Verwundeten-Spital Nr. 4) an den Kriegsschauplatz nach Galizien.

1978, also noch vor der Neuordnung der Militärseelsorge durch Papst Johannes Paul II. mit Spirituali militum curae, veröffentlichte die Pastoralkommission Österreichs einen Text über „Aufgaben der gesamten Kirche bezüglich Militärseelsorge und Zivildienst“, der auf der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz 1978 auch zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.

Mit „Mutige Zeugen“ hat Markus Seemann, Leiter des Archivs des deutschen Katholischen Militärbischofs eine Sammlung biographischer Skizzen von 21 Katholiken und Katholikinnen - Soldaten, Militärseelsorgern, aber auch Kriegsdienstverweigerern - im Spannungsfeld von militärischer Pflichterfüllung und persönlicher Überzeugung und Glauben, vorgelegt.

Mit einem besonderen Aspekt des Ineinanders von kirchlichem und politischem Leben befasst sich das Buch von Kevin P. Spicer: Es beleuchtet die Biographien einiger Priester, die enge Beziehungen zur nationalsozialistischen Bewegung hatten und sich oft schon vor 1933 für sie engagierten. Insgesamt hat Spicer im Appedix 2 Daten von 138 Priestern zusammengetragen.

Seit 2014 erscheint zweimal im Jahr die Zeitschrift „Ethik und Militär – Kontroversen in Militärethik und Sicherheit“ des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften, einer Einrichtung der Katholischen Militärseelsorge. Sie ist als E-Journal konzipiert und kann auf http://www.ethikundmilitaer.de/ ohne Beschränkungen gelesen und als pdf heruntergeladen werden.

Ein kleines Museum der deutschen evangelischen Militärseelsorge in Buchform hat Militärgeneraldekan Reinhard Gramm zusammengestellt: exemplarische Bilder, Berichte und Anekdoten sowie Rechtstexte aus rund 400 Jahren Militärseelsorge bis 1945. Sie kommen großteils ohne Erläuterungen aus, sollen Durchblicke in die Geschichte eröffnen und zu selbständigem Werten und Verknüpfen herausfordern. 

MBBA