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Militärpfarren

Ein Bericht von Gfr Mag. Christian Zulus   
 
Die Militärpfarre beim Militärkommando Wien und das Präsidium der Kaiser-Karl-Gebetsliga für den Völkerfrieden erlauben sich, zur feierlichen Reliquieneinsetzung im Rahmen eines Festgottesdienstes sowie zum anschließenden Empfang mit Buffet im Ehrensaal sehr herzlich einzuladen.
 
In Vertretung des terminlich verhinderten Erzbischofs Dr. Fernand Franck und auf Wunsch des Militärbischofs Mag. Christian Werner wird Militärbischofsvikar Msgr. Dr. Werner Freistetter als Hauptzelebrant der Messfeier vorstehen.
 
Musikalische Ausgestaltung: Mag. Thomas Dolezal mit seinem Ensemble „Ars Musica“.
 
Ein informativer Bericht mit dem Titel „Kaiser Karl als Soldat und Christ“ von Bgdr Norbert Fürstenhofer, dem geschäftsführenden Präsidenten der Kaiser-Karl-Gebetsliga, befindet sich ab Seite 24 im Pfarrbrief Nr. 3 aus 2008 der Wiener Militärpfarre. 
 
Programmablauf:
Samstag, 28. März 2009
15.00 Uhr – Empfang der Festgäste im Seminarraum
16.00 Uhr – Festgottesdienst mit Reliquieneinsetzung in der Militärpfarrkirche
18.00 Uhr – Empfang mit Buffet im Ehrensaal
Ort: Jakob Kern-Haus und Militärpfarrkirche Wien
1130 Wien, Fasangartengasse 101 / Objekt 5
(Zufahrt: Würzburggasse 8)
 
Um Antwort bei Teilnahme wird gebeten.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Fax: 05020110 17567
Tel: 05020110 40151
Mobil: 06991 4700457
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus
   
„Vom Fasching, von der bunten Welt des Diesseits, unserem selbstgemachten Disneyland zur Asche“, so begann MilDek Mag. Siegfried Lochner seine Ansprache zur vorösterlichen Bußzeit in der St. Georgskathedrale am Aschermittwoch 2009. Die Kirche möchte uns damit nicht die Freude an irdischen Dingen vergällen, sondern uns ermahnen, das Unvergängliche über das Vergängliche zu stellen. Der Aschermittwoch lädt zum Nachdenken ein: Paulus schreibt seiner Gemeinde in Korinth: „Lasst Euch mit Gott versöhnen!“, weil er selbst ein versöhnter Mitarbeiter Gottes ist. Wir sind gerufen, unser Leben zu bessern. Dies sind keine Vorleistungen, um Gott gnädig zu stimmen, sondern es sind bereits die Früchte der Gnade, die Gott uns schenkt, weil er den Tod des Sünders nicht will!
 
Papst Benedikt XVI sagt: „Das Fasten und die anderen Praktiken der Fastenzeit werden von der christlichen Tradition als geistliche „Waffen“ zum Kampf gegen das Böse, gegen die schlechten Leidenschaften und die Laster betrachtet. Dazu möchten Wir gern zusammen mit euch einen kurzen Kommentar des hl. Johannes Chrysostomus noch einmal hören. Er schreibt: ‚Wenn der Winter zu Ende geht, kehrt die schöne Jahreszeit zurück, der Soldat putzt die Waffen und richtet das Pferd zum Kampfe ab und der Athlet legt die Kleider ab und bereitet sich auf die Wettkämpfe vor. So reinigen auch wir zu Beginn dieses Fastens – gleichsam wie bei der Rückkehr eines geistlichen Frühlings – die Waffen wie die Soldaten und wie Seeleute machen wir das Schiff unseres Geistes bereit, um den Fluten der sinnlosen Leidenschaften gegenüberzutreten, wie Wanderer nehmen wir die Reise zum Himmel wieder auf, und wie Athleten bereiten wir uns zum Kampf, indem wir alles ablegen’ (Predigten an das antiochenische Volk, 3)“  [1]
 
In diesem Sinne ermunterte der Akademiepfarrer seine Zuhörer aus der Militärakademie und aus den Militärgymnasien zu vermehrtem Gebet, Werken der Nächstenliebe und einen würdigen Empfang der österlichen Sakramente, damit am Ziel unseres Weges durch die vorösterliche Bußzeit die Begegnung mit dem Auferstandenen stehe.
Ein Bericht von Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   
 
In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels. Als die Eltern Jesus in den Tempel brachten, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott: Meine Augen haben das Heil gesehen, ... ein Licht, das die Heiden erleuchtet. (Lk 2,25-35 gekürzt)
 
Das Fest der „Darstellung des Herrn“ ist das Abschlussfest von Weihnachten. Früher wurden an diesem Tag erst die Weihnachtsbäume abgeräumt. In der Kathedrale wurden heute die Kerzen gesegnet, die im Laufe des Jahres in der Kirche und in den Familien Verwendung finden und eine Lichterprozession begangen, die an den Tempelgang Mariens erinnern soll.
 
„Maria Lichtmess“ erinnert daran, dass Jesus entsprechend der jüdischen Tradition von den Eltern zum Tempel gebracht und dort durch ein Opfer, nämlich ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben, „ausgelöst“ werden musste, da in der israelitischen Überlieferung jeder männliche Erstgeborene als „Eigentum Gottes“ galt.
 
„Die Liturgie zeigt“, erklärte MilDekan Lochner, „mit welcher Demut Maria sich den Geboten Gottes unterwirft. Jesus unterwirft sich dem Alten Bund, bevor er durch das Gesetz der Liebe den Neuen Bund begründet. Die Prophet Malachia zeigt, dass der Messias im Alten Bund kommt. Christus ist in seinen Tempel gekommen, er hat das Opfer gebracht und ist das Opfer des neuen und ewigen Bundes geworden. Der Greise Simon erfüllt damit die Prophezeiung des Alten Testamentes: Christus bringt das Heil nicht nur für Israel sondern für alle Völker“.
 
Der Rektor ermutigte die Gläubigen vor dem Schlusssegen: „Wie bei der Prozession gehen wir mit diesem Licht des Glaubens hinaus!“
Darstellung des Herrn, Maria Lichtmess und Blasiussegen in der Wiener Stiftskirche
 
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Zum Festgottesdienst „Maria Lichtmess“ waren Vertreter des Militärpfarrgemeinderates und der Arbeitsgemeinschaft kath. Soldaten sowie eine stattliche Anzahl von Gläubigen gekommen. Obwohl das Fest nicht mehr zum Weihnachtsfestkreis gehört, so der Rektor der Stiftskirche, Militärsuperior Mag. Peter Papst, hat es dennoch einen weihnachtlichen Charakter, da an vielen Orten die Krippen bis „Maria Lichtmess“ aufgestellt bleiben.
In seiner Predigt weist der Dekanatspfarrer auf dieses Fest wie folgt hin: „40 Tage nach der Geburt des Jesuskindes machten sich Maria und Josef auf, um das Kind in den Tempel zu bringen und Gott darzustellen. Dort kommt es dann zu jener Begegnung, von der das Festtagsevangelium berichtet: Der greise Simeon und die Prophetin Hanna erkennen im Kind den verheißenen Messias.
Simeon spricht einen Lobpreis, der täglich in der Komplet gebetet wird:

„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht,
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und
Herrlichkeit für dein Volk Israel.“
(Lk 2, 29-32)

Zu Maria, der Mutter Jesu, spricht Simeon: Ein Schwert werde ihr Herz durchbohren! So ist Maria, die schmerzhafte Mutter, ganz ihrem Sohn Jesus ähnlich geworden und hat mit ihm das Leid geteilt, von Liebe für alle Menschen erfüllt. Das Heil ist uns geschenkt im Kinde, das uns hell aufleuchtet. Jesus nimmt alle Dunkelheit hinweg. Er ist auch unser Licht! Mögen wir immer mehr von der Freude erfüllt werden und die Liebe Gottes weitergeben, die wir empfangen haben und im Herzen tragen dürfen.“
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Am 7. Mai fand die Fahrt der „Hoch- und Deutschmeister“ nach Ungarn statt, um am Soldatenfriedhof in Stuhlweißenburg an der Einweihungsfeier einer Gedenktafel der Kameradschaft für die gefallenen Deutschmeister teilzunehmen.
 
Nach einem feierlich formierten Einzug am Friedhof in Stuhlweißenburg erfolgte die Enthüllung und Einweihung des Gedenksteines durch den Dekanatspfarrer Militärsuperior Mag. Peter Papst. In seiner Ansprache forderte der Bundesvorsitzende Dr. Gratschmayer die Anwesenden auf, auch der gefallenen ungarischen Waffenbrüder ebenso zu gedenken wie auch der gefallenen Kriegsgegner. Im Rahmen der Feier berichteten zwei anwesende Zeitzeugen, wie sie aus dem Kessel von Jenö entkommen konnten. Es war ein ergreifender Augenblick, der mit dem Zapfenstreich einen würdigen Abschluss fand.
 
Auf der Rückfahrt wurde in der Kirche von Jenö eine Andacht mit Totengedenken abgehalten.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent
   
Für das 150 jährige Jubiläum der Marienerscheinung in Lourdes hatte Militärdekan Mag. Siegfried Lochner für die Klasse 5a des Militärrealgymnasiums etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt zu einer Nachbildung jener Grotte, wo Maria in Lourdes erschienen ist, in Maria Gugging.
Das kalte Wetter bekamen die Schüler und ihr Erzieheroffizier, Mjr Andreas Kleinrath, bei der Messe vor der Grotte zu spüren, in der Predigt meinte der Pfarrer, dass sie geprüft seien. Nach einem ausgezeichneten Schnitzel als Mittagessen war die Klasse wieder bester Laune. Am Nachmittag stand noch die Besichtigung des Stiftes Klosterneuburg am Programm, die Schüler waren von den Kunstschätzen überwältigt.
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Mit der hl. Messe zum Aschermittwoch ist die Dekanatspfarre an der Landesverteidigungsakademie in die 40-tägige Fastenzeit eingetreten, zu der alle Angehörigen des Seelsorgebereiches der Dekanatspfarre eingeladen waren.
 
Die Gläubigen sind beim Gottesdienst mit dem Aschenkreuz bezeichnet worden. Die aus geweihten Palmzweigen gewonnene Asche gilt als Zeichen für Trauer und Buße. Das Aschenkreuz symbolisiert den Beginn der Bußzeit und zugleich die Hoffnung der Christen auf die Auferstehung. Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fasttag gilt; das Kirchenrecht schreibt Abstinenz und Fasten vor. 
 
Die vierzig Tage der Umkehr und Buße ganz persönlich zu nützen, um die Kraft zu bitten für ein christliches Leben und somit dem Bösen abzusagen, war der Inhalt der Gedanken des Dekanatspfarrers.

Blasiussegen

Feb 02, 2009
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes wurde am 3. Februar, der Gedenktag des heiligen Blasius, in der Spitalskapelle Heeresspital und in der Stiftskirche an die Gläubigen der Blasiussegen erteilt.
Am 7. Februar 2009 zelebrierte der Dekanatspfarrer Militärsuperior Mag. Peter Papst mit den Kameraden der „Hoch- und Deutschmeister“ und ihren Freunden den Festgottesdienst in der Votivkirche, um der gefallenen und verstorbenen Divisions- und Deutschmeisterkameraden sowie aller verstorbenen Kameraden zu gedenken.
 
Ein Bericht von Militärsuperior Mag. Peter Papst
   
Die alte Wiener Garnisonskirche gab auch diesmal den geeigneten Rahmen für die äußerst gut besuchte Deutschmeistermesse ab, zu der zahlreiche Ehrengäste und Fahnentrupps erschienen waren.
 
Namentlich wurde zweier Kameraden besonders gedacht: dem langjährigen Dekanatspfarrer beim Armeekommando, Militärdekan i.R. Prälat Msgr. Josef Gaupmann, der am 11. Jänner 2009 im 84. Lebensjahr von Gott dem Herr zu sich gerufen wurde. Er war u. a. Kurat beim Kameradschaftsbund und betreute durch viele Jahre hindurch die Kameradschaft Stalingrad.
Weiters wurde des Kameraden Franz Jungwirth, zuletzt Ehrenbundesobmann der Kameradschaft Stalingrad, der am 27. Jänner 2009 im 86. Lebensjahr verstorben war, beim Hl. Messopfer gedacht.
 
In der Predigt nahm der Dekanatspfarrer Bezug auf die diesjährige  Botschaft zum Weltfriedenstag von Papst Benedikt XVI., die unter dem Thema „Die Armut bekämpfen, den Frieden schaffen“ steht. „Wir wollen in dieser Stunde ganz besonders auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria das Geschenk des Friedens erflehen: für unsere Familien, für unsere Städte, für unsere Heimat und für die ganze Welt“, so Papst.
Im Verlauf der Kampfhandlungen kamen in Stalingrad und Umgebung etwa 1 Million Menschen, Zivilisten und Soldaten ums Leben. Wobei der Großteil von ihnen nicht durch Kampfhandlungen starb, sondern erfror, verhungerte und Krankheiten zum Opfer fiel.
Weiters wurde erwähnt, dass vier Divisionen der Deutschen Wehrmacht, die in Stalingrad kämpften, einen hohen Anteil an Österreichern hatten: die 44. Infanteriedivision, die 297. Infanteriedivision, die 100. Jägerdivision und die 24. Panzerdivision. Die Soldaten stammten vor allem aus Wien, Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark. Nur etwa 1200 Soldaten aus dem Kessel von Stalingrad kehrten heim.
 
Der Dekanatspfarrer verwies weiters in seiner Predigt auf „Die Madonna von Stalingrad“; „Weihnachten im Kessel, wir kennen diese Begebenheit: der evangelische Pastor, Arzt und Künstler Dr. Reuber hatte sich hingesetzt und mit Holzkohle auf der Rückseite einer russischen Landkarte das Bild einer Frau gemalt, die unter ihrem schützenden Mantel ein Kind hält und dieses betrachtet. Liebevoll und sorgenvoll!“
Das Bild ist bekannt geworden als die Stalingradermadonna. Dr. Reuber schreibt in seinem Adventsbrief 1943 an seine Frau: „Schau in dem Kind das Erstgeborene einer neuen Menschheit an, das unter Schmerzen geboren, alle Dunkelheit und Traurigkeit überstrahlt. Es sei uns ein Sinnbild sieghaften zukunftsfrohen Lebens, das wir nach aller Todeserfahrung um so heißer und echter lieben wollen, ein Leben, das nur lebenswert ist, wenn es lichtstrahlend rein und liebeswarm ist“. Dr. Reuber hat die Kriegsgefangenschaft nicht überlebt.
 
Weiters erinnert uns auch an diese Zeit das österreichische Denkmal in Pestschanka. Die Inschrift der Bronzetafel vor dem Denkmal sagt uns: „Dieses Denkmal ist allen Opfern der Schlacht um Stalingrad 1942/43 gewidmet, es erinnert an die Leiden der hier gefallenen Soldaten und an die der Zivilbevölkerung. Für die hier Gefallenen und in Gefangenschaft Verstorbenen aus allen Ländern erbitten wir den ewigen Frieden in russischer Erde“.
 
Zum Abschluss seiner Predigt sagte der Dekanatspfarrer, „dem heutigen Evangelium entsprechend, wollen wir nicht nachlassen, unseren Heiland immer wieder zu suchen, wollen wir nicht der Versuchung der Mutlosigkeit und des Zweifels nachgeben, denn dann bleiben wir trotz der vielen Schwierigkeiten, denen wir im Leben begegnen, immer in ihm verankert, dann werden wir die Macht seiner Liebe und seines Erbarmens erfahren“.
 
Nach der feierlichen Kranzniederlegung mit dem Abspielen des „Kameraden“, des Totengedenken, den Gedenkworten des Bundesvorsitzenden Sektionschef i.R. Dr. Otto Gratschmayer und dem abschließenden Deutschmeisterregimentsmarsches ging es wie immer zum gemütlichen Beisammensein in das benachbarte Hotel Regina.
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Im Rahmen einer Kaderfortbildung besuchten Angehörige der Dekanatspfarre an der Landesverteidigungsakademie am 19. Februar, die altkatholische Pfarre St. Salvator. Der Pfarrer Dr. Christian Blankensteiner erklärte eingangs die Geschichte der Kirche im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße und zeigte Details der Inneneinrichtung. Im zweiten Teil stellte Pfarrer Dr. Blankensteiner die Entstehung und Entwicklung der altkatholischen Kirche dar und wies auf Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede im Glaubensverständnis hin.
 

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