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Der Valentinstag, der immer am 14. 02. gefeiert wird, ist in erster Linie den Verliebten vorbehalten. Dass der Priester und Märtyrer Valentin gerade zum Patron der Verliebten geworden ist, ist eine – nennen wir es - etwas komplexere Geschichte.
 
Rosen, Herzen, Geschenke vom Herzen kommend… gehören zu diesem Tag wie der Adventkranz zur Adventzeit oder die Ostereier zur Osterzeit. Warum jedoch besagter Valentin zum Patron der Liebenden wurde, dass lässt sich in aller Klarheit heute nicht mehr genau sagen. Ein Umstand, der sicher damit zusammenhängt, dass dieser Heilige Mann im dritten Jahrhundert nach Christi lebte (einer Zeit, die nicht gerade reich an gesicherten Quellen ist) und sich um seine Person und sein Leben viel mehr Legendenhaftes rankt als gesicherte Fakten.
 
Wer war dieser Valentin?
Richtet man den Blick in die frühchristliche Zeit, so zeigt sich, dass es mehrere Heilige gab, die Valentinus hießen.  So finden sich für den 14. Februar gleich zwei Personen: Valentin von Rom und Valentin von Terni. Dabei ist nicht auszuschließen, dass es sich um ein und denselben Heiligen handelt.
Valentin von Rom war ein in Rom lebender Priester, von dem berichtet wird, dass er 269 den Märtyrertod erlitt und auf der Via Flaminia beigesetzt wurde. Seine Reliquien wurden in der Kirche und in den Katakomben von San Valentino in Rom aufbewahrt, das ein bedeutender Wallfahrtsort während des gesamten Mittelalters blieb, bis unter Papst Nikolaus IV. die Reliquien des Heiligen in die Kirche von Santa Prassede transferiert wurden.
Valentin von Terni war Bischof von Interamna, dem jetzigen Terni. Von ihm wird bekundet, dass er während der Verfolgung unter Kaiser Aurelian im Jahr 273 den Märtyrertod erlitten haben soll. Auch er wurde auf der Via Flaminia begraben. Seine Reliquien finden sich in der Basilika in Terni.
In der Catholic Encyclopedia wird noch ein dritter Valentin angeführt, der in frühen Martyrologien ebenfalls vom 14. Februar erwähnt wurde. Mit einer Menge von Gefährten erlitt er das Martyrium in Afrika. Die Schädelreliquie von ihm wird in der Abtei von New Minster in Winchester aufbewahrt und verehrt.
 
Wovon kann nun ausgegangen werden?
Das ist schwierig zu sagen, aber es verdichtet sich das Bild, dass dieser Valentin ein Priester war, der im dritten Jahrhundert unter dem Christen nicht gerade freundlich und offen gesinnten Kaiser Claudius II. in Rom lebte. Gemäß der Legenden überreichte er den frisch getrauen Paaren Blumen aus seinem Garten und es zeigte sich, dass die Ehen, die in seinem Beisein geschlossen wurden, von Dauer waren und unter einem guten Stern standen.
Da Valentin auch Soldaten nach christlichem Zeremoniell traute, die laut kaiserlichem Befehl unverheiratet bleiben mussten, zog er sich die Unbill des Kaisers zu. Dies dürfte auch der Anlass dafür gewesen sein, dass Valentin am 14. Februar des Jahres 269 auf Befehl von Kaiser Claudius II. in Rom enthauptet und somit zum Märyrer wurde.
 
Was noch hinter dem Valentinstag steckt
Der von uns heute noch begangene Valentinstag hat aber wahrscheinlich noch weitere, noch ältere Wurzeln. Diese liegen im nahenden Frühling. Mit Mitte Februar beginnt nach und nach die Natur zu erwachen und die Vögel fangen an sich zu paaren. Der 14. Feber war im römischen Reich der Göttin Juno, die die Funktion der Beschützerin von Ehe und Familie innehatte, geweiht. Der Göttin Juno wurde an diesem Tag mit Blumen gehuldigt, den Frauen schenkte man als Aufmerksamkeitsbekundung Blumen. Der 14. Feber war auch im römischen Reich der Tag, an dem junge Mädchen in den Juno-Tempel sich begaben, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl erstellen zu lassen. Ferner wurden am 14./15. Februar die römischen Luperkalien (Fest der Wölfin) begangen, bei denen die Geschlechtsreiferituale zur ersten Menstruation von Mädchen abgehalten sowie nach erlangter Reife Ehen geschlossen wurden.
 
Warum nun der Valentinstag zum Tag der Verliebten wurde, geht aus den Legenden nicht hervor. Am wahrscheinlichsten ist hier aber die Verknüpfung mit dem Kult der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie. Die Frauen bekamen an diesem Tag Blumen geschenkt. Und dies dürfte dann auf den Valentinstag übergangen sein.
Valentinstag – ein Tag, den man nützen sollte, um einmal das Herz sprechen zu lassen.

Die Militärmusik Burgenland und die Militärpfarre sind enge "Kooperationspartner". Gottesdienste von der Wiege bis zur Bahre werden von Militärmusikern begleitet, die Nikolaus- oder Faschingsfeiern wären ohne die Militärmusik undenkbar und der Soldatenkreuzweg in Donnerskirchen oder die Maiandacht in Kleinhöflein nur halb so feierlich. Die Militärmusik hat viele Motoren, die diesen Klangkörper nicht nur am Leben erhalten, sondern auch mit Leben erfüllen. Einer dieser Motoren ist Musikmeister Vizeleutnant Werner "Wendi" Wendelin..., er ist heute im Gespräch mit Militärdekan Alexander Wessely.
 
"Unbefugten Eintritt verboten," steht auf einem schon leicht verblichenen Glasschild vor dem Probensaal der Militärmusik im dritten Stock der Martin-Kaserne in Eisenstadt. Von drinnen klingen flotte Marschklänge auf den Gang hinaus. Die Militärmusik probt in voller Besetzung für das kommende Frühjahrskonzert. Heute steht dabei der Musikmeister der Militärmusik Burgenland, Vizeleutnant Werner Wendelin, am Pult. "Oregon", der "Sissi-Marsch" und "Weana Madln", sowie Wagner stehen heute am dichten Probenplan. Höchste Konzentration ist dabei nötig. Da tut es schon gut, wenn gute Laune versprüht wird. Auch dafür scheint heute wieder, neben der höchst professionellen Probenarbeit, Werner Wendelin, von allen liebevoll nur "Wendi" genannt, verantwortlich zu sein.
 
Er rückte eigentlich zu der Pionierkompanie "Zur besonderen Verwendung" in Bruckneudorf ein. Und zwar im Jahr 1979. "Doch schon nach drei Wochen bin ich, nachdem ich ja vor dem Einrücken zum Vorspielen bei der Militärmusik war, auch zur Musik gekommen. Sonst hätte ich mit den anderen Kameraden nach Tirol verlegen müssen. Und so bin ich nach Eisenstadt gekommen."
Mit neun Jahren begann der Vollblutmusiker, der nicht nur bei der Militärmusik musikalisch aktiv ist, Klarinette zu lernen. Ein Instrument, das er bis heute spielt und liebt. Einer seiner Lehrer war damals Professor Schmidl von den Wiener Philharmonikern, doch auch oder gerade bei Oberst Rudolf Schrumpf, dem ehemaligen Kapellmeister der Militärmusik Burgenland, hätte er auch sehr viel gelernt, stellt Werner Wendelin fest. Schrumpf war es schließlich auch, der Wendelin fix in die Militärmusik holte. "Ich habe zwar auch nebenberuflich als Musiklehrer beim Volksbildungswerk des Burgenlandes gearbeitet, aber ich habe mir selbst gesagt: "Wendi, du bist kein Lehrer, du bist Musikant. Ich weiß auch nicht, was ich sonst arbeiten hätte sollen? Für mich hätte man was erfinden müssen," lacht er. So wurde er also hauptberuflich Militärmusiker und schließlich Klarinettenregisterführer, im Jahr 1990 dann auch Musikmeister-Stellvertreter. Nach der Pensionierung von Vizeleutnant Leopold Linshalm rückte Wendelin schließlich auf die Stelle des Musikmeisters nach. "Dabei war ich mir gar nicht sicher, ob ich überhaupt die Stelle des stellvertretenden Musikmeisters ausfüllen kann," sagt er. "Ich kann das nicht", sagte ich zum damaligen Kapellmeister, "weil ich ja mit keinem schimpfen kann". Doch der Kapellmeister sagte nur, dass er keine Ablehnung akzeptieren würde. "Also bin ich halt stellvertretender Musikmeister und schließlich Musikmeister geworden und habe mir Führungsqualitäten angeeignet," lacht er, "wohlwollende Führungsqualitäten." Er würde es einfach lieben, zu musizieren, Werke einzustudieren und diese auch den Soldatinnen und Soldaten nahezubringen.
 
Ob es für Wendelin einen Unterschied machen würde, ein Konzert zu spielen, oder einen Gottesdienst musikalisch zu begleiten? Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: "Es gibt einen sehr großen Unterschied," stellt er fest. "Ein Musiker muss sich immer umstellen und auf die Musik einlassen. Und Gottesdienste müssen weich gespielt werden, gerade bei einem Choral. Das ist ein Beten mit Noten, mit Tönen. Man muss dieses musikalische Gebet letztlich wirklich genießen können."
Es sei ihm wichtig, auch dies den Militärmusikern zu vermitteln und er bringt ein anschauliches Bild dafür: "Ich sage gerade den jungen Musikern immer, dass auch die Achtelnoten ihren Wert haben und ausgekostet gehören. Es ist wie beim Wein: auch das Achtel will genossen werden."
Und so genießt er auch stets, die Gottesdienste musikalisch zu begleiten und damit auch für die mitfeiernden zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Besonders in Erinnerung sind ihm die Gottesdienste bei der Internationalen Soldatenwallfahrt im französischen Wallfahrtsort Lourdes, bei welcher im vergangenen Jahr die Militärmusik als musikalischer Botschafter Österreichs teilnehmen durfte. "Obwohl ich ja evangelischer Christ bin, hat dieser Ort für mich eine eigene Faszination und einen eigenen Zauber," so Wendelin, dem vor allem die Geschichte der Heiligen Bernadette fasziniert. Schließlich freut sich Vizeleutnant Wendelin darauf, auch heuer mit den Militärmusikerinnen und Militärmusikern "seiner" Militärmusik wieder nach Lourdes reisen zu dürfen. Begleitet wird er diesmal von seiner Ehefrau werden, die sich der riesigen Pilgerschar aus fast 30 Nationen anschließen werden wird. 
 
Bis dahin gibt es aber noch viel zu proben, nicht nur für die Wallfahrt, sondern auch für das Frühjahrskonzert, für viele Gottesdienste, Angelobungen und Festakte. "Ich schwitze immer vor der ersten Probe mit den neu eingerückten Musikern," sagt Musikmeister Werner Wendelin noch ehrlich und fügt gleich hinzu: "Aber ich sage dann immer: Es gibt keine schlechten Musikanten und Musiker, sondern nur Gute und Bessere." Und er ist stolz auf seine Musiker, dass sie zu den Besseren gehören. In Lourdes wird man sich wieder davon überzeugen können...
... Vizeleutnant Johann "Jonny" Wölfer im Gespräch mit Militärdekan Alexander Wessely.
 
Beim heutigen Besuch der Kameraden im AssE im Süden hatte unser Herr Pfarrer auch die Gelegenheit, sich kurz mit einem unserer Militärpfarrgemeinderäte zu einem  Interview zusammenzusetzen...
 
Der Sturmwind pfeift unaufhörlich und rüttelt ununerbittert an dem vor der kleinen Kapelle "Unsere liebe Frau vom Rosenkranz" in Güssing aufgestellten Fahnenmasten und auch im Kompaniegefechtstand der Assistenzeinsatzkompanie ist der Sturm nicht zu überhören. Auch an solchen Tagen sind die Soldatinnen und Soldaten entlang der Grenze im Burgenland im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz im Dienst.
 
Einer der Soldaten, die in der südlichsten der Assistenzeinsatzkompanien eingesetzt sind, ist Vizeleutnant Johann "Jonny" Wölfer, seines Zeichens "Urgestein" des JgB19 in der Montecuccoli-Kaserne, der modernsten Kaserne Europas und Heimat des Jägerbataillons 19, welches hier vor einigen Jahren aus drei Standorten zusammengeführt wurde. Und wenn Vizeleutnant Wölfer auch nicht als Schütze auf Posten ist, so weiß er doch um die großen und kleinen Probleme der Kameraden, die "draußen sind". "Ich übe hier die Funktion des Kommandogruppenkommandanten aus", erklärt Wölfer seine derzeitige Funktion, "unterstütze also den Kompaniekommandanten bei der Ausbildungsplanung und der Durchführung der Aufträge."
 
Eingerückt ist Jonny Wölfer im Jahr 1983 in Pinkafeld und wurde noch während seines Grundwehrdienstes nach Güssing versetzt. "Ich war damals bereits 23 Jahre alt, da ich nach meiner Maurerlehre noch berufsbegleitend die Ausbildung zum Werkmeister für Bauwesen abschließen wollte," führt Wölfer aus. In seinem Grundwehrdienst war Wölfer dann als Kraftfahrer eingesetzt. Und als er sich schließlich dazu entschied, beim Bundesheer zu bleiben, blieb er noch weitere drei Jahre als Kraftfahrer eingesetzt, bevor er mit seiner Ausbildung zum Unteroffizier beginnen konnte und so von der "Kraftfahr- in die Ausbildungsschiene wechselte," wie er hinzufügt. In seinen weiteren Verwendungen war er Gruppenkommandantstellvertreter, Gruppenkommandant und stellvertretender Zugskommandant. "Ich war dann aber schließlich auch in den Jahren 2004 bis 2007 der erste Zugskommandant der Kaderpräsenzeinheit, die seitens unseres Jägerbataillons aufgestellt wurde," erklärt Vizeleutnant Wölfer nicht ohne Stolz. In dieser Funktion absolvierte er dann auch Auslandseinsätze im Kosovo und internationale Übungen, an die er gerne zurückdenkt, ermöglichten sie doch auch einen Blick "über den Tellerrand" hinaus.
 
Während Jonny Wölfer problemlos alle Auslandseinsätze und Übungen im Ausland aufzählen kann, überlegt er kurz, wie oft er schon im Assistenzeinsatz gewesen ist. Schließlich lacht er, während er die Antwort gibt: "Ich weiß es ehrlich gesagt wirklich nicht mehr. Ich habe aufgehört, mitzuzählen. Das erste Mal war ich im Mai 1991 im Assistenzeinsatz. Damals waren wir in St. Margarethen stationiert."
Sogar an den Namen der Vermieterin der damaligen Unterkunft kann sich Wölfer noch erinnern und an so manches Erlebnis bei den Assistenzeinsätzen. Dass die Militärpfarrer bei den Einsätzen stets präsent waren, sei sehr wichtig gewesen und ist es auch im aktuellen Assistenzeinsatz, ist sich Wölfer sicher. "Wir brauchen die Militärseelsorge überall," so der Vizeleutnant, "bei jeder Verlegung, bei den Einsätzen und auch im täglichen Dienstbetrieb in den Kasernen," stellt er fest. "Ich erinnere mich beispielsweise auch an die Weihnachtsgrüße der Militärpfarre, als ich am Hl. Abend Dienst hatte. Ein kleines Präsent und ein gutes Wort. Das hat die Grundwehrdiener, die im Dienst waren und mich riesig gefreut," erzählt Wölfer.
 
Er selbst sähe sich auch durchaus als "kleines Rädchen" im Gesamtgetriebe der Militärpfarre Burgenland. "Da ich ein gläubiger Mensch bin, wollte ich mich auch in diesem Bereich so gut einbringen wie ich konnte," erzählt er von seiner Motivation, sich in der Militärpfarre zu engagieren. Als er schließlich vor vielen Jahren von Vizeleutnant Heinz Maikisch angesprochen wurde, ob er nicht in der Militärpfarre mithelfen könnte und wollte, sagte er zu - ohne viel zu überlegen oder sich lange bitten zu lassen - und wurde so als Militärpfarrgemeinderat eine unverzichtbare Stütze der Militärpfarre Burgenland.
 
Auch im Militärpfarralltag gab es Höhepunkte, an die Jonny Wölfer gerne zurückdenkt. Einer dieser Highlights war beispielsweise der Bau der kleinen Kasernenkapelle in Güssing. "Ich war sehr erfreut, dass eine Kapelle in der neuen Kaserne geplant war und - während die Schüler der Berufsschule mit ihren engagierten Lehrern die Kapelle gebaut haben - haben wir, also die Soldaten des Jägerbataillons 19, den Glockenturm errichtet," erzählt Wölfer. "Die steinerne Gnadenstatue hatten wir schon ein Jahr vor der Weihe der Kapelle anlässlich eines Kadertages nach Mariazell gebracht, wo sie in einem Gottesdienst am Gnadenaltar gesegnet wurde und auch die Glocke war schon länger vorhanden. Die haben wir, als der Glockenturm fertig war, so feierlich es möglich war, aufgezogen." Und diese Glocke läutet Vizeleutnant Wölfer bei jeder Hl. Messe zur Wandlung und natürlich auch vor allen Gottesdiensten, zu welchen nicht nur die Angehörigen der Garnison Güssing, sondern auch  Gläubige aus der Stadtpfarre kommen. "Diese werden wiederum von Vizeleutnant Heinz Maikisch eingeladen und, obwohl dieser ja jetzt schon im Ruhestand ist. So ist er dennoch ein wichtiges Bindeglied der Militärpfarre zur Stadtpfarre," erklärt Wölfer.
 
"Alleine kann man nicht viel weiterbringen, als Team ist viel möglich," ist sich der engagierte Unteroffizier sicher, "und so bekommen wir auch stets volle Unterstützung seitens des Kommandos, der Kameraden des Jägerbataillons und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebsstaffel für unsere Vorhaben. Vom Bataillonskommandanten bis hin zum Rekruten. Da müssen wir wirklich dankbar sein." Und Vorhaben gibt es seitens der Militärpfarre in der südlichsten Garnison des Burgenlandes genug. "Von den kirchlichen Feiern wie Adventkranzsegnung, Rorate und Aschenkreuz, vom feierlichen Kirchweihfest bis zum Feldgottesdienst, vom Lebenskundlichen Unterricht bis hin zur Kaderfortbildung und zur Wallfahrt," zählt Jonny Wölfer auf.
 
Wie es für ihn sei, sozusagen "Ansprechperson der ersten Reihe" in Bezug auf die Militärpfarre für die Kameraden in Güssing zu sein, ist doch der Sitz der Pfarre eineinhalb Autostunden entfernt? Erstens gäbe es ja generell eine starke Präsenz der Militärpfarre in der Kaserne und zweites würden ja alle zusammenhelfen und ihn und die anderen Militärpfarrgemeinderäte stets unterstützen, hält Vizeleutnant Wölfer fest. "Im Großen und im Kleinen. Vom Durchführungsbefehl einer Wallfahrt bis hin zum Schmalzbrot und den Getränken beim Kirchweihfest." Stets würde er Helfer und Unterstützer finden. "Problemlos," wie er hinzufügt.
 
Ob er einen Wunsch in Bezug auf die Militärseelsorge und die Militärpfarre mit Blick auf Güssing hätte? Jonny Wölfer überlegt nicht lange: "Dass sich auch in Zukunft junge Unteroffiziere und Offiziere finden würden, die sich in der Militärpfarre engagieren."
Ein junger Stabswachtmeister hat des Ende des Gesprächs mitverfolgt: "Ich würde jederzeit mitarbeiten," sagt er spontan. Und Vizeleutnant Wölfer lächelt zufrieden...
Militärpfarrgemeinderat Oberstleutnant Martin Jaidl im Gespräch mit Militärdekan Alexander Wessely
 
Das Handy läutet in diesen Tagen bei ihm fast im Minutentakt. Es gehören noch Tische und Kühlboxen aufgestellt, Weinflaschen eingekühlt und der Weg zu den Toiletten ausgeschildert. An tausende Sachen – auch an die kleinste Kleinigkeit - ist zu denken, soll doch einer der größten Bälle des Burgenlandes am Freitag in der mächtigen Martin-Kaserne in Eisenstadt reibungslos über die Bühne gehen. Motor hinter diesem Ball ist Oberstleutnant Martin Jaidl, der seit 2009 Obmann des Vereins „Freunde der Martinskaserne“ ist, welcher den Ball organisiert.
Wie er damals zu dieser zusätzlichen Funktion gekommen sei? Jaidl lacht: "Ich wurde höflichst, aber bestimmt ersucht, diese Aufgabe zu übernehmen, aber es ist mir wirklich ein Anliegen, dass auch abseits den Dienstbetriebes sich Kameraden und ihre Familien und Freude treffen können, gemeinsam auch ein wenig ihrer Freizeit miteinander verbringen", so der Oberstleutnant. "Da nimmt man dann auch den Stress vor solchen Großveranstaltungen in Kauf."
Mit nur 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Vorbereitung und rund 120 am Ball selbst muss einiges an Organisatorischen bewältigt werden, bis sich die Kaserne, die Sitz des Militärkommandos Burgenland und des Kommandos der Heerestruppenschule ist, in eine riesige Ball-Location verwandelt. "Im vergangenen Jahr waren 2300 Gäste anwesend und auch heuer soll der Ball in der Martin-Kaserne einer der schönsten Bälle des Bundeslandes werden," so Martin Jaidl.
Eine Vielzahl von Attraktionen und Bars soll dazu beitragen: "Vom Schießstand, der Disco für Junge und Junggebliebe bis hin zur klassische Tanzmusik, vom Hofbräuhausbier und der Brezen auf der Wiesen hin zur  Sofortfotobox für den schönsten Ballmoment mit seinen Liebsten. Und auch das schon traditionelle Casino wird heuer nicht fehlen," zählt der umtriebige Ballorganisator auf. "Knapp ein Dutzend "Mottobars" erwarten heuer die Ballgäste," fügt er nicht ohne Stolz hinzu. "Und wenn man dann das Feeback bekommt, dann weiß man, dass es sich gelohnt hat, dann engagiert man sich gerne."
Doch nicht nur für den Garnisonsball engagiert sich der Familienvater von zwei erwachsenen Söhnen, die sich auch bei der Ballvorbereitung einbringen. Auch im Militärpfarrgemeinderat ist Martin Jaidl aktiv und zeichnet sich hier beispielsweise für die Planung und Durchführung der Mariazell-Fußwallfahrt verantwortlich. „Ich selbst war schon über 20 Mal zu Fuß in Mariazell und ich wollte auch gerade den jungen Kameraden in der Militärpfarre die Möglichkeit bieten, dieses `Beten mit den Füßen` zu erleben.“ Schließlich pilgerten im letzten Spätsommer rund fünfundzwanzig Teilnehmer aus der Militärpfarre Burgenland zu Fuß von Wr. Neustadt aus in den steirischen Gnadenort. Sieben davon junge Kadersoldaten, die neben den religiösen Momenten auch das Gemeinschaftserlebnis und die Kameradschaft bei der Wallfahrt besonders schätzten. Kameradschaft, die Jaidl nicht nur in Österreich erleben darf, sondern auch immer wieder bei einen seiner vielen Auslandseinsätze erlebte.
So war er insgesamt neun mal auf Auslandseinsatz und im Kosovo, Bosnien, Syrien Libanon und Ungarn genauso stationiert wie in Rom. Zu seinen beeindruckensten Einsätzen zählte neben eben diesen Einsatz in Italien, wo er in der Nähe des Lateranpalastes wohnte, die Einsätze in Syrien. Wann immer sich die Gelegenheit bot, besuchte Jaidl die Hl. Stätten in Jerusalem und im ganzen Hl. Land. Ein Lieblingsort war hierbei immer Banias für ihn. Jener Ort, an dem Jesus Petrus als Fels ansprach. "Dort, mitten vor der wuchtigen Felswand, bekommen die Worte Jesu eine ganz besondere Bedeutung: Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen," gerät Martin Jaidl ins Schwärmen. „Die Verbindung der Schriftstelle mit dem konkreten Ort war für mich immer ein besonderes Erleben. Da wird die Bibel zum geistlichen Reiseführer."
Für ihn sei der Glaube einfach wichtig und gehört dazu, betont Jaidl, "und dieser Glaube hat auch sicher in schwierigen Situationen geholfen, wie es sie in jedem Einsatz gibt." Dies konnte er auch bei anderen Kameraden immer wieder bemerken. Auch der Zustrom zum Militärpfarrer sei ein anderer als im Inland, ist sich Jaidl sicher. „Natürlich ist jeder Einsatz eine Herausforderung,“ so Jaidl, "mitunter auch mit Blick auf die Familien und Freunde in der Heimat. Ich habe immer versucht, die Kinder - wo es möglich war - an meinen Einsätzen ein Stück weit teilhaben zu lassen." Seine Frau und seine gesamte Familie akzeptierten seine Entscheidung, in den Einsatz zu gehen, immer, auch wenn es manchmal schwierig war, Familie und Einsätze unter einen Hut zu bringen. So haben sie stets Rückhalt gegeben. „Wenn wo Probleme waren, hat es auch immer Lösungen gegeben. Und so verkehrt kann es wohl nicht gewesen sein, sonst hätten sich meine Söhne nicht auch für die Miliz gemeldet,“ sagt er mit einem Lächeln im Gesicht.
Und da läutet auch schon wieder das Handy und, ja - einer seiner Söhne ist dran und frägt,  wo noch verfügbare Grünpflanzen für die Dekoration wären. Kaum hat Oberstleutnant Jaidl aufgelegt, kommt auch schon ein Korporal wegen der Teppiche für den Eingangsbereich und auch die Vertreter der Gemeinde sind wegen der Begehung des Ballgeländes gekommen. „Es gibt immer was zu tun“, lacht Martin Jaidl und entschuldigt sich, dass er nicht länger Zeit hätte. „Ein anderes Mal können wir gerne weiterreden,“ sagt er noch schnell und verschwindet mit dem teppichsuchenden Korporal in der Eingangshalle der Kaserne. Im Vorbeigehen gibt er noch einer Gruppe von Baupionieren, die sich um den Aufbau der restlichen Bars und Stehtische kümmern, die letzten Tipps, wie es noch schneller geht.
„Aber erst nach dem Ball, oder?“ Diese Frage hat der Organisator des Balls gar nicht mehr gehört, ist er doch schon längst im Arbeitsgetümmel verschwunden. Ein Mann für alle Fälle eben…

Erkundung für die diesjährige „Blaulichtwallfahrt“ im Raum Hafnerberg - Kleinmariazell - St. Corona am Schöpfl

Am 18. September dieses Jahres wird die  „Blaulichtwallfahrt“, eine von Militärkommandant Brigadier Martin Jawurek initiierte Wallfahrt des Militärkommandos NÖ gemeinsam mit den anderen Einsatzorganisationen, bereits zum vierten Mal stattfinden. Nach dem Wein-, Most- und Waldviertel ist diesmal das Industrieviertel - offiziell Viertel Unter dem Wienerwald - an der Reihe.

Für die grundsätzliche Planung, die gottesdienstlichen Teile und die spirituelle Begleitung zeichnet sich Militärkurat Oliver Hartl verantwortlich. Dieser Tage machte dieser sich auf den Weg in den Wienerwald, genauer gesagt ins Triestingtal, wo die diesjährige Blaulichtwallfahrt ausgerichtet werden wird.

Kleinmariazell und viele andere Kirchen in dieser Region liegen an der sog. „Via Sacra“, diesem uralten Pilgerweg von Wien nach Mariazell. Ausgangspunkt für die Blaulichtwallfahrt ist St. Corona am Schöpfl sein, wo am Platz des „Heiligen Brunnens“ der Pilgersegen zum Abmarsch erfolgt. Über Forststraßen und Waldwege wird nach einigen Kilometern das ehemalige Benediktinerkloster Kleinmariazell erreicht, wo in der ehemaligen Klosterkirche eine geistliche Statio gehalten werden wird. Nach einer stärkenden Labung geht es dann weiter auf den zweiten Teil der Marschstrecke zur Wallfahrtskirche Hafnerberg, wo Militärbischof Werner Freistetter den abschließenden Gottesdienst mit allen teilnehmenden Kameraden feiern wird.

Damit geht der Wunsch, den viele Teilnehmer der dritten Blaulichtwallfahrt voriges Jahr geäußert haben, nämlich sich nächstes Jahr wieder auf dieser Blaulichtwallfahrt  zu treffen, wohl in Erfüllung. Über weitere Neuigkeiten zu dieser Wallfahrt werden wir Sie gerne am Laufenden halten .

Auch das Jahr 2020 bietet wieder jede Menge an Terminen und Veranstaltungen innerhalb der katholischen Kirche und der Österreichischen Militärdiözese. Hier finden Sie einen Überblick.
 
Die Österreichische Pastoraltagung in Salzburg (9. bis 11. Jänner), an der auch Militärbischof Werner Freistetter als Referent teilnehmen wird,  steht diesmal unter dem Motto "Bibel. hören.lesen.erleben."
Anlässlich des Endes der Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren wird es eine Reihe von Gedenkveranstaltungen in diesem Jahr geben.
An das Schicksal eines Märtyrers der NS-Zeit, des seligen Franz Jägerstätter, erinnert ein Film von US-Regisseur Terrence Malick, der am 31. Jänner in die österreichischen Kinos kommt.
Vom 13. bis 17. Jänner finden sich die katholischen Militärseelsorger zu den jährlichen Exerzitien in Salzburg ein.
Am 26. Jänner feiert die Kirche in Österreich und weltweit den ersten vom Papst ausgerufenen "Sonntag des Wortes Gottes."
Am 2. Feber wird der bisherige Caritasdirektor Josef Marketz im Klagenfurter Dom zum Bischof geweiht. Damit endet die Beauftragung von Militärbischof Werner Freistetter zum Apostolischen Administrator der Diözese Gurk.
Am 24. Feber feiert die Militärdiözese das Bischofsrequiem für den letztverstorbenen Militärbischof für Österreich, Dr. Alfred Kostelecky, in Wiener Neustadt.
Am 16. März beginnt in Matrei am Brenner die Bischofskonferenz-Vollversammlung.
Am 7. April findet die Chrisammesse des Militärordinariats in der Soldatenkirche zum Hl. Georg in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg statt. Über die Osterfeierlichkeiten in der Militärdiözese werden wir rechtzeitig informieren.
Vom 20. bis 24. April ist der Pfarradjunktenkurs am Grundlsee geplant.
Am 23. April feiert die Militärdiözese das Georgsfest, bei dem Personen, die sich um das Militärordinariat verdient gemacht haben, durch Militärbischof Werner Freistetter mit dem Orden des heiligen Georg ausgezeichnet werden.
Am 24. April findet in der Theresianischen Militärakademie das Georgsseminar statt.
Die AKS- und Militärpfarrgemeinderatsfrühjahrsbesprechung ist vom 11. bis 15. Mai anberaumt.
Zwischen 14. und 18. Mai findet heuer die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Auch heuer werden wieder Pilger aus Österreich mit Soldaten und Soldatinnen aus 40 anderen Nationen im südfranzösischen Wallfahrtsort für den Frieden beten.
Vom 21. bis 23. Mai findet der nächste Österreich-Kongress der Pfarrgemeinderäte in Saalfelden statt.
Vom 3.bis 5. Juli erstreckt sich die Soldatenwallfahrt nach Levoca.
Klagenfurt ist von 3. bis 5. Juli Schauplatz der große Jugendmissionsaktion "#Jesus in the City". Zum selben Datum laden in Graz die Evangelischen Kirchen in Österreich und die Diözese Graz-Seckau zur ökumenische Großveranstaltung "Christliche Begegnungstage".
Das jährliche Großereignis "Lange Nacht der Kirchen" findet  am 5. Juni statt.
Der Grundlehrgang für Militärpfarradjunkten findet an der Heeresunteroffiziersakademie vom 13. bis 24. Juli statt.
Vom 20. bis 24. Juli ist der Lektorenlehrgang an der Landesverteidigungsakademie anberaumt.
Die Grundlagen für Militärseelsorger werden vom 27. Juli bis 07. August an der Landesverteidigungsakademie gelehrt.
Am 10. August beginnt der Akolythenlehrgang an der Landesverteidigungsakademie, der bis zum 14. August dauert.
Vom 31. August bis 4.September findet der Wortgottesdienstfeierlehrgang an der Landesverteidigungsakademie statt.
Die diesjährige Blaulichtwallfahrt findet am 18.09. statt. Sie führt von St. Corona am Schöpfl hin zur Wallfahrtskirche Hafnerberg.
Die katholischen Militärseelsorger treffen sich vom 21. bis 25. September zur Herbstkonferenz im Seminarzentrum am Iselsberg.
Im Rahmen der laufenden "Jahre der Bibel" wird vom 25. September bis 4. Oktober zu einer "Biblischen Festwoche" mit verschiedensten Veranstaltungen zur Bibel in ganz Österreich eingeladen.
Vom 5. bis 9. Oktober findet die AKS-Herbstkonferenz statt.
Zwischen 14. und 17. Oktober geht Österreichs größte Jugendsozialaktion - die von der Katholischen Jugend organisierten "72 Stunden ohne Kompromiss" - in ihre nächste Runde.
Zu den Exerzitien treffen dich die Pfarradjunkten vom 3. bis 6. November in Salzburg.
Wir werden alle wichtigen Ergebnisse wie gewohnt über unsere Webseite und auf den sozialen Netzwerken ankündigen und begleiten und wünschen einen guten Start ins Jahr 2020!

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"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten... Weiterlesen

Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 200…

Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien. Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten... Weiterlesen

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Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
Bischofskonferenz...