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Am kommenden Freitag ist es wieder so weit: Die Kirchen unseres Landes öffnen ihre Türen zur Langen Nacht der Kirchen.

Das Programm ist vielfältig, abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Musik, Gespräche, Gebet, Chorgesang, Begegnung und stille Momente wechseln einander ab und machen diesen Abend jedes Jahr zu etwas Besonderem.

Wenn Sie am Freitag, dem 29. Mai 2026, noch nichts vorhaben, Neues entdecken möchten, sich Zeit für Begegnungen nehmen oder einfach einen etwas anderen Abend erleben wollen, dann schauen Sie bei der Langen Nacht der Kirchen vorbei.

Viele Kirchen und kirchliche Orte laden ein – offen, unkompliziert und bei freiem Eintritt.
Nähere Infos finden Sie unter langenachtderkirchen.at und Katholische Militärseelsorge - 29.05.2026: Lange Nacht der Kirchen

Die Militärpfarre sowie die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten der Direktion 1 Einsatz gedachten am 26. Mai in Stubenberg des 80. Todestages von Prälat Allmer. An der Gedenkfeier nahmen auch eine Abordnung des ÖKB Stubenberg, der ehemalige Diözesanrat der Militärpfarre, Brigadier i.R. Mag. Windhaber, sowie Pfarrvikar Mag. Isidore Ifeadigo Ibeh B.phil. teil.
Seitens der Militärseelsorge waren Militärgeneralvikar i.R. Msgr. Anton Schneidhofer, Militärdekan i.R. Msgr. KonsR Mag. Franz Auer, Vizeleutnant Heinz Vieider sowie Vizeleutnant i.R. Richard Payer anwesend.

Prälat Allmer wurde für die Diözese Gurk zum Weltpriester geweiht und wirkte zunächst als Kaplan in mehreren Städten Kärntens. Im Jahr 1918 trat er in den Dienst der k.u.k. Armee ein und kam an die Militärrealschule nach Straß in der Steiermark. Dort wirkte er unter dem damaligen Heerespropst Fürsterzbischof Dr. Pawlikowski am Aufbau der Militärseelsorge mit.

Im ersten Bundesheer wurde er am 1. Juni 1921 zum Brigadepfarrer der 5. Brigade ernannt. Er wohnte bei den Barmherzigen Brüdern in Graz und wurde später Militärprovikar. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde Allmer Wehrmachtsdekan beim IV. Armeekommando in Dresden und später Wehrkreispfarrer im Wehrkreis XI in Hannover. Nach seinem Ausscheiden aus der Wehrmacht wirkte Prälat Allmer als Aushilfskaplan in Stubenberg, wo er am 26. Mai 1946 verstarb.

Eine besondere persönliche Erinnerung ergab sich bei den Gedenkworten am Friedhof: Militärgeneralvikar i.R. Anton Schneidhofer berichtete, dass er als elfjähriger Bub noch bei einem Gottesdienst von Prälat Allmer ministrieren durfte – wenige Zeit vor dessen Tod.
Eine Gesprächsrunde im Pfarrhof sowie ein kleiner Imbiss beschlossen die würdige Gedenkfeier.

Bericht: Vzlt i.R. Richard Payer

Die Militärpfarre beim Militärkommando Wien lädt zur Teilnahme am Programm im Rahmen der langen Nacht der Kirche ein.

MUTeinander - unter diesem Motto steht die lange Nacht der Kirche am 29. Mai heuer. Papst Franzsikus sagte passend dazu: „Hab den Mut, wirklich glücklich zu sein.“

Auch die Militärpfarre lädt zu einem abwechslungsreichen Programm ein. Ein Highlight wird die Podiumsdiskussion über Jugend und Werte heute sein, mit Vertretern der Politik und der Militärseelsorge mehrerer Konfessionen.

Kommen Sie vorbei und bekommen Sie spannende Einblicke in die Welt der Militärseelsorge.

Programm in der Militärpfarre beim Militärkommando Wien:

18:00 – 19:00: Eröffnungsgottesdienst

mit Militärerzdekan Dr. Harald Tripp. Dabei werden Gebete gesprochen, Lieder gesungen, um das Ereignis mit Gottes Segen zu beginnen. Zum Gottesdienst wird die Missa Sancti Nicolai in G-Dur (Hob. XXII:6) von Joseph Haydn aufgeführt. Chor und Orchester stehen unter der Leitung von Musikpräfekt Matthias Lee.

19:00 – 19:30: Führung durch die Militärpfarre

Kulturvermittlerin Gabriela Kleesadl stellt die Jugendstilkirche, den Ehrensaal und das Jakob Kern-Haus vor.

19:30 – 20:30: „Glaube trifft Realität – Jugend und Werte heute“

Podiumsdiskussion Vertretern politischer Parteien sowie Militärseelsorgern der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirche: Wie und wo können Kirche und Politik die großen Themen der Jugend mitgestalten?

21:00 – 21:45: Vernissage der Ausstellung der Wiener Künstlerin Lisa Est

ALL-EIN: alles ist Beziehung, alles ist Momentaufnahme. EIN-ANDER: den einzelnen Menschen, das ICH immer in Beziehung zum DU. Einblicke in Zeichnungen, Collagen, Druckgrafiken, Animations- und Experimentalfilme

22:00 – 22:30: Gespräch über das Seinkönnen (De possest)

Moderne Bühnenfassung nach Nikolaus von Kues, verfasst von Harald Tripp und aufgeführt durch die Jugend- und Ministrantengruppe der Militärpfarre Wien.

23:00 – 23:30: Spiritueller Ausklang mit Eucharistischer Anbetung und Nachtsegen

 

Nähere Infos unter https://www.langenachtderkirchen.at/

Freier Eintritt bei allen Veranstaltungen.

Unter dem Motto „Wächter des Friedens“ reisten 300 österreichische Pilger unter der Leitung von Militärbischof Werner Freistetter zur 66. Internationalen Soldatenwallfahrt vom 22. bis 25. Mai 2026 nach Lourdes. Jedes Jahr versammeln sich tausende Soldaten aus aller Welt bei der Soldatenwallfahrt PMI - Pélerinage Militaire International. Auch heuer waren es 17.000 Pilger aus 40 Nationen, die bei der größten Friedenskundgebung der Welt teilnahmen.

Jahr für Jahr strömen Millionen Gläubige zur Grotte von Massabielle, wo 1858 die Gottesmutter Maria einem jungen Mädchen namens Bernadette erschienen ist.

Seit 1958 kommen jährlich tausende Soldaten aus der ganzen Welt an den berühmten südfranzösischen Marienwallfahrtsort, um ein lebendiges Zeugnis für den Frieden abzulegen und gemeinsam zu beten.

Die Soldatenwallfahrt hat ihren Ursprung in einer gemeinsamen Friedensinitiative französischer und deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg im Willen, gegenseitige Ressentiments zu überwinden. Die österreichische Delegation nimmt seit Beginn daran teil.

Soldaten aus aller Welt kommen mit ihren Anliegen zur Grotte und beten für ihre Anliegen und um den Frieden. Auch zu nächtlicher Stunde sieht man junge Menschen knieend und betend an der Grotte. Die ganze Stadt wird durch die Soldaten belebt und am Abend werden internationale Freundschaften geknüpft und sich ausgetauscht.

Das abwechslungsreiche Programm setzt sich zusammen aus nationalen und internationalen Feiern und Gottesdiensten, Konzerten der Militärmusikkapellen der teilnehmenden Nationen und offiziellen Terminen für die jeweiligen Kommandanten und Repräsentanten aus aller Welt. Die österreichische Delegation wurde von einem Fahnentrupp der Theresianischen Militärakademie begleitet. Die musikalische Gestaltung dieser vier Tage übernahm heuer die Militärmusik Tirol und beeindruckte die internationalen Teilnehmer durch ihr abwechslungsreiches musikalisches Repertoire.

Die Wallfahrt fördert internationale Begegnungen und trägt so wesentlich zum Weltfrieden bei.

Alle Bilder finden Sie auf unserem Flickr: https://flic.kr/s/aHBqjCUbQr

Mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit geben wir bekannt, dass Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. unseren geschätzten Generalvikar, Mag. Peter Papst, mit dem päpstlichen Ehrentitel Monsignore (Kaplan Seiner Heiligkeit) ausgezeichnet hat.

Diese ehrenvolle Ernennung durch den Heiligen Vater ist eine besondere Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes und seiner treuen Dienste für die Militärdiözese. In seiner verantwortungsvollen Funktion als Generalvikar hat er stets mit großer Weisheit, pastoralem Weitblick und einem offenen Herzen für die Anliegen der Gläubigen sowie der Geistlichkeit gewirkt.

Der Titel des Monsignore (Päpstlicher Ehrenkaplan) ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung aus Rom. Er wird Priestern verliehen, die sich durch herausragende administrative und seelsorgerische Verdienste um die Kirche in besonderer Weise hervorgetan haben. Papst Leo XIV. ehrt mit dieser Auszeichnung ein priesterliches Wirken, das stets vom Geist der Nächstenliebe und der treuen Nachfolge Christi geprägt war und ist.

Militärbischof Werner Freistätter überreichte Militärgeneralvikar Papst die päpstliche Ernennungsurkunde am 18. Mai 2026 im Rahmen einer Feierstunde.

Viele Stationen in der Militärseelsorge

Peter Papst wurde am 8. September 1961 in Villach geboren und war lange Zeit als Militärdekan an der Militärpfarre an der Landesverteidigungs- und Theresianischen Militärakademie tätig. Papst ist seit 1991 im Bereich des Militärordinariats engagiert.

Er studierte Fachtheologie an der Universität Wien sowie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz und graduierte zum Magister theologiae. Militärbischof Alfred Kostelecky weihte Peter Papst am 11. Oktober 1992 in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt zum Priester, mit 1. Dezember 1993 erfolgte die Ernennung zum Militärkaplan.

Militärgeneralvikar Papst blickt auf vielfältige Tätigkeiten im Bereich der Militärseelsorge zurück. So war er u.a. an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns, in der Dekanatspfarre bei der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung in Wien, als Rektor der Spitalskapelle im Heeresspital in Wien, als Pfarradministrator der Militärpfarre 4 beim Militärkommando Niederösterreich, als Rektor der Stiftskirche sowie als Militärpfarrer an der Landesverteidigungs- und Theresianischen Militärakademie tätig.

Peter Papst war zudem als Militärpfarrer in einer Reihe von Auslandseinsätzen, u.a. auf den Golan-Höhen und in Bosnien-Herzegowina, eingesetzt.

Das römisch-katholische Militärordinariat der Republik Österreich (Militärdiözese) betreut rund 100.000 Katholiken in und im Umfeld des österreichischen Bundesheers. Die Militärseelsorge ist unter den kategorialen Seelsorgesparten die älteste der Welt. Ihre Geschichte geht in Österreich bis ins 16. Jahrhundert zurück. Neu geregelt wurde die katholische Militärseelsorge durch die Apostolische Konstitution Spitrituali militum curae vom 21. April 1986. Daraus erfolgte die rechtliche Angleichung der Militärseelsorge an die Diözesen unter Beachtung des Konkordates zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich.

Die Militärdiözese gratuliert Monsignore Papst zu dieser päpstlichen Auszeichnung. Möge Gottes reicher Segen ihn auch weiterhin auf seinem Weg begleiten und ihm Kraft, Gesundheit und anhaltende Freude für sein wichtiges Wirken schenken.

Motorradsegnungen sind weit mehr als ein kurzer Auftakt zur Zweiradsaison. Sie gehen auf die alte Bitte um Schutz und Bewahrung auf allen Wegen zurück und sind für viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer längst zu einem festen Bestandteil des Jahres geworden. Es ist ein Moment des Innehaltens vor der ersten größeren Ausfahrt, ein Zeichen gelebter Gemeinschaft und auch ein stilles Gedenken an jene, die auf den Straßen ihr Leben verloren haben.

Wie lebendig diese Tradition bis heute geblieben ist, zeigte sich am 13. Mai in der Eugen-Kaserne in Tirol. Zahlreiche Bikerinnen und Biker versammelten sich dort zur Motorradsegnung, bei der Militärseelsorger Christoph Gmachl-Aher Mensch und Maschine segnete und um Schutz für die bevorstehende Saison bat.

Im Mittelpunkt standen dabei nicht Geschwindigkeit oder Technik, sondern Verantwortung, Umsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Gmachl-Aher erinnerte daran, wie wichtig Aufmerksamkeit und ein wacher Blick auf den täglichen Wegen seien. Zugleich wurde um die Fürsprache des heiligen Christophorus gebetet, der als Schutzpatron der Reisenden gilt.

Der Militärseelsorger betonte zudem, dass Motorradfahren für viele weit mehr sei als bloße Mobilität oder Freizeitgestaltung. Es gehe auch um Gemeinschaft, Vertrauen und das Bewusstsein, unterwegs nie alles selbst in der Hand zu haben.

Musikalisch begleitet wurde die Feier von einem Ensemble der Militärmusik Tirol, das der Segnung einen würdigen Rahmen verlieh.

So stand am Ende nicht nur der Start in die neue Zweiradsaison, sondern auch der Wunsch, aufmerksam unterwegs zu sein, Verantwortung füreinander zu tragen und sicher ans Ziel zu kommen.

Was kann die Gestalt Mariens Soldaten geben? Mit dieser Frage begann ein besonderer Lebenskundlicher Unterricht für die Stabskompanie Garde im Marienmonat Mai. In der Invalidenhauskirche St. Johann Nepomuk standen dabei eine Einführung in das Rosenkranzgebet und eine gemeinsame Maiandacht im Mittelpunkt.

Militärerzdekan Harald Tripp richtete den Blick dabei bewusst auf eine Figur, die man nicht unmittelbar mit dem soldatischen Alltag verbindet, auf die Gottesmutter Maria. Keine Kämpferin, keine Strategin und keine militärische Heldengestalt. Gerade deshalb kann sie für Soldatinnen und Soldaten von Bedeutung sein.

Im Zentrum der Gedanken von Militärpfarrer Harald Tripp standen weniger große Worte als Haltungen: Standhalten, ohne hart zu werden. Mensch bleiben unter Belastung. Nicht nur funktionieren.

Maria unter dem Kreuz wurde dabei zum Bild für Menschen, die Leid und Unsicherheit aushalten, ohne daran zu zerbrechen oder innerlich zu verrohen. Erfahrungen, die auch jungen Soldatinnen und Soldaten nicht fremd seien – sei es im Dienstalltag, unter Druck oder in persönlichen Krisen.

Ebenso sprach Tripp über Zweifel und Angst. Maria, so Erzdekan Tripp, habe nicht alles verstanden, sondern selbst gerungen und Fragen gestellt. Gerade darin liegt etwas Tröstliches. Denn auch Soldaten müssten oft Stärke zeigen, ohne deshalb frei von Unsicherheit zu sein.

Ein weiterer Gedanke galt der Würde des Menschen. Maria erinnere, so der Militärseelsorger, daran, im Gegenüber zuerst den Menschen zu sehen – nicht bloß Funktion, Rolle oder Gegner. Auftrag und Gewissen dürfen nicht voneinander getrennt werden.

Schließlich ging es um Vertrauen und Kameradschaft. Maria bleibt – auch dann, wenn es schwierig wird. Darin zeigt sich eine Form von Treue, die über bloßes Durchhalten hinausgehe.

Die Maiandacht wurde so zu einem ruhigen Gegenpol zum militärischen Alltag. Nicht laut, nicht pathetisch, sondern getragen von der Frage, was Menschen Halt geben kann – gerade dort, wo vieles von Leistung, Disziplin und Verantwortung geprägt ist.

Die katholische Militärpfarre beim Militärkommando Wien ist bei der Invalidenhauskirche St. Johann Nepomuk im 13. Wiener Gemeindebezirk beheimatet. Man möchte eine Stelle, ein Ort der Begegnung und der seelsorglichen Begleitung für Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörige sein. Ganz nach dem Grundsatz: Da sein für den Menschen.

Die Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes 2026 steht unter dem Motto „Wächter des Friedens“. Wächter zu sein bedeutet wach zu bleiben, wenn andere schlafen. Wie schwierig das ist, zeigt das Beispiel der Jünger im Garten Getsemani: Als Jesus vor seiner Verhaftung allein in Todesangst zu Gott betet, sind alle seine Begleiter schon eingeschlafen. Sie haben den Ernst der Situation nicht erkannt oder versuchen ihn im Schlaf zu verdrängen.

Auch an vielen anderen Stellen fordert Jesus seine Jünger, die ersten Christen und mit ihnen uns selbst auf, wachsam zu sein oder wach zu bleiben, um die Zeit nicht zu verpassen, in der der Menschensohn am Ende wiederkommt und die Welt sich erneuert.
Wach zu bleiben bedeutet aber nicht, wie der Wachhund, der jeden beliebigen Passanten anbellt, in jeder bedenklichen Entwicklung gleich die Apokalypse am Werk zu sehen und das baldige Ende der Welt zu erwarten. Viel wichtiger ist es, den zahlreichen, hauptsächlich von Menschen verursachten Bedrohungen, die tatsächlich das Wohl der Menschheitsfamilie gefährden – die Zerstörung unserer Lebensgrundlage, der Klimawandel, die ungerechte Verteilung der Ressourcen, inner- und zwischenstaatliche bewaffnete Konflikte, neue Technologien in der Kriegführung wie im zivilen Leben –, mutig, entschieden und mit Vernunft zu begegnen.
Am ehesten können wir von den biblischen Texten über die Endzeit lernen, dass Christus nicht als übermächtiger Politiker, als unwiderstehlicher militärischer Kommandant erscheinen wird, sondern dass die Eskalation der endzeitlichen Kämpfe, von denen an manchen Stellen die Rede ist, auf widergöttliche Mächte zurückzuführen ist. Von daher sollten wir auch in unserer Zeit, in der wir eine Zunahme autoritärer Tendenzen in vielen Ländern sehen, sehr vorsichtig sein, wenn einem Volk, einem politischen Programm oder ein einem einzelnen politischer Führer messianische Züge zugesprochen werden.
Wach zu sein in der Nachfolge Jesu bedeutet also nicht, jene Hoffnung auf Zukunft aufzugeben, ohne die unser Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden in dieser Welt nicht langfristig aufrechterhalten werden kann. Heute wach zu bleiben hat auch nichts zu tun mit dem nicht zur Ruhe kommen Können, der ständigen Aufmerksamkeit, die die sich immer stärker beschleunigenden Bilder des Lebens in diesen unruhigen Zeiten von uns fordern und die uns von unserem christlichen Auftrag ablenken mögen.
Wächter sein bedeutet konzentriert und achtsam für andere da zu sein, für ihr Wohl und ihre Sicherheit, für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in unserer unruhigen Welt.

Kommen Sie mit uns nach Lourdes, um für ein Ende der Feindseligkeiten im Nahen Osten, in der Ukraine, im Sudan und in allen anderen Konfliktgebieten zu wachen und zu beten, als Soldatinnen und Soldaten aus so vielen Ländern unsere Freundschaft zu feiern und Zeichen zu sein für die Verbundenheit aller Menschen zu einer Familie!

Ihr Militärbischof
+ Werner Freistetter

In Innsbruck fiel am 6. Mai 2026 der Startschuss für ein besonderes Projekt: Die Militärmusik Tirol kam mit Militärdekan Oliver Hartl zusammen, um den Feinschliff für die anstehende 66. Internationale Soldatenwallfahrt (PMI) vorzunehmen. Vom 20. bis 26. Mai wird das Ensemble als musikalisches Aushängeschild der österreichischen Abordnung in Frankreich fungieren.

Damit in den Kathedralen und auf den Plätzen von Lourdes jeder Ton sitzt, überließen Militärkapellmeister Oberst Hannes Apfolterer und Dekan Hartl bei der gemeinsamen Probe nichts dem Zufall. Rhythmik, Einsätze und die Abstimmung mit den liturgischen Gesängen wurden geprobt, um den Gottesdiensten vor Ort den passenden feierlichen Rahmen zu verleihen.

Über den rein musikalischen Aspekt hinaus nutzte der Militärdekan die Zusammenkunft, um das Bewusstsein für den tieferen Sinn der Reise zu schärfen. Er vermittelte den Musikern die Hintergründe und die Tradition der Soldatenwallfahrt, die spirituelle Kraft, die von Lourdes ausgeht und gab Einblicke in die Abläufe der internationalen Großveranstaltung.

Mit diesem Mix aus handwerklicher Vorbereitung und inhaltlicher Einstimmung blickt die Delegation voller Vorfreude auf die Reise. Wenn die Klänge aus Tirol demnächst durch Lourdes hallen, sind sie ein hörbares Symbol für Hoffnung und den gemeinsamen Wunsch nach Frieden.

"Wächter des Friedens"... ist das Thema zur heurigen Soldatenwallfahrt.

 

Aktuelle Fotogalerie zur 66. Soldatenwallfahrt Lourdes. Bitte hier klicken!

Mit einem Klick zum Pilgerbuch


LOURDES
 
ist nicht nur ein Ort der Begegnung, es ist für viele eine Gelegenheit zum Nachdenken und Innehalten.

Die Soldatenwallfahrt stellt eine einzigartige Möglichkeit dar, um für Frieden und um das Miteinander der Nationen zu bitten und zu beten.

Soldatinnen und Soldaten begegnen sich aus zahlreichen Ländern und finden in der gemeinsamen Sprache des Glaubens und des Gebets zueinander. Pilgerinnen und Pilger nehmen aus über 40 Ländern an dieser Wallfahrt teil.

 

Weitere Informationen zur Soldatenwallfahrt finden Sie unter:

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Geschichte und Highlights

1958: Der Beginn der Internationalen Soldatenwallfahrt

Das Geburtsjahr der Internationalen Soldatenwallfahrt ist das Jahr 1958: Waren es zuerst nur einige wenige, die mit dem Bus oder der Bahn nach Lourdes reisten, wurden es im Laufe der Jahre immer mehr. Seit der Anfangszeit nehmen auch österreichische Soldaten an der Wallfahrt teil.

Eine einzigartige Möglichkeit, um für Frieden und das Miteinander der Nationen zu bitten

Die Soldatenwallfahrt ist weder eine folkloristische Kundgebung noch eine militaristische oder militärische Einrichtung, sondern eine einzigartige Möglichkeit, um Frieden und um das Miteinander der Nationen zu bitten und zu beten. Dabei begegnen einander Soldatinnen und Soldaten aller Herren Länder und finden in der gemeinsamen Sprache des Glaubens und des Gebets zueinander. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Mittlerweile nehmen Pilgerinnen und Pilger aus über 40 Ländern teil.

Ein Ort der Begegnung, ein Ort der einlädt zum Nachdenken und Innehalten

Lourdes ist heute nicht nur ein Ort der Begegnung; es ist für viele auch eine Gelegenheit zum Nachdenken und Innehalten. Und es gibt in diese Stadt viel Plätze, wo dies möglich ist und die dazu einladen.

Die Soldatenwallfahrt – ein besonderes Ereignis, das Spuren hinterlässt

Auch für die Stadt Lourdes sowie ihre Bewohner ist daher die Soldatenwallfahrt ein besonderes Ereignis, das Spuren bei Bewohnerinnen und Bewohnern genauso wie bei Pilgerinnen und Pilgern hinterlässt. Immer wieder wird die Stadt in der Zeit der Soldatenwallfahrt in eine Klangwolke von Musik eingehüllt, da den ganzen Tag über die Kapellen der Armeen durch die zahlreichen Straßen mit den Cafés, Hotels und Souvenirläden marschieren und an verschiedenen Plätzen musizieren.

Über 15.000 Soldaten aus mehr als 40 Nationen

Jedes Jahr lädt der französische Militärbischof die Militärbischöfe oder leitenden Militärgeistlichen sowie auch die Verteidigungsminister der verschiedenen Länder ein, an der Pilgerfahrt teilzunehmen, und ersucht diese, es ihren ihnen anvertrauten Soldatinnen und Soldaten zu ermöglichen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Verantwortungsbewusst organisiert und geleitet wird die Wallfahrt seit jeher von der französischen Wallfahrtsdirektion. Sie ist für deren gutes Gelingen der Wallfahrt, an der jährlich über 15.000 Soldaten und Soldatinnen teilnehmen, verantwortlich.

Im Mittelpunkt die Grotte

Auch wenn das im lauten Wallfahrtsgeschehen gelegentlich übersehen wird, stand hier am Anfang die Begegnung zweier Wesen an einem Februartag des Jahres 1858: der 14-jährigen Bernadette Soubirous, eines Bauernmädchens, das hier Holz sammelte und einer ihr unbekannten, weiß-gekleideten Dame vor der Grotte von Massabielle beim Fluss Gave du Pau. Später wurde dem Mädchen bewusst, dass es Maria war. Sie erschien ihr hier noch weitere 17 Male. Seither ist die Grotte der zentrale Punkt im Heiligen Bezirk von Lourdes. Hier, wo einst Bernadette auf den Knien lag und sah, was vielen Zeugen unsichtbar blieb, versammeln sich heute Gläubige zu allen Tages- und Nachtzeiten.

Die Lichterprozession

Einen tiefen Eindruck bei der Soldatenwallfahrt hinterlässt auch die Lichterprozession. Bei Dämmerung ziehen dabei die Soldaten singend und betend mit Kerzen in den Händen durch den Heiligen Bezirk. Und genau dieses Neben- und Miteinander der Militärangehörigen, dieses Zusammen mit Nationen, die sich auch einmal bekriegt haben, das fasziniert und hebt das Fremde und Trennende auf. Vielleicht ist auch dies eines der Wunder von Lourdes, die bis heute geschehen und das Besondere und Einzigartige dieses Ortes ausmachen.

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