Am 12. Feber, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes, trat der Pfarrgemeinderat der Militärpfarre beim Militärkommando Oberösterreich zu seiner Sitzung zusammen. Das Datum war bewusst gewählt: Der Tag steht für Hoffnung und Erneuerung – und damit für jene Grundhaltungen, die auch die Militärseelsorge tragen.
Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Militärpfarrgemeinderatswahlen 2027. Organisatorische Fragen wurden geklärt, Fristen ins Auge gefasst und erste Überlegungen zur Vorbereitung angestellt. Der Pfarrgemeinderat versteht sich als Stimme der Soldatinnen und Soldaten innerhalb der Kirche – entsprechend sorgfältig soll der Weg zur nächsten Wahl gestaltet werden.
Im Anschluss an die Sitzung wurde in der Michael-Kapelle am Fliegerhorst Vogler Gottesdienst gefeiert. Dort befindet sich seit einiger Zeit auch eine Statue der Gottesmutter von Lourdes – ein bewusst gesetztes Zeichen.
Lourdes ist seit 1858 ein Ort besonderer geistlicher Ausstrahlung. Vom 11. Februar bis 16. Juli jenes Jahres erschien die selige Jungfrau Maria dem Mädchen Bernadette Soubirous insgesamt achtzehn Mal in der Grotte von Massabielle. Seither pilgern unzählige Gläubige aus aller Welt dorthin. Unter Papst Pius X. wurde 1907 der heutige Gedenktag eingeführt.
Gerade für Soldaten besitzt Lourdes eine eigene, tief verwurzelte Bedeutung. Der Wallfahrtsort steht für Frieden und Aussöhnung – Begriffe, die im militärischen Dienst keine abstrakten Schlagworte sind. Jährlich kommen mehr als 10.000 Kameraden aus zahlreichen Nationen zur Internationalen Soldatenwallfahrt zusammen. Begegnung, gemeinsames Gebet und das Gedenken an Gefallene verbinden über Grenzen hinweg.
Weitere Informationen zur Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes finden Sie unter https://www.mildioz.at/index.php/themen