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Katholische Militärseelsorge
Webauftritt des Katholischen Militärordinariates der Republik Österreich
Soldatenfirmung in der Militärpfarre beim Militärkommando Wien
Bei einer feierlichen Soldatenfirmung in Anwesenheit des Militärkommandanten von Wien, Brigadier Kurt Wagner, spendete Ordinariatskanzler Militärerzdekan Harald Tripp am 12.03.2026 im Auftrag des Militärbischofs zehn jungen Gläubigen das Sakrament der Firmung.
In seiner Ansprache stellte Militärpfarrer Harald Tripp die sieben Gaben des Heiligen Geistes in den Mittelpunkt: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Diese Gaben, so betonte er, sollen den jungen Soldaten helfen, ihren Dienst verantwortungsvoll zu erfüllen und auch in schwierigen Situationen Orientierung zu finden.
Besondere Bedeutung erhielten im Gottesdienst die Zeichen der Firmung. Durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam wird sichtbar, dass der Heilige Geist den Menschen stärkt und begleitet. Die Salbung, so Militärerzdekan Tripp, sei ein Zeichen der Sendung und der Stärkung, während die Handauflegung die Weitergabe des Heiligen Geistes und zugleich die Verbundenheit mit der Kirche zum Ausdruck bringe.
So wurden die zehn Firmkandidaten in einer würdevollen Feier im Glauben gestärkt und für ihren weiteren Lebens- und Dienstweg unter den Segen Gottes gestellt.
Am 12. März 2026 lud die Militärpfarre beim Militärkommando Burgenland zum traditionellen Soldatenkreuzweg nach Donnerskirchen ein.
Mehr als 150 Gläubige folgten dieser Einladung, meditierten und beteten die 14 Stationen, die an den Leidensweg Christi erinnern. Der Kreuzweg führte hinauf zur Bergkirche von Donnerskirchen, wo im Anschluss die Heilige Messe gefeiert wurde.
Die Militärmusik Burgenland gestaltete mit viel Feingefühl sowohl den Kreuzweg als auch die Hl. Messe.
Im Anschluss waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer einfachen Agape eingeladen, die Gelegenheit zu Begegnung und persönlichen Gesprächen bot.
Die Rekruten der Technischen Pionierkompanie des Pionierbataillons 3 vom Einrückungstermin Jänner 2026 bewältigten zum Abschluss ihrer Basisausbildung 1 einen zweitägigen Marsch und mussten entlang der rund 40 Kilometer langen Route ihr bisher erlerntes Wissen praktisch anwenden.
Am 10. März 2026 schlugen sie dabei ihr Nachtlager am Gipfel des Jauerling auf, dem mit 960 Metern höchsten Berg der Wachau. Nach dem Errichten der Zelte und dem Entzünden des Lagerfeuers feierten die Kameraden gemeinsam mit Militärdekan Oliver Hartl einen Feldgottesdienst, der von einem Ensemble der Militärmusik Niederösterreich musikalisch begleitet wurde.
Militärdekan Hartl erläuterte dabei den Weg Jesu, der gerade in der Fastenzeit sowie in der Vorbereitung auf Ostern viele Erfahrungen unseres eigenen Lebens widerspiegelt – Gutes und Schweres, Positives und Herausforderndes.
Ein vorfrühlingshafter Abend, die Lichter des ORF-Sendemastes und der beeindruckende Sternenhimmel trugen zur besonderen Atmosphäre bei. Der anschließende kameradschaftliche Abend bei Speis und Trank ermöglichte zahlreiche Begegnungen und interessante Gespräche.
Bericht: Militärdekan Oliver Hartl
In Allentsteig ist es Tradition, dass einmal in der Fastenzeit der Kreuzweg rund um die Soldatenkirche gebetet wird. Heuer fand dieser am 11. März 2026 statt. Dazu werden Kreuzwegstationen mit anschaulichen Bildern aufgestellt.
Die Kommandanten des Truppenübungsplatzes und des Schieß- und Übungsbetriebes, Rekruten und Bedienstete sowie mit der Militärpfarre verbundene Senioren begleiteten den mit Texten zu den einzelnen Stationen gestalteten Weg.
Militärdekan Oliver Hartl gab die Botschaft mit, dass am Ende jedes Kreuzweges – auch in unserem Leben – nicht das Ende oder das endgültige Aus steht, sondern uns durch das Osterereignis eine neue Zukunft, eine neue Perspektive und eine neue Hoffnung – die christliche Hoffnung – geschenkt ist.
Text: Militärdekan Oliver Hartl
Leid ist kein theoretisches Thema. Soldatinnen und Soldaten erleben Belastungen, Grenzerfahrungen und moralische Spannungsfelder – im Einsatz ebenso wie im Alltag des Dienstes.
Der gemeinsame Kreuzweg mit der 3. Gardekompanie und der Stabskompanie bot Raum, diese Stationen einmal bewusst anders wahrzunehmen: nicht als Heldenerzählung, sondern als stillen Weg durch die Realität des Soldatenberufs.
Militärerdekan Harald Tripp stellte anhand des Kreuzweges eine zentrale Frage: Wie bleibt der Mensch menschlich im Spannungsfeld zwischen Auftrag, Verantwortung und Belastung?
Dabei stellte er eine Verbindung zwischen dem Kreuzweg und grundlegenden menschlichen Erfahrungen her:
• Entscheidungen können ungerecht sein.
• Lasten können schwer sein.
• Menschen können fallen – und wieder aufstehen.
• Niemand trägt allein.
Auch im militärischen Leben gibt es solche „Stationen“:
• der Befehl
• die Durchführung
• der Druck der Verantwortung
• Kameradschaft
• Verlust
• Rückkehr
Ein Kreuzweg, der zum Nachdenken anregte und eine Verbindung zum Hier und Jetzt der Soldaten herstellte.
Seit Anfang des Schuljahres bereiten Ingrid, Lukas und Malik sich auf die Taufe, Firmung und Erstkommunion in der Georgskathedrale vor, wie es für erwachsene Taufkandidaten (=Katechumenen) vorgesehen ist.
Der Aufnahme in den Katechumenat im Herbst folgten jeweils im Monatsrhythmus die Übergabe der Bibel, des Glaubensbekenntnisses und des Vaterunsers – also jener drei Grundelemente, die das Fundament jedes katholischen Glaubens bilden.
Am 3., 4. und 5. Sonntag der Fastenzeit erfolgen nun jeweils durch den Militärbischof die Skrutinien – spezielle, auf das jeweilige Sonntagsevangelium bezogene Stärkungsgebete. Verbunden sind diese Gebete mit der Handauflegung in Stille und der Salbung der Hände mit Katechumenenöl.
Ingrid, Lukas und Malik, die alle in die Bundeshandelsakademie für Führung und Sicherheit am Campus der Theresianischen Militärakademie gehen, haben auch ihre Paten und Freunde mit auf den Weg genommen. Für jetzt führt er einmal bis zur Feier der Osternacht in der Georgskathedrale, wo Wasser (dritter Fastensonntag), Licht (vierter Fastensonntag) und Leben (fünfter Fastensonntag) in Taufe, Firmung und Eucharistie verwirklicht werden werden.
Text: Militärdekan Stefan Gugerel
Mit dem Aschermittwoch begann die vierzigtägige Vorbereitungszeit auf Ostern. Seit dem 2. Jahrhundert begehen Christinnen und Christen diese Wochen als Zeit der Umkehr und inneren Sammlung – in Erwartung des höchsten Festes des Kirchenjahres: der Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi.
Vierzig Tage mit biblischer Tiefe
Die Fastenzeit reicht vom Aschermittwoch bis zum Beginn der Abendmahlmesse am Gründonnerstag. Die Sonntage bleiben ausgenommen; sie gelten traditionell als Tage der Auferstehung und damit als „fastenfrei“.
Die Zahl 40 ist in der Heiligen Schrift vielfach belegt: 40 Tage der Sintflut, 40 Jahre Wüstenwanderung Israels, 40 Tage des Fastens Jesu in der Wüste. Sie steht für Prüfung, Reifung und Neubeginn.
Liturgie im Zeichen der Sammlung
Auch das kirchliche Erscheinungsbild verändert sich. Gloria und Halleluja verstummen, der Blumenschmuck wird zurückgenommen, Violett prägt als liturgische Farbe den Kirchenraum – Ausdruck von Besinnung und Umkehr.
Eine bewusste Unterbrechung setzt der vierte Fastensonntag, der Laetare-Sonntag: Rosa – bei dieser Farbe wird dem Violett Weiß (als Zeichen von Freude, Frieden, Licht, Vollkommenheit sowie für Christus und die Auferstehung) zugefügt – verweist bereits auf die immer näherkommende Osterfreude. Mit dem fünften Fastensonntag werden die Kreuze verhüllt – ein ausdrucksstarkes Zeichen, das bis zur Karfreitagsliturgie bestehen bleibt.
Verzicht und Verantwortung
Aschermittwoch und Karfreitag sind verpflichtende Abstinenztage, die traditionell fleischlos begangen werden. Darüber hinaus gestalten viele Gläubige diese Zeit bewusst: durch Verzicht auf Genussmittel, durch Einschränkung liebgewonnener Gewohnheiten oder durch eine intensivere Pflege des geistlichen Lebens. Auch neue Formen des Fastens kamen in den letzten Jahren hinzu, etwa das Autofasten oder der Verzicht auf „soziale“ Medien.
Zugleich hat die Fastenzeit heute eine soziale Dimension erhalten – als Zeit der Solidarität, des bewussteren Umgangs mit Ressourcen und der Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt.
Zwischen Strenge und Auslegung
Im Mittelalter waren die Fastengebote streng geregelt, und ihre Missachtung wurde empfindlich geahndet. Zugleich zeugt die Geschichte von kreativen Auslegungen kirchlicher Vorgaben. So erklärte das Konzil von Konstanz alles, was im Wasser lebt, zum „Fisch“ – mit entsprechenden Folgen für den Speiseplan. Damit galten auch Biber oder Otter als „Fastenspeisen“.
Die Fastenzeit ist bis heute eine Zeit der Vorbereitung und der Entscheidung, eine Zeit zwischen Gewohnheit und Neubeginn, Verzicht und innerer Freiheit – stets mit dem Blick auf das Osterfest.
Die Militärpfarren laden ein …
Die katholischen Militärpfarren Österreichs laden in diesen Wochen zu verschiedenen Veranstaltungen ein: Einkehrtagen, vorösterlichen Gottesdiensten, Soldatenkreuzwegen … Nutzen auch Sie diese Möglichkeit und nehmen Sie die Angebote in der Fastenzeit an, um sich auf das höchste Fest im Kirchenjahr einzustimmen und vorzubereiten.
Quellen:
Fastenzeit - Ursprung und Bedeutung | Vivat! Magazin
Fastenstrafen, Farbe und Fische – Fakten zur Fastenzeit – kath.ch
Christentum: 40-tägige österliche Bußzeit: Fastenzeit beginnt - religion.ORF.at
Liturgische Farben im Gottesdienst | Vivat! Magazin
Im feierlichen Rahmen des Stiftes Melk empfingen am 27. Feber 2026 18 Rekruten aus verschiedenen niederösterreichischen Garnisonen das Sakrament der Firmung. Die Firmspendung erfolgte im Auftrag des Militärbischofs durch Abt Ludwig Wenzl, der der Feier vorstand.
Der für diese Firmung verantwortliche Militärpfarrer, Militärdekan Oliver Hartl, konnte neben den Firmkandidaten auch zahlreiche Patinnen und Paten sowie Angehörige begrüßen, die diesen wichtigen Schritt im Leben der jungen Soldaten begleiteten.
In seiner Predigt sprach Abt Wenzl den Rekruten seinen Dank für ihr persönliches Glaubenszeugnis aus. Zugleich verwies er auf die Kraft des Heiligen Geistes, der Christen Stärkung und Orientierung schenkt und sie dazu aufruft, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen — gerade auch im Dienst innerhalb von Einsatzorganisationen wie dem Österreichischen Bundesheer.
Möge dieser festliche Tag im Stift Melk vielen von ihnen als prägender Abschnitt ihres Glaubensweges in Erinnerung bleiben.
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