Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.
Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf den Webseiten von mildioz.at einverstanden sind.

 

Bischof Freistetter fordert gerechte globale Verteilung von Covid-Impfstoff

 KOO-Kritik: Während 70 arme Länder 2021 nur Impfstoff für ein Zehntel ihrer Bevölkerung werden erwerben können, haben wohlhabende Staaten Impfstoffe für eine Mehrfachimpfung ihrer Bevölkerung reserviert KOO-Kritik: Während 70 arme Länder 2021 nur Impfstoff für ein Zehntel ihrer Bevölkerung werden erwerben können, haben wohlhabende Staaten Impfstoffe für eine Mehrfachimpfung ihrer Bevölkerung reserviert Foto: Pixarbay

Die weltweit gerechte Verteilung von Covid-Impfstoff hat Bischof Werner Freistetter eingefordert. In einem ersten Schritt müsse es deshalb möglich sein, dass es zu einem raschen weltweiten Impfen von Gesundheitspersonal und Risikogruppen noch im Jahr 2021 kommt. "Wir können diese Krise lediglich global bekämpfen. Es braucht überall geimpftes Gesundheitspersonal, um die Pandemie in den Griff zu bekommen und eine adäquate Versorgung der Bevölkerung überhaupt zu ermöglichen", so Freistetter wörtlich in einer Aussendung am Dienstag.

Für die Umsetzung des Rechts auf Gesundheit müssten Impfstoffe als globale öffentliche Güter weltweit verfügbar sein und gerecht verteilt werden, betonte Freistetter, der in der Bischofskonferenz für Weltkirche-Agenden zuständig ist und den Vorsitz über die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) inne hat.

Ungleichheit nimmt zu

Die KOO machte in der Aussendung auf die jüngst publizierten Zahlen zur weltweiten Ungleichverteilung von Impfstoff gegen Covid19 aufmerksam. Die von der wissenschaftlichen Informations- und Analysefirma Airfinity erhobenen und von einem britischen NGO-Netzwerk analysierten Zahlen hätten sichtbar gemacht, dass an die 70 Länder mit niedrigem und unterem mittleren Einkommen im nächsten Jahr nur Impfstoff für ein Zehntel ihrer Bevölkerung werden erwerben können. Im Gegensatz dazu konnten sich wohlhabende Staaten Impfstoffe für eine Mehrfachimpfung ihrer Bevölkerung für 2021 reservieren. Der eingeschränkte Zugang für arme Länder liege demnach sowohl am Preis, geprägt durch die Patente der Pharmaunternehmen, an den Lagerungsbedingungen als auch den Standorten der Entwicklung.

Der fehlende Zugang zum Impfstoff werde auf Dauer die globale Ungleichheit dramatisch verschlimmern, warnte KOO-Leiterin Anja Appel. Denn weiterhin hohe Infektions- und Todesraten würden auch die strukturellen Kettenreaktionen verschlimmern, "sodass die armen Länder sozial, gesundheitlich und wirtschaftlich geschwächt bleiben werden und die Fortschritte der letzten Jahrzehnte zunichtegemacht werden".

Appell an Bundesregierung

Appel appellierte an die österreichische Bundesregierung, sich für eine internationale Finanzierung von Impfstoffen für Risikogruppen und systemerhaltendes Personal auch in anderen Ländern einzusetzen und die WHO in ihrem Engagement für globale Ansätze in der Nutzung der Forschungserkenntnisse zu stärken.

Mittelfristig sollte im Sinne einer gerechten Medikamentenverteilung das jetzige System der Medikamentenentwicklung und -produktion verändert werden. "Es braucht, gerade im Zusammenhang mit Notfallmedikamenten oder Impfstoffen eine Veränderung der Entwicklungsfinanzierung, um danach eine preiswerte, faire Verteilung ohne jahrelange Patentrechte zu ermöglichen", so Appel.

Was bringt das Jahr 2021?

Was bringt das Jahr 2021?

Corona hält den kirchlichen Terminkalender weiter fest im Griff - Das neue Jahr bringt dennoch die "Lange Nacht der Kirchen...

Weiterlesen

8. Dezember: Das Hochfest Mariä Empfän…

8. Dezember: Das Hochfest Mariä Empfängnis

Die römisch-katholische Kirche begeht am 8. Dezember, neun Monate vor dem Fest der Geburt Mariens (8.September), das Hochfest der Empfängnis...

Weiterlesen

Nikolaus von Myra: Einer der stets das G…

Nikolaus von Myra: Einer der stets das Gute wollte!

Am 6. Dezember gedenkt die Kirche einem der am meisten verehrten Heiligen: Dem Hl. Nikolaus von Myra. Wettergegerbt soll sein Gesicht...

Weiterlesen

Klug, schön, unbeugsam und populär bis…

Klug, schön, unbeugsam und populär bis heute: Die Hl. Barbara

Kaum eine der Heiligen ist bis heute so populär wie Barbara, deren Gedenken die Kirche am 4. Dezember begeht. Obwohl...

Weiterlesen

Empfehlungen

Weihnachtsbotschaft 2020

Weihnachtsbotschaft 2020

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lk 2,14) Weihnachten wird heuer anders sein als in den letzten Jahren: Wegen der Pandemie ist das... Weiterlesen

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwall…

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwallfahrt ist abgesagt.

Die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes vom 13. bis 19. Mai 2020 wird nicht stattfinden. Der Gastgeber der Wallfahrt, der französische Militärbischof, Antoine de Romanet, hat die Wallfahrt am heutigen... Weiterlesen

Der Heilige Martin - eine Persönlichkei…

Der Heilige Martin - eine Persönlichkeit mit vielen Facetten.

Am 11. November feiert die katholische Kirche den Gedenktag des Hl. Martins.  Er ist der Patron der Bettler, der Geächteten, der Reisenden, der Kriegsdienstverweigerer, der Reiter und des Burgenlandes. Und... Weiterlesen

7 Gaben

7 Gaben

Die 7 Gaben des Hl. Geistes Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit... Weiterlesen

Advent in der Militärdiözese

Advent in der Militärdiözese

Advent ist die Zeit, mit der viele Menschen ganz eigene und bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind dies Wochen, in denen alte, überlieferte Bräuche wiederaufleben, eine Zeit, die geprägt ist von... Weiterlesen

Schöpfungszeit

Schöpfungszeit

Ab 1. September machen die christlichen Kirchen in Österreich wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende... Weiterlesen

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Wie oft hat man diesen Satz im Glaubensbekenntnis schon ausgesprochen, aber wie wenig hat man darüber reflektiert, wie selten wurde bewusst gefragt, wer oder was dieser Geist ist. Der Heiligen... Weiterlesen

Mit Maria durch den Mai

Mit Maria durch den Mai

Warum wird sie gerade im Mai so verehrt? Maria, die Mutter Jesu, eine einzigartige, eine bemerkenswerte Gestalt: Sie ist über alle Grenzen hinweg bekannt, von ihr wurden unzählige Portraits gemalt, sie... Weiterlesen

So entstand die Soldatenwallfahrt

So entstand die Soldatenwallfahrt

Die jährlich stattfindende Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Heute ist sie die größte Friedenskundgebung von Soldatinnen und Soldaten in den europäischen... Weiterlesen

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahr…

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahrt: Damals und heute!

1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht... Weiterlesen

30 Jahre Militärordinariat

30 Jahre Militärordinariat

"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten... Weiterlesen

Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 200…

Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien. Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten... Weiterlesen

Bildergalerien

30 Jahre Militär...
Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
Bischofskonferenz...