Militärpfarre beim Militärkommando Kärnten besuchte die Passionsspiele in St. Margarethen
Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Katholischen Militärpfarre beim Militärkommando Kärnten sowie aus benachbarten Pfarren machten sich von 4. bis 5. Juli auf den Weg nach St. Margarethen im Burgenland. Ziel der zweitägigen Reise waren die Jubiläumspassionsspiele, die heuer ihr 100-jähriges Bestehen feiern.
Organisiert wurde die Fahrt von Militärpfarradjunkt Vizeleutnant Markus Stromberger. Die seelsorgliche Begleitung übernahm Dr. Charles Lwanga Mubiru, Stadtpfarrer von Herz Jesu Welzenegg und St. Theresia in Klagenfurt, da Militärpfarrer Militärdekan P. Mag. Anselm Kassin OSB verhindert war.
Ein neuer Blick auf die Passion
Die diesjährige Inszenierung „Mirjam - Stark wie der Tod ist die Liebe“ erzählt die Leidens- und Auferstehungsgeschichte Jesu erstmals aus der Sicht der Maria Magdalena. Die eindrucksvolle Naturkulisse des Römersteinbruchs und das engagierte Spiel der zahlreichen Mitwirkenden ließen die biblischen Ereignisse auf besondere Weise lebendig und spürbar werden.
Vor allem die Kreuzigungsszene bewegte viele Besucherinnen und Besucher. Mit der Auferstehung wandelte sich die Atmosphäre spürbar – von Trauer zu Hoffnung. Gerade dieser Wechsel macht die Botschaft der Passion bis heute aktuell.
Einen besonderen Abschluss fand die Aufführung, als rund 2.500 Besucher gemeinsam das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ anstimmten. Das gemeinsame Glaubensbekenntnis von Darstellern und Publikum wurde zu einem eindrucksvollen Zeichen gelebter Gemeinschaft.
Gemeinsame Feier der Eucharistie mit der Pfarrgemeinde von St. Margarethen
Den Abschluss der Reise bildete am Sonntagvormittag die Eucharistiefeier mit der Pfarrgemeinde von St. Margarethen. Sängerinnen und Sänger der Pfarre sowie eine Musikgruppe aus Oberösterreich gestalteten den festlichen Gottesdienst.
Die Passionsspiele St. Margarethen
Die Passionsspiele St. Margarethen zählen zu den bedeutendsten Passionsspieltraditionen Österreichs. Seit 1926 wird die Leidens-, Todes- und Auferstehungsgeschichte Jesu in regelmäßigen Abständen von hunderten ehrenamtlichen Mitwirkenden auf die Bühne gebracht. Die Jubiläumsproduktion „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ ist noch bis Anfang August 2026 im Römersteinbruch St. Margarethen zu sehen und eröffnet mit der Perspektive der Maria Magdalena einen neuen Zugang zur biblischen Passion.