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Vortrag von Militärbischof Mag. Christian Werner anlässlich des Symposiums "Der Ruf des Gewissens" an der Landesverteidigungsakademie

Der Militärbischof von Österreich, Mag. Christian Werner, hielt am 30. November 2004 an der Landesverteidigungsakademie des Österreichischen Bundesheeres im Rahmen des Symposiums „Der Ruf des Gewissens – Widersand gegen Nationalsozialismus zwischen „Walküre“ und “Radetzky“ einen Vortrag mit dem Titel „Widerstand gegen die Staatsgewalt als ethisches Problem“.

Der Herr Militärbischof betonte die Bedeutung der Reflexion über ethische Prinzipien, auch wenn diese den Reichtum und die Komplexität konkreter Entscheidungssituationen nicht vollkommen einfangen können. Es ist dennoch unbedingt erforderlich, über ethische Grundprinzipien und Grundsätze nachzudenken. Auch die Beantwortung der Frage des Widerstandsrechts geschieht nicht unabhängig von den Antworten auf Grundfragen der politischen Ethik, wie die Frage nach der ethischen Begründung und Begrenzung politischer Macht, nach der Legitimität von Autorität und der Bedingungen des Gehorsams sowie nach den ethischen Grundlagen des Rechtes.

Exzellenz machte auch auf problematische Aspekte im Gebrauch des Wortes „Widerstand“ heute aufmerksam: Gefahren einer inflationären Verwendung des Widerstandsbegriffs, die Problematik einer grundsätzlichen Widerstandshaltung gegen ein als ungerecht empfundenes ökonomisches System unserer globalisierten Welt, andererseits auch die Mentalität weitgehender Nichtbeachtung oder Aushöhlung bestehender Regelungen und Vorschriften.

„Mit der Anerkennung des Widerstandsrechts wird zugleich mit anerkannt, dass der Staat nicht der letzte Ursprung allen Rechtes ist.“ Hier steht im Mittelpunkt des politischen Denkens der Mensch mit seiner unverlierbaren Würde. Grundlegende Aufgabe des Staates ist es daher, „das Gemeinwohl der bürgerlichen Gesellschaft, der Bürger und der kleineren Gemeinwesen zu schützen und zu fördern“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1910). Aus diesem Ansatz politischer Ethik folgt die Begründung des Rechtes und der Pflicht zum Widerstand: „Der Bürger hat die Gewissenspflicht, die Vorschriften der staatlichen Autoritäten nicht zu befolgen, wenn diese Anordnungen der Forderungen des sittlichen Ordnung, den Grundrechten des Menschen oder den Weisungen des Evangeliums widersprechen“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2242).

Die Kirche erhebt nicht den Anspruch, mit ihrer Lehre fertige Lösungen für konkrete und komplexe Probleme vorzulegen. Es geht ihr aber darum, Kriterien für die Gewissensbildung und das Gewissen verantwortlich handelnder Menschen zu formulieren.

„Die Frage des Widerstandsrechts gegen staatliche Gewalt bringt im Kontext des Militärs eine besondere Problematik mit sich“ – so der österreichische Militärbischof. Im Dienst des Staates sind die Soldaten dem Staat besonderer Loyalität und Treue verpflichtet. In den Armeen demokratischer Rechtsstaaten unterliegen die Befehlsgebung und die Gehorsamspflicht klaren ethischen und rechtlichen Einschränkungen. Andererseits sind die Soldaten durch eine selbstverständliche Haltung der Gehorsamsbereitschaft geprägt.

Vor diesem Hintergrund ist dem Militärbischof die ethische Bildung der Soldaten ein besonderes Anliegen. Obwohl die Beschränkung auf eine eng gefasste Professionalität manchmal nutzbringender und ökonomischer erscheinen mag, ist und darf die Gewissensbildung der Soldaten kein unnötiger Luxus sein. Exzellenz rief in diesem Zusammenhang die Vorfälle im Irak sowie auch Vorkommnisse während der Vorbereitung und Ausbildung von Soldaten in Erinnerung. Auf diesem Gebiet möchte sich die Militärseelsorge in Österreich mehr einbringen. Auch aus diesem Grund wurde von Exzellenz das „Institut für Religion und Frieden beim Militärbischofsamt“ ins Leben gerufen. „Wir sind dies letztlich unseren Soldaten schuldig, die ja die Hauptlast der Anforderungen in künftigen Kriseneinsätzen zu tragen haben werden.“

Im Zentrum der Überlegungen dieses Symposiums stand die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Um aus dieser Geschichte etwas lernen zu können, müssen wir – ausgehend von historischen Erfahrungen – „zu einem klareren Bewusstsein für das hier und heute sittlich Gebotene und Verpflichtende kommen.“

 

Mag. Christian Werner
Militärbischof von Österreich

Gedenken der im Dienst verstorbenen Angehörigen der Österreichischen Exekutive und des Österreichischen Bundesheeres

Am Sonntag, 24. Oktober 2004, um 10.00 Uhr feiert die Österreichische Exekutive und das Österreichische Bundesheer eine Festmesse im Gedenken der im Dienst verstorbenen Angehörigen. Zelebrant ist der Hochwürdigste Herr Militärbischof Mag. Christian WERNER. Musikalische Umrahmung wird von der Gardemusik Wien geboten.

Niemand ist eine Insel, nur für sich allein; jeder ist ein Teil des Kontinents, ein Teil des Ganzen. Wenn die Erdscholle vom Meer weggespült wird, ist Europa darum ärmer, als wenn sie ein Riff wäre oder ein Haus deiner Freunde oder gar dein eigenes. (John Donne)

Wir sind hineinverwoben in ein Geflecht von Beziehungen und Freundschaften, das uns hält und auch bestimmt. Im Guten wie im Schlechten haben wir Einfluss aufeinander.

Das ist der Grundgedanke, wenn in der katholischen Kirche die Überzeugung besteht, dass über den Tod hinaus eine Verbindung bleibt zu den Verstorbenen und zwar durch den, der gesagt hat: Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Beim Jahresgedächtnis für unsere Verstorbenen sind wir mit ihnen in Dankbarkeit und Liebe über den Tod hinaus verbunden. In dieser Messfeier bezeugen wir unseren Glauben, dass Gott in der Auferstehung seines Sohnes uns das Tor zum Leben geöffnet hat seine Liebe zu uns findet mit dem Tod kein Ende, sie währt ewig und unsere Verstorbenen sind in seiner Liebe geborgen.

In dieser Hoffnung begehen wir diese Messfeier und bitten den Allmächtigen, unseren Brüdern und Schwestern das Leben in Fülle zu schenken.

Die Feier des Weltfriedenstages mit festlichem Gottesdienst
 
Die Katholische Militärseelsorge beging am 3. Juni 2004 in traditioneller Weise die Feierlichkeiten zum Weltfriedenstag mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Seiner Exzellenz, Militärbischof Christian Werner, in der Kirche St. Augustin im Zentrum Wiens.
 
Die Soldaten der Garnison Wien feierten die Hl. Messe mit zahlreichen prominenten Vertretern der Bundesministerien für Landesverteidigung und Inneres sowie des öffentlichen Lebens, deren prunkvolle musikalische Umrahmung durch die Bläser der Gardemusik gegeben war.
 
Die Freude am Beisammensein, bei der nach dem Gottesdienst gebotenen Agape, konnte auch der Regen nicht trüben.
 
Eine stets aktuelle Aufgabe: zum Frieden erziehen
 
Predigt von Militärbischof Mag. Christian Werner anlässlich des Weltfriedenstages 2004
 
90.000 Pilger sind vor kurzer Zeit nach Mariazell gekommen. Ein Höhepnkt des Mitteleuropäischen Katholikentags, welcher der Beginn ist für ein Bauen eines friedvollen Europas, für eine gemeinsame Zukunft im neuen Europa.
 
„Christus – Hoffnung Europas“ war das Motto des Mitteleuropäischen Katholikentags. Zirka 1000 Soldaten, vor allem aus den Beitrittsländern sind gekommen, 500 österreichische Soldaten haben wochenlang gearbeitet und dieses Fest vorbereitet: nochmals ein herzliches Dankeschön.
 
Wir Soldaten haben uns versammelt, um in der Basilika für den Frieden zu beten: eine Demonstration einmal ganz anderer Art – eine Demonstration für und mit Christus, eine betende Demonstration an dem Gnadenort der Königin des Friedens. Es war eine Begegnung im Gebet für den Frieden von der größten Friedensbewegung, nicht nur in Österreich: Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundes-heeres mit ihren Kameraden aus Mitteleuropa.
 
Monstrare (davon kommt das Wort demonstrieren) bedeutet Zeigen: Wir haben gezeigt, dass Christus unser Friede ist und uns diesen Frieden schenkt. Denn nur wenn ich selber Frieden in mir trage, kann ich Frieden weitergeben und dem Frieden unter den Völkern dienen.
 
Soldaten haben die Muttergottes-Statue zum Festgottes-dienst getragen; Soldaten tragen das Bild Mariens oft auf ihren Fahnen: Wir wissen – Maria, die Königin des Friedens hilft uns in unserem schweren Dienst.
 
In Syrien, Bosnien, Kosovo, Afghanistan und noch in vielen anderen Ländern, schützen und helfen wir, so gut wir können. Wir sind heute in der Augustiner-Kirche zusammen-gekommen, wie jedes Jahr, um die Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag zu hören und uns Kraft für unseren Friedensdienst zu holen. Unser Papst: einer der großen Friedensapostel der heutigen Zeit – und dies weltweit!
 
Unsere Kommandanten im Österreichischen Bundesheer sind sich bewußt, dass Professionalität zum großen Teil durch Persönlichkeit- und Gewissensbildung erreicht wird. Wir haben genug gehört und gesehen, welche Folgen ein Unterschätzen dieser Persönlichkeitsbildung hat. Die Achtung der Menschenrechte und Menschenwürde – auch beim Gegner - ermöglicht erst ein friedliches Beisammen-sein der Völker.
 
Deshalb der Appell des Heiligen Vaters zum Weltfriedenstag 2004: „Eine stets aktuelle Aufgabe: zum Frieden erziehen“.
 
Wir wissen: In einem Rechtsstaat handelt das Militär in dem Maße moralisch legitim, indem es sich verfassungs-konform verhält. Daß Männer und Frauen in unserem Lande das Recht schützen, Freiheit und Demokratie bewahren, friedens-
fördernde und friedenserhaltende Aufträge verrichten, ist nicht nur ethisch zu vertreten, sondern unabdingbar.
 
Menschen, die sich dieser oft unpopulären Aufgabe unterziehen, haben unsere Anerkennung und unser Lob verdient.
Denn Werte brauchen Schutz; sie schweben geradezu naturgemäß immer in der Gefahr, verdreht oder ganz aufgehoben zu werden. Nur da, wo Uniformträger Diktatoren stützen, andere Länder überfallen, wo sie die Freiheit ihrer Schutzbefohlenen mit Füßen treten, wo sie Schrecken und Furcht in der Bevölkerung verbreiten, pervertiert Recht und Unrecht, Moral in Unmoral.
 
Ob unser Bundesheer die größte Friedensbewegung Österreichs ist oder nicht, entscheidet sich einzig allein in der Frage, ob sie ihre Macht rechtsstaatlich ausübt. Nicht Macht an sich ist schlecht, ja nichteinmal Auseinandersetzung, Wettstreit und Kampf (Wahlkampf, Konkurrenzkampf – als belebendes Element verschiedener Wettbewerber) und auch allgemein anerkannt.
 
Ungleich komplexer und komplizierter wird die Lage, wenn sich Wettstreit und Auseinandersetzung nicht mehr nur in der eigenen Gesellschaft abspielen. Es ist ein eigentümliches und fatales Phänomen, dass Konflikte sehr schnell zu eskalieren drohen und unkontrollierbar werden, sobald sie den eigenen, vertrauten Bereich übersteigen.
 
Wenn aber ganze Gruppen oder gar Nationen einen solchen Streit austragen, dann droht Krieg, der gerade aufgrund der heutigen globalen Vernetzung unversehens zum Flächenbrand werden kann. Sicher birgt das heute Zusammenrücken von Nationen keineswegs nur Gefahren in sich, sondern auch große Chancen.
 
„Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt“, ruft uns Jesus in der Bergpredigt zu. Dieses „Würzen“ und „Leuchten“ im christlichen Sinn gilt für die ganze Welt.
 
Ich bin überzeugt, dass die Menschheit ungeachtet der täglich neuen Ausbrüche von Haß und Gewalt in ihrem Tiefsten nach Frieden hungert. Zum umfassenden Frieden hat Gott den Menschen geschaffen; er ist das Ziel, auf das wir hinstreben – bewußt oder unbewußt.
 
Aus tiefster Überzeugung habe ich mir den bischöflichen Wahlspruch aus dem Epheserbrief gewählt: Christus ist unser Friede, denn wir wissen als Christen: In Christus ist uns dieser Friede ja schon anfanghaft geschenkt.
 
Aber solche Gaben sind immer auch zugleich Aufgaben. Zuviele Mächte und Gewalten bemühen sich darum, um auf Irrwege zu locken und uns Herrschsucht und brutale Gewaltausübung als erstrebenswerte Lebensformen darzustellen. Dagegen können wir nur eine Erziehung zum Frieden in Wort und Tat setzen, die bei den Kindern beginnen muß und sich bis ins Alter hindurchzieht.
 
Wir müssen uns verinnerlichen, dass Frieden nur da wachsen kann, wo wir ihm Raum geben – oftmals dadurch, dass wir auf die Durchsetzung eigener Wünsche verzichten. Dies gilt im Kleinen wie im Großen, im zwischenmenschlichen Miteinander wie auf der Bühne internationaler Diplomatie und Wirtschaft.

„Zu dieser Aufgabe der Erziehung zum Frieden“, so der Papst, „gesellt sich mit besonderer Dringlichkeit die Notwendigkeit, die einzelnen Menschen und die Völker anzuleiten, die internationale Ordnung und die übernommenen Verpflichtungen zu beachten. Die Versuchung ist groß, lieber auf das Recht des Stärkeren als auf die Kraft des Rechtes zu setzen.
 
Hier gilt die Regel: Wenn Recht nicht gebeugt werden soll, dann muß man es schützen. Denn auch und gerade im internationalen Umgang werden Rechtsvorschriften, hinter denen keine Macht steht, nicht beachtet, sondern verlacht.
Wahrer Frieden lässt sich nicht durch Androhung oder Einsatz von Gewalt herbeiführen und durch Scheinsiege wird keine Gerechtigkeit gewonnen.
 
Weil Soldaten als erste im Krieg von Zerstörung, Gewalt und Grausamkeit betroffen sind, tragen sie oft instinktiv mehr Friedenssehnsucht in sich als andere Menschen und sie spüren immer mehr: Frieden kann nur entstehen und wachsen, wenn er sich nicht in Äußerlichkeiten erschöpft, sondern feste Wurzeln schlägt in den Herzen der Menschen.“
 
Abschließend noch etwas besonders Wichtiges: eine große Plage ist der Terrorismus; er ist in diesen Jahren aggressiver geworden und hat abscheuliche Massaker verübt, und fast alle Verhandlungen hindernisreicher gemacht. „Um erfolgreich zu sein“, so der Papst, „kann sich jedoch der Kampf gegen den Terrorismus nicht bloß in Unterdrückungs- und Strafaktionen erschöpfen. Es ist unbedingt notwendig, eine nüchterne Analyse der Beweggründe zu machen und politisch sowie pädagogisch einzuwirken.“
 
Was kann die Kirche dazu beitragen? „Selig, die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden“, so hören wir Christus in der Bergpredigt. Die Kraft dazu holen wir uns von Gott selbst, welcher von Natur aus der Gott des Friedens ist. Der Prophet Ezechiel schenkt uns folgendes Wort Gottes (Ez 36,26-27): „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.“ Herzensanliegen soll Gottes Weisung den Gläubigen sein.
 
Es geht um eine Zivilisation der Liebe! „Für die Aufrichtung des wahren Friedens in der Welt, muß die Gerechtigkeit ihre Vervollständigung in der Liebe finden. Gerechtigkeit allein genügt nicht – sie kann bis zur Selbstverneinung gehen, wenn sie nicht die Kraft der Liebe in sich trägt.“
 
Deswegen erinnert der Papst unaufhörlich an die Notwendigkeit der Versöhnung. Es gibt keinen Frieden ohne Versöhnung!
 
So möchte ich mit einem Gebet enden, welches der Papst in seiner diesjährigen Osterbotschaft als leidenschaft-lichen Appell für Frieden und gegen Terrorismus uns ans Herz gelegt hat.
 
„’Herr, du hast Worte ewigen Lebens’. Zu Dir erheben wir voll Vertrauen unser Gebet, das zu einem Flehen um Trost für die Familienangehörigen der so vielen Opfer von Gewalt wird. Hilf uns, unaufhörlich für den Anbruch jener gerechten und solidarischen Welt zu arbeiten, deren Anfang Du durch deine Auferstehung gesetzt hast. Dein erster Gruß war: Der Friede sei mit euch! Selig bist Du, Maria, stille Zeugin des Ostergeschehens! Lehre uns in den Gegensätzen dieser Zeit des Unfriedens, wie Du die Hoffnung zu erhalten und bewußte und freudige Zeugen der bleibenden Botschaft des Lebens und der Liebe zu sein, die der auferstandene Erlöser in die Welt getragen hat.“
 
In diesem Sinne bitten wir: Gib uns als Soldaten, als Friedensdiener und Friedens-bringer weiterhin die versöhnende Kraft für unseren Dienst am Frieden unter den Völkern. Amen.
 
 
Die Augustinerkirche
Im Jahre 1327 stiftete Friedrich der Schöne, Herzog von ÖSTERREICH, ein Augustinerkloster, kurz danach wurde die Kirche erbaut. Im 17. Jh. wurde ihre gotische Innenausstattung - wie während der Gegenreformation in WIEN üblich - barockisiert, und 1784/85 wurde das Innere durch Ferdinand von Hohenberg regotisiert.
 
Besonders bemerkenswert in der ehemaligen Hofpfarrkirche St. Augustin, in der zahlreiche Hochzeiten der kaiserlichen Familie stattfanden, sind das Grabmal der Erzherzogin Maria Christine von Antonio Canova (errichtet 1798 bis 1805) und die gotische Georgskapelle (erbaut 1337; Zugang über die Loretokapelle).
 
St. Augustin besitzt zwei in der Musikwelt sehr geschätzte Orgeln und ist ein Wiener Kirchenmusikzentrum von Tradition. Schubert hat seine Messe in F-Dur hier dirigiert, Anton Bruckner seine Messe in f-Moll hier uraufgeführt.
 

Die katholische Militärseelsorge begann die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag 2003 mit der bereits traditionellen Festmesse auf dem Heldenplatz in Wien. Das Zusammentreffen des Nationalfeiertages mit dem „Österreichsonntag“ im Rahmen des Mitteleuropäischen Katholikentages gab den Anlass, die Rolle der katholischen Kirche auf dem Bauplatz Europa in besonderer Weise in Erinnerung zu rufen.

Militärgeneralvikar Rudolf Schütz konnte zum Gottesdienst Herrn Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil, den Verteidigungsminister Günther Platter, die hohe Generalität und die Sektionsleiter des Bundesministeriums für Landesverteidigung, an der Spitze Generalstabschef Roland Ertl und Sektionsleiter Rainer Holenia, sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens begrüßen.

Im Rahmen der Leistungsschau des österreichischen Bundesheeres präsentierte sich die katholische Militärseelsorge im Bereich der Krypta im Heldentor, wo in vielen Gesprächen den Menschen die Aufgaben und das Angebot der Militärseelsorge erläutert werden konnten. Gerne genutzt wurde auch die Möglichkeit, im Innenraum der Krypta ein wenig Ruhe zu finden und bei zwei dort vorgeführten Filmen (Europavesper im Stephansdom und Soldatenwallfahrt nach Lourdes) zu entspannen.

 

Evangelium: Mk 10, 46-52 -
Die Heilung eines Blinden bei Jericho

Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, sass an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!
Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!
Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.
Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.
Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.
Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

 

Predigt von Militärgeneralvikar Prälat Rudolf Schütz
Das am meisten Auffallende in der Geschichte des blinden Bartimäus ist zweifellos der Konflikt, den sein lautes Hilferufen allen anderen gegenüber auslöst. Was wirft man ihm eigentlich vor?

Doch nur, dass er mit seinem Rufen aus der Rolle fällt und die Ordnung durcheinander bringt. Er soll in der Rolle bleiben, die er bisher gespielt hat: unauffällig, an den Rand gedrängt, passiv, abhängig und hilfsbedürftig. Man hat ihn versorgt, aber er soll eben nicht glauben, dass er ein Recht habe, sich unter den Augen des Messias sehen zu lassen. Bartimäus versucht sich bemerkbar zu machen und wird als lästiger Schreier zurückgewiesen.

Man akzeptiert und unterstützt ihn, solange er still und zurückhaltend bleibt. Er bekommt alles, solange er unterwürfig darum bittet. Er bekommt nichts, sobald er fordert.

CHRISTUS - HOFFNUNG EUROPAS Dieses Thema wählten die Bischofskonferenzen der acht Länder, welche zum Mitteleuropäischen Katholikentag, vom 21. - 23. Mai 2004 nach Mariazell eingeladen haben. Nach dem 2. Weltkrieg war Europa 40 Jahre lang zweigeteilt durch den “Eisernen Vorhang”. Damals wagte im freien Westen kaum jemand zu hoffen, dass diese künstliche und gewaltsame Trennung, diese menschenverachtende Barriere, einmal fallen würde. Dann kam das Jahr 1989!!

Mit Tränen der Rührung in den Augen sassen wir vor den Fernsehgeräten und erlebten mit, wie die “Berliner Mauer” durchgebrochen wurde. An den Grenzen zu unseren Nachbarländern, wie heute Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien wurde der Stacheldraht durchschnitten und ein freier, geregelter Grenzverkehr zur Selbstverständlichkeit.

Doch der damaligen Euphorie folgte bald die Ernüchterung, denn mit der Öffnung allein war es nicht getan!!
Viele materielle Mittel und Investitionen waren und sind nötig, um den neuen Demokratien wirtschaftlich und gesellschaftlich auf die Beine zu helfen und europareif zu machen.

Dazu kamen und kommen die vielen Flüchtlinge, welche oft aus fernen Ländern, in denen Bürgerkriege ausgetragen werden, über diese Grenzen in unser Land strömen und hier Aufnahme und Hilfe erwarten.

Kommt uns bei diesen Gedanken nicht auch der Ruf des blinden Bartimäus im Evangelium in Erinnerung?: “Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!” und darum folgt die Reaktion der Menschen um Jesus: “Viele waren ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen.”

Doch dann erleben wir die Größe dieses liebenden und barmherzigen Jesus Christus: ER nimmt den hilflosen Bettler am Wegrand wichtiger als die ganze Menge derer, welche sich unter der Messiaswürde Jesu sonnen wollten. Jesus lebt es uns allen beispielhaft vor:
  *Solidarität mit den Armen und Bedürftigen!
  *Hilfsbereitschaft für die Hilflosen!
  *Aufmunternde Liebe für diejenigen, welche an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden!

CHRISTUS wird die HOFFNUNG EUROPAS sein, wenn wir Christen in Europa seinem Beispiel folgen!

Papst Johannes Paul II. drückte dies mit folgenden Worten aus, als er im Jahr 1988 hier in der Wiener Hofburg vor der Prominenz aus Staat und Kirche sprach:”Man darf sich niemals damit abfinden, dass Staaten oder Völker, besonders wenn die benachbart sind, sich gleichsam fremd und beziehungslos gegenüber stehen.”

Diesem Ziel des MITEINANDER und FÜREINANDER soll uns der gemeinsame Katholikentag der mitteleuropäischen Völker in MARIAZELL im Mai des nächsten Jahres näher bringen - drei Wochen nachdem unsere Nachbarländer in die EUROPÄISCHE UNION eingetreten sein werden.

In MARIAZELL werden auch die Soldaten all dieser Länder zusammentreffen, um gemeinsam zu beten, zu feiern und frohe Stunden in Kameradschaft zu verbringen. Schon mehr als drei Jahrzehnte leisten Soldaten unseres Heeres Seite an Seite mit Kameraden anderer Nationen international ihren Dienst für den Frieden - und so mancher hat dabei sein Leben verloren.

Ihrer und der vielen gefallenen Soldaten in den Weltkriegen wollen wir gedenken, wenn der Herr Bundespräsident und ebenso unsere Bundesregierung im Anschluss an die Hl. Messe in der Krypta des Heldendenkmals Kränze niederlegen werden. In dieser Hl. Messe wollen wir um Frieden in Europa und in der Welt beten. Lasst uns nun das Bekenntnis unseres Glaubens ablegen zu “CHRISTUS - DER HOFFNUNG EUROPAS”

Die Feier des Weltfriedenstages mit festlichem Gottesdienst
Die Militärdiözese beging am 5. Juni 2003 für den Bereich Wien, in der Augustinerkirche, 1010 WIEN, die Feier des Weltfriedenstages.
 
PACEM IN TERRIS: EINE BLEIBENDE AUFGABE - ist die Botschaft seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. anlässlich des diesjährigen Weltfriedenstages. Der Festgottesdienst fand unter zahlreicher Beteiligung von Soldaten und Heeresangehörigen angeführt durch hohe Vertreter des Bundesministeriums für Landesverteidigung und des öffentlichen Lebens statt. Den Abschluss dieser Festlichkeit bildete eine kleine Agape auf dem Josefsplatz, an der das gemütliche Beisammensein unter den Teilnehmern dieses Festgottesdienstes gepflogen wurde.
 
 
Predigt von Militärbischof Mag. Christian Werner anlässlich des Weltfriedenstages 2003
 
Viele Menschen bemühen sich weltweit um den Frieden, viele Menschen ringen um Einheit, besonders bei dem Bemühen um ein neues Europa.
Trotz großer Bemühungen sind die menschlichen Anstrengungen meist Bruchstücke, festhalten an Halb- und Teilwahrheiten. Wenn Gott aber spricht, dann hört für einen, der glaubt, die Diskussion um die ganze und volle Wahrheit auf.
 
Wir feiern heute den Gottesdienst mit der Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2003. „Der Friede auf Erden – eine bleibende Aufgabe“, gleichzeitig feiert besonders die Kirche Deutschlands den Gedenktag des Hl.Bonifatius: Glaubensbote in Deutschland und Märtyrer.
 
Im 8.Jahrhundert kam Bonifatius von England nach Deutschland, um hier Christus als eine verbindliche Wahrheit zu predigen, um die germanischen, weithin heidnischen Völker durch das Evangelium zu einen und miteinander auszusöhnen und den Boden für eine neue, größere, abendländische Kultur zu bereiten. Das ist sein großes Verdienst. Das derzeit werdende Europa, das immer mehr zusammenwachsen soll, hat von diesem Evangelium seine Wurzel, seinen Nährboden, seinen Geist. Politik und Wirtschaft allein binden nicht zusammen. Es muß das Bemühen aller verantwortlichen Christen sein, dass das neue Europa sich seiner Geschichte, seiner Kultur, seiner inneren Kraft, seiner Werte, seines einigenden christlichen Geistes erinnert und bei der Lebensgestaltung daran festhält.
 
Ohne dieses Fundament hat Europa keine sichere Zukunft. Es würden schon bald Unkultur, Willkür und Sittenlosigkeit ein christlich geprägtes Europa unterhöhlen.
 
Vor allem aus diesem Grunde hat die Österreichische Bischofskonferenz zum Mitteleuropäischen Katholikentag die Länder eingeladen und besonders die Länder Bosnien, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn zur Mithilfe an der Vorbereitung gebeten.
 
Der offizielle Beginn wird im Stephansdom am Dienstag, dem 10. Juni 2003 in Form einer Europäischen Friedensvesper gefeiert. Den krönenden Höhepunkt und Abschluß erreicht der Mitteleuropäische Katholikentag in MARIAZELL vom 21. bis 23. Mai 2004, zu welchem alle Länder Europas eingeladen sind. Selbstverständlich auch unsere Brüder und Schwestern der Ökumene.
 
Die Österreichische Militärdiözese beginnt den Mitteleuropäischen Katholikentag jeweils an verschiedenen Terminen im Jahr 2003 mit der Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2003. Das Motto lautet: „Pacem in terris (Der Friede auf Erden): Eine bleibende Aufgabe“.
 
Dieses Päpstliche Rundschreiben des Heiligen Vaters ist eine Würdigung der von Papst Johannes XXIII. heraus-gegebenen historischen, ja prophetischen Enzyklika „Pacem in terris“ vor 40 Jahren. Eine weltweit hochbeachtete Botschaft „an alle Menschen guten Willens“, damals wie heute (Naher Osten, Irak, Afrika...).
 
 
Nun zum jetzigen Rundschreiben Papst Johannes Pauls II.: „Der Friede auf Erden: eine bleibende Aufgabe“.
 
Der Heilige Vater hält zunächst einen Rückblick auf die 40 Jahre seit der Enzyklika „Pacem in terris“:
• Nur 2 Jahre vor „Pacem in terris“ wurde 1961 die Berliner Mauer errichtet.
• Die auf Kuba stationierten Raketen verursachten eine Krise am Rande eines Atomkriegs.
 
Viele glaubten, diese gefährliche Situation werde ein lebenslanger Albtraum bleiben. Aber Johannes XXIII. teilte diese Meinung nicht. Die ganze Welt horchte auf, wenn der Papst von der gemeinsamen Zugehörigkeit zur Menschheitsfamilie sprach: eine große Sehnsucht wurde geweckt nach Sicherheit, Gerechtigkeit, verbunden mit der Hoffnung auf Frieden.
 
Vier klare Erfordernisse des menschlichen Geistes – nach Johannes XXIII. - sind entscheidende Voraussetzungen für den Frieden:
1. Wahrheit - 2. Gerechtigkeit - 3. Liebe - 4. Freiheit
 
Liebe Kameraden und Heeresangehörige!
Bei unseren Einsätzen im In- und Ausland müssen wir dringend diese gottgewollten, für eine friedvolle Menschheitsfamilie so wichtigen Grundwerte hochhalten und zu verwirklichen versuchen.
 
Was bedeuten diese Grundwerte – in aller Kürze – für uns alle?
 
1. Wahrheit: Sie ist die Grundlage allen Friedens. Jeder einzelne muß außer seinen Rechten auch seine Pflichten gegenüber den anderen ehrlich anerkennen.
Die Wahrheit ist kein abstrakter Begriff. Sie ist die Kraft des Friedens. Sie ist das Gegenteil von Lüge. Die erste und grundlegende Unwahrheit besteht darin, nicht an die Größe und Würde des Menschen zu glauben, aber auch seinen Bedarf an Erlösung vom Bösen, von der Sünde, die in ihm ist. (Der Teufel ist eine wirkungsvolle Realität in der Heiligen Schrift).
 
Die Wahrheit beginnt mit dem „Willen zum Frieden“. Sie ist letztlich eine grundsätzlich ethische Frage: die Frage nach dem Menschen in seiner Willensfreiheit und Verantwortung. Wichtig dabei ist die Gewissensbildung und dadurch die Bildung der öffentlichen Meinung und das Wecken des Sinns für den Wahrheitswillen.
Die Wahrheit setzt sich letztlich immer durch, und nicht die Lüge. Die Wahrheit ist nicht nur das Fundament, sondern
auch die Kraft des Friedens (WFT 1980).
 
2. Gerechtigkeit: Jeder ist verpflichtet, die Rechte der anderen zu respektieren und sich zu bemühen, seine Pflichten gegenüber den anderen voll zu erfüllen.
 
3. Liebe: Sie ist dann gegeben, wenn die Menschen die Nöte und Bedürfnisse der anderen als ihre eigenen empfinden und ihren Besitz, angefangen bei den geistigen Werten, mit den anderen teilen.
 
4. Freiheit: Sie ist dann verwirklicht, wenn Menschen bei der Wahl ihrer Mittel zur Erreichung des Friedens der Vernunft folgen, mit gebildetem Gewissen, und mutig die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.
 
Ein lebendiger Glaube und die Vernunft sind immer in der Geschichte die Kraft für eine geistige Revolution.
Ein neues Bewusstsein von der Würde des Menschen und seiner unveräußerlichen Rechte bedeuten, dass alle Menschen in der Würde ihrer Natur gleich sind, biblisch gesprochen: „Wir alle heißen nicht nur Kinder Gottes, sondern wir sind es auch!“
 
Das heißt: Fürchtet euch nicht! Wir sind ja nicht Kinder der Angst, sondern Kinder Gottes, die aufbrechen in Sein Reich, in das Reich des Friedens und der Gerechtigkeit.
 
Was wäre das für eine Menschheit, welche begreifen würde, dass die Ordnung Gottes, vor allem seine Gegenwart (Gott ist da!) und unser Handeln danach, der beste Friedensplan der Welt ist !!
 
Ein Gemeinwohl auf einem weltweiten Horizont, ein universales Gemeinwohl wäre die Folge.
Eine besondere Wertschätzung für die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 ist der richtige Schritt auf dem Weg zur rechtlichen und politischen Ordnung der Weltgemeinschaft.
 
Oft versäumt wurde das Bestehen auf den sich daraus ergebenden Verpflichtungen.
 
Eine der größten Frauen der Kirchengeschichte, die Hl.Theresia von Avila, stellte ihr Leben und Wirken unter das Motto: „Nichts verwirre dich, nichts erschrecke dich, alles geht vorüber, Gott ändert sich nicht. Die Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt, dem mangelt nichts; Gott allein genügt“. ...das gibt Kraft und Hoffnung.
 
Liebe Kameraden!
Unsere Christengemeinde wird kleiner, das ist wahr!
Aber unser Gott ist der je größere Gott, das ist auch wahr!
 
Lassen wir uns von Gott beschenken von solch einer Glaubensfreude. Leben wir in unserem kleinen, persönlichen Kreis, aber auch in unserem Dienst als Soldaten, als von Gott gewollte Friedensstifter.
Denn Friede ist weniger eine Frage der Strukturen, als vielmehr eine Frage der Personen.
Sicher sind Friedensstrukturen und Friedensprozesse notwendig.
 
Diese sind aber jedoch nur die Frucht der Weisheit und der Erfahrung aus der Geschichte. Sie sind Werk des Verstandes und des Herzens.
 
Der wichtige Beitrag des Christentums besteht darin: Öffnung für Gott, die Lehre von einer universalen Brüderlichkeit, die Förderung einer Kultur der Solidarität und die Friedenserziehung. Mein Wunsch, der Wunsch meiner Militärseelsorger und Mitarbeiter ist es, euch dabei zu helfen.
Diese Wünsche begleite ich mit meinem Gebet an den „Geber allen Friedens“, an Gott.
 
Freuen wir uns über die Zusage Jesu in der Bergpredigt: „Selig, die den Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden“. Amen.
Die Vergebung schafft Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit aber den Frieden. Amen.
 
 
Die Augustinerkirche
Im Jahre 1327 stiftete Friedrich der Schöne, Herzog von ÖSTERREICH, ein Augustinerkloster, kurz danach wurde die Kirche erbaut. Im 17. Jh. wurde ihre gotische Innenausstattung - wie während der Gegenreformation in WIEN üblich - barockisiert, und 1784/85 wurde das Innere durch Ferdinand von Hohenberg regotisiert.
 
Besonders bemerkenswert in der ehemaligen Hofpfarrkirche St. Augustin, in der zahlreiche Hochzeiten der kaiserlichen Familie stattfanden, sind das Grabmal der Erzherzogin Maria Christine von Antonio Canova (errichtet 1798 bis 1805) und die gotische Georgskapelle (erbaut 1337; Zugang über die Loretokapelle).
 
St. Augustin besitzt zwei in der Musikwelt sehr geschätzte Orgeln und ist ein Wiener Kirchenmusikzentrum von Tradition. Schubert hat seine Messe in F-Dur hier dirigiert, Anton Bruckner seine Messe in f-Moll hier uraufgeführt.
 
Mittwoch, 15. Mai 2002
Die Feier des Weltfriedenstages mit festlichem Gottesdienst
Die Militärdiözese beging für den Bereich Wien, in der Augustinerkirche, 1010 WIEN, die Feier des Weltfriedenstages.
 
KEIN FRIEDE OHNE GERECHTIGKEIT, KEINE GERECHTIGKEIT OHNE VERGEBUNG -
ist die Botschaft seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. anlässlich des diesjährigen Weltfriedenstages. Der Festgottesdienst fand unter zahlreicher Beteiligung von Soldaten und Heeresangehörigen angeführt durch hohe Vertreter des Bundesministeriums für Landesverteidigung und des öffentlichen Lebens statt. Den Abschluss dieser Festlichkeit bildete eine kleine Agape auf dem Josefsplatz, an der das gemütliche Beisammensein unter den Teilnehmern dieses Festgottesdienstes gepflogen wurde.
 
 
Predigt von Militärbischof Mag. Christian Werner anlässlich des Weltfriedenstages 2002
 
Jedes Jahr ermutigt uns der Papst durch seine Botschaft zum Weltfriedenstag. Diesmal vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse vom vergangenen 11. September.
 
Traurige weitere Ereignisse, wie der Unfrieden im Heiligen Land oder die unfassbare Tat eines jungen Menschen in ERFURT u.v.m. haben die Menschen ihre Verwundbarkeit erfahren lassen und viele haben begonnen, mit einem tiefen, bis dahin nicht gekannten Angstgefühl in die Zukunft zu schauen. Angesichts solcher Erfahrungen möchte die Kirche ein Zeugnis ihrer Hoffnung geben, weil ihr bewußt ist: Der Mensch ist zum Sorgenkind Nr. 1 geworden. Der Papst ist zutiefst bedacht, dass dem Wort "Friede" sein ein konkreter Sinn wiedergegeben wird. In der Botschaft zum Weltfriedenstag 2002 betont er sehr deutlich: "Kein Friede ohne Gerechtigkeit, keine Gerechtigkeit ohne Vergebung". Wir alle tun uns oft sehr schwer, wahre Gerechtigkeit und Vergebung zu leben: auch leider bei gläubigen Menschen. Aber gerade die Religionen sollen den Menschen helfen, den Ursprung wahrer Gerechtigkeit und Vergebung zu finden, um auch danach leben zu können.
 
Was ist der Grund, der uns Menschen verbindet?
Besser gesagt, wer ist der Grund?
 
Wir Christen glauben, dass wir alle Schwestern und Brüder sind, Geschöpfe Gottes, geliebte Kinder Gottes: egal welcher Hautfarbe, Nationalität, Rasse. Und wir sind überzeugt: nur wer Gott kennt, kennt auch den Menschen, achtet ihn in seiner Würde. Viele Menschen versuchen, sich ihre eigenen Götter oder Religionen zu schaffen, müßten aber ehrlicherweise zugeben: sie leben oft Traumwelten - viele davon sind lebensgefährlich. Das Sorgenkind Nr. 1 hat sich von seinem Ursprung und Schöpfer abgesondert - und das bedeutet Sünde (ein kaum mehr gebrauchtes Wort, auch für viele Gläubige).
 
Sünde ist keine Konstruktion von Pfarrern und Theologen, sondern eine verhängnisvolle Realität. Die Urversuchung des Menschen, sich an Gottes Platz zu stellen, selbst zu entscheiden was gut und böse, richtig und falsch ist, lebt auch in uns Gläubigen, und dies wirkt sich verheerend auf den Menschen und auf seine Mit- und Umwelt aus. Die Folge, "selbst wie Gott sein zu wollen", ist ein zerstörerisches Potential, welches ständig wächst.
 
Das vergangene und das bisherige neue Jahr hat uns dies in aller Schärfe gezeigt. Der Friede ist auch in Europa - bis in Schulen und Familien hinein - aufs Höchste bedroht. Der Prophet Jesaja sagt es sehr deutlich: "Für den Gottlosen gibt es keinen Frieden" (Jes 48,22). Er hat recht! Da mögen sie schreien, demonstrieren oder verhandeln, solange sie wollen.
 
Der wahre und einzige Weg zum Frieden ist die ehrliche Hinkehr zu Gott und zueinander: das schenkt inneren Frieden der Seele, das macht uns frei, sicher, glücklich und läßt uns angst-los in die Zukunft schreiten, denn wir sind als Kinder Gottes in seiner Hand. Um das zu zeigen, ist Gott ja selbst Mensch geworden.
 
Durch die Beziehung zu Christus erfahren wir Kraft und Mut zu einem versöhnlichen Miteinander, zur Vergebung. Das Maß dafür gibt der Herr selbst, wenn er am Kreuz für seine Mörder bittet: "Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"
 
Vergebung betrifft aber nicht nur uns Gläubige, sondern beruht auf der Sehnsucht jedes Menschen, der sich schuldig gemacht hat: Niemand möchte immer Gefangener seiner Schuld bleiben - genau das sollte man auch dem anderen gewähren. Derjenige aber, der absolut nicht bereit ist zu vergeben, entscheidet sich damit für Rache, Vergeltung, Elend, Terror ohne Ende.
 
Es gibt aus Erfahrung die uralte Weisheit: nur die Vergebung ist die Quelle der Gerechtigkeit. Eine Gerechtigkeit, welche den beständigen und festen Willen hat, Gott und dem Nächsten das zu geben, was ihm gebührt. So wird die Menschenwürde zum Fundament für Gerechtigkeit und Frieden.
 
Als Priester, vor allem als Militärseelsorger, muß ich uns alle immer wieder ermutigen und auch ermahnen, alles zu tun, um Gerechtigkeit zu üben, wenn nötig, auch in einer heroischen Weise (im Einsatz: Keine größere Liebe hat der, der sein Leben hingibt für seine Freunde).
 
Dank an Soldaten und Exekutive. Dank allen Kameraden (v.a. jungen Kameraden), dass ihr euch entschlossen habt für einen Dienst am Frieden beim Österreichischen Bundesheer.
 
Wir müssen aufgrund unserer Freiheit, Kinder Gottes zu sein, die persönliche Freiheit jedes einzelnen verteidigen, wir müssen eintreten für das Recht auf Leben in all seinen Phasen, für das Notwendige für ein menschenwürdiges Dasein,
für den Schutz von Ehe und Familie, für Kinder und Jugendliche und deren Erziehung v.a. für den Frieden, für die Alten, Schwachen und Behinderten, für die Kulturgüter, für die Friedenssicherung, für das Recht der Menschen in voller Freiheit Gott zu erkennen und zu lieben. Wie wir sehen: unzählige Aufgaben, zu denen ein gebildetes Gewissen uns ruft. Denn ein gebildetes Gewissen wird in allen Dingen die Spuren des Schöpfers erkennen.
 
Diese Erkenntnis ist auch von großer Bedeutung für ein neues Europa. Ja, ich schließe mich voll der Forderung des Kölner Erzbischofs, Kardinal Meissner, an: Der Verweis auf Gott gehört in ein künftige europäische Verfassung!
Ohne Gott kann es keinen realen Fortschritt auf dem Weg zu einem geeinten Europa geben.
 
Umso mehr freut es mich mitteilen zu dürfen, dass der Präsident der Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten Österreichs zum Präsidenten aller katholischen Verbände weltweit gewählt wurde, und so sich für uns Soldaten eine große Chance bietet, die jetzt erwähnten Probleme Millionen von v.a. jungen Menschen nahezubringen.
 
Und noch ein Letztes aber sehr Wichtiges: Ohne Wenn und Aber verurteilt der Papst den Terrorismus, welcher mit Gewalt seine Ideologien aufzwingt.
Dabei ist zu beachten: Auch in der noch so gerechtesten Verteidigung von Rechten darf man nie in sich unmoralische Mittel anwenden. Hinzufügen wird man auch müssen: Ja, Terror ist immer himmelschreiende Sünde, aber manche "Mittel" zur Terrorbekämpfung "schreien dabei mit" und manchmal lauter als die Terror-Sünde.
 
Welchen dringenden Auftrag - so der Heilige Vater - haben die Religionen:
 
1. Die religiösen Führer der Juden, der Christen und der Muslime sollten öffentlich den Terrorismus verurteilen und jede Form religiöser oder moralischer Legitimation verweigern. Solch ein gemeinsames Lehren ist die unerlässliche Voraussetzung für den Aufbau einer internationalen Gesellschaft, die imstande ist, als Ziel die Ruhe der Ordnung in Gerechtigkeit und Freiheit zu verfolgen.
 
2. Es besteht der Dienst der Religionen weiterhin darin, dass der "Weg der Vergebung" aufgezeigt und beschritten wird, weil der Mensch, der vergibt oder um Vergebung bittet, begreift, dass es eine Wahrheit gibt, die größer ist als er.
 
3. Ruft der Heilige Vater zum gemeinsamen Gebet für den Frieden auf. Beten für den Frieden heißt, das menschliche Herz für die erneuernde Kraft Gottes zu öffnen. Dies schafft Bereitschaft für den Frieden. Thema des Gebetes sind die Gerechtigkeit, die Bildung und Hochschätzung des Gewissens und die Kraft zur Vergebung.
 
Dazu lädt uns der diesjährige Weltfriedenstag ein:
Die Vergebung schafft Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit aber den Frieden. Amen.
 
Der Friede ist die unwandelbare und ewige Zielvorstellung christlicher Heilsverkündigung
Zielvorstellung und Hauptanliegen des Friedens genießen stete Aktualität und werden nicht durch wandelbare Verkündigungsgestaltung bedingt. Seit dem Jubel der himmlischen Heerscharen in der Nacht der Geburt des Erlösers im Fleische leuchtet über dem christlichen Selbstverständnis der Stern des Friedens. "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind" (Lk 2, 14).
 
Schon die Engelsbotschaft verweist auf die mehrfache Dimension der Wirklichkeit des Friedens. Es bedarf nicht allein der Huld des Herrn, sondern auch des guten Willens und der ihn begleitenden Tat jedes einzelnen Menschen. Entsprechend den Bedrohungen des Friedens hat daher die Kirche während mancher Phasen der Menschheitsgeschichte deutliche und augenfällige Akzente gesetzt, um den Frieden zu proklamieren und zu bekräftigen. So haben die Päpste des 20. Jahrhunderts unermüdlich seit dem Ersten Weltkrieg bis zu den Konflikten in unseren Jahren die Stimme des Friedens erhoben: die hl. Päpste Pius X., Benedikt XV und Pius XI., in besonders eindringlicher Weise Papst Pius XII. während des blutigen Völkermordens des Zweiten Weltkrieges, sein Nachfolger Johannes XXIII. (Pacem in terris! War seine große Botschaft und sein Vermächtnis).
 
Auch Papst Paul VI., der die Initiative einer jährlichen Feier im Jahre 1968 ergriffen hatte, nahm die Schatten über seiner Weltstunde wahr und appellierte leidenschaftlichen Herzens und in klarer Einsicht in die realisierbaren Möglichkeiten an die Menschheit, Frieden zu schaffen. Aktueller Anlass war der sogenannte "Sechstagekrieg" im Nahen Osten, in den die irdische Heimat des Erlösers unmittelbar verstrickt war. Aber "begrenzte Kriege" im geopolitischen Bereiche der Krisenherde gab es de facto bereits seit dem Waffenstillstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Asien wie in Afrika. Überdies hing das Damoklesschwert einer nuklearen Bedrohung über den Großmächten, trotz deren Pattstellung ob ihrer Philosophie des "overkills" und ihrer Trümpfe im Bereiche der ABC-Waffenarsenale. Papst Johannes Paul I. und Papst Johannes Paul II. waren und sind ständige Apostel zur Befriedung. Die Ansprachen und Gebete Papst Johannes Pauls II. während der Konflikte in neuerer Zeit stehen als Zeugnis für die Tat, die der Gesinnung entspringt.
 
Paul VI. knüpfte durch seine Initiativen um des Friedens willen an die pastorale Tradition Benedikts XV. und Pius' XII. an: indem er eindringlich aufzeigte, wie sehr ein vordergründiger "Frieden der Waffen" durch den hintergründigen "Frieden der Herzen" bedingt wird. Der Friede beginnt im Herzen eines jeden einzelnen Menschen. Dortselbst findet der bedeutendste, der wichtigste "Friedenskongress" der Welt- und Heilsgeschichte statt. Es ist durch den Frieden mit Gott, dem Schöpfer, auch der Friede des Geschöpfes mit sich selbst. Damit wird aber auch jede Form des partnerschaftlichen Friedens angesprochen: des Friedens in den Familien, den kleinen, überschaubaren Gruppen und dörflichen Gemeinschaften, des Friedens in den Vereinigungen, Verbänden, sozialen Interessenbezügen, in der Wirtschaft, der Arbeitswelt, vom Agrarwesen in die industriellen Ballungsräume, des Friedens in den Städten und Ländern, den Regionen und Staaten, den mehr oder minder integrierten Staatengemeinschaften, des Friedens der Erdteile, der Kulturen und der gesamten Völkergemeinschaft. Der "Krieg", der eine Familie durch Hass und Zwietracht spaltet, wird zum Keim grenzüberschreitender Konflikte, deren Austragung von menschheitsverachtenden Instrumentarien der Vernichtung flankiert wird.
Papst Paul VI. proklamierte im Spätherbst des Jahres 1967 für den ersten Kalendertag des bürgerlichen Jahres 1968, an dem die Weltkirche seit dem II. Vatikanischen Konzil das Hochfest der Gottesmutter Maria feiert, einen global zu begehenden "Tag des Friedens". Die päpstlichen Weltfriedenstage zählen zu den hervortretenden Bedenktagen des kirchlichen und global-politischen Jahres. Sie werden im Schatten der Gewalt und der Tränen, die dem vergossenen Blut entstammen, mehr oder minder gefeiert bzw. begangen. Sie bieten Anlass zur gemeinschaftlichen Besinnung im liturgischen, im akademischen, im internationalen Raume. Sie entbehren nicht eines gewissen deklamatorischen Charakters, der unverzichtbar bleibt, zugleich sollen sie als Imperative an die Ohren und zu den Herzen aller Menschen, aller Rassen und Hautfarben, aller Sprachen, Nationen und auch aller Religionen dringen.
 
Die päpstlichen Weltfriedenstage dürfen nicht zu unreflektierten, ja gedankenarmen "lieben Gewohnheiten" werden. Sie bedeuten nach dem Willen Papst Pauls VI. und seiner Nachfolger im Petrusamt eine Herausforderung zur "Metanoia", zum Umdenken, zu einer Änderung der Grundgesinnung und des praktischen Verhaltens. Ja, man könnte sagen, die päpstlichen Weltfriedenstage sind eine Provokation im Namen des Evangeliums. Sie wollen den Routinier, der einen neuen Jahresanfang mit gewohnten Ritualen feiert, herausreißen aus der Gleichgültigkeit gegenüber dem Hass und den vielen Spielarten feindseliger Konfliktaustragung.
 
 
DDr. Donato Squicciarini
 
Titularerzbischof von Tiburnia
Apostolischer Nuntius in Österreich
Montag, 10. Dezember 2001
 
Anlässlich der Segnung des neuen Volksaltars fand in der Garnisonskirche von Wien, Stiftskirche zum Heiligen Kreuz, eine Pontifikalmesse zelebriert durch den Militärbischof von Österreich, S.E. Mag. Christian Werner statt.
 
Die Wiener Militär-Garnisonskirche zum Heiligen Kreuz, besser bekannt als Stifts-Kirche, wurde im Jahr 1739 für das Chaos‘sche Stiftungshaus vielleicht nach einem Entwurf des Sohnes des größten österreichischen Barockarchitekten Johann Bernhard, nämlich von Joseph Emmanuel Fischer von Erlach gestaltet.
 
Es erfolgten sonach Umgestaltungen in den Jahren 1775 und 1799. Zwischen 1785 und 1799 diente sie als Militärdepot und wurde erst im Jahre 1921 wiederum als Garnisonskirche verwendet.
Mittwoch, 2. Mai 2001
 
Anläßlich einer Pressekonferenz wurde am 3. Mai 2001 durch seine Exzellenz, den Militärbischof von Österreich Mag. Christian Werner das Buch "Militärseelsorge in Österreich" den Vertretern der Medien präsentiert.
 
Obwohl die Priesterschaft seit Jahrhunderten eine besondere Stellung in kriegerischen Auseinandersetzungen einnimmt, hat sich bisher noch kein Historiker dieses Themas angenommen. In diesem vorliegendem Werk wird die Geschichte der österreichischen Militärseelsorge von den Anfängen bis zur Gegenwart beleuchtet, wobei auch der Zeitabschnitt von der Antike bis ins frühe Mittelalter berücksichtigt ist, in dem die Kultusträger oft selbst Kriegsherren waren.
 
Die wechselhafte Geschichte der Militärseelsorge als moralischer Begleiter der Soldaten kann wohl nirgends so fundiert nachgelesen werden wie in diesem Band.
 
Für Interessierte wird die Möglichkeit der Bestellung zum Sonderpreis von € 25,50 angeboten.
Ein Bericht von Franz Fahrner
   
In der Zeit vom 4. bis 9. Oktober trafen die Delegierten aus 16 Nationen in Baden bei Wien zusammen, um die Internationale Soldatenwallfahrt 2006 nach Lourdes vorzubereiten. Diese internationale Konferenz, die unter der Leitung der französischen Wallfahrtsdirektion durchgeführt wurde und an der 65 Delegierte teilnahmen, ist ein lebendiges Zeichen für das weltumspannende Zusammenwirken der für die Militärseelsorge zuständigen Stellen.
 
Seit 1958 nehmen jährlich etwa 25.000 Soldaten an der Wallfahrt nach Lourdes teil. Ursprünglich als Akt der Versöhnung nach der unseligen Zeit des 2. Weltkrieges geplant, entwickelte sich die Wallfahrt zu einem internationalen Gebetstreffen in dessen Zentrum die Bitte um ein zukünftig friedliches Miteinander der Völker auf dieser Erde steht.
 
Nach einem richtungsweisenden Impulsreferat des französischen Militärbischofs, Exzellenz Patrick Le Gal, wurde von den Delegationen die Grundkonzeption der Soldatenwallfahrt 2006 erarbeitet. Grundsätzlich einigte man sich darauf, dass die einzelnen Veranstaltungen während dieser Wallfahrt in besonderer Weise vom Wunsch der Völker nach Frieden getragen sein sollen. Breiten Raum nahm auch bereits die Diskussion über die Gestaltung der Soldatenwallfahrt im Jahr 2008 ein, bei der es sowohl das 50-Jahr Jubiläum der Soldatenwallfahrt selbst, als natürlich auch das 150-Jahr Gedenken an die Erscheinungen von Lourdes zu bedenken gibt.
 
Ein Tag der Konferenz war der Kultur gewidmet. Die Teilnehmer konnten sich bei Führungen im Dom zu St. Stephan und im Schloß Schönbrunn mit Kultur und Geschichte Österreichs auseinander setzen. Eine Festmesse mit Militärbischof Christian Werner in der Schloßkapelle Schönbrunn bildete den Höhepunkt dieser Wien-Exkursion. Der Tag fand seinen würdigen Ausklang mit einer, von einem Feuerwerk unterlegten Darbietung der Militärmusik Niederösterreich.
Ein Bericht von Stefan Gugerel   
 
"50 Jahre Seelsorge im Österreichischen Bundesheer“
Rückblick - Standort – Perspektiven
Enquete des Instituts für Religion und Frieden beim Militärbischofsamt
 
19. Oktober 2005, Jakob Kern-Haus: Im Rahmen der am 19. Oktober im Jakob Kern-Haus stattfindenden Enquete des Instituts für Religion und Frieden arbeiteten Militärgeneralvikar Dr. Fahrner und Militärsuperintendent Mag. Sakrausky in ihren Vorträgen die spirituelle Dimension als Zentrum der Militärseelsorge aus katholischer und evangelischer Sicht heraus. Vor 120 Teilnehmern – katholische und evangelische Militärseelsorger, hohe Offiziere des Bundesheeres sowie Vertreter der Militärseelsorgen Ost- und Südosteuropas – unterstrichen beide Referenten die Bedeutung der Ökumene in der Arbeit der Militärseelsorge. Als Kernthemen der Militärseelsorge heute betonte Militärgeneralvikar Dr. Fahrner den Einsatz für die umfassende Bejahung der Würde der Person, die Sorge um die Familien und die ethisch-moralischen Grundlagen des soldatischen Dienstes.
 
Die Entwicklung und die Ziele der Militärseelsorge in der Zweiten Republik zeichnete Oberst i.R. Haubl nach. Die Militärseelsorge war immer bemüht, in den sich wandelnden gesellschaftlichen und militärischen Bedingungen in den Jahren ihres Bestehens ihre Aufgabe im Rahmen des Sendungsauftrages der Kirche zu erfüllen. Vor allem bei den Einsätzen im In- und Ausland müssen die Probleme der einzelnen Soldaten gesehen werden, um Hilfe anbieten zu können. Die Militärseelsorge versteht sich so als &dbquo;nachgehende Seelsorge“, die nicht nur Verkündigung, liturgischen Dienst, Spendung der Sakramente sowie Diakonie zu ihren Aufgaben zählt, sondern in besonders kritischen Situationen im Leben eines Soldaten oder seiner Familie auch pastoral-psychologische Hilfe leisten will. Weiters sieht sich  die Katholische Militärseelsorge als Ansprechpartner in allen religiösen, seelsorglichen, ethischen und persönlichen Fragen, auch für Personen, die nicht ihrem Zuständigkeitsbereich angehören.
 
General i.R. Majcen hob in seinem Vortrag hervor, dass die "Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten" bereits auf eine lange Tradition kirchlicher Laienarbeit im Sinne der katholischen Aktion in der Militärseelsorge verweisen kann. Die Mitarbeit engagierter Laien wird auch für die Militärseelsorge der Zukunft wesentlich und unverzichtbar sein.
 
In der Podiumsdiskussion zur "Zukunft der Militärseelsorge" standen vor allem Fragen der Evangelisierung und die Wiederentdeckung der missionarischen Dimension der Kirche im Vordergrund. Von allen Teilnehmern wurde betont, dass zeitgemäße Wege gefunden werden müssen, um vor allem jungen Menschen – die heute oft den Kirchen fern stehen - im Rahmen der Militärseelsorge eine neue Begegnung mit dem Glauben zu ermöglichen.

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