Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.
Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf den Webseiten von mildioz.at einverstanden sind.

 

Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior   
 
Am 6. November gedachten im Heeresgeschichtlichen Museum Angehörige des PzAb 3, sowie der Traditionsbatterie der Reitenden Artilleriedivision Nr. 2 (RAD 2) der Toten des Ersten Weltkrieges. Der Feldkurat der RAD 2, Dekanatspfarrer Mag. Peter Papst, sprach das Gebet für die verstorbenen Kameraden.
 
Die feierliche Kranzniederlegung fand im Beisein von GenLt. i.R. Stephan Mayer, dem Präsidenten der RAD 2 und Museumsdirektor Dr. Mario Christian Ortner, sowie zahlreich erschienenen Ehrengästen, in der Eingangshalle vor der Gedenktafel statt, die den Soldaten der schweren Artillerie 1914-1918 gewidmet ist. Im Anschluss fand ein feierliches Requiem in der Stiftskirche statt.
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior   
 
Am 6. November gedachten im Heeresgeschichtlichen Museum Angehörige des PzAb 3, sowie der Traditionsbatterie der Reitenden Artilleriedivision Nr. 2 (RAD 2) der Toten des Ersten Weltkrieges. Der Feldkurat der RAD 2, Dekanatspfarrer Mag. Peter Papst, sprach das Gebet für die verstorbenen Kameraden.
 
Die feierliche Kranzniederlegung fand im Beisein von GenLt. i.R. Stephan Mayer, dem Präsidenten der RAD 2 und Museumsdirektor Dr. Mario Christian Ortner, sowie zahlreich erschienenen Ehrengästen, in der Eingangshalle vor der Gedenktafel statt, die den Soldaten der schweren Artillerie 1914-1918 gewidmet ist. Im Anschluss fand ein feierliches Requiem in der Stiftskirche statt.
Am 30. Oktober fand der jährliche Gedenkgottesdienst für die im Dienst getöteten oder verunglückten Polizeibeamte statt, mit anschließender Kranzniederlegung und Totengedenken. S.E. Kardinal Christoph Schönborn zelebrierte den Gedenkgottesdienst in Konzelebration mit dem Rektor der Stiftskirche Militärsuperior Mag. Peter Papst und Militärgeneralvikar i.R. Prälat Rudolf Schütz, den Bundeskoordinator Mag. Martin Müller und Polizeipfarrer Mag. Christian Diebl.
 
An der Spitze der Ehrengäste durfte der Polizeipräsident von Wien Dr. Gerhart Pürstl, der Polizeipräsident a.D. Dr. Peter Stiedl, der geschäftsführende Landespolizeikommandant von Wien Bgdr Karl Mahrer, sowie zahlreiche Vertreter der Behörden und des Exekutivkörpers begrüßt werden.

Im Anschluss des Gedenkgottesdienstes  besuchte Kardinal Schönborn den Kommandanten der Landesverteidigungsakademie General Mag. Reimund Schittenhelm, im Beisein des Dekanatspfarrers, zum persönlichen Gespräch.
Am 30. Oktober fand der jährliche Gedenkgottesdienst für die im Dienst getöteten oder verunglückten Polizeibeamte statt, mit anschließender Kranzniederlegung und Totengedenken. S.E. Kardinal Christoph Schönborn zelebrierte den Gedenkgottesdienst in Konzelebration mit dem Rektor der Stiftskirche Militärsuperior Mag. Peter Papst und Militärgeneralvikar i.R. Prälat Rudolf Schütz, den Bundeskoordinator Mag. Martin Müller und Polizeipfarrer Mag. Christian Diebl.
 
An der Spitze der Ehrengäste durfte der Polizeipräsident von Wien Dr. Gerhart Pürstl, der Polizeipräsident a.D. Dr. Peter Stiedl, der geschäftsführende Landespolizeikommandant von Wien Bgdr Karl Mahrer, sowie zahlreiche Vertreter der Behörden und des Exekutivkörpers begrüßt werden.

Im Anschluss des Gedenkgottesdienstes  besuchte Kardinal Schönborn den Kommandanten der Landesverteidigungsakademie General Mag. Reimund Schittenhelm, im Beisein des Dekanatspfarrers, zum persönlichen Gespräch.
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Im Rahmen der Kaderfortbildung besuchten Angehörige der Dekanatspfarre, sowie des Militärpfarrgemeinderates und der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten am 16. September – bei verfrühtem „Allerseelenwetter und –temperaturen“, die prachtvolle Friedhofskirche zum hl. Karl Borromäus am Zentralfriedhof.
 
Rektor Karl Wagner führte die Gruppe in sehr eindrucksvoller Weise durch die renovierte und somit wieder im alten Glanz hergestellte Kirche. Diese große Friedhofskirche steht für Erinnerung, Mahnung und Aussicht, so der Rektor, und verwies zum einen auf den Tod und die Vergänglichkeit, zum anderen eindrucksvoll auf die Auferstehung. Die Inschrift über dem Hochaltar „Ego sum resurrectio et vita“ (Ich bin die Auferstehung und das Leben) fasst die christliche Antwort auf die Frage nach dem Tod zusammen.
 
Zum Abschluss hat der Dekanatspfarrer zum stillen Gedenken an die Toten und zum gemeinsamen Gebet für unsere lieben Verstorbenen eingeladen.
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Am Sonntag, dem 14. September, zum Fest der Kreuzerhöhung, beging die Dekanatspfarre das Patrozinium der Wiener Garnisonskirche zum Heiligen Kreuz mit einem Festgottesdienst. Dieses feierliche Amt zelebrierte der Dekanatspfarrer und Kirchenrektor der Stiftskirche, Militärsuperior Mag. Peter Papst, mit Mitgliedern des Militärpfarrgemeinderates und der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten, Kameraden und einer großen Schar von Angehörigen des Militärseelsorgebereiches Wien.
 
Der Dekanatspfarrer nahm in seiner Predigt Bezug auf die Grabeskirche in Jerusalem, dem Ort der Kreuzauffindung Jesu im Jahre 335 und verwies darauf, dass es eine gute Gelegenheit sei, über die tiefere Bedeutung dieses Zeichens auch persönlich nachzudenken. Gerade das Beispiel des leidenden und sterbenden Herrn am Kreuz zeigt uns, dass das Leben und der Tod nicht das Letzte ist.
 
Der Festgottesdienst wurde kirchenmusikalisch von Herrn Mag. Andreas Hirsch (Gesang) und Frau Hiroe Imaizumi (Orgel) sehr feierlich gestaltet. .
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Den alljährlichen Festgottesdienst zum Weltfriedenstag 2008 feierte eine große Schar von Soldaten und Zivilisten auf Einladung und unter Vorsitz des Militärbischofs für Österreich Mag. Christian Werner am 6. Juni  in der Wiener Augustinerkirche. An der Spitze der Generalität konnte der stellvertretende Generalstabschef  GenLt Mag. Othmar Commenda, der Leiter der Sektion 2 GenLt  Mag. Dietmar Franzisci, der Leiter der Sektion 4 GenLt Mag. Christian Segur-Cabanac und der Kommandant der Landesverteidigungsakademie General Mag. Raimund Schittenhelm begrüßt werden.Weiters war anwesend eine Abordnung der Parlamentarischen Bundesheerbeschwerdekommission und der Militärkommandant von Wien Bgdr Mag. Franz Reiszner, sowie der Verteidigungs- und Militärattache der Republik Kroatien.
 
Mit Militärbischof Mag. Christian Werner konzelebrierten der Leiter des Institutes für Religion und Frieden Bischofsvikar Msgr. Dr. Werner Freistetter, der Dekanatspfarrer an der Landesverteidigungsakademie Militärsuperior Mag. Peter Papst, der Militärpfarrer von Wien Militäroberkurat Dr. Harald Tripp und der Militärpfarrer an der Heeresunteroffiziersakademie Msgr. Militärdekan Mag. Ewald Kiener.
 
Eine Abordnung der Garde von 70 Rekruten und eine weitere Abordnung von Rekruten aus dem Militärkommando Wien nahmen am Festgottesdienst teil. Aus dem Bereich der Traditionsverbände konnte je eine Abordnung des Hoch- und Deutschmeister-Schützenkorps und der Traditionsbatterie der Reitenden Artilleriedivision No.2 begrüßt werden.
 
Der Festgottesdienst wurde kirchenmusikalisch in bewährter Weise durch die Gardemusik des Österreichischen Bundesheeres, dem Bläserquintett unter der Leitung vom Musikmeister Vizeleutnant Josef Höller und die Orgel der Augustinerkirche ausgerichtet. Militärbischof Mag. Christian Werner nahm in seiner Predigt Bezug auf die Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum 41. Weltfriedenstag, mit dem Jahresthema „Die Menschheitsfamilie, eine Gemeinschaft des Friedens“.
 
Die Feierlichkeiten zum Weltfriedenstag fanden bei herrlichem Sonnenschein  ihren würdigen Abschluss mit dem traditionellen Platzkonzert, unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberstleutnant Mag. Johann Krausz und einer Agape am Josefplatz
Ein Bericht von Mag. Peter Papst, Militärsuperior
   
Vom 7. bis 11. April  fand die Pfarradjunktentagung in Wien statt. Die Pfarradjunkten aus allen Militärpfarren Österreichs beschäftigen sich mit folgenden Themen: EDV-Matrikenführung, Pfarrprogramm, Internet und Homepage der Militärseelsorge.
Als Kulturprogramm stand der Besuch der Hofburg in Wien, sowie die  Besichtigung der Augustinerkirche mit anschließender Vesper und hl. Messe am Programm.
Am 7. Februar 2009 zelebrierte der Dekanatspfarrer Militärsuperior Mag. Peter Papst mit den Kameraden der „Hoch- und Deutschmeister“ und ihren Freunden den Festgottesdienst in der Votivkirche, um der gefallenen und verstorbenen Divisions- und Deutschmeisterkameraden sowie aller verstorbenen Kameraden zu gedenken.
 
Ein Bericht von Militärsuperior Mag. Peter Papst
   
Die alte Wiener Garnisonskirche gab auch diesmal den geeigneten Rahmen für die äußerst gut besuchte Deutschmeistermesse ab, zu der zahlreiche Ehrengäste und Fahnentrupps erschienen waren.
 
Namentlich wurde zweier Kameraden besonders gedacht: dem langjährigen Dekanatspfarrer beim Armeekommando, Militärdekan i.R. Prälat Msgr. Josef Gaupmann, der am 11. Jänner 2009 im 84. Lebensjahr von Gott dem Herr zu sich gerufen wurde. Er war u. a. Kurat beim Kameradschaftsbund und betreute durch viele Jahre hindurch die Kameradschaft Stalingrad.
Weiters wurde des Kameraden Franz Jungwirth, zuletzt Ehrenbundesobmann der Kameradschaft Stalingrad, der am 27. Jänner 2009 im 86. Lebensjahr verstorben war, beim Hl. Messopfer gedacht.
 
In der Predigt nahm der Dekanatspfarrer Bezug auf die diesjährige  Botschaft zum Weltfriedenstag von Papst Benedikt XVI., die unter dem Thema „Die Armut bekämpfen, den Frieden schaffen“ steht. „Wir wollen in dieser Stunde ganz besonders auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria das Geschenk des Friedens erflehen: für unsere Familien, für unsere Städte, für unsere Heimat und für die ganze Welt“, so Papst.
Im Verlauf der Kampfhandlungen kamen in Stalingrad und Umgebung etwa 1 Million Menschen, Zivilisten und Soldaten ums Leben. Wobei der Großteil von ihnen nicht durch Kampfhandlungen starb, sondern erfror, verhungerte und Krankheiten zum Opfer fiel.
Weiters wurde erwähnt, dass vier Divisionen der Deutschen Wehrmacht, die in Stalingrad kämpften, einen hohen Anteil an Österreichern hatten: die 44. Infanteriedivision, die 297. Infanteriedivision, die 100. Jägerdivision und die 24. Panzerdivision. Die Soldaten stammten vor allem aus Wien, Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark. Nur etwa 1200 Soldaten aus dem Kessel von Stalingrad kehrten heim.
 
Der Dekanatspfarrer verwies weiters in seiner Predigt auf „Die Madonna von Stalingrad“; „Weihnachten im Kessel, wir kennen diese Begebenheit: der evangelische Pastor, Arzt und Künstler Dr. Reuber hatte sich hingesetzt und mit Holzkohle auf der Rückseite einer russischen Landkarte das Bild einer Frau gemalt, die unter ihrem schützenden Mantel ein Kind hält und dieses betrachtet. Liebevoll und sorgenvoll!“
Das Bild ist bekannt geworden als die Stalingradermadonna. Dr. Reuber schreibt in seinem Adventsbrief 1943 an seine Frau: „Schau in dem Kind das Erstgeborene einer neuen Menschheit an, das unter Schmerzen geboren, alle Dunkelheit und Traurigkeit überstrahlt. Es sei uns ein Sinnbild sieghaften zukunftsfrohen Lebens, das wir nach aller Todeserfahrung um so heißer und echter lieben wollen, ein Leben, das nur lebenswert ist, wenn es lichtstrahlend rein und liebeswarm ist“. Dr. Reuber hat die Kriegsgefangenschaft nicht überlebt.
 
Weiters erinnert uns auch an diese Zeit das österreichische Denkmal in Pestschanka. Die Inschrift der Bronzetafel vor dem Denkmal sagt uns: „Dieses Denkmal ist allen Opfern der Schlacht um Stalingrad 1942/43 gewidmet, es erinnert an die Leiden der hier gefallenen Soldaten und an die der Zivilbevölkerung. Für die hier Gefallenen und in Gefangenschaft Verstorbenen aus allen Ländern erbitten wir den ewigen Frieden in russischer Erde“.
 
Zum Abschluss seiner Predigt sagte der Dekanatspfarrer, „dem heutigen Evangelium entsprechend, wollen wir nicht nachlassen, unseren Heiland immer wieder zu suchen, wollen wir nicht der Versuchung der Mutlosigkeit und des Zweifels nachgeben, denn dann bleiben wir trotz der vielen Schwierigkeiten, denen wir im Leben begegnen, immer in ihm verankert, dann werden wir die Macht seiner Liebe und seines Erbarmens erfahren“.
 
Nach der feierlichen Kranzniederlegung mit dem Abspielen des „Kameraden“, des Totengedenken, den Gedenkworten des Bundesvorsitzenden Sektionschef i.R. Dr. Otto Gratschmayer und dem abschließenden Deutschmeisterregimentsmarsches ging es wie immer zum gemütlichen Beisammensein in das benachbarte Hotel Regina.
Die Kontaktstelle für Weltreligionen der Österreichischen Bischofskonferenz und das Institut für Religion und Frieden veranstalteten am 21. April 2009 in der Diplomatischen Akademie in Wien ein Symposium zum Thema „Die religiöse Vielfalt im Nahen und Mittleren Osten. Dialogkultur und Konfliktpotential an den Ursprüngen“.
 
Ein Bericht von Mag. Christian Wagnsonner
   
Univ. Prof. Dr. Dietmar Winkler, der Leiter des Fachbereichs Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, gab einen Einblick in die komplexe Situation der christlichen Kirchen im Nahen Osten, zu denen eine Vielzahl orthodoxer, orientalisch-orthodoxer und unierter Kirchen sowie die Kirche des Ostens (Assyrer) gehören. Als sich der Islam im 7. Jahrhundert in der Region ausbreitete, verschwanden die christlichen Kirchen nicht, sie behielten ihre Liturgie, ihre Sprache und Kultur.
 
Auch nach der später erfolgten Arabisierung blieben beträchtliche Teile der Bevölkerung christlich, erst der Erste Weltkrieg mit den darauf folgenden Konflikten markierte einen gravierenden Einschnitt: Immer mehr Christen verließen die Region, eine Tendenz, die sich in den letzten Jahren alarmierend verstärkt hat: Im vergangenen Jahrzehnt sind etwa 4-5 Millionen Christen ausgewandert, aufgrund anhaltender Repression und Diskriminierung, aber etwa auch aufgrund der besseren wirtschaftlichen Perspektiven eines Lebens im Westen.
 
Univ. Prof. Dr. Stephan Procházka vom Institut für Orientalistik der Universität Wien erläuterte, wie es zu den ersten Spaltungen der islamischen Gemeinde kam, aus denen später Sunniten, Schiiten und Charidschiten hervorgingen. Es ging dabei nicht um religiöse Streitfragen, sondern um politische Herrschaftsansprüche, eine innerislamische und innerarabische Angelegenheit. Die Anhänger des vierten Kalifen Ali, eines Schwiegersohns des Propheten Mohammeds, mussten zunächst klein beigeben, sein Sohn Hussein kam mit seinen Kampfgefährten bei der berühmt gewordenen Schlacht bei Kerbala ums Leben. Ab dieser Zeit ging es nicht mehr nur um Politik, die Schia wird zu einer religiös-politischen Strömung, der heute etwa ein Zehntel aller Muslime angehören. Ein gemeinsames religiöses Auftreten ist sehr problematisch – wegen der konfliktbelasteten Vergangenheit und einiger Unterschiede, die vor allem die religiöse Praxis, die Verehrung der ersten Führer (Imame) und die hohe Bedeutung eines eigenen geistlichen Standes bei den Schiiten betreffen.
 
Em. Univ. Prof. Dr. Werner Ende vom Orientalischen Seminar der Universität Freiburg sieht eine erstaunliche Aktualität dieses frühislamischen Konflikts zwischen Schiiten und Sunniten in heutigen Konflikten.
Diese Konflikte, in denen es eigentlich um ganz andere politische oder wirtschaftliche Fragen geht, werden oft mit Rückgriff auf Slogans aus der frühislamischen Konfliktgeschichte ausgetragen: Da spielt dann etwa der Verdacht eine Rolle, dass die Schiiten bei ihren Riten die Prophetengefährten (besonders die ersten drei rechtgeleiteten Kalifen) beleidigen.
 
Dass Schiiten von ihrer Tradition manchmal zu Verschweigen und Verstellung angehalten werden, fördert das Misstrauen zusätzlich; und in der Frömmigkeit der Schiiten spielen die Niederlage bei Kerbala (gegen die späteren Sunniten) mit den Gefühlen von Trauer und Hass nach wie vor eine große Rolle. Extremistische Agitation und Anschläge (etwa auf das Grab Alis) lassen das Misstrauen noch wachsen. Ende sieht aber dennoch auch Grund zur Hoffnung: Eine Mehrheit der Muslime ist der Ansicht, dass die eigentlichen Probleme nur durch gemeinsames Vorgehen gelöst werden können, und als äußeres Zeichen kamen im 20. Jh. wieder Mischehen zwischen Schiiten und Sunniten auf.
 
Em. Univ. Prof. Dr. Udo Steinbach, der langjährige Leiter des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg, sprach über „Die heutige religio-politische Komplexität und ihre (inter)nationalen Austragungsräume“. In den letzten Jahrzehnten ist Religion wieder politisch wirksam und Gewalt im Namen der Religion, aus Religion heraus, wieder ein häufiges Phänomen geworden.
 
Es hat sich gezeigt, dass westliche Paradigmen zur Modernisierung in der islamischen Welt (z. B. Sozialismus) nicht gegriffen und die Probleme des Nahen Ostens nicht gelöst haben.
 
Der Versuch, den Islam für die Lösung der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Probleme zu instrumentalisieren, ist ein neues und auch beängstigend modernes Phänomen, das eine genaue Analyse der Rahmenbedingungen notwendig macht. Zunächst konzentriert sich dieser Versuch, der mit Begriffen wie Fundamentalismus oder Islamismus nur unzureichend bezeichnet wird, auf Veränderung innerhalb der islamischen Welt. Zentrales Ereignis sei die islamische Revolution im Iran gewesen. Ein Theologe mobilisierte die Massen und gründete den Staat auf ein von ihm geschaffenes Prinzip. Supranational angelegt, sollte diese Revolution die ganze islamische Welt umfassen, dann vielleicht auch die ganze Welt. Aber die Revolution kam nicht voran. Was dann kam, war lediglich der Terror, zunächst und mit besonderer Brutalität in Algerien. Später richtete sich der Terror auch gegen den Westen, v.a. gegen die USA, die mit einem global war on terrorism antworten. Was über die neue Bedeutung von Religion gesagt wurde, gilt auch besonders für den Palästinakonflikt: Er ist gerade dabei, in eine religio-politische Dimension abzugleiten, aus der er kaum mehr herausgeholt werden kann, auf jüdischer wie auf palästinensischer Seite. Die einzig sinnvolle Marschrichtung kann nur sein zu versuchen, die Religion wieder aus dem politischen Raum herauszuholen. Ansätze dazu gibt es bereits (etwa gerade im Iran). Mit seinen provokanten Aussagen an der Universität in Regensburg wollte der Papst vermutlich v. a. die islamischen Intellektuellen herausfordern, endlich Stellung zu beziehen zu Islam, Politik und extremistischer Gewalt – und hatte Erfolg damit. Steinbach sieht die Zukunft des Islam nicht in der Gewalt, sondern in einer gesellschaftlichen Differenzierung bis hin zu Säkularisierung.
 
Univ. Prof. Dr. Jörgen Nielsen vom Zentrum für Europäisches Islamisches Denken an der Universität Kopenhagen fragte nach Stand und Zukunft der interreligiösen Beziehungen und des interreligiösen Dialogs: „Interreligiöse Verhältnisse suchen ihre künftige Gestalt. Monotheismen am Prüfstand – damals und heute“. In vielen Konflikten spielt Religion heute die Rolle eines Identitätsmarkers, es geht dabei nicht um Unterschiede in den religiösen Inhalten. In den letzten Jahrzehnten wurden christlich-islamische Dialogbemühungen intensiviert, vor allem nach Samuel Huntingtons Theorie vom „Kampf der Kulturen“ (1993/1996) und den Anschlägen vom 11. September 2001.
 
Die Initiative zum Dialog ging auch oft von islamischer Seite bzw. von Regierungen und politischen Institutionen aus. Diese Politisierung des interreligiösen Dialogs ist eine recht problematische Entwicklung. Positiv hervorzuheben ist, dass es heute Dialognetzwerke gibt, die bewirken, dass sich bei auftretenden Krisen, die irgendwie das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen betreffen, Vertreter beider Religionen sofort zusammensetzen. Noch vor einigen Jahrzehnten war dies nicht der Fall.

Empfehlungen

Der von Papst Franziskus ausgerufene wel…

Der von Papst Franziskus ausgerufene weltweite Synodale Prozess erreicht nun seine kontinentale Phase

Eröffnungsgottesdienst mit Erzbischof Graubner zum Auftakt - Österreichs Delegierte sind Erzbischof Franz Lackner, Regina Polak, Petra Steinmaier-Pösel und Markus Welte vor Ort sowie zehn weitere online Mit einem von Erzbischof Jan... Weiterlesen

Papst Franziskus setzt seine schwierige …

Papst Franziskus setzt seine schwierige Afrika-Reise fort

Im Kongo zeigt sich der Papst in Hochform: Getragen von Wellen der Zuneigung benennt er die Folgen von Habgier und Korruption im Inneren und geißelt neue Formen des Kolonialismus -... Weiterlesen

Pilgerfahrt für den Frieden

Pilgerfahrt für den Frieden

Papst Franziskus holt verschobene Afrikareise nach Papst Franziskus reist von 31. Jänner bis 5. Februar in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan. Beide Länder stehen seit Jahren auf der... Weiterlesen

Weltfriedenstag 2023: Internationaler S…

Weltfriedenstag 2023:  Internationaler Soldatengottesdienst im Dom zu Köln

Eine Österreichische Delegation der AKS (Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten) wurde von der GKS (Gemeinschaft Katholischer Soldaten) der Deutschen Bundeswehr am 19. Jänner 2023 zur Teilnahme am Internationalen Soldatengottesdienst im Dom zu... Weiterlesen

37. Weltjugendtag: „Öffne dein Herz f…

37. Weltjugendtag: „Öffne dein Herz für andere Kulturen”

Bereits 400.000 Anmeldungen für Weltjugendtag, der vom 1. bis 6. August in Lissabon stattfindet. Bereits ein halbes Jahr vor Beginn haben sich rund 400.000 Jugendliche für die Teilnahme am Weltjugendtag (WJT) 2023... Weiterlesen

Katholikenzahlen, Pastoraldaten, Budget:…

Katholikenzahlen, Pastoraldaten, Budget: Die katholische Kirche Österreichs präsentiert Statistik

Die Katholikenzahl in Österreich ist im letzten Jahr erneut zurückgegangen, insgesamt aber weitgehend stabil geblieben. Das ergeben die von den österreichischen Diözesen veröffentlichten Statistiken. Demnach gibt es mit Stichtag 31... Weiterlesen

Requiem für Benedikt XVI im Stephansdom

Requiem für Benedikt XVI im Stephansdom

Heimische Bischöfe feierten Gottesdienst für verstorbenen Papst - Kardinal Schönborn blickte in Predigt auf 49 Jahre persönliche Bekanntschaft und Freundschaft mit dem Verstorbenen zurück - Vom Volk geliebt, von den... Weiterlesen

+Benedikt XVI.: Ein Nachruf von Militär…

+Benedikt XVI.: Ein Nachruf von Militärbischof Werner Freistetter

Benedikt XVI. habe ich während meiner Tätigkeit im Päpstlichen Rat für Kultur als einen außerordentlich bescheidenen, liebenswürdigen und klugen Menschen kennengelernt. Ich hatte immer den Eindruck, dass ihm viel daran... Weiterlesen

Österreichs Bischöfe gratulierten dem …

Österreichs Bischöfe gratulierten dem Hl. Vater zum Geburtstag

Österreichs Bischöfe überraschten Franziskus am Beginn der Audienz am Freitag auch mit einem musikalischen Geburtstagsständchen - denn am Samstag vollendet der Papst sein 86. Lebensjahr. Das Gespräch mit dem Papst... Weiterlesen

Militärethik: „Friedens- und Konflikt…

Militärethik: „Friedens- und Konfliktethik“

Der ehemalige deutsche Militärseelsorger und Projektleiter am Institut für Theologie und Frieden in Hamburg Marco Schrage legt ein kompaktes Lehrbuch zur Friedens- und Konfliktethik als Teil der Ethik der Internationalen... Weiterlesen

Stimmungsvolles Kärntner Adventkonzert …

Stimmungsvolles Kärntner Adventkonzert in der Burg

Nach pandemiebedingten Jahren des Nichtsingen- und des Nichtauftretendürfens war es heuer wieder möglich, adventliche Klänge und Gesänge in der St. Georgs-Kathedrale zu hören. Das Kärntner Adventkonzert am 10.12.2022 lockte zahlreiche... Weiterlesen

Adventlicher Besinnungstag im Stift St. …

Adventlicher Besinnungstag im Stift St. Florian

Am Mittwoch, 30. November 2022, machten sich ca. 100 Kaderangehörige, Zivilbedienstete und Senioren - teilweise mit Angehörigen - auf den Weg in das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian zu einem adventlichen Besinnungstag... Weiterlesen

Geschichte der Militärseelsorge: „Von…

Geschichte der Militärseelsorge: „Von Errichtung und Umänderung der Beneficien, wie auch von der Einrichtung der Civil- und Militär-Seelsorge in den Oesterreichischen Ländern“

Thomas Dolliner, ordentlicher Professor für Kirchenrecht und römisches Zivilrecht, legte 1822 eine Sammlung von drei kurzen kirchen- bzw. staatskirchenrechtlichen Abhandlungen vor, die neben den Benefizien und der Einrichtung der zivilen... Weiterlesen

Firm werden und ein bewusstes Ja spreche…

Firm werden und ein bewusstes Ja sprechen

Mit den Worten „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ und dem Aufzeichnen des Kreuzes mit Chrisam auf die Stirn spendete Militärerzdekan Harald Tripp sieben jungen Soldaten das... Weiterlesen

Den Menschen und der Tradition verpflich…

Den Menschen und der Tradition verpflichtet

Im Rahmen der Feldlagerwoche besuchte Militärsuperior Sascha Kaspar am 5. Oktober die Rekruten des Einrückungstermins September 2022 „im Feld“ am Truppenübungsplatz Allentsteig. Auch und gerade in der Zeit der Feldlagerwoche als... Weiterlesen

Ein doppeltes Fest, eine doppelte Freude

Ein doppeltes Fest, eine doppelte Freude

Der 15.09.2022 war für die Militärpfarre Burgenland ein ganz besonderer Tag. Es gab zwei Gründe, die diesen Tag zu einem wahren Freudentag werden ließen: Einerseits die Segnung der neurenovierten Hauskapelle... Weiterlesen

Einladung zum Pfarrfest der katholischen…

Einladung zum Pfarrfest der katholischen Militärpfarre Kärnten

Die Militärpfarre Kärnten lädt am Freitag, 16. September 2022, zu einem Festgottesdienst und anschließendem Pfarrfest herzlich in die Soldatenkirche in der Khevenhüller-Kaserne ein. Musikalisch umrahmt wird diese Veranstaltung durch die... Weiterlesen

4. August: Hl. Johannes Maria Vianney, P…

4. August: Hl. Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars

Jean-Marie Vianney wurde am 8. Mai des Jahres 1786 nahe bei Lyon geboren. Sein Aufwachsen fiel in die Zeit der Französischen Revolution, seine Erstkommunion empfing er in seinem Elternhaus –... Weiterlesen

25. Juli: Hl. Christophorus

25. Juli: Hl. Christophorus

Am 25. Juli gedenkt die Kirche einer ihrer Großen, nämlich des Hl. Christophorus. Ein Schutzheiliger, ein Nothelfer, der sich auch heute noch aus der Schar der Heiligen hervortut, während andere... Weiterlesen

22. Juli: Gedenktag von Maria Magdalena

22. Juli: Gedenktag von Maria Magdalena

Heute gedenkt die Kirche einer der wohl am meist umstrittensten und viel diskutiertesten weiblichen Personen in der Bibel: Maria Magdalena – auch Maria von Magdala genannt. Und vieles wurde ihr... Weiterlesen

Einladung zur 4. Blaulichtwallfahrt

Einladung zur 4. Blaulichtwallfahrt

Nach der Covid-19-bedingten Absage im letzten Jahr treffen sich heuer wieder die Blaulichtorganisationen zur Blaulichtwallfahrt . Die gemeinsame Wallfahrt soll am 9. September 2022 "über die Bühne" gehen.   Diesmal ist gebietsmäßig... Weiterlesen

13. Juli: Hl. Heinrich und Hl. Kunigunde

13. Juli: Hl. Heinrich und Hl. Kunigunde

Jede Stadt hat ihre Persönlichkeiten, ihre ganz eigenen Helden und manche auch ihre ganz eigenen Heiligen. So auch in Bamberg. Diese Stadt in Bayern besitzt gleich zwei Heilige. Und das... Weiterlesen

12. Juli: Hl. Felix und Hl. Nabor

12. Juli: Hl. Felix und Hl. Nabor

Aus einer ganzen Reihe von Heiligen, deren die Kirche heute gedenkt, möchte ich Ihnen zwei dem Christentum innigst verbundene Soldaten vorstellen: Felix und Nabor. Beide stammen aus Nordafrika und erlitten in... Weiterlesen

4. Juli: Gedenktag von Hl. Elisabeth von…

4. Juli: Gedenktag von Hl. Elisabeth von Portugal

„Lieber will ich selbst vor Hunger sterben, als den Armen, die sonst verzweifeln müssten, meine Hilfe zu versagen. Gott wird mir in Zukunft schon helfen; jetzt aber will ich die... Weiterlesen

30. Juni: Gedenktag für die ersten heil…

30. Juni: Gedenktag für die ersten heiligen Märtyrer der Stadt Rom

Seit dem Jahr 1923 wird ein Fest aller Märtyrer, die durch die Verfolgung Neros ihr Leben ließen, am 30. Juni gefeiert. Der neue römische Kalender dehnte diesen Gedenktag auf die... Weiterlesen

29. Juni: Petrus und Paulus - die beiden…

29. Juni: Petrus und Paulus - die beiden großen Apostel und Kirchenfürsten des frühen Christentums.

Am heutigen Tag gedenkt die Kirche zweier Apostel, die bis heute vielen noch dem Namen nach bekannt sein dürften: Petrus und Paulus. Der 29. Juni wurde ihnen gewidmet, weil –... Weiterlesen

27. Juni: Der Festtag der Heiligen Hemma

27. Juni: Der Festtag der Heiligen Hemma

Laut Überlieferung starb die heilige Hemma von Gurk im Jahr 1045. Man weiß wenig von ihr. Wirklichkeit und Legende in der Überlieferungsgeschichte sind zu eng verwoben sind. Und doch lässt... Weiterlesen

8. Dezember: Das Hochfest Mariä Empfän…

8. Dezember: Das Hochfest Mariä Empfängnis

Die römisch-katholische Kirche begeht am 8. Dezember, neun Monate vor dem Fest der Geburt Mariens (8.September), das Hochfest der Empfängnis Mariens. Die vollständige Bezeichnung des Festes lautet: Hochfest der ohne... Weiterlesen

Nikolaus von Myra: Einer, der stets das …

Nikolaus von Myra: Einer, der stets das Gute wollte!

Am 6. Dezember gedenkt die Kirche einem der am meisten verehrten Heiligen: Dem Hl. Nikolaus von Myra. Wettergegerbt soll sein Gesicht gewesen sein, seine Nase war durch einen Bruch krumm zusammengewachsen... Weiterlesen

Splitterkreuzsegnung zum „Internationa…

Splitterkreuzsegnung zum „International Day of Peace“ in der St. Georgs-Kathedrale.

Die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper setzte mit der Segnung eines Splitterkreuzes durch Militärbischof Werner Freisteter in der St. Georgs Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie ein besonderes Zeichen zum „International Day of... Weiterlesen

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwall…

Lourdes: 62. Internationale Soldatenwallfahrt ist abgesagt.

Die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes vom 13. bis 19. Mai 2020 wird nicht stattfinden. Der Gastgeber der Wallfahrt, der französische Militärbischof, Antoine de Romanet, hat die Wallfahrt am heutigen... Weiterlesen

7 Gaben

7 Gaben

Die 7 Gaben des Hl. Geistes Immer wieder „Sieben“: Die Sieben findet sich etliche Male in der Bibel, es ist ein altes biblisches und vorbiblisches Symbol, das für Fülle und Vollkommenheit... Weiterlesen

Bildergalerien

Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
62. Intern. Solda...
Konferenz der Mil...