Es lädt wieder durch Fragen zum Mitdenken und Mitgestalten ein und ist Kindern gewidmet, deren Papa oder Mama als Soldat/Soldatin in den Auslandseinsatz geht. Im Buch ist es die Mutter, die in der Bundeswehr arbeitet und von ihrem Chef erfährt, „dass sie für ein paar Monate in den Einsatz muss“. Interessant ist, dass auf der Rückseite des Einbands offenbar dieselbe Familie abgebildet ist, aber mit dem Vater statt der Mutter in Uniform.
Die Verarbeitung der Schwierigkeiten, die sich durch die zeitweise Trennung ergeben, werden realistisch dargestellt und auf vielerlei Weise ins Positive gewendet: durch die Einbindung von Verabschiedungs- und Kontaktritualen, durch die Stukturierung der Zeit („Wir haben ‚Halbzeit‘“), die Hoffnung auf baldiges Wiedersehen sowie die Darstellung verschiedener Unterstützungsangebote: So springt etwa einmal der Opa ein und macht Pizza, Vater und Kinder treffen sich mit anderen Betroffenen, nehmen Familienbetreuungsangebote des Familienbetreuungszentrums sowie der Militärseelsorge in Anspruch. Wichtig ist auch, dass die Kinder Informationen bekommen, wo ihre Mutter ist, was sie dort ungefähr macht, wie es dort aussieht. Ihnen wird zudem vermittelt, dass sie nicht die einzigen sind, denen so etwas passiert: Der Schulfreund des Sohnes hat eine Mutter bei der Marine, die „auch oft weg“ ist.
Das Ende steht ganz im Zeichen der Hoffnung, der Vorfreude auf das Wiedersehen und auf ‚Quality Time‘ mit der ganzen Familie: ein toller Tag im Freizeitpark oder ein Urlaub am Meer.
Peter Wendl, Alexandra Hoff-Ressel, Peggy Puhl-Regler: Lena und Mamas Auslandseinsatz. Das Mutmachbuch für Soldatenfamilien, Freiburg-Basel-Wien 2024, 59 Seiten
MBBA Buchnummer: 25279
