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Militärpfarren

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent
   
Vom 4. bis zum 13. Juli 2006 war eine Schar von 36 Kindern zwischen 7 und 15 Jahren mit dem Neunkirchner Major Andreas Kleinrath vom Militärrealgymnasium, Oberleutnant Markus Kerschhofer, Direktor der Bank Austria - Creditanstalt in Neunkirchen und Leiter der Pfadfindergruppe Neunkirchen sowie Vizeleutnant Andreas Kaltenbacher von der Entwicklungsabteilung der Militärakademie in der Stucker-Kaserne in Tamsweg auf Kinderferienlager. Unterstützt wurden sie von vier Frequentanten des BRG für Berufstätige Wachtmeister Martin Böhm, Wachtmeister Johannes Lechner, Wachtmeister Christian Schmiedberger und Korporal Julia Nußbaumer sowie von vier Pfadfindern der Gruppe Neunkirchen Hans Bauer, Bernhard Schwabl, Dagmar Beisteiner und Carina Eschbacher sowie von Mohammed Abou-Ghaba, dem allseits beliebten Busfahrer.
 
In der Tamsweger Kaserne bauten die 3 Mädchen- und 4 Burschengruppen zuerst ein Zeltlager auf, von wo alle Aktivitäten ausgegangen sind. Zwischen "normalen“ Freizeitaktivitäten wie Schwimmen oder Sportturnieren, gab es unter anderem die Besichtigung des Silberbergwerks in Ramingstein und das Abseilen von einer Brücke in eine Schlucht am Weg auf die Turrach.
Tamsweg hat einen sehr netten alten Stadtkern, der den Kindern sehr gefallen hat. An den Abenden wurde das Finale der Fußballweltmeisterschaft angeschaut, es fanden eine Karaokeshow und eine Filmvorführung von "Harry Potter 2", zwei Discoabende und ein Grillabend statt. Ein Erlebnis war eine Bootsfahrt im Weißpriachtal, leider unterbrach ein heftiges Gewitter den Riesenspaß, der jedoch am nächsten Tag fortgesetzt wurde. Weiter ging es nach Grebenzen neben St. Lambrecht auf die längste Sommerrodelbahn der Steiermark. Glimpflich ausgegangen ist dort für einen Burschen ein Biss einer Kreuzotter.
 
Militärpfarrer Mag. Siegfried Lochner besuchte am Mittwoch das Lager und konnte sich vom Wohlergehen der Kinder und Betreuer überzeugen.
Die Kinder bekamen für ihre Ordnung und andere Pflichten des Lagerlebens sowie für ihre erbrachten sportlichen Leistungen Punkte, die sie dann am Ende gegen Sachpreise wie Bücher oder Naschereien eintauschen konnten.
 
"Für die Kinder war das ein tolles Erlebnis" resümiert Mjr Kleinrath "einige wollten sich bereits für das Lager 2007 anmelden! Mein Dank gilt allen Verantwortlichen sowie den Betreuern für ihre Mitarbeit und Unterstützung am diesjährigen Kinderferienlager."
 

Vom 22. bis 23. Juni ging die heurige Pensionisten­wallfahrt der Militärpfarre Tirol 2 unter der Führung von MilDek  Mag. Josef Haas nach Heiligenblut. Es waren 49 Gläubige aus Innsbruck, Hall i. T. und den Bezirken Kufstein und Kitzbühel mit dabei.

Mit dem Bus ging es über Saalfelden und Zell am See nach Ferleiten an der Glocknerstraße zum Mittagessen im Gasthof Wildpark. Gestärkt fuhren wir weiter über die Großglocknerhochalpenstraße nach Obernaßfeld und besichtigten die Alpine Naturschau. Anschließend ging es über das Fuschertörl, Mittertörl und Hochtor hinunter nach Heiligenblut. Wir bezogen im Hotel „Lärchenhof“ die Unterkünfte.

Um 16 Uhr trafen wir uns in der Wallfahrtkirche Heiligenblut. Unser Militärpfarrer Josef Haas feierte mit uns die heilige Messe. Bis zum Abendessen erkundeten wir die Ortschaft Heiligenblut. Unterkunft, Abendessen und Frühstück waren im „Lärchenhof“ ausgezeichnet. Nach dem Frühstück, Abfahrt zur Franz-Josef-Höhe und wir besuchten die Ausstellung „Großglockner“.

Durch das schlechte Wetter blieb uns der Blick auf den Großglockner verwehrt, doch  konnten wir aus nächster Nähe Murmeltiere beobachten. Nach zwei Stunden Aufenthalt fuhren wir wieder über die Großglockner­hochalpenstraße zurück über das Hochtor Richtung Fuschertörl. Das Mittagessen nahmen wir in der Raststätte „Fuscherlacke“ ein. Der Wirt überraschte uns mit einem zahmen Murmeltier. Gestärkt traten wir unsere Heimreise an.

Wir bedanken uns bei unseren „Pfoara Josef“ für die Messfeier und  Reiseleitung und bei unserem Busfahrer Martin für die ausgezeichnete Fahrt.

Mehrere hundert Soldaten, Kinder aus Hötting, Zivilisten und Heeresangehörige der Militärpfarre Tirol 1 nahmen am 2. Juni an der Friedenswallfahrt zum Höttinger Bild teil. Im Gebet hatten wir Grund genug, Gott zu danken und zu bedenken, wie gut es ist, in Frieden leben zu können, frei, in einem freien Land.

Die Welt braucht den Frieden. Möge Gott uns diesen Frieden erhalten.

Am Mittwoch den 25. Mai vor Christi Himmelfahrt machten sich 120 Soldaten und Pensionisten mit ihren Frauen betend auf den Weg von Unterangerberg nach Mariastein, wo mit dem Läuten der Glocken wie alljährlich die Wallfahrer von Pfarrer Oberascher begrüßt wurden. Militärpfarrer Josef Haas lud die Pilger in die Gnadenkapelle im obersten Geschoss des Turmes zur Wallfahrtsmesse ein.

Das Motto der heurigen Friedenswallfahrt war. „In der Wahrheit liegt der Friede.“ Der Gottesdienst wurde musikalisch von einem Quartett der Militärmusik Salzburg umrahmt.
Das gemeinsame Mittagessen in der Enrichkaserne in Kufstein und das gemütliche Zusammensein waren ein würdiger Abschluss dieser Friedenswallfahrt zu „Unserer Frau vom Trost“ in Mariastein.

Ein Bericht von Gfr Christoph Dock   
 
Am Freitag, dem 5. Mai 2006, fand die Soldatenfirmung in der Georgskathedrale der Theresianischen Militärakademie statt. Österreichs Militärbischof Christian Werner hielt die feierliche Zeremonie ab, an der auch vier Zöglinge der fünften Klassen des Militärrealgymnasiums teilnahmen. Insgesamt 33 Firmlinge fanden sich zum Festakt ein, wobei neben Zöglingen und Soldaten auch Zivilpersonen das Sakrament empfangen durften.
 
Bischof Werner sprach in seiner Predigt über die Bedeutung des gegenseitigen Vertrauens ineinander, und gab weiters ein Erlebnis seines Freundes Weihbischof Lackner wieder. Dieser, selbst einmal Unteroffizier im Auslandseinsatz auf Zypern, habe sich bei einem Treffen mit steirischen Truppen von einer Murbrücke abgeseilt und somit sein Vertrauen gegenüber seinem Nächsten dargebracht. "In gleicher Weise“, so Werner, "mögen auch wir, liebe Brüder und Schwestern, unser Leben handhaben. So traut euch, loszulassen, denn nur so könnt ihr erst aufgefangen werden.“
 
Im Anschluss an den Gottesdienst und die vollzogene Firmung wurden alle Firmlinge und Festgäste zum gemeinsamen Mahl in die Burg eingeladen. Nach dem Tischsegen durch den Militärbischof konnten sich alle Beteiligten an einem reichhaltigen Schmaus und herrlichen Mehlspeisen erfreuen. Obst Hans Machowetz weihte die Gäste während des Nachtisches kurz in die Geschichte der Theresianischen Militärakademie ein, wobei es sich auch Akademiekommandant GenMjr Mag. Norbert Sinn nicht nehmen ließ, die Firmlinge persönlich willkommen zu heißen und zu beglückwünschen.

Der ökumenische Gottesdienst für die Garnison Enns wurde am 7. April 2006 um 11.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Enns / St. Marien gefeiert. Der Akademiepfarrer der HUAk, Militärdekan KR Mag. Msgr. Ewald Kiener und der evangelische Militärpfarrer von Oberösterreich, Militäroberpfarrer Mag. Dopplinger gestalteten die Feier. Für den musikalischen Teil sorgte ein Quartett der Militärmusik Oberösterreich.

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent MilRG & BRGfB/MilAk   
 
Nicht nur den Weg zum positiven Abschluss der achten Gymnasiumsklasse sondern auch den Weg der Glaubensfindung und zur Eingliederung in die katholische Kirche ging  ein Zögling  des Militärrealgymnasiums in Wiener Neustadt.
 
Im Rahmen der Osternachtfeier in der St. Georgs-Kathedrale empfing der aus Großbritannien stammende Niki Brandstetter, Zögling des Militärrealgymnasiums, aus den Händen seines Religionslehrers, Militärsuperior Mag. Siegfried Lochner, die Sakramente der Eingliederung in die Katholische Kirche.
 
Die heilige Taufe, die Firmung und die erste heilige Kommunion wurden dem Taufwerber  gespendet, wie es seit frühchristlichen Zeiten in der Liturgie der Osternacht üblich ist. Der überaus ergreifenden Zeremonie wohnte auch die Mutter Brandstetters bei, die eigens zu diesem Anlass aus Großbritannien angereist war. Als Pate fungierte sein langjähriger Klassenkamerad Mathias Zinkl.
 
Die Osternachtliturgie wurde mit Orgelspiel, von einem Bläserquartett und einer Choralschola feierlich umrahmt.
Ein Bericht von Mag. Alfred Weinlich, MilSuperior und Siegfried Wolf, Vzlt   
 
Am Mittwoch, den 15. Februar starteten wir vom Camp FAOUAR aus mit dreißig Teilnehmern und unter Führung unseres Padres A. WEINLICH in Richtung A-Seite zu unserer Recreation "HOLY PLACES“ (R-04).
Das Wetter bei der Abfahrt war ein "Infanteriewetter“ – kühl, windig, und es begann leicht zu regnen. Nachdem wir unsere Kameraden der 2. Kompanie am Stützpunkt 27 eingesammelt und die Kontrollen bei den syrischen und israelischen Checkpoints hinter uns gebracht hatten, ging es zügig weiter Richtung See Gennesaret.
 
Unsere ersten Stationen waren Kafarnaum, wo wir die griechisch-orthodoxe Kirche sowie die Ausgrabungsstätte der einstigen Synagoge und des Hauses des Apostels Petrus besichtigten, weiters der Berg der Seligpreisungen und schließlich Tabgha mit der Brotvermehrungskirche.
 
Am späten Nachmittag ging die Fahrt weiter Richtung JERUSALEM, wo wir um ca. 2200 Uhr im Österreichischen Hospiz freundlich empfangen wurden und Quartier bezogen.
Am nächsten Tag (Donnerstag) wurde das Museum für Holocaustgeschichte – in Yad Vashem – besucht. Unsere Führerin präsentierte im weltweit größten Museum dieser Art in chronologischer Reihenfolge den Holocaust als Wendepunkt der Geschichte für das jüdische Volk und die gesamte Menschheit. Das neue Museum in seiner prismenartigen Dreieckstruktur durchdringt den Berg, und wir folgten einem zentralen Weg, von welchem die Räume als &dbquo;Kapitel“ zu beiden Seiten abzweigen. Wir drangen immer tiefer in den Berg vor, näherten uns dem Ende der Geschichte (Ausstellung von mehr als 2500 Originalartefakten), einem Durchbruch, welcher ins Freie mündet und den Blick auf das Panorama von Jerusalem freigibt. Wir besuchten noch die &dbquo;Halle der Erinnerung“, wo die ewige Flamme brennt, und die Kindergedenkstätte. Auf unserem Weg Richtung Ausgang kamen wir an den vielen im "Garten der Gerechten“ gepflanzten Bäumen vorbei, auch an denen, die an das Ehepaar SCHINDLER (SCHINDLER´s Liste – Film von Steven SPIELBERG) erinnern sollen.
 
Der Nachmittag wurde gestaltet mit einem Kurzbesuch vor der Knesset, dem Parlament Israels, wo wir Fotos mit der fünf Meter hohen Menora, dem siebenarmigen Leuchter, machten, einem fantastischen Rundblick von der Haas-Promenade und einem Einkauf beim UNIFIL-PX, welcher außerhalb des Zentrums von Jerusalem angesiedelt ist.
 
Der Freitag brachte uns einen Rundgang durch JERUSALEM. Unser israelischer Führer zeigte uns zunächst in einem unterirdischen Tunnel freigelegte Teile der Westmauer des Tempels, sowie Straßen und Bögen aus der Zeit des Herodes. Nach einem Spaziergang vom Ölberg herab, mit Besichtigung der Vaterunser-Kirche, der Kirche Dominus flevit und der Kirche der Nationen, warfen wir noch einen Blick auf das jüdische Viertel der Altstadt und schlossen vor der Klagemauer, wo ständig Bewegung durch das Gebet und das Kommen und Gehen der Gläubigen herrscht.
 
Am Samstag standen nach der Besichtigung der romanischen Kreuzfahrerkirche St. Anna und der daneben liegenden Teichanlage von Betesda die vierzehn Stationen des Kreuzweges auf unserem Programm. Zwischen der zweiten und dritten Station liegt das Kloster Notre Dame de Sion. Unter der dortigen Ecce Homo-Basilika sahen wir Straßenpflaster aus der Zeit Hadrians, die unmittelbar auf dem Gelände des ehemaligen Richtplatzes des Pilatus, aus der Bibel unter dem Namen Lithostrotos bekannt, liegen sollen. Noch eine Etage tiefer gelangten wir zum Struthion-Teich, einer riesigen Zisterne. Am Ende des Weges erreichten wir die Kirche des Heiligen Grabes (Grabes- oder Auferstehungskirche), wo sich Gläubige aus den verschiedensten Ländern stundenlang geduldig anstellen, um ins Innere der dort vermuteten Grabstätte Jesu zu gelangen.
Wer jeweils am Abend noch fit war, konnte im neuen Teil JERUSALEMS unzählige nette Lokale entdecken und den Tag in froher Runde ausklingen lassen.
 
Sonntag war der Tag der Abreise von der Stadt – nach dem Auschecken aus dem Österreichischen Hospiz ging die Busfahrt Richtung NAZARET, der Stadt wo Jesus aufgewachsen war. Die prachtvolle Verkündigungsbasilika, die St. Josefs- und St. Gabrielskirche wurden ausführlich besichtigt. Dort trafen wir auch eine größere Reisegruppe aus Oberösterreich, die mit ihrem Altbischof Maximilian AICHERN unterwegs war.
Nach kurzer Mittagsrast fuhren wir weiter auf den Mount Tabor (= Berg der Verklärung), wo unser Padre eine interessante Einweisung hielt und anschließend um 1500 Uhr mit uns die Sonntagsmesse feierte.
 
Die Rückfahrt führte uns über TIBERIAS, wo wir am frühen Abend das Hotel bezogen, und einige "nimmermüde“ Teilnehmer noch die Straßen und das Nachtleben von TIBERIAS, das einst wichtige Festung der Kreuzfahrer und der Türken war, erkundeten.
Frühmorgens um 0600 Uhr brachen wir Richtung Syrien auf, wo wir dann am Vormittag im Camp FAOUAR etwas müde, aber gesund und um etliche Erfahrungen reicher, wohlbehalten eintrafen.
 
 

Am 9. Jänner 2006 fand heuer der traditionelle Gottesdienst zum Gedenktag (8.1.) des Heiligen Severin statt. Zelebranten waren P. Johannes Teufl und unser Militärpfarrer Militärdekan KR Mag. Msgr. Ewald Kiener. Für die musikalische Begleitung sorgte Vzlt Gerald Löffler an der Orgel. Es nahmen ca. 30 Personen, an der Spitze der Akademiekommandant Bgdr Rotter, bei der Feier teil.

Militärbischof Mag. Christian Werner wird am 8. Dezember 2005 in der St. Georgskathedrale in der Wr. Neustädter Burg dem Militärdiakon MMag. Alexander Wessely das heilige Sakrament der Priesterweihe spenden.
 
MMag. Alexander Wessely, Geburtsjahrgang 1973, absolvierte nach der Ausbildung zum Kindergartenpädagogen, einer Schauspielausbildung und dem Studium der Theaterwissenschaften und der Pädagogik das Studium der Theologie. Neben zahlreichen Tätigkeiten im Bereich der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit ist Wessely seit 1993 als Religionslehrer der Erzdiözese Wien bestellt. Im Jahr 2003 wurde Wessely zum Militärdiakon geweiht und wirkte im Bereich des Militärordinariates der Republik Österreich.
 
MMag. Alexander Wessely wird mit Anfang des Jahres 2006 die Militärpfarre Burgenland übernehmen, wo er dem kürzlich in den Ruhestand getretenen Militärdekan Franz Goldenits als Militärpfarrer nachfolgt.
 
 
 
 

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