Übergabe des päpstlichen Ernennungsschreibens durch Militärbischof Werner Freistetter
Bild: Schwarz/ÖA
Mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit geben wir bekannt, dass Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. unseren geschätzten Generalvikar, Mag. Peter Papst, mit dem päpstlichen Ehrentitel Monsignore (Kaplan Seiner Heiligkeit) ausgezeichnet hat.
Diese ehrenvolle Ernennung durch den Heiligen Vater ist eine besondere Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes und seiner treuen Dienste für die Militärdiözese. In seiner verantwortungsvollen Funktion als Generalvikar hat er stets mit großer Weisheit, pastoralem Weitblick und einem offenen Herzen für die Anliegen der Gläubigen sowie der Geistlichkeit gewirkt.
Der Titel des Monsignore (Päpstlicher Ehrenkaplan) ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung aus Rom. Er wird Priestern verliehen, die sich durch herausragende administrative und seelsorgerische Verdienste um die Kirche in besonderer Weise hervorgetan haben. Papst Leo XIV. ehrt mit dieser Auszeichnung ein priesterliches Wirken, das stets vom Geist der Nächstenliebe und der treuen Nachfolge Christi geprägt war und ist.
Militärbischof Werner Freistetter überreichte Militärgeneralvikar Papst die päpstliche Ernennungsurkunde am 18. Mai 2026 im Rahmen einer Feierstunde.
Viele Stationen in der Militärseelsorge
Peter Papst wurde am 8. September 1961 in Villach geboren und war lange Zeit als Militärdekan an der Militärpfarre an der Landesverteidigungs- und Theresianischen Militärakademie tätig. Papst ist seit 1991 im Bereich des Militärordinariats engagiert.
Er studierte Fachtheologie an der Universität Wien sowie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz und graduierte zum Magister theologiae. Militärbischof Alfred Kostelecky weihte Peter Papst am 11. Oktober 1992 in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt zum Priester, mit 1. Dezember 1993 erfolgte die Ernennung zum Militärkaplan.
Militärgeneralvikar Papst blickt auf vielfältige Tätigkeiten im Bereich der Militärseelsorge zurück. So war er u.a. an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns, in der Dekanatspfarre bei der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung in Wien, als Rektor der Spitalskapelle im Heeresspital in Wien, als Pfarradministrator der Militärpfarre 4 beim Militärkommando Niederösterreich, als Rektor der Stiftskirche sowie als Militärpfarrer an der Landesverteidigungs- und Theresianischen Militärakademie tätig.
Peter Papst war zudem als Militärpfarrer in einer Reihe von Auslandseinsätzen, u.a. auf den Golan-Höhen und in Bosnien-Herzegowina, eingesetzt.
Das römisch-katholische Militärordinariat der Republik Österreich (Militärdiözese) betreut rund 100.000 Katholiken in und im Umfeld des österreichischen Bundesheers. Die Militärseelsorge ist unter den kategorialen Seelsorgesparten die älteste der Welt. Ihre Geschichte geht in Österreich bis ins 16. Jahrhundert zurück. Neu geregelt wurde die katholische Militärseelsorge durch die Apostolische Konstitution Spitrituali militum curae vom 21. April 1986. Daraus erfolgte die rechtliche Angleichung der Militärseelsorge an die Diözesen unter Beachtung des Konkordates zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich.
Die Militärdiözese gratuliert Monsignore Papst zu dieser päpstlichen Auszeichnung. Möge Gottes reicher Segen ihn auch weiterhin auf seinem Weg begleiten und ihm Kraft, Gesundheit und anhaltende Freude für sein wichtiges Wirken schenken.