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Das Pfingstfest beschließt im Christentum die 50-tägige Osterzeit, die mit dem Ostersonntag beginnt, worauf auch die griechische Bezeichnung "pentekoste" (der fünfzigste) Bezug nimmt. Bei dem drittgrößten Fest im Kirchenjahr wird der Sendung des Heiligen Geistes auf die Apostel Jesu gedacht. Es stellt zugleich den "Geburtstag" der Kirche dar. Eng verbunden mit dem Pfingstfest ist das Sakrament der Firmung.

Jugendliche müssen in diesem Jahr wegen der Corona-Maßnahmen auf das Sakrament der Firmung, das als eine Art Übertritt ins Erwachsenenalter gilt, warten. Traditionellerweise finden viele Firmungen österreichweit rund um Pfingsten statt, aufgrund der derzeit geltenden Regeln für öffentliche Gottesdienste in geschlossenen Räumen wurde ein Großteil auf den Herbst oder das Jahr 2021 verschoben.

Das Sakrament erfreut sich in Österreich ungebrochener Beliebtheit. Bundesweit werden rund um Pfingsten - in manchen Pfarren sogar noch bis in den September hinein - auch heuer wieder rund 43.300 junge Menschen bei etwas mehr als 1.230 Firmungen gefirmt und ihnen somit der Heilige Geist in Fülle mitgeteilt.

Die Wurzeln des Pfingstfestes reichen bis in die Traditionen des Judentums zurück. Dort wurde es zunächst als eines der drei Hauptfeste des Jahres - das "Fest der ungesäuerten Brote", das "Fest der Ernte" und das "Fest der Lese" - begangen, wie es das Buch Exodus (Ex 23,14-17) berichtet: Zunächst als Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte im Tempel gefeiert, trat immer stärker die Erinnerung an das Exodusgeschehen, den Auszug aus Ägypten, in den Vordergrund. Die zeitliche Verortung genau 50 Tage nach dem Passah-Fest geht auf eine späte Entwicklung, vermutlich aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., zurück. Darauf bezieht sich auch der Name des Festes: "Pfingsten" kommt vom griechischen Wort "pentekoste" (der fünfzigste).

Die christlichen Wurzeln des Festes liegen in der Apostelgeschichte, wo erzählt wird, dass der Geist Gottes auf die nach dem Tod Jesu zum Wochenfest nach Jerusalem zurückgekehrten Jünger herabkam: "Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder." (Apg 2,2-3)

Der Geist befähigte die Jünger, wie es in Apg 2,4 heißt, "in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab." Die Erzählelemente, die der Autor der Apostelgeschichte, Lukas, verwendet, verweisen unmittelbar auf die alttestamentlichen Ereignisse am Sinai. Dadurch wird die enge Verbindung zu den jüdischen Wurzeln deutlich, wie auch durch den Konnex zwischen dem pfingstlichen Sprachwunder und der Sprachverwirrung beim Turmbau zu Babel im Alten Testament (Gen 11,1-9).

Dargestellt wird das Pfingstwunder der Sendung des Heiligen Geistes zumeist in Form einer Taube, die auf die Menschen herabkommt. In ländlichen Gebieten wird das Pfingstfest zugleich auch als Frühlingsfest begangen, bei dem Häuser geweißt und Birkenzweige an Türen und Fenstern angebracht werden.
Zu Christi Himmelfahrt (bekannt ist dieses Fest auch unter dem Namen „Erhöhung Christi“) feiern die Christen die Rückkehr Jesu Christi zu seinem Vater in den Himmel. Begangen wird dieses Hochfest jährlich genau 39 Tage nach dem Ostersonntag, also traditionell am Donnerstag nach dem fünften Ostersonntag bzw. genau zehn Tage vor Pfingsten.
 
 
Herkunft
Die Herkunft dieses Feiertages wird aus den Schriften des Neuen Testaments abgeleitet. Bereits bei Lukas (24,50-52) und in der Apostelgeschichte (1,1-11) wird vom auferstandenen Jesus berichtet, der über einen Zeitraum von vierzig Tagen seinen Jüngern erschien und danach zu seinem Vater im Himmel zurückkehrte. Weitere Erwähnung findet Jesu Himmelfahrt bei Matthäus 26,64, Johannes 14,1-3, Epheser 4,8-10, 1, Thessalonicher 1,10 und Hebräer 2,9 4,14.
 
 
Entwicklung
Während der ersten drei Jahrhunderten wurde die Feier der Himmelfahrt Christi noch mit dem Pfingstfest zusammen begangen. Der Grund dafür war die enge Verbindung von Auferstehung und Aussendung des Geistes. Im Laufe des 4. Jahrhunderts entwickelt es ich zu einem eigenständigen Fest.
 
 
Brauchtum an Christi Himmelfahrt
Christi Himmelfahrt ist in Österreich wie auch in den deutschsprachigen Nachbarländern ein gesetzlich gebotener Feiertag und zeichnet sich durch ein weniger stark ausgeprägtes einheitliches Brauchtum aus als andere kirchliche Feiertage.
Zur Tradition gehören hier die „Bitttage“. An diesen werden Bittprozessionen abgehalten, die in ländlichen Gegenden über Felder und Wiesen oder von einem Ort zum nächsten führen, in städtischen Bereichen führen diese durch Teile des jeweiligen Gemeindebezirks. Gebeten wird bei diesen Bittprozessionen traditionell um eine gute Ernte.
Seit der Barockzeit gibt es auch in einigen Bereichen des Alpenraums die Tradition, dass eine Statue des Auferstandenen durch das sogenannte „Heilliggeistloch“ auf den Dachboden der Kirche empor gezogen wird. Auf diese Weise soll die Himmelfahrt Jesu auf anschauliche Art dargestellt werden.
 

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