1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht und Ausblick.

Als im August 1958 ein Reisebus mit 30 Insassen unter der Leitung von Militärsuperior Franz Unger mit dem Ziel Lourdes von Graz aus aufbrach war noch nicht absehbar, dass dies der Auftakt einer einzigartigen Erfolgsgeschichte sein sollte. So stellte die Pilgergruppe, damals noch in zivil, die erste österreichische Abordnung bei der Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes dar. Bereits zwei Jahre später, im Jahr 1960 fuhren uniformierte österreichische Soldaten in den südfranzösischen Marienwallfahrtsort. Österreicher sind also Teilnehmer der ersten Stunde.

Nach den Stationsgottesdiensten in Tirol und Vorarlberg war Militärbischof Werner Freistetter am Montag, 16. April in Niederösterreich zu Gast. Gefeiert wurde eine Feldmesse bei dem vor zwei Jahren neu errichteten Kreuz am Garnisonsübungsplatz Weitra .

Militärbischof Werner Freistetter feierte die Heilige Messe in Konzelebration mit Dechant Militärdekan Christian Thomas Rachlé und dem Militärpfarrer Militärkurat Oliver Hartl. In seiner Predigt stellte der Militärbischof die Osterbotschaft besonders in den Mittelpunkt: "In den Verwundungen und Konflikten unserer Zeit zeigt sich der leidende Jesus. Aber durch seine Auferstehung hat sich all das gewandelt zu neuer Hoffnung, neuen Perspektiven, neuem Leben", so der Bischof, der damit Anklang nahm an der Strophe eines bekannten Osterliedes, in der es heißt: "Die Wunden rot, jetzt o wie schön, wie Sonn- und Mondglanz anzusehn". - Dieses Lied und die anderen Gesängen zur Liturgie wurden in bewährter Weise von einem Blechbläserensemble der Militärmusik NÖ begleitet.

Am Freitag, dem 13 04 2018, hat Brigadier Jürgen Baranyai, Kommandant der Heerestruppenschule, im Rahmen eines militärischen Festaktes das Kommando des Instituts Artillerie an Oberstleutnant Franz Krassnitzer übergeben. Symbolisch wurde dies getan durch das Überreichen des Schwertes der Hl. Barbara, dem Waffengattungssymbol dieser Einheit. Zahlreiche Festgäste aus Politik und Militär wohnten diesem Festakt bei. Militärdekan Johann Wedl segnete eine Statue der Hl. Barbara, die die Schutzpatronin der Artilleristen ist. Im Zuge der ökumenischen Andacht, die Teil des Festaktes war, wurde der neue Kommandant in die Fürbitten miteingeschlossen und die Geistlichkeit wünschte ihm einen guten Einstand und Gottes Segen in seinem neuen Aufgabengebiet.

Im Anschluss an die Kommandoübergabe fand in der Cafeteria der Burstyn-Kaserne eine kameradschaftliche Begegnung statt, mit der dieser Festakt dann seinen Ausklang nahm.

Die Zeit von der Auferstehung bis Christi Himmelfahrt. Das ist der Zeitraum von 40 Tagen, in dem die Kirche daran erinnert, dass Jesus Christus immer wieder seinen Jüngern erschien und wahrhaft bei und mit ihnen war

Das ist der Zeitraum von 40 Tagen, in dem die Kirche daran erinnert, dass Jesus Christus immer wieder seinen Jüngern erschien und wahrhaft bei und mit ihnen war (Vgl. Lk 24, 35-48). Was aber auch überliefert wird, ist, dass diese Erfahrung für seine Jünger und seine Apostel keine leichte war. Allein das Wort „auferstehen“ zeigt dies schon an. Es ist ein Kunstwort, dass es vorher so noch nie in diesem Kulturraum gab, ein Kunstwort, das versucht, eine noch nie gemachte Erfahrung zum Ausdruck zu bringen. Die Begegnung mit dem Auferstandenen löst anfangs Erschrecken, Angst und Zweifel aus, nach und nach wird daraus Vertrauen und Freude.

 

Papst Franziskus fordert in seinem neuen, am Montag veröffentlichten Apostolischen Schreiben "Gaudete et exsultate" ("Freut euch und jubelt") größere Aufmerksamkeit für die Bedürftigen und die soziale Gerechtigkeit im Leben der Katholiken. Die Herausforderungen für eine zeitgemäße Heiligkeit sei, "Jesus in den Armen und Elenden zu erkennen". "Wir können kein Heiligkeitsideal in Erwägung ziehen, das die Ungerechtigkeit dieser Welt nicht sieht, wo einige feiern, fröhlich verbrauchen und ihr Leben auf die Neuheiten des Konsums reduzieren, während andere nur von außen zuschauen können und gleichzeitig ihr Leben weiter voran schreitet und armselig zu Ende geht", heißt es wörtlich.

In dem 48-seitigen Lehrschreiben wirbt der Papst für eine "Heiligkeit der Menschen nebenan", der "Heiligkeit im geduldigen Volk Gottes". Jeder könne mit Gottes Hilfe heilig sein, ob Priester oder Arbeiter, Eltern oder Eheleute, Ordensleute oder Politiker.

"Gaudete und exsultate" ist in Form einer "Apostolischen Exhortation" wie zuvor etwa "Evangelii gaudium" (2013) und "Amoris laetitia" (2016) publiziert und weist auf den Mangel an Kohärenz einiger Christen in den ethischen und sozialen Positionierungen hin. Als Beispiel erwähnt der Papst die Flüchtlingsfrage: "Oft hört man, dass angesichts des Relativismus und der Grenzen der heutigen Welt beispielsweise die Lage der Migranten eine weniger wichtige Angelegenheit wäre. Manche Katholiken behaupten, es sei ein nebensächliches Thema gegenüber den 'ernsthaften' Themen der Bioethik. Dass ein um seinen Erfolg besorgter Politiker so etwas sagt, kann man verstehen, aber nicht ein Christ, zu dem nur die Haltung passt, sich in die Lage des Bruders und der Schwester zu versetzen, die ihr Leben riskieren, um ihren Kindern eine Zukunft zu bieten."

Das Dokument fordert die Gemeinden zudem auf, eine wirksame Verteidigung des Lebens in allen seinen Phasen zu fördern. "Die Verteidigung des ungeborenen unschuldigen Lebens zum Beispiel muss klar, fest und leidenschaftlich sein, weil hier die Würde des menschlichen Lebens, das immer heilig ist, auf dem Spiel steht und es die Liebe zu jeder Person unabhängig von ihrer Entwicklungsstufe verlangt."

Es gehe aber auch um die Heiligkeit des Lebens der Armen: "Aber gleichermaßen heilig ist das Leben der Armen, die schon geboren sind und sich herumschlagen mit dem Elend, mit der Verlassenheit, der Ausgrenzung, dem Menschenhandel, mit der versteckten Euthanasie der Kranken und Alten, denen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, mit den neuen Formen von Sklaverei und jeder Form des Wegwerfens", so der Text.

Bergpredigt und Barmherzigkeit

In die Mitte des Dokuments stellt der Papst im dritten Kapitel die Seligpreisungen der Bergpredigt und schreibt: "Sie sind gleichsam der Personalausweis des Christen." Der "große Maßstab" für echte Heiligkeit ist dabei gelebte Barmherzigkeit. Dieser zentrale Begriff im Pontifikat verweist auf das 25. Kapitel des Matthäusevangeliums als einen Schlüssel des geistlichen Lebens. Jesus führt dort die Basis des göttlichen Urteils auf das zurück, was jeder für den anderen getan hat.

"Wenn ich einem Menschen begegne, der in einer kalten Nacht unter freiem Himmel schläft, kann ich fühlen, dass dieser arme Wicht etwas Unvorhergesehenes ist, das mir dazwischenkommt, ein Nichtsnutz und Gauner, ein Störenfried auf meinem Weg, ein lästiger Stachel für mein Gewissen, ein Problem, das die Politiker lösen müssen, und vielleicht sogar ein Abfall, der den öffentlichen Bereich verschmutzt. Oder ich kann aus dem Glauben und der Liebe heraus reagieren und in ihm ein menschliches Wesen erkennen, mit gleicher Würde wie ich, ein vom Vater unendlich geliebtes Geschöpf, ein Abbild Gottes, ein von Jesus Christus erlöster Bruder oder Schwester. Das heißt es, Christ zu sein", so der Papst: "Oder kann man etwa die Heiligkeit abseits dieses konkreten Anerkennens der Würde jedes menschlichen Wesens verstehen?"

Der Text weist auf den Fehler hin, die Forderungen des Evangeliums von der eigenen "persönlichen Beziehung" zu Gott zu trennen und das konkrete Christentum als eine "Art von NGO" zu deuten. Der Papst richtet sich auch gegen das Misstrauen jener Menschen, die das soziale Engagement der anderen als "oberflächlich, weltlich, säkularisiert, immanentistisch, kommunistisch oder populistisch halten, oder es relativieren, als würde es wichtigere Dinge geben". Manche dächten, "dass wir Gott die Ehre nur mit dem Gottesdienst und dem Gebet geben oder wenn wir lediglich einige ethische Vorschriften beachten - in der Tat kommt der Beziehung zu Gott der Vorrang zu -, und vergessen dabei, dass das Kriterium für die Beurteilung unseres Lebens vor allem darin besteht, was wir den anderen getan haben".

Der Papst richtet sich weiters gegen religiöse Überheblichkeit, kirchlichen oder technologischen Machbarkeitswahn ebenso wie geistige Starrheit, Konsumsucht und egoistische Trägheit. Der Weg zur Heiligkeit des Christen sei "ein ständiger Kampf", schreibt Franziskus. Dieser gelte nicht nur rein weltlichen Einstellungen und eigenen Schwäche, sondern auch gegen den Teufel, der nicht nur ein Mythos sei. "Der Teufel vergiftet uns mit Hass, Traurigkeit, Neid, mit Lastern", schreibt Franziskus.

Verlangt seien Wachsamkeit und ständige geistliche Unterscheidungen, was der Sinngehalt des eigenen Leben ist und wie dieser in einer jeweiligen Situation zu leben ist. Dazu gelte es zu beten, auf das Evangelium und die Kirche zu hören sowie auf Gottes Geduld zu vertrauen.

 

(kathpress)

Traditionelles Flötenkonzert in der St. Georgs-Kathedrale am Freitag nach Ostern. Flötisten aus verschiedenen Musikschulen der Umgebung spielten Flötenmusik verschiedener Epochen und Stile.

Verschiedene Flötenensembles, zusammengestellt aus den Musikschulen der Umgebung, gaben am Freitag, 6. April, in der St. Georgs Kathedrale Werke von u.a. San Martino, Mozart, Debussy, Kodaly, Loeillet de Gant, Hasse und Hiller zum Besten.

Organisiert wurde das Konzert von der Lehrerin am Neunkirchner Gymnasium und an der Musikschule Ternitz Claudia Kirnbauer, die sich beim Rektor der Kathedrale, Stefan Gugerel herzlich für die Möglichkeit in diesem Rahmen musizieren zu können. Besonderer Dank erging auch an den Bereich Kunst und Kultur in Wiener Neustadt für die administrativen Tätigkeiten rund um dieses Konzert. Kirnbauer führte anschließend mit interessanten Erklärungen das zahlreich erschienene Publikum durch das Programm.

Flötist der Garde

Ergänzt wurde das Bild der Flötisten und Flötisten durch die Darbietung des Gardemusikers Chritoph Schauer, der das Werkt Syrinx, eine Komposition für Querflötensolo von Claude Debussy in Uniform zum Besten gab. Das ausdrucksstarke Flötenkonzert an der Militärakademie ging tief unter die Haut und erfreute das anwesende Publikum, das sich mit einem Riesenapplaus bedankte.

(Text: S. Claus)

Am 3. April wurde am Fliegerhorst Vogler eine Gedenktafel für den ermordeten US-Piloten Walter P. Manning enthüllt und von Militärbischof Freistetter gesegnet.

Mannings Maschine wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges südlich von Linz abgeschossen. Der Kampfpilot konnte zwar noch mit dem Fallschirm landen, wurde dann aber am Boden von einer aufgebrachten Menge gelyncht.

Hochrangige Vertreter des Österreichischen Bundesheeres - unter anderem Generalsekretär Wolfgang Baumann, Generalmajor Karl Gruber (Kommandant der Luftstreitkräfte) sowie Generalleutnant Franz Reißner (Kommandant der Landstreitkräfte) - nahmen an der heutigen Gedenkfeier teil.

Generalsekretär betont Schutzgebot für Kriegsgefangene

Generalsekretär Wolfgang Baumann betonte bei seiner Ansprache, wie wichtig die Verteidigung der Rechtstaatlichkeit und der persönliche Mut angesichts von drohendem Unrecht ist. Er erinnerte dabei an die Haager Landkriegsordnung, das Gebot des Schutzes von Kriegsgefangenen und der Zivilbevölkerung.

Abschuss am 1. April 1945

Walter P. Manning wurde 1920 in Philadelphia geboren und war Kampfpilot der amerikanischen 332nd Fighter Group der 15th US Army Air Force. Sein Flugzeug wurde am 1. April 1945 bei Kematen an der Krems abgeschossen. Als Manning mit seinem Fallschirm am Boden landete, veranstalteten Nationalsozialistische Funktionäre und Angehörige der Deutschen Luftwaffe eine Hetzjagd, die schließlich mit der Erhängung Mannings endete.

Der US-Pilot ist eines von unzähligen Opfern der sogenannten "Fliegerlynchjustiz", die das NS-Regime ab 1944 gegen alliierte Flugzeugbesatzungen initiiert hatte. Am heutigen Tag, 73 Jahre nach dem Verbrechen, enthüllte der Zeitzeuge und ehemalige Kamerad von Manning, Lieutenant Colonel Harry Stewart (93), ein Mahnmal, um das tragische Ereignis ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen.

 

(via Bundesheer.at)

Militärbischof Werner Freistetter firmte am Freitag zehn Soldatinnen und Soldaten der Garde sowie der Militärpolizei in der Militärpfarrkirche St. Nepomuk in Wien. Ein Soldat wurde auch in das Katechumenat, also in die Taufvorbereitung eingeführt.

Militärbischof Werner Freistetter hat am Freitag, 6. April zehn Soldatinnen und Soldaten aus Wien in durch die Spendung des Sakraments der Firmung in die Kirche aufgenommen. „In der Kirche wie auch im Bundesheer gibt die Gemeinschaft Kraft und stützt“, so der Bischof bei seiner Predigt. „Die Firmung ist ein Zeichen dafür, dass Gott uns seinen Geist schenkt und uns damit stärkt und festigt“.

Aufnahme in Gemeinschaft der Kirche

Die Firmung sei bei Erwachsenen immer eine besondere Sache, freute sich der Bischof. Für Soldatinnen und Soldaten hat die Gemeinschaft die Kraft gibt einen besonders hohen Stellenwert, „durch die Firmung seit ihr nun in diese Gemeinschaft der Kirche aufgenommen“, so der Bischof. Es sei nicht mehr selbstverständlich, dass man sich firmen lässt, umso mehr freue er sich Soldatinnen und Soldaten im Erwachsenenalter für diesen Schritt entscheiden.

Vorbereitung auf die Taufe

Im Rahmen der Messe wurde auch ein Soldat in das Katechumenat, also die Taufvorbereitung für Erwachsene eingeführt. Bischof Freistetter erinnerte in diesem Zusammenhang an die Verbindung zwischen der Taufe und der Osterzeit. So ist es alte Tradition im Rahmen der Osternacht zu taufen. „Wenn man sich in der Osterzeit für das Katechumenat entscheidet, ist das auch ein besonders schönes Zeichen“, so der Bischof.

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