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Delegation der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS) beim Weltfriedenstag im Kölner Dom

Am Gruppenbild v.l.n.r.:  ADir Ing. Johann Hochleitner, AKS - Obst i.R. Johann Pleninger, AKS - Vice Admiral Matthieu Borsboom, Präsident AMI - Obstlt Ulrich Schäffer, Bundesvorsitzender GKS - Captain Frank Marcus, Vizepräsident AMI - Obst i.R. Bernd Meurers, AKS Am Gruppenbild v.l.n.r.: ADir Ing. Johann Hochleitner, AKS - Obst i.R. Johann Pleninger, AKS - Vice Admiral Matthieu Borsboom, Präsident AMI - Obstlt Ulrich Schäffer, Bundesvorsitzender GKS - Captain Frank Marcus, Vizepräsident AMI - Obst i.R. Bernd Meurers, AKS Bild: Obst i.R. Johann Pleninger

Auf Einladung der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) der Deutschen Bundeswehr nahm am 22. Jänner 2026 eine Delegation der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS) des Österreichischen Bundesheeres am Internationalen Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln teil. Der Gottesdienst fand anlässlich des Weltfriedenstages statt, der in diesem Jahr zum 59. Mal in der gesamten Weltkirche begangen wurde.

Die österreichische Delegation setzte sich aus Obst i.R. Mag. Bernhard Meurers, Obst i.R. Mag. Johann Pleninger sowie ADir Ing. Johann Hochleitner zusammen. Gemeinsam mit hunderten Soldaten aus mehreren Nationen nahmen sie am Pontifikalamt teil, das von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki geleitet wurde.

Weltfriedenstag und internationale Soldatenbegegnung

Der Weltfriedenstag wurde erstmals am 1. Jänner 1968 auf Initiative von Papst Paul VI. begangen. Auf Wunsch von Papst Leo XIV. wird er auch heuer weltweit in besonderer Weise gefeiert. Die Katholische Militärseelsorge der Deutschen Bundeswehr lud aus diesem Anlass als „Kirche unter den Soldaten“ zum internationalen Soldatengottesdienst nach Köln ein.

Der Internationale Soldatengottesdienst hat eine lange Tradition. Er geht auf eine Initiative der Gemeinschaft Katholischer Soldaten und des Apostolat Militaire International aus dem Jahr 1975 zurück. Nach der ersten Feier 1977 in der Kirche St. Aposteln findet der Gottesdienst seit 1978 jährlich im Kölner Dom statt und versammelt bis zu 3.000 Soldaten aus zahlreichen Ländern.

Der Friede beginnt im Herzen“

Der diesjährige Weltfriedenstag stand unter dem Leitwort „Der Friede sei mit euch allen“. Kardinal Woelki betonte in seiner Predigt, dass der Friede Jesu mehr sei als das Ende bewaffneter Konflikte. Frieden beginne im Inneren des Menschen und müsse sich im verantwortungsvollen Handeln bewähren. Zugleich dankte er den Soldaten für ihren Einsatz für Frieden und Sicherheit und verwies auf das Recht auf Verteidigung und Notwehr.

Proteste vor dem Dom

Wie in den vergangenen Jahren begleiteten auch heuer Proteste den Internationalen Soldatengottesdienst. Vor dem Domforum versammelten sich Vertreter verschiedener pazifistischer Gruppierungen, die mit Transparenten und symbolischen Darstellungen gegen den Gottesdienst Stellung bezogen. Der Dom selbst war bis auf den letzten Platz gefüllt, der Gottesdienst verlief ruhig und würdevoll.

Auftrag und Selbstverständnis der AKS

Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten versteht sich als Bewegung von Soldaten, zivilen Bediensteten des Bundesheeres und deren Familien. Ziel ist es, christliche Werte im militärischen Alltag zu leben und das Laienapostolat im Dienstbetrieb zu verwirklichen. Schwerpunkte sind die Unterstützung der Militärseelsorge, gemeinsame Gottesdienste, religiöse Bildung sowie die Förderung der Gewissensbildung.

Ausgehend von der Überzeugung, dass Friedensgesinnung und Dienst in den Streitkräften einander nicht ausschließen, engagieren sich die Mitglieder der AKS für den Erhalt des Friedens und für ein verantwortetes Handeln im Dienst. Dieses Engagement zeigt sich auch in der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit der Gemeinschaft Katholischer Soldaten der Deutschen Bundeswehr und im Rahmen des Apostolat Militaire International.

Die enge Verbindung zum Militärpfarrgemeinderat sowie der regelmäßige Austausch mit Militärbischof Werner Freistetter bilden die kirchliche Grundlage dieser Arbeit – im Dienst des Friedens, national wie international.

Ein Bericht von Obst i.R. Johann Machowetz