Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.
Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf den Webseiten von mildioz.at einverstanden sind.

 

Diese Seite drucken

Ein Zeichen der Umkehr und der Hoffnung: Aschenkreuzfeier in der Militärpfarrkirche der Militärpfarre beim Militärkommando Wien

Das Haupt mit Asche bestreuen. Ein alter Ritus, der bis heut gepflegt wird Das Haupt mit Asche bestreuen. Ein alter Ritus, der bis heut gepflegt wird Bild: Hilmar J. Grutschnig / ÖA

Heute um 1000 Uhr versammelten sich Gläubige in der Militärpfarre beim Militärkommando Wien zur feierlichen Spendung des Aschenkreuzes. Dem Gottesdienst, der den Beginn der Fastenzeit markiert, stand heuer Militärbischof Werner Freistetter vor.

Die Feier war auch ein sichtbares Zeichen gelebter ökumenischer Verbundenheit. Neben katholischen Gläubigen nahmen auch Vertreter anderer christlicher Konfessionen teil: Frater Alexander Lapin von der orthodoxen Militärseelsorge sowie Militärkurat Felix Huller von der evangelischen Militärseelsorge wohnten der Liturgie bei.

In seiner Predigt erinnerte Militärbischof Freistetter an die eigentliche Bedeutung der Fastenzeit: „Fasten ist die Zeit der Bekehrung und der Umkehr.“ Es gehe darum, innerlich frei zu werden — frei für das Wesentliche, frei für die Suche nach jener Quelle, „die für uns Christen Gott ist“. Seine Worte zeichneten ein Bild der Fastenzeit nicht als Zeit der Entbehrung allein, sondern als Einladung zur inneren Neuorientierung.

Besondere Aufmerksamkeit widmete der Bischof dem Symbol der Asche selbst. Sie sei nicht bloß Ausdruck von Vergänglichkeit oder Trauer, sondern trage bereits die Verheißung des Neubeginns in sich. „In ihr kündet sich die Auferstehung an“, sagte Freistetter. „In ihr schwingt bereits Ostern mit.“ So wurde das Aschenkreuz an diesem Vormittag zum Zeichen der Hoffnung.

Am Ende der Feier richteten auch die anwesenden Vertreter der orthodoxen und evangelischen Militärseelsorge persönliche Worte an die Gemeinde und vertieften damit den Geist der Einheit, der diesen Gottesdienst mitprägte.

Im Anschluss lud die Militärpfarre zu einem traditionellen Heringsschmaus. In ruhiger und herzlicher Atmosphäre klang die Feier aus — getragen von Begegnung, Austausch und der gemeinsamen Gewissheit, dass der Weg durch die Fastenzeit ein Weg der Besinnung, der Erneuerung und ein Weg hin zu unserer Quelle, nämlich zu Gott, ist.