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Corona hält den kirchlichen Terminkalender weiter fest im Griff - Das neue Jahr bringt dennoch die "Lange Nacht der Kirchen", eine Bibelfestwoche und möglicherweise eine wichtige Bischofsernennung. 

FAKTEN
Flexibel bleiben, kreative Lösungen finden und: "Virtuell ist auch spirituell": Was sich die Organisatoren der "Langen Nacht der Kirchen" für ihren Veranstaltungsreigen 2021 vornehmen, gilt wohl vorerst weiterhin auch für die gesamte Kirche. Wie geht es weiter mit Gottesdiensten, Seelsorge- und Bildungsangeboten, mit Gruppenstunden, Pfarrcafes und so mancher noch ausstehenden Erstkommunion, Firmung oder Trauung? Bei aller Hoffnung ist vorauszusehen, dass die Corona-Krise das kirchliche Leben mindestens noch einige Monate lang einschränken wird.

Den "Geist der Solidarität" haben Österreichs Bischöfe schon zu Beginn der Pandemie in einem Hirtenwort beschworen. Sicher ist, dass das kirchliche Engagement an zahlreichen Knotenpunkten des öffentlichen Lebens gerade in der Krise die Bischofskonferenz auch 2021 massiv beschäftigen wird. Ihre Vollversammlungen halten die Bischöfe unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Erzbischof Franz Lackner im Stift Seitenstetten (8. bis 11. März), Mariazell (14. bis 16. Juni) und Wien (8. bis 11. November) ab - ob wie zuletzt per Videokonferenz oder als Präsenztagung wird die weitere Corona-Entwicklung weisen.

In den Händen des Papstes liegt hingegen die Entscheidung, ob Kardinal Christoph Schönborn bei den Beratungen dabei sein wird. Gespannt warten Österreichs Katholiken darauf, wann Franziskus einen Nachfolger für den bald 76-jährigen Wiener Erzbischof ernennt. Stichwort Rom: Der ursprünglich für Februar geplante Ad-limina-Besuch der Bischöfe wurde Pandemie-bedingt verschoben, soll aber nach derzeitigem Stand noch 2021 stattfinden.

Konkrete Termine für 2021 gibt es trotz der anhaltenden Ungewissheit in Sachen Corona für einige kirchliche Großereignisse, die zuletzt wegen der Pandemie nicht stattfinden konnten oder verschoben werden mussten. Dazu zählt neben der "Langen Nacht der Kirchen" am 28. Mai auch die Jugendsozialaktion "72 Stunden ohne Kompromiss" (13. bis 16. Oktober).

Ein Jahr später als geplant soll auch die große "Biblische Festwoche" zum Höhepunkt der "Jahre der Bibel" stattfinden: Von 24. September bis 3. Oktober wird es in ganz Österreich verschiedenste Veranstaltungen rund um das "Buch der Bücher" geben. Nur alle fünf Jahre können im Römersteinbruch von St. Margarethen die dortigen Passionsspiele miterlebt werden: Zwischen 5. Juni und 29. August zeigen sie 2021 die Leidensgeschichte Jesu Christi aus dem Blickwinkel der Emmaus-Jünger.

In den Pfarren beginnen in den kommenden Monaten die Vorbereitungen auf die im März 2022 anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen. Für 14. und 15. Mai ist in Saalfelden auch eine zweitägige Ersatz-Veranstaltung zum 2020 abgesagten PGR-Kongress geplant. Im Vorfeld gibt es dazu mehrere begleitende Online-Foren.

Vor 500 Jahren wurde der Innsbrucker Diözesanpatron Petrus Canisius geboren. Die Tiroler Diözese begeht dazu 2021 ein Jubiläumsjahr u.a. mit einem "Fest der Begegnung" in der Innsbrucker Olympiahalle Ende September. Nachgeholt werden auch die Feiern zum 60-Jahr-Jubiläum der Diözese Eisenstadt. Die heimische Caritas plant zu ihrem 100-jährigen Bestehen einen Festgottesdienst im Wiener Stephansdom. 75 Jahre jung wird 2021 die Katholische Jugend; wie gefeiert werden kann, wird sich auch hier nach Coronaregeln und "7-Tage-Inzidenzen" richten müssen.

Der auch international bekannte Benediktinermönch und Autor David Steindl-Rast feiert im kommenden Jahr seinen 95. Geburtstag (12. Juli). Mit Pater Georg Sporschill wird ein weiterer prominenter österreichischer Ordensmann 75 (26. Juli). Einen runden bzw. halbrunden Geburtstag begehen auch mehrere bereits emeritierte Bischöfe. Weihbischof Helmut Krätzl (23. Oktober) wird ebenso 90 wie der aus Österreich stammende frühere Bischof der chilenischen Diözese Villarrica, Sixtus Josef Parzinger (21. Dezember). Ihr 85. Lebensjahr vollenden die emeritierten Diözesanbischöfe von Graz und Feldkirch, Egon Kapellari (12. Jänner) und Elmar Fischer (6. Oktober). Gleich zu Jahresbeginn feiert zudem der in Waidhofen/Ybbs geborene brasilianische Missionsbischof Alfredo Schäffler seinen 80. Geburtstag (18. Jänner). Auch für Amazonas-Bischof Erwin Kräutler steht ein besonderes Jubiläum an: Am 25. Jänner vor 40 Jahren wurde er zum Bischof geweiht.

Papst: Irak-Reise, Kurienreform und 85er

International werden viele auch 2021 auf den weiteren Verlauf des "Synodalen Wegs" der katholischen Kirche in Deutschland blicken. Die Synodalversammlung wird nach derzeitigem Stand der Dinge frühestens im Herbst ein zweites Mal tagen. Die Themen sind gesetzt und beschäftigen Katholikinnen und Katholiken in vielen Ländern weltweit: Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche.

Der Terminkalender von Papst Franziskus für das kommende Jahr sieht angesichts der Corona-Auswirkungen bisher recht übersichtlich aus. Gesetzt sind die Gottesdienste zu den hohen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten. Ansonsten besteht der Ausblick aus vielen Corona-Fragezeichen. Auslandsreisen oder Massenveranstaltungen sind ob des Corona-Risikos schwierig. Als ein Highlight kündigte der Vatikan dennoch zuletzt einen Besuch des Papstes im Irak von 5. bis 8. März an. Ein genaues Programm folgt erst "zu gegebener Zeit".

Abgesehen davon ist eine Stippvisite von Franziskus beim 52. Eucharistischen Weltkongress im September (5.-12.9.) in Budapest denkbar. Die Veranstaltung, die Verständnis und Verehrung der Eucharistie fördern soll, war ursprünglich für 2020 geplant. Wegen Corona wurde sie um ein Jahr verschoben.

Sehr wahrscheinlich ist ein päpstliches Erscheinen beim für Herbst angedachten Treffen "Economy of Francesco" im italienischen Assisi. Die Begegnung mit jungen Wirtschaftsakteuren aus aller Welt konnte heuer nur online stattfinden. 2021 soll es eine physisch-reale Konferenz geben, um mit dem Papst über Wege zu einer gerechteren, nachhaltigen Wirtschaftsordnung zu diskutieren.

Weitere Papstreisen sind derzeit nicht vorgesehen. Umso mehr Zeit bleibt Franziskus, sich jenen Projekten zu widmen, die sich auf seinem Schreibtisch stapeln. Der neu ernannte Kurienkardinal Marcello Semeraro stellte kürzlich in Aussicht, dass vor Ostern mit einer Veröffentlichung der lange erwarteten aktualisierten Kurienordnung, die Aufbau und Funktionsweise der Zentrale der katholischen Weltkirche festgelegt, zu rechnen ist. Dem Vernehmen nach müssen noch Einwände und Änderungsvorschläge der Kurienchefs abgearbeitet werden.

Neue Schlagzeilen verspricht auch die Affäre um das dubiose Immobilien-Investment des Vatikan in London. Die genauen Hintergründe des missglückten Deals in dreistelliger Millionenhöhe sind immer noch nicht aufgeklärt. Spannend wird außerdem, wie die Hüter der vatikanischen Kassen mit dem sich abzeichnenden Haushaltsdefizit für 2021 umgehen. Allein durch die monatelange Schließung der Vatikanischen Museen, sonst eine Haupteinnahmequelle des Vatikanstaates, fehlen etliche Millionen Euro.

Wenn der Papst all diese Herausforderungen gemeistert hat und bei guter Gesundheit bleibt, kann er sich am 17. Dezember 2021 feiern lassen: Dann wird Franziskus 85 Jahre alt.

via Kathpress/Andreas Gutenbrunner und Alexander Pitz

Die Kirchen und Religionsgesellschaften haben in Absprache mit Kultusministerin Susanne Raab die bisher geltende Corona-Vereinbarung verlängert: Analog zum allgemein geltenden Lockdown werden bis vorerst Ende nächster Woche öffentliche Gottesdienste ausgesetzt. Wie es danach weitergeht, wird entsprechend der dann gültigen neuen allgemeinen Regelungen vereinbart, gab das Ministerium gegenüber Kathpress am Donnerstag bekannt. Wie bereits jetzt stehen die Kirchen für persönliche Gebete weiter offen.

Die Austritte aus der Katholischen Kirche sind im vergangenen Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Katholikenzahl in Österreich ist zugleich im letzten Jahr wieder leicht zurückgegangen, dabei aber weitgehend stabil. Das ergeben die am Mittwoch von den österreichischen Diözesen veröffentlichten Statistiken.

Demnach gibt es mit Stichtag 31. Dezember 2020 in Österreich 4,91 Millionen Katholiken. 2019 waren es laut amtlicher Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz 4,98 Millionen Katholiken. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,5 Prozent. Die amtliche Kirchenstatistik 2019 wurde ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht.

Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2020 gegenüber dem Vorjahr um 13,7 Prozent zurückgegangen. Insgesamt traten 58.535 Personen im Jahr 2020 aus der katholischen Kirche aus. 2019 waren es laut amtlicher Statistik 67.794. Alle österreichischen Diözesen meldeten einen Rückgang bei den Austrittszahlen.

Die Kirchenaustritte lagen damit 2020 etwas unter jenen von 2018 (58.807). 2017 verließen 53.698 Katholiken die Kirche, 2016 waren es 54.969, 2015 56.599, 2014 55.003, 2013 54.869, 2012 52.336, 2011 59.023 und 2009 53.269. 2010 musste die Kirche 85.960 Austritte verzeichnen - ein historischer Höchststand -, was damals zu einem Gutteil auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich zurückzuführen war.

Kircheneintritte und Widerrufe

Mit Stichtag vom 31. Dezember 2020 wurden 3.807 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist um 28,7 Prozent weniger als 2019 (4.898). 2018 waren es 5.261, 2017 konnte die Kirche 5.461 Eintritte verzeichnen, 2016 waren es 5.269, 2015 5.064, 2014 4.995, 2013 4.771 und 2012 4.477.

461 Personen machten zudem 2020 von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren Austritt erklärt hatten, nach einem Kontakt mit kirchlichen Verantwortlichen und innerhalb einer Dreimonatsfrist aber wieder Abstand von diesem Schritt nahmen. 2019 konnte die Kirche 637 Widerrufe verzeichnen, 2018 waren es 565. 2017 machten 562 Personen von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch, 2016 waren es 518, 2015 602, 2014 615 und 2013 552.

Bei den Angaben für 2019 handelt es sich um vorläufige Zahlen. Kleinere Korrekturen - vor allem bei den Neu- oder Wiedereintritten - sind noch zu erwarten, da noch nicht in allen Diözesen die Daten für die letzten Monate des Vorjahres umfassend vorliegen. Erfahrungsgemäß werden die Zahlen der Kircheneintritte (Aufnahmen und Wiederaufnahmen) und der Widerrufe noch leicht steigen.

Zu jener Zahl an Personen, die aus freien Stücken der katholischen Kirche beitreten, müssen auch noch jene hinzugezählt werden, die sich im Erwachsenenalter (ab 14 Jahren) taufen lassen. Hier gibt es für 2020 noch keine Daten. Die Zahl der amtlichen Statistik für 2019 weist hier 540 Taufen aus; 2018 waren es 650 Taufen, 2017 890, 2016 433, 2015 323.

Maßgebliche Faktoren für den leichten Rückgang der Katholikenzahl sind jedenfalls nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern vor allem auch von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu Wegzügen.

Die Diözesen haben für 2020 folgende Katholikenzahlen bekanntgegeben (die Vergleichszahlen 2019 beziehen sich auf die amtliche Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz):

Erzdiözese Wien

Für 2020 meldet die Erzdiözese Wien 1.135.072 Katholiken (2019: 1.156.923). 16.500 Personen traten aus der Kirche aus (2019: 19.198). Zugleich konnten bislang 714 Neu- und Wiedereintritte verzeichnet werden (2019: 1.120). 115 Personen widerriefen ihren Austritt (2019: 130).

Diözese Linz

Die Diözese Linz hat mit Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 927.906 Katholiken (2019: 939.667). Im Jahr 2020 traten 10.108 Personen aus der Kirche aus (2019: 11.097). 679 Personen traten wieder oder neu ein. (2019 waren es 857 Personen.) Zusätzlich widerriefen 75 Personen ihren Austritt (2019: 141).

Diözese Graz-Seckau

In der Diözese Graz-Seckau gehörten 781.081 Personen im Jahr 2020 der katholischen Kirche an (2019: 794.169). 9.821 Personen traten 2020 aus der Kirche aus (2019: 11.617). Gleichzeitig konnten bislang 920 Wieder- und Neueintritte mit Jahresende 2020 verzeichnet werden (2019: 1.179). 102 Personen widerriefen ihren Austritt (2019: 138).

Diözese St. Pölten

476.433 Katholiken hatten mit Jahresende 2020 ihren Hauptwohnsitz in der Diözese St. Pölten (2019: 482.587). 5.170 Katholiken sind im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten (2019: 5.542). Weiters sind 285 Wieder- und Neueintritte zu verzeichnen (2019: 332), sowie 19 Widerrufe (2019: 35).

Erzdiözese Salzburg

In der Erzdiözese Salzburg wird die Gesamtzahl der Katholiken mit Stichtag 31. Dezember 2020 mit 453.423 angegeben (2019: 460.106). 5.177 Personen haben die Kirche verlassen (2019: 5.405), 374 sind wieder oder neu eingetreten (2019: 412). 34 Personen machten vom kirchlichen Angebot des Widerrufs Gebrauch (2019: 35).

Diözese Gurk

Mit Stichtag 31. Dezember 2020 sind 350.767 Kärntner römisch-katholisch (2019: 356.920). In der Diözese Gurk haben im vergangenen Jahr 3.901 Personen die Kirche verlassen (2019: 5.815). Die Zahl der Wiedereintritte und Übertritte beträgt bislang 318 (2019: 306). Außerdem widerriefen 37 Personen im Jahr 2020 ihren Austritt (2019: 62).

Diözese Innsbruck

Die Diözese Innsbruck zählte zum Jahreswechsel 369.768 Katholiken (2019: 374.034). 3.662 Personen verließen die Kirche (2019: 4.313). Die Zahl der Eintritte belief sich 2020 auf 289 (2019: 395). 37 Personen widerriefen ihren Austritt (2019: 54).

Diözese Feldkirch

2020 verzeichnet die Diözese Feldkirch 226.104 Katholiken (2019: 229.236). 2.887 Personen sind 2020 aus der Kirche ausgetreten (2019: 3.317). Zugleich konnten 130 Eintritte registriert werden (2019: 183). 22 Personen widerriefen ihren Austritt (2019: 34).

Diözese Eisenstadt

186.800 Katholiken gehören mit Jahresende 2020 der katholischen Kirche im Burgenland an (2019: 189.160). Die Diözese Eisenstadt vermeldet für das vergangene Jahr 1.309 Austritte (2019: 1.490). 98 Personen wurden neu oder wieder in die Kirche aufgenommen (2019: 114). 20 Widerrufe wurden für 2020 gemeldet, (2019: 8).

(Weitere Informationen unter: www.katholisch.at/statistik)

 

In der katholischen Kirche können nun auch ganz offiziell Frauen das Amt einer Lektorin und den Altardienst als sogenannte "Akolythen" ausüben. Mit einer entsprechenden Änderung des Kirchenrechts hat Papst Franziskus am Montag eine weltweit - und insbesondere im deutschen Sprachraum - teils bereits lange bestehende Praxis der Dienste von Frauen bei der Eucharistiefeier rechtlich neu geregelt. Dabei geht es um Ämter wie das Vortragen von Lesungen, das Austeilen der Kommunion und den Altardienst, die jetzt auch für Frauen eine feste kirchenrechtliche Form bekommen.

Konkret streicht der Papst mit dem Erlass "Spiritus Domini" (Der Geist des Herrn) das Wort "männlich" aus dem Kanon 230 § 1 des kirchlichen Gesetzbuchs. Demnach können nun alle getauften Laien, die das entsprechende Alter und die Fähigkeit haben, mit "dem festgelegten liturgischen Ritus dauerhaft in den Diensten der Lektoren und Akolythen eingesetzt werden". Allerdings ist damit "nicht das Recht auf Unterhalt oder Vergütung vonseiten der Kirche" verbunden. Die Voraussetzungen im einzelnen regelt die jeweilige Bischofskonferenz.

Schon bisher konnten Frauen wie nicht geweihte Männer mittels einer zeitlich begrenzten Beauftragung die Aufgabe eines Lektors und Kantors übernehmen. Wo nötig, konnten männliche wie weibliche Laien auch liturgische Gebete leiten, die Taufe spenden und Kommunion austeilen. Neu ist, dass neben Männern jetzt auch Frauen diese Dienste in Form einer offiziellen Beauftragung zum Lektor oder Akolythen überragen werden können.

Beide Aufgaben gehörten früher zu den sogenannten niederen Weihen und waren Zwischenstationen auf dem Weg zur Diakonen- und Priesterweihe. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) wurden diese Ämter 1972 vom Weiheamt (Diakon, Priester, Bischof) getrennt, aber weiterhin nur Männern übertragen.

Papst Franziskus verwies für seine Entscheidung auf die Forderung von Bischofssynoden, die theologischen Zusammenhänge zu überprüfen. Theologisch begründet werden das Amt des Lektors und Akolythen nun ausschließlich mit dem Taufsakrament aller Gläubigen, wodurch diese auch Anteil am "königlichen Priestertum" Christi hätten.

Zu den Aufgaben eines Akolythen gehören heute vor allem die Austeilung der Kommunion und andere liturgische Dienste, die in Ermangelung eines Akolythen meist von Ministranten ausgeführt werden. Aber auch die Leitung liturgischer Gebete, wie etwa einer Rosenkranzandacht, oder die Aussetzung des Allerheiligsten - der zum Leib Christi gewandelten Hostie - zur Anbetung durch die Gläubigen, gehören dazu.

"Gemeinsame Mitverantwortung aller Getauften"

Seinem "Motu proprio" vom Montag fügte Papst Franziskus laut "Vatican News" einen erläuternden Brief an den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Luis Ladaria, bei. Darin führt er die theologischen Gründe seiner Entscheidung aus. Im Horizont der vom Zweiten Vatikanischen Konzil angestoßenen Erneuerung ("rinnovamento") sei "heute immer stärker zu spüren, dass die gemeinsame Mitverantwortung aller Getauften in der Kirche unbedingt wiederentdeckt werden muss. Das gilt besonders für die Sendung der Laien", heißt es darin.

Franziskus zitierte aus dem Schlussdokument der Sonder-Bischofssynode für das Amazonasgebiet aus dem Jahr 2019, das die Synodenväter per Abstimmung beschlossen und ihm überreicht hatten. "Die Kirche in Amazonien muss darauf dringen, dass Männern und Frauen gleichermaßen Dienstämter übertragen werden", stand dort zu lesen. Und weiter unter Verweis auf die in Amazonien breit verankerten kleinen missionarischen kirchlichen Gemeinschaften: "Dies ist die Kirche der getauften Frauen und Männer, die wir vor allem im Bewusstsein der in der Taufe empfangenen Würde, aber auch durch Förderung von Dienstämtern bestärken müssen."

In seinem Brief an den Glaubenspräfekten zitiert Papst Franziskus auch die Worte von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) aus dessen Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis" von 1994, wonach "die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden". Doch dann fügt Franziskus hinzu: "Was die nicht durch Weihe übertragenen Ämter betrifft, ist es aber möglich - und erscheint es heute geboten -, diese Einschränkung zu überwinden."

"Den Laien beiderlei Geschlechts Zugang zum Amt des Akolythen und des Lektors zu geben", so erklärt der Papst, "indem man das auf der Taufe gründende allgemeine Priestertum aller Gläubigen ernst nimmt, wird die Anerkennung für den wertvollen Beitrag erhöhen, den so viele Laien, auch Frauen, schon seit langem zum Leben und zur Sendung der Kirche leisten." Das gelte erst recht, wenn ihnen ihr Amt "durch einen liturgischen Akt", eine richtiggehende "Amtseinsetzung" übertragen werde.

Der Militärbischof, der innerhalb der Bischofskonferenz u.a. auch für die Dreikönigsaktion zuständig ist, bekam am Dienstag Besuch von einer Sternsingergruppe der Pfarre Aspern.

„Ich danke euch für den tollen Einsatz trotz der widrigen Umstände“. Das betonte Militärbischof Werner Freistetter beim Besuch der Sternsingergruppe der Pfarre Aspern  am Dienstagnachmittag in der Militärpfarre Wien. Gerade in schwierigen Zeiten, wie sie derzeit herrschen sei das Engagement der Kinder und Jugendlichen für die Dreikönigsaktion von besonders großer Wichtigkeit. Durch die Corona-Krise sei in vielen ärmeren Ländern die Not der Menschen noch größer, von daher ist jede Spende für Projekte der Dreikönigsaktion in diesem Jahr besonders wertvoll. Der Segen, den die Sternsinger rund um den Dreikönigstag in die Haushalte in ganz Österreich bringen, sei in der aktuellen Zeit ein „starkes Zeichen der Hoffnung“, so Freistetter

Hilfe für viele Menschen überlebensnotwendig

Bischof Freistetter ist innerhalb der österreichischen Bischofskonferenz als Referatsbischof für Mission und Entwicklung und dabei u.a. auch für die Dreikönigsaktion zuständig. Bei einem Lokalaugenschein in Brasilien konnte er sich 2019 einen Überblick über eine Reihe von Projekten der Dreikönigsaktion verschaffen. „Hier sieht man, wie viel wir mit unseren Spenden erreichen können, für uns ist es nur ein kleiner Beitrag, aber diese Hilfe ist für viele der Menschen dort überlebensnotwendig“, resümierte Freistetter.

In der Katholischen Kirche werden vom 28. Dezember bis 17. Jänner keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz am Montagnachmittag in einer neuen Rahmenordnung zur Feier der Gottesdienste beschlossen. Die Regelung setzen eine dementsprechende Vereinbarung um, die kurz zuvor von den 16 gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften mit Kultusministerin Susanne Raab getroffen wurde.

"Die Kirchen stehen tagsüber weiterhin für das persönliche Gebet offen", hält das Regelwerk der Bischofskonferenz fest. Darüber hinaus ist die Feier nicht öffentlich zugänglicher Gottesdienste im kleinsten Kreis an Sonn- und Wochentagen unter bestimmten Bedingungen zulässig. Die ab Montag in einer Woche geltenden Regeln entsprechen weitgehend den Regelungen, die bereits beim letzten Lockdown vom 17. November bis 6. Dezember gegolten haben.

Lackner: Im Lockdown die Hoffnung stärken

"Wie in vielen europäischen Ländern tritt auch bei uns kurz nach Weihnachten erneut ein Lockdown in Kraft. Aufgrund der ernsten Situation sind alle aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Daher werden die staatlichen Maßnahmen zur Überwindung der Corona-Pandemie von der Katholischen Kirche wie bisher mitgetragen", erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, gegenüber Kathpress.

"Die Weihnachtsfreude ist heuer sicher verhaltener als sonst, vielleicht ist sie aber auch inniger und tiefer." Er sei "sehr dankbar", dass auch am Stephanitag und am Sonntag unter den gebotenen strengen Auflagen noch Gottesdienste stattfinden können, so Lackner. "Damit ist ermöglicht, dass sich die Gläubigen besser auf verschiedene Gottesdienste verteilen können und dass alle, die zu Weihnachten eine Messe mitfeiern möchten, das auch wirklich tun können."

Auch und gerade während des Lockdowns gehe das christliche Leben weiter, so der Erzbischof: "Die Kirchen bleiben zum persönlichen Gebet offen und im kleinsten Kreis wird stellvertretend für die Gemeinde der Gottesdienst gefeiert und vielfach im Internet übertragen. Vor allem sollen wir in den nächsten Wochen daheim unseren Glauben leben. Wer miteinander betet, hält zusammen, auch wenn es schwierig wird. Dieses Wort von Mutter Teresa hat sich schon so oft bewahrheitet. Beten stärkt den Frieden und gibt Hoffnung", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Gottesdienste im kleinsten Kreis

Detaillierte Regeln gibt es für "nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste". Sie können von fünf bis höchstens zehn im Vorhinein namentlich festgelegte Personen inklusive des Vorstehers stellvertretend für die ganze Gemeinde gefeiert werden. Dabei muss "Vorkehrung dafür getroffen werden, dass sich für die Dauer der Feier keine weiteren Personen im Kirchenraum aufhalten", heißt es ausdrücklich.

Wie bisher ist beim Gottesdienst ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Wenn für das Wahrnehmen eines liturgischen Dienstes etwa durch einen Priester das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zeitlich begrenzt nicht möglich ist, sind zur Kompensation größere Sicherheitsabstände einzuhalten.

Der Gottesdienst soll in der gebotenen Kürze gefeiert werden. "Innerhalb der Gruppe der fünf bis höchstens zehn Mitfeierenden ist nur der Gesang von Solisten bzw. Kantoren zulässig, die wenigstens die notwendigen Gesänge übernehmen sollen", heißt es im Blick auf die Gottesdienstgestaltung. An die Stelle der übrigen Gesänge solle Instrumentalmusik treten, wobei ein Zusammenwirken von Vokal- und Instrumentalsolisten mit bis zu fünf Personen möglich ist.

Wer zur Feier gemeldet ist, muss beim Betreten des Kirchenraums die Hände desinfizieren. Wer krank ist, sich krank fühlt oder bei wem der Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung besteht, darf nicht teilnehmen.

Keine Mundkommunion

Nach wie vor darf man sich beim Gottesdienst zum Friedensgruß nicht die Hand reichen. Detaillierte Regel gibt es rund um den Kommunionempfang: So müssen die Hostien während der Messe bis zur Kommunionspendung zugedeckt sein. Kurz vor dem Austeilen der Hostien muss der Priester den Mund-Nasenschutz anlegen und bei der Kredenz im Altarraum die Hände gründlich waschen oder desinfizieren.

Beim Kommuniongang ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Worte "Der Leib Christi - Amen" entfallen unmittelbar beim Empfang der Kommunion durch die Gläubigen. Der Priester kann diese Worte aber nach dem "Seht das Lamm Gottes ... Herr, ich bin nicht würdig" sprechen, worauf alle mit "Amen" antworten. Es ist nur mehr die Handkommunion möglich: "Mit der heiligen Kommunion in den Händen treten die Gläubigen wenigstens zwei Meter zur Seite, um in Ruhe und Würde die Kommunion zu empfangen, was mit einem leichten Anheben des MNS möglich ist", heißt es dazu weiter.

Taufen und Trauungen verschieben

Während des Lockdowns sind Taufen und Trauungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Zur Feier des Begräbnisses sind bis zu 50 Personen zugelassen. Dies gilt auch für Gottesdienste - also die Messfeier oder Wort-Gottes-Feier - unmittelbar vor oder nach der Bestattung. Weiterhin kann die "Beichte nur außerhalb des Beichtstuhles" stattfinden, bevorzugt in einem ausreichend großen und gut durchlüfteten Raum, in dem ein Mindestabstand von zwei Metern gewahrt wird, so die Rahmenordnung. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und eine die Personen trennende Plexiglasscheibe auf einem Tisch werden empfohlen.

Für Kranke und Sterbende bleibt die Möglichkeit der seelsorglichen Begleitung unter Einhaltung strenger Hygieneregeln nach Maßgabe der jeweiligen Einrichtung gewährleistet. Bei der Krankenkommunion und beim Viaticum (Wegzehrung) außerhalb von Krankenhäusern und Pflegeheimen muss im Vorfeld der Besuch mit den Angehörigen gut besprochen und vorbereitet werden, um die Hygieneregeln einhalten zu können.

(Rahmenordnung im Volltext abrufbar unter https://www.bischofskonferenz.at/behelfe/corona-rahmenordnung)

 
Vom 28. Dezember bis 17. Jänner werden keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Darauf haben sich die 16 Kirchen und Religionsgesellschaften mit dem Kultusministerium am Montag geeinigt. Anlass dafür sind die neuen Verschärfungen zur Eindämmung des Coronavirus. Somit können öffentliche Gottesdienste wie geplant an den Weihnachtsfeiertagen bis einschließlich Sonntag, 27. Dezember, unter Einhaltung der bisherigen Schutzmaßnahmen stattfinden. Ab dem 28. Dezember werden die Gotteshäuser den Gläubigen weiterhin etwa für persönliche Gebete offenstehen. Eine Ausnahme wird für jene Gläubigen gelten, die am 6. und 7. Jänner das orthodoxe Weihnachtsfest nach dem Julianischen Kalender feiern. Sie werden unter strengsten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen öffentliche Gottesdienste feiern können.

Diese Übereinkunft wurde am Montag gemeinsam von der zuständigen Kultusministerin Susanne Raab und Vertretern der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften getroffen. Die Regelung entspricht inhaltlich jener Vereinbarung, die bereits vom 16. November bis 6. Dezember gegolten hat.

"Auch wenn uns der Kampf gegen die Corona-Pandemie schon seit so langer Zeit begleitet und uns bereits viel abverlangt hat, werden die nächsten Monate wieder besonders herausfordernd. Unser oberstes Ziel muss es jetzt sein, die Infektionszahlen zu senken und die Krankenhäuser und Intensivstationen zu entlasten", erklärte dazu Kultusministerin Raab. Gleichzeitig dankte die Ministerin allen Kirchen und Religionsgesellschaften, dass nach der Ausnahmeregelung für die Weihnachtsfeiertage vorerst ab 28. Dezember keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. "Mit dieser Vereinbarung leisten die Kirchen und Religionsgemeinschaften einen wichtigen Beitrag, damit wir unser Ziel, die Ansteckungszahlen deutlich zu reduzieren, auch erreichen können", so Raab.
 

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lk 2,14)

Weihnachten wird heuer anders sein als in den letzten Jahren: Wegen der Pandemie ist das soziale Leben eingeschränkt, viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Beschäftigung, für andere ist die Belastung fast unerträglich geworden; zudem ist die Erinnerung an den Anschlag in der Wiener Innenstadt am Abend des Allerseelentags noch sehr lebendig. Vielleicht ist jetzt aber auch eine gute Zeit, über das nachzudenken, was an diesem Fest abseits der schönen Stimmung und der gewohnten festlichen Zusammenkünfte für uns wichtig ist.

Die Geschichte von der Geburt Jesu hat mich schon als Kind berührt, die Suche nach einem Platz zum Schlafen, die Geburt in der Nacht, das Fest um die Krippe. Später war es dann vor allem die große Weite der Perspektive, die die Erzählungen von der Kindheit Jesu auszeichnen: Der römische Kaiser Augustus wird genannt, Friede auf Erden verheißen, von fernen Ländern kommen auf wundersame Weise Menschen herbei und suchen den Neugeborenen.

Die Weite und universale Offenheit des christlichen Glaubens, die Frage nach dem Frieden, die Perspektive einer Länder, Kulturen, Religionen überschreitenden Geschwisterlichkeit aller Menschen macht Papst Franziskus zum zentralen Thema seiner neuen Enzyklika „Fratelli tutti“.

In diesem Zusammenhang geht er auch auf die aktuelle Pandemie ein: Für eine gewisse Zeit hat die Pandemie, die eine globale Tragödie ist, „wirklich das Bewusstsein geweckt, eine weltweite Gemeinschaft in einem Boot zu sein“ (32). Sie hat falsche Sicherheiten offengelegt (7) und kommt unserer Anmaßung, Herren des Lebens und von allem, was ist, zu sein, in die Quere. Entscheidend wird sein, dass wir daraus lernen und nicht noch mehr „in einen fieberhaften Konsumismus und in neue Formen der egoistischen Selbsterhaltung“ (35) verfallen. Dass gerade bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eine „Unfähigkeit hinsichtlich eines gemeinsamen Handelns“ zutage getreten und es zu einer weitgehenden Zersplitterung gekommen ist (7), stimmt in dieser Frage nicht sehr zuversichtlich.

Insgesamt zeichnet der Papst aber bei aller Kritik an verschiedenen globalen Entwicklungen, die der  Achtung der Würde des Einzelnen und dem fortschreitenden Bewusstsein der Geschwisterlichkeit unter den Menschen entgegenstehen – er nennt u.a. ein auf Profit ausgerichtetes, ausbeutendes Wirtschaftsmodell auf globaler Ebene, Menschenhandel und Sklaverei, Kriege und Gewaltsituationen, der Umgang mit Flüchtlingen und Migranten und Täuschungen moderner Kommunikationsformen –, ein Bild der Hoffnung. Gott hat sich von der Welt nicht abgewandt, sondern fährt „fort, unter die Menschheit Samen des Guten zu säen“ (54). Gerade auch in der Tragödie der Pandemie haben Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, ehrenamtliche Helfer, Priester und Ordensleute und viele andere ihren Dienst in dem Bewusstsein geleistet, „dass niemand sich allein rettet“ (54).

Wie viel Hoffnung und Freude Gott gerade dann schenkt, wenn Menschen sich ganz in den Dienst der Armen, Kranken, von allen Vergessenen stellen, zeigt das Beispiel des heiligen Franziskus von Assisi. Seine eigene Armut und seine Entscheidung für ein einfaches Leben empfand er als Befreiung. So wurde er allen, denen er begegnete, Reichen wie Armen, Gesunden wie Kranken, Mächtigen wie am Rand Stehenden zum Bruder, zum Zeichen für die Liebe Gottes. Und sie haben ihn als fröhlichen Menschen erlebt.

Der Papst sieht Franziskus als ganz wichtigen Zeugen für seine visionären Bilder der Verwirklichung universaler Geschwisterlichkeit: Die ersten Worte seiner Enzyklika sind Worte des Heiligen, und er erzählt zu Beginn die Geschichte von seinem territoriale, sprachliche, kulturelle und religiöse Grenzen überschreitenden Besuch bei Sultan Malik-al-Kamil in Ägypten (3).

Auch der wichtigste Gesprächspartner des Papstes zu den Themen der Enzyklika ist ein Muslim, Großimam Ahmad Al-Tayyeb. Er sammelt und entwickelt in ihr, wie er ausdrücklich sagt, prinzipielle Themen aus einem mit dem islamischen Theologen gemeinsam verfassten Dokument. Zudem hat er Zusendungen von Menschen und Gruppen aus aller Welt aufgenommen. (5) Der Text ist aber nicht nur aus einer Gesprächssituation heraus erwachsen, der Papst versteht auch das Ergebnis als Gesprächsbeitrag, der für den Dialog mit allen Menschen guten Willens offen sein soll (6) – ganz im Sinn des heiligen Franziskus, der keine Wortgefechte führte, „um seine Lehren aufzudrängen“, sondern die Liebe Gottes mitteilte (4).

Die demütige und geschwisterliche Liebe zu den Mitmenschen und Mitgeschöpfen ist die Antwort der Menschen, die in der Nachfolge Christi stehen, auf die Weite und Schönheit der Liebe Gottes. Deshalb ist für Franziskus das Geheimnis der Inkarnation so wichtig, der Menschwerdung Christi als liebender Entäußerung, wie sie in der Krippe sichtbar und spürbar zum Ausdruck kommen soll. In der winterlichen Kälte des Waldes, in der Grotte von Greccio, wurde eine einfache Krippe hergerichtet, Heu hineingelegt, Tiere hineingeführt. Dort feierte Franziskus mit den Brüdern und vielen Menschen aus der Gegend das Weihnachtsfest. In der Einfachheit und Armut des Kindes Jesus sah er die alles umfassende Liebe Gottes am deutlichsten ausgedrückt. Im äußersten Verzicht, in der leiblichen Hingabe, im Leiden des Kreuzes, das er ganz eng mit der Krippe zusammensieht, liegt die ganze Welt.

Beten wir zu Weihnachten für unsere Schwestern und Brüder, die mit Krankheiten und Armut zu kämpfen haben, die an den Folgen von Krieg, Terror und Gewalt leiden. Beten wir auch für alle, die andere unterstützen, weil sie Menschen sind und Hilfe brauchen. Besonders denke ich dabei zu Weihnachten an unsere Soldatinnen und Soldaten, die bei der Bewältigung der Herausforderung durch die Pandemie wertvolle Unterstützung leisten und die sich in internationalen Missionen für ein friedliches und sicheres Umfeld für andere Menschen einsetzen. Sie tragen dabei auf ihre Weise zum Aufbau einer friedlichen, rechtlich geordneten, geschwisterlichen Welt bei.  

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Hier finden Sie die Weihnachtsbotschaft des Militärbischofs zum Download!

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