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Katholische Militärseelsorge
Webauftritt des Katholischen Militärordinariates der Republik Österreich
Mit einem gemeinsamen Abschlussgottesdienst mit Militärpfarrer Christoph ging die 67. Kinderferienaktion der „Aktion Edelweiß Tirol“ zu Ende. Zwölf Tage lang verbrachten 36 Kinder unbeschwerte Ferientage in der beeindruckenden Bergwelt der Lizum. Bereits zum Auftakt hatte Militärpfarrer Christoph im Eröffnungsgottesdienst um Gottes Segen für einen erlebnisreichen und unfallfreien Aufenthalt gebetet – ein Wunsch, der die gesamte Ferienaktion begleitete.
Natur, Spiel und Bewegung
Das Wetter zeigte sich während der zwölf Tage von seiner abwechslungsreichen Seite. Die Kinder erlebten gleich mehrere Jahreszeiten, ließen sich die gute Stimmung dadurch aber nicht nehmen. Ob bei den „Frühling-Sommer-Herbst-Spielen“, bei Wanderungen oder den zahlreichen Aktivitäten im Freien und in den Unterkünften – Langeweile hatte hier keinen Platz.
Zu den Höhepunkten zählten die Besteigung der Torspitze, das Klettern an der Boulderwand sowie die Kinder-Olympiade, bei der die bunt zusammengestellten Mannschaften mit großem Einsatz um jeden Punkt kämpften.
Gemeinschaft, die verbindet
Neben Sport und Bewegung blieb auch Zeit für Besinnung. Beim Sonntagsgottesdienst dankten die Kinder für die Schönheit der Schöpfung und baten um Gottes Schutz. Ein gemeinsamer Grillabend rundete das abwechslungsreiche Programm ab und bot Gelegenheit, die vielen Erlebnisse gemeinsam Revue passieren zu lassen.
Unterstützung erhielt das Ferienlager auch von außen: Die UNIQA-Versicherung stellte Trinkflaschen und Sonnenbrillen zur Verfügung, die Offiziersgesellschaft spendierte durch Obst Dominik Czermak für alle Kinder ein Eis.
Dank an alle Mitwirkenden
Mit dem Abschlussgottesdienst endete eine Ferienaktion, die von Gemeinschaft, Freude und vielen unvergesslichen Erlebnissen geprägt war. Ein besonderer Dank gilt den Betreuerinnen und Betreuern für ihren engagierten Einsatz, ihre Kreativität und ihre Freude im Umgang mit den Kindern. Ebenso gilt dem Truppenübungsplatz Lizum-Walchen Dank für die Gastfreundschaft, die diese Kinderferienaktion Jahr für Jahr ermöglicht.
Und das Schönste zum Schluss: Die Vorfreude auf die nächste Kinderferienaktion ist bereits jetzt in den Augen und den Gesichtern der Kids zu sehen.
Zwölf Tage Gemeinschaft, Natur und unvergessliche Ferien
Mit einem gemeinsamen Eröffnungsgottesdienst begann Anfang Juli die 66. Kinderferienaktion „Edelweiß“ der Militärpfarre Tirol, die von 7. bis 18. Juli dauert. Für 38 Kinder von Heeresangehörigen aus Nord- und Osttirol heißt es in dieser Zeit: Rucksack packen, die Bergwelt entdecken und gemeinsam unvergessliche Ferientage erleben.
Militärpfarrer Christoph Gmachl-Aher erbat zum Auftakt Gottes Segen für eine erlebnisreiche, unfallfreie Zeit und hoffte dabei auch auf das Wohlwollen des Wetterpatrons Petrus.
Bewegung, Spiel und Gemeinschaft
Das Ferienprogramm bietet viel Abwechslung. Wanderungen in der alpinen Landschaft stehen ebenso auf dem Programm wie Fußball, Basketball, Landhockey und weitere sportliche Bewerbe. Daneben bleibt ausreichend Zeit für kreative Aktivitäten und gemeinsames Erleben.
Ein besonderer Höhepunkt ist traditionell die Kinder-Olympiade. Dabei treten Mädchen und Burschen unterschiedlichen Alters in gemischten Mannschaften gegeneinander an. Im Mittelpunkt stehen nicht Medaillen, sondern Teamgeist, Fairness und die Freude am gemeinsamen Spiel.
Eine Tradition seit fast sieben Jahrzehnten
Die Kinderferienaktion „Edelweiß“ wird seit 1957 von der Militärpfarre Tirol organisiert. Seither haben tausende Kinder von Angehörigen des Bundesheeres ihre Ferien in der Lizum verbracht. Betreut von Jugendleiterinnen und Jugendleitern sowie Soldatinnen und Soldaten verbringen sie hier zwei Wochen in einer Umgebung, die Naturerlebnis, Gemeinschaft und Verantwortung miteinander verbindet. Und seit beinahe sieben Jahrzehnten steht dabei stets eines im Mittelpunkt: die Kinder.
Ferienlager in besonderer Umgebung
Austragungsort ist der Truppenübungsplatz Lizum/Walchen auf rund 2.000 Metern Seehöhe. Die Kinder und Jugendlichen sind in den Soldatenunterkünften untergebracht und erleben ihre Ferientage inmitten einer eindrucksvollen Tiroler Berglandschaft.
Der Truppenübungsplatz Lizum/Walchen ist der höchstgelegene Truppenübungsplatz Europas und zugleich der zweitgrößte des Österreichischen Bundesheeres. Die hochalpine Lage bietet ideale Voraussetzungen für die Ausbildung der österreichischen Gebirgssoldaten. Gleichzeitig ist das weitläufige Gelände Lebensraum einer einzigartigen Berglandschaft und wird seit Generationen auch für die Almwirtschaft genutzt. Diese besondere Verbindung von Natur, militärischer Nutzung und gelebter Tradition macht die Lizum seit Jahrzehnten zu einem außergewöhnlichen Ort für die Kinderferienaktion „Edelweiß“.
Militärpfarre beim Militärkommando Kärnten besuchte die Passionsspiele in St. Margarethen
Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Katholischen Militärpfarre beim Militärkommando Kärnten sowie aus benachbarten Pfarren machten sich von 4. bis 5. Juli auf den Weg nach St. Margarethen im Burgenland. Ziel der zweitägigen Reise waren die Jubiläumspassionsspiele, die heuer ihr 100-jähriges Bestehen feiern.
Organisiert wurde die Fahrt von Militärpfarradjunkt Vizeleutnant Markus Stromberger. Die seelsorgliche Begleitung übernahm Dr. Charles Lwanga Mubiru, Stadtpfarrer von Herz Jesu Welzenegg und St. Theresia in Klagenfurt, da Militärpfarrer Militärdekan P. Mag. Anselm Kassin OSB verhindert war.
Ein neuer Blick auf die Passion
Die diesjährige Inszenierung „Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe“ erzählt die Leidens- und Auferstehungsgeschichte Jesu erstmals aus der Sicht der Maria Magdalena. Die eindrucksvolle Naturkulisse des Römersteinbruchs und das engagierte Spiel der zahlreichen Mitwirkenden ließen die biblischen Ereignisse auf besondere Weise lebendig und spürbar werden.
Vor allem die Kreuzigungsszene bewegte viele Besucherinnen und Besucher. Mit der Auferstehung wandelte sich die Atmosphäre spürbar – von Trauer zu Hoffnung. Gerade dieser Wechsel macht die Botschaft der Passion bis heute aktuell.
Einen besonderen Abschluss fand die Aufführung, als rund 2.500 Besucher gemeinsam das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ anstimmten. Das gemeinsame Glaubensbekenntnis von Darstellern und Publikum wurde zu einem eindrucksvollen Zeichen gelebter Gemeinschaft.
Gemeinsame Feier der Eucharistie mit der Pfarrgemeinde von St. Margarethen
Den Abschluss der Reise bildete am Sonntagvormittag die Eucharistiefeier mit der Pfarrgemeinde von St. Margarethen. Sängerinnen und Sänger der Pfarre sowie eine Musikgruppe aus Oberösterreich gestalteten den festlichen Gottesdienst.
Die Passionsspiele St. Margarethen
Die Passionsspiele St. Margarethen zählen zu den bedeutendsten Passionsspieltraditionen Österreichs. Seit 1926 wird die Leidens-, Todes- und Auferstehungsgeschichte Jesu in regelmäßigen Abständen von hunderten ehrenamtlichen Mitwirkenden auf die Bühne gebracht. Die Jubiläumsproduktion „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ ist noch bis Anfang August 2026 im Römersteinbruch St. Margarethen zu sehen und eröffnet mit der Perspektive der Maria Magdalena einen neuen Zugang zur biblischen Passion.
WECHSELLAND 26
Mit der Ausbildungsübung WECHSELLAND 26 stand von 15. bis 26. Juni 2026 eine der größten Ausbildungsvorhaben des Österreichischen Bundesheeres auf dem Programm. Gemeinsam führten die Theresianische Militärakademie und die 6. Gebirgsbrigade die Übung im südlichen Niederösterreich durch.
Rund 1.600 Soldatinnen und Soldaten aus dem In- und Ausland nahmen daran teil. Neben Offiziersanwärtern aus Österreich waren auch Teilnehmer aus Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Italien und der Schweiz in die Ausbildung eingebunden.
Feldmesse mitten im Übungsbetrieb
Mitten im Übungsbetrieb versammelten sich am Sonntag, dem 21. Juni, die gläubigen Soldatinnen und Soldaten in Pitten zu einer Feldmesse. Den Gottesdienst feierte Militärdekan Oliver Hartl, die musikalische Gestaltung übernahm die Militärmusik Burgenland. Die Feldmesse bot Gelegenheit, für kurze Zeit aus dem fordernden Ausbildungsalltag herauszutreten. Sie setzte einen geistlichen Akzent in einer Übung, die von Verantwortung, Kameradschaft und gemeinsamer Führungsausbildung geprägt war.
Im Anschluss lud eine Informationsschau unter dem Motto „Bundesheer zum Anfassen“ Besucherinnen und Besucher ein, Einblicke in Auftrag, Ausrüstung und Ausbildung des Bundesheeres zu gewinnen. Eine Kostprobe aus der Feldküche sowie die musikalische Umrahmung durch die Militärmusik Burgenland und die Pittentaler Blasmusik rundeten den Tag ab und boten Gelegenheit zum Austausch zwischen Soldaten und Bevölkerung.
WECHSELLAND 26: Eine der größten Übungen des Österreichischen Bundesheeres im heurigen Jahr
Die Ausbildungsübung WECHSELLAND zählte mit rund 1.600 Soldatinnen und Soldaten aus dem In- und Ausland zu den größten Übungen des Österreichischen Bundesheeres im heurigen Jahr. Für die Offiziersanwärter bot sie die Möglichkeit, das im Lehrsaal erworbene Wissen unter realitätsnahen Bedingungen praktisch anzuwenden. In unterschiedlichen Gefechtsszenarien wurden Führungsverfahren, Zusammenarbeit und taktische Abläufe trainiert und laufend weiterentwickelt.
Erstmals spielte bei einer Übung dieser Größenordnung auch der Einsatz moderner Drohnenaufklärung sowie die Abwehr unbemannter Flugsysteme eine wesentliche Rolle. Damit griff WECHSELLAND 26 aktuelle Entwicklungen moderner militärischer Einsatzführung auf und verband klassische Gefechtsausbildung mit neuen technologischen Anforderungen.
Die Soldatenkirche am Truppenübungsplatz Allentsteig war am 19. Juni 2026 Schauplatz einer besonderen Feier: Zehn Rekruten aus verschiedenen Einheiten Niederösterreichs empfingen das Sakrament der Firmung.
Für zwei Kameraden markierte der Gottesdienst zudem wichtige Stationen auf ihrem Glaubensweg. Einer von ihnen wurde getauft und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Ein weiterer empfing als Vorbereitung auf die Taufe die Katechumenensalbung sowie die Übergabe des Glaubensbekenntnisses und des Vaterunsers.
Die Spendung der Sakramente erfolgte durch Militärdekan Oliver Hartl im Auftrag des Militärbischofs. Für die musikalische Gestaltung sorgte eine Combo der Militärmusik Niederösterreich.
Gemeinsam mit Patinnen und Paten, Kameraden, Angehörigen und Gästen feierte man diesen Tag in einem würdigen Rahmen. Möge dieser Tag noch lange für diese jungen Menschen als ein besonderer Abschnitt ihres Glaubensweges in Erinnerung bleiben.
Die Soldatenfirmung gehört zum Angebot der katholischen Militärseelsorge. Zahlreiche junge Soldatinnen und Soldaten nutzen jedes Jahr die Möglichkeit, in ihrer Präsenzdienstzeit das Sakrament der Firmung zu empfangen oder nachzuholen.
Mit einem sehr facettenreichen Programm beteiligte sich die Militärpfarre beim Militärkommando Wien an der diesjährigen Langen Nacht der Kirchen und öffnete ihre Türen für zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Mehr als 150 Gäste nahmen im Laufe des Abends die Gelegenheit wahr, die Militärpfarre kennenzulernen, an den verschiedenen Programmpunkten teilzunehmen oder einfach zu verweilen. Zeitweise waren dabei sogar mehr etwa 60 Personen gleichzeitig vor Ort.
Feierlicher Eröffnungsgottesdienst
Den Auftakt bildete ein feierlicher Eröffnungsgottesdienst mit Militärerzdekan Harald Tripp. Musikalisch wurde die Feier durch die Aufführung der Missa Sancti Nicolai in G-Dur von Joseph Haydn gestaltet. Chor und Orchester standen unter der Leitung von Matthias Lee. Die Musik prägte jedoch nicht nur den Beginn des Abends, sondern zog sich als verbindendes Element durch das gesamte Programm und sorgte auch bei der späteren Vernissage für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Kulturelle Einblicke
Im Anschluss führte Kulturvermittlerin Gabriela Kleesadl durch die Militärpfarre. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in die Jugendstilkirche, den Ehrensaal sowie das Jakob-Kern-Haus und konnten dabei Geschichte und Gegenwart dieses besonderen Ortes näher kennenlernen.
Podiumsdiskussion zum Thema „Glaube trifft Realität – Jugend und Werte heute“
Ein Schwerpunkt des Abends war die Podiumsdiskussion „Glaube trifft Realität – Jugend und Werte heute“. Gemeinsam mit Abgeordneter zum Nationalrat Dr. Gudrun Kugler sowie Militärseelsorgern der katholischen und orthodoxen Kirche wurden Fragen aufgegriffen, die junge Menschen bewegen.
„ALL-EIN – EIN-ANDER“- künstlerische Akzente durch Lisa Est
Künstlerische Akzente setzte die Wiener Künstlerin Lisa Est bei der Vernissage ihrer Ausstellung „ALL-EIN – EIN-ANDER“. Zeichnungen, Collagen, Druckgrafiken sowie Animations- und Experimentalfilme eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf Beziehung, Begegnung und das menschliche Miteinander.
„De possest“ – Fragen nach dem Sein und Wesen Gottes
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Aufführung eines kurzen Theaterstücks durch drei Ministranten der Militärpfarre. Die von Militärpfarrer Harald Tripp bearbeitete und für die Bühne adaptierte Fassung von De possest des Nikolaus von Kues setzte sich mit dem Sein und dem Wesen Gottes auseinander. Mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit brachten die jungen Darsteller die anspruchsvollen Gedanken des mittelalterlichen Philosophen und Theologen einem Publikum näher.
Raum für Stille und Gebet zum Abschluss
Den spirituellen Abschluss bildeten Eucharistische Anbetung und Nachtsegen. Nach einem Abend voller Begegnungen, Gespräche, Musik und kultureller Impulse bot sich noch einmal Raum für Stille und Gebet. Erst gegen 01.00 Uhr morgens endete die Lange Nacht der Kirchen in der Militärpfarre beim Militärkommando Wien.
Die Militärpfarre dankt allen Mitwirkenden, Besucherinnen und Besuchern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt der Firma Ströck, die auch heuer wieder mit einer großzügigen Brotspende die Agape unterstützt hat.
Save the date
Die nächste Lange Nacht der Kirchen wird am 4. Juni 2027 stattfinden.
Die Militärpfarre sowie die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten der Direktion 1 Einsatz gedachten am 26. Mai in Stubenberg des 80. Todestages von Prälat Allmer. An der Gedenkfeier nahmen auch eine Abordnung des ÖKB Stubenberg, der ehemalige Diözesanrat der Militärpfarre, Brigadier i.R. Mag. Windhaber, sowie Pfarrvikar Mag. Isidore Ifeadigo Ibeh B.phil. teil.
Seitens der Militärseelsorge waren Militärgeneralvikar i.R. Msgr. Anton Schneidhofer, Militärdekan i.R. Msgr. KonsR Mag. Franz Auer, Vizeleutnant Heinz Vieider sowie Vizeleutnant i.R. Richard Payer anwesend.
Prälat Allmer wurde für die Diözese Gurk zum Weltpriester geweiht und wirkte zunächst als Kaplan in mehreren Städten Kärntens. Im Jahr 1918 trat er in den Dienst der k.u.k. Armee ein und kam an die Militärrealschule nach Straß in der Steiermark. Dort wirkte er unter dem damaligen Heerespropst Fürsterzbischof Dr. Pawlikowski am Aufbau der Militärseelsorge mit.
Im ersten Bundesheer wurde er am 1. Juni 1921 zum Brigadepfarrer der 5. Brigade ernannt. Er wohnte bei den Barmherzigen Brüdern in Graz und wurde später Militärprovikar. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde Allmer Wehrmachtsdekan beim IV. Armeekommando in Dresden und später Wehrkreispfarrer im Wehrkreis XI in Hannover. Nach seinem Ausscheiden aus der Wehrmacht wirkte Prälat Allmer als Aushilfskaplan in Stubenberg, wo er am 26. Mai 1946 verstarb.
Eine besondere persönliche Erinnerung ergab sich bei den Gedenkworten am Friedhof: Militärgeneralvikar i.R. Anton Schneidhofer berichtete, dass er als elfjähriger Bub noch bei einem Gottesdienst von Prälat Allmer ministrieren durfte – wenige Zeit vor dessen Tod.
Eine Gesprächsrunde im Pfarrhof sowie ein kleiner Imbiss beschlossen die würdige Gedenkfeier.
Bericht: Vzlt i.R. Richard Payer
Motorradsegnungen sind weit mehr als ein kurzer Auftakt zur Zweiradsaison. Sie gehen auf die alte Bitte um Schutz und Bewahrung auf allen Wegen zurück und sind für viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer längst zu einem festen Bestandteil des Jahres geworden. Es ist ein Moment des Innehaltens vor der ersten größeren Ausfahrt, ein Zeichen gelebter Gemeinschaft und auch ein stilles Gedenken an jene, die auf den Straßen ihr Leben verloren haben.
Wie lebendig diese Tradition bis heute geblieben ist, zeigte sich am 13. Mai in der Eugen-Kaserne in Tirol. Zahlreiche Bikerinnen und Biker versammelten sich dort zur Motorradsegnung, bei der Militärseelsorger Christoph Gmachl-Aher Mensch und Maschine segnete und um Schutz für die bevorstehende Saison bat.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht Geschwindigkeit oder Technik, sondern Verantwortung, Umsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Gmachl-Aher erinnerte daran, wie wichtig Aufmerksamkeit und ein wacher Blick auf den täglichen Wegen seien. Zugleich wurde um die Fürsprache des heiligen Christophorus gebetet, der als Schutzpatron der Reisenden gilt.
Der Militärseelsorger betonte zudem, dass Motorradfahren für viele weit mehr sei als bloße Mobilität oder Freizeitgestaltung. Es gehe auch um Gemeinschaft, Vertrauen und das Bewusstsein, unterwegs nie alles selbst in der Hand zu haben.
Musikalisch begleitet wurde die Feier von einem Ensemble der Militärmusik Tirol, das der Segnung einen würdigen Rahmen verlieh.
So stand am Ende nicht nur der Start in die neue Zweiradsaison, sondern auch der Wunsch, aufmerksam unterwegs zu sein, Verantwortung füreinander zu tragen und sicher ans Ziel zu kommen.
Was kann die Gestalt Mariens Soldaten geben? Mit dieser Frage begann ein besonderer Lebenskundlicher Unterricht für die Stabskompanie Garde im Marienmonat Mai. In der Invalidenhauskirche St. Johann Nepomuk standen dabei eine Einführung in das Rosenkranzgebet und eine gemeinsame Maiandacht im Mittelpunkt.
Militärerzdekan Harald Tripp richtete den Blick dabei bewusst auf eine Figur, die man nicht unmittelbar mit dem soldatischen Alltag verbindet, auf die Gottesmutter Maria. Keine Kämpferin, keine Strategin und keine militärische Heldengestalt. Gerade deshalb kann sie für Soldatinnen und Soldaten von Bedeutung sein.
Im Zentrum der Gedanken von Militärpfarrer Harald Tripp standen weniger große Worte als Haltungen: Standhalten, ohne hart zu werden. Mensch bleiben unter Belastung. Nicht nur funktionieren.
Maria unter dem Kreuz wurde dabei zum Bild für Menschen, die Leid und Unsicherheit aushalten, ohne daran zu zerbrechen oder innerlich zu verrohen. Erfahrungen, die auch jungen Soldatinnen und Soldaten nicht fremd seien – sei es im Dienstalltag, unter Druck oder in persönlichen Krisen.
Ebenso sprach Tripp über Zweifel und Angst. Maria, so Erzdekan Tripp, habe nicht alles verstanden, sondern selbst gerungen und Fragen gestellt. Gerade darin liegt etwas Tröstliches. Denn auch Soldaten müssten oft Stärke zeigen, ohne deshalb frei von Unsicherheit zu sein.
Ein weiterer Gedanke galt der Würde des Menschen. Maria erinnere, so der Militärseelsorger, daran, im Gegenüber zuerst den Menschen zu sehen – nicht bloß Funktion, Rolle oder Gegner. Auftrag und Gewissen dürfen nicht voneinander getrennt werden.
Schließlich ging es um Vertrauen und Kameradschaft. Maria bleibt – auch dann, wenn es schwierig wird. Darin zeigt sich eine Form von Treue, die über bloßes Durchhalten hinausgehe.
Die Maiandacht wurde so zu einem ruhigen Gegenpol zum militärischen Alltag. Nicht laut, nicht pathetisch, sondern getragen von der Frage, was Menschen Halt geben kann – gerade dort, wo vieles von Leistung, Disziplin und Verantwortung geprägt ist.
Die katholische Militärpfarre beim Militärkommando Wien ist bei der Invalidenhauskirche St. Johann Nepomuk im 13. Wiener Gemeindebezirk beheimatet. Man möchte eine Stelle, ein Ort der Begegnung und der seelsorglichen Begleitung für Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörige sein. Ganz nach dem Grundsatz: Da sein für den Menschen.
Vom 08. bis 09. April 2026 fand die diesjährige Frühjahrsbesprechung des Militärpfarrgemeinderates (MPGR) der Militärpfarre Tirol statt. Dieses Mal führte der Weg die Teilnehmer in die Mozartstadt Salzburg, wo sie nicht nur ein dichtes Programm, sondern auch gelebte Kameradschaft erwartete.
Herzlicher Empfang und geistliche Impulse
Untergebracht im Wohnheim Salzburg, wurde die Tagung tatkräftig durch die Militärpfarre Salzburg sowie die Militärpfarre bei der DION 1 unterstützt. Ein besonderer Dank gilt Militärdekan Richard Weyringer und seinem Pfarradjunkten Vzlt Markus Thaller für die würdevolle Gestaltung der Morgenandacht, die den perfekten geistlichen Grundstein für die Sitzung legte. Ebenso dankt der MPGR Pfarradjunkt Vzlt Wilfried Pfister für die hervorragende Vorbereitung der Räumlichkeiten.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzte der Militärkommandant von Salzburg und Präsident der AKS, Brigadier Mag. Peter Schinnerl, der die Teilnehmer mit herzlichen Begrüßungsworten willkommen hieß.
Ein kultureller Höhepunkt war die Führung durch das Franziskanerkloster Salzburg. P. Thomas Hrastnik OFM begeisterte die Gruppe mit einer „lebendigen“ Zeitreise durch das älteste Kloster der Stadt, das auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblickt. Um die vielfältigen Eindrücke gebührend zu verarbeiten, fand der Abend einen gemütlichen Ausklang im Augustinerbräu.
Im Rahmen der Arbeitssitzungen gab es zudem einen besonders erfreulichen Anlass: Als Zeichen der Anerkennung wurde den beiden MPGR-Mitgliedern Vzlt Nikolaus Madersbacher und OKntrl Josef Hetzenauer der „Coin der Militärpfarre Tirol“ feierlich überreicht.
Mit vielen neuen Impulsen und gestärktem Zusammenhalt blickt der Militärpfarrgemeinderat bereits jetzt voller Vorfreude auf die Fortsetzung der Gespräche im Herbst.
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