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Mit einer Aktualisierung der Rahmenordnung zur Feier öffentlicher Gottesdienste hat die österreichische Bischofskonferenz auf neue staatliche Vorgaben reagiert, die regional autonome Vorgehensweisen bei der Corona-Bekämpfung ermöglichen. Hieß es bereits bisher, dass der jeweilige Ortsbischof Detailbestimmungen für Pfarren in einer Region oder gegebenenfalls für seine gesamte Diözese erlassen könne, so hält die neue Rahmenordnung, die am Dienstag, 23. März, unter www.bischofskonferenz.at/behelfe/corona-rahmenordnung veröffentlicht wurde, fest, dass ein Bischof diese Anpassungen folgend der staatlichen Rechtslage vornehmen müsse.

Wörtlich heißt es dazu in einer Fußnote der Rahmenordnung: "Wenn regionale Verschärfungen der staatlichen Rechtslage erfolgen, muss der Diözesanbischof auf Diözesan-, Dekanats- oder Pfarrebene ebenfalls entsprechende Verschärfungen anordnen; umgekehrt kann er auch weniger einschränkende Bestimmungen in Kraft setzen, soweit diese Bestimmungen den in diesen Bereichen geltenden Regelungen des staatlichen Rechts für vergleichbare Situationen entsprechen." Einen weiteren Unterschied zur bisher geltenden Rahmenordnung stellt außerdem die Erlaubnis von Trauungen "im kleinsten Kreis" dar. Bisher galt, dass Trauungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben seien.

Darüber hinaus hält die neue Rahmenordnung fest, dass die Feier öffentlicher Gottesdienste prinzipiell unter Einhaltung des Zwei-Meter-Mindestabstandes für Personen, die nicht in einem Haushalt leben, und dem verpflichtenden Tragen einer FFP2-Maske möglich bleibt. Dies gilt sowohl für Gottesdienste in geschlossenen Räumen wie auch im Freien. Die Maskenpflicht gilt während des gesamten Gottesdienstes. Ausgenommen davon sind Schwangere und Kinder bis zum 6. Lebensjahr; Kinder von 6 bis 14 können statt der FFP2-Maske auch weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Mindestabstand und FFP2-Masken-Pflicht

Um den gebotenen Abstand zu anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einzuhalten, sind Vorkehrungen wie das "Absperren von Kirchenbänken" zu treffen, heißt es in der Rahmenordnung. Der Mindestabstand von zwei Metern darf dann unterschritten werden "wenn dies die Vornahme religiöser Handlungen erfordert", wie etwa bei der Spendung von Sakramenten. In diesem Fall ist immer eine FFP2-Maske zu tragen.

Weiters legt die Rahmenordnung wie schon in der bisherigen Fassung fest, dass Gottesdienste "in der gebotenen Kürze" zu feiern sind und ein "Willkommensdienst" darauf zu achten hat, dass Abstände eingehalten und Menschenansammlungen verhindert werden. Weiterhin nicht möglich bleiben außerdem Gemeinde- und Chorgesang. Nicht betroffen davon ist der Gesang von bis zu vier Solisten. Diese oder eine Kantorin bzw. ein Kantor sollen wenigstens die unbedingt notwendigen Gesänge übernehmen; an die Stelle der übrigen Gesänge solle Instrumentalmusik (Orgel, bis zu vier Soloinstrumente) treten. "Diese Regelungen gelten auch für Gottesdienste im Freien", wird festgehalten.

"Soweit für das Wahrnehmen der liturgischen Dienste (Priester, Lektor/Lektorin, Kantor/Kantorin etc.) das Tragen einer FFP2-Maske während der Feier nicht möglich ist, sind diese für den unbedingt notwendigen Zeitraum davon befreit, müssen aber zur Kompensation größere Sicherheitsabstände bzw. die im Folgenden ausgeführten Konkretisierungen für Handlungen im rituellen Vollzug einhalten", lautet eine weitere Ausnahme. Da ein häufiges An- und Ablegen einer FFP2-Maske problematisch sei, wird jene Person, die den Gottesdienst leitet - also meist der Priester - in der Regel auch keine Maske tragen. Der Dienst von Ministranten und Ministrantinnen ist mit 2 Metern Mindestabstand und Maske möglich.

Allgemeine Regeln

Zu den allgemeinen Regeln gehört, dass in den Kirchen die Weihwasserbecken entleert und gereinigt sind. Beim Kircheneingang sind gut sichtbar Desinfektionsmittelspender bereitzustellen. Flächen oder Gegenstände (z. B. Türgriffe, aber auch Bücher, Bänke, Ambo), die wiederholt berührt werden, müssen häufig gereinigt und desinfiziert werden. Ein Willkommensdienst aus der Pfarrgemeinde soll vor dem Gottesdienst die Ankommenden empfangen und die nötigen Hinweise geben. Die Kirchen müssen "vor und nach den Gottesdiensten bestmöglich durchlüftet" werden.

"Wer krank ist, sich krank fühlt oder bei wem der Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung besteht, muss auf die Teilnahme an einer gemeinsamen Gottesdienstfeier verzichten", heißt es ausdrücklich. Solche Personen dürfen daher "zum eigenen Schutz und zum Schutz der anderen keinen liturgischen Dienst ausüben". "Wer aus gesundheitlichen Gründen Bedenken hat oder verunsichert ist, ist eingeladen, daheim als Hauskirche Gottesdienst zu halten und sich im Gebet mit anderen zu verbinden", heißt es dazu weiter unter Verweis auf Videomeetings und Gottesdienstübertragungen in den verschiedenen Medien.

Wer einen liturgischen Dienst wahrnimmt, hat vor dem Gottesdienst die Hände gründlich zu waschen oder zu desinfizieren. Sollte es bei der Wahrnehmung eines liturgischen Dienstes, wie beispielsweise der Kommunionspendung, zu einem direkten Handkontakt gekommen sein, "so ist die liturgische Handlung zu unterbrechen. Die Betroffenen waschen bzw. desinfizieren ihre Hände. Dann kann die Feier fortgesetzt werden", wird ausdrücklich festgehalten.

"Die Pfarren halten ihre Kirchen tagsüber offen und laden ein zum persönlichen Gebet", wird erneut festgehalten. Auch dabei gilt der Mindestabstand von zwei Metern und die FFP2-Maskenpflicht. Nach wie vor darf man sich beim Gottesdienst zum Friedensgruß nicht die Hand reichen. Körbchen für die Kollekte sollen nicht weitergereicht, sondern z. B. am Ein- und Ausgang aufgestellt werden.

Detailregeln für Kommunionempfang

Detaillierte Regel gibt es rund um den Kommunionempfang: So müssen die Hostien während der Messe bis zur Kommunionspendung zugedeckt sein. Kurz vor dem Austeilen der Hostien muss der Priester die FFP2-Maske anlegen und bei der Kredenz im Altarraum die Hände gründlich waschen oder desinfizieren. Das gilt auch für die anderen Kommunionspender, "sie empfangen die Kommunion aus hygienischen Gründen erst nach dem Kommuniongang der Gemeinde", wird festgehalten.

Beim Kommuniongang ist von den Gläubigen der Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Die Worte "Der Leib Christi - Amen" entfallen unmittelbar beim Empfang der Kommunion durch die Gläubigen. Der Priester kann diese Worte aber nach dem "Seht das Lamm Gottes ... Herr, ich bin nicht würdig" sprechen, worauf alle mit "Amen" antworten. "Handkommunion ist dringend empfohlen", wird betont und weiter heißt es dazu: "Mit der heiligen Kommunion in den Händen treten die Gläubigen wenigstens zwei Meter zur Seite, um in Ruhe und Würde die Kommunion zu empfangen." Eine Präzisierung betrifft die Mundkommunion: Sie ist "nur möglich, wenn diese zum Abschluss des Kommuniongangs empfangen wird".

Taufen und Trauungen dürfen unter der Vorgabe "im kleinsten Kreis" stattfinden. Weiterhin kann die "Beichte nur außerhalb des Beichtstuhles stattfinden, bevorzugt in einem ausreichend großen und gut durchlüfteten Raum", in dem der Mindestabstand von zwei Metern gewahrt wird, so die Rahmenordnung. Dabei könne das Aufstellen einer Plexiglasscheibe auf einem Tisch in der Mitte hilfreich sein; "andernfalls ist das Tragen von FFP2 Masken notwendig".

Bei der Krankenkommunion und beim Viaticum (Wegzehrung) außerhalb von Krankenhäusern und Pflegeheimen muss im Vorfeld der Besuch mit den Angehörigen gut besprochen und vorbereitet werden. Davor und danach hat sich der Priester gründlich die Hände zu waschen oder zu desinfizieren.

"Am Friedhof und in Aufbahrungshallen müssen die staatlichen Vorgaben eingehalten werden; diese sehen eine Höchstzahl von 50 Personen vor", heißt es unter Bezugnahme auf die aktuelle Corona-Verordnung.

Detailregeln für Karwoche und Ostern

Am vergangenen Freitag, 19. März, hatte die Bischofskonferenz bereits detaillierte Regelungen für die öffentlichen Gottesdienste und Feiern in der Karwoche und zu Ostern erlassen. Demnach sind die Feiern der Heiligen Woche und Ostern heuer "unter den Bedingungen der aktuell geltenden Rahmenordnung" und unter spezieller Berücksichtigung einiger weiterer Vorgaben möglich, so die Bischöfe.

Damit setzte die Bischofskonferenz im Wesentlichen die Vorgaben der vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 17. Februar um. Konkret bedeutet dies, dass Gottesdienste unter Beachtung der FFP2-Maskenpflicht und der Einhaltung des Mindestabstandes von zwei Metern für Personen, die nicht in einem Haushalt leben, möglich sind. Dies gilt u. a. auch für Prozessionen am Palmsonntag sowie zu Ostern. Entfallen muss hingegen die Tradition der Fußwaschungen am Gründonnerstag. (Alle Detailregelungen für die Karwoche und Ostern: www.bischofskonferenz.at/karwoche-ostern-2021)

Wird es heuer möglich sein, die traditionellen Gottesdienste der Karwoche als höchster Festwoche im Kirchenjahr zu feiern? Auf diese Frage, die viele Gläubige nach dem Ausfall öffentlicher Gottesdienste im vergangenen Jahr umtreibt, haben die österreichischen Bischöfe nun eine klare und positive Antwort gegeben: "Die Feiern der Heiligen Woche und zu Ostern sind unter den Bedingungen der aktuell geltenden Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Feier öffentlicher Gottesdienste nach Maßgabe der im Folgenden angeführten Präzisierungen möglich." (Im Wortlaut abrufbar sind die Regelungen unter www.bischofskonferenz.at/karwoche-ostern-2021)

Die Regelungen für die Feier der Gottesdienste in der Heiligen Woche und zu Ostern setzen im Wesentlichen die Vorgaben der vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 17. Februar um. Konkret bedeutet dies, dass Gottesdienste unter Beachtung der FFP2-Maskenpflicht und der Einhaltung des Mindestabstandes von zwei Metern für Personen, die nicht in einem Haushalt leben, möglich sind.

Dies gelte auch für die Prozessionen am Palmsonntag sowie zu Ostern, halten die Bischöfe fest: "Eine Prozession ist nur möglich, wenn sichergestellt ist, dass ein Abstand zu anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, von mindestens 2 Metern jederzeit eingehalten wird. Die FFP2-Maske ist während des gesamten Gottesdienstes verpflichtend." Wenn keine Prozession möglich sein sollte, könne das Gedenken an den Einzug Jesu in Jerusalem auch im Innern der Kirche mit dem Einzug verbunden werden. Möglich sei auch eine Gestaltung des Palmsonntagsgottesdienstes zur Gänze im Freien.

Entfallen muss corona-bedingt die Tradition der Fußwaschung am Gründonnerstag, heißt es in dem Dokument weiter. Ebenso müsse am Ende des Gottesdienstes vom Letzten Abendmahl jede Form einer allgemeinen Prozession entfallen. "Möglich ist aber die Übertragung des Allerheiligsten in einer Prozession der liturgischen Dienste an den Ort der Aufbewahrung."

Die am Karfreitag übliche Kreuzverehrung müsse heuer beschränkt werden auf die Verneigung oder eine Kniebeuge - eine Berührung des Kreuzes, wie vielerorts üblich, ist nicht erlaubt. Zudem empfehlen die Bischöfe, aus Anlass der Pandemie eine eigene, zusätzliche Fürbitte zu halten. Diese war bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht und empfohlen worden und sieht die Bitte für all jene Menschen vor, die schwer an Corona erkrankt sind sowie für alle, die sich für diese Menschen einsetzen und sich in den verschiedensten Lebensbereichen für die Überwindung der Pandemie engagieren. (Fürbitte online: https://www.liturgie.at/dl/NpNNJKJKknNlKJqx4kJK/Gro__e_Fu_rbitte_Karfreitag_2021_Corona__pdf)

Im Blick auf die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in der Heiligen Woche verweisen die Bischöfe auf Handreichungen und Noten- sowie Textmaterial, das die Österreichische Kirchenmusikkommission eigens erarbeitet hat. Dieses ist unter https://www.kirchenmusikkommission.at/home/133523/die-feier-der-heiligen-woche-musikalisch-gestalten abrufbar.

Weitere Informationen zu den Feiern von Firmung und Erstkommunion könnten "erst nach neuer Bewertung nach Ostern" erfolgen, wiesen die Bischöfe abschließend hin.

In diesen Tagen feiern wir Ostern, das wichtigste und umfassendste christliche Fest. Es ist nicht nur ein Fest der Auferstehung und des Lebens über den Tod hinaus, sondern der ganzen Wirklichkeit dessen, was mit diesem Jesus von Nazareth am Ende seines Lebens geschehen und offenbar geworden ist: Es ist zugleich das Fest seines Leidens und seines Todes.

Es ist bemerkenswert, wieviel Jesus, der Sohn Gottes, schon in den Jahren zuvor mit Leid, Krankheit und Tod zu tun hatte: So sind es besonders die Kranken, die körperlich oder seelisch beeinträchtigten Menschen, die in ihrer Verzweiflung seine Nähe suchen und denen er sich besonders zuwendet. In der persönlichen Begegnung mit ihm eröffnet sich für die Kranken auf wundersame Weise eine neue Zukunft. Ihre Leiden behindern sie nicht mehr. Durch das Wunder der Begegnung mit Jesus werden sie wieder fähig, dankbar zu sein und frei zu leben trotz ihrer menschlichen Begrenztheit und körperlichen Verletzlichkeit, die durch das Wunder nicht aufgehoben werden.

Auch wenn die Heilungen als Zeichen der Gegenwart und Liebe Gottes erfahren werden, passieren sie nicht einfach mit und an den Menschen, sondern werden von ihnen selbst mitverursacht: „dein Glaube hat dich gerettet“ (Mk 5,34 und öfter).

Das bedeutet aber gerade nicht, dass Wunder Belohnungen für moralische oder religiöse Verdienste sind: Nirgendwo in den Evangelien findet sich ein Hinweis, dass Jesus eine Bitte ablehnt, weil der Bittende keinen moralisch einwandfreien Lebenswandel vorweisen kann oder zu wenig gebetet hätte. Im Gegenteil, das Wunder der Gegenwart des Reiches Gottes steht allen offen, die sich ihm zuwenden. Jesus wird deshalb von manchen zum Vorwurf gemacht, er sei „ein Fresser und Säufer, ein Freund der Zöllner und Sünder“ (Mt 11,19).

Gemeinsames Essen und Trinken sind damals wie heute ganz wesentliche Elemente von Festen. Zwei der schönsten Wunder Jesu handeln von solchen Feiern. Ausgangspunkt sind logistische Probleme: Auf dem einen Fest, einer Hochzeit, zu der auch Jesus geladen ist, geht der Wein aus. Auf dem anderen – der Begegnung Jesu mit einer riesigen Menschenmenge – wissen die Jünger nicht, wie sie die Menschen verpflegen sollen: Der Ort ist abgelegen, und es wird Abend. Jede dieser Begegnungen wird zu einem Fest der Fülle: Die großen Wasserkrüge sind plötzlich voll wohlschmeckenden Weins, Ausdruck überschäumender Freude am Leben und an der Welt; und fünf Brote und zwei Fische machen 5000 Männer satt, und sogar die Reste ergeben noch zwölf volle Körbe.

Kurz vor seinem Tod feiert Jesus mit seinen Jüngern das jüdische Pessach, das Fest der Befreiung des Volkes aus Ägypten. Für die Jünger wird es später zum Fest ihrer eigenen Befreiung durch die Hingabe Jesu für die Menschen, seinen Tod am Kreuz, seine Auferstehung.

Wir Christen feiern die Erinnerung an beides in einem Fest: Gerade in der scheinbar größten menschlichen Schwäche, der Ausgesetztheit, dem Ausgeliefertsein an ungerechte Gewalt, ereignet sich die Erlösung der Menschen, die Überwindung der Sünde, der zwischenmenschlichen Gewalt und des Todes. Die Schwachheit, die Entäußerung im Kreuz wird zur Mitte des christlichen Glaubens: „… die Kraft wird in der Schwachheit vollendet“, hört Paulus von Christus mit Blick auf seine eigene Krankheit und auf die Art, wie er den Menschen Christus nahebringen soll: „… denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ (2 Kor 12,9f.) Es ist ganz erstaunlich zu sehen, welchen Trost Paulus und die frühen Christen gerade aus dieser Bejahung der „Schwachheit“, der eigenen Leiblichkeit und Verletzlichkeit gewonnen haben.

Die frühe Kirche war sich längere Zeit nicht sicher, ob die christliche Existenz in der Nachfolge Christi in diesem Sinn vereinbar sein kann mit dem Dienst des Soldaten. Sie hat es schließlich aber ausdrücklich bejaht: Natürlich kann es nicht das Ziel christlicher Soldaten sein, militärisch wenig zuwege zu bringen oder die eigentlichen soldatischen Aufgaben anderen zu überlassen. Aber indem sie sich für die Sicherheit und die Grundrechte anderer Menschen im äußersten Fall unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens einsetzen, die Herrschaft des Rechts anerkennen und die Menschenwürde achten, sind sie im christlichen Sinn schwach, verletzlich. Sie nützen ihre Position nicht aus, um ihre eigene Macht oder die Macht ihrer Gruppe mit gewaltförmigen Mitteln zu stärken, sondern verstehen sich – wie das Zweite Vatikanische Konzil es ausdrückt – als „Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker“ (Gaudium et spes 79).

Auch bei der Bekämpfung der Pandemie sind österreichische Soldaten im Rahmen ihres Dienstes im Einsatz, und sie erfüllen diese Aufgaben sehr professionell und effizient, wovon ich mich etwa bei den Massentestungen in der Wiener Stadthalle selbst überzeugen konnte. Vergessen wir bei allem Unmut über das, was uns selbst auf die eine oder andere Weise abverlangt wird, nicht, all jenen Menschen dankbar zu sein, die für uns zusätzliche Mühen und Risiken auf sich nehmen, um die Grund- und Gesundheitsversorgung in unserem Land aufrechtzuerhalten, die Impfstoffe entwickeln, an Entscheidungen über Eindämmungsmaßnahmen beteiligt sind und an einer gerechten und sicheren Verteilung der notwendigen Ressourcen mitarbeiten!

So wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Fest des Leidens, Sterbens und Auferstehens Jesu Christi!

Dr. Werner FREISTETTER

Militärbischof für Österreich

 

Die Osterbotschaft des Militärbischofs zum Download finden Sie hier!

Wer hätte es vor einem Monat für möglich gehalten, dass wir dieses Jahr Ostern ohne Gottesdienst-Besuch, ohne öffentliche Palm- oder Speisenweihe feiern. Ja, sogar ohne unsere lieben und nahen Verwandten, mit denen wir es gewohnt waren, gemeinsam beim Osterfrühstück zu sitzen.

In den letzten Wochen hat sich unser Leben grundlegend geändert. Wir haben gelernt Abstand zu halten, uns selbst in unserer Freiheit einzuschränken, um mit denjenigen, die besonders gefährdet sind, den älteren oder durch Vorerkrankungen geschwächten Menschen, solidarisch zu sein. Diese Solidarität ist ein zutiefst christlicher Grundsatz, und es ist besonders bemerkenswert, mit welch großer Hingabe und Disziplin sich die Menschen in Österreich an diese Grundsätze halten.

Dieses Osterfest ist ganz anders als wir es gewöhnt sind und als wir es uns wünschen. Auch wir alle, als Kirche im eigentlichen Sinne, also als versammeltes Gottesvolk, müssen mit großem Schmerz feststellen, dass es in diesem Jahr nicht möglich ist, gemeinsam, im uns bekannten Rahmen, Ostern zu feiern. Wir sind aber im Gebet und mit  Hilfe, der durch die  Medien allen zugänglichen Gottesdiensten, geistlich miteinander verbunden und können so dem Tod unseres Erlösers Jesus Christus gedenken und seine Auferstehung feiern.

Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. (Mt 28,1–10)

Die Frauen wissen in der Situation, vor dem leeren Grab nicht, wie es weiter gehen wird. Sie haben Angst vor der Zukunft. Auch wir wissen noch nicht, wann es wieder möglich sein wird gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Wir wissen aber, dass es wieder möglich sein wird. Dieser Gedanke ist tröstlich.

Das leere Grab  Jesu weist auf die Auferstehung und auf den von Gott geschenkten neuen Anfang hin. Auch wir stehen vor einem Neuanfang. In Österreich, in Europa, auf der ganzen Welt. Wenn wir hören, dass nach den Osterfeiertagen sehr langsam wieder der Weg in Richtung Normalität eingeschlagen werden soll, ist das wohl noch lange keine Aufforderung, alles wie gehabt wieder aufzunehmen. Diese Krise wird uns als Menschen, als Gesellschaft und als Menschheitsfamilie verändern.

Die Corona-Pandemie zeigt uns auch auf einschneidende Art auf, wie stark wir miteinander in einer globalisierten Welt verbunden sind. So wurde aus einer lokalen Epidemie in China binnen weniger Wochen eine globale Pandemie, die kaum vor einer Weltregion halt macht.

Die Globalisierung wurde von uns Europäern über Jahrzehnte in erster Linie als Vorteil wahrgenommen und es ist für uns heutzutage wohl auch undenkbar, in einer nicht globalisierten Welt zu leben. Diese Welt birgt aber auch Herausforderungen, denn genauso schnell wie ein elektronisches Gerät oder ein Kleidungsstück aus Fernost oder anderen Teilen der Erde zu uns gelangt, findet eben auch ein Virus über alle Staatsgrenzen hinweg, seinen Weg.

Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass Vorgänge, die uns weit weg erscheinen, großen Einfluss auf uns haben können. Und wir müssen auch eingestehen, dass wir als einzelnes Land diese Herausforderungen nicht alleine meistern können. Gerade in einer Situation wie der jetzigen, wird uns bewusst, wie sehr eine größtmögliche Solidarität notwendig ist.

Ich denke auch an die furchtbaren Zustände in den Flüchtlingslagern an der griechisch-türkischen Grenze. Wir in Europa haben hier eine humanitäre Verantwortung und es liegt in unser aller Interesse, dass sich das Coronavirus unter den Menschen, die dort unter solchen Umständen überleben müssen, nicht verbreitet.

Müssen wir also Angst vor der Zukunft haben? Ich denke nicht, aber ein simples „weiter so“, ohne auf die Menschen und die uns von Gott anvertraute Schöpfung zu schauen, darf es nach dem Ende dieser für die ganze Menschheit einschneidenden Krise auch nicht geben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest!

 

Die Osterfeiern 2020 werden "unter Pandemie-Bedingungen" stattfinden müssen, und was dies heuer bedeutet, haben die österreichischen Bischöfe jetzt in "grundsätzlichen Vorüberlegungen für alle Feiern vom Palmsonntag bis zur Osternacht" dargelegt. Die gegenwärtige Ausnahmesituation erfordere, die Osterliturgien in kleiner Besetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu feiern: Jeder gesunde Priester bzw. Pfarrer, der einer Gemeinde vorsteht und einen geeigneten Kirchenraum zur Verfügung hat, solle vier Gläubige bitten, "die erklärterweise gesund sind und nicht einer Risikogruppe angehören", mit ihm die Osterwoche liturgisch zu begehen. Idealerweise soll diese Gemeinschaft für alle Feiern ab dem Palmsonntag dieselbe bleiben, raten die Bischöfe.

Das Gros der Katholikinnen und Katholiken soll das zentrale christliche Fest zuhause unter Nutzung von Medien und Internet oder aber als "Hauskirche" feiernd mitvollziehen. Quasi als motivierende Richtschnur der heuer drastisch eingeschränkten Osterfeierlichkeiten stellen die Bischöfe ihren Vorgaben ein Wort aus dem Philipperbrief im Neuen Testament voran: "Ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben" (vgl. Phil 4,11-12).

"Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen", heißt es eingangs lapidar zu den teils detaillierten Handlungsempfehlungen der Bischofskonferenz. Ausgearbeitet hat diese österreichweite Rahmenordnung für die Kar- und Osterliturgien das Österreichische Liturgische Institut unter Mitwirkung des Referatsbischofs für Liturgie, Anton Leichtfried (St. Pölten). Jede der zehn österreichischen Diözesen kann noch eigene Richtlinien erlassen, die Vorgaben sind schnellstmöglich allen Pfarren mitzuteilen.

Auch medial vermittelte Feiern wirksam

Die an die gegenwärtige Situation angepasste Übertragung von Sonn- und Feiertagsgottesdiensten biete den Gläubigen Gelegenheit, sich an ihren Lebensorten als "physisch präsente, aber nicht füreinander sichtbare (virtuelle) und räumlich getrennte" Gemeinschaft zu verstehen, heißt es in dem Text. Obwohl Liturgie zunächst und von ihrem Wesen her lebendige gottesdienstliche Feier sei und die Präsenz einer konkreten Feiergemeinde erfordere, sind laut den Bischöfen "Berechtigung und Bedeutung von medial übertragenen Gottesdiensten längst unumstritten".

Sie verweisen auch auf den Päpstlichen Segen "Urbi et orbi", der verdeutliche, dass das medial zugesprochene Wort Gottes, das Gebet, der Lobpreis sowie der Schutz und die Hilfe Gottes "auch über die Grenzen der physisch versammelten Gemeinschaft hinaus wirksam sind".

Kleine Feiergruppe kein "heiliger Rest"

Zu den von den Pfarrern bzw. Priestern auszuwählenden vier Gläubigen halten die Bischöfe fest, diese kleine Gemeinschaft repräsentiere die große, die wegen des Versammlungsverbotes zu Ostern nicht in die Kirchen kommen kann. Diese Feiergruppe seien weder "Auserwählte" noch "heiliger Rest", sondern Repräsentantinnen und Repräsentanten. Dies gelte es auch innerhalb der Pfarrgemeinden zu kommunizieren. Auch über die gottesdienstlichen Zeiten, in denen sich die Gruppe versammelt. solle informiert werden, damit sich die Vertretenen während dieser Zeit "als Hauskirche mit dem Wort Gottes, dem Bibelgespräch, dem gemeinsamen Beten oder im Lobpreis im Glauben verbunden wissen können", heißt es in der Rahmenordnung.

Als Schauplatz sei ein Kirchenraum - sinnvollerweise der Altarraum - zu wählen, der sich für die nötige Distanz und gemeinsame Feier eignet; der vorgeschriebene Abstand von zumindest einem Meter zueinander sei einzuhalten. Die Zugänge zur Kirche sind während der Osterliturgie verschlossen zu halten, "sodass für diese Zeit kein Zutritt für einen nicht von vornherein bestimmten Personenkreis besteht", so die Direktive an die Priester.

Die nötigen liturgischen Dienste sollten von Priester und ausgewähltem Quartett geleistet werden können - also Lektor oder Lektorin, Kantor oder Kantorin, Ministrant oder Ministrantin seien vorzusehen. Auch der Gesang soll der Liturgie entsprechend gepflegt werden. Die Kommunion soll nur in Brotgestalt ausgeteilt werden, in Form einer größeren Hostie, die entsprechend der Anzahl der Mitfeiernden geteilt wird.

Von Palmsonntag bis zur Osternacht

Es folgen in der Rahmenordnung genauere Richtlinien die einzelnen Festtage Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht am Karsamstagabend betreffend. Durchgehende Aufforderung dabei: Achten auf Hygiene und Ansteckungsgefahr. So sind z.B. am Karfreitag der sonst übliche Kuss des Kreuzes und dessen Berührung nacheinander untersagt: "Es reicht die Kniebeuge, eine Verneigung zur Verehrung oder auch das Ausharren in Stille", so die Bischöfe.

Besondere Bedeutung komme heuer den Fürbitten zu. Die Rahmenordnung enthält dazu sogar eine Formulierungsvorschlag für das Gebet der großen Fürbitten: "Schwestern und Brüder, stärker als sonst erfahren wir in diesen Tagen, wie wenig wir das Leben in der Hand haben. Geben wir dem besonders heute seinen leibhaftigen Ausdruck: solidarisch mit denen, die niedergedrückt sind, knien wir bei jeder Bitte nieder zum Gebet in Stille."

Für den Palmsonntag wird der kleinen Feiergruppe eine Palmprozession empfohlen, die jedenfalls im Kircheninneren mit Beginn beim Portal stattzufinden habe. Auf die traditionelle Fußwaschung, die am Gründonnerstag seit 1956 Teil der Messfeier vom letzten Abendmahl ist, wird heuer verzichtet. Die in der Karwoche gefeierten Chrisammessen verschiebt die Bischofskonferenz auf die Zeit nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Corona-Virus.

Zur Osternacht heißt es: "Wo es die räumlichen Verhältnisse nicht verantwortbar zulassen, kann auf das Osterfeuer verzichtet werden. Die Osterkerze wird in diesem Falle mit einem frischen Zündholz entzündet." Am Ostersonntag soll nach dem Wunsch der Bischöfe auf jeden Fall dafür gesorgt sein, dass die Osterkerze in allen Kirchen entzündet wurde. "Das Licht kann idealer Weise aus einer Feier stammen, die zuvor in einer hauskirchlichen Feier gestaltet worden war."

Für die Hauskirche stellen die Liturgiereferate der Diözesen die Handreichung "Hausgebete - Feiern in der Familie" zur Verfügung. Darin enthalten sind u.a. ein Hausgebet mit Segnung der Palmzweige, eine Ölbergandacht am Gründonnerstag, eine Feierandacht in der Osternacht mit Lichtlobpreis und Danksagung für die Nacht der Nächte, ein Segen der Osterspeisen. Viele weitere Angebote von Liedern, Gebeten und Andachten stehen im Gotteslob zur Verfügung.

Weiters fordert die Bischofskonferenz die Gemeinden auf, jedenfalls die Glocken zu läuten, wenn sie Gottesdienst feiern und jeweils während des Gloria am Gründonnerstag und in der Osternacht.

Bischöfliche Ad-hoc-Kommission

Vorbereitet wurden die Beschlüsse der Bischofskonferenz durch eine bischöfliche Ad-hoc-Kommission, die vor zehn Tagen auf Basis eines schriftlichen Umlaufbeschlusses unter den Mitgliedern der Bischofskonferenz eingesetzt wurde. Ihre Aufgabe ist, sich bis zur nächsten Vollversammlung der Bischöfe allen wichtigen und unaufschiebbaren Fragen zu widmen, die sich insbesondere aufgrund der Pandemie stellen.

Der Kommission gehören Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof Franz Lackner, Bischof Manfred Scheuer und Bischof Wilhelm Krautwaschl an. Kommuniziert wird via Telefonkonferenz. Die Ad-hoc-Kommission hat diese Woche am Dienstag auf diese Weise getagt und die entsprechenden Beschlüsse vorbereitet, die dann im Rundlauf unter allen Mitgliedern der Bischofskonferenz gefasst wurden.

Bereits vor zehn Tagen wurde beschlossen, dass Kardinal Schönborn bis auf Weiteres Vorsitzender der Bischofskonferenz bleibt. Er wird dabei durch seinen Stellvertreter Erzbischof Lackner unterstützt und wo nötig entlastet.

Mit kostenloser "Glauben.Leben"- App zu Palmweihen, Speisensegnungen oder Osternachtfeiern in Österreich

Wer während der Karwoche bzw. Ostertage nach einem Gottesdienst in Österreich sucht, der kann dies ab sofort online via App oder Website erledigen: Für die Ostertage hält die kostenlose "Glauben.Leben"-App der Katholischen Kirche in Österreich sowie die Gottesdienstsuche auf www.katholisch.at nämlich mehr als 15.000 Gottesdienste österreichweit bereit. Auch viele Gottesdienste in den öffentlich zugänglichen Militärpfarrekirchen sind darauf abruf. Die zusätzlich angebotene Verortungs- und Filterfunktion erlaubt eine gezielte Suche etwa nach Palmweihen, Speisensegnungen oder Osternachtfeiern. Insgesamt enthält die App mehr als 65.000 Gottesdienste für die jeweils nächsten 2 Wochen - das sind durchschnittlich 4.600 Gottesdienste pro Tag.

Neben der Verortungs-, Filter- und Suchfunktion bietet die App auch die Möglichkeit, einzelne Gottesdienste in den je eigenen Terminkalender am Smartphone zu übertragen sowie eine Navigationsfunktion und den Kontakt zur jeweiligen Pfarre. Außerdem bietet die App Informationen und Angebote zu den kirchlichen Festtagen, eine Beten-Funktion, das Tagesevangelium sowie Tagesheilige. Die vom Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz entwickelte mobile Anwendung liegt seit dem vergangenen Dezember in einem erweiterten Update vor. Sie ist kostenlos für iOS- und Android-Geräte verfügbar.

Gebetsanliegen formulieren

Die App wurde vor eineinhalb Jahren als Kooperationsprojekt der österreichischen Diözesen konzipierte und umgesetzt. Inzwischen sind auch über die "geprägten Zeiten", d.h. über die Oster- und Weihnachtsgottesdienste hinaus rund 80 Prozent der Diözesen und somit auch der Pfarren und Gottesdienste in ganz Österreich in der App abgebildet. Ziel ist es, sämtliche Gottesdienste des Kirchenjahres landesweit zu erfassen und niederschwellig zugänglich zu machen.

Eine weitere Besonderheit bietet die App mit der viel genutzten Beten-Funktion: So kann man über das Handy etwa ein Gebetsanliegen formulieren. Andere Benutzer, die Zeit für ein Gebet finden, können dieses Anliegen sehen und per Klick rückmelden: "Jemand betet für dich". Die Nutzer der App können so Teil eines digitalen Gebetsnetzwerkes werden. Seit Start der App wurden mehr als 1.500 Gebetsanliegen eingebracht. Diese wurden mehr als 80.000 Mal in der App angezeigt - rund 15.000 Mal wurde per Klick das Signal "Jemand betet für dich" versendet. (kathpress)

LINK: Alle Infos und die Links zu den entsprechenden App-Stores sind abrufbar unter www.glaubenleben.at.

43Bischof Freistetter: „Ostern ist Fest des Lebens, der Hoffnung und des Neubeginns.“

In den letzten Tagen vor Ostern und das Osterfest selbst herrschte in den Militärpfarren und in der Bischofskirche des Militärbischofs in Wiener Neustadt traditionell reger Betrieb.
So wurden in ganz Österreich von den Militärpfarren vorösterliche Gottesdienste, Kreuzwege und Besinnungstage abgehalten (wir haben auf unserer Webseite und in den Sozialen Netzen berichtet). Diesen wurden reichlich von den Soldatinnen und Soldaten, sowie Zivilbediensteten und Gästen der Militärseelsorge angenommen.

Über den Neubeginn, der durch das Osterfest vergegenwärtigt wird handelte die Osterbotschaft von Militärbischof Werner Freistetter, die er an alle katholischen Soldatinnen und Soldaten richtete. Beim österlichen Neubeginn gehe es „nicht um einen schönen, aber gleichgültigen Neubeginn wie in der Natur“, sondern vielmehr um einen „wirklichen Neubeginn“, der eine innere Umkehr jedem einzelnen voraussetze.
Grundlage der christlichen Umkehr sei das Hören auf das Wort Gottes, das „eine lebendige Kraft“ ist, die „im Herzen der Menschen die Umkehr auszulösen und die Person wieder auf Gott hin auszurichten“, bezog sich Freistetter auf die Botschaft Papst Franziskus zur Fastenzeit.

Osterwünsche auch über die sozialen Netzwerke
„Ostern ist ein Fest des Neubeginns und des Aufbruchs“, betonte Bischofsvikar Alexander Wessely in einem Kurzvideo auf der Facebook-Seite des Österreichischen Bundesheers und wünschte allen Soldatinnen und Soldaten ein frohes und gesegnetes Osterfest. In der St. Georgs Kathedrale fanden die Osterfeierlichkeiten mit einer stimmungsvollen Osternachtsfeier ihren Höhepunkt, die Bischof Werner Freistetter mit den Gläubigen feierte. Mit zahlreichen Osterfeuern wurde auch in den Militärpfarren im In- und Ausland das Osterfest begangen.

Bild: S. Claus

Christen in aller Welt gedenken in der Karwoche und zu Ostern der Botschaft vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu Christi. Ostern fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen: So stellt das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung Christi den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Ostern ist damit das wichtigste und höchste Fest der Christenheit.

Ostern geht auf die früheste Zeit der Kirche zurück und ist das ritenreichste aller christlichen Feste. Seit dem Konzil von Nizäa wird Ostern alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert und liegt damit zwischen dem 22. März und dem 25. April. Heuer fällt der Ostersonntag auf den 4. April.

Das eigentliche Osterfest ist vor dem Hintergrund der Pessach-Feier entstanden, mit dem die Juden den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei Ägyptens feiern. Bereits im 6. Jahrhundert begann die Osterliturgie in den Abendstunden des Samstags. Zu Beginn der Feier werden zunächst Osterfeuer und Osterkerzen gesegnet. Das Feuer gilt dabei als Symbol für die Sonne, die erst Leben ermöglicht. Dann ruft die Gemeinde in sieben Lesungen aus dem Alten Testament die großen Stationen der Heilsgeschichte in Erinnerung.

Nirgends in der Bibel ist die Auferstehung "beschrieben". Es gibt aber die Berichte über Erscheinungen des auferstandenen Jesus, über die Auffindung des Leeren Grabes und die Kunde eines Engels von der Auferstehung. Christen ist die Auferstehung Jesu Gewähr dafür, "dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst den Tod siegen wird", wie es im deutschen Erwachsenen-Katechismus heißt.

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Fronleichnam

Fronleichnam

Fronleichnam zählt zu den höchsten Feiertagen innerhalb des römisch-katholischen Kirchenjahres. Dieser Festtag trägt auch den Namen »Hochfest des heiligsten Leibes und Blutes Christi«. Die lateinische Bezeichnung lautet »Sollemnitas Sanctissimi Corporis... Weiterlesen

Soldatenwallfahrt nach Lourdes heuer im …

Soldatenwallfahrt nach Lourdes heuer im kleinen Rahmen

Die Teilnahme an der Internationalen Soldatenwallfahrt vor Ort in Lourdes ist in diesem Jahr pandemiebedingt nur für in Frankreich stationierte Soldatinnen und Soldaten möglich. Das teilte die einladende französische Militärdiözese... Weiterlesen

Gründonnerstag

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag gedenkt die Kirche des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. Der Gründonnerstag zählt zu den drei Kartagen im engeren Sinn. Mit der Vesper beginnt... Weiterlesen

Karfreitag

Karfreitag

Am Karfreitag gedenken Christen des Kreuztods Jesu. Der Karfreitag wird auch „Stiller“ oder „Hoher Freitag“ genannt. In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag. Unter Einbeziehung des... Weiterlesen

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwall…

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwallfahrt ist abgesagt.

Die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes vom 13. bis 19. Mai 2020 wird nicht stattfinden. Der Gastgeber der Wallfahrt, der französische Militärbischof, Antoine de Romanet, hat die Wallfahrt am heutigen... Weiterlesen

Palmsonntag

Palmsonntag

Der Palmsonntag bildet den sechsten und letzten Sonntag in der Fastenzeit und ist gleichzeitig der Beginn der Karwoche. Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen... Weiterlesen

Fastenzeit 2021

Fastenzeit 2021

Mit dem Aschermittwoch beginnt die kirchliche Fastenzeit. Er ist somit der erste Tag der österlichen Bußzeit und nicht der letzte des Faschings. Er fällt heuer auf den 17. Februar. Die... Weiterlesen

7 Gaben

7 Gaben

Die 7 Gaben des Hl. Geistes Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit... Weiterlesen

Advent in der Militärdiözese

Advent in der Militärdiözese

Advent ist die Zeit, mit der viele Menschen ganz eigene und bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind dies Wochen, in denen alte, überlieferte Bräuche wiederaufleben, eine Zeit, die geprägt ist von... Weiterlesen

Schöpfungszeit

Schöpfungszeit

Ab 1. September machen die christlichen Kirchen in Österreich wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende... Weiterlesen

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Wie oft hat man diesen Satz im Glaubensbekenntnis schon ausgesprochen, aber wie wenig hat man darüber reflektiert, wie selten wurde bewusst gefragt, wer oder was dieser Geist ist. Der Heiligen... Weiterlesen

Mit Maria durch den Mai

Mit Maria durch den Mai

Warum wird sie gerade im Mai so verehrt? Maria, die Mutter Jesu, eine einzigartige, eine bemerkenswerte Gestalt: Sie ist über alle Grenzen hinweg bekannt, von ihr wurden unzählige Portraits gemalt, sie... Weiterlesen

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Die Zeit von der Auferstehung bis Christi Himmelfahrt. Das ist der Zeitraum von 40 Tagen, in dem die Kirche daran erinnert, dass Jesus Christus immer wieder seinen Jüngern erschien und... Weiterlesen

So entstand die Soldatenwallfahrt

So entstand die Soldatenwallfahrt

Die jährlich stattfindende Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Heute ist sie die größte Friedenskundgebung von Soldatinnen und Soldaten in den europäischen... Weiterlesen

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahr…

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahrt: Damals und heute!

1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht... Weiterlesen

Osternacht

Osternacht

Die Osternacht, die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag, ist im Kirchenjahr die „Nacht der Nächte“: eine Nacht des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von... Weiterlesen

30 Jahre Militärordinariat

30 Jahre Militärordinariat

"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten... Weiterlesen

Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 200…

Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien. Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten... Weiterlesen

Bildergalerien

30 Jahre Militär...
Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
Bischofskonferenz...