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Bei wunderschönem Wetter konnte das Rektorat der St. Georgs-Kathedrale die Maiandacht hinter der Maria-Theresien-Statue im Akademiepark feiern.

Dreißig Gläubigen hatten sich zu dieser traditionellen Andacht zusammengefunden, die musikalisch von Claudia Kirnbauer einfühlsam begleitet wurde.

Nach einer einleitenden Besinnung über das „Sich Einlassen auf etwas, was man nicht einschätzen kann“ wurde die „Pfingstlesung“ vorgetragen, wo sich die Apostel in ein Haus zurückziehen und Jesus ihnen zum letzten Mal erscheint.

Die lauretanische Litanei durfte nicht fehlen, bis nach einem Vater Unser und Ave-Maria der Schlusssegen erteilt wurde.

"Eine wunderbare Erfahrung so ein Gottesdienst im Freien!" hörte man trotz gesetzlichen vorgeschriebenen Abstands.

Bericht: S. Claus

Eine zentrale Maßnahme, die eingehalten werden muss, damit ab 15. Mai wieder öffentliche Gottesdienste in Österreich möglich sind, ist die 20-Quadratmeter-Regel: Pro Person, die an einem Gottesdienst teilnimmt, müssen 20 Quadratmeter der Gesamtfläche des Gottesdienstraumes zur Verfügung stehen. Das schränkt die Zahl der Gottesdienstteilnehmer naturgemäß stark ein. Kultusministerin Susanne Raab und Kardinal Christoph Schönborn hatten diese und weitere Maßnahmen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag im Bundeskanzleramt angekündigt.

Die 3.000 Quadratmeter des Stephansdoms erlauben damit 150 Personen die Teilnahme am Gottesdienst. Damit dürfte bei 1.350 Sitzplätzen und darüber hinaus viel Platz der vorgeschriebene Abstand von zwei Metern zwischen den Gläubigen kein Problem sein.

Mehr Freude hätten die Kirchenverantwortlichen freilich mit einem vollen Dom bei den Gottesdiensten. Laut Dompfarrer Toni Faber fasst das Gotteshaus bis zu 5.000 Personen. Und auf die hofft man auch, sobald die Krise überwunden ist. - Zumindest zum großen Dankfest, dass Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz am Donnerstag ankündigte: "Der Tag wird kommen. Wenn wir endlich über den Berg sind, werden wir ein großes Dankfest im Stephansdom feiern, mit der neuen Riesenorgel und der Pummerin."

Ein Rundblick über die Domkirchen in anderen österreichischen Diözesen: Der Linzer Mariendom hat 4.300 Quadratmeter. Damit können rechnerisch 215 Personen am Gottesdienst teilnehmen. Die Fläche des Salzburger Doms (3.000 Quadratmeter) erlaubt demnach 150 Personen.

Der Innsbrucker Jakobsdom hat rund 1.000 Quadratmeter und bietet 50 Gläubigen Platz. Etwas geringer ist die Zahl im Grazer Dom: Bei rund 840 Quadratmetern sind es höchsten 42 Personen. Noch kleiner ist der St. Pöltner Dom mit etwas über 700 Quadratmetern. So können vorerst 35 Personen gemeinsam Gottesdienst feiern.

Der Dom in Klagenfurt kommt auf 600 Quadratmeter, was die Gottesdienstteilnahme von 30 Personen erlaubt. Die gleichen Ausmaße hat auch die Georgskathedrale in Wiener Neustadt, die Bischofskirche von Militärbischof Werner Freistetter.
 
 

Militärbischof Werner Freistetter beauftragte  Vizeleutnant Herrmann Nährer an Christkönigssonntag mit dem Akolythat. „Jesus ist der einzige wahre König, der alle Erwartungen erfüllt und dies nicht trotz des Kreuzes, sondern deswegen“, betonte der Militärbischof in seiner Predigt.

Nach der freundlichen Begrüßung des neuen Akolythen begann am Sonntag der Wortgottesdienst in der St. Georgs Kathedralale in Wiener Neustadt. Die Predigt handelte von der Königswürde, die heutzutage entmythologisiert sei. Der König sei doch ein Punkt der Hoffnung, aber auch ein Mensch mit Macht, wo allerdings seine Herrschaft Frieden bedeutet. In der Geschichte Israels wird der König als Hirte eingesetzt, hierbei wurde viel Stärke hineinprojiziert, aber auch Vertrauen, denn er handelt für das Wohl des Volkes. Dann kommt Jesus, heute sehr berührend im Lukasevangelium geschildert, alle verspotteten ihn und doch erkennt ihn der zweite Verbrecher, während andere mit ‚Rette Dich selbst‘ ihn zum Verrat an seiner Mission für die Menschen bewegen möchten. Jesus ist der einzige Mensch, der für die Menschen sein Leben hergibt und Gott als sein innigstes Lebensgesetzt in ihm trägt. Wir, sein Volk, dürfen das erfahren und Jesus wird alle versöhnen und am Kreuz zusammenführen, er öffnet den Weg zu Gott dem Vater. Alles erfüllt sich in der Eucharistie und gerade der Akolyth dient der Eucharistie, er darf die Kommunion im Gottesdienst und den Kranken spenden.

Nach dem Gottesdienst lernte die Gemeinde bei einer netten Agape den neuen Akolythen besser kennen.

Bericht: S. Claus

Nach den Auswirkungen, die eine veränderte Gesellschaft für Diakone mit sich bringt, fragt die 40. Tagung der ständigen Diakone, die heuer von 11. bis 13. Oktober in der Militärakademie in Wiener Neustadt stattfindet. Motto ist dieses Jahr der Leitsatz "Der Diakon in der veränderten gesellschaftlichen Landschaft". Erwartet werden u.a. Referatsbischof Anton Leichtfried, Militärbischof Werner Freistetter und Militärdekan Alexander Wessely, kündigte die katholische Militärdiözese am Dienstag in einer Aussendung an.

Eröffnet wird die Tagung am 11. Oktober um 18 Uhr mit einem Impuls-Referat des Militärbischofs zum Thema "Frieden" in der Georgs-Kathedrale. Tags darauf spricht Brigadier Walter Feichtinger zum Thema "Putin, Trump und wir - eine geopolitische Bestandsaufnahme". Generalmajor Rudolf Striedinger geht im Anschluss in einem Referat der Entwicklung der Gesellschaft in Österreich nach. Der Samstag schließt mit einer Vesper und einem bischöflichen Empfang in der Militärakademie.

Der 13. Oktober steht ganz im Mittelpunkt der Feierlichkeiten anlässlich "50 Jahre Diakonat". Die Festlichkeiten beginnen um 9 Uhr mit einem Festakt in der Georgs-Kathedrale, in dessen Rahmen Bischof Leichtfried einen geistlichen Impuls liefern wird. Dem anschließenden Festgottesdienst wird er gemeinsam mit Militärbischof Freistetter vorstehen.

Es gibt keinen Burgball, an dem Oberstudienrat Prof.  Serge Claus  nicht am schwarzglänzenden Flügel im Offizierskasino spielen würde. Es gibt fast keine Veranstaltung an der Militärakademie, die er nicht fotografisch festhalten würde. Er ist mit der Militärakademie, aber im Besonderen auch mit der Militärdiözese in enger Verbundenheit.

Ein Portrait von Alexander Wessely.

Bei Veranstaltungen fertigt er durchschnittlich 70 bis 300 Fotos an. Vom Portraitbild bis hin zu Bildern des Burghofskonzerts bei den Ausmusterungsfeierlichkeiten, vom Sportevent bis hin zur Festmesse mit dem Militärbischof in der St. Georgs-Kathedrale. Auch neben seinen Einsätzen als Pianist oder seiner fotografierenden und dokumentierenden Tätigkeit ist er kaum vom Betrieb der ältesten Offiziersbildungsstätte der Welt wegzudenken und auch beim 2017 geschlossenen Militärrealgymnasium war es so: Hauptmann Prof. Mag. Serge Claus, dem vor ungefähr einem Jahr auch der würdige Berufstitel "Oberstudienrat" durch den Bundespräsidenten  verliehen wurde.

Ausschreibung aus dem Mistkübel

Bei der Feier zur Titelverleihung im Mai 2018 bedankte sich Claus beim ehemaligen Vizekanzler des Militärordinariates Hofrat Heinz Neumayer, ohne den er wohl nicht beruflich  auf die "Alma Mater Theresiana" nach Wiener Neustadt gekommen wäre. "Damals, genauer gesagt im Jahr 1997, war ich Zeitsoldat im Militärordinariat. Die Dienstpost wurde noch nicht elektronisch, sondern in Papierform versendet", erzählt  Claus, "Die gesichtete und abgearbeitete  Dienstpost wurde, wenn sie nicht mehr benötigt wurde, oft zerrissen und in den immer voller werdenden Papierkorb geworfen." So auch ein Poststück, an welches sich Neumayer erst Stunden später wieder erinnerte. Die Ausschreibung eines Erzieheroffizierspostens im Militärrealgymnasium der Militärakademie in Wiener Neustadt. Und da Claus eine neue Anstellung suchte, schien dies eine gute Gelegenheit zu sein, sich zu bewerben. "Also wurde kurzerhand der schon bis zum Rand gefüllte Papierkorb umgedreht und die Einzelteile der Ausschreibung zusammengesucht und wieder mit Klebeband zusammengesetzt, " so Claus, der sich bewarb und den Posten schließlich bekam . "Das zusammengeklebte Blatt habe ich noch heute zuhause", lacht er, "schließlich war das der Beginn meiner Militärrealgymnasiumsära in Wiener Neustadt."

Zweite Heimat in Wiener Neustadt

Und so wurde Wiener Neustadt dem gebürtigen Belgier auch zur zweiten Heimat.  Doch schon in seiner Kindheit war er mit seiner Familie in Österreich Jahr für Jahr auf Urlaub. 20 Jahre hindurch verbrachte die Familie in Stams in Tirol einige Tage. Letztlich war es auch dieser Österreich-Bezug, der ihn zum Deutsch-Studium motivierte. "Ich wollte ja Lehrer werden und in Belgien die Fächer Deutsch und Niederländisch unterrichten. Doch als dann, durch eine Schulreform in Belgien, Deutsch zum Wahlfach "degradiert" wurde, beschloss ich, nach Österreich zu gehen, um hier zu unterrichten“, so Claus, der sich in Österreich seine Ausbildung anrechnen ließ und als Zweitunterrichtsfach "Französisch" wählte.

Im Jahr 1991 wurde Serge Claus schließlich österreichischer Staatsbürger und rückte als solcher am 1. Oktober 1992 als Einjährig Freiwilliger in der Garnison Großmittel ein und wurde in weiterer Folge Gehilfe des damaligen Lehroffiziers für Französisch. In dieser Funktion lernte er schließlich auch Brigadier Rudolf Urisk kennen, welcher Claus als Dolmetsch im Bereich der Militärseelsorge zu Konferenzen der AMI (Apostolat Militaire International) einteilte. Auch knüpfte Claus in dieser Zeit Kontakte zum damaligen Armeepfarrer und späteren Militärgeneralvikar, Prälat Rudolf Schütz, welcher nicht nur den Weg zur Karriere als Zeitsoldat mit Hilfe des Ordinariates ebnete, sondern ihn auch zur Soldatenwallfahrt nach Lourdes als Dolmetsch-Offizier mitnahm. Auch in die Vorbereitungen war er immer wieder eingebunden und mitunter auch einmal mit der österreichischen Delegation für die Eröffnungsfeier der Wallfahrt zuständig.

Glauben vermitteln

Insgesamt war er neun Mal bei der Soldatenwallfahrt nach Lourdes dabei. "Im Schuldienst im Militärrealgymnasium musste ich das dann leider aufgeben, weil im Mai war ja oft die Maturavorbereitung“, so Claus, der schließlich auch im Militärrealgymnasium zu unterrichten anfing. Auch hier startete der umtriebige Professor so manche Aktion. Noch in seine Zeit in der Militärseelsorge fällt sein erstes großes Projekt, welches er mit dem damaligen Militärpfarrer von Wien, Franz Fahrner, umsetzte: Ein Soldatengebetsbuch.  "Die Idee dahinter war, dass gerade junge Soldaten ja nicht einmal mehr die Grundgebete kennen", so Claus. Das Gebetsbüchlein, welches in seiner ersten Auflage als "Low-Budget-Produkt" erschien, fand schließlich in ganz Österreich Verwendung.

Draht nach oben ist für Soldaten wichtig

"Wenn man ein paar Gebete wie selbstverständlich im Kopf hat, dann kann der Kopf nie leer, im Sinn von sinnleer, sein." sinniert Claus. Auch für Kommandanten und Soldaten generell sei gerade bei Aufträgen der "heiße Draht von oben nie was Schlechtes", ist Claus überzeugt, für den das Gebet selbst auch die Aufgabe hat, die innere Leere zu füllen. Es sei, so Claus, letztlich so wie bei sakralen Räumen, welche mit Gebeten und auch mit Musik gefüllt werden. In seiner Funktion als ehrenamtlicher Organist trägt er an der militärbischöflichen St. Georgs-Kathedrale auch in diesem Bereich seit nahezu zwanzig Jahren bei.

Musik ist Erfüllung

Besonders erfüllend seien Gottesdienste für ihn, wenn sie musikalisch gut gestaltet und begleitet werden, hält er fest. Diese Erfahrung konnte Claus auch in der Pfarre Bad Häring in Tirol machen, wo er sich eine kleine Wohnung genommen hat. "Zum Ausspannen und Krafttanken“, wie er betont. Und was in Wiener Neustadt sein liebevoll gepflegter Garten ist, ist hier sein kleiner, aber nicht weniger liebevoll gehegter Balkon mit Aussicht auf die Tiroler Berge, die ihn oft zu langen Spaziergängen motivieren. Ebenso zieht es ihn aber in die Pfarrkirche von Bad Häring. Nicht nur zur Feier der Heiligen Messe, sondern auch zu den Eucharistischen Anbetungen.

St. Georgs-Kathedrale ist große Liebe

So sehr Serge Claus die Tiroler Pfarrkirche schätzt und liebgewonnen hat, seine große Liebe ist dennoch die St. Georgs-Kathedrale an der Militärakademie zu Wiener Neustadt, die für ihn auch einen Kraftort darstellt. Hier hätte Claus den bescheidenen Wunsch, dass es direkt an der Militärakademie eine Person  als Ansprechpartner in Sachen Seelsorge geben sollte, "nach Möglichkeit ein Militärpfarrer", fügt er hinzu. So hätte er auch immer in den Klassen des Militärrealgymnasiums, welche er als Klassenvorstand begleitete, geschaut, dass der Militärpfarrer den Religionsunterricht hielt.

Dies war nicht nur beispielsweise bei fächerübergreifenden Projekten hilfreich, sondern auch bei Wallfahrten, wie jenen nach Dreistetten oder Projekttagen, welche er immer wieder mit "seinen" Klassen zum Beispiel auf der Burg Plankenstein oder im Stift Heiligenkreuz anbot. 

Themen solcher Projekttage waren beispielsweise "was sind meine Lebensquellen?". Serge Claus ist sich sicher, dass man diese Quelle in Gott finden kann. "Ich möchte auf meine Weise mithelfen, dass sich das Reich Gottes hier schon entfalten kann, dass sich jeder wohlfühlen kann", stellt er fest, denn "jeder hätte hierzu einen Auftrag." Dass er  diesen Auftrag hat, wurde ihm vor vielen Jahren bewusst, als er mit seinen damals noch kleinen Söhnen in Stubenberg campen war. "An einem Tag haben wir einen ehemaligen Schüler besucht. Es hat geschüttet und ich hatte vergessen, bei meinem alten VW-Bus die Scheinwerfer abzudrehen, sodass die Batterie leer wurde“, erzählt Claus. Beim Aufladen wurde schließlich ein Draht locker und löste sich durch die Erschütterungen beim Bergabfahren zur Gänze. Das Auto hatte kein Licht mehr und, was noch schlimmer war, die Bremsen funktionieren auch nicht mehr. Knapp vor der Bundesstraße, in die die kurvenreiche Bergstraße mündete, kam der Kleinbus zum Stehen. "Es klingt jetzt banal, aber es war ein Schock, weil ich ja meine kleinen Kinder im Auto hatte“, denkt Claus an die dramatischen Sekunden zurück. "Was wäre gewesen, wenn wir in der Dunkelheit abgestürzt wären?"

Kann mir nichts schöneres vorstellen

Von diesem Zeitpunkt sei ihm spätestens klar gewesen, dass es eine schützende Hand über ihm und seiner Familie gab und dass er einen Auftrag hat. Und so wird er sich weiter einsetzen für jene, die sich an der Militärakademie in Französisch schwer tun oder über der Matura in der neuen Sicherheitsschule brühten werden, für jene die sein Orgelspiel in der Georgskathedrale zu den Gottesdiensten hören wollen oder seiner Klaviermusik beim Burgball lauschen, die gerne seine Fotos ansehen und seine Berichte lesen. Schließlich auch jene, die froh sind, dass er einfach nur da ist und sie mitunter auch zu dem führt, der ihre Leere füllt. Schließlich sei er dankbar für das, was ihm selbst von seiner Familie und seinen Schülern und Studenten schon alles geschenkt worden sei, so Claus: "Ich kann mir kein schöneres Leben vorstellen."

Am ersten Fastensonntag, am 10. März 2019, beauftragte Militärbischof Freistetter Vizeleutnant Andreas Binder zum Akolythen. Freistetter: „Akolythen-Dienst ist wichtiger Dienst in der Kirche.“

„Der Akolythen-Dienst ist ein wichtiger Dienst in der Kirche“, das betonte Militärbischof Freistetter bei der Akolythen-Beauftragung von Vizeleutnant Andreas Binder am Sonntag in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt. Die Beauftragung fand im Rahmen der Heiligen Messe am ersten Fastensonntag statt.

In seiner Predigt erwähnte Militärbischof Werner Freistetter den gleichzeitigen Beginn der Fastenzeit und den Anfang von Jesus öffentlichem Wirken in den Lesungen. Während das Volk Israel die Befreiung aus Ägypten in der ersten Lesung feiert, wird Jesus im Evangelium vom Geist der Taufe in die Wüste geführt. Das erinnere, so der Bischof, an das Soldatendasein, denn bevor er in den Einsatz gesendet werde, müsse er eine Überprüfung aller erlernten Fertigkeiten bestehen. „Jesus, der schon geschwächt war, übersteht alle Versuchungen durch die Offenheit für das Wort Gottes, wodurch er sich nur vor Gott niederwirft.“ Am Schluss forderte der Bischof dazu auf, das Wort an sich herankommen zu lassen, denn es erfasst alle: „Jesus rette uns!“

Akolyth ist der „Begleiter“ des Priesters

Der Begriff Akolyth kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Begleiter“ oder „Gefolgsmann“. Vordergründig begleitet der Akolyth den Priester beim eucharistischen Opfer. Dieser Dienst ist nicht mehr eine Durchgangstufe zum Priestertum wie vorher, sondern es dürfen ihn auch Laien ausführen. Er gehört zum gemeinsamen allgemeinen Priestertum durch die Taufe und ist vom hierarchischen Priestertum dem Wesen nach verschieden. Am Altar sollen die Akolythen zur Gabenbereitung Wasser und Wein zum Altar bringen.

 

Text: S. Claus

Maximilianische Kirchenmusik in der St. Georgs-Kathedrale der Theresianische Militärakademieam Sonntag. In seiner Predigt schildete Militärbischof Freistetter, wie Christus uns sein Gesetz ins Herz gesetzt hat und dass Er uns die Verheißung bringt. Der "gute Baum" aus dem Evangelium" sind wir alle!
Zum Proprium der Messe wurden Teile des Choralis Constantinus von Heinrich Isaac mit der Schola Arrigensis unter Leitung von Georg Wais vorgetragen. Der Choralis Constantinus ist eine Vertonung der gregorianischen Eigengesänge der Messe nach einem Graduale in Konstanz und enthält etwa 375 meist vierstimmige Kompositionen, die Heinrich Isaac (1450-1517) in den Jahren 1508 bis 1509 geschrieben hat.
Im Anschluss gab es dann traditionell gute Krapfen bei der Agape.

Bericht. S. Claus/Militärakademie

Militärbischof Freistetter würdigte das Wirken des ersten Militärbischofs für Österreichs, Alfred Kostelecky am Samstag, 23. Februar 2019, im Rahmen eines  Requiems in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt. Kostelecky war von 1986 bis 1994 erster Militärbischof von Österreich und Titularbischof von Wiener Neustadt und wurde nach seinem Tod,  er verstarb am Am 22. Februar 1994,  in der St Georgs Kathedrale beigesetzt.

„Sein tiefes Gottvertrauen durch die Erfahrung seiner priesterlichen Berufung, die mit seiner Weihe 1948 ihren Ausdruck fand“, würdigte Bischof Freistetter das Wirken des ersten Militärbischofs für Österreich, Alfred Kostelecky im Rahmen des feierlichen Requiems, das am Samstag, 23. Februar in der St. Georgs Kathedrale in Wiener Neustadt gefeiert wurde. Sein Wahlspruch als Bischof war Pax et Justitia, dies sei kein „bloßes Motto“, sondern sei aus dieser Tiefe der menschlichen Erfahrung und Gottes Vertrauen entstanden, so Freistetter. „Wenn wir nun für den verstorbenen Bischof beten, dann dürfen wir auch für unseren Weg der Hoffnung beten: Der bußfertige Mensch bekommt diese Hoffnung am Kreuz durch Jesus. Möge für alle sein Licht aufstrahlen“.

Der gregorianische Gesang des Requiems mit dem berühmten „Dies Irae“ wurd von der Schola Nova Sequentia unter der Leitung von Guillaume Fauchère vorgetragen.Mit dem Schlussgebet und dem Dank für das Mitfeiern beendete der Militärbischof das Requiem.

 

Text: S. Claus

Ein Requiem für Maximilian I., gefeiert durch Militärbischof Werner Freistetter, bildete am Samstag, 12. Jänner den Auftakt zum Maximilianjahr in Wiener Neustadt. In der St. Georgs Kathedrale, Maximilians Taufkirche und auch dem Ort, an dem er, auf eigenem Wunsch beigesetzt wurde, fanden sich zahlreiche Gäste aus Gesellschaft, Kirche, Politik und dem Militär ein, um anlässlich seines 500. Todestags dem „letzten Ritter“ zu gedenken.

„Maximilians Sehnsucht nach Gedächtnis spiegelt sich in seinem Grabmal in Wiener Neustadt, in der Innsbrucker Hofkirche, im Schloss Ambras wieder, das Gedächtnis der Menschen ist aber sehr veränderlich, was sich auch in den zahlreichen Veränderungen baulicher Art hier aber auch Innsbruck wiederspiegelt. Gottes Gedächtnis an seine Geschöpfe hingegen ist jene Unvergänglichkeit, nach der wir uns sehnen.“, betonte Militärbischof Werner Freistetter in seiner Predigt vor über 300 Mitfeiernden; unter ihnen der Kommandant der Theresianischen Militärakademie, Generalmajor Karl Pronhagl und viele Angehörige der Akademie, der Bürgermeister von Wiener Neustadt mit Mitgliedern der Stadtregierung, zahlreiche historische Vereine, der Präsident des Apostolat Militaire International (AMI, der internationale Zusammenschluss katholischer Soldatenverbände und der Militärseelsorge), Vize-Admiral i.R. Mathieu Borsboom. Auch das Oberhaupt des Hauses Habsburg, Karl Habsburg-Lothringen, wohnte den Feierlichkeiten bei.
Kaiser Maximilian hatte einen großen Wunsch nach Bleibendem. Werner Freistetter: „Heute allerdings feiern wir eine ganz andere Dimension: Gottes Gedächtnis an uns, die Einladung nach jenem Gebot zu leben, nach jener Liebe zu Gott und zu den Menschen zu streben.“

Grußworte der Politik

Nach dem feierlichen Gottesdienst und vor der Besprengung des Grabmals formulierte noch Bürgermeister Klaus Schneeberger Grußworte: Kaiser Maximilian I. habe eine große Bedeutung für die Region. Mit der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019 werde er einen breiten Platz erhalten; gerade durch die Öffnung des historischen Bereiches der Theresianischen Militärakademie bekomme Kaiser Maximilian I. ein Gesicht. In seinen Grußworten ging der Kommandant auf die Tradition der Militärakademie ein, die sie seit ihrer Gründung mit der Bevölkerung teilt.

Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Schola Nova Sequentia unter der Leitung von Guillaume Fauchère, der ein Requiem von Pierre de la Rue aufführte. Dieser war Mitglied der burgundischen Hofkapelle Maximilians in Brüssel und Mechelen.

Historische Persönlichkeit

Maximilian I., gebürtig als Erzherzog Maximilian von Österreich, wurde auf der Burg in Wiener Neustadt am 22. März 1459 geboren und verstarb am 12. Jänner 1519 in der Burg zu Wels. Er war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zu seinem Tode römisch-deutscher Kaiser. Seinem Testament gemäß wollte er in der Burg zu Wiener Neustadt begraben werden.

Mit der Weihe eines neuen Altars am 11. Jänner und einem Requiem am 12. Jänner, dem 500. Todestag Kaiser Maximilians I. in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt, wird das Maximilianjahr in der Geburtsstadt des römisch-deutschen Renaissance-Herrschers eröffnet. Militärbischof Werner Freistetter ist Zelebrant dieser beiden Festgottesdienste in der zur Militärakademie gehörenden Bischofskirche. Die Altarweihe am 11. Jänner findet um 10.30 Uhr, das Requiem am 12. Jänner um 15 Uhr statt.

Kaiser Maximilian I. wurde 1459 in der damaligen Georgskirche getauft und 1519 auf eigenen Wunsch dort unter den Stufen des Altars beigesetzt. Am 12. Jänner jährt sich sein Todestag zum 500. Mal. Der neue Altarraum wurde von Betoneinbauten der 1960er-Jahre befreit, ein den liturgischen Vorschriften entsprechender fester Altar - von zwei Innsbrucker Künstlern entworfen und aus Bronze und Stein gefertigt - errichtet.

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Klaus Schneeberger stellte am Wochenende Programmdetails für das Maximilianjahr vor, das mit der Niederösterreichischen Landesausstellung zusammentrifft. "Für uns macht das das Jubiläum noch viel bedeutsamer. In diesem Sinne wünsche ich viele interessante Stunden mit Kaiser Maximilian und der Geschichte Wiener Neustadts", so Schneeberger.

Unter anderem wird am "Theater im Neukloster" ein extra geschriebenes "Maximilian-Musical" von Florian Scherz uraufgeführt. Im Zuge der Landesausstellung widmet sich die Militärakademie, die Kooperationspartner der Landesausstellung ist, in einer eigenen Ausstellung Leben und Wirken Maximilians. Geplant sind u.a. auch ein "Kaiserfest" am Areal der Militärakademie, eine Veranstaltungsreihe "Kultur in der Burg" sowie spezielle Angebote für Kinder.

Innsbruck, Klosterneuburg, Wels, Stams

Zum 500. Todestag erinnern auch an anderen Orten in Österreich zahlreiche Feiern und Ausstellungen an den Reformer und "letzten Ritter". Der Habsburger wurde 1477 Herzog von Burgund, 1486 römisch-deutscher König, 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und schließlich von 1508 bis 1519 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Seine Hauptresidenz war die Innsbrucker Hofburg, sein Sterbeort die Welser Burg und sein Begräbnisort ist die Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt.

Eine Messe am 500. Todestag (12. Jänner) findet auch in der Innsbrucker Hofkirche statt. In der Hofkirche befindet sich das berühmte Scheingrab (Kenotaph) Maximilians, eines der bedeutendsten Renaissance-Monumente Europas. Dieses berühmte Kunstwerk steht im Zentrum der Tiroler Landesausstellung in Schloss Ambras.


Eine Maximilian-Ausstellung zeigt 2019 auch das Chorherrenstift Klosterneuburg. Der Kaiser hatte 1506 die Gebeine des heiligen Leopold dorthin übertragen lassen. Die Ausstellung "Des Kaisers neuer Heiliger" zeigt Dokumente zur Übertragung und zur "Medieninszenierung" des Habsburg-Babenberg-Mythos im 16. Jahrhundert.

Das Tiroler Zisterzienserstift Stams zeigt eine Schau zu Kaiser Maximilian unter dem Titel "... in Fried und Einigkeit ...". Im Sommer 1497 traf sich der damalige römisch-deutsche König mit einer Gesandtschaft des türkischen Sultans auf einer Wiese vor dem Zisterzienserkloster Stams. Vertreten waren auch mehrere deutsche Kurfürsten und Bischöfe, der Legat Papst Alexanders VI. sowie Gesandtschaften aus Venedig, Mailand, Neapel und Spanien.

Ziel war, dort den Grundstein für einen Frieden zwischen der abendländischen Christenheit und dem Osmanischen Reich zu legen. Die Ausstellung beschäftigt sich zudem mit dem komplexen Verhältnis des Zisterzienserordens zum Islam.

Das Stadtmuseum von Wels, Sterbeort des Kaisers, bietet eine Sonderausstellung mit dem Titel "Maximilian I., Kaiser - Reformer - Mensch". Sie setzt einen Schwerpunkt auf Druckkunst, die der Kaiser zur publikumswirksamen Darstellung seiner persönlichen und politischen Ziele nutzte. Gezeigt werden u. a. Holzschnitte, Gemälde und literarischen Werke.

 

via: Kathpress

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