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99aLetzten Sonntag wurde in Eisenstadt das Erntedankfest gefeiert.

Dankbar zu sein für die Gaben der Erde und der rechte Gebrauch dieser Gaben standen im Mittelpunkt der Predigtgedanken von unserem Militärpfarrer.

"Wir, die wir oft im Überfluss leben, müssen uns bewusst werden, dass wir aufgerufen sind auch mit den Armen zu teilen, wie es Papst Franziskus es immer wieder betont," so Militärdekan Wessely. "Und als Martinspfarre werden wir doppelt das ganze Jahr daran erinnert und nicht nur fast plakativ am Erntedankfest. Diese Erinnerung geschieht erstens durch unseren Pfarrpatron Martin und zweitens durch unsere beiden äußeren Kapellenfenster, die Korn und Wein zeigen, als die Hauptprodukte des damaligen Burgenlandes. Das tägliche Brot des Lebens, aber auch den Wein der Festtagsfreude die Gott uns schenkt und die wir ebenso teilen, ja mitteilen müssen."

Nach dem Gottesdienst wurde zur Erntedankagape geladen, bei welcher auch die von Diakon GR Elmar Nickel gesegneten Erntedankgaben, sowie die mitgebrachten Kuchen und Torten verzehrt wurden.
Besonders bewundert wurde an diesem Tag auch das neue Altartuch, welches extra für das Erntedankfest gestickt wurde! Herzliches "Vergelt´s Gott" an Frau Traude Schmild.

Foto: Privat

100aZweite Romwallfahrt der Militärpfarre Burgenland

Bereits zum zweiten Mal pilgerten heuer Pfarrangehörige der Militärpfarre Burgenland anlässlich des Hl. Jahres nach Rom. Die dreiundzwanzigköpfige Gruppe bestand aus Soldaten und Zivilbediensteten va. des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf, sowie ihren Angehörigen. Wie bei der ersten Romwallfahrt stand auch bei dieser - vorgegeben durch das Jahr der Barmherzigkeit - die Barmherzigkeit Gottes und die Barmherzigkeit der Menschen in der Geschichte im Vordergrund der Betrachtungen archäologischer Stätten, Kirchen und historischen Orte. Und diese besuchten Orte waren zahlreich und reichten vom Petersdom und den Sammlungen des Vatikan bis hin zu den Ausgrabungen am Forum, den Hauptkirchen Roms oder der Tiberinsel.

Spiritueller Höhepunkt war dabei sicherlich der Prozessionsweg von der Engelsburg hin zur Hl. Pforte des Petersdomes und das Durchschreiten derselben mit Gebet und Gesang. Aber auch in den anderen Hauptkirchen wurden die Hl. Pforten stets nach einer kleinen Andacht durchschritten, ebenso erklangen in mehreren Kirchen Roms burgenländische Marienlieder.

Emotionaler Höhepunkt war hingegen die Papstaudienz, vor und nach der es auch Gelegenheit zum Gespräch mit Pilgern anderer Nationen gab, nicht zuletzt mit Soldaten anderer Armeen, welche auch in Uniform gekommen waren und den Gardisten der päpstlichen Schweizer Garde. "Ein Erlebnis der Besonderen Art", so Lt. Thomas Z. und Monika C., welche die Pilgerreise zusammen mit Militärdekan Alexander Wessely organisiert hatte fügt hinzu: "Ich bin das erste Mal in Rom. Aber es wird wohl noch lange dauern, bis ich alle Eindrücke verarbeitet habe".

Foto: Privat

96Friedenstagung zum Thema „Der Soldat als Vertreibender, Fliehender und Aufnehmender“ mit hochkarätigen nationalen und internationalen Referentinnen und Referenten.

Unter dem Titel „Der Soldat als Vertreibender, Fliehender und Aufnehmender“ fand am Dienstag, 18. Oktober die Enquete des Instituts für Religion und Frieden in der Stiftskaserne im siebten Wiener Bezirk statt. Seit dem Ende des Kalten Krieges steht die Welt vor neuen, qualitativ oft anderen, aber wiederum sehr beunruhigenden Bedrohungen, die manchmal auch die Religion betreffen. Zentrale Frage bei einer Enquete des zum Militärordinariat gehörenden Wiener "Instituts für Religion und Frieden" am Dienstag war daher, ob die Friedensforschung darauf effiziente Antworten gefunden hat. "Wie kann dennoch mehr Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt verwirklicht und gesichert werden?", war für Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, die für die Enquete gewonnen werden konnten, der Ansatz.

Dr. Paul Landsu von „Pax Christi International“ aus Brüssel stellte in seinem Eröffnungsimpuls die Unterschiede zwischen der Katholischen Soziallehre und den objektiven wie subjektiven Schutzbedürfnissen der EU und ihrer Staaten vor. Religion sei an sich friedenserhaltend, denn sie stärke Identität, Lebensbejahung und den "sense of belonging". Gleichzeitig warf Lansu die Frage auf, ob gewisse Menschen durch Kriege auch gewinnen. Faktum sei, dass die Ärmsten der Armen immer verlieren würden, da sie alleine gelassen würden und in Angst leben müssten.

 Dietmar Winkler, Professor für Patristik und Kirchengeschichte an der Universität Salzburg und Mitglied des Vorstandes der Stiftung Pro ORIENTE, stellte in seinem Vortrag die gezielte Vertreibung von orientalischen Christen, aber auch Schiiten und Angehörigen der Völker des Buches durch den sogenannten Islamischen Staat in Syrien und dem Irak in den Vordergrund. Dem "Islamischen Staat" (IS) gehe es zentral "um die Auslöschung der christlichen Kultur", sagte Professor Dietmar Winkler von der Universität Salzburg, als er Bilder von der Zerstörung in Palmyra zeigte. Dabei machte er die "permanente Kriegssituation im 20. Jahrhundert" für die Auswanderung der Christen aus dem Orient verantwortlich. Für Winkler ist klar: "Die Zerstörung von Klöstern hat Methode. Sie treffen das Herz und die Seele des orientalischen Christentums. Es ist ein Verlust wertvoller Traditionen, die nicht wiederbringbar sind."
 
Über Soldaten, die vor ihrem Dienst fliehen, über die Motivation und die unterschiedliche Beurteilung von unerlaubter Abwesenheit und Desertion in Österreich und ausgewählten anderen Staaten referierte Oberst Herbert Walzer, Disziplinaranwalt des Österreichischen Bundesheeres.

Den Abschluss der Enquete bildete eine Darstellung der "Gastfreundschaft im Alten Testament" durch Rita Perintfalvi vom Österreichischen Bibelwerk. Sie ging auf die verschiedenen Interpretationen und Varianten des Begriffs der Gastfreundschaft in der Bibel ein. Gastfreundschaft sei im Alten Testament prinzipiell eine zentrale ethische Verpflichtung, sagte Perintfalvi. Dies habe Implikationen für das heutige Asylrecht.

Mit der feierlichen Bischofsvesper in der Stiftskirche schloss der Tag. Die ausländischen Delegationen blieben am 19. Oktober noch zu einem Studientag zusammen, um seelsorgliche Perspektiven auf die Involvierung ihrer Soldaten in den Umgang mit Flüchtenden zu diskutieren.
Das Institut veranstaltet jedes Jahr eine zweitägige internationale Enquete mit Vorträgen und Diskussionen zu einem ausgewählten Thema aus den Bereichen Militärseelsorge und Ethik des Soldaten. Besonders wertvoll ist dabei die Zusammenarbeit mit den neu errichteten oder im Aufbau befindlichen Militärordinariaten in den Nachbarstaaten.
 
Foto: Privat
 

92Totengedenken der AKS in Tauplitz

Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten der Militärpfarre Steiermark hielt anlässlich des Treffens der ehemaligen Wettkampfleitung der Steirischen Militärschimeisterschaften in der weißen Garnison Tauplitz ein Totengedenken ab. Die weiße Garnison Tauplitz war 40 Jahre der Austragungsort der Steirischen und Österreichischen Militärschimeisterschaften.

Seit 19 Jahren organisiert Vizeleutnant in Ruhe Herbert Simmer dieses Treffen der ehemaligen Wettkampforganisation. Viele verstorbene Kameraden und viele verstorbene Einwohner unserer weißen Garnison wurden ins Gebet eingeschlossen.

Foto: Privat

95Kühles Äußeres, aber ein mehr und mehr einladendes Inneres. Langsam wird die Soldatenkirche in Großmittel ein fertiges Ganzes.

Großmittel, 19. Oktober 2016; Dicht hängt der Nebel oberhalb des Gotteshauses, kein Sonnenstrahl durchbricht diesen. Kühl, ja fast schon unterkühlt wirkt heute dieser Gorbachbau. Doch kaum öffnet sich die Türe der Soldatenkirche, wird man umfangen von angenehmer Wärme und sanftem Licht, das den Kirchenraum durchflutet.

Vorbei sind die Zeiten, als Schimmel sich im Gemäuer festmachte, Wasser in die Kirche eindrang und die Nutzung unmöglich machte. Vieles wurde durch Eigeninitiative und Engagement in den letzten Monaten erreicht: Der Boden wurde neu ausgelegt, Fensterstöcke erneuert, fehlerhafte Stellen im Dachbereich gerichtet, Dachrinnen erneuert, die Wände gegen Schimmel behandelt und neu ausgemalt, das Inventar neu angeschafft, ein der Zeit entsprechendes und dem Raum angepasstes Beleuchtungssystem angekauft und montiert … .
Viele Stunden an Arbeit stecken in diesem Gemäuer. Diejenigen, die diese geleistet haben, sind auf den Tafeln im Eingangsbereich festgehalten. Nur ein kleines Zeichen, aber es steckt viel des aufrichtigen Dankes dahinter.

Einiges fehlt noch, vieles an Ideen ist noch da und offen. Es wird finalisiert, damit bald schon hier rund um die Uhr ein Ort der Begegnung mit dem „ganz Anderen“,  ein Ort der „anderen Einkehr“, der „inneren“ Einkehr zur Verfügung und den Menschen offen steht.

Foto: ÖA/Grutschnig

93Verteidigungsminister Doskozil äußert sich in Magazin "imblick", das diese Woche allen Kirchenzeitungen beiliegt und über Militärseelsorge informiert, zu neuen Herausforderungen in Sicherheitspolitik - Österreichische Militärdiözese feiert 2017 30-jähriges Bestehen.

Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil sieht in der Militärseelsorge einen wichtigen Bestandteil des Bundesheers. Der Soldatenberuf bringe Herausforderungen mit sich, die es in anderen Berufsgruppen so nicht gibt, betont der Minister in einem Interview für das Magazin "imblick", das aus Anlass des Nationalfeiertags diese Woche den österreichischen Kirchenzeitungen beiliegt. Doskozil: "Ich habe ähnliche Situationen in meiner vorigen Tätigkeit als Polizist kennengelernt. Um diesen Situationen begegnen zu können, braucht es aus meiner Sicht professionelle Angebote, die die Militärseelsorge zu leisten vermag."

Die seelsorgerlichen Aktivitäten würden "zu einem friedlichen und harmonischen Zusammenleben" beitragen und die professionelle Aufgabenerfüllung des Österreichischen Bundesheeres fördern. Das gelte für die katholische Militärseelsorge wie in gleichem Maße auch für die evangelische, orthodoxe, jüdische und muslimische.

Die sicherheitspolitische Lage in Österreich habe sich massiv geändert, betont der Minister: "Die Bedrohungen durch Terror und im Cyberbereich sowie die internationale Flüchtlingssituation - Stichwort Assistenzeinsatz an der Grenze - bestimmen das derzeitige und zukünftige Handeln." Zum anderen sei aber auch eine organisatorische strukturelle Reform im Gange, die das Bundesheer fit für die zukünftigen Aufgaben machen werde. Das Bundesheer stehe somit vor zum Teil neuen Herausforderungen. Bei der Vermittlung dieser Wandlungsprozesse an die Soldatinnen und Soldaten könne die Militärseelsorge eine wichtige Rolle spielen, so der Verteidigungsminister.

Anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums der Österreichischen Militärdiözese rückt die neue Ausgabe des Magazins "imblick" das Wirken der katholischen Militärseelsorge in den Fokus. Das 16-seitige Magazin liegt in dieser Woche den aktuellen Ausgaben der diözesanen Kirchenzeitungen bei. In einer Auflage von 181.000 Stück wird darin über die Tätigkeit der katholischen Militärseelsorge informiert.

Seit dem Jahr 1987 ist die katholische Militärseelsorge unter dem Dach der Militärdiözese zusammengefasst. Kirchenrechtlich möglich wurde dies durch die 1986 von Papst Johannes Paul II. erlassene Apostolische Konstitution "Spirituali militum curae" für die Ordnung der katholischen Militärseelsorge und der katholischen Militärordinariate bzw. Militärdiözesen. Demnach feiert die Militärseelsorge im kommenden Jahr 2017 ihr 30-jähriges Bestehen.

Bischof Freistetter: Schutz, Hilfe und Sicherheit
Soldatinnen und Soldaten würden gegenwärtig, besonders durch die Flüchtlingskrise der letzten Zeit, wieder verstärkt im Blick der Öffentlichkeit stehen, schreibt Militärbischof Werner Freistetter in einem "imblick"-Beitrag: "Hier wollen wir als Militärseelsorge mitgestalten und unsere ethische Erfahrung, auch im Umgang mit Schutzsuchenden, einbringen." Für einen großen Teil der Österreicher sei es ein selbstverständliches Gebot, "dass Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten, bei uns Aufnahme, Schutz und Hilfe erfahren". Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass Ordnung und Sicherheit in unserem Land gewährleistet bleiben

Die Militärseelsorge sei immer an der Seite der Soldatinnen und Soldaten, sei es in der Kaserne, bei Assistenzeinsätzen oder beim Einsatz im Ausland. In vielen Situationen würden die Soldatinnen und Soldaten bis an ihre Grenzen gehen, so der Bischof: "Davon konnte ich mich selbst in vielen Begegnungen und persönlichen Gesprächen überzeugen." Diese Einsätze erforderten eine konkrete und den Anforderungen entsprechende Seelsorge. Darin sehe die Militärseelsorge ihre Hauptaufgabe, bekräftigt Bischof Freistetter.

Unter dem Titel "gestern - heute - morgen" nimmt das Magazin "imblick" die vielfältigen Aufgabenbereiche der Militärseelsorge in den Blick. So erzählt der ehemalige Jagdkommandosoldat Richard Weyringer über seinen Werdegang vom Elitesoldaten zum Priester und Militärpfarrer. Martin Steiner berichtet über seine Erfahrungen bei Auslandseinsätzen auf der ganzen Welt. Den zukünftige Herausforderungen der Militärseelsorge widmet sich der Leiter des ans Militärbischofsamt angeschlossenen Instituts für Religion und Frieden, Stefan Gugerel.

Das Magazin liegt in dieser Woche nicht nur österreichweit allen Kirchenzeitungen bei, sondern wird auch am Nationalfeiertag am Infostand der Katholischen Militärseelsorge bei der Leistungsschau des Bundesheeres in der Wiener Innenstadt aufliegen.
Die Militärdiözese ist für rund 100.000 Katholiken im Umfeld des Bundesheeres zuständig. Aktuell gehören der Militärdiözese rund 20 Priester und drei Ständige Diakone an, die in 19 Militärpfarren im In- und Ausland im Einsatz sind.

Foto: BMLVS

91Militärpfarrgemeinderat im Klösterle Kronburg

Mit 32 Teilnehmern und einer Teilnehmerin hielt die Militärpfarre Tirol die Herbstsitzung des Militärpfarrgemeinderates im Wallfahrtsort Kronburg im Tiroler Oberland. Die Tagung stand, im Ausblick auf die kommende Neuwahl im März 2017, unter dem Motto „Ich bin da. Für“.

In allen Ebenen des Dienstes wurden der Aufgaben- und Wirkungsbereich sowie der Einsatzbereich der Militärpfarrgemeinderäte durchleuchtet und diese auf die neuen Herausforderungen sensibilisiert, damit bereits jetzt Weichen für die Zukunft gestellt werden können.
Als Höhepunkt zelebrierte  Militärdekan in Ruhe, Mag. Werner Seifert, mit den Militärpfarrgemeinderäten die Heilige Messe und ging in seiner Predigt speziell auf ihre Sorgen und Nöte ein.

Foto: Privat

8765 Jahre Kirchweihe der St. Georgs-Kathedrale

Anlässlich des 65-Jahre-Jubiläums der Kirchweihe der Sankt Georgs Kathedrale findet am 17. Oktober um 18:00 eine Kirchweihvesper in der Sankt Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt statt.   Zur Gesungenen Vesper und Orgelmusik mit Werken von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy laden wir herzlich ein.

Zwischen 1936 und 1938 wurde die St. Georgs Kathedrale restauriert, wobei auch Fresken über dem Haupteingang freigelegt wurden. Die Kirche wurde durch die Bombardierung am 12. März 1945 vollkommen zerstört, jedoch bereits 1946 erfolgte der Wiederaufbau, der 1951 abgeschlossen werden konnte. Mit dem Einzug der Militärakademie im Jahr 1958  wurde die Kirche wieder der Militärseelsorge übergeben. Seit 1963 war die St. Georgs-Kathedrale die Kirche des österreichischen Militärvikars. Im Jahr 1967 erfolgte die Erhebung der Kirche zu einer Tochter der Lateranbasilika.

Am 1. Juli 1987 wurde die Kirche durch den ersten Militärbischof von Österreich, Alfred Kostelecky, als dessen Kathedrale feierlich übernommen.

Foto: Privat

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