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Wenn Segen in die Kaserne kommt

Die Spendung des Blasiussegens durch Diakon Andreas Binder Die Spendung des Blasiussegens durch Diakon Andreas Binder Bild: Militärpfarre beim Militärkommando Wien

Der militärische Alltag lässt nur wenig Spielraum für feste kirchliche Termine. Dienstpläne, Übungen und Bereitschaften machen es vielen Soldatinnen und Soldaten etwas schwer, religiöse Feiern außerhalb der Kaserne wahrzunehmen. Umso wichtiger ist es, dass seelsorgliche Angebote dorthin kommen, wo die Menschen ihren Dienst leisten. So wird der Blasiussegen nicht nur in der Militärpfarrkirche Wien, sondern auch direkt in den Kasernen gespendet – ein Angebot, das von den Gläubigen aufmerksam und dankbar angenommen wird.

Der Blasiussegen gehört zu den Sakramentalien der katholischen Kirche und wird meist am Gedenktag des heiligen Blasius, dem 3. Februar, gespendet. Häufig erfolgt dies bereits am Vortag im Anschluss an die heilige Messe zum Fest Darstellung des Herrn, auch bekannt als Mariä Lichtmess. In manchen Gemeinden wird der Segen zudem am darauffolgenden Sonntag erteilt. Neben der heiligen Messe kann dieser  Segen auch im Rahmen eines Wortgottesdienstes gespendet werden.

Gespendet wird der Blasiussegen durch einen Priester oder Diakon. Dabei hält der Spender zwei gekreuzte, brennende Kerzen vor den Hals der Gläubigen. Dieses eindrückliche Zeichen erinnert an den heiligen Blasius, der in der christlichen Tradition als Helfer und Fürsprecher bei Halskrankheiten verehrt wird. Die Segensworte, die der Geistliche spricht,  lauten: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“

Alternativ wird auch folgender Segensspruch verwendet: „Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn.“