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Am 30. September 2021 feierte die katholische Militärseelsorge Wien mit Militärbischof Werner Freistetter und dem Hochmeister des Deutschen Ordens Frank Bayard den Weltfriedenstag 2021. Mitfeiernde waren unter anderem Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Generalleutnant Franz Reißner, der Kommandant der Landstreitkräfte, der Wiener Militärkommandant Brigadier Kurt Wagner, Bischof Andrej Ćilerdžić von der Serbisch-Orthodoxen Kirche und der orthodoxe Militärseelsorger Erzpriester Alexander Lapin.

Militärbischof Freistetter bezog sich in seiner Predigt auf den Titel aus Papst Franziskus heuriger Weltfriedensbotschaft: „Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden.“ Für Freistetter ist die Achtsamkeit zwar ein erster Schritt zum Frieden: „eigentlich geht es um die Sorge füreinander“. Aber nicht nur wir, nicht nur unser Land sei gefragt, sondern Europa und die gesamte Welt. Weiters ging der Militärbischof auf die Fragilität des Friedens ein: „Gerade im Militär haben wir ein feines Gespür dafür, wie zerbrechlich der Friede ist und wie es manchmal sehr robuste Maßnahmen braucht, um ein Minimum an Ordnung aufrechtzuerhalten.“ Das Ziel sei, eine Gesellschaft aufzubauen, in der die Kultur der Achtsamkeit und die Sorge füreinander nicht bloß ein individueller Wunsch ist, sondern auch umgesetzt wird.
Sein Schlussappell: „Friede den Fernen, Friede den Nahen. Wir sind alle aufgerufen, an diesem Weltfriedenstag uns zu erneuern. Zu erneuern aus der Kraft Gottes und der Eucharistie.“
Am Ende der Messe verlieh der Militärbischof an Ministerialrat Wolfgang Kment und Oberst Gerhard Skalvy den St.-Georgs-Orden. Der Orden des Heiligen Georg wird seit 1977 vom jeweilig amtierenden Militärbischof für außerordentliche Verdienste um die Seelsorge und um das Laienapostolat im Österreichischen Bundesheer verliehen.
Nach der Messfeier wurde unter anderem über die Bedeutung des Weltfriedenstag gesprochen. Generalleutnant Reißner dazu: „Die Soldaten im Bundesheer sind dazu da, Kriege und Konflikte durch ihre bloße Existenz zu verhindern. Demnach gehört das Militär in der Demokratie und der Weltfrieden untrennbar zusammen.“ Brigadier Wagner zum Weltfriedenstag: „Für mich als Soldat ist der Friede eine ganz wichtige Angelegenheit, für die wir auf der ganzen Welt eintreten. Und der Friede fängt natürlich bei uns selbst an und deshalb müssen wir alle unseren Beitrag leisten.“
Erzpriester Lapin bezeichnete den Weltfriedenstag hingegen als „einsame Stimme in der Wüste“: „Wenn man den Fernseher einschaltet, wird überall von Gewalt, Ungerechtigkeit und von vertriebenen Leuten berichtet. Man muss in sich selbst zuerst den Frieden finden, dann kann man auch besser sehen, worin die Probleme liegen.“

Am Festtag des Hl. Georgs feierte die St. Georgs-Kathedrale am Freitag, 23.April ihr Patrozinium. Rektor Stefan Gugerel zelebrierte den Gottesdienst mit seinen Mitbrüdern Bischofsvikar Christian Thomas Rachle vom Kommando Streitkräfte (Graz) und Militäroberkurat Oliver Hartl vom Militärkommando Niederösterreich (St. Pölten) sowie mit beiden Diakonen Josef Juster und Andreas Binder.

Militärdekan Gugerel gestaltete den feierlichen Gottesdienst hoffnungsvoll „Werft die Zuversicht nicht weg!“ Wenn man den Hl. Georg in der Kathedrale anschaue, so scheine er zuerst sehr dunkel, Heiligen können also Schattenseiten haben, aber es brauche nur das Licht Gottes, um den Sinn des Auftrags wieder zu erfassen, als Kinder Gottes zu leben. „Dazu haben die Lesungen eingeladen!“ so der Militärgeistliche, „Georg stirbt als Märtyrer im IV. Jahrhundert, er hat aber diese Texte gehört und hat versucht sie im Leben umzusetzen: Im Hebräerbrief steht die Aufforderung, die Zuversicht nicht wegzuwerfen, die Offenbarung stellt das Ziel vor Augen, Kindschaft durch Annahme: ‚wer siegt, den mache ich zu meinem Kind und ich bin sein Vater!‘, das Evangelium lädt ein auf den Weinstock zu schauen: ‚getrennt von mir, könnt ihr nichts erbringen‘ und schließlich der Psalm ‚Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten‘. Das Ziel ist das Wichtige, Hl. Georg hat sein Leben auch für die anderen hingegeben!“

Ein Gedenken an Otto Krepper und seinen trauernden Angehörigen fand seinen Platz im Hochgebet.

Die Festmesse wurde von der Konzertorganistin Ines Schüttengruber sowie von der Sopranistin Marie-Luise Schottleitner begleitet, die Arie „Auf starkem Fittiche“ in F-Dur zur Erschaffung der Vögel aus dem Oratorium ‚Die Schöpfung‘ von Joseph Haydn, die zum Auszug gesungen wurde, brachte einen spontanen Applaus bei den Gottesdienstbesuchern.

(Bericht: S. Claus)

In Begleitung seines Rektors der St. Georgs Kathedrale und drei seiner Diakone zelebrierte Militärbischof Werner Freistetter das alljährliche Requiem für seinen Vorvorgänger und 1. Militärbischof Österreichs, Alfred Kostelecky.

Gottesdienstbegleitungen
Begleitet wurde dieser Festgottesdienst in Anwesenheit des Kommandanten der Theresianischen Militärakademie, GenMjr Karl Pronhagl sowie als Verteter der Stadt, Oberst i.R. Johann Machowetz und von einem Fahnentrupp der Wiener Neustädter Bürgergarde.

Musikalische Gestaltung
Die musikalische Begleitung gestaltete ein Wiener Männertrio von der Empore mit seinen gefühlvoll dargebotenen Psalmen und Messgesängen.

Abschluss vor der Bischofsgruft
Das Requiem endete nach dem bischöflichen Segen mit einer Prozession zur Bischofsgruft im Vorraum der St. Georgs Kathedrale.

Bericht: Oberst Johann Machowetz

Militärdekan Peter Papst folgt zum Jahreswechsel Leszek Ryzka als Militärgeneralvikar im Militärordinariat nach. Freistetter: „Papst ist erfahrener Militärseelsorger und mit den Strukturen bestens vertraut.“

Wien, 03. Juni 2020. Militärdekan Peter Papst wird zum Jahreswechsel 2020/2021 Militärgeneralvikar Leszek Ryzka als Generalvikar des Militärordinariats nachfolgen, das gab die Militärdiözese heute in einer Aussendung bekannt. Ein Wechsel wird zum Jahreswechsel deswegen notwendig, da Ryzka als Bundesbeamter zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand gehen wird. „Ich danke Militärgeneralvikar Ryzka schon jetzt für sein engagiertes Wirken für die Militärseelsorge, freue mich aber auch noch auf die restliche Zusammenarbeit bis zum Jahresende“, so Bischof Freistetter.

Papst ist mit Strukturen vertraut

„Peter Papst ist ein erfahrener Militärseelsorger, der auch mit den Strukturen des Militärordinariats bestens vertraut ist“, betonte Militärbischof Freistetter. Als Militärgeneralvikar sei eine große Vertrautheit mit den Abläufen in der Kirche aber im Besonderen auch im Bundesheer von besonderer Bedeutung, begründete der Bischof seine Wahl. „Militärdekan Papst verfügt über diese Erfahrung und ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so der Bischof. 

Peter Papst wurde am 8. September 1961 in Villach geboren und ist derzeit als Militärdekan an der Militärpfarre an der Landesverteidigungs- und Theresianischen Militärakademie tätig. Der 58-Jährige ist seit 1991 im Bereich des Militärordinariats engagiert.

Er studierte Fachtheologie an der Universität Wien und der Hochschule Heiligenkreuz und schloss sein Studium zum Magister der Theologie im Jahr 1993 ab. Militärbischof Alfred Kostelecky weihte Peter Papst am 11. Oktober  1992 in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt zum Priester, mit 1. Dezember 1993 erfolgte die Ernennung zum Militärkaplan.

Viele Stationen in der Militärseelsorge

Militärdekan Papst blickt auf vielfältige Tätigkeiten im Bereich der Militärseelsorge zurück. So war er u.a. an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns, in der Dekanatspfarre bei der Zentralstelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung in Wien, als Rektor der Spitalskapelle im Heeresspital in Wien, als Pfarradministrator der Militärpfarre 4 beim Militärkommando Niederösterreich, als Rektor der Stiftskirche sowie als Militärpfarrer an der Landesverteidigungs- und Theresianischen Militärakademie tätig. Zuletzt ernannte ihn Militärbischof Werner Freistetter 2018 zum stellvertretenden Dechant für den Dekanatsbereich I/Ost.

Peter Papst war zudem als Militärpfarrer in einer Reihe von Auslandseinsätzen, u.a. auf den Golan-Höhen und in Bosnien-Herzegowina, eingesetzt.

 

 Die Spitzen der österreichischen Militärdiözese sind derzeit im Felbertal bei Mittersill (Salzburg) zur  Pastoral- und Gesamtkonferenz versammelt.
 
Noch bis Freitag tagen die Delegierten, darunter die katholischen Militärgeistlichen und die ihnen zugeteilten Fachgehilfen (Pfarradjunkten), Vertreter der Militärpfarrgemeinderäte gemeinsam mit Militärbischof Werner Freistetter und Generalvikar Leszek Ryzka, teilte das Militärordinariat mit. Einer der Schwerpunkte der Konferenz werde die Prävention von Gewalt und sexuellem Missbrauch sein. Es werde dazu die Rahmenordnung "Die Wahrheit wird euch freimachen" der katholischen Kirche in Österreich herangezogen.
 
Weitere behandelte Themen sind Datenschutz, die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Jahresplanung 2020 der Militärdiözese. Militärbischof Freistetter erklärte, er freue sich auf einen "Gedankenaustausch auf dieser breiten Ebene".
 
Dem römisch-katholischen Militärordinariat Österreich gehören rund 98.000 Katholiken im Umfeld des österreichischen Bundesheeres an. Es wird von 2015 von Bischof Werner Freistetter geleitet, der seit Ende Juni auch die Diözese Gurk-Klagenfurt als Apostolischer Administrator vorübergehend leitet. Die Bischofskirche der Militärdiözese ist die St. Georgs-Kathedrale in der Wiener Neustädter Burg (Theresianische Militärakademie). Der Diözese gehören Militärpfarren in Österreich und dem Ausland an, zudem ist sie mit dem Institut für Religion und Frieden auch auf wissenschaftlicher Ebene aktiv. (Infos: www.mildioz.at)
 
via kathpress

Die österreichischen Bischöfe tagen noch bis Donnerstag in Reichenau an der Rax. Die Militärdiözese fungiert bei der diesjährigen Frühjahrstagung der Bischofskonferenz als Gastgeber.

Drei Wochen nach Ende des vatikanischen Kinderschutzgipfels steht der Opferschutz ganz oben auf der Agenda der Österreichischen Bischofskonferenz. Das hat Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Medien unmittelbar vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe am Montagnachmittag in Reichenau an der Rax erklärt. Aber auch ein "Austausch über den Gesamteindruck" der am Freitag beendeten Apostolischen Visitation in der Diözese Gurk wird ein "wichtiges Moment" der Beratungen sein, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Die Kritik am Anti-Missbrauchsgipfel ist für den Kardinal, der daran als Vertreter Österreichs teilgenommen hatte, "nicht nachvollziehbar": Ziel der päpstlichen Initiative sei es gewesen, die seit dem Jahr 2000 in der Kirche geltenden "sehr strengen Regeln" allen Bischofskonferenzen so ins Bewusstsein zu bringen, dass daraus gemeinsame Standards in der Anwendung der Normen werden. Leider sei dies noch nicht überall angekommen. "Wir halten uns in Österreich seit Jahren an diese Regeln", betonte der Kardinal und verwies auf die 2010 von der Bischofskonferenz beschlossene Rahmenordnung gegen Missbrauch und Gewalt.

"Was hat sich bewährt? Was ist zu verbessern? Was begünstigt Missbrauch?" - diese Fragen stünden im Zentrum der Beratungen der Bischöfe. Laut Schönborn seien "geschlossene Systeme" oft die Voraussetzung für Missbrauch und Gewalt. Dies treffe unterschiedslos auf alle Institutionen zu, in der Gesellschaft genauso wie in der Kirche. Wo "unhinterfragbare Autoritäten" und mangelnde Kritik von Innen und Außen systemisch bedingt seien, drohe Gefahr. Im Blick auf die Kirche stelle zudem der "geistliche Missbrauch" von Menschen ein Problem dar. Die Antwort darauf sei eine Erziehung zur Freiheit. "Da sind wir sicher noch entwicklungsfähig", so der Kardinal.

Erzbischof Franz Lackner und Bischof Benno Elbs werden bei der Vollversammlung der Bischofskonferenz über die Visitation in der Diözese Gurk berichten, "soweit sie das können", führte der Vorsitzende der Bischofskonferenz weiter aus. Beide seien an die Vertraulichkeit gebunden, auch jenen gegenüber, die im Rahmen der Visitation ausgesagt haben. "Es gibt einen Gesamteindruck" und dieser werde Thema der bischöflichen Beratungen sein. "Wir sind da, um miteinander zu reden, in der Sitzung und auch dazwischen", sagte der Kardinal, der gleichzeitig festhielt, dass der Bischofskonferenz in dieser Thematik keine direkte Kompetenz zukomme, denn: "Rom ist zuständig."

Pfarrgemeinderäte und Ehrenamt

Eröffnet wurden die viertägigen Beratungen der Bischofskonferenz im Seminarzentrum des Bundesheeres im Schloss Hinterleiten mit einem Studiennachmittag zum Thema "Pfarrgemeinderäte und Ehrenamt". Die inhaltliche Vorbereitung dafür lag beim für diesen Bereich zuständigen Bischof Alois Schwarz.

Die derzeit vakante Diözese Gurk ist wie bei der letzten Plenarversammlung der Bischofskonferenz durch ihren Administrator, Msgr. Engelbert Guggenberger, vertreten. Nach seiner Bestätigung durch Papst Franziskus nimmt der Zisterzienser Vinzenz Wohlwend erstmals als Abt der Abtei Wettingen-Mehrerau an den bischöflichen Beratungen teil. Weil der bereits für Österreich ernannte Apostolische Nuntius, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, sein Amt noch nicht angetreten hat, wird der interimistische Geschäftsträger der Nuntiatur, Msgr. George George Panamthundil, am Dienstag an den Beratungen der Bischöfe teilnehmen.

Die Versammlung des Episkopats dauert bis Donnerstag, 21. März. Liturgischer Höhepunkt ist ein Festgottesdienst der Bischöfe am Dienstag, 19. März, um 18 Uhr, in der Pfarrkirche St. Barbara in Reichenau an der Rax, zu dem die Gläubigen eingeladen sind. Kardinal Schönborn wird der heiligen Messe vorstehen und predigen.

Über die Ergebnisse der Bischofskonferenz wird Kardinal Schönborn im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 22. März, um 10 Uhr, informieren. Sie findet im "Club Stephansplatz 4", 1010 Wien, statt.

 

via: Kathpress

Ein Bericht von ADir Walter Schaufler, Vizekanzler
   
Die jährlich zu erhebende Kirchenstatistik bringt für die österreichische Militärdiözese ein höchst erfreuliches Ergebnis. Erstmals seit Jahren verzeichnete das Militärordinariat 2008 keinen einzigen Kirchenaustritt, was natürlich auch Militärbischof Christian Werner besonders freut. Er sieht in den vorliegenden Zahlen (491 Soldatenfirmungen, 1.100 Teilnehmer bei der Soldatenwallfahrt nach Lourdes, 7 Wiedereintritte, 0 Austritte), die für ihn eine eindeutige Sprache sprechen, eine klare Bestätigung für die hervorragende Qualität der seelsorgerischen Arbeit, die von den Militärpfarrern und ihren Mitarbeitern geleistet wird. Denn, so der Militärbischof für Österreich, dort wo glaubhaft und lebensnah Seelsorge betrieben wird und den Menschen Kirche als Heimat vermittelt wird, in der sie sich angenommen und aufgehoben wissen, so wie sie sind, wird die frohe Botschaft des Evangeliums spürbar.
 
Als wichtige Basis für das erfolgreiche Wirken der Militärseelsorge sieht Militärbischof Werner vor allem die konstruktive Zusammenarbeit der hauptamtlichen mit den vielen engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern, den Diakonen, den Pfarrgemeinderäten und der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre Militärseelsorge für den Bischof nicht vorstellbar. Nur mit der Hilfe der engagierten Laien ist es möglich, ein flächendeckendes Netz der Verkündigung zu spannen. Und das hält der Militärbischof für das Gebot der Stunde: Niemand darf das Gefühl haben, allein gelassen zu sein – nicht in der Freude, aber schon gar nicht im Leid. Unser Pastoralkonzept ist genau darauf ausgerichtet, erklärt Werner, die Soldaten in jeder Lebenslage zu begleiten – für sie da zu sein, selbstverständlich auch dann, wenn es gar nicht angenehm ist.
 
Eine ständige Herausforderung, gerade für die Militärseelsorge, geht es hier doch letztlich auch um den Umgang mit den dunklen Seiten des Lebens, wie Verwundung, Trauma oder Tod im Einsatz. Das ist für uns ständig ein zentrales Thema, mit dem sich heuer ganz speziell auch das Institut für Religion und Frieden bei seiner Herbstenquete im europäischen Kontext beschäftigen wird, verrät Militärbischof Werner, ein Thema, das für mich ganz besonders auch als Zuständiger für die Polizeiseelsorge und die Notfallseelsorge ein brennendes ist. Deshalb möchte ich den Titel dieser Enquete gleichsam als ständiges Motto der Militärseelsorge sehen:
„Nie allein gelassen!“


ORF-Drehteam begleitete Bischofsvikar Alexander Wessely einen Tag lang in der Kaserne Güssing.

{mosimage}„Eine Kulisse wie gemalt, besser hätte man es sich nicht ausdenken können“, freute sich Bischofsvikar Alexander Wessely am Donnerstagmorgen während der letzten Vorbereitungen für das Kirchweihfest der Kasernenkapelle in Güssing. Begleitet wurde der Bischofsvikar an diesem Tag von einem Team des ORF. Anlässlich des Jubiläumsjahrs „30 Jahre Militärdiözese“ wird am 22. Oktober ein Portrait in der Religionssendung „Orientierung“ gesendet werden (12:30, ORF 2, danach unter www.tvthek.orf.at).

Nach der feierlichen Messe mit großartiger musikalischer Begleitung durch die Militärmusik, wurde zur Agape mit vielen persönlichen Gesprächen geladen. Anschließend besuchte der Militärpfarrer noch den Assistenzeinsatz
an der österreichisch-ungarischen Grenze. „Mitgehende Seelsorge die immer ein offenes Ohr für die Anliegen unserer Soldaten und Soldatinnen hat, das muss immer unser Hauptanliegen als Militärseelsorger sein“, zeigte sich Wessely überzeugt.

30 Jahre Militärordiözese

Als feierlicher Abschluss zum 30-Jahr-Jubiläum der Militärdiözese findet am 23. November in Wiener Neustadt eine ganztägige Festveranstaltung mit Gästen aus Kirche, Militär und Gesellschaft statt. Dabei stehen ein Gottesdienst in der Georgs-Kathedrale und eine Festakademie mit internationaler Beteiligung auf dem Programm. "Im Kontext des Jubiläumsjahres, wollen wir gemeinsame Wege in die Zukunft beschreiten", so Bischof Freistetter.

ORF-Orientierung „30 Jahre Militärordinariat“ am 22.Oktober 12:30 in ORF 2.

108Bischof Werner Freistetter besuchte auf Einladung des italienischen Militärbischofs die Feierlichkeiten für den Patron der Militärseelsorger, Johannes Kapistran in den Abruzzen.
 
Auf Einladung des italienischen Militärerzbischofs Santo Marcianó nahm Militärbischof Werner Freistetter am Montag, 23. Oktober, an den Feierlichkeiten für den Soldatenheiligen Johannes von Kapistran in Capestrano in den Abruzzen teil. Das Bergdorf Capestrano ist der Geburtsort des italienischen Heiligen. Johannes Kapistran lebte von 1368 bis 1456 und war ein berühmter Wanderprediger, 1690 wurde er heiliggesprochen. 1984 ernannte ihn Papst Johannes Paul II zudem zum Schutzpatron aller Militärseelsorger.
 
Bischof Freistetter stand der Festmesse zum Jahrestag des Heiligen Johannes Kapistran am 23. Oktober vor und nahm auch an der anschließenden Prozession von der Kirche zum Geburtshaus des Heiligen teil. Ebenso nahm er am militärischen Festakt teil. Neben hohen Vertretern der Politik, des Militärs und der Polizei aus der Region Abruzzen, waren auch viele Geistliche und Ordensmänner der Region anwesend.
In seiner Predigt betonte der Militärbischof die Vorbildwirkung Kapistrans als Verkünder des Evangeliums und als Seelsorger. Kapistran sei aber auch „Kind seiner Zeit gewesen“, man dürfe ihn nicht verklären oder kopieren sondern solle versuchen seine christlichen Tugenden als Inspiration zu sehen. Ebenso wird sein unermüdlicher Einsatz für die ihm Anvertrauten bereits zu Lebzeiten hervorgehoben
 
Der Heilige wird heute Insbesondere für sein hartes Vorgehen gegenüber Juden häretischen Bewegungen und seine Rolle im Türkenkrieg auch kritisch gesehen. Diese Episoden aus dem Leben des Heiligen dürfe man nicht verschweigen, so der Bischof. Kapistran war auch in Österreich tätig, so wird ihm beispielsweise die Gründung einer Reihe von Franziskanerklöstern in Wien, Klosterneuburg, St. Pölten, Enzersdorf, und Langenlois zugeschrieben.
 
Foto: ÖA/Schönwälder
109Das Bundesheer präsentierte auch heuer wieder in den Tagen um den Nationalfeiertag seine In- und Auslandsaufgaben in der Wiener Innenstadt.
 
Beim Burgtheater, in der Schottengasse, auf der Freyung, am Graben, Am Hof sowie am Helden- und Michaelerplatz konnten sich die Besucher ein Bild davon machen, was das Heer leistet und mit welchen Equipment es diese Aufgaben bewältigt. Der Einladung zu dieser Heeresschau folgten allein am 26.Oktober einige 100000 Leute. Und mitten drinnen in diesem Getümmel fand sich auch traditionell die Militärseelsorge, die ihren Infostand diesmal auf der Freyung aufgebaut hatte.
 
Hier konnten sich Besucherinnen und Besucher über die Arbeit der Militärseelsorge informieren und Fragen jeglicher Art  stellen. „Der Infostand ist eine große Chance, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die sonst nicht unbedingt viel mit der Militärseelsorge zu tun haben“, so Bischofsvikar Alexander Wessely.  Auch Militärbischof  Werner Freistetter war an diesem Feiertag persönlich am Zelt und nahm sich sichtlich gerne viel Zeit für die Fragen der Besucherinnen und Besucher. Er eröffnete diesen Tag bereits um 0730 Uhr mit einer feierlichen Messe in der Michaelerkirche, die musikalisch von der Gardemusik Wien gestaltet wurde, wo er den Gottesdienst mit folgenden Worten begann: „Es ist ein Geschenk, in diesem Land leben zu dürfen.“
 
Traditionell teilte sich die Katholische Militärseelsorge auch heuer ein gemeinsames Zelt mit Vertretern der Evangelischen, Orthodoxen, Muslimischen und der Alevitischen Militärseelsorge. Ein schönes Symbol für eine gelebte Ökumene innerhalb des Bundesheers: Alle Militärseelsorgen gemeinsam unter einem Dach.
 
Foto: ÖA/Grutschnig

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