Von links nach rechts: Militärerzdekan Harald Tripp, Major Clemens Reismann, Abgeordnete zum Nationalrat Dr. Gudrun Kugler, Militärseelsorger Vater Alexander Lapin
Bild: Konstantin Hafner/Militärpfarre Wien
Mit einem sehr facettenreichen Programm beteiligte sich die Militärpfarre beim Militärkommando Wien an der diesjährigen Langen Nacht der Kirchen und öffnete ihre Türen für zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Mehr als 150 Gäste nahmen im Laufe des Abends die Gelegenheit wahr, die Militärpfarre kennenzulernen, an den verschiedenen Programmpunkten teilzunehmen oder einfach zu verweilen. Zeitweise waren dabei sogar mehr etwa 60 Personen gleichzeitig vor Ort.
Feierlicher Eröffnungsgottesdienst
Den Auftakt bildete ein feierlicher Eröffnungsgottesdienst mit Militärerzdekan Harald Tripp. Musikalisch wurde die Feier durch die Aufführung der Missa Sancti Nicolai in G-Dur von Joseph Haydn gestaltet. Chor und Orchester standen unter der Leitung von Matthias Lee. Die Musik prägte jedoch nicht nur den Beginn des Abends, sondern zog sich als verbindendes Element durch das gesamte Programm und sorgte auch bei der späteren Vernissage für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Kulturelle Einblicke
Im Anschluss führte Kulturvermittlerin Gabriela Kleesadl durch die Militärpfarre. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in die Jugendstilkirche, den Ehrensaal sowie das Jakob-Kern-Haus und konnten dabei Geschichte und Gegenwart dieses besonderen Ortes näher kennenlernen.
Podiumsdiskussion zum Thema „Glaube trifft Realität – Jugend und Werte heute“
Ein Schwerpunkt des Abends war die Podiumsdiskussion „Glaube trifft Realität – Jugend und Werte heute“. Gemeinsam mit Abgeordneter zum Nationalrat Dr. Gudrun Kugler sowie Militärseelsorgern der katholischen und orthodoxen Kirche wurden Fragen aufgegriffen, die junge Menschen bewegen.
„ALL-EIN – EIN-ANDER“- künstlerische Akzente durch Lisa Est
Künstlerische Akzente setzte die Wiener Künstlerin Lisa Est bei der Vernissage ihrer Ausstellung „ALL-EIN – EIN-ANDER“. Zeichnungen, Collagen, Druckgrafiken sowie Animations- und Experimentalfilme eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf Beziehung, Begegnung und das menschliche Miteinander.
„De possest“ – Fragen nach dem Sein und Wesen Gottes
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Aufführung eines kurzen Theaterstücks durch drei Ministranten der Militärpfarre. Die von Militärpfarrer Harald Tripp bearbeitete und für die Bühne adaptierte Fassung von De possest des Nikolaus von Kues setzte sich mit dem Sein und dem Wesen Gottes auseinander. Mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit brachten die jungen Darsteller die anspruchsvollen Gedanken des mittelalterlichen Philosophen und Theologen einem Publikum näher.
Raum für Stille und Gebet zum Abschluss
Den spirituellen Abschluss bildeten Eucharistische Anbetung und Nachtsegen. Nach einem Abend voller Begegnungen, Gespräche, Musik und kultureller Impulse bot sich noch einmal Raum für Stille und Gebet. Erst gegen 01.00 Uhr morgens endete die Lange Nacht der Kirchen in der Militärpfarre beim Militärkommando Wien.
Die Militärpfarre dankt allen Mitwirkenden, Besucherinnen und Besuchern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt der Firma Ströck, die auch heuer wieder mit einer großzügigen Brotspende die Agape unterstützt hat.
Save the date
Die nächste Lange Nacht der Kirchen wird am 4. Juni 2027 stattfinden.