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Der Titularbischof von Wiener Neustadt und Militärbischof für Österreich Mag. Christian Werner zelebrierte das Hochfest der Erscheinung des Herrn, volkstümlich: „Dreikönigstag“, in seiner Kathedrale in der Militärakademie. Mit ihm machten sich die Gläubigen auf die Suche nach ihren „Star“, der eindeutig Christus ist.
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Mit sichtlicher Freude zelebrierte Bischof Werner das Pontifikalamt in der St. Georgs-Kathedrale, er schuf eine ganz innige Stimmung. Während der Predigt, deren Anfang „militärisch“ klang: „Wie lautet unser Auftrag auf „Gott ist Mensch geworden“?“, hörte man nicht einmal einen leisesten Husten, so ergreifend die Worte waren, die die Antwort lieferten: „Jesus erkennen und lieben!“. „Die drei Weisen bleiben nicht bei der Vordergründigkeit, sie vernehmen einen Ruf und eine Sehnsucht. Als sie das Kind entdecken, erleben sie die Sternstunde ihres Lebens und beten es an. Sie schenken ihm die Gaben der staunenden Demut, der Hingabe. Unser Gold ist unser tiefstes Inneres! Lass’ Dich von ihm führen! ermutigte der Ordinarius, „er verlangt nur die Sehnsucht nach ihm! Wer Gott so erlebet hat, kann nicht mehr auf dem gleichen Weg gehen, so wählen die Weisen einen anderen Weg für ihre Heimkehr. Der Herr ist der Friede! Beten wir ihn so oft wie möglich an, dann wird 2012 ein Jahr des Friedens in und um uns!
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Familie Imre gestaltet, wo das berühmte Lied „Drei Kön'ge wandern aus Morgenland“ von Peter Cornelius nicht fehlte.
 
An diesem Tag gibt es die Tradition der Segnung von Haus und Hof. Die als Könige verkleideten Kinder bringen der Gemeinde den Weihnachtsgruß in die Häuser (verbunden mit dem Segen „Christus segne diese Wohnstätte“, lateinisch: „Christus mansionem benedicat“). Aus den Anfangsbuchstaben dieses Segens (C + M + B) wurden im 9. Jahrhundert die „Königsnamen“: Caspar, Melchior, Balthasar. Neben der Segnung wird auch um eine Spende für Menschen in den jungen Kirchen gebeten.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
Am 25. Dezember 2012 fanden die drei Weihnachtsmessen, die Christmette, die Hirtenmesse und das Hochamt, in der St. Georgs-Kathedrale statt. Zahlreiche Gläubige fanden sich ein, um Gott zur mitternächtlichen Stunde anzubeten. ARS MUSICA führte die Pastoral-Messe F-Dur von Ignaz Reimann auf, das Hochamt wurde von der Familie Imre musikalisch gestaltet. „Die Hirten kamen als erste, knieten nieder und beteten an, sie haben den Herrn erkannt: Das Wort ist Fleisch geworden und hat sein Zelt, seinen Tabernakel unter uns aufgebaut: Er ist verborgen in der Gestalt des Brotes, aber die Augen des Glaubens erkennen ihn!“ waren die Hauptworte der Ansprache des Rektors.
 
Am Beginn der Christmette wurde das neue Jesus Kind geweiht, es stammt aus Südtirol, aus dem Grödnertal und wurde vom päpstlichen Hoflieferanten geschnitzt. Militärdekan Mag. Siegfried Lochner erläuterte die frohe Botschaft von Weihnachten: „Genau an dem Tag, an dem der Tempel von Judas Makkabäer, aus einem Priestergeschlecht, das an der Überlieferungen der Väter des Alten Testaments fest glaubten, erneut eingeweiht wurde, wird Jesus geboren und deshalb sind alle Prophezeiungen des Alten Bundes erfüllt: Emmanuel, Gott ist mitten unter uns, in einem kleinen Kind, weil es entwaffnend ist, es nimmt den Menschen die Bosheit weg und die Liebe, die ihnen entgegen lacht, müssen sie erwidern.
 
Das Jahr des Glaubens lässt uns von den Hirten lernen: Sie kommen als einfache betende Menschen zu dem Kind, das nicht falsch sein kann, es ist wahrhaftig. Seit 1223 stehen Ochs und Esel in der Krippe, als der Hl. Franz von Assisi im Ort Greccio in einer Höhle im Wald in der Hl. Nacht eine lebendige Krippe darstellen ließ. Es ist eine Anspielung auf das Alte Testament: Ochs und Esel kennen ihren Besitzer (Jesaja 1,3). Die vernunftlosen Kreaturen zeigen uns den Ort Bethlehem, das ‚Haus des Brotes’, in Juda, das Bekenntnis bedeutet. Das heißt, dass das Kind zu Bethlehem unsere Nahrung ist und der Glaube das Bekenntnis, dem wir in der Hl. Nacht begegnet sind, geboren als Menschenkind, um uns zu Gott zu führen.

Im Laufe der Jahrhunderten leugneten manche Irrlehren die Gottheit des Kindes, wodurch kein Unterschied mehr gemacht wurde zwischen dem christlichen und z.B. dem mohammedanischen Gott: Der Gott der Christen ist der Dreifaltige, der in der Zeit die Menschennatur durch Maria, die Jungfrau, angenommen hat. Papst Paul VI ließ 1968 im Credo des Gottesvolkes klarstellen, dass der Logos seit ewig besteht und das beide Naturen in Jesus bestehen: wahrer Mensch und wahrer Gott und das ist die frohe Botschaft zu Weihnachten.
Der Hl. Paulus (Hebr 1,11) bekennt es ebenfalls: Es wird alles vergehen, du aber bleibst als zweite Person der Dreifaltigkeit.“
 
Der Militärgeistliche endete seine Ansprache mit einem Gedicht von der Kinderbuchautorin Ursula Wölfel:
 
Geboren ist das Kind zur Nacht
für dich und mich und alle,
drum haben wir uns aufgemacht
nach Betlehem zum Stalle.
Sei ohne Furcht, der Stern geht mit,
der Königsstern der Güte,
dem darfst du trauen, Schritt für Schritt,
dass er dich wohl behüte.
Und frage nicht und rate nicht,
was du dem Kind sollst schenken.
Mach nur dein Herz ein wenig licht,
ein wenig gut dein Denken.
Mach deinen Stolz ein wenig klein,
und fröhlich mach dein Hoffen –
so trittst du mit den Hirten ein,
und sieh: die Tür steht offen.
 
Der Rektor wünschte vor dem rührenden „Stille Nacht, heilige Nacht“ allen die Freude von Weihnachten nachhause mitzunehmen.
Dem Geheimnis dieses Festes spüren
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Traditionsgemäß kam am Dreikönigstag der Militärbischof für Österreich, Mag. Christian Werner, in seine Kathedrale nach Wiener Neustadt. In einem sehr geborgenen Gottesdienst versuchte Exzellenz, das Geheimnis dieses Festes spüren zu lassen.
Gleich am Anfang des Amtes zur Erscheinung des Herrn tat der Ordinarius seine Freude kund, wieder in seiner Kathedrale zu sein. In seiner meditativen Ansprache ging er auf drei Punkte ein: Die Weisen haben sich auf ihre wissenschaftliche Erkenntnis verlassen und wollten den neuen König sehen, dessen Stern sie gesehen haben, „Wie schaut’s denn bei uns aus auf der Suche nach Jesus aus?
 
Entschlossenheit und Geduld wird gefordert, bis uns der Wille Gottes ins Herz gelegt wird. Erst im Rückblick erkennen wir die Vorsehung!“. Weiters wurden die mitgebrachten Geschenke betrachtet: Gold für den König, Weihrauch für Christus und Myrre für sein Begräbnis. Das sind Symbole für die durchhaltende Treue. „Was kann ich ihm schenken? Spenden, Dienste sind richtig und wichtig, aber das eigentliche Geschenk ist ein geistliches: die Hingabe an Ihn, sich zu Ihm führen lassen. Selbst ein Ja im Kreuz zu sagen, ist Zeichen der Liebe und stellt eine unwahrscheinliche Kraftquelle dar!“. Schließlich hatten die Magier einen Traum, nicht nach Herodes zurückzukehren. Das ist Gottes Führung! „Wo vertraue ich mich Jesus an? Ich brauche dafür ein reines Herz durch die Sakramente, damit ich sagen kann: Ja, Herr, Dein Wille geschehe!“
 
Das Lied aus dem Gotteslob „Ein Stern mit hellem Brande“ (Gl 818) ließ diese Gedanken nachhallen.
Maria Lichtmess
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Mit der Darstellung des Herrn im Tempel erläutert die Kirche eine wichtige Botschaft auf dem Weg zu Jesus: Die Demut, wie die Mutter Gottes als alttestamentliche Frau lebt und das Gesetz Moses erfüllt und weist auf ihren Sohn hin.
Mit dem Lichtergottesdienst beging man das Ende der Weihnachtszeit.
 
Am 2. Februar 2013 feierte man Maria Lichtmess mit einer Lichterprozession in der St. Georgs-Kathedrale. „Das Fest gemahnt uns, treu zu sein, das hl. Licht des katholischen Glaubens in unseren Herzen zu bewahren".
Gerade das Jahr des Glaubens lädt uns ein, wie eine Kerze zu werden, die nicht für sich selbst brennt, sondern anderen Licht und Wärme spendet,“ erläuterte der Akademiepfarrer in seiner Ansprache. Weiters wies er darauf hin, dass die Feier an die Erfüllung der religiösen Pflichten hinweist. Maria unterwirft sich dem Gesetz. „Es ist lebenslange gelebte Treue, die uns heranwachsen lässt zur Größe der Propheten Hannah und Simeon, die ihr Leben Gott schenkten und gewürdigt wurden, den Erlöser zu sehen. Die hl. Familie geht von Bethlehem nach Jerusalem, um ihren Sohn im Tempel von Jerusalem aufzuopfern, wie in der Prophezeiung von Jesaja vorhergesagt: Der Immanuel ist das wahre Lamm, das die Sünden der Welt hinweg nimmt!“
 
Nach jüdischer Vorschrift gilt die Frau nach der Geburt eines Knaben 40 Tage  und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage als unrein. Als Reinigungsopfer hatte sie dem Priester ein Schaf und eine Taube zu übergeben. Zudem wurde der erstgeborene Sohn in Erinnerung an die Pessach-Nacht als Eigentum Gottes angesehen und ihm im Tempel übergeben („dargestellt“), wo er durch ein Geldopfer bzw. Tierersatzopfer auszulösen war. Das Lukasevangelium berichtet, dass der Knabe Jesus gemäß dieser Gesetzesvorschrift von Maria und Josef zum Tempel gebracht und das vorgeschriebene Opfer gereicht wurde. Dort erkannten ihn Simeon und Hanna als Erlöser. Simeon stimmte seinen Lob- und Sterbegesang Nunc dimittis („Nun lässt Du, Herr, Deinen Knecht, wie Du gesagt hast, in Frieden scheiden… “) an.
„Gehen wir diesen Weg anhand der Mutter Gottes, sie führt uns zu ihrem Sohn und so wird es auch wahr, dass wir Gott begegnen!“ schloss der Militärdekan die Sendung am Ende des Gottesdienstes.
Der Bischof macht Station
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Als militärischer Begriff kann „statio“ verstanden werden, als Mob-Platz, als Versammlungsplatz, um einen neuen Anfang zu setzen: Der vorösterlichen Kampf gegen die eigenen Fehler kann beginnen, man kann für- und miteinander beten und der Segen wird einen stärken, um dem Herrn auf seinem Kreuzweg zu folgen.
 
Am Aschermittwoch feierte der Militärbischof für Österreich, Mag. Christian Werner, den vorösterlichen Stationsgottesdienst in der gut besuchten St. Georgs-Kathedrale der Theresianischen Militärakademie.
An der Spitze des Militärs war Generalmajor Norbert Sinn mit zahlreichen Offizieren und Unteroffizieren, dem Militärrealgymnasium und mit den Professoren erschienen.
 
Im Jahr des Glaubens hielt der Ordinarius den Wortgottesdienst zum Aschermittwoch: „Jetzt ist die Zeit der Gnade!“ In einer Zeit, wo alles schneller verlaufe, sei zu hinterfragen, wie Gott dem heutigen Menschen nähergebracht werden könne. Der Mensch erfahre seine Grenzen, aber Gott gebe die Kraft, wie auf einem Plakat zu lesen sei: „Es gibt einen, der dich liebt: Jesus Christus“ Gerade im Einsatz brauche man Kraft, die Soldaten würden nicht nur militärisch ausgebildet, sondern auch in Menschlichkeit, Persönlichkeit und Nächstenliebe. Genau so sehe es im Glauben aus, man brauche die Kraft Gottes und Christen mit einem guten Training, wie beim Sport. Dabei bleibe noch die Überlegung, wie man zu glauben lerne, vor allem solle man dabei ruhig werden und bleiben, und könne sich beispielsweise in eine Kirche setzen, um dann mit einem gläubigen Freund darüber reden.
Das Aschenkreuz erinnere heute, dass junges Leben nicht vor dem Tod schütze. Das Fasten sei primär kein Verzicht sondern mache uns frei und „Christus ist unser Friede“ sei ja der Wahlspruch des Militärbischofs. Man könne an diesem Plan nun mitarbeiten und über die Kraft des Glaubens nachdenken.
 
Nach der Ansprache wurde die Asche gesegnet und die Gläubigen empfingen das Aschenkreuz. Die Fürbitten und das gemeinsame Gebet des Vater Unsers beendeten diesen Gottesdienst, dessen Schlusslied wie ein Sendung klang: „Mir nach, spricht Christus, unser Held“.
Das offiziellen Ende des achtjährigen Pontifikats Benedikt XVI
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Um 20 Uhr des 28. Februars 2013 verkündeten die Glocken aller katholischen  Kirchen Wiener Neustadts den historischen Moment des offiziellen Endes des achtjährigen Pontifikats Benedikt XVI. Um 18 Uhr hatten sich bereits die Gläubigen in der St. Georgs-Kathedrale versammelt, um die Votivmesse von Jesus Christus, dem ewigen Hohenpriester, für den scheidenden Papst zu feiern und im Anschluß vor dem Allerheiligsten Sakrament eine heilige Stunde für  Priester, Ordensmänner und -frauen und wahrhaft christliche Familien zu halten.
 
Eine große Freude war es, als am 19. April 2005 die Kirche wieder ein sichtbares Oberhaupt hatte, nun herrscht  eine große Traurigkeit vor dem verlassenen Stuhl Petri. Was den  Heiligen Vater zum Abdanken bewogen hat, hat sich zwischen ihm und dem ewigen Hohenpriester  Jesus Christus abgespielt. Der einzige Papst, der vorher abgedankt hatte, war Coelestin V. Am 5. Juli 1294 wurde Pietro del Murrone in einer Inspirationswahl zum Papst gewählt. Der fast 85-jährige Eremit stand im Ruf der Heiligkeit. Dem Vorbild Christi am Palmsonntag folgend, ritt er am 28. Juli 1294 auf einem Esel in die Stadt L’Aquila, wo er den Namen Coelestin V. annahm und in der von ihm gegründeten Kirche Santa Maria di Collemaggio, die inzwischen Hauptkirche seines Ordens war, am 29. August gekrönt wurde. Rom hat er nie betreten. Für die Leitung der Kirche genügte Coelestins Erfahrung als Prior des Coelestinerordens jedoch nicht. Am 13. Dezember 1294 dankte er trotz erheblicher Widerstände seiner Umgebung ab. Als Gründe nannte er Krankheit und den Wunsch, wieder als Einsiedler zu leben.
 
Papst Bonifatius VIII., Coelestins Nachfolger, hielt ihn nach seiner Abdankung in Ehrenhaft, wo er am 19. Mai 1296 eines natürlichen Todes starb. Bereits am 5. Mai 1313, zehn Jahre nach dem Tod seines Nachfolgers Bonifatius VIII., wurde Coelestin V. unter dem Namen Pietro del Murrone von Papst Clemens V. heiliggesprochen. Dem Coelestinerorden gelang es 1326, seine Gebeine nach L’Aquila zu holen und in Santa Maria di Collemaggio beizusetzen. Nach der schweren Beschädigung dieser Kirche durch das Erdbeben von L’Aquila am 6. April 2009 wurde der unversehrt aus den Trümmern geborgene, gläserne Reliquienschrein Coelestins V. in die Krypta der Kathedrale von Sulmona übertragen.
 
Vor seinem Pontifikat war Benedikt XVI. zuletzt Dekan des Kardinalskollegiums und Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre. Er galt während seiner Amtszeit als einer der einflussreichsten Kardinäle und in theologischen und kirchenpolitischen Fragen als rechte Hand seines Vorgängers Johannes Paul II. Im Konklave am 18. und 19. April 2005, an dem 115 Kardinäle teilnahmen, wurde er nach nur 26 Stunden im vierten Wahlgang zum 264. Nachfolger Petri gewählt.
 
Benedikt XVI. hat der Kirche wieder die überlieferte Liturgie Roms geschenkt. Diese wurde zwar vom Konzil von Trient kodifiziert, ist aber wesentlich älter und geht im Wesentlichen auf Gregor den Großen und in ihrem Kern auf die apostolische Zeit zurück. Weiters hat er die Wichtigkeit des Priestertums aufgezeigt, und den Priestern den hl. Pfarrer von Ars als Patron und Vorbild ans Herz gelegt. Schließlich hat der Hl. Vater den katholischen Glauben durch das jetzt laufende Glaubensjahr in den Mittelpunkt gestellt.
 
Auch wenn der Stellvertreter Christi nun abdankt, Christus verläßt seine Kirche nicht und macht in der hl. Messe sein Versprechen wahr: „Seht ich bleibe bei euch bis ans Ende der Welt!“
Alle beteten und dankten, für das Wirken des Hl. Vaters und erneuerten ihre Treue zu Jesus Christus und seinen Geboten.
So versammelt wie Maria und die Apostel, die auf das Kommen des Hl. Geistes zu Pfingsten warteten, waren alle in der heiligen Stunde vor dem Herrn vereint, um wieder einen Pontifex nach dem Herzen Jesu auf dem Stuhl Petri zu erbitten.
Der Auftakt zur Karwoche
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Die Chrisammesse, die in der österreichischen Militärdiözese den Auftakt zur Karwoche bildet, ist nicht nur jene Feier, in der die Heiligen Öle geweiht werden, sondern auch für Priester immer wieder Anlass, sich auf ihre Weihe zu besinnen und Ihr „Adsum - Ich bin bereit“ zu erneuern. Zu dieser Neubesinnung auf unser Christsein werden alle Gläubigen in der Osternacht aufgerufen sein.
 
Durch den feierlichen Einzug von S. Exzellenz, Mag. Christian Werner mit einem Gutteil seiner Priester und Diakone wurde die Einheit des Presbyteriums der Militärdiözese augenfällig sichtbar.
In seiner Ansprache ging der Militärbischof auch auf das Priestertum ein, das in der Spannung lebe, aus der Kraft Gottes zu handeln, aber dafür möglicherweise heruntergemacht zu werden. Als Offiziere müssen die Militärseelsorger treu bis in den Tod sein und zusätzlich noch für den Frieden eintreten! „Gerade das Bekenntnis eines Hauptmannes unter dem Kreuz: ‚Das war wirklich ein gerechter Mensch’ (Lk 23,47) soll uns zu so einer Tiefe führen. Wir müssen Zeugnis ablegen, auch in Dienstuniform! Und unsere persönliche Heiligung muss mit unserem Leben im Alltag im Einklang stehen, wir leben ja eine übernatürliche Brüderschaft“.
 
Der Ordinarius orientierte sich weiter an Papst Franziskus, der Bewegung in der Kirche verlange: eine Bewegung des Schreitens, wo unsere christliche Existenz weit über die Pfarrgrenzen hinaus strahlen soll, eine Bewegung im Aufbau der Kirche, gerade in diesem Jahr des Glaubens dürfen wir mitbauen, und eine Bewegung durch das Glaubensbekenntnis, denn ohne den Glauben sind wir ohne Bestand. Indem wir mit Christus voranschreiten, werden wir dem Geheimnis der Liebe Gottes zugeführt!
Am Ende der Predigt bat der Militärbischof Gott, das Mühen seiner Geistlichen zu vergelten, die dieses Jahr des Glaubens mittragen. Er bedankte sich noch bei den Militärpfarrgemeinderäten und den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten.
 
Während des Hochgebetes und nach dem Schlussgebet weihte der Militärbischof die Öle, die von den Priestern im Laufe des Jahres bei der Spendung bestimmter Sakramente verwendet werden. Die Chrisammesse wird normalerweise am Gründonnerstag gehalten. Da die Militärdiözese sich österreichweit erstreckt, wird sie auf den Montag in der Karwoche vorverlegt, um möglichst vielen Priestern und Diakonen die Teilnahme zu ermöglichen.

"Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!"

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche in der Militärkathedrale: Im Zentrum dieses Tages steht das Kommen des Retters Jesus Christus. Militärdekan Mag. Siegfried Lochner weihte die Palm- und Ölzweige. Die Zweige erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem, während die Verlesung der Passionsgeschichte in der Messe bereits das Gedenken an die Kreuzigung vorwegnimmt. Die Liturgie dieses Sonntags führt die Christen vom Jubel beim Einzug Christi in Jerusalem bis zum Rufe „Kreuzige ihn“ und zum Tod.
 
Seit dem Mittelalter ist es Brauch, den Einzug in Jerusalem durch eine festliche Prozession nachzuvollziehen. So begann am Sonntag, 24. März 2013, die Segnung der Palmzweige im Burghof der Militärakademie. Im Neuen Testament wird berichtet, dass Jesus vor dem jüdischen Paschafest von Betphage aus auf einem Esel in Jerusalem einreitet. Für das Volk war er der Messias. Die Bewohner Jerusalems jubelten ihm zu und breiteten ihre Kleider sowie Palmzweige und Ölbaumzweige auf der Straße aus. Dabei riefen Sie: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe“. Später verlangte dieselbe Menge schreiend von Pontius Pilatus, Jesus als Gotteslästerer zu kreuzigen.
 
Dies unterstrich der Rektor in seiner Ansprache. Die meisten Menschen seien Opportunisten, die ihr Haus auf Sand gebaut hätten, weil sie heute für dieses und morgen für jenes einträten. „Der triumphale Einzug Jesu ist daher kein Vorbild für irdischen Erfolg, der rasch vergeht, sondern primär Vorbild des Einzugs des Herrn und seiner Kirche in die Ewigkeit des Himmels, aber dieser Weg erfolgt durch die geduldige Annahme des Leidens. Wer diesen Weg einschlägt, darf nicht mit dem billigen Beifall der Welt rechnen. Noch stehen wir in der Karwoche, noch gilt es das Kreuz anzunehmen! Palmzweige und ausgebreitete Kleider symbolisieren nur „etwas“, das man Gott zu geben bereit ist, dagegen symbolisiert der Esel mein persönliches Ja um Tag für Tag zu Gott zu sagen: ‚Ein Lasttier bin ich für dich geworden, doch gerade so bin ich immer bei dir’ (Ps 73,23).
 
Die Karwoche lädt ein, mit Jesus den Weg der Entäußerung zu gehen, bei dem uns in schweren Stunden der Glaube tröstet, dass uns jedes in Liebe angenommene Kreuz dem triumphalen Einzug in die Ewigkeit näherbringt“. Im Anschluss gab es eine Agape in der Aula, die von vielen helfenden Händen durch den Militärpfarrgemeinderat und die AKS vorbereitet war.
Vom Ministranten zum Priester. Der Neupriester P. Johannes Paul Chavanne OCist und ehemalige Ministrant von Militärdekan Lochner machte diesen Schritt und feierte in der St. Georgs-Kathedrale die Hl. Messe
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Eine 21-jährige Freundschaft, die in Zypern begann, verbindet MilDekan Mag. Siegfried Lochner mit dem Neupriester P. Johannes Paul Chavanne OCist., dem dieser, damals achtjährig, als treuer Ministrant diente. Sein Vater Dr. Stephan Chavanne, der seinerzeit als Verbindungsoffizier auf der Mittelmeerinsel Dienst versah,  hatte seine Familie ins Hauptquartier mitgebracht, sein jüngster Sohn wurde in der Osternacht des Jahres 1992 durch den damaligen Militärkuraten Mag. Lochner getauft.
Heute waren die Rollen getauscht: Hochw. P. Johannes Paul stand am Altar, und sein ehemaliger Pfarrer Mag. Lochner sowie sein ehemaliger Militärseelsorger im Heeresspital Mag.  Papst assistierten ihm als Leviten im feierlichen Primizhochamt in der St. Georgskathedrale,  bei dem der Neugeweihte den zahlreich erschienenen Gläubigen den begehrten Primizsegen erteilte. ARS MUSICA gestaltete in bewährter Weise die musikalische Begleitung und ließ die kleine Orgel-Solo-Messe von Joseph Haydn ertönen.
 
Am Muttertag, am 12. Mai 2013, erhielten die Mütter nicht nur eine Rose von den Militärpfarrgemeinderäten sondern auch noch mit allen anderen Gläubigen einen persönlichen Primizsegen nach dem feierlichen Amt. MilDekan Lochner baute seine Ansprache auf die Rolle der Mutter auf: „Die Berufung des Priesters geht durch das Herz der Mutter, das ist der Kanal, durch den die Liebe Gottes auf die Kinder kommt. Der primäre Lernort, was Mensch ist, bleibt die Familie. Es ist die große Aufgabe für die Priester, die Freundschaft zu Gott zu leben, ‚Ich nenne euch nun Freunde’ sagt der Heiland. Gott bleibt bei uns durch die katholischen Priester, denen die moralisch sittliche Vervollkommnung der Menschen aufgetragen ist. Da der Priester nach einem Wort des hl. Bernhard von Clairvaux der Wächter der Braut, nämlich der katholischen Kirche ist , muss er die Lehre der Apostel, gelegen oder ungelegen, unverkürzt weitergeben, da er ansonsten zum Verkäufer der Braut würde.“
Prof. Dr. Peter Hrncirik leitete die ARS MUSICA und brachte neben dem Ordinarium von Joseph Haydn die Epistelsonate C-Dur von W. A. Mozart und das Ave Maria von Ch. Gounod zu Gehör. Nach dem Gottesdienst überraschte der Militärdekan den Primizianten mit einem alten Foto aus der Zypernzeit, wo dieser ihm bei der hl. Messe ministrierte.
 
Pater Johannes Paul Jakob Chavanne OCist ist 1983 in Wien zur Welt gekommen, wo er auch seine Schullaufbahn absolviert hat. Nach Bundesheer, Arbeit bei einer Rettungsorganisation, einer einjährigen Reise durch Asien, während der er auch bei einem Straßenkinder – Projekt in Indien mitgearbeitet hat, und einigen Studiensemestern an der juristischen Fakultät in Wien, ist er im August 2006 ins Zisterzienserstift Heiligenkreuz eingetreten. 2010 legte er die Feierliche Profess in die Hände S. Gnaden Abt Gregor Henckel Donnersmarck ab. Mittlerweile hat er an der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz sein Theologiestudium abgeschlossen und ist im August 2012 zum Diakon geweiht worden. Am 7. April 2013 weihte ihn S. Eminenz Christoph Kardinal Schönborn im Stift Heiligenkreuz zum Priester. Er pflegt die facebook-Seite des Klosters und hat sich als Organisator bewährt (Symposion "Kraft des Logos", etc).
Feierliches Hochamt zum Pfingstfest am 19. Mai 2013 in der St. Georgs-Kathedrale
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Beim feierlichen Hochamt zu Pfingsten in der St. Georgs-Kathedrale am 19. Mai 2013 betete der Rektor so wie damals Maria mit den Aposteln: „ Sende aus Deinen Geist und erfülle die Herzen Deiner Gläubigen!“. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von ARS MUSICA mit der Loreto-Messe von W. A. Mozart.
Zu Beginn sang der Chor unter Leitung von Prof. Peter Hrncirik im gregorianischen Choral das „Vidi Aqua“, während das Volk mit dem am Vortag geweihten Wasser besprengt wurde. Die Pfingstsequenz „Veni Sancte Spiritus, Alleluia“ wurde in der Mozart-Version vorgetragen. In seiner Ansprache ging Militärdekan Mag. Siegfried Lochner auf die Offenbarung des Hl. Geistes mit Feuerzungen und seiner Wirkung im Inneren der Apostel ein. „Alle drei göttlichen Personen geben sich  zu erkennen, der Vater durch die Vernunft, der Sohn durch seine Menschwerdung und der Hl. Geist durch die Augen des Herzens. Der Hl. Geist bewirkt eine reale Erkenntnis über das vergangene Leben und eine Erkenntnis der Sünde, die zu wahrer Reue und Umkehr führt. ‚Wer mich liebt, hält meine Gebote’ sagt Christus. Ein Leben nach den Geboten Gottes ist daher ein Prüfstein für unsere Gottesliebe. Als Getaufte und Gefirmte sind wir zum Tempel des Hl. Geistes mit seinen sieben Gaben geworden, die uns befähigen und  stärken, uns mit Gott zu vereinigen, Zeugnis für die Wahrheit abzulegen und Herrscher über uns selbst zu sein und uns rüsten, uns  für das Gemeinwohl und das gemeinsame Morgen einzusetzen!“
Beim feierlichen Schlusssegen bat der Rektor, dass das Feuer des Hl. Geistes den Glauben in unseren Herzen neu entzünde, damit wir wahre Apostel Christi  seien, erfüllt mit den sieben Gaben des Gottesgeistes, die uns zum ewigen Leben führen!

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