Die Militärpfarre sowie die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten der Direktion 1 Einsatz gedachten am 26. Mai in Stubenberg des 80. Todestages von Prälat Allmer. An der Gedenkfeier nahmen auch eine Abordnung des ÖKB Stubenberg, der ehemalige Diözesanrat der Militärpfarre, Brigadier i.R. Mag. Windhaber, sowie Pfarrvikar Mag. Isidore Ifeadigo Ibeh B.phil. teil.
Seitens der Militärseelsorge waren Militärgeneralvikar i.R. Msgr. Anton Schneidhofer, Militärdekan i.R. Msgr. KonsR Mag. Franz Auer, Vizeleutnant Heinz Vieider sowie Vizeleutnant i.R. Richard Payer anwesend.
Prälat Allmer wurde für die Diözese Gurk zum Weltpriester geweiht und wirkte zunächst als Kaplan in mehreren Städten Kärntens. Im Jahr 1918 trat er in den Dienst der k.u.k. Armee ein und kam an die Militärrealschule nach Straß in der Steiermark. Dort wirkte er unter dem damaligen Heerespropst Fürsterzbischof Dr. Pawlikowski am Aufbau der Militärseelsorge mit.
Im ersten Bundesheer wurde er am 1. Juni 1921 zum Brigadepfarrer der 5. Brigade ernannt. Er wohnte bei den Barmherzigen Brüdern in Graz und wurde später Militärprovikar. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde Allmer Wehrmachtsdekan beim IV. Armeekommando in Dresden und später Wehrkreispfarrer im Wehrkreis XI in Hannover. Nach seinem Ausscheiden aus der Wehrmacht wirkte Prälat Allmer als Aushilfskaplan in Stubenberg, wo er am 26. Mai 1946 verstarb.
Eine besondere persönliche Erinnerung ergab sich bei den Gedenkworten am Friedhof: Militärgeneralvikar i.R. Anton Schneidhofer berichtete, dass er als elfjähriger Bub noch bei einem Gottesdienst von Prälat Allmer ministrieren durfte – wenige Zeit vor dessen Tod.
Eine Gesprächsrunde im Pfarrhof sowie ein kleiner Imbiss beschlossen die würdige Gedenkfeier.
Bericht: Vzlt i.R. Richard Payer