Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.
Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf den Webseiten von mildioz.at einverstanden sind.

 

2023 findet die nächste Bischofssynode im Vatikan statt. Bei Synoden handelt es sich um regelmäßige große Treffen von Bischöfen aus aller Welt mit dem Papst. Dieses Treffen wird etwas anders sein als die vorigen: Zum einen geht es diesmal um die „Synodalität“ selbst, um den Geist dieser gemeinsamen Treffen, um das Miteinander in der Kirche, um das Zusammenwirken aller auf dem gemeinsamen Weg des Glaubens und der Liebe. Zum anderen sollen dabei möglichst viele tatsächlich mitdenken und mitsprechen. Deshalb hat Papst Franziskus den synodalen Prozess für alle Gläubigen geöffnet und lädt alle zur Mitarbeit ein. Dass natürlich nicht alle nächstes Jahr nach Rom kommen können, ist klar. Aber möglichst viele sollen vorab ihre Ideen und Überzeugungen einbringen können.

Diese Befragung, dieses Erheben von Ideen und Meinungen, wird auch in den einzelnen Einheiten und bei den Lebenskundlichen Unterrichten durchgeführt. So auch in der Militärpfarre Niederösterreich 1 durch Militäroberkurat Oliver Hartl. Dabei können per QR-Code  sich die Teilnehmer zu den einzelnen Fragen durchklicken und ihre Meinung kundtun.
Und: mit Freude und Interesse sind die jungen Soldaten da dabei – gilt es doch, hier die eigene Meinung zu Kirche zu äußern und damit zu Veränderungen beizutragen. Sie merken sichtlich, dass auch ihre Meinungen und Ansichen der Kirche wichtig sind. Und das bewegt.

Als "Hoffnungszeichen" in einer von Auseinandersetzungen geprägten und fragmentierten Gesellschaft hat Militärbischof Werner Freistetter den bevorstehenden Nationalfeiertag bezeichnet. "Dass wir uns an einem Tag auf etwas Gemeinsames besinnen und uns darüber freuen können", habe für ihn schon immer das Wesen des Nationalfeiertags ausgemacht. Im gesellschaftlichen und politischen Diskurs wünsche er sich, dass wieder mehr Wertschätzung und Respekt Platz greife.

Österreichs Militärbischof äußerte sich im "Kathpress"-Interview zu aktuellen Themen, wie den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesellschaft, die Vorbildfunktion der Politik, den Klimawandel und den synodalen Prozess, den die Kirche Mitte Oktober begonnen hat.

Die Corona-Lockdowns der vergangenen eineinhalb Jahre hätten zwar äußerlich für Ruhe gesorgt, "es war aber innerlich sehr turbulent". Deswegen werde die Gesellschaft "an den Folgen der Pandemie-Erfahrung noch lange arbeiten müssen", zeigte sich Freistetter überzeugt. Denn: "Die Zeit hat uns schwer getroffen."

Er habe manchmal den Eindruck einer "zerklüfteten bzw. fragmentierten Gesellschaft, wo Meinungsunterschiede nicht mehr überbrückbar zu sein scheinen". Gleichzeitig habe er während der Pandemie aber auch viel Solidarität gesehen und "viele Menschen, die eben nicht nur auf sich, sondern auch auf das Gemeinwohl geschaut haben".

Um der Polarisierung entgegenzuwirken, brauche es eine gute Streitkultur, denn in einer Demokratie sei die sachbezogene Auseinandersetzung ein "Lebenselement", so der Militärbischof: "Das geht nicht anders und das ist auch gut so." Es sei immerhin ein großer zivilisatorischer Fortschritt, dass Streit nicht mehr automatisch mit Gewalt gelöst werde, sondern dass man eben in einer Gesellschaft lebe, in der Minderheiten Rechte haben und in der vieles artikuliert werden kann.

Misstrauen überwinden

Grundsätzliche Wertschätzung und der Respekt vor anderen müsse wieder deutlich mehr Platz greifen, als das im Moment der Fall ist, forderte Freistetter. "Ich habe den Eindruck, es gibt eine Verbitterung von allen Seiten und damit verbunden auch ein Misstrauen gegenüber dem demokratischen Leben." Ein offener Meinungsaustausch sei essenziell. "Auch wenn mein Gegenüber eine Meinung vertritt, die ich 'von Herzen ablehne', muss ich denjenigen doch als Menschen sehen." Wenn das gelingt, sei eine Demokratie lebensfähig.

Bezüglich dieses allgemeinen Respekts hätten besonders die politischen Verantwortungsträger "eine Vorbildfunktion", betonte der Bischof auch mit Verweis auf die derzeitige politische Kultur in Österreich. "Es gibt viele Menschen, mit denen ich spreche, die ihr Vertrauen in Politik und Institutionen verloren haben." In einem autoritären Staat könne die Fassade lange aufrechterhalten werden, "obwohl man weiß, dass es dahinter ganz anders ausschaut". Das sei in einer offenen Demokratie nicht möglich, "da werden Dinge über kurz oder lang aufgedeckt und es gibt Enttäuschungen".

Es werde oft vergessen, "dass wir in einer offenen, rechtsstaatlichen und von Diskussionen getragenen Gesellschaft nur dann wirklich leben können, wenn wir uns tatsächlich auf manche Haltungen besinnen, die man traditionell eben Tugenden nennt". Auch Institutionen müssten von Menschen mit Werten gefüllt und mitgetragen werden, "sonst funktioniert es nicht", warnte der Bischof.

Synodaler Prozess ist "mutig"

Als "außerordentlich mutig" und zugleich "ganz typisch für Franziskus" bezeichnete Freistetter den synodalen Prozess, den die katholische Kirche mit Anfang Oktober weltweit begann. "Der Papst hat ein unglaubliches Vertrauen in die Menschen und ihren Glaubenssinn, in ihre Bemühungen, Gutes zu tun und zu wollen und in der Kirche den Glauben zu leben." Deswegen habe es seiner Ansicht nach gerade so jemanden wie Papst Franziskus gebraucht, um so etwas zu initiieren, so der Bischof.

Es gehe nicht darum, viel Papier zu produzieren, sondern um einen geistlichen Prozess. Das sei "eine Einübung", die als Grundmodell kirchlichen Lebens bleiben werde, zeigte sich Freistetter überzeugt. "Miteinander Wege zu finden, die Gott von uns will. Nicht sofort jemanden überzeugen zu wollen, sondern einfach mal aufeinander zu hören" - das seien die Anliegen. Die Ergebnisse könne man schwer absehen, er sei aber neugierig, welche geistigen, ethischen und moralischen Akzentsetzungen zu erwarten sind.

Klimawandel braucht gemeinsame Lösungen

Als einen sehr "mühsamen Weg" für die ganze Weltgemeinschaft bezeichnete Freistetter, der in der Bischofskonferenz auch für den Bereich Mission und Entwicklung zuständig ist, den rasant fortschreitenden Klimawandel. "Das alles verunsichert Menschen", und diese Unsicherheiten verursachten wiederum Angst und schürten Ressentiments. Die Aufgabe sei aber nur gemeinschaftlich lösbar. Freistetter sieht in dieser Hinsicht die Weisungen von Papst Franziskus aus dessen Enzyklika "Laudato si" als "noch lange nicht ausgeschöpft".

Es sei wichtig, sich über die Tagespolitik hinaus Gedanken zu machen, welche Perspektive man den kommenden Generationen hinterlassen wolle. "Wir haben aber als Christen im Glauben eine Sicherheit, dass unsere Geschichte eben nicht nur von uns gemacht wird, sondern dass auch Gottes Geist wirkt, der nicht das von uns nimmt, was wir selber tun sollen, der aber doch ein Grundvertrauen gibt", erklärte der Bischof abschließend.

Quelle: Kathpress (25 10 2021)

Empfehlungen

4. August: Hl. Johannes Maria Vianney, P…

4. August: Hl. Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars

Jean-Marie Vianney wurde am 8. Mai des Jahres 1786 nahe bei Lyon geboren. Sein Aufwachsen fiel in die Zeit der Französischen Revolution, seine Erstkommunion empfing er in seinem Elternhaus –... Weiterlesen

Pastoralbesuch des Militärbischofs bei …

Pastoralbesuch des Militärbischofs bei EUFOR/ALTHEA

In der Zeit vom 18. Juli bis 22. Juli 2022 besuchte Militärbischof Dr. Werner Freistetter das österreichische Kontingent EUFOR/ALTHEA in Bosnien und Herzegowina. Begleitet wurde er von Militärdiakon GR Karl... Weiterlesen

Kirchenglocken läuten am Freitag gegen …

Kirchenglocken läuten am Freitag gegen weltweiten Hunger

Diese Aktion von Caritas und Bischofskonferenz soll auf "stillen Skandal" aufmerksam machen - Caritas-Präsident Landau dazu: »Hunger beenden ist nur Frage des Wollens«. Der leise Skandal, der oft übersehen und überhört... Weiterlesen

25. Juli: Hl. Christophorus

25. Juli: Hl. Christophorus

Am 25. Juli gedenkt die Kirche einer ihrer Großen, nämlich des Hl. Christophorus. Ein Schutzheiliger, ein Nothelfer, der sich auch heute noch aus der Schar der Heiligen hervortut, während andere... Weiterlesen

22. Juli: Gedenktag von Maria Magdalena

22. Juli: Gedenktag von Maria Magdalena

Heute gedenkt die Kirche einer der wohl am meist umstrittensten und viel diskutiertesten weiblichen Personen in der Bibel: Maria Magdalena – auch Maria von Magdala genannt. Und vieles wurde ihr... Weiterlesen

Einladung zur 4. Blaulichtwallfahrt

Einladung zur 4. Blaulichtwallfahrt

Nach der Covid-19-bedingten Absage im letzten Jahr treffen sich heuer wieder die Blaulichtorganisationen zur Blaulichtwallfahrt . Die gemeinsame Wallfahrt soll am 9. September 2022 "über die Bühne" gehen.   Diesmal ist gebietsmäßig... Weiterlesen

13. Juli: Hl. Heinrich und Hl. Kunigunde

13. Juli: Hl. Heinrich und Hl. Kunigunde

Jede Stadt hat ihre Persönlichkeiten, ihre ganz eigenen Helden und manche auch ihre ganz eigenen Heiligen. So auch in Bamberg. Diese Stadt in Bayern besitzt gleich zwei Heilige. Und das... Weiterlesen

12. Juli: Hl. Felix und Hl. Nabor

12. Juli: Hl. Felix und Hl. Nabor

Aus einer ganzen Reihe von Heiligen, deren die Kirche heute gedenkt, möchte ich Ihnen zwei dem Christentum innigst verbundene Soldaten vorstellen: Felix und Nabor. Beide stammen aus Nordafrika und erlitten in... Weiterlesen

4. Juli: Gedenktag von Hl. Elisabeth von…

4. Juli: Gedenktag von Hl. Elisabeth von Portugal

„Lieber will ich selbst vor Hunger sterben, als den Armen, die sonst verzweifeln müssten, meine Hilfe zu versagen. Gott wird mir in Zukunft schon helfen; jetzt aber will ich die... Weiterlesen

30. Juni: Gedenktag für die ersten heil…

30. Juni: Gedenktag für die ersten heiligen Märtyrer der Stadt Rom

Seit dem Jahr 1923 wird ein Fest aller Märtyrer, die durch die Verfolgung Neros ihr Leben ließen, am 30. Juni gefeiert. Der neue römische Kalender dehnte diesen Gedenktag auf die... Weiterlesen

29. Juni: Petrus und Paulus - die beiden…

29. Juni: Petrus und Paulus - die beiden großen Apostel und Kirchenfürsten des frühen Christentums.

Am heutigen Tag gedenkt die Kirche zweier Apostel, die bis heute vielen noch dem Namen nach bekannt sein dürften: Petrus und Paulus. Der 29. Juni wurde ihnen gewidmet, weil –... Weiterlesen

27. Juni: Der Festtag der Heiligen Hemma

27. Juni: Der Festtag der Heiligen Hemma

Laut Überlieferung starb die heilige Hemma von Gurk im Jahr 1045. Man weiß wenig von ihr. Wirklichkeit und Legende in der Überlieferungsgeschichte sind zu eng verwoben sind. Und doch lässt... Weiterlesen

8. Dezember: Das Hochfest Mariä Empfän…

8. Dezember: Das Hochfest Mariä Empfängnis

Die römisch-katholische Kirche begeht am 8. Dezember, neun Monate vor dem Fest der Geburt Mariens (8.September), das Hochfest der Empfängnis Mariens. Die vollständige Bezeichnung des Festes lautet: Hochfest der ohne... Weiterlesen

Nikolaus von Myra: Einer, der stets das …

Nikolaus von Myra: Einer, der stets das Gute wollte!

Am 6. Dezember gedenkt die Kirche einem der am meisten verehrten Heiligen: Dem Hl. Nikolaus von Myra. Wettergegerbt soll sein Gesicht gewesen sein, seine Nase war durch einen Bruch krumm zusammengewachsen... Weiterlesen

Splitterkreuzsegnung zum „Internationa…

Splitterkreuzsegnung zum „International Day of Peace“ in der St. Georgs-Kathedrale.

Die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper setzte mit der Segnung eines Splitterkreuzes durch Militärbischof Werner Freisteter in der St. Georgs Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie ein besonderes Zeichen zum „International Day of... Weiterlesen

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwall…

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwallfahrt ist abgesagt.

Die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes vom 13. bis 19. Mai 2020 wird nicht stattfinden. Der Gastgeber der Wallfahrt, der französische Militärbischof, Antoine de Romanet, hat die Wallfahrt am heutigen... Weiterlesen

7 Gaben

7 Gaben

Die 7 Gaben des Hl. Geistes Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit... Weiterlesen

Advent in der Militärdiözese

Advent in der Militärdiözese

Advent ist die Zeit, mit der viele Menschen ganz eigene und bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind dies Wochen, in denen alte, überlieferte Bräuche wiederaufleben, eine Zeit, die geprägt ist von... Weiterlesen

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Ich glaube an den Heiligen Geist…

Wie oft hat man diesen Satz im Glaubensbekenntnis schon ausgesprochen, aber wie wenig hat man darüber reflektiert, wie selten wurde bewusst gefragt, wer oder was dieser Geist ist. Der Heiligen... Weiterlesen

Mit Maria durch den Mai

Mit Maria durch den Mai

Warum wird sie gerade im Mai so verehrt? Maria, die Mutter Jesu, eine einzigartige, eine bemerkenswerte Gestalt: Sie ist über alle Grenzen hinweg bekannt, von ihr wurden unzählige Portraits gemalt, sie... Weiterlesen

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Von Ostern auf Pfingsten zu!

Die Zeit von der Auferstehung bis Christi Himmelfahrt. Das ist der Zeitraum von 40 Tagen, in dem die Kirche daran erinnert, dass Jesus Christus immer wieder seinen Jüngern erschien und... Weiterlesen

So entstand die Soldatenwallfahrt

So entstand die Soldatenwallfahrt

Die jährlich stattfindende Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Heute ist sie die größte Friedenskundgebung von Soldatinnen und Soldaten in den europäischen... Weiterlesen

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahr…

60 Jahre Internationale Soldatenwallfahrt: Damals und heute!

1958-2018: 60 Jahre Soldatenwallfahrt. Vizeleutnant Richard Payer ist 1958 als 20-jähriger Zugführer bei der ersten Internationalen Soldatenwallfahrt dabei gewesen. Heuer, bei der 60. Jubiläumswallfahrt, wird er wieder mitfahren. Ein Erinnerungsbericht... Weiterlesen

30 Jahre Militärordinariat

30 Jahre Militärordinariat

"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten... Weiterlesen

Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 200…

Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien. Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten... Weiterlesen

Bildergalerien

Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
62. Intern. Solda...
Konferenz der Mil...