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Militärbischof Werner Freistetter hat eine Anordnung für Gottesdienste mit Angehörigen des Österreichischen Bundesheers erlassen. So ist es den katholischen Militärseelsorgern ab dem 15. Mai  wieder möglich unter gewissen Voraussetzungen Gottesdienste mit Gläubigen aus dem Bereich des österreichischen Bundesheers in allen Bundesheerliegenschaften zu feiern.

Eine eigene Regelung für den Bereich der Militärseelsorge  ist notwendig geworden, da es sich bei Gottesdiensfeiern in Bundesheerliegenschaften nicht um öffentliche Gottesdienste handelt. Deshalb wurden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen im Bundesheer, spezifische Vorgaben festgelegt.

So gelten für die Feier von Gottesdiensten grundsätzlich die Hygiene- und Abstandsregelungen des Österreichischen Bundesheers. In Absprache mit der Leitung des Gesundheitswesens beim Bundesheer, wurde zudem vereinbart Gottesdienste vorerst ohne Spendung der Kommunion an die Gläubigen zu feiern. Auch auf das gemeinsame Singen soll verzichtet werden. Gottesdienste sollen, wenn möglich vorzugsweise im Freien gefeiert werden. Für Gottesdienste in geschlossenen Räumlichkeiten soll auf eine gute Durchlüftbarkeit sowie eine ausreichende Größe des Raumes geachtet werden.

Soldatenfirmungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt. Eine Firmvorbereitung kann von den Militärseelsorgern allerdings sehr wohl vorgenommen werden. Die Firmkandidaten erhalten nach dem Abschluss der Vorbereitung eine Firmkarte, mit der sie sich, sobald dies wieder möglich ist, im ganzen Bereich der Militärseelsorge, aber auch in zivilen Pfarren firmen lassen können.

Öffentliche Gottesdienste nur in öffentlich zugänglichen Kirchen

Für Kirchen im Bereich des Militärordinariats, die über einen öffentlichen Zugang erreichbar sind, das sind die St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt, die Stiftskirche in Wien-Neubau, sowie die Militärpfarrkirche St. Nepomuk in Wien-Hietzing, gilt ab dem 15. Mai die Rahmenordnung der österreichischen Bischofskonferenz zur Wiederaufnahme von öffentlichen Gottesdiensten. Militärbischof Werner Freistetter wird demnach am 17. Mai den ersten Gottesdienst mit Gläubigen in seiner Bischofskirche, der St. Georgs - Kathedrale, feiern.

Die Rossauerkaserne in Wien-Alsergrund hat am Montag den Traditionsnamen "Bernardis-Schmid" erhalten. Am Holocaust-Gedenktag 75 Jahre nach der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau verlieh Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) dem Gebäude, in dem ihr Ressort untergebracht ist, den Namen der beiden Militärs und NS-Widerstandskämpfer Oberstleutnant Robert Bernardis (1908-1944) und Feldwebel Anton Schmid (1900-1942). Bei dem Festakt unterstrichen Militärbischof Werner Freistetter und der evangelische Militärsuperintendent Karl-Rainhart Trauner das Gewissen und die Menschlichkeit der beiden auf diese Weise Gewürdigten.

Anton Schmid, Angehöriger der Deutschen Wehrmacht, versteckte als Leiter der Versprengtensammelstelle von Wilna (Litauen) zahlreiche verfolgte Juden, organisierte ihnen in Zusammenarbeit mit seinem Ortspfarrer falsche Papiere und führte sie in die Freiheit. In der Folge wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet. Israel ehrte Schmid am 2. Dezember 1966 mit der Bezeichnung als "Gerechten der Völker", da er unter Einsatz seines Lebens Juden vor der Ermordung gerettet hatte. Namensgeber für eine 2010 geschlossene Bundeswehrkaserne in Deutschland war der Wiener bereits, ebenso wie auch für den "Anton-Schmid-Hof" in Schmids Heimatsbezirk Wien-Brigittenau.

Es sei ein "wichtiges Zeichen, dass uns der Name dieser Kaserne, die auch das Ministerium des Österreichischen Bundesheers beherbergt, an die unter schwierigen Umständen bewahrte Menschlichkeit dieses einfachen Wiener Feldwebels erinnert", erklärte Militärbischof Freistetter. Er zitierte aus einem aus der Haft geschriebenen Brief des tiefgläubigen Katholiken, der vier Tage vor seinem Tod an seine Frau in Wien gerichtet war. "Ich bin heute so ruhig, dass ich es selber nicht glauben kann, aber unser lieber Gott hat das so gewollt und mich so stark gemacht", heißt es darin u.a. Schmids Sicherheit und Ruhe zeuge von einem "großen Vertrauen in Gott", den er trotz seiner aussichtslosen Lage immer noch den "lieben Gott" nannte, bemerkte Freistetter.

Der zweite Namensgeber der Kaserne ist der evangelische Oberstleutnant Robert Bernardis. Der enge Mitarbeiter von Hitler-Attentäter Claus von Stauffenberg war an dessen gescheitertem Anschlag vom 20. Juli sowie an der "Operation Walküre" beteiligt und wurde dafür vom NS-Regime zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der oft als "Österreichs Stauffenberg" betitelte Bernardis habe "die Maskerade des Bösen erkannt", hob Militärsuperintendent Trauner hervor.

Ministerin Tanner, die im Rahmen des Festaktes eine Tafel mit dem neuen Traditionsnamen der Rossauerkaserne enthüllte, verwies auf die von Bernardis und Schmid vorgelebte "Tapferkeit und Zivilcourage" als auch heute noch nötige Grundhaltungen. "Es geht darum, die nötige Zivilcourage aufzubringen, um seinem eigenen Gewissen zu folgen und bereit zu sein, die Konsequenzen dafür zu tragen." Berufsethik habe "gerade beim Militär, wo es um Leben und Tod gehen kann", einen wichtigen Stellenwert. Deshalb seien die Leistungen der Soldaten Bernardis und Schmid "ein wichtiger Bestandteil der Traditionspflege des Österreichischen Bundesheeres", so die Ministerin.

Auf ähnliche Weise erhielt am Montag auch die Stiftskaserne in Wien-Neubau, Sitz der Landesverteidigungsakademie, die Traditionsbezeichnung "General Spannocchi", in Erinnerung an Emil Spannocchi (1916-1992), führender Offizier der 1960er- und 1970er-Jahre und Namensgeber für das in seiner Ära eingeführte Raumverteidigungskonzept. Insgesamt besitzt das Bundesheer damit nun acht Liegenschaften und Truppenkörper mit sogenannten Traditionsnamen. Mit deren Verleihung sei laut Angaben das Verteidigungsministeriums außer einer Wahrung der Erinnerung an bedeutsame Persönlichkeiten auch eine Vermittlung des Auftrag des Bundesheeres für die Gesellschaft verbunden.
 
 

Der Zustand des österreichischen Bundesheeres ist hinsichtlich seiner Ausrüstung und finanziellen Ressourcen "besorgniserregend". Das hat Militärbischof Werner Freistetter am Montag im "Kathpress"-Interview betont. Er verstehe die große Sorge von Verteidigungsminister Thomas Starlinger, der sich am Wochenende dazu mit deutlichen Worten zu Wort gemeldet hatte. Freistetter sprach von der "Verpflichtung, unsere Soldaten mit bestmöglicher Ausrüstung und Gerät auszustatten, damit sie ihre Aufgaben im In- und Ausland erfüllen können". Das Anliegen des Ministers wolle er in diesem Sinne unterstützen.

Starlinger hatte am Samstag bei einer Delegiertenversammlung der Offiziersgesellschaft in St. Pölten die budgetäre Situation des Heeres mit drastischen Worten beschrieben. Das Bundesheer stehe "am Rande seines Grabes" und seine "Totengräber" würden damit nicht nur massiv die Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch Arbeitsplätze gefährden, wie die "Austria Presse Agentur" (APA) berichtete.

Der vom Minister angesprochene jahrelange Investitionsstau sei offensichtlich, so Bischof Freistetter am Montag gegenüber "Kathpress". Es brauche dringend eine Verbesserung der Infrastruktur und eine zeitgemäße Ausrüstung für die Soldaten, "die wir in teils gefährliche Einsätze schicken". Schon damit nur die Basisaufgaben erfüllt werden könnten, brauche es etwa eine Erneuerung des Fuhrparks, selbiges gelte für Geräte bei Einsätzen bei Naturkatastrophen, "von der Luftraumüberwachung ganz zu schweigen".

Auf die Militärseelsorge angesprochen meinte der Bischof, dass es nach wie vor gut gelinge, die eigenen Aufgaben zu erfüllen. Er fühle sich grundsätzlich auch von der Politik bzw. den Verantwortlichen im Bundesheer gut unterstützt. Offensichtlich bestehe großes Interesse, "dass die Militärseelsorger ihren Dienst gut ausüben können, zum Wohl der Soldaten und des Bundesheeres".

via: Kathpress

Alexander Wessely im Gespräch mit drei Militärpfarradjunkten.

In diesen Tagen lud die Militärpfarre Burgenland wieder zur Kreuzwegandacht in das frühlingshaft-romantische Donnerskirchen ein. Vor einigen Jahrzehnten wurden hier mit Unterstützung der Militärmusik Burgenland unter dem damaligen Kapellmeister Oberst Rudolf Schrumpf vierzehn große Steinskulpturen errichtet, die den Gläubigen den Kreuzweg Jesu nahebringen sollten. Seit damals gibt es auch die von der Militärpfarre organisierte Kreuzwegandacht mit anschließender Eucharistiefeier und Agape im Pfarrstadel. Viele Helferinnen und Helfer sind in den Tagen vor dem Ereignis, aber auch am Tag der Kreuzwegandacht selbst, eingebunden. Einer von diesen Mitarbeitern ist Offizierstellvertreter Christan Pichler, Pfarradjunkt der Militärpfarre Burgenland.

Was macht ein Pfarradjunkt?

Doch was ist eigentlich ein "Pfarradjunkt"? Was verbirgt sich hinter diesem sperrigen, ja fast altmodisch klingenden Begriff? Folgt man einigen Lexika, dann wäre es lediglich die Bezeichnung   für einen "Mitarbeiter bzw. Gehilfen eines Beamten", für "Assistenten ohne Lehrtätigkeit an Sternwarten" oder  "protestantische Geistliche, die einem Pfarrer als Aushilfe zugeordnet waren". Alle diese Begriffe führen wohl in die Irre, wenngleich der erstgenannte Begriff der "Mitarbeiter" der doch recht trockenen Arbeitsplatzbeschreibung der "Pfarradjunkten römisch-katholisch" am nächsten kommt.

Und tatsächlich gibt es auch so mitunter bürokratisches im Alltag eines Pfarradjunkten, wie Vizeleutnant Markus Stromberger, Pfarradjunkt der Militärpfarre beim Militärkommando Kärnten feststellt: "Eine der Kernaufgaben die wir haben, ist die Führung der Pfarrkanzlei, aber wir unterstützen den Pfarrer natürlich auch in seelsorglichen Belangen." Ebenso würden aber auch Teile der Seelsorge in den Militärpfarren von den Militärpfarradjunkten, die sich auch zweimal jährlich gemeinsam fortbilden, abgedeckt werden. Dies kann auch der Pfarradjunkt aus Oberösterreich, Vizeleutnant Josef Agrill bestätigen: "Ich erlebe es oft, dass Kameraden zu mir kommen, zu einem Gespräch oder mit der einfachen Frage „Was hältst Du davon? Wie siehst Du das?“ Das sind dann oft Fragen mit welchen sie sich eher an uns Adjunkten wenden als an den Pfarrer."

Auch Markus Stromberger, der sich wie viele Pfarradjunkten auch in der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS) engagiert, merkt an, dass Fragen aus dem täglichen Leben und dem Bereich der Familie oftmals mit den Pfarradjunkten besprochen werden. Für theologische Fragen sei jedoch der jeweilige Militärpfarrer die allererste Ansprechperson.  Doch "nur" ein offenes Ohr für die Kameraden und Mitarbeiter in den Kasernen zu haben ist nicht die alleinige Aufgabe der Adjunkten. Vieles wozu es in den Kasernen und Kommanden mehrere Verantwortliche in den unterschiedlichen Bereichen gibt, liegt in der Militärpfarre in der Hand des Adjunkten. Dies würde zum Beispiel bei großen Feiern oder Anlässen besonders deutlich werden, wo die organisatorischen Fäden in der Hand der der Adjunkten zusammenlaufen. Schließlich gibt es viele Aufgabenbereiche zu bedenken und abzusprechen. Von der Planung, Bewerbung, Vorbereitung, Materialbeschaffung, Durchführung bis hin zur Abrechnung und Nachbereitung. "Die organisatorische Letztverantwortung bleibt immer" so Stromberger.

Verantwortung übernehmen

Verantwortung in ihren Bereichen zu übernehmen haben aber alle Adjunkten gelernt, schließlich absolvierten alle einen beim Grundwehrdienst beginnenden und weiter fordernden Weg zum Unteroffizier. Und der Weg von der Truppe zur Militärseelsorge? Hier sind die Wege der Pfarradjunkten der Miltärpfarren Österreichs genauso unterschiedlich wie die Adjunkten selbst. So war Markus Strombeger vor seiner Funktion als Pfarradjunkt als Kanzleiunteroffizier tätig. "Ich war beim Elite-Bataillon 25 tätig, ein Eliteunteroffizier sozusagen", lacht Stromberger schelmisch. Auch Vizeleutnant Heinz Vieider von der Miltärpfarre beim Kommando Streitkräfte war zunächst bei der Truppe. "Ich war als Fernmelder in Aigen im Ennstal, " erzählt er. „In der nördlichsten Kaserne der Steiermark kam der damalige Militärpfarrer vor allem nur zu den geprägten Zeiten und so richtete ich alles her, was er brauchte und half ihm wo ich konnte.“ Kontakt gab es mit dem Militärpfarrer aber auch außerhalb des Kasernenbetriebs, da Heinz Vieider ihn auch von seiner Tätigkeit als Ministrant in der Zivilgemeinde kannte. So war er auch nicht sonderlich überrascht, als einmal das Telefon läutete und ihn der Militärpfarrer sprechen wollte: "Ich war damals Wachtmeister als mich der Pfarrer anrief, dass er in einem Jahr einen neuen Adjunkten brauchen würde. Ich solle es mir überlegen." Schließlich folgte schon nach drei Wochen ein neuerlicher Anruf: "Es war wieder der Militärpfarrer. Er sagte nur knapp: Ich brauche jetzt einen Adjunkten“,  schmunzelt Vieider.  Da er damals Zeitsoldat war, war es nicht von allen gerne gesehen, dass er diesen Posten bekam, aber der damalige Militärpfarrer setzte sich für ihn ein.

Von der Musik zur Seelsorge

Josef Agrils Weg beim Bundesheer begann wiederum als Militärmusiker. Fünfzehn Jahre lang war er als Klarinettist bei der Militärmusik Oberösterreich, bevor ihn der damalige Adjunkt ansprach, ob er ihm nicht auf seinen Arbeitsplatz nachfolgen wolle. "Verbandelt waren wir ja schon immer irgendwie, die Pfarre und wir Musiker, bei den Ausrückungen und Festakten. Für mich war es dann aber anfangs  schwierig zunächst alle Leute kennenzulernen, " stellt er fest. „Als Musiker bist du zwar überall aber im Endeffekt habe ich niemanden gekannt, das ist aber für den Adjunkten ganz wichtig.“

Auch Markus Stromberger und Heinz Vieider bestätigen dies, denn ohne Vernetzung in den Kommanden und im Bundesheer generell sei es sehr schwierig den Dienstbetrieb gut gestalten zu können, dies könne man beispielsweise an der engen Verbindung zwischen Militärmusik und Militärpfarre sehen.

Und was wären nun neben dem „normalen Dienstbetrieb“ in der Pfarrkanzlei Highlights im Pfarradjunktenalltag? „Jeder Tag ist ein Highlight“, sagt Markus Stromberger spontan. „Wir haben ja viele Begegnungen. Besonders schön ist zum Beispiel ist eine Taufaufnahme oder die Vorbereitung für einer Wiederaufnahme in die Kirche.“ Schließlich sei die ganze Arbeit, wenn sie einem Spaß macht, ein Highlight. „Kanzleitechnisch und Seelsorgetechnisch“, so Stromberger.

An ein besonderes Highlight erinnert sich Josef Agrill besonders gerne, als er eines Tages einen Anruf aus den USA bekam. „Ein Mann fragte, ob es möglich sei die Kapelle zu sehen, wo seine Eltern kurz nach dem Krieg geheiratet hatt. In unserer Michaelskapelle.“ Natürlich machte es Josef Agrill möglich und zeigte den Gästen aus Amerika voller Stolz die Kasernenkapelle in Linz-Hörsching.

Auch Heinz Vieider zeigt gerne Besuchern die von ihm liebevoll betreute Kapelle in der Belgierkaserne in Graz. Die Kapelle wurde auf Wunsch General Höflers nach der Auflassung des Camps Casablanca im Kosovo durch die Melker Pioniere nach Österreich gebracht. „Jeden Dienstag feiern wir in der Früh Heilige Messe. Für alle lebenden und die verstorbenen Angehörigen des Bundesheeres“, sagt er. "Und natürlich feiern wir auch die geprägten Zeiten in besonderer Weise." Eine wichtige Stellung nimmt dabei der jährliche Gedenkgottesdienst für die im Dienst verstorbenen Soldaten des Bundesheeres ein. „Freude und Leid liegen bei uns oftmals ganz nahe beisammen“, ergänzt er. Und wie man selbst - sozusagen an der seelsorglichen Front - vor allem mit dem Leid umgehen könne? Vizeleutnant Markus Stromberger, der auch seit zwölf Jahren ehrenamtlich im Rettungsdienst und beim Kriseninterventionsteam tätig ist hält kurz inne: „Da werden wir zum Beispiel ja auch oft gerufen wenn jemand gerade verstorben ist.“ Schlimm sei es vor allem dann, wenn „der Tod nicht in den natürlichen Ablauf passt. Obwohl es für  Angehörigen immer schlimm ist. Aber mit hohem Alter rechnet man natürlich eher damit, als wenn bei einer Explosion ein Familienvater verstirbt.“

Glaube gibt Halt

Für ihn, der dankbar sei seinen Glauben „auch im Dienst leben zu dürfen“, sei es wichtig auch hier selbst im Glauben verwurzelt zu sein: „Da hat man was, wo man sich festhalten kann." Und Heinz Vieider ergänzt, dass es wichtig sei, selbst gefestigt zu sein um andere festigen zu können und ihnen Halt bieten zu können. Auch Josef Agril gab der Glaube Halt, als seine Mutter verstarb: "Wir haben meine demente Mutter betreut. Das war natürlich auch eine Belastung, aber sie ist dann friedlich einschlafen. Mit einem Lächeln auf den Lippen“, erzählt er. Sein Sohn hätte es zuerst bemerkt und gesagt: "Papa schau, sie lächelt" Und so stellt sich Josef Agril auch die Auferstehung vor: "Ein Lächeln vom lieben Gott. Ein Lächeln und Zufriedenheit." Und Markus Stromberger ergänzt: "Den Himmel glauben wir zwar von Filmen und Bildern zu kennen, aber wie es sein wird wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass etwas ist."  

Militärbischof feiert Vesper im Stephansdom

Anlässlich des 50-jährigen Engagements des Österreichischen Bundesheeres im Rahmen internationaler Einsätze im Dienste des Friedens wurde am 28. Oktober 2010 im Dom zu St. Stephan eine Pontifikalvesper gefeiert. In seiner Predigt dankte Militärbischof Christian Werner den Soldatinnen und Soldaten für ihre Bereitschaft, in den Auslandseinsätzen für Friedenssicherung und Völkerverständigung einzutreten. Der Militärbischof unterstrich die große Bedeutung dieser Dienste als Beitrag für die internationale Solidarität als wesentliche Basis des friedlichen Miteinanders und rief dazu auf, sich auch weiterhin in den Dienst für das wichtige Anliegen  des Friedens zu stellen.

Die musikalische Gestaltung der Vesper wurde von Ars Musica unter Thomas Dolezal sowie einem Bläserensemble der Militärmusik Niederösterreich wahrgenommen. Zur Aufführung kam Wolfgang Amadeus Mozarts “Vesperae de Confessore“, KV 339, mit den Antiphonen im Gregorianischen Choral. Neben der Messe, der Lauretanischen und der Sakraments-Litanei galt in der Kirchenmusik die Vesper als wichtiges Genre der zyklischen Komposition, zahlreiche Vertonungen in verschiedenen Besetzungsvarianten zeugen von der liturgisch-kulturellen Bedeutung dieser Form im Laufe der Jahrhunderte.

So hat auch W. A. Mozart in dieser Gattung komponiert, neben zwei Einzelsätzen sind zwei vollständige Vespern überliefert; die „Vesperae de Confessore“ sind durch das berühmte „Laudate Dominum“ besonders bekannt.

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