Am 31. März feierte Militärbischof Werner Freistetter gemeinsam mit zahlreichen Militärseelsorgern, Militärpfarrern, Diakonen und Pfarradjunkten aus ganz Österreich die Chrisammesse in der Soldatenkirche der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg.
Im Mittelpunkt dieses traditionsreichen Gottesdienstes, der seinen festen Platz in der Karwoche hat, stand die Segnung der drei heiligen Öle: des Chrisams (Sanctum Chrisma), des Katechumenenöls (Oleum Catechumenorum) und des Krankenöls (Oleum Infirmorum). Sie begleiten das kirchliche Leben durch das ganze Jahr und kommen bei der Spendung der Sakramente in den Pfarren zum Einsatz.
Die Bedeutung dieser Zeichen reicht weit zurück. Bereits im Alten Bund war Öl Ausdruck von Stärkung, Heilung und Beauftragung. Priester und Könige wurden gesalbt; der erwartete Erlöser wird als der „Gesalbte“ bezeichnet. Diese Verbindung von Öl und Sendung lebt in der Liturgie der Kirche bis heute fort.
Das Chrisam, eine Mischung aus Olivenöl und Balsam, gilt als das vornehmste der drei Öle. Es wird bei Taufe und Firmung verwendet, bei Priester- und Bischofsweihen sowie bei der Weihe von Kirchen und Altären. Es verweist auf die enge Verbundenheit der Getauften mit Christus, dem Gesalbten.
Das Katechumenenöl dient der Stärkung der Taufbewerber auf ihrem Weg zur Taufe. Es ist Zeichen des Schutzes und der inneren Festigung auf dem Weg in das christliche Leben.
Das Krankenöl schließlich wird bei der Krankensalbung gespendet. Es soll den Menschen in Krankheit stärken, aufrichten und in ihrer Situation begleiten.
Mit der Verteilung der geweihten Öle an die einzelnen Militärpfarren wird sichtbar, dass die Feier der Sakramente vor Ort in der Gemeinschaft mit dem Bischof und der ganzen Kirche verwurzelt ist. Die Chrisammesse wird so zu einem verbindenden Zeichen kirchlichen Lebens.