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Katholische Militärseelsorge
Webauftritt des Katholischen Militärordinariates der Republik Österreich
Im feierlichen Rahmen des Barocksaals des Grazer Priesterseminars überreichte am 25. September 2025 Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl das Ehrenzeichen der Diözese Graz-Seckau für ehrenamtliches Engagement an verdiente Mitarbeiter:innen aus zahlreichen Pfarren. Kanzler Johann Schlatzer verlas die Laudationes, die das vielfältige Wirken der Ausgezeichneten in den Mittelpunkt stellten. Anschließend lud der Bischof zur Agape ein, die Gelegenheit zu persönlichem Austausch bot.
Unter den Geehrten befand sich Vzlt Heinz Vieider, Pfarradjunkt bei der Militärpfarre bei der Direktion 1 (Graz), dessen Engagement seit Jahrzehnten Bestand hat.
Es war nicht die erste Auszeichnung die Vzlt Vieider erhielt. Bereits 2024 wurde er für sein außergewöhnliches Engagement mit dem päpstlichen Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet. Bis heute unterstützt er die Karmelitinnen in Graz sowie die Senior:innenpastoral und ist für seine Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft bekannt.
Die Verleihung des Ehrenzeichens würdigt nicht nur Vieiders persönlichen Einsatz, sondern macht deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für das Leben der Kirche ist. Menschen wie er tragen wesentlich dazu bei, dass Glaube und Gemeinschaft lebendig bleiben.
Nähere Infos dazu finden sie unter Ehre für das Ehrenamt
Am Truppenübungsplatz Allentsteig erhalten derzeit 200 Rekruten ihre militärische Grundausbildung. Nach dieser werden sie für verschiedene Funktionen im Bereich des Militärkommandos Niederösterreich im gesamten Bundesland eingesetzt.
Berührungspunkte mit der Militärseelsorge hatten die Rekruten bereits im Lebenskundlichen Unterricht sowie bei ihrer Angelobung, die vergangene Woche in Echsenbach stattfand.
Eine weitere Begegnung bot nun die Feier eines Feldgottesdienstes am Dienstag, dem 23. September 2025, auf der Wiese hinter der Allentsteiger Soldatenkirche. Militärdekan Oliver Hartl sprach bei dem stimmungsvollen Gottesdienst Themen an, die bereits zuvor mit den Kameraden besprochen worden waren. Die äußere Stimmung des Einbrechens der Dunkelheit nahm er als Beispiel:
„Während unserer Feier wird es ganz dunkel. Aber wir wissen, dass es nicht dunkel bleiben wird. Es wird wieder hell. Und genau das sagt uns auch unser christlicher Glaube für unser Leben. Durch das Ereignis der Auferstehung haben wir eine Hoffnung und eine Perspektive, die über die Dunkelheiten des Lebens hinausgeht“, so Militärdekan Hartl.
Am Feldgottesdienst nahm auch der Kommandant des Truppenübungsplatzes Allentsteig, Brigadier Christian Riener, teil. Musikalisch wurde die Feier von einem Blechbläserensemble der Militärmusik Niederösterreich umrahmt.
Bei einem anschließenden Kameradschaftsabend ergaben sich zahlreiche Begegnungen und Gespräche zwischen den Rekruten und ihrem Militärpfarrer – „Kirche zum Anfassen“ mitten unter den Soldaten, hoffentlich mit bleibenden Eindrücken und positiven Erfahrungen für ihr Leben als (junge) Erwachsene.
Die Feierlichkeiten rund um das 70-jährige Bestehen des Österreichischen Bundesheeres lockten am vergangenen Freitag zahlreiche Besucher in die Fußgängerzone von Eisenstadt. Neben der eindrucksvollen Leistungsschau, gepanzerten Fahrzeugen und moderner Ausrüstung war vor allem eines deutlich spürbar: die enge Verbindung zwischen Heer, Bevölkerung – und Seelsorge.
Militärpfarre Burgenland als Anlaufstelle für Besucher
Besonders präsent zeigte sich die Militärpfarre Burgenland, die mit einem eigenen Informationsstand vertreten war. In erster Linie betreut wurde dieser durch den Pfarradjunkten, der den vielen Gästen geduldig Rede und Antwort stand und Einblicke in die Arbeit der Militärseelsorge gab.
„Gerade bei einem Jubiläum wie diesem ist es uns wichtig, die spirituelle und menschliche Dimension des Bundesheeres sichtbar zu machen. Soldaten sind Menschen mit Fragen, Sorgen und Hoffnungen – und wir sind für sie da“, so der Pfarradjunkt im Gespräch.
Militärseelsorge als Brücke zwischen Heer und Gesellschaft
Der Informationsstand bot nicht nur Broschüren und Giveaways, sondern wurde auch von vielen Besuchern als Ort der Begegnung und des Austausches genutzt. Zahlreiche Gäste nahmen diese Gelegenheit wahr, um mehr über die Aufgaben der Militärseelsorge zu erfahren – von der Begleitung im Grundwehrdienst über Auslandseinsätze bis hin zur Unterstützung in Krisensituationen.
Im Beisein ihres Verteidigungsministers und des Generalstabschefs feierte die slowenische Militärseelsorge am 21. 09. 2025 im Wallfahrtsort Brezje ihr 25-jähriges Bestehen.
Im Rahmen des Festgottesdienstes, der von Bischof Andrej Saje zelebriert wurde, erhielten Vizeleutnant Markus Stromberger, Kanzleileiter der Katholischen Militärpfarre Kärnten, und Vizeleutnant Wolfgang Drolle, Militärpfarrgemeinderat, eine Auszeichnung.
Damit dankte man ihnen für die jahrelange Zusammenarbeit im Bereich der Seelsorge – insbesondere für die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft beim jährlichen Kinder- und Jugendferienlager der Militärpfarre Kärnten, an dem seit 20 Jahren auch Kinder und Jugendliche von Angehörigen der slowenischen Armee teilnehmen.
Zwischen Tradition, Gemeinschaft und gelebtem Glauben
Motorradsegnungen sind weit mehr als nur ein kurzes Ritual am Rande der Motorradsaison. Sie haben eine lange Tradition, die ihren Ursprung in der Bitte um göttlichen Schutz für Fahrerinnen, Fahrer und ihre Maschinen findet. Für viele Biker ist dieser Moment ein fester Bestandteil des Jahres – eine Gelegenheit, innezuhalten, den Zusammenhalt in der Gemeinschaft zu spüren und gleichzeitig derjenigen zu gedenken, die auf den Straßen ihr Leben verloren haben.
Dass solche Segnungen nicht nur eine feierliche Geste, sondern auch ein lebendiges Gemeinschaftserlebnis sind, zeigte kürzlich die dritte Motorradwallfahrt der Unteroffiziersgesellschaft und der katholischen Militärpfarre Oberösterreich. Mehr als 30 Motorräder mit über 40 Teilnehmenden machten sich am 6. September auf den Weg, um einen Tag voller Begegnungen, Spiritualität und Kameradschaft zu erleben.
Nach einem herzlichen Miteinander beim Mittagessen am Fliegerhorst Vogler führte die Route ins Stift Schlierbach. Dort segnete Militärseelsorger Pater Jakob die Motorräder und deren Fahrerinnen und Fahrer. Im Anschluss gewährte Militärkaplan P. Jakobus Neumeier, Milizseelsorger beim Militärkommando Oberösterreich und Zisterzienser im Stift Schlierbacher, einen kurzen Einblick in die Geschichte des Klosters, bevor die Gruppe ihre Fahrt fortsetzte.
Der letzte Programmpunkt führte in die Hessen-Kaserne nach Wels, wo die Bikerinnen und Biker beim Tag der offenen Tür willkommen geheißen wurden. Zwischen Motorengeräuschen, Begegnungen und geistlichem Impuls blieb am Ende vor allem der Eindruck einer gelungenen Veranstaltung zurück – ein Tag, der Tradition, Glauben und Leidenschaft fürs Motorradfahren auf besondere Weise verbunden hat.
In feierlicher Atmosphäre beging die katholische Militärpfarre 4 des Militärkommandos Niederösterreich gemeinsam mit den Garnisonen Langenlebarn, Mistelbach und Korneuburg den traditionellen vorösterlichen Gottesdienst im ehrwürdigen Stift Klosterneuburg.
Als Konzelebrant nahm Militärkaplan Mag. Andreas Guganeder aus der Kaserne Langenlebarn an der Messe teil, die von Pater Clemens zelebriert wurde.
Leider konnten einige Dienststellen aus dienstlichen Gründen nicht an der Feier teilnehmen. Die Anwesenden jedoch zeigten sich begeistert von der Möglichkeit, in der prachtvollen Stiftskirche innezuhalten und sich spirituell auf das Osterfest vorzubereiten.
Bericht: Vzlt Georg Karner, redigiert durch ÖA
Vom13. bis 14. März machten sich 19 Mitglieder der Militärpfarre auf den Weg ins traditionsreiche Stift Schlägl, um unter der geistlichen Leitung von Militärdekan R. Weyringer die österliche Bußzeit bewusst zu erleben. Im Mittelpunkt der Tage stand das persönliche Gebet – ein Thema, dem in inspirierenden Impulsen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde.
Die Teilnehmer tauchten in den klösterlichen Rhythmus ein, nahmen an den Gebetszeiten von Vesper und Laudes teil und feierten gemeinsam die Eucharistie. Ein weiterer Höhepunkt war die eindrucksvolle Führumng durch das Stift, die tiefere Einblicke in die lange Geschichte und die spirituelle Tradition des Prämonstratenserordens bot.
Das Stift Schlägl, gegründet im Jahr 1218, ist nicht nur ein Ort des Gebets und der Meditation, sondern auch ein Zentrum für Bildung, Kultur und Begegnung. Mit seiner beeindruckenden Architektur, der wertvollen Bibliothek und der traditionsreichen Brauerei strahlt es eine besondere Atmosphäre aus, die zur inneren Einkehr einlädt.
Gestärkt an Geist und Seele traten die Teilnehmer schließlich die Heimreise an – erfüllt von neuen Gedanken, bereichert durch die gemeinschaftlichen Erfahrungen und in freudiger Erwartung des bevorstehenden Osterfestes.
Heute um 11:00 Uhr fand in der Militärpfarre beim Militärkommando Wien die feierliche Spendung des Aschenkreuzes statt. Die Liturgie wurde von Militärerzdekan Harald Tripp geleitet. Auch wurde ein schönes Zeichen der Verbundenheit gesetzt, da auch Frater Alexander Lapin von der orthodoxen Militärseelsorge dieser Feier beiwohnte. Mit dem Aschermittwoch und der Auflegung des Aschenkreuzes beginnt die Fastenzeit, eine Zeit der inneren Einkehr und Besinnung.
Die Worte, die dabei gesprochen wurden, sind eindringlich: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst" (Genesis 3,19) oder alternativ "Kehre um und glaube an das Evangelium". Diese beiden Formulierungen verdeutlichen zwei wesentliche Aspekte der Fastenzeit. Einerseits die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens, die zur Demut und Reflexion aufruft, andererseits die Hoffnung auf das Heil, das Christus schenkt.
Militärerzdekan Tripp lenkte den Blick auf den zweiten Teil des Satzes: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist ... Doch Christus ruft dich zum Leben." "In diesem Gedanken steckt bereits die Osterbotschaft: Trotz der Endlichkeit des menschlichen Lebens verheißt der Glaube die Auferstehung und das ewige Leben", so Militärpfarrer Harald Tripp.
Die Fastenzeit bietet eine Gelegenheit zur inneren Einkehr: "Wo stehe ich als Mensch, als Soldat, als Christ? Wie stehe ich vor Gott, vor Anderen und vor mir selbst?" Die Aschenkreuzfeier war daher nicht nur ein Zeichen der Vergänglichkeit, sondern auch ein Aufruf, das Leben bewusst zu gestalten und es in Freude zu leben. Gleichzeitig erinnert sie daran, dass jedes Leben ein Ende hat und dieses Bewusstsein dazu ermutigt, den Glauben aktiv zu leben.
Mit dieser Feier wurde der Auftakt zur Fastenzeit gesetzt – eine Zeit der Umkehr, der Besinnung und der Vorbereitung auf das Osterfest, das die Hoffnung auf das neue Leben in Christus symbolisiert.
In dieser Woche erleben zehn junge Soldaten einen bedeutenden Moment ihrer spirituellen Reise: die intensive Vorbereitung auf die "Soldatenfirmung". Mit Mut und dem ehrlichen Wunsch, ihren Glauben zu vertiefen, haben sie sich entschieden, dieses Sakrament nachzuholen und bewusst "Ja" zu ihrer Religion, zu ihrem Glauben, zu sagen.
Unter der Begleitung erfahrener Militärseelsorger durchlaufen die Firmlinge eine tiefgehende Ausbildungsphase, in der sie nicht nur die Grundlagen der katholischen Lehre kennenlernen, sondern auch Raum für kritische Fragen erhalten. Sie setzen sich mit theologischen und ethischen Fragestellungen auseinander, reflektieren ihren Glauben und lernen, diesen mit einem etwas größer gewordenen Mehr an Überzeugung und Standhaftigkeit zu vertreten.
Heute ist der große Tag: In der Pfarrkirche in Pitten empfangen die jungen Soldaten die Firmung. Ein feierlicher Moment, der von Spannung und Freude geprägt ist. Es ist ein bewusster Schritt in ein gestärktes Glaubensleben, begleitet von der Frage, welche Impulse und Gaben der Heilige Geist in ihnen wecken wird.
Die Militärdiözese bietet allen Einrückenden die Möglichkeit, das Sakrament der Firmung nachzuholen – eine wertvolle Chance für junge Soldatinnen und Soldaten, sich mit ihrem bewusster Glauben auseinanderzusetzen und ihn aktiv in ihr Leben zu integrieren.
Mit besten Wünschen für ihren weiteren Weg treten diese jungen Männer heute in eine neue, vertiefte Phase ihres christlichen Lebens ein. Möge der Heilige Geist sie leiten und stärken.
Unter Leuchtturmprojekten versteht man herausragende, häufig mit Fördergeldern finanzierte Vorhaben mit Signalwirkung – Prestige- und Vorzeigeprojekte wie beispielsweise besonders aufwendige und kostspielige Bauvorhaben.
Leuchtturmprojekte besonderer Größenordnung bedürfen zumeist hochwertiger politischer Beschlüsse sowie einer Reihe besonders kompetenter Experten und Fachleute für deren Umsetzung.
Darüber hinaus gibt es aber auch unzählige Leuchtturmprojekte, die von abertausenden „kleinen Leuten“ innerhalb ihrer sozialen Umfelder und Möglichkeiten tagtäglich Unwahrscheinliches für ein funktionierendes Wohlergehen unserer Gemeinschaft leisten.
Der immer dringender werdende Pflegedienst für unsere älteren Menschen ist auf dem besten Weg, den allerersten Platz unter der Vielzahl von Leuchtturmprojekten zu erreichen.
Neben den täglichen Haus- und Reinigungsarbeiten sowie der Obsorge für die gesamte Familie gibt es zumeist für unsere Frauen auch noch den besonders aufwendigen und oft unbedankten Weihnachts- und Osterputz.
Aufmerksame Kommunalpolitiker kommen mit beherzter Kümmerkompetenz den überbordenden Bürgeranliegen vor deren Haus- und Gartentüren kaum nach.
Für Lehrer aller Schulen ist es wesentlich schwieriger als in früheren Zeiten, von den heutigen, sich besonders früh selbständig und unabhängig fühlenden Schülern die notwendige Disziplin in den Unterrichtseinheiten zu erlangen.
Neben den beispielhaft genannten Pflegediensten, Frauen und Müttern, beherzten Kommunalpolitikern und Lehrern gäbe es noch eine unendliche Fülle an tagtäglichen Beispielen von Leuchtturmprojekten der „kleinen Leute“!
Das Zauberwort lautet „Wertschätzung“ für diese unzähligen Notwendigkeiten unserer Gesellschaft, die von allzu vielen leider noch immer als unwichtige Nebenaufgaben herabgewürdigt werden. Nur mit den tagtäglich unverzichtbaren Leuchtturmprojekten der kleinen Leute kann unser Alltag erst so richtig verschönert werden.
Und jetzt kommt’s: Ohne diese aufwendigen, mühsamen und tatkräftigen Erledigungen der unendlich vielen kleinen Leuchtturmprojekte gäbe es niemanden, keinen einzigen Menschen auf der ganzen Welt, den auch nur ein einziges der großen Leuchtturmprojekte im Entferntesten überhaupt interessieren würde!
Hans Machowetz
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