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Der Kreuzweg: Ein spiritueller Weg durch Leid hin zur Hoffnung

Der Kreuzweg: Ein spiritueller Weg durch Leid hin zur Hoffnung Bild: Hilmar J. Grutschnig / ÖA

Der Weg Jesu – damals wie heute ein Weg, der bewegt

Der Kreuzweg – ein stiller Gang voller Gebet, Erinnerung und Mitgefühl – hat seinen Ursprung im Herzen Jerusalems. Schon die frühen Christen durchschritten jene Straßen, die Jesus auf seinem Leidensweg ging – von der Burg Antonia bis hinauf zum Hügel Golgota. Die Via Dolorosa, der „Weg der Schmerzen“, wurde so zu einem Ort des Gedenkens.

Was einst aus wenigen Stationen bestand, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Passionsweg mit 14 symbolträchtigen Stationen – teils biblischen Ursprungs, teils aus der geistlichen Tradition gewachsen. Seit dem 17. Jahrhundert wurde dieser Weg auch außerhalb des Heiligen Landes nachgebildet – auf Kalvarienbergen, in Kirchen und in kunstvoll gestalteten Darstellungen.

Heute gehen Gläubige diesen Weg besonders in der Fastenzeit – oft am Karfreitag – betend oder singend. Es ist ein Zeichen der Verbundenheit mit dem Leiden Jesu, aber auch ein stilles Eintreten für all jene, die Unrecht erfahren.

Der Kreuzweg ist bis heute mehr als ein Ritual. Er bleibt ein Ruf zur Menschlichkeit, zur Achtsamkeit – und ein Weg der Hoffnung.