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Fastenzeit 2020

Mit dem Aschermittwoch beginnt die kirchliche Fastenzeit. Er ist somit der erste Tag der österlichen Bußzeit und nicht der letzte des Faschings. Die Fastenzeit - das ist die 40-tägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest, das Fest der Auferstehung. Sie ist eine Zeit der Umkehr, des Neuwerdens und eine Zeit der Gottesbegegnung - das deutet die Zahl 40 in der Bibel immer wieder an. So zog sich auch Jesus 40 Tage in die Wüste zurück zum Fasten und Beten.

In der Einführung in das römische Messbuch heißt es: „Am Aschermittwoch, der überall als Fastentag zu halten ist, wird das Aschenkreuz erteilt.“ Ein opulenter Heringsschmaus verträgt sich also eigentlich nur schwer damit. Das Zitat aus dem Messbuch weist aber auch auf einen weiteren Brauch dieses Tages hin, den Aschenritus. In der Antike war die Asche allerdings nicht nur Zeichen der Vergänglichkeit, sondern auch ein Waschmittel und Grundlage für die Seifenherstellung. So ist die Asche gleichzeitig Symbol der Trauer und der Reinigung.

Fasten der Augen und Fasten der Ohren.

Neben dem „Fasten des Auges“ gibt es in der katholischen Kirche auch ein „Fasten dr Ohren“. Während der gesamten Fastenzeit entfallen das „Gloria“ und das „Halleluja“ während der Messe und die Orgel und Kirchenglocken schweigen. Auch heute noch rufen in der Karwoche hölzerne Klopfinstrumente, die Ratschen, zum Gottesdienst. Um dem Messopfer während der Fastenzeit folgen zu können, wurden Klingelsignale eingeführt. Daher stammen auch die heutigen Glockensignale der Ministranten.

Mit dem 1. Fastensonntag beginnt die 40-tägige Bußzeit als Vorbereitung auf Ostern, das höchste Fest im Kirchenjahr. Im zweiten Jahrhundert noch auf ein zweitägiges Trauerfasten beschränkt, war es bereits im vierten Jahrhundert fester Brauch, sich 40 Tage auf das Hochfest von Ostern vorzubereiten. Dieses Zeitmaß leitet sich von der Bibel ab, vor allem von der 40-tägigen Zeit des Betens und Fastens, die Jesus Christus nach der Taufe im Jordan in der Wüste auf sich nahm. Weil früher an Sonntagen nicht gefastet wurde, werden diese auch heute nicht bei der Zählung der 40 Tage berücksichtigt

Worauf verzichten?

Grundsätzlich geht es in der Fastenzeit seit jeher auch um den Verzicht. Auf was man verzichtet, wo man fastet, das hat sich im Laufe der Jahrhunderte aber verändert. Klassische Fastenziele sind beispielsweise der Verzicht von Fleisch, Alkohol oder Süßem. Bei den persönlichen Fastenzielen sind der Kreativität aber keine Grenzen gesetzt. So sind beispielsweise auch der Verzicht auf den Internetkonsum, Fernsehen oder das Automobil (Autofasten) in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden.

Sonntage sind keine Fasttage

40 Tage hat Jesus der Überlieferung nach in der Wüste gefastet und davon leitet sich auch die Dauer der Fastenzeit ab. Die Fastenzeit wird vom Ostersonntag rückgerechnet. Wer nachzählt erkennt aber schnell, dass es wischen Aschermittwoch und Ostern mehr als 40 Tage sind. Das kommt daher, dass die Sonntage seit der Synode von Benevent im Jahr 1091, keine Fasttage sind.

Brauchtum in der Fastenzeit

Die liturgische Farbe der Fastenzeit ist violett. In vielen Kirchen werden mit Bußtüchern die Altarbilder verhängt. Dadurch sollen die Kirchenbesucher sich mehr auf sich selbst und auf den Gottesdienst und nicht auf Bilder konzentrieren.

Viele Aktionen begleiten durch die Fastenzeit. In der Militärdiözese nimmt der Bischof in der Fastenzeit beispielsweise oft seine Stationsgottesdienste vor, in denen er Militärpfarren in ganz Österreich besucht und Gottesdienst feiert.

Die heurigen Stationsgottesdienste finden sie in unserem Kalender. Das Bischofswort zur Österlichen Bußezeit 2019 finden Sie hier. In der Fastenzeit haben wir auch auf unserer Facebook-Seite Aktionen vorbereitet.