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Die katholische Militärseelsorge begann die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag 2003 mit der bereits traditionellen Festmesse auf dem Heldenplatz in Wien. Das Zusammentreffen des Nationalfeiertages mit dem „Österreichsonntag“ im Rahmen des Mitteleuropäischen Katholikentages gab den Anlass, die Rolle der katholischen Kirche auf dem Bauplatz Europa in besonderer Weise in Erinnerung zu rufen.

Militärgeneralvikar Rudolf Schütz konnte zum Gottesdienst Herrn Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil, den Verteidigungsminister Günther Platter, die hohe Generalität und die Sektionsleiter des Bundesministeriums für Landesverteidigung, an der Spitze Generalstabschef Roland Ertl und Sektionsleiter Rainer Holenia, sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens begrüßen.

Im Rahmen der Leistungsschau des österreichischen Bundesheeres präsentierte sich die katholische Militärseelsorge im Bereich der Krypta im Heldentor, wo in vielen Gesprächen den Menschen die Aufgaben und das Angebot der Militärseelsorge erläutert werden konnten. Gerne genutzt wurde auch die Möglichkeit, im Innenraum der Krypta ein wenig Ruhe zu finden und bei zwei dort vorgeführten Filmen (Europavesper im Stephansdom und Soldatenwallfahrt nach Lourdes) zu entspannen.

 

Evangelium: Mk 10, 46-52 -
Die Heilung eines Blinden bei Jericho

Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, sass an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!
Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!
Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.
Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.
Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.
Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

 

Predigt von Militärgeneralvikar Prälat Rudolf Schütz
Das am meisten Auffallende in der Geschichte des blinden Bartimäus ist zweifellos der Konflikt, den sein lautes Hilferufen allen anderen gegenüber auslöst. Was wirft man ihm eigentlich vor?

Doch nur, dass er mit seinem Rufen aus der Rolle fällt und die Ordnung durcheinander bringt. Er soll in der Rolle bleiben, die er bisher gespielt hat: unauffällig, an den Rand gedrängt, passiv, abhängig und hilfsbedürftig. Man hat ihn versorgt, aber er soll eben nicht glauben, dass er ein Recht habe, sich unter den Augen des Messias sehen zu lassen. Bartimäus versucht sich bemerkbar zu machen und wird als lästiger Schreier zurückgewiesen.

Man akzeptiert und unterstützt ihn, solange er still und zurückhaltend bleibt. Er bekommt alles, solange er unterwürfig darum bittet. Er bekommt nichts, sobald er fordert.

CHRISTUS - HOFFNUNG EUROPAS Dieses Thema wählten die Bischofskonferenzen der acht Länder, welche zum Mitteleuropäischen Katholikentag, vom 21. - 23. Mai 2004 nach Mariazell eingeladen haben. Nach dem 2. Weltkrieg war Europa 40 Jahre lang zweigeteilt durch den “Eisernen Vorhang”. Damals wagte im freien Westen kaum jemand zu hoffen, dass diese künstliche und gewaltsame Trennung, diese menschenverachtende Barriere, einmal fallen würde. Dann kam das Jahr 1989!!

Mit Tränen der Rührung in den Augen sassen wir vor den Fernsehgeräten und erlebten mit, wie die “Berliner Mauer” durchgebrochen wurde. An den Grenzen zu unseren Nachbarländern, wie heute Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien wurde der Stacheldraht durchschnitten und ein freier, geregelter Grenzverkehr zur Selbstverständlichkeit.

Doch der damaligen Euphorie folgte bald die Ernüchterung, denn mit der Öffnung allein war es nicht getan!!
Viele materielle Mittel und Investitionen waren und sind nötig, um den neuen Demokratien wirtschaftlich und gesellschaftlich auf die Beine zu helfen und europareif zu machen.

Dazu kamen und kommen die vielen Flüchtlinge, welche oft aus fernen Ländern, in denen Bürgerkriege ausgetragen werden, über diese Grenzen in unser Land strömen und hier Aufnahme und Hilfe erwarten.

Kommt uns bei diesen Gedanken nicht auch der Ruf des blinden Bartimäus im Evangelium in Erinnerung?: “Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!” und darum folgt die Reaktion der Menschen um Jesus: “Viele waren ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen.”

Doch dann erleben wir die Größe dieses liebenden und barmherzigen Jesus Christus: ER nimmt den hilflosen Bettler am Wegrand wichtiger als die ganze Menge derer, welche sich unter der Messiaswürde Jesu sonnen wollten. Jesus lebt es uns allen beispielhaft vor:
  *Solidarität mit den Armen und Bedürftigen!
  *Hilfsbereitschaft für die Hilflosen!
  *Aufmunternde Liebe für diejenigen, welche an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden!

CHRISTUS wird die HOFFNUNG EUROPAS sein, wenn wir Christen in Europa seinem Beispiel folgen!

Papst Johannes Paul II. drückte dies mit folgenden Worten aus, als er im Jahr 1988 hier in der Wiener Hofburg vor der Prominenz aus Staat und Kirche sprach:”Man darf sich niemals damit abfinden, dass Staaten oder Völker, besonders wenn die benachbart sind, sich gleichsam fremd und beziehungslos gegenüber stehen.”

Diesem Ziel des MITEINANDER und FÜREINANDER soll uns der gemeinsame Katholikentag der mitteleuropäischen Völker in MARIAZELL im Mai des nächsten Jahres näher bringen - drei Wochen nachdem unsere Nachbarländer in die EUROPÄISCHE UNION eingetreten sein werden.

In MARIAZELL werden auch die Soldaten all dieser Länder zusammentreffen, um gemeinsam zu beten, zu feiern und frohe Stunden in Kameradschaft zu verbringen. Schon mehr als drei Jahrzehnte leisten Soldaten unseres Heeres Seite an Seite mit Kameraden anderer Nationen international ihren Dienst für den Frieden - und so mancher hat dabei sein Leben verloren.

Ihrer und der vielen gefallenen Soldaten in den Weltkriegen wollen wir gedenken, wenn der Herr Bundespräsident und ebenso unsere Bundesregierung im Anschluss an die Hl. Messe in der Krypta des Heldendenkmals Kränze niederlegen werden. In dieser Hl. Messe wollen wir um Frieden in Europa und in der Welt beten. Lasst uns nun das Bekenntnis unseres Glaubens ablegen zu “CHRISTUS - DER HOFFNUNG EUROPAS”

Pfarrausflug

Sep 21, 2003

Der Pfarrausflug 2003 führte uns am 21. September 2003 in das Zisterzienserstift Schlierbach. Wann selbsternannte „Engerl“ reisen, spielt verständlicherweise auch das Wetter mit.

Das Kloster wurde 1355 als Frauenkloster gegründet. 1556 wurde jedoch die letzte Abtässin in ihrer Funktion abberufen. 1556 bis 1620 stand das Kloster unter fremder Verwaltung. Seit 1620 wird das Kloster von Zisterziensern geführt.

Bei der Ankunft durften wir „Flachländer“ die Folklore dieser Gegend bewundern. In der Kirche wurde das Erntedankfest gefeiert. Wobei die Bevölkerung in ihrer Tracht teilnahm. Eine besondere Augenweide waren die Frauen mit ihren Goldhauben.

Unser Programm begann mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Stiftes, welchen Militärdekan Ryzka mit uns. Anschließend gönnten wir uns ein deftiges Mittagessen mit einer „ortsüblichen halben Most“.

Danach besichtigten wir das Stift mit der wunderschönen Barockkirche. Im Hochalterbild ist die Himmelfahrt Mariens dargestellt. Der Eindruck der geballten Stuckierung wird noch verstärkt durch die Verkleidung der Pilaster mit reichem Goldrankenwerk (wobei als Profandekoration Blumenstöcke eingelassen sind). Einzigartig !!!

Die Führung beinhaltete auch den Besuch der stiftseigenen Käserei – mit Probeverkostung. Eine weitere Attraktion ist die Schlierbacher Glaskunst. Nach einem besinnlichen, kulturellen Tag ging es der Heimat entgegen.

Entgegen langjähriger Tradition hielt die Militärpfarre das Kinderferienlager erstmals in Neusiedl am See ab.

Auch „Onkel Franz“ wurde ersetzt. An seine Stelle trat Militärdekan Leszek Ryzka genannt „Stani“. Mit gemischten Gefühlen tasteten sich Kinder und Betreuer an die neue Lage heran. Da das Ferienlager auf 8 Tage reduziert wurde, war das Programm sehr abwechslungsreich.

Es fing gleich mit Betten überziehen und anschließendem Radfahren an. Dann kamen noch Schwimmen, Surfen, Boot fahren (Tret- Ruder- und Elektroboot), Olympiade, Ballspiele und Gesellschaftsspiele dazu. Einer der Höhepunkte für Kinder und Betreuer war der Rundflug mit einer PC 6 im Raum Wr. Neustadt.

Im Zuge der Heimreise besuchten wir den Märchenpark in St. Margarethen.
Der Militärpfarre war es möglich, jeder Familie eine Photo-CD zur Erinnerung zuzuschicken.

"Ihr sollt ein Segen sein ..."

... war das Motto des Ökumenischen Kirchentags 2003 in Berlin an der auf Einladung der Militärseelsorge der deutschen Bundeswehr eine österreichische Delegation unter Führung des Ordinariatskanzlers HR Msgr. Prof. Dr. Alfred Sammer vom 28. Mai bis 1. Juni in Berlin teil nahm.

Das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg zusammen mit Orthodoxen, evangelischen Freikirchen, Alt-Katholiken und Anglikanern haben mit diesem landesweiten Kirchentag unterschiedlicher Konfessionen ein großartiges Zeichen einer lebendigen Kirche gegeben. Die gebotene Vielfalt in den Darstellungen gelebten Glaubens einerseits und das rege Interesse der Menschen an den, von den Kirchen angebotenen Möglichkeiten zur Information und zur Beteiligung andererseits, hinterließen tiefe Eindrücke. Ein ständiges Wechselspiel zwischen informativen Gesprächen, meditativen Betrachtungen und liturgischen Feiern ermöglichte dem Besucher des Kirchentags, aus dem überreichen Programm, ein für sich persönlich zurechtgeschnittenes “Detailprogramm” zu erstellen. Eine fast unwirkliche Atmosphäre lag über Berlin - dort wo Menschen sonst hastig ihren Beschäftigungen nachgehen und dichter Verkehr das Straßenbild prägt, entstand bereits am ersten Abend ein “Festplatz der Begegnungen”, der vom Brandenburger Tor bis zum Alexanderplatz reichte. Menschen, die sich nie zuvor gesehen hatten, suchten das Gespräch und tauschten Erfahrungen aus.

Die Bedeutung der Worte des Erzbischofs von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, “Des Segens Gottes darf jede und jeder gewiss sein; daraus erwächst die Kraft, für andere zum Segen zu werden.”, konnte man förmlich spüren, wenn man in diesen Tagen in Berlin unterwegs war.

Die Militärseelsorge der deutschen Bundeswehr, die sich im Rahmen des Kirchentags mit Informationsständen präsentierte, bot auch ein spezielles Programm, das sowohl konfessionelle, wie auch ökumenische Teile enthielt und dem natürlich unser besonderes Interesse galt.

Die Frage vor Ort: Wie kann Gott solches zulassen?

Bei jeder großen Katastrophe taucht die Frage nach dem Sinn auf- bei dieser ganz besonders.
War es Gottes Zorn, wie hier in Aceh manche Muslime sagten? Ist es ein Anruf zur Umkehr, wie mir hier ein führender Christ sagte? Wo ist Gott bei solchem Unglück, fragen manche säkularisierte Europäer?

Mich bewegt schon seit Langem ein anderer Gedanke: Ich wundere mich immer mehr, dass wir in diesem Universum einen Platz zum Leben haben. Je mehr ich mich mit Fragen des Kosmos befasse, desto stärker mein Staunen, dass es diesen Planeten Erde gibt, auf dem in diesem extrem lebensfeindlichen Universum Leben entstehen und gedeihen konnte.

Die Katastrophe im Indischen Ozean war erdgeschichtlich gesehen ein „normaler" Vorgang: Bewegung der Kontinentalplatten. So ist unsere heutige Geographie entstanden. Mich erstaunt, dass wir auf der dünnen Erdkruste so ruhig leben können - und das alles für selbstverständlich halten.

Nichts auf dieser Erde ist selbstverständlich! Vielleicht erinnert uns diese in ihren Auswirkungen so erschütternde, aber geologisch gesehen „normale" Erdbewegung daran, dass wir dem Schöpfer in jedem Augenblick unser Dasein verdanken und daher dankbar jeden Tag als ein unverdientes Geschenk annehmen sollten.

 

Kardinal Dr. Christoph Schönborn
Erzbischof von Wien

Die Feier des Weltfriedenstages mit festlichem Gottesdienst
Die Militärdiözese beging am 5. Juni 2003 für den Bereich Wien, in der Augustinerkirche, 1010 WIEN, die Feier des Weltfriedenstages.
 
PACEM IN TERRIS: EINE BLEIBENDE AUFGABE - ist die Botschaft seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. anlässlich des diesjährigen Weltfriedenstages. Der Festgottesdienst fand unter zahlreicher Beteiligung von Soldaten und Heeresangehörigen angeführt durch hohe Vertreter des Bundesministeriums für Landesverteidigung und des öffentlichen Lebens statt. Den Abschluss dieser Festlichkeit bildete eine kleine Agape auf dem Josefsplatz, an der das gemütliche Beisammensein unter den Teilnehmern dieses Festgottesdienstes gepflogen wurde.
 
 
Predigt von Militärbischof Mag. Christian Werner anlässlich des Weltfriedenstages 2003
 
Viele Menschen bemühen sich weltweit um den Frieden, viele Menschen ringen um Einheit, besonders bei dem Bemühen um ein neues Europa.
Trotz großer Bemühungen sind die menschlichen Anstrengungen meist Bruchstücke, festhalten an Halb- und Teilwahrheiten. Wenn Gott aber spricht, dann hört für einen, der glaubt, die Diskussion um die ganze und volle Wahrheit auf.
 
Wir feiern heute den Gottesdienst mit der Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2003. „Der Friede auf Erden – eine bleibende Aufgabe“, gleichzeitig feiert besonders die Kirche Deutschlands den Gedenktag des Hl.Bonifatius: Glaubensbote in Deutschland und Märtyrer.
 
Im 8.Jahrhundert kam Bonifatius von England nach Deutschland, um hier Christus als eine verbindliche Wahrheit zu predigen, um die germanischen, weithin heidnischen Völker durch das Evangelium zu einen und miteinander auszusöhnen und den Boden für eine neue, größere, abendländische Kultur zu bereiten. Das ist sein großes Verdienst. Das derzeit werdende Europa, das immer mehr zusammenwachsen soll, hat von diesem Evangelium seine Wurzel, seinen Nährboden, seinen Geist. Politik und Wirtschaft allein binden nicht zusammen. Es muß das Bemühen aller verantwortlichen Christen sein, dass das neue Europa sich seiner Geschichte, seiner Kultur, seiner inneren Kraft, seiner Werte, seines einigenden christlichen Geistes erinnert und bei der Lebensgestaltung daran festhält.
 
Ohne dieses Fundament hat Europa keine sichere Zukunft. Es würden schon bald Unkultur, Willkür und Sittenlosigkeit ein christlich geprägtes Europa unterhöhlen.
 
Vor allem aus diesem Grunde hat die Österreichische Bischofskonferenz zum Mitteleuropäischen Katholikentag die Länder eingeladen und besonders die Länder Bosnien, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn zur Mithilfe an der Vorbereitung gebeten.
 
Der offizielle Beginn wird im Stephansdom am Dienstag, dem 10. Juni 2003 in Form einer Europäischen Friedensvesper gefeiert. Den krönenden Höhepunkt und Abschluß erreicht der Mitteleuropäische Katholikentag in MARIAZELL vom 21. bis 23. Mai 2004, zu welchem alle Länder Europas eingeladen sind. Selbstverständlich auch unsere Brüder und Schwestern der Ökumene.
 
Die Österreichische Militärdiözese beginnt den Mitteleuropäischen Katholikentag jeweils an verschiedenen Terminen im Jahr 2003 mit der Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2003. Das Motto lautet: „Pacem in terris (Der Friede auf Erden): Eine bleibende Aufgabe“.
 
Dieses Päpstliche Rundschreiben des Heiligen Vaters ist eine Würdigung der von Papst Johannes XXIII. heraus-gegebenen historischen, ja prophetischen Enzyklika „Pacem in terris“ vor 40 Jahren. Eine weltweit hochbeachtete Botschaft „an alle Menschen guten Willens“, damals wie heute (Naher Osten, Irak, Afrika...).
 
 
Nun zum jetzigen Rundschreiben Papst Johannes Pauls II.: „Der Friede auf Erden: eine bleibende Aufgabe“.
 
Der Heilige Vater hält zunächst einen Rückblick auf die 40 Jahre seit der Enzyklika „Pacem in terris“:
• Nur 2 Jahre vor „Pacem in terris“ wurde 1961 die Berliner Mauer errichtet.
• Die auf Kuba stationierten Raketen verursachten eine Krise am Rande eines Atomkriegs.
 
Viele glaubten, diese gefährliche Situation werde ein lebenslanger Albtraum bleiben. Aber Johannes XXIII. teilte diese Meinung nicht. Die ganze Welt horchte auf, wenn der Papst von der gemeinsamen Zugehörigkeit zur Menschheitsfamilie sprach: eine große Sehnsucht wurde geweckt nach Sicherheit, Gerechtigkeit, verbunden mit der Hoffnung auf Frieden.
 
Vier klare Erfordernisse des menschlichen Geistes – nach Johannes XXIII. - sind entscheidende Voraussetzungen für den Frieden:
1. Wahrheit - 2. Gerechtigkeit - 3. Liebe - 4. Freiheit
 
Liebe Kameraden und Heeresangehörige!
Bei unseren Einsätzen im In- und Ausland müssen wir dringend diese gottgewollten, für eine friedvolle Menschheitsfamilie so wichtigen Grundwerte hochhalten und zu verwirklichen versuchen.
 
Was bedeuten diese Grundwerte – in aller Kürze – für uns alle?
 
1. Wahrheit: Sie ist die Grundlage allen Friedens. Jeder einzelne muß außer seinen Rechten auch seine Pflichten gegenüber den anderen ehrlich anerkennen.
Die Wahrheit ist kein abstrakter Begriff. Sie ist die Kraft des Friedens. Sie ist das Gegenteil von Lüge. Die erste und grundlegende Unwahrheit besteht darin, nicht an die Größe und Würde des Menschen zu glauben, aber auch seinen Bedarf an Erlösung vom Bösen, von der Sünde, die in ihm ist. (Der Teufel ist eine wirkungsvolle Realität in der Heiligen Schrift).
 
Die Wahrheit beginnt mit dem „Willen zum Frieden“. Sie ist letztlich eine grundsätzlich ethische Frage: die Frage nach dem Menschen in seiner Willensfreiheit und Verantwortung. Wichtig dabei ist die Gewissensbildung und dadurch die Bildung der öffentlichen Meinung und das Wecken des Sinns für den Wahrheitswillen.
Die Wahrheit setzt sich letztlich immer durch, und nicht die Lüge. Die Wahrheit ist nicht nur das Fundament, sondern
auch die Kraft des Friedens (WFT 1980).
 
2. Gerechtigkeit: Jeder ist verpflichtet, die Rechte der anderen zu respektieren und sich zu bemühen, seine Pflichten gegenüber den anderen voll zu erfüllen.
 
3. Liebe: Sie ist dann gegeben, wenn die Menschen die Nöte und Bedürfnisse der anderen als ihre eigenen empfinden und ihren Besitz, angefangen bei den geistigen Werten, mit den anderen teilen.
 
4. Freiheit: Sie ist dann verwirklicht, wenn Menschen bei der Wahl ihrer Mittel zur Erreichung des Friedens der Vernunft folgen, mit gebildetem Gewissen, und mutig die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.
 
Ein lebendiger Glaube und die Vernunft sind immer in der Geschichte die Kraft für eine geistige Revolution.
Ein neues Bewusstsein von der Würde des Menschen und seiner unveräußerlichen Rechte bedeuten, dass alle Menschen in der Würde ihrer Natur gleich sind, biblisch gesprochen: „Wir alle heißen nicht nur Kinder Gottes, sondern wir sind es auch!“
 
Das heißt: Fürchtet euch nicht! Wir sind ja nicht Kinder der Angst, sondern Kinder Gottes, die aufbrechen in Sein Reich, in das Reich des Friedens und der Gerechtigkeit.
 
Was wäre das für eine Menschheit, welche begreifen würde, dass die Ordnung Gottes, vor allem seine Gegenwart (Gott ist da!) und unser Handeln danach, der beste Friedensplan der Welt ist !!
 
Ein Gemeinwohl auf einem weltweiten Horizont, ein universales Gemeinwohl wäre die Folge.
Eine besondere Wertschätzung für die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 ist der richtige Schritt auf dem Weg zur rechtlichen und politischen Ordnung der Weltgemeinschaft.
 
Oft versäumt wurde das Bestehen auf den sich daraus ergebenden Verpflichtungen.
 
Eine der größten Frauen der Kirchengeschichte, die Hl.Theresia von Avila, stellte ihr Leben und Wirken unter das Motto: „Nichts verwirre dich, nichts erschrecke dich, alles geht vorüber, Gott ändert sich nicht. Die Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt, dem mangelt nichts; Gott allein genügt“. ...das gibt Kraft und Hoffnung.
 
Liebe Kameraden!
Unsere Christengemeinde wird kleiner, das ist wahr!
Aber unser Gott ist der je größere Gott, das ist auch wahr!
 
Lassen wir uns von Gott beschenken von solch einer Glaubensfreude. Leben wir in unserem kleinen, persönlichen Kreis, aber auch in unserem Dienst als Soldaten, als von Gott gewollte Friedensstifter.
Denn Friede ist weniger eine Frage der Strukturen, als vielmehr eine Frage der Personen.
Sicher sind Friedensstrukturen und Friedensprozesse notwendig.
 
Diese sind aber jedoch nur die Frucht der Weisheit und der Erfahrung aus der Geschichte. Sie sind Werk des Verstandes und des Herzens.
 
Der wichtige Beitrag des Christentums besteht darin: Öffnung für Gott, die Lehre von einer universalen Brüderlichkeit, die Förderung einer Kultur der Solidarität und die Friedenserziehung. Mein Wunsch, der Wunsch meiner Militärseelsorger und Mitarbeiter ist es, euch dabei zu helfen.
Diese Wünsche begleite ich mit meinem Gebet an den „Geber allen Friedens“, an Gott.
 
Freuen wir uns über die Zusage Jesu in der Bergpredigt: „Selig, die den Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden“. Amen.
Die Vergebung schafft Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit aber den Frieden. Amen.
 
 
Die Augustinerkirche
Im Jahre 1327 stiftete Friedrich der Schöne, Herzog von ÖSTERREICH, ein Augustinerkloster, kurz danach wurde die Kirche erbaut. Im 17. Jh. wurde ihre gotische Innenausstattung - wie während der Gegenreformation in WIEN üblich - barockisiert, und 1784/85 wurde das Innere durch Ferdinand von Hohenberg regotisiert.
 
Besonders bemerkenswert in der ehemaligen Hofpfarrkirche St. Augustin, in der zahlreiche Hochzeiten der kaiserlichen Familie stattfanden, sind das Grabmal der Erzherzogin Maria Christine von Antonio Canova (errichtet 1798 bis 1805) und die gotische Georgskapelle (erbaut 1337; Zugang über die Loretokapelle).
 
St. Augustin besitzt zwei in der Musikwelt sehr geschätzte Orgeln und ist ein Wiener Kirchenmusikzentrum von Tradition. Schubert hat seine Messe in F-Dur hier dirigiert, Anton Bruckner seine Messe in f-Moll hier uraufgeführt.

Osterfest 2003

In dieser österlichen Zeit wende ich mich in einer von dramatischen Ereignissen geprägten Zeit mit einer Botschaft an euch. Wir Christen feiern Ostern, die Gedenkfeier des Todes und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, der uns der Macht der Sünde und des Todes entreißt und uns mit Gott und untereinander versöhnt. Es ist eine Botschaft der Freude und der Hoffnung, es ist das Geschenk der Versöhnung und des Friedens, das uns Christen erfüllt und das wir allen Menschen bezeugen dürfen.

Zugleich erleben wir das Ende des Krieges im Irak. Nachrichten und Bilder, die uns erreichen, machen uns oft traurig und bestürzt. Die vielen Opfer, das Sterben und das Leid so vieler Menschen fordern von uns in besonderer Weise unser Gebet, unsere Anteilnahme und unsere tätige Solidarität, vor allem mit den Wehrlosen und Schwächsten. Wir alle hoffen, dass sich mit dem Sturz einer brutalen Diktatur und dem Ende der Kampfhandlungen für das leidgeprüfte irakische Volk endlich Chancen für Freiheit und Selbstbestimmung in einer gerechteren politischen Ordnung eröffnen.

Viele Menschen stellen Fragen nach der Berechtigung dieses Krieges. Papst Johannes Paul II. hat immer wieder deutlich Krieg als Mittel zur Lösung von Konflikten abgelehnt und sich intensiv für eine friedliche Lösung eingesetzt. Viele Bischöfe, kirchliche Organisationen und viele Christen haben ebenfalls in diesem Sinn Stellung genommen. Große Sorge empfinden wir auch um die Beziehungen zu den Muslimen und zu den islamischen Ländern sowie um die christlichen Gemeinschaften, die oft seit Jahrhunderten in diesen Ländern leben. Eindringlich hat Papst Johannes Paul II. ebenso wie viele andere Vertreter christlicher Kirchen davor gewarnt, Religion und besonders die Berufung auf Gott für die Rechtfertigung kriegerischer Handlungen zu missbrauchen. Die Gläubigen aller Religionen sind dazu berufen, auf die friedliche Austragung von Konflikten und auf Versöhnung zwischen den Menschen hin zu wirken.

Ich möchte deshalb an einige ethische Grundsätze erinnern, die gerade für uns Soldaten, für unseren Beruf und unser Selbstverständnis, entscheidende Bedeutung haben. Die Kirche lehnt in ihrer Lehre den Einsatz militärischer Mittel zur Verteidigung unter strengen Bedingungen nicht grundsätzlich ab. Es besteht für Staaten oder die Staatengemeinschaft das Recht, manchmal sogar die Pflicht zu Notwehr oder Nothilfe als letztes Mittel der Verteidigung gegen schwerste Friedensbrüche wie Angriffshandlungen oder Völkermord. Zugleich fordert die Kirche die strikte Einhaltung dieser Bedingungen, die gemeinsam erfüllt sein müssen, damit ein solcher Einsatz militärischer Mittel gerechtfertigt ist (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2309).

Mit diesen Kriterien unvereinbar ist ein Krieg, der nicht als letztes Mittel gegen eine sicher feststehende, unmittelbare Bedrohung geführt wird, die so schwer ist, dass sie anders nicht abgewehrt werden kann. Beim Krieg gegen den Irak bestehen deshalb schwerwiegende Zweifel. Natürlich unterscheidet sich die Bedrohung durch Formen des Terrorismus von herkömmlichen militärischen Bedrohungen. Dennoch bedarf das neuerdings vertretene Konzept von Kriegen zur vorbeugenden Abwehr möglicher zukünftiger Gefahren einer rigorosen ethischen und rechtlichen Prüfung. Denn sonst besteht das Risiko, dass wichtige Errungenschaften des modernen Völkerrechts zur Eindämmung von Kriegen, wie das grundsätzliche Gewaltverbot zwischen den Staaten oder die vorrangige Zuständigkeit des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen für Maßnahmen zur Friedenssicherung, ausgehöhlt werden könnten.

Das schwere Übel des Terrorismus wirft auch wichtige Fragen politischer und sozialer Gerechtigkeit auf, besonders angesichts der bedrückenden Situation vieler Menschen im Nahen Osten und in anderen Regionen der Welt. Menschen, die keine Hoffnung auf Besserung durch friedliche Mittel haben, können versucht sein, den Weg der Gewalt zu beschreiten. Der Einsatz für mehr Gerechtigkeit in der Welt stellt für uns Christen eine strenge Verpflichtung dar. Gerade die Päpste haben in ihren sozialen Botschaften immer wieder darauf hingewiesen. Es wird darum gehen, zur Gestaltung einer internationalen Ordnung beizutragen, die auf der Herrschaft des Rechts und seiner effektiven Durchsetzung in den Beziehungen zwischen den Völkern und Staaten beruht. Nur so kann es gelingen, eine internationale Ordnung aufzubauen, die in der Lage ist, Sicherheit und Friede für alle zu gewährleisten.

Brüder und Schwestern! In dieser Botschaft habe ich viel über drängende ethische Fragen gesprochen, die uns alle angehen. Wir Christen bleiben jedoch nicht bei moralischen Erörterungen stehen. Wir leben aus einer Hoffnung, die über alles hinausgeht, was menschliche Macht bewirken kann, eine Hoffnung, die in der rettenden Tat Gottes in Jesus Christus gründet. Versöhnung mit Gott und untereinander ist uns schon geschenkt. Beten wir in dieser Osterzeit besonders um das Geschenk der Versöhnung und des Friedens für die Welt und setzen wir uns mit allen Kräften, in Wort und Tat, für Versöhnung und Frieden unter den Menschen ein!

Wien, 15. April 2003

 

Mag. Christian Werner
Militärbischof von Österreich

Am 3. Fastensonntag, dem 23. März 2003, wurden in der St. Georgs-Kathedrale zu Wr. Neustadt, Wilhelm Hold und Alexander Markus Wessely vom Militärbischof von Österreich, Mag. Christian Werner, zu ständigen Diakonen geweiht.
 
Amtsdirektor Oberst Wilhelm HOLD ist Leiter des Referats V der Personalabteilung D im Verteidigungsministerium, verheiratet und Vater eines Sohnes und zweier Töchter, wobei die älteste bereits studiert. Alexander Markus Wessely ist Mitarbeiter der Militärpfarre Wien und Religionslehrer in der Sonderschule, aber auch Schauspieler.
 
Zum feierlichen Hochamt mit der Orgelsolomesse von W.A. Mozart, wo Militärgeneralvikar Prälat Rudolf Schütz mitzelebrierte und die Diakone Popp und Stockinger assistierten, kamen noch zahlreiche Persönlichkeiten aus dem geistlichen, militärischen und zivilen Bereich: GenMjr Prof. Johann Culik, Militärkommandant von NÖ, Obst H. F. Eber, Präsident der österreichischen Offiziersgesellschaft, Abt Matthäus Nimmervoll vom Zisterzienserstift Lilienfeld, Propst Bernhard Bachovsky und Dechant Dr. Leopold Streit vom Chorherrenstift Klosterneuburg, Franz Resperger, Ortsvorsteher von Kritzendorf, Bürgermeisterin Heidi Ebner von Guttenbrunn sowie noch mehr als 350 Gäste und Gratulanten, darunter die Schulschwestern und die Steyler Missionsschwestern.
 
Der Tätigkeitsbereich für Diakon Wilhelm HOLD wird in der Dekanatspfarre bei der Zentralstelle beim Bundesministerium für Landesverteidigung und der Wohnpfarre KRITZENDORF sein.
 
Diakon Alexander WESSELY wird für den Bereich in der Militärpfarre beim Militärkommando WIEN und im Schuldienst tätig sein.
 
 
Ein Interview mit den neuen Diakonen:
Wie kamen Sie zu dem Entschluss, Diakon zu werden?
 
Hold: Das ist seit meiner frühesten Kindheit so gereift. Ich bin aus Leibnitz in der Steiermark, dort bin ich quasi im Kapuzinerkloster nach der Scheidung meiner Eltern aufgewachsen. Dann bin ich nach Wien gekommen und fand in der Pfarre Alser Vorstadt ein zweites Zuhause. Ich dachte dann Priester zu werden und die Patres haben mich dann zum Aufbaugymnasium nach Horn geschickt. Ich habe im Studentenheim des Stiftes Lilienfeld gewohnt und mir dort die Spiritualität der Zisterzienser angeeignet.
Nachher habe ich verschiedene Berufe ausgeübt bis ich zum Bundesheer gekommen bin, von Götzendorf zur Panzertruppenschule, danach von der LVAk zum Armeekommando und von dort zur Sektion III bis zur jetzigen Zentralsektion. Ich habe 5 Auslandseinsätze hinter mir, gleich im Jahr 1973 beim Suez-Kanal, 2mal Golan und 2mal Zypern, wo ich meine Gattin kennen gelernt habe, die bei der britischen Armee tätig war. Sie kam dann nach Österreich und wir haben geheiratet. In diesen Jahren hatte ich die Kirche etwas außer Auge gelassen, aber nach dieser Zeit nahm ich wieder mit dem Stift Lilienfeld Kontakt auf, wo viele meiner Schulkameraden geblieben sind, danach habe ich mein Leben neu gestartet.
Ich habe mich in meiner Heimatpfarre Klosterneuburg integriert und engagierte mich auch aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in der Militärseelsorge, in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten, aber auch für die Soldatenwallfahrt nach Lourdes. 6 Jahre lang habe ich mich auf die heutige Weihe vorbereitet, den theologischen Kurs und nachher die Diakonatsausbildung der Erzdiözese Wien.
 
Wessely: Das ist auch aus meinem beruflichen Werdegang gekommen! Nach dem Gymnasium habe ich die Kindergartenpädagogik gemacht, ich war einer der ersten Kindergärtner! Danach war ich in der Sonderschule als Erzieher für Schwerstbehinderte tätig. Aus Interesse absolvierte ich damals schon den theologischen Kurs. Ich wurde dann gefragt, ob ich nicht Religion unterrichten möchte, und so kam es, dass ich 9 Jahre in der Sonderschule Erzieher und Religionslehrer war.
Außerdem habe ich auch 6 Semester Schauspiel studiert und die Staatsprüfung absolviert. Eine Zeit lang spielte ich auf der Bühne und habe nebenbei auch noch unterrichtet, dadurch war ich immer „der Pfarrer“ für die Schauspielfreunde. Gleichzeitig verspürte ich, dass ich etwas Abstand gewinnen musste um nachzudenken. Die Zeit des Grundwehrdienstes wäre gerade dazu bestimmt gewesen. Es kam dann wieder anders und statt auf den beabsichtigten Posten zu kommen, bin ich in die Militärpfarre WIEN gelandet! Dann war für mich alles klar, das erwartete Zeichen wurde mir gegeben.
 
Warum gerade eine Weihe auf die Militärdiözese?
Hold: Das war mein eigner Wunsch in die kategoriale Seelsorge zu kommen. Ich bin durch meinen Beruf sehr geprägt und kann dies damit sehr gut verknüpfen.
 
Wessely: Am Anfang meines Grundwehrdienstes in der Militärpfarre Wien war ich sehr skeptisch wie Kirche und Militär zusammenpassen könnten. Aber durch den Dekan Dr. Franz Fahrner habe ich nicht nur theoretisch und praktisch den Sinn gesehen, aber auch dass es absolut notwendig ist. Als Grundwehrdiener habe ich von der Militärseelsorge profitiert, da durfte ich mitarbeiten, Firmstunden und lebenskundlichen Unterricht halten.
 
Wie hat Ihre Familie auf Ihre Entscheidung reagiert?
Hold: Ein markanter Punkt war meine Gattin, die aus Indien stammt. Sie war immer karitativ tätig und plötzlich vor 6 Jahren hat sie zur katholischen Kirche konvertiert. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie den Weg mit mir gegangen ist. Die Kinder waren anfangs stark dagegen, obwohl sie in der Pfarre mitgearbeitet haben, jetzt haben sie eine große Freude. Die Familie hat sehr zusammengehalten, weil ich viel abwesend war.
 
Wessely: Ich hatte immer einen absoluten Rückhalt von den Eltern, eher wurde ich von den Freunden belächelt. Ich habe auch beschlossen zölibatär zu leben, um ganz verfügbar in dieser Berufung zu sein.
 
Wird sich in Ihrem Engagement etwas ändern?
Hold: Doch, als Diakon hat man einen anderen Zugang zu den Menschen. Als Geistlicher und als Berufstätiger kann man möglicherweise Christus glaubhafter verkünden. Mein Anliegen bleibt das Dienen an den Menschen, weil ich viel durchgemacht habe, denke ich Hilfe aus dem Glauben und aus dem Erlebten anzubieten. Die Weihe ist eine Besiegelung durch den Hl. Geist für diese Tätigkeit.
 
Wessely: Das glaube ich nicht, ich arbeite als Seelsorger beim Jägerregiment Wien und in der Stabskompanie vom Militärkommando sowie meine 20 Stunden Religion in der Schule, habe dort aber zu den Schwererziehbaren gewechselt. Ich bin sehr glücklich, ich sehe weder das eine noch das andere als Job’! Ich habe noch Freiräume, wie eben Schauspiel oder Puppentheater, einmal im Monat spiele ich Kasperl’ für die Kinder!
 
Wollen Sie nachher noch Priester werden?
Wessely: Gott hat mich dort hingegeben, wo Er wollte, man wird schon sehen. Ich möchte keinen einzigen Punkt aus meinem Leben missen, auch nicht den Kindergärtner. Das ist ein durchgehender Weg bis in die Gegenwart hinein.
 
Danke für das Gespräch und Gottes Segen und Kraft für Ihre neue Tätigkeit
Das Gespräch führte Hptm Prof. Mag. Serge Claus.
 

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Triduum Sacrum - Einblicke in den Höhepu…

Triduum Sacrum - Einblicke in den Höhepunkt des Kirchenjahres

Triduum Sacrum (lat. „heiliger Zeitraum von drei Tagen") bezeichnet  heute den Zeitraum von der abendlichen heiligen Messe des Gründonnerstags -...

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Pfingsten: Einblicke in das Wunder der Ausgießung des Heiligen Geistes

Ein Fest mit tiefer Bedeutung  Das Pfingstfest, ein Fest, das an ein bemerkenswertes Ereignis aus biblischen Zeiten erinnert – die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu. Pfingsten, ein fester... Weiterlesen

Pfingsten: Das Fest des Heiligen Geistes…

Pfingsten: Das Fest des Heiligen Geistes und der "Geburtstag" der Kirche

Ein Fest der Urkirche: Pfingsten, das 50 Tage nach Ostern gefeiert wird, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Festen des Christentums. Im Mittelpunkt steht die Sendung des Heiligen Geistes auf die... Weiterlesen

Nichts dem musikalischen Zufall überlass…

Nichts dem musikalischen Zufall überlassen

Probe mit der Militärmusik Steiermark für die 64. Internationalen Soldatenwallfahrt (PMI) in Lourdes Knapp vor Beginn der 64. Internationalen Soldatenwallfahrt (PMI) in Lourdes reiste  Militärpfarrer Oliver Hartl nach Graz, um mit der Militärmusik... Weiterlesen

Neuer Name für Fliegerhorst Brumowski: F…

Neuer Name für Fliegerhorst Brumowski: Fliegerhorst Leopold Figl – Flugplatz General Pabisch

Am Mittwoch, dem 15.05.2024, wurde im Rahmen eines festlichen Aktes der Fliegerhorst Langenlebarn bei Tulln umbenannt. Seit 1967 trug der Fliegerhorst den Namen des österreichischen Jagdfliegers Hauptmann Godwin von Brumowski... Weiterlesen

Papst Franziskus empfängt Delegation kat…

Papst Franziskus empfängt Delegation katholischer Soldaten aus der Steiermark in Rom

Eine Delegation der Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten und des Militärpfarrgemeinderats der Direktion Graz wurde kürzlich im Rahmen einer Romwallfahrt von Papst Franziskus empfangen. Die Reise, geleitet von Vizeleutnant Heinz Vieider und... Weiterlesen

Caritas Europa: Sozialer Friede beginnt …

Caritas Europa: Sozialer Friede beginnt bei den Ärmsten

Präsident Landau am "Europatag": Würde des Menschen im Fokus der Politik Die europäischen Caritasverbände haben anlässlich des "Europatags" (9. Mai) in Brüssel eindringlich dazu aufgerufen, die Wahrung eines "Europa der Solidarität... Weiterlesen

9. Mai: Christi Himmelfahrt

9. Mai: Christi Himmelfahrt

Wissenswertes rund um das Fest Christi Himmelfahrt     Am 40. Tag nach Ostern, in diesem Jahr am Donnerstag, den 9. Mai, feiern Christen weltweit das Hochfest Christi Himmelfahrt. Dieses Fest markiert... Weiterlesen

Besuch des Generalsekretärs im Militäror…

Besuch des Generalsekretärs im Militärordinariat

Am 2. Mai durften S.E. Militärbischof Dr. Werner Freistetter und Militärgeneralvikar EKR Mag. Peter Papst hohen Besuch im Militärordinariat begrüßen. Generalsekretär MMag. Dr. Arnold Kammel kam in seiner Funktion als... Weiterlesen

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Österliche Feierlichkeiten: Orthodoxe Kirche bereitet sich auf Ostern vor

Am kommenden Sonntag, dem 5. Mai, steht für die Orthodoxe Kirche in Österreich das bedeutende Osterfest an. Dieser Termin, der sich von dem der westlichen Kirchen unterscheidet, wird nach dem... Weiterlesen

Mit Maria durch den Mai

Mit Maria durch den Mai

Maria als Helferin neu entdecken Im Marienmonat Mai rückt Maria wieder verstärkt ins Zentrum der Verehrung. Für viele Gläubige symbolisiert der Mai nicht nur den Frühling und die erblühende Natur, sondern... Weiterlesen

Das Georgsfest 2024: Ein Tag der Ehrung …

Das Georgsfest 2024: Ein Tag der Ehrung und Auszeichnung in Wiener Neustadt

Am 23. April 2024, dem Hochfest des Heiligen Georg, dem legendären Drachentöter und Schutzpatron des Militärs, wurde in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt eine feierliche Patronatsmesse zelebriert. Ein Tag... Weiterlesen

Feierliche Vesper zur Ehre des Heiligen …

Feierliche Vesper zur Ehre des Heiligen Georg in der St. Georgs-Kathedrale

Am 23. April 2024, dem Hochfest des heiligen Märtyrers Georg, des Kirchenpatrons der St. Georgs-Kathedrale, versammelten sich Gläubige zur Vesper im neuen Chorgestühl. Durch die Stimmen der Schola Resupina wurde... Weiterlesen

Fidelis von Sigmaringen: Ein Leben volle…

Fidelis von Sigmaringen: Ein Leben voller Hingabe und Opfer

Am 24. April eines jeden Jahres gedenkt die katholische Kirche einem herausragenden Heiligen: Fidelis von Sigmaringen, geboren als Markus Roy, der als Ordensmann, Priester und Märtyrer bekannt ist. Sein Gedenktag... Weiterlesen

Der Heilige Georg: Ein Symbol von Tapfer…

Der Heilige Georg: Ein Symbol von Tapferkeit und Glauben

Im Panorama der christlichen Heiligen erstrahlt der Heilige Georg in einem besonderen Glanz, unvergessen für seine mutige Tapferkeit und seinen unerschütterlichen Glauben. Doch wer war dieser legendäre Mann, dessen Name... Weiterlesen

Tanner: Soldatenberuf braucht religiöse …

Tanner: Soldatenberuf braucht religiöse Begleitung

ÖVP-Verteidigungsministerin sieht religiöse Vielfalt im Bundesheer als "wesentlichen Wert" - Debatte mit 70 Grundwehrdienern verschiedener Religionszugehörigkeiten in Wien Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat die Bedeutung der religiösen Begleitung für den Soldatenberuf... Weiterlesen

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„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“

Soldatenfirmung in Güssing mit Militärbischof Werner Freistetter Am 12. April 2024 fand in der prachtvollen Basilika Güssing eine bewegende Zeremonie statt, bei der fünf Soldaten das Sakrament der Firmung erhielten. Unter... Weiterlesen

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Fastentücher: Eine alte Tradition in der Kirche

Besucht man in der Fastenzeit eine Kirche oder einen der darin abgehaltenen Gottesdienste, so fällt auf, dass der Altar oder bildliche Darstellungen Jesu mit einem meist künstlerisch gestalteten Tuch verhangen... Weiterlesen

Palmsonntag: Der Beginn der Karwoche

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Palmsonntag: Der Beginn der Karwoche Was trug sich am Palmsonntag vor mehr als 2000 Jahren zu, woher hat dieser Tag seinen Namen und welche Bräuche werden an diesem Tag begangen? Interessantes... Weiterlesen

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Orthodoxe Fastenzeit beginnt am 18. März

Ostern feiern orthodoxe Christen heuer am 5. Mai - Woche vor der Fastenzeit wird in der Orthodoxie als "Butterwoche" oder auch "Käsewoche" bezeichnet Für die orthodoxen Christinnen und Christen in Österreich... Weiterlesen

Brauchtum rund um Ostern

Brauchtum rund um Ostern

Eier, Lamm und Hase: Tierische Osterbräuche als Symbol für Auferstehung - Palmbuschen, Osterspeisensegnung und Ratschen Rund um Ostern gibt es seit Jahrhunderten eine bunte Reihe von Bräuchen und Symbolen, die bis... Weiterlesen

ORF bringt "Stunde für den Frieden…

ORF bringt "Stunde für den Frieden" am Sonntag in der TVthek

Ansprache von Bundespräsident Van der Bellen sowie der Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und Religionsgesellschaften ab Sonntag, 13 Uhr, in voller Länge zum Nachsehen Zu einer "Stunde für den Frieden" hatte... Weiterlesen

Lackner: Am "Tag des Judentums…

Lackner: Am "Tag des Judentums" um Frieden für Israel beten

Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz bekräftigte Auftrag aller Christen, entschieden gegen Hass und Gewalt gegenüber Juden aufzutreten. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner ruft dazu auf, am kirchlichen "Tag des Judentums" (17... Weiterlesen

Ökumenischer Rat ruft zur Teilnahme am …

Ökumenischer Rat ruft zur Teilnahme am "Tag des Judentums" auf

"Tag des Judentums" am 17. Jänner wird heuer bereits zum 25. Mal begangen - Ökumenischer Rat der Kirchen dankbar und "voll Freude", dass der "Tag des Judentums" mittlerweile in ganz... Weiterlesen

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Pastoraltagung 2024: Pochen auf "verantwortungsvolles Wirtschaften"

Pastoraltagung 2024: Pochen auf "verantwortungsvolles Wirtschaften" Renommierte Fachtagung vom 11. bis 13. Jänner in Salzburg/St.Virgil unter dem Titel "Gutes Leben" - Themen sind u.a. "Gut und Böse" in der Ökonomie, Kirchenfinanzen... Weiterlesen

Militärpfarre bei der Direktion 1 (Graz)…

Militärpfarre bei der Direktion 1 (Graz) sorgte für glückliche Kinderaugen

13 Jahre ist es her, als Vizeleutnant Heinz Vieider und Militärseelsorger Markus Riegler im UN-Einsatz am Golan waren. Dort besuchten die beiden auch das Kloster, in dem der Franziskaner Engelbert... Weiterlesen

Freistetter: Sternsinger verkünden …

Freistetter: Sternsinger verkünden "weihnachtliche Friedensbotschaft"

Sternsingergruppe aus Frauenkirchen bei Militärbischof Freistetter und Bundesministerin Tanner - Österreichs größte entwicklungspolitische Spendenaktion feiert 2023/24 rundes Jubiläum - Rund 85.000 Kinder und Jugendliche bis 7. Jänner unterwegs Die Sternsingeraktion der... Weiterlesen

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Rauhnächte: Bedeutung, Ursprung und manch Wissenswertes

Wer kennt sie nicht, die mystische Zeit der Rauhnächte. Die Zeit, in der frühere Kulturen glaubten, dass da die Tore zur „Anderswelt“ weit offen standen. Diese Zeit, so glaubte man... Weiterlesen

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26. Dezember: Gedenktag des Heiligen Stephanus

Einblicke in das Leben und Sterben des Heiligen Unmittelbar nach Weihnachten, also nach dem Fest der Geburt Jesu, gedenkt die Kirche des Hl. Stephanus. Allein schon dieser Patz, den ihm die... Weiterlesen

Rund 2,4 Milliarden Christen weltweit fe…

Rund 2,4 Milliarden Christen weltweit feiern Weihnachten

Das kirchliche Fest der Geburt Christi wird seit dem 4. Jahrhundert gefeiert - Franz von Assisi "erfand" 1223 die Weihnachtskrippe - Erster Wiener Christbaum stand 1814 im Salon von Baronin... Weiterlesen

Weihnachtsgottesdienste finden: Katholis…

Weihnachtsgottesdienste finden: Katholische Kirche bietet Online-Hilfe

Insgesamt 10.000 Gottesdienste können österreichweit zu Weihnachten und Neujahr via App und Website abgefragt bzw. gesucht werden - Neu: Auch Gottesdienstübertragungen werden angezeigt Der Besuch eines Gottesdienstes gehört für viele Österreicherinnen... Weiterlesen

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Ökumenischer Gottesdienst mit Abgeordneten

Militärbischof Freistetter thematisiert angesichts des Nahost-Krieges die biblische Sehnsucht nach Heimat, Gerechtigkeit und Frieden    Wien, 12.12.2023 (KAP) Mitglieder des Nationalrates und des Bundesrates haben gemeinsam mit Vertretern der christlichen Kirchen einen... Weiterlesen

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Adventimpulsplakate des Referats für Öffentlichkeitsarbeit und Medien

Jedes Jahr hin zum Advent stellt das Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Medien den katholischen Militärpfarren Österreichs Impulsplakate zur Verfügung. Diese werden infolge in den Kasernen in den Schaukästen und vor... Weiterlesen

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