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Die Kirchen und Religionsgesellschaften verschärfen in Absprache mit den staatlichen Stellen ihre Corona-Präventionsmaßnahmen. Die wichtigste Änderung ist, dass ab Montag ein Mund-Nasenschutz während des gesamten öffentlichen Gottesdienstes zu tragen ist. Neu ist auch, dass für religiöse Feiern aus einmaligem Anlass wie Trauungen zusätzlich zu den allgemeinen Maßnahmen ein Präventionskonzept zu erarbeiten ist, dessen Einhaltung durch einen Präventionsbeauftragten sicherzustellen ist. Wie das Kultusministerium nach der Corona-Pressekonferenz der Bundesregierung am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte, wurden die neuen Maßnahmen wie bisher üblich "mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften vereinbart". "Wie bisher sind öffentliche Gottesdienste von den allgemein gültigen Veranstaltungsregeln ausgenommen", wird ausdrücklich festgehalten.

Das Ministerium würdigte die bisherigen Maßnahmen der Kirchen und Religionsgemeinschaften zur Eindämmung des Corona-Virus, weil diese vielfach "strenger als rechtlich vorgesehen" umgesetzt wurden. Nach dem erneuten Anstieg der Infektionen habe es in den letzten Tagen "ausführliche Gespräche" zur aktuellen Lage gegeben. Für die Katholische Kirche hat daran der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, teilgenommen, wie dieser gegenüber Kathpress bestätigte.

Konkret sieht die ab Montag, 21. September, geltende Vereinbarung für öffentliche Gottesdienste vor, dass ein Mindestabstand von einem Meter zu jenen Personen einzuhalten ist, mit denen man nicht gemeinsam in einem Haushalt wohnt. Diese Regel ist für die Katholische Kirche keine Verschärfung, sie gilt österreichweit seit Wiederaufnahme von öffentlichen Gottesdiensten nach dem Lockdown ab Mitte Mai. Die Pflicht zum Mindestabstand gilt nicht, "wenn dies die Vornahme religiöser Handlungen erfordert", wie etwa bei der Spendung von Sakramenten.

Eine Verschärfung stellt die allgemeine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes während des gesamten öffentlichen Gottesdienstes dar. Ausgenommen davon ist wie bisher beispielsweise der Priester bei der Messe, wenn genügend Abstand zu den Gläubigen gegeben ist. Für den Kommuniongang bedeutet die Regelungen somit, dass neben den Gläubigen auch die Kommunionspender einen Mund-Nasenschutz tragen müssen.

Darüber hinaus muss für den Gottesdienst Desinfektionsmittel bereitgestellt gestellt werden und auch der Gesang ist zu reduzieren. "Für öffentliche Gottesdienste im Freien sind Sitzplätze für alle zur Verfügung zu stellen", wurde weiters vereinbart.

Eine neue Maßnahme betrifft "religiöse Feiern aus einmaligen Anlass" wie beispielsweise Trauungen und Begräbnisse. Hierfür ist zusätzlich von der zuständigen kirchlichen Gemeinde ein Präventionskonzept zu erarbeiten, und die Einhaltung ist durch einen Präventionsbeauftragten sicherzustellen. "Das Kontaktpersonenmanagement ist durch geeignete Maßnahmen wie zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze zu gewährleisten", heißt es dazu.

"Für andere allgemeine Veranstaltungen einer Kirche oder Religionsgemeinschaft bzw. Familienzusammenkünfte nach dem Gottesdienst gelten die allgemeinen Verordnungsregeln", heißt es in der Aussendung des Kultusministeriums weiter, dass darauf hinweist, dass bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen weitere Maßnahmen wie die Erhöhung des Mindestabstands möglich sind.

Abschließend wird festgehalten, dass die Kirchen und Religionsgemeinschaften die vereinbarten Regeln im eigenen Bereich selbstständig umsetzen. "Bei regionalen Infektionsfällen wie bisher die Vorgangsweise der lokalen Kirchen und Religionsgemeinschaften in Abstimmung mit den vor Ort zuständigen Gesundheitsbehörden."

Resümierend hält Kultusministerin Susanne Raab: "Die Bundesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben bisher bei der Eindämmung des Corona-Virus sehr gut zusammengearbeitet. Vor dem Hintergrund der neuesten Entwicklung der Infektionszahlen haben wir nun neue, schärfere Maßnahmen erarbeitet, um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. So schaffen wir den bestmöglichen Schutz für alle Gläubigen."

Kirchliche Organisationen in Österreich starten ein neues Umweltschutzprojekt, mit dem jede und jeder zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen kann: Auch bei sparsamem Verbrauch wird natürlich Energie verbraucht. Im Rahmen der sogenannten "Klima-Kollekte" kann nun jeder Interessiert seinen nicht vermeidbaren Energieverbrauch eruieren (über die Website www.klima-kollekte.at) und im Anschluss dafür eine freiwillige Kompensationszahlung leisten. Mit dem so aufgebrachten Geld wird ein nachhaltiges Hilfsprojekt in Uganda unterstützt. Hinter der Klima-Kollekte stehen die evangelische Diakonie, Horizont 3000, die Koordinierungsstelle der österreichischen Bischofskonferenz und die evangelische Kirche in Österreich.

Bei dem Öko-Projekt in der Diözese Masaka in Südwest-Uganda werden von der lokalen Caritas gemeinsam mit der Organisation Horizont 3000 rund 1.500 Familien in ländlichen Gebieten mit neuen Öfen ausgestattet. Durch eine ineffiziente Kochweise und offene Feuer sei bisher viel Brennholz verbraucht worden. Zudem habe die Rauchentwicklung zu gesundheitlichen Schäden, vor allem bei Kindern und Frauen geführt, berichtete Projektkoordinatorin Martina Luger von Horizont 3000 bei einem Pressetermin am Dienstag in Wien. Durch Unfälle mit dem offenen Feuer sei es auch zu vielen Verbrennungen gekommen. Damit sei jetzt aber Schluss.

Die neuen Öfen werden lokal produziert, durch eine effiziente Technik werden mehr als 60 Prozent an Brennholz eingespart, der Rauch entweicht aus den Hütten nun durch einen Rauchfang, was für ein wesentlich gesünderes Raumklima sorgt. Die Familien würden so vielfältig unterstützt, die Umwelt geschont, neue Arbeitsplätze bei der Produktion der Öfen geschaffen und lokale Wirtschaftskreisläufe angekurbelt, fasste Luger alle Vorteile der Initiative zusammen. Mit dem nun vorgestellten Klimaschutzprojekt in Uganda sollen insgesamt über knapp sieben Jahre mehr als 31.000 Tonnen CO-2 eingespart werden.

Persönlicher Beitrag und Bewusstseinswandel

Bischof Werner Freistetter und der evangelische Bischof Michael Chalupka unterstützen die Initiative. Mit der Klima-Kollekte könne jeder etwas zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, sagte Chalupka bei dem Pressegespräch. Mitmachen und sich sonst zurücklehnen sei freilich nicht angebracht. Die Klima-Kollekte könne nur ein Teil einer viel größeren Aufgabe sein, so der Bischof. Er verwies auf die evangelische Kirche, wo derzeit zu bereits bestehenden Öko-Projekten an einem umfassenden Klimaschutzkonzept gearbeitet wird. Freilich sei auch das gesamtgesellschaftlich gesehen nur ein kleiner Beitrag, doch es gelte, "das Salz in der Suppe zu sein" und zu einem umfassenderen Bewusstseinswandel beizutragen.

Mit der österreichischen Klimapolitik zeigte sich der evangelische Bischof auf Anfrage zurückhaltend zufrieden. Für eine Beurteilung der türkis-grünen Regierung sei es noch zu früh. Positiv könne man aber zumindest vermerken, dass das Land seit Neuestem den UN-Klimafonds in einer Höhe dotiert, die für ein reiches Land wie Österreich angemessen sei, so Chalupka.

Ökologische und soziale Krise

Bischof Freistetter war am Dienstag erkrankt, hat aber in einem schriftlichen Grußwort zur Teilnahme an der Klima-Kollekte aufgerufen. Es gehe um Einsparung, Reduktion und schließlich die Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen über nachhaltige Projekte wie jenes in Uganda, so der Bischof. Er wies zudem auf die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus hin, in der dieser den Zusammenhang zwischen der ökologischen und den sozialen Krisen herausstreicht. Freistetter: "Wir sehen auf dieser Welt große Ungerechtigkeiten, die durch die Klimakrise noch insofern verstärkt werden, als dass arme Menschen, Länder und Regionen weitaus stärker von den Folgen der Klimakrise betroffen sind und sein werden als wohlhabende Menschen und Länder, die jedoch zugleich die Hauptverursacher sind." Ein Vergleich: Ein Österreicher produziert durchschnittlich pro Jahr neun Tonnen CO-2, ein Einwohner Ugandas 0,14 Tonnen.

Freistetter verwies in seinem Grußwort auf eine Reihe von Öko-Initiativen im Bereich der Kirche, u.a. auch darauf, dass sich die Bischofskonferenz wie auch die einzelnen Diözesen dazu verpflichtet hätten, sich aus allen finanziellen Anlageformen zurückzuziehen, die mit fossilen Brennstoffen zu tun haben.

Bischof Chalupka betonte schließlich noch, dass die "Klima-Kollekte" nicht nur ein innerkirchliches Projekt sei. Alle Menschen guten Willens, aber auch Betriebe und Institutionen seien eingeladen sich anzuschließen und sich bei der Eindämmung des Klimawandels tatkräftig zu engagieren.

(Infos: www.klima-kollekte.at)
 
 

„Der diakonale Dienst ist die Grundgestalt des kirchlichen Dienstes“, das betonte Militärbischof Werner Freistetter bei der Weihe von Vizeleutnant Andreas Binder zum ständigen Diakon für die Militärdiözese am Montagvormittag, 14. September, am Fest der Kreuzerhöhung in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt. An der Feier, die unter strikten Corona-Maßnahmen stattfand, nahmen auch viele Militärgeistliche sowie Brüder im diakonalen Dienst teil.

Diakone haben besonderen Auftrag

In seiner Predigt hob Militärbischof Werner Freistetter den besonderen Auftrag des Diakons in der Kirche hervor. „Die Diakonweihe ist die Grundlage allen kirchlichen Dienstes“, so der Militärbischof. Er repräsentiere das Fundament, ohne das keine weitere Form des kirchlichen Dienstes möglich sei: „Christus als der, der dient, aus Liebe für die Menschen“, so Bischof Freistetter.

Besonderer Dank an Familie und Wegbereiter

Im Anschluss an die Weihe richtete Vizeleutnant Binder noch einige persönliche Worte an die Feiergemeinschaft und insbesondere an seine Familie, der er in besonderem Maße dankte. Er habe erst spät zu Gott gefunden, so Bindern, aber „dein Wille geschehe, man kann sich deinem Willen nicht entziehen, so der frischgeweihte Diakon. Mit Vizeleutnant Binder sind nun bereits sechs ständige Diakone für das Militärordinariat tätig. Er soll in Zukunft an der St. Georgs Kathedrale und der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt wirken. Binder ist zudem auch als Militärpfarradjunkt in der St. Georgs Kathedrale tätig.

Österreich soll sich an der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem niedergebrannten griechischen Lager Moria beteiligen und die katholische Kirche will diese Maßnahme im eigenen Bereich aktiv unterstützen. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz in einer gemeinsamen Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen auf Lesbos am Mittwoch erklärt. Darin danken die Bischöfe der Bundesregierung für die angekündigte großzügige Soforthilfe vor Ort, halten dies aber für nicht ausreichend. Die Bischofskonferenz empfiehlt daher der Bundesregierung nachdrücklich "die Aufnahme eines fairen Kontingents von Flüchtlingen".

"Mit größter Sorge und Betroffenheit" reagieren die Bischöfe auf die Szenen rund um den Brand des Flüchtlingslagers und halten fest: "Es sind Bilder des Elends, die zum Himmel schreien. Sie rufen uns in eine Verantwortung, von der wir uns nicht dispensieren können." Die schon zuvor katastrophale Situation tausender Fluchtreisender habe sich dort zu einem "wahren Alptraum" verschärft.

Jedes politische Kalkül über die Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen in Europa sei angesichts der aktuellen Notlage daher völlig verfehlt. "Jetzt zählt rasches und entschlossenes Handeln. Wir können und dürfen nicht wegschauen", appelliert die Bischofskonferenz und hält fest: "Es gibt keine Alternative zur schnellen und systematischen Evakuierung der Asylsuchenden aus den griechischen Lagern."

Neben der zugesagten Soforthilfe solle sich Österreich so wie andere europäische Länder auch an der Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria beteiligen. "Was hindert uns, dem Beispiel anderer Länder zu folgen? Europa hat die Kraft zur Solidarität - sie ist jetzt gefragt", betonen die katholischen Bischöfe. Sie verweisen darauf, dass es zahlreiche Einzelpersonen und Institutionen in Österreich gibt, die zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit seien. "Selbstverständlich sind auch wir als katholische Kirche in Österreich wieder dazu bereit, ein angemessenes Kontingent von verzweifelten Menschen in unseren kirchlichen Einrichtungen und Räumen zu beherbergen", hält die Bischofskonferenz fest. "Wir folgen damit auch dem Beispiel von Papst Franziskus und erinnern dankbar an die humanitären Aufnahmeprogramme aus den syrischen Elendslagern vor wenigen Jahren."

Ausdrücklich danken die Bischöfe allen, die schon bisher mit höchstem Einsatz gegen das Flüchtlingselend an den südöstlichen Außengrenzen Europas gekämpft haben. "Lassen wir die vielen Engagierten im Dienst an den Notleidenden nicht allein! Jetzt braucht es weitere Schritte einer großzügigen Nächstenliebe, die Leben rettet."

Militärbischof Werner Freistetter wird am Montag, 14. September, Vizeleutnant Andreas Binder in der St. Georgs Kathedrale zum ständigen Diakon für die Militärdiözese weihen. Binder, der im Frühjahr die Admissio empfangen hat, soll in Zukunft an der St. Georgs Kathedrale und der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt wirken. Er ist zudem auch als Militärpfarradjunkt in der St. Georgs Kathedrale tätig.

„Gott hat dich lieber Andreas ausgewählt diesen Schritt zu machen“, betonte Militärbischof Freistetter bei der Admissio im Frühjahr und ging auf die Bibelstelle der sogenannten „Abrahamsberufung“ ein: „Gott ruft Abraham und Gott ruft Menschen unter uns. Danke, dass du dich auf den Weg gemacht hast, wie Abraham“, so der Bischof.

In der Militärdiözese sind derzeit fünf ständige Diakone tätig, mit Vizeleutnant Andreas Binder kommt am Montag ein Sechster dazu.

Die Coronavirus-Ampel der Bundesregierung wurde am Freitag offiziell in Betrieb genommen. Während die Ampel für den Großteil Österreichs auf Grün steht, gilt für die Städte Wien, Linz, Graz und den Bezirk Kufstein gelbes Licht, wofür eine erweiterte Maskenpflicht vorgesehen ist. Das war die erste Empfehlung der staatlichen Covid-Kommission. Infolgedessen hat die Erzdiözese Wien Freitagnachmittag die Empfehlung ausgegeben, dass die Gläubigen in der Stadt Wien wegen der Ampelstufe Gelb wieder während des gesamten Gottesdienstes einen Mund-Nasenschutz tragen und dass das gemeinsame Singen reduziert wird.

Weiterhin gelten die ohnehin in Kraft gebliebenen Maßnahmen wie die Einhaltung des Mindestabstands und die besonderen Hygienevorschriften rund um den Kommuniongang. Das bestätigte Diözesansprecher Michael Prüller gegenüber "Kathpress".

 

Österreichweite Rahmenordnung

In der katholischen Kirche in Österreich nimmt mit dem Herbst in den Pfarren und darüber hinaus das kirchliche Leben wieder Fahrt auf. Zu den traditionellen kirchlichen Feiern und Aktivitäten (wie Erntedank) kommt, dass etwa Erstkommunionen oder Firmungen in den kommenden Monaten nachgeholt werden sollen. Bis auf Weiteres sollte dies unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen auch möglich sein.

Für die katholische Kirche in Österreich gilt grundsätzlich die Rahmenordnung für Gottesdienste der Bischofskonferenz vom 20. Juni als Grundlage aller Maßnahmen. Am 27. Juli haben die heimischen Diözesen - mit Ausnahme von Vorarlberg - freiwillig aufgrund steigender Infektionszahlen einige Adaptionen oder Verschärfungen vorgenommen. Die wichtigste Änderung Ende Juli war, dass in Regionen mit steigenden Corona-Zahlen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Gottesdienst wieder verpflichtend ist.

Wichtigste Verpflichtung der Rahmenordnung ist freilich nach wie vor die Einhaltung eines Mindestabstands von einem Meter zu Personen, mit denen man nicht im gemeinsamen Haushalt lebt.

Empfohlen wird weiterhin das Bereitstellen von Desinfektionsmittel und das häufige Reinigen und Desinfizieren von Flächen und Gegenständen, die oft berührt werden. Auch ein Willkommensdienst wird nach wie vor empfohlen, genau so wie das bestmögliche Durchlüften der Kirche nach dem Gottesdienst. Für das gemeinsame Singen und Sprechen gibt es laut Rahmenordnung in der derzeit gültigen Fassung noch keine Einschränkung, solange der Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden kann.

Handkommunion ist empfohlen, Mundkommunion ist möglich. Zwischen dem Kommunionspender und dem Kommunionempfänger ist der größtmögliche Abstand einzuhalten. Sollte es zu einer Berührung kommen, muss die liturgische Handlung für das Waschen oder Desinfizieren der Hände unterbrochen werden.

Die Rahmenordnung setzt grundsätzlich auf die Einhaltung der Hygienebestimmungen für Personen, die mit liturgischen Diensten beauftragt sind und stellt insgesamt bei allen auf die gebotene "Eigenverantwortung und Rücksichtnahme" ab. Es steht auch jeder Diözese frei, zusätzliche Regelungen diözesan oder bloß regional zu erlassen. - Die Erzdiözese Wien hat dies nun eben getan.

Bischofskonferenz adaptiert Rahmenordnung

Die Rahmenordnung der Bischofskonferenz wird derzeit vom Österreichischen Liturgischen Institut in Abstimmung mit Referatsbischof Anton Leichtfried und dem Rechtsreferat der Bischofskonferenz angepasst. Sobald die staatliche Rechtslage voraussichtlich Ende September novelliert ist, wird die Bischofskonferenz die aktualisierte Fassung der Rahmenordnung beschließen, erläuterte Bischofskonferenz-Sprecher Paul Wuthe am Freitag gegenüber "Kathpress".

Weiters wird vonseiten des Österreichischen Pastoralinstituts in Abstimmung mit u.a. Referatsbischof Alois Schwarz bereits eine neue Handreichung zur Corona-Ampel für den Bereich der Pastoral erstellt, in der die geltenden Rechtsgrundlagen und notwendige bzw. empfohlenen Maßnahmen für das kirchliche Leben in Pfarren und anderen Bereichen zusammengefasst werden sollen.

Die derzeit gültige Rahmenordnung ist im vollen Wortlaut abrufbar unter: www.bischofskonferenz.at/behelfe/corona-rahmenordnung.

Die traditionsreichen Passionsspiele im burgenländischen St. Margarethen werden im nächsten Jahr mit einer neuen Inszenierung und unter einer neuen Leitung stattfinden: Mit Richard Geier hat der Ortspfarrer, der zugleich auch Pastoralamtsleiter der Diözese Eisenstadt ist, die Spielleitung übernommen. Neuer Regisseur und ebenfalls Priester ist der burgenländische Militärdekan Alexander Wessely. Beide haben im Rahmen einer Präsentation am Sonntag das Konzept der Inszenierung der Spiele vorgestellt, die von 5. Juni bis 29. August 2021 im Römersteinbruch stattfinden werden. Die Rolle des Jesus wird wie schon 2016 Rupert Kugler übernehmen, neu als zweiter Jesusdarsteller ist Andreas Schalling, wie die Passionspiele am Montag in einer Aussendung informierten.

Das Konzept der Neuinszenierung der Passionsspiele lautet "Emmaus - Geschichte eines L(i)ebenden", wie der neue Spielleiter erläuterte. "Es geht nicht um ein Historienspiel. Es geht um eine nachösterliche Perspektive, wie wir sie heute auch haben, über das, was man mit Jesus erlebt hat", so Pfarrer Geier. Jesus sei zu verstehen als "Provokateur, der das alte Gottesbild zertrümmern und den Menschen ein neues ins Herz legen wollte", so der Theologe. Geier verfasste auch den neuen Text für die Inszenierung. Neu gestaltet werden überdies die Bühne und die Kostüme für die rund 500 ehrenamtliche Laiendarsteller.

Beim Passionsspiele gehe es um eine ansprechende Verbindung von Historie und persönlicher Betroffenheit auf, betonte der neue Regisseur. "Wichtiger als das, was auf der Bühne geschieht, ist das, was vor der Bühne geschieht", so Wessely. Es gehe in der Begegnung mit Jesus um eine Entscheidung. Daher habe man bei der neuen Inszenierung den Blickwinkel der Emmaus-Jünger gewählt, die nach dem biblischen Bericht dem Auferstandenen begegnet waren. Sie gewannen eine neue Sicht auf die Ereignisse "und helfen uns Heutigen, das Leben und Wirken Jesu neu zu verstehen: Entscheide dich für die selbstlose Liebe - und du wirst leben!"

Die Spielerpräsentation ist der traditionelle Auftakt zum Passionsspieljahr. Zusammen mit der Premiere am 5. Juni 2021 sind insgesamt 20 Aufführungen geplant. Tickets dafür sind bereits über den Onlineverkauf unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. die Internetseite www.passio.at erhältlich.

Seit 1926 wird in St. Margarethen die Leidensgeschichte Jesu nachgespielt. Dem ursprünglichen Schauplatz, einem Bauernhof, ist die Inszenierung längst entwachsen. Seit 1961 dient der Römersteinbruch als Naturkulisse. Bis zu 450 Laiendarstellerinnen und -darsteller bewegen sich auf der Freilichtbühne, rund 200 Personen werken im Hintergrund. Der Reingewinn der Passionsspiele, die alle fünf Jahre stattfinden, wird für kirchliche, soziale und karitative Zwecke verwendet.
 
 

Die "Stopp Corona"-App bekommt Unterstützung durch den Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka: "Ich halte es für einen Akt der Nächstenliebe, einen persönlichen Beitrag gegen die Verbreitung des Corona-Virus zu leisten und damit Menschenleben zu schützen. Die Stopp-Corona-App unterstützt mich dabei", schrieb Schipka in einem Testimonial, das jetzt auf der Homepage der App veröffentlicht wurde. Wie der Generalsekretär gegenüber Kathpress bestätigte, verwende er selbst bereits seit Monaten die App, die vom Österreichischen Roten Kreuz betrieben wird und schon mehrfach überarbeitet wurde.

Schipka vertritt die Bischofskonferenz in der "Stopp Corona"-Plattform, an der Vertreter aus dem Gesundheitsbereich und der Politik, Sozialpartner, Religionsgemeinschaften sowie Datenschützer und weitere zivilgesellschaftliche Initiativen mitwirken. Die konstituierende Sitzung der Plattform fand online am 7. Juli 2020 statt. "Vertreter der Glaubensgemeinschaften überprüfen alle Vorschläge auf die Auswirkungen auf ihre Gemeinden", heißt es dazu auf der Homepage.

Bei der seit Ende August verbesserten Version der App funktioniert der sogenannte digitale Handshake nun auf allen Geräten mit den Mobil-Betriebssystemen iOS (Apple) und Android (Google). Befinden sich zwei Handys, auf denen die App aktiviert ist, in der Nähe, erfolgt ein digitaler Handshake über Bluetooth. Wenn ein so gespeicherter anonymer Kontakt in den nächsten drei Tagen Corona-Symptome oder eine Erkrankung meldet, prüft die App, ob man sich länger als 15 Minuten in engerem Abstand zu diesem Gerät befunden hat.

Auch unbekannte Personen, die man getroffen hat, wie etwa Sitznachbarn in der Kirche oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, können durch die App-Nutzung benachrichtigt werden. Die App erleichtert somit das Nachvollziehen der Kontakte von infizierten Personen maßgeblich und soll helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Aus diesem Grund enthält die App auch die Funktionen "Meldung" und "Symptomcheck". Die App ist umso wirksamer, je mehr Menschen sie auch verwenden.

(Infos: https://www.stopp-corona.at)

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