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Katholische Militärseelsorge
Webauftritt des Katholischen Militärordinariates der Republik Österreich
Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft der Universität Eichstätt und der Katholischen Militärseelsorge in Deutschland ist 2024 ein weiteres „Mutmachbuch für Soldatenfamilien“ erschienen.
Der Präsenz muslimischer Soldaten in den US-Streitkräften widmet sich das gut lesbare, mit vielen biographischen Beispielen versehene Büchlein von Edward E. Curtis, der auch eine Geschichte der Muslime in den USA geschrieben hat.
In seinem autobiographischen Werk mit dem sperrigen Titel berichtet der Franziskaner P. Gereon Goldmann (1916-2003) nach einer kurzen Darstellung seiner Kindheit und Jugend, wie er, obwohl bereits 1936 in den Orden eingetreten, nach seiner militärischen Grundausbildung in die Waffen-SS eingezogen wird und nach zweijährigem Militärdienst die Mitteilung erhält, er sei „als wehrunwürdig aus der SS zu verstoßen und zur Wehrmacht zurückzuversetzen“ (S.57). Der Reichführer SS Heinrich Himmler selbst hatte nach einem Brief des Delinquenten ebendieses verfügt, was sich für Goldman in weitere Folge als der Beginn einer schier unglaublichen Reise erweisen würde.
In einer Zeit, in der zwei der größten europäischen Staaten gegeneinander Krieg führen und viele weitere Staaten als Unterstützer einer der beiden Seiten in zunehmender Weise in den Konflikt involviert sind, ist es vielleicht lohnend, sich kirchliche Positionen während der beiden großen von Europa ausgehenden Kriege des 20. Jahrhunderts anzuschauen, besonders des ersten, schon damals so genannten „Großen Kriegs“ der Jahre 1914–1918. Nicht um sie einfach zu übernehmen, sondern um die eigene Position in der Auseinandersetzung mit einem Denken zu schärfen, das für einige Jahre doch sehr weitgehend von der Intensität und den weitreichenden Folgen der bewaffneten Auseinandersetzungen geprägt war.
Während des Ersten Weltkriegs veröffentlichte die renommierte jesuitische Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ in den Jahren 1915 bis 1918 24 Hefte einer eigenen „Feldausgabe“ mit kriegsbezogenen Themen.
Wie soll man mit Kindern über Krieg reden? Wie können betroffene Soldatenfamilien gut mit einer langjährigen Stationierung deutscher Soldaten in Litauen umgehen? Und wie erhöht man generell die Resilienz von Soldatenfamilien, um sie angesichts der aktuellen Bedrohungen in Europa kriegstauglich zu machen?