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Neuer Dompropst nun in Wiener Neustadt offiziell im Amt

Von links nach rechts: Militärdekan Stefan Gugerel, Dompropst Thomas Renner, Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac, Militärkurat P. Vinzenz Kleinelanghorst Von links nach rechts: Militärdekan Stefan Gugerel, Dompropst Thomas Renner, Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac, Militärkurat P. Vinzenz Kleinelanghorst Bild: Mag. Serge Claus

Thomas Renner folgt auf Franz Xaver Brandmayr – Festgottesdienst mit Erzbischof Josef Grünwidl anlässlich der Amtseinführung

Bereits seit 1. September 2026 ist Thomas Renner neuer Dompropst von Wiener Neustadt. Am Sonntag, dem 27. September, wurde der 55-Jährige von Erzbischof Josef Grünwidl im Rahmen eines Festgottesdienstes offiziell in sein neues Amt eingeführt.

Renner folgt damit auf Franz Xaver Brandmayr, der seit wenigen Wochen neuer Rektor des Österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem ist.

Für Thomas Renner, der gebürtiger Wiener ist, bedeutet die neue Aufgabe zugleich einen Wechsel vom klösterlichen Umfeld in eine traditionsreiche Propsteipfarre der Erzdiözese Wien.

Vom Altenburger Abt zum Dompropst

Renner trat 1993 in das Benediktinerstift Altenburg ein und wurde 1999 zum Priester geweiht. Nach Tätigkeiten als Religionslehrer, Seelsorger und Pfarrer wurde er 2011 Prior und 2014 zum Abt des Stiftes Altenburg gewählt. Dieses Amt übte er bis 2026 aus.

„Die Menschen in den Blick nehmen“

Seinen neuen Dienst will Renner nach eigenen Worten nahe bei den Menschen ausüben. „Die Menschen in den Blick nehmen“ – genau darin sieht er eine wesentliche Aufgabe seines Wirkens. Wo Veränderungen notwendig seien, wolle er diese in Einheit mit der Kirche und ihrer Lehre auch umsetzen, erklärte Renner im Vorfeld seiner Amtseinführung.

Ein Amt mit langer Geschichte

Renner übernimmt mit dem Wiener Neustädter Dom einen Ort mit besonderer kirchengeschichtlicher Bedeutung, da die Stadt einst Sitz eines eigenen Bistums war. Selbst nach dessen Aufhebung blieb die Propsteikirche ein wichtiger kirchlicher Mittelpunkt dieser Region.

Für die katholische Militärseelsorge besitzt Wiener Neustadt darüber hinaus eine besondere Bedeutung. Nur wenige hundert Meter vom Dom entfernt liegt in der Burg die St. Georgs-Kathedrale, die Bischofskirche des Militärbischofs für Österreich.

In Wiener Neustadt begegnen sich somit zwei Kirchen mit einer besonderen bischöflichen Geschichte – Kirchen, deren gute Zusammenarbeit und deren Zusammenwirken bis heute andauern.