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In der Edition Kirche & Weltkrieg ist 2021 ein Band mit Schriften des katholischen Feldbischofs der Wehrmacht, Franziskus Justus Rarkowski, erschienen. Im Wesentlichen handelt es sich um Hirtenworte, Beiträge für die Sonntagsbeilage „Glaube und Kampf“ der „Wochenzeitschrift für Katholische Deutsche“ und seine Chronik der Kämpfe einer preußischen Infanterie-Division in Siebenbürgen während des Ersten Weltkriegs. Ergänzt wird die Publikation durch ausführliche Vorbemerkungen des Herausgebers Peter Bürger sowie zwei ältere bereits anderweitig publizierte Artikel über Rarkowski von Johannes Apold (1978) und Heinrich Missalla (1997).

Who Am I? (Wer bin ich?) ist der Name eines Bibelkundespiels, das der Militärseelsorger und spätere Bischof der Episkopalkirche John B. Walthour an der Militärakademie in West Point als didaktische Methode eingesetzt hat. Der Chaplain nimmt dabei die Rolle einer mehr oder weniger bekannten biblischen Figur ein und gibt verschiedene Hinweise. Nach jedem dieser Hinweise fragt er die Kadetten nach der Identität der von ihm verkörperten Figur: „Who am I?“ In einem gleichnamigen Buch, erschienen 1947 im Verlag The Macmillan Company, hat Walthour die Hinweise zu 20 biblischen Figuren veröffentlicht.

Wilhelm Lamszus, Lehrer und Reformpädagoge, gilt als ein bedeutender Vertreter der deutschen Antikriegsliteratur. Schon 1881, anlässlich einer Reserveübung, hatte Lamszus begonnen sich mit der Thematik eines zukünftigen Krieges zu beschäftigen und ein Jugendbuch konzipiert, das sich gegen die Kriegsverherrlichung stellen sollte.

Unter diesem für einen Lyrikband doch ungewöhnlich spröden Titel hat der steirische Priester und promovierte Theologe Georg Gimpl im Ersten Weltkrieg zu Weihnachten 1917 einen schmalen Band mit Gedichten veröffentlicht, die erst von Steirern im Kriegseinsatz handeln, von sich durch besonders tapfere Aktionen auszeichnenden Soldaten, vom Tod im Feld (Gebet eines sterbenden Soldaten) und gegen Ende immer wieder von den Sorgen der Familienangehörigen daheim: Bräuten, Müttern, Kindern.

Auf Initiative der Redaktion der ÖKB-Zeitschrift "Der Kamerad" ist 1968 im Verlag Josef Faber in Krems ein Band mit österreichischer Soldatenlyrik des 20. Jahrhunderts erschienen. Er trägt den Titel „Herz unter dem Helm“, die Auswahl besorgte einer der Autoren, der Jurist und Reserveoffizier des Österreichischen Bundesheers Hans Miksch.

2021 ist im Verlag Böhlau eine umfassende Dokumentation der Baugeschichte des Äußeren Burgtors, der Vorgänge rund um die Errichtung eines Österreichischen Heldendenkmals im Äußeren Burgtor 1934 sowie der jüngsten Umgestaltung ab 2012 erschienen. Ein Bezug zur Militärseelsorge ergibt sich vor allem durch die sog. Krypta im rechten Flügel dieses Gebäudes, die die bis zur Profanierung im Jahr 2015 mehrere Jahrzehnte durch das Militärordinariat betreut wurde. Als Koautor des Artikels über die Krypta fungiert Stefan Gugerel, Militärseelsorger an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt und an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns.

2018 ist in dem kleinen Verlag Pigmentar aus Bad Sassendorf eine „Militärethik im Überblick“ erschienen. Es handelt sich um die Erstübersetzung eines polnischen Werks, das erstmals 1992 erschienen ist. Geschrieben worden ist es freilich noch viel früher, 1938-1939 in Form einer Aufsatzreihe vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Ersten Weltkriegs sowie des Polnisch-Russischen Kriegs, an denen der Autor als Freiwilliger teilgenommen hatte. Eine vollständige Veröffentlichung wurde damals durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert.

Dass manche Militärseelsorger neben ihrer liturgischen und pastoralen Tätigkeit auch Gedichte, Romane oder Erzählungen schreiben, ist den Soldatinnen und Soldaten vielleicht weniger bekannt. So hat etwa Prälat Franz Gruber, langjähriger Militärprovikar und erster Militärgeneralvikar, mehrere Gedichtbände veröffentlicht.

Andrew Jensen war der erste Militärseelsorger der U.S. Navy, der überhaupt vor einem Kriegsgericht angeklagt wurde, und der erste Offizier der Navy, bei dem das ausschließlich wegen Ehebruchs der Fall war.

Der am 9. März 1879 als Sohn eines Tierarztes und Bauern und vorletztes von 16 Kindern in Lana bei Meran geborene Alois Gögele entscheidet sich früh für eine geistliche Laufbahn. 

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