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Am 25. Juli gedenkt die Kirche einer ihrer Großen, nämlich des Hl. Christophorus. Ein Schutzheiliger, ein Nothelfer, der sich auch heute noch aus der Schar der Heiligen hervortut, während andere mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

Wer kennt sie nicht – die Autoplaketten mit Christophorus und dem Jesukind auf den Schultern, die immer noch zuhauf in Autos oder an und in sonstigen Verkehrsmitteln zu finden sind? Was nicht dabei bedacht wird, ist, wie alt diese Person, oder die Legende um diese Person bereits ist. Aber sichtlich leben gewisse Legenden und "legendäre" Gestalten länger fort als manches aus unserer unmittelbaren Vergangenheit, das bald schon wieder dem Vergessen anheimfällt.

Von hünenhafter Größe soll er gewesen sein, und würde man heute nach den „Likes“ gehen, wäre er einer der ganz großen Stars in der Riege der Schutzheiligen und Nothelfer. Was aber interessant ist, ist, dass er trotz dieser Beliebtheit 1969 aus dem römischen Festkalender gestrichen wurde – aufgrund mangelnder oder fehlender historischer Quellen.

Legende oder Wirklichkeit?
Um seine Person und Gestalt ranken sich zahlreiche Legenden, aber verifizierbare Einzelheiten aus dem Leben des Heiligen sind nur schwer ausfindig zu machen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er für viele heute nie historisch existiert hat und er damit folglich zu einer rein legendenhaften Gestalt wird.
Und doch gibt es Fakten und Überlegungen, die dem entgegentreten:
• Um die Gestalt des Christophorus haben sich Legenden gebildet. Was dieses Genre jedoch auszeichnet, ist, dass es einen wahren und historischen Kern besitzt, um den sich dann Ausschmückungen gebildet haben.
• Als ein weiteres Zeugnis für seine Existenz gilt die Weihe einer Kirche im Jahr 454 in Chalkedon, dem heutigen Istanbul. Kirchen wurden zur damaligen Zeit immer nur auf Märtyrer geweiht. Diese besagte Kirche wurde einem gewissen heiligen Christophorus geweiht. Also ein weiteres Indiz dafür, dass Christophorus gelebt hat und den Märtyrertod gestorben ist.

Ein vielseitiger Schutzpatron
Wie auch immer: Christophorus ist bis heute in unserer Erinnerung lebendig und er ist nach wie vor der Schutzpatron der Reisenden, aber auch der Schutzheilige der Schatzsucher, der Gärtner, der Bergleute und der Zimmerer. Er wird „angerufen“ zum Schutz vor Hagel und Feuersbrünsten, man wendet sich ihm zu bei Augenleiden und bei Zahnschmerzen. Im Spätmittelalter kam noch ein weiteres Element seiner Wirkmächtigkeit hinzu: in dieser Zeit bildete sich der Glaube aus, dass derjenige nicht plötzlich und unerwartet stirbt, der ein Christophorusbild an diesem Tag angeschaut hat. So wurde aus dem Begleiter in eine „gute Sterbestunde“ hinein ein Bewahrer und Beschützer vor dem (unerwarteten und unvorbereiteten) Tod.

Der Heilige, der mit einem Hundskopf oder einem Eselskopf dargestellt wird
Als Riese mit einem Hundskopf (Kynokephale) wird Christophorus auf Ikonen in St. Petersburg und Sophia oft dargestellt. Diese besondere Darstellung des Heiligen würde für die These sprechen, dass der Kult um seine Personen im hellenistisch-ägyptischen Bereich entstanden sein könnte. Viel plausibler ist aber folgende Hypothese: Der hünenhafte Mann hat sich für die römische Armee anwerben lassen, ist danach mit dem Christentum in Kontakt gekommen und hat sich unter dem Namen Christophorus zum Christentum bekehrt. Aufgrund seiner Zuwendung zum Christentum und dem Nichtablassen davon wurde er zum Tode verurteilt und enthauptet. Damit hat Christophorus, was übersetzt der Christusträger bedeutet, Christus bis zu seinem Martyrium in seinem Innersten getragen – wie auch der Esel Christus nach Jerusalem am Palmsonntag getragen hat. So hat sich auch der Brauch herauskristallisiert, dass Christophorus in der Kunst mit einem Eselskopf dargestellt wurde, aus dem in späterer Zeit dann ein Hundskopf wurde. Somit würde sich diese Ikonographie ganz im Schoß des Christentums entwickelt haben und nicht im heidnischen Bereich.

Heute gedenkt die Kirche einer der wohl am meist umstrittensten und viel diskutiertesten weiblichen Personen in der Bibel: Maria Magdalena – auch Maria von Magdala genannt. Und vieles wurde ihr nachgesagt und „angetextet". So wurde sie als Sünderin, als Prostituierte verunglimpft, andere hielten und halten sie für die Liebhaberin Jesu.
In Anbetracht all dieser Diskussionen, Theorien … setzte Papst Franziskus 2016 ein bedeutsames Zeichen, indem er sie mit den restlichen Aposteln gleichstellte. Und das zu Recht: Immerhin war es ja auch besagte Maria Magdalena, die Jesus auf seinem Weg hin zum Kreuz begleitet hatte, nicht von seiner Seite gewichen ist und ihn nicht verleugnete.

Zum Namen Maria Magdalena
Maria Magdalena ist - neben der Mutter Jesu - die einzige Frau, deren Name in allen vier Evangelien Erwähnung findet. Ihr Name lässt schon an- und durchklingen, dass es sich bei ihr um eine emanzipierte, ja eigenständige Persönlichkeit handelt, denn anders als für Frauen zur Zeit Jesu üblich, ist sie weder nach dem Ehemann, noch nach dem Sohn und auch nicht nach dem Bruder benannt. Maria Magdalena, auch Maria von Magdala genannt, wird nach ihrem Geburtsort am See Genezareth benannt.

Maria Magdalena, die Jüngerin Jesu: treu an der Seite des Herrn
„Und es geschah in der folgenden Zeit: Er wanderte von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren […]“ – Lk 8,1-2
Geht man nach dem Evangelisten Lukas, dann verließ Maria Magdalena, nachdem sie von Jesus geheilt worden war, ihren Geburtsort, schloss sich der Gruppe um Jesus an und wurde zu einer seiner treuesten Anhängerinnen. Diese Treue zeigte sich ganz besonders darin, dass sie bis zum Schluss, bis zur Kreuzigung, nicht von der Seite Jesu wich. Selbst bei der Abnahme Jesu vom Kreuz war sie dabei und verblieb trauernd an seinem Grab.

Maria von Magdala - Zeugin der Auferstehung
Die enge Verbindung zwischen Maria von Magdala und Jesus kommt auch darin zum Ausdruck, dass Jesus ihr als erster nach seiner Auferstehung erschien. Sie erkannte ihn allerdings nicht, hielt ihn für den Gärtner. Erst als der Auferstandene ihren Namen sprach, wurde ihr bewusst, wer tatsächlich vor ihr stand.

Umstrittene Persönlichkeit und ein signifikantes Zeichen
„Und siehe, eine Frau, die in der Stadt lebte, eine Sünderin, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers zu Tisch war; da kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran zu seinen Füßen. Dabei weinte sie und begann mit ihren Tränen seine Füße zu benetzen. Sie trocknete seine Füße mit den Haaren ihres Hauptes, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.“ – Lk 7, 37-38

Über die Person von Maria Magdalena und ihre Heiligkeit wurde und wird viel diskutiert. In den Evangelien erscheint sie als Anhängerin Jesu, als treue Begleiterin des Herrn. 591 bezeichnete Papst Gregor I. sie als die anonyme Sünderin und verbindet sie mit der Person, die Jesus im Lukasevangelium die Füße wusch. In der Popkultur wird Maria Magdalena zur Liebhaberin Jesu stilisiert.

All diese Debatten und Theorien im Hintergrund habend, setzte Papst Franziskus 2016 ein wichtiges Zeichen: er stellte in diesem Jahr Maria von Magdala den restlichen Aposteln der Kirche gleich und verwies damit auf die besondere Bedeutung und Stellung dieser Frau.

„Lieber will ich selbst vor Hunger sterben, als den Armen, die sonst verzweifeln müssten, meine Hilfe zu versagen. Gott wird mir in Zukunft schon helfen; jetzt aber will ich die noch vorhandenen Lebensmittel unter die hungrigen Armen austeilen.“ (Elisabeth von Portugal)

Eine Frau von Adel
Elisabeth wurde 1271 als Tochter von König Peter III. von Aragon und Konstanze von Navarra geboren. Damit war sie mütterlicherseits eine Urenkelin des Hohenstaufenkaisers Friedrich II und auch eine Großnichte von Elisabeth von Thüringen.. Bereits mit 12 Jahren wurde sie mit dem König Dionysius von Portugal verheiratet. Mit ihm hatte zwei Kinder. Die Ehe der beiden Adeligen galt als schwierig. Er ging einseits viele außereheliche Beziehungen ein, andererseits galt er als äußerst eifersüchtig.

Elisabeth – die Wohltätige
Je mehr sich ihr Mann den Zügellosigkeiten hingab, desto mehr wandte sich Elisabeth dem religiösen Leben zu. Mit ihren Gütern, mit denen sie im Ehevertrag ausgestattet worden war, förderte sie Klöster - so das 1264 gegründete Kloster Santa Clara in Santarém - Kirchen und zahlreiche Spitäler.

Elisabeth – die Friedensstifterin
Zweimal zog sie unbewaffnet aus, um Krieg zu verhindern: dass erste Mal, als ihr Sohn Alfons IV. - aus Sorge um sein Erbe - seinem Vater den Krieg erklärte, das zweite Mal, als 1336 ein Krieg zwischen ihrem Sohn Alfons IV. und seinem Schwiegervater, dem König von Kastilien, ausbrach. Beide Male stelle sie sich hier unbewaffnet zwischen die Fronten und verhinderte den Ausbruch der Kämpfe.

Wie schon ihrer Großtante Elisabeth von Thüringen/Ungarn sagt man auch ihr ein Rosenwunder nach: Die Legende erzählt, dass sie die Burg in Leiria an einem Wintermorgen verließ, um Brot unter den Armen zu verteilen. Damit dies nicht auffiel, verhüllte sie das Brot mit ihrem Schleier. Auf dem Weg zu den Ärmsten wurde sie von ihrem Mann überrascht, dem ihre Großzügigkeit und Wohltätigkeit nicht gefiel. Er fragte sie, was sie da verstecke. Elisabeth erwiderte, dass es Rosen seien. Ihr Mann glaubte ihr nicht – schließlich war es ja Jänner. So musste Elisabeth das Tuch hochheben, doch es lagen tatsächlich „nur“ Rosen statt der Brote darunter.

Kanonisation
1516 wurde Elisabeth durch Papst Leo X. seliggesprochen, am 24. Juni 1625 von Papst Urban VIII. heiliggesprochen.

Ihre Attribute
Rosen (als Symbol der portugiesischen Könige), sie wird auch oft Kranke pflegend dargestellt

Elisabeth - die Patronin
Sie ist Patronin von Portugal, Coimbra, Estremoz, Saragossa; gegen Kriegsnot

Seit dem Jahr 1923 wird ein Fest aller Märtyrer, die durch die Verfolgung Neros ihr Leben ließen, am 30. Juni gefeiert. Der neue römische Kalender dehnte diesen Gedenktag auf die ganze Kirche aus.

Kaiser Nero, der die Stadt Rom in Flammen aufgehen ließ, beschuldigte das Volk der Christianer (die Christen), dies getan zu haben, um das Gerücht von sich zu weisen, dass er der Brandstifter wäre.

Infolge wurden zuerst die Leute verhaftet, die bekannten, Christen zu sein, dann diejenigen, die von der ersten Gruppe genannt wurden. Die Christen wurden zwar nicht der Brandstiftung überführt, wohl aber beschuldigte man sie des allgemeinen Menschenhasses.

Die so dem Tode geweihten Christen wurden in Tierfelle gehüllt und infolge von Hunden zerfleischt, sie wurden ans Kreuz genagelt oder am Abend als Fackeln angezündet. Für all dieses „Schauspiele“ stellte Nero seinen Park zur Verfügung, in dem er sich gerne im Aufzug eines Wagenlenkers unter das Volk mischte. Dies berichtet Tacitus im 15. Buch seiner Annalen.

Am heutigen Tag gedenkt die Kirche zweier Apostel, die bis heute vielen noch dem Namen nach bekannt sein dürften: Petrus und Paulus.
Der 29. Juni wurde ihnen gewidmet, weil – so der Legende nach - an diesem Tag im Jahre 258 deren Gebeine aus den ursprünglichen Gräbern entnommen und in die Katakomben an der Via Apia transferiert wurden. Seit dem 4. Jahrhundert nach Christi sind Feiern an diesem Tag belegt. In der römisch-katholischen Kirche hat aufgrund der herausragenden Bedeutung dieser beiden Aposteln dieser Tag den Rang eines kirchlichen Hochfestes inne.

Petrus: Sein ursprünglicher Name war eigentlich Simon. Er wurde um das Jahr 1 geboren und war Fischer in Kafarnaum am See. Durch seinen Bruder Andreas kam Petrus zu Jesus, der ihm den Namen Kephas, was übersetzt Fels (woraus dann lat. Petrus wurde) bedeutet.
Von Petrus berichtet die Bibel, dass er Zeuge aller großen Ereignisse im Leben Jesu war. Jesus sah in ihm etwas Besonderes, nämlich die „tragende Rolle“ für die Kirche. So soll Christus zu ihm gesagt haben: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ (Mt16,18).
Petrus vollbrachte im Zuge seines Wirkens viele Wunder, er unternahm verschiedene Missionsreisen, die ihn auch bis nach Rom führten. Er wird zum Begründer und zum Haupt der Kirche von Rom. Von ihm leitet sich bis in die heutige Zeit das Papstamt (Petrusamt) des römischen Bischofs ab. Im Jahr 64 wurde Petrus in Rom unter Kaiser Nero mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. Über seinem heutigen Grab erhebt sich der Petersdom.

Paulus, um das Jahr 10 in Tarsus in Kleinasien geboren, war jüdischer Abstammung und römischer Bürger. Sein ursprünglicher Name war Saulus. Er gehörte den Pharisäern an und er war hochgebildet. Anfangs zählte er zu den massiven Gegnern der neuentstandenen Gruppe der Judenchristen (1 Kor 15,9), auch war er an der Steinigung des heiligen Stephanus beteiligt (siehe Apg 7,58ff). Auf einer Reise nach Damaskus erschien ihm Jesus (Damaskusereignis Apg 9,3–29). Dieses bewirkte in Saulus eine vollständige Umkehr. Aus Saulus wurde Paulus. Er schloss sich den Christen an, ließ sich taufen, missionierte als Paulus in vielen Ländern. Aus dem Verfolger der Christen wurde der bedeutendste Missionar seiner Zeit für das Christentum. Im Jahr 64 oder 67 wurde Paulus - ebenfalls wie Petrus - unter Kaiser Nero zum Tod verurteilt. Sein Grab befindet sich heute in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern.

Laut Überlieferung starb die heilige Hemma von Gurk im Jahr 1045. Man weiß wenig von ihr. Wirklichkeit und Legende in der Überlieferungsgeschichte sind zu eng verwoben sind. Und doch lässt sich aus den wenigen uns erhaltenen Quellen das Bild einer Frau rekonstruieren, die in vielen Bereichen des heutigen Lebens noch Strahlkraft besitzt und immer noch Vorbild sein kann.

Eine der einflussreichten und reichsten Frauen ihrer Zeit in Kärnten
Hemma zählte zu ihrer Zeit zu den reichsten und einflussreichsten Frauen im Kärnten. Mit Kaiser Heinrich II. war sie verwandt, mit dem Grafen Wilhelm von Friesach und an der Sann war sie verheiratet. Von ihren Ahnen erbte sie reiche Besitztümer: So in Kärnten das Gurk- und Metnitztal, den Ort Zeltschach, Güter und Burgen im Trixnertal sowie Ländereien an der Save um Brestanica (Reichenburg) und im Gurkfeld im heutigen Slowenien.

Was Hemma mit vielen Frauen ihrer Zeit teilte, war der Verlustes ihrer Kinder und die frühen Witwenschaft: Um 1036 wurde ihr Mann, vom aufständischen und mittlerweile abgesetzten Kärntner Herzog Adalbero von Eppenstein ermordet.

Hemma, die Klosterstifterin und ihr Erbe - die Diözese
Ein Großteil ihres Vermögens verwendete sie zur Stiftung zweier Klöster: Admont und Gurk. Die Gründung des Benediktinerklosters in der Obersteiermark erfolgte erst einige Jahre nach ihrem Tod, die Fertigstellung des Frauenstiftes in Gurk durfte sie selbst noch erleben. Die erste Kirche in Gurk wurde der Gottesmutter am 15. August des Jahres 1042 oder 1043 geweiht. Wenige Jahre nach der Vollendung dieses Werkes starb Hemma und wurde in ihrer Klosterkirche beigesetzt.

Das Nonnenkloster in Gurk sollte aber keinen langen Bestand haben. Erzbischof Gebhard von Salzburg hob es auf. Statt dessen errichtete er an seiner Stelle das Bistum Gurk. Diesem wurde dann auch der größte Teil des Besitzes des Hemma-Klosters übertragen. Das Andenken an die Gräfin von Friesach schien mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Erst im Kampf um die Unabhängigkeit von Salzburg erinnerten sich Bischof und Domkapitel von Gurk wieder an ihre eigentliche Stifterin Hemma.

Im Jahr 1174 wurden in die eben fertiggestellte 100säulige Krypta des Gurker Domes die sterblichen Überreste von Hemma aus der alten Klosterkirche feierlich übertragen und dort beigesetzt. Seither blieb sie als Stifterin von Gurk bleibend im Gedächtnis.

Hemma, die heilige Frau
Die offizielle Heiligerklärung von Hemma durch Rom erfolgt erst im Jahr 1938 erfolgte. Aber schon durch Jahrhunderte wurde sie von den Gläubigen als Heilige verehrt. Man vergaß nicht, dass Hemma sich als großzügige Gründerin von Klöstern und Kirchen hervortat. So gehen in Kärnten - neben Gurk - die Gründung der Pfarrkrichen Glödnitz, Lieding, St. Radegund, Lorenzenberg, St. Lambert, St. Georgen am Weinberg und St. Margarethen bei Töllerberg direkt auf die Initiative Hemmas zurück

Hemma blieb als eine gerechte Herrin in Erinnerung, was sich in der Legende vom gerechten Lohn bis heute erhielt, aber auch als eine fromme Frau im Volk verankert, die trotz ihrer schwerer Schicksalsschläge weder rebellierte noch verzweifelte, sondern alles Schmerzhafte und Leidvolle, das ihr widerfuhr, als Ratschluss Gottes mit Blick auf die Gottesmutter Maria zum Positiven wenden und sehen konnte.
All dies und andere Erinnerungen an diese besondere Frau ließen schon bald Menschen aus Kärnten, der Steiermark und aus dem heutigen Slowenien, also aus den ehemaligen Wirkungsstätten Hemmas, zu ihrem Grab nach Gurk pilgern. Von vielen wird berichtet, dass sie dort auf Fürbitte Hemmas Rat, Trost und Heilung erfuhren.

So wie diesen sollte auch uns nicht in erster Linie ein bestimmtes Jahr Anlaß für unser Gedenken sein, sondern der Todestag der heiligen Hemma. Seit Jahrhunderten wird ihr Todestag alljährlich am 27. Juni in Gurk festlich begangen.

 

75, Foto von Bischof ZakSt. Pöltner Bischof war zwischen 1969 und 1985 auch als Militärvikar für Österreich tätig
Am 30. Juni hätte Bischof Franz Žak seinen 100. Geburtstag gefeiert. Neben seinem Amt als Diözesanbischof von St. Pölten, das er ab 1961 innehatte, bestellte ihn Papst Paul VI. am 8. Mai 1969 als Nachfolger des Wiener Erzbischofs Kardinal Franz König zum Militärvikar für Österreich. In seiner Zeit als Militärvikar setzte er sich mit großer Hingabe für die seelsorgliche Betreuung der Soldaten ein. Ebenso erließ er im Jahr 1977 die Statuten des Ordens des Heiligen Georg als kirchliche Auszeichnung des Militärvikars. Sein Wahlspruch lautete Juste, pie, fortiter („Gerecht, fromm, tapfer“). Alfred Kostelecky folgte ihm 1986 als erster Militärbischof nach der Neuordnung der Militärseelsorge durch die Apostolischen Konstitution Spirituali Militum Curae nach.

Žak war Konzilsteilnehmer: Zwischen 1962 und 1965 nahm Žak am Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom teil. Das Konzil bezeichnete er immer wieder als „das größte Ereignis seines Lebens“. Es wurde richtungsweisend für alle Bereiche seines bischöflichen Wirkens.

1991 reichte er als St. Pöltner Diözesanbischof aus Altersgründen seinen Rücktritt ein. Am 27. Mai 1992 wurde ihm vom niederösterreichischen Landeshauptmann Siegfried Ludwig  das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Franz Žak verstarb am 28. Jänner 2004, beigesetzt wurde er am 11. Februar in der Bischofsgruft des St. Pöltner Doms.

Foto: MilDioz

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