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Die Corona-Krise wird das Angesicht der Erde verändern", so Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag in der ORF-Pressestunde. Er hoffe freilich sehr zum Positiven, "dass es zu einem Umdenken in Wirtschaftsfragen aber auch im jeweils eigenen persönlichen Lebensstil kommen wird". Die Globalisierung brauche dringende Korrekturen. Wörtlich sagte der Wiener Erzbischof: "Muss man über das Wochenende nach London zum Shoppen fliegen? Muss man Weihnachten auf den Malediven verbringen? Muss man Luxuskreuzfahrten mit 4.000 Menschen auf einem Schiff machen. Müssen täglich 200.000 Flugzeuge in der Luft sein?"

Schönborn sprach sich für ein neues Verhältnis von Internationalität und Regionalität aus. Aktuelle Tendenzen der nationalen Abschottung wies er zugleich ausdrücklich zurück. Es brauche vielmehr wesentlich mehr internationale Solidarität. Als positives Beispiel für Solidarität über Grenzen hinweg nannte der Kardinal die Hilfslieferung von Schutzkleidungen aus China nach Österreich, die dieser Tage erfolgen soll. Österreich hatte vor Kurzem selbst eine ähnliche Hilfslieferung an China geschickt, als diese dort dringend benötigt wurde. Schönborn: "Das sind Signale, die die Welt heute braucht."

Schönborn dankte auch den vielen Spendern, die einem Aufruf der Caritas und anderer Hilfsorganisationen nachgekommen waren. Mit ihren Spenden habe vielen Flüchtlingen auf den griechischen Inseln geholfen werden können. Die EU habe hier ihre solidarische Verpflichtung sträflich vernachlässigt.

Klein- und Mittelbetriebe stärken

Bei allen Hilfspaketen, die nun in Österreich geschnürt werden, sei es wichtig, dass auf die Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft nicht vergessen wird, so der Kardinal weiter. Zudem gelte es vor allem auch, die vielen Klein- und Mittelbetriebe im Land zu stärken, "denn die sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft". Schönborn lobte sowohl die Regierung als auch die Opposition und vor allem auch die Sozialpartner, die aufeinander zugehen würden. Man sehe, wie wichtig eine gute Sozialpartnerschaft im Land sei, "und das gibt mir auch Hoffnung für die Zukunft", so Schönborn.

Die Kirche werde auch in ihren wirtschaftlichen Aktivitäten Maßnahmen und Empfehlungen der Regierung bzw. der Sozialpartner mittragen, sagte der Kardinal. Kommende Woche werde es diesbezüglich entsprechende innerkirchliche Beratungen der Verantwortlichen auf Österreichebene geben. Freilich müsse die Kirche auch weiterhin Löhne und auch Priesterpensionen zahlen. Für Menschen, die Problemem mit der Bezahlung des Kirchenbeitrags haben, habe man sich auch schon vor der Krise stets um individuell Lösungen bemüht.

Einen besonderen Dank wolle er auch all jenen Menschen aussprechen, deren Dienste gerade jetzt für das weitere Funktionieren der Gesellschaft so dringend gebraucht würden, und die bisher dafür aber wohl zu wenige Respekt bekommen hätten, sagte der Erzbischof. Mehr gegenseitige Wertschätzung und eine Zuwachs an Menschlichkeit - das seien hoffentlich einige positive Veränderungen, die sich aus der gegenwärtigen Krise ergeben würden.

Herausforderungen für Familien

Kardinal Schönborn kam in der Pressestunde auch auf die aktuell großen Herausforderungen für die Familien zu sprechen. Die Ausgangsbeschränkungen seien für viele, vor allem in beengten Wohnverhältnissen, mit großen Belastungen verbunden. "So viel sind Familien höchstens in den Ferien zusammen." Die unfreiwillige schwieirige Situation sollte man aber auch als Chance wahrnehmen und sehen, "wie unglaublich wichtig es ist, in der Familie gemeinsam Zeit zu haben".

Man könne in einer solchen Zeit die ganz einfachen menschlichen Tugenden üben, so Schönborn, der in diesem Zusammenhang vor allem zur gegenseitigen Rücksichtnahme ermutigte. Papst Franziskus habe drei wichtige Worte genannt, damit das Zusammenleben gut funktioneren kann: "Danke, Bitte und Verzeih." Schönborn: "Wenn das in den Familien praktiziert wird, dann kann sich eine Familie auch wieder neu zusammenfinden."

Der Erzbischof nahm aber auch die vielen alten und einsamen Menschen in den Blick, von denen viele aufgrund der aktuellen Situation ihre Familienangehörigen nicht physisch sehen könnten. Umso dankbarer müsse man über die Möglichkeiten der modernen Kommunikationsmittel sein, sagte der Kardinal. Er zeigte sich zudem beeindruckt über die große Hilfsbereitschaft der jüngeren Menschen gegenüber den älteren. "Diese Hilfsbereitschaft zu sehen und zu erleben, das ist sehr tröstlich."

Gottesdienstübertragungen ermöglichen Mitfeier

Auf die derzeit stattfindenden Messen der Priester ohne Gläubige, von denen nicht wenige via Internet übertragen werden, sagte der Kardinal, dass dies sicher kein Zukunftsmodell sondern nur ein Notmodell sei. Freilich sei er sehr dankbar für die vielen Möglichkeiten der modernen Medien und Kommunikationsmittel. So gelinge es, "in dieser Notzeit ein Netzwerk der Verbundenheit und des Gebetes zu knüpfen". So manche theologische Spekulationen ob der auch negativ als "Geistermessen" bezeichneten Gottesdienste halte er für unabgebracht. "In außerordentlichen Situationen braucht es außerordentliche Mittel", so Schönborn wörtlich. Er wies zugleich darauf hin, dass auch schon vor der Krise jeden Sonntag bis zu 700.000 Menschen den ORF-Radiogottesdienst mitfeiern würden.

Die katholische Kirche stehe hinter den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und deshalb habe die Bischofskonferenz auch für den eigenen innerkirchlichen Bereich entsprechende Maßnahmen erlassen, erläuterte der Vorsitzende der Bischofskonferenz weiter. So seien alle öffentlichen Gottesdienste und religiöse Versammlungen bis auf Weiteres untersagt, sämtliche Taufen, Erstkommunionfeiern, Firmungen und Hochzeiten müssten verschoben werden. Begräbnisfeiern könnten und müssten aber unter strengen Auflagen stattfinden.

Auf das kommende Osterfest angesprochen, dass ohne öffentliche Feiern und Gottesdienste stattfinden wird, meinte Schönborn: "Ostern und die Aufersteheung kommen trotzdem! Das Leben ist stärker als der Tod. Das Gute ist Stärker als das Böse. Das ist und bleibt die Botschaft von Ostern."

Auf seine persönliche Situation hin befragt, sagte Schönborn, dass er nun auch nicht außer Haus gehe. Die Pressestunde wurde deshalb auch aus dem Erzbischöflichen Palais ausgestrahlt. Aufgrund seiner Krebsoperation und seines Lungeninfarkts im vergagenen Jahr aber auch wegen seines Alters zähle er auch zur Corona-Risikogruppe, so der Kardinal. Es gehe ihm freilich gut und es sei für ihn auch selbstverständlich, dass er in dieser schwierigen Zeit weiterhin Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz bleibe. Er hoffe, dass bei der nächsten Vollversammlung der Bischöfe im Juni dann ein Nachfolger gewählt werden kann.

Auch wenn jeder verständlicherweise Angst habe, wolle er den Menschen doch auch ein Wort des Mutes zusprechen, so der Kardinal. Und er zitierte den Wiener Stadtpatron, den hl. Klemens Maria Hofbauer (1751-1820): "Nur Mut, Gott lenkt alles." Schönborn dazu: "Das ist die Botschaft, die wir brauchen."
 
 

Die katholische Kirche begeht am 26. Jänner erstmals den von Papst Franziskus ausgerufenen "Sonntag des Wortes Gottes". In seinem Motu Proprio (Apostolisches Schreiben) "Aperuit Illis" legte er fest, dass der dritte Sonntag im Jahreskreis der Feier, der Betrachtung und der Verbreitung der Bibel gewidmet sein soll. Die österreichischen Bischöfe unterstützen die Einführung dieses Themensonntags, der bewusst in Nähe zur Weltgebetswoche für die Einheit der Christen angesetzt ist und damit die Verbundenheit aller Christen durch die Heilige Schrift stärken will. "Christen sollen sich vom Wort Gottes begeistern lassen, weil es die bevorzugte Weise ist, wie sich Gottes Geist den Menschen mitteilt", hielt die Bischofskonferenz dazu fest.

Die katholischen Gottesdienste in allen Diözesen stehen am 26. Jänner unter dem thematischen Schwerpunkt "Sonntag des Wortes Gottes". Das Österreichische Katholische Bibelwerk stellt den Pfarrgemeinden Materialien und Anregungen zur Verfügung, wie dieser "Bibelsonntag" gestaltet werden könnte. Auch ein Predigtvorschlag ist online abrufbar.

Drei "Jahre der Bibel" in Österreich

In Österreich wird bereits seit geraumer Zeit besonderes Augenmerk auf die Heilige Schrift gelegt: Im Advent 2018 begannen im Zuge der Einführung der neuen Messlektionare mit den Texten der revidierten Einheitsübersetzung drei "Jahre der Bibel" (www.jahrederbibel.at). Sie stehen unter dem Motto "BIBEL hören.lesen.leben" und werden ebenfalls vom Bibelwerk inhaltlich begleitet. Die diesjährige Österreichische Pastoraltagung stand Anfang Jänner in Salzburg im Zeichen der Bibel. Ein weiterer Höhepunkt werden die Bibel-Festwochen von 25. September bis 4. Oktober 2020 sein.

Gemeinsam mit dem neu eingeführten "Sonntag des Wortes Gottes" sollen die drei Themenjahre die Gläubigen dazu motivieren, die Bibel wieder häufiger in die Hand zu nehmen und als Quelle für ihr Glaubensleben zu entdecken. Hilfreich dabei ist eine neue Bibel-App des Katholischen Bibelwerkes "Die Bibel EÜ" mit der gesamten revidierten Einheitsübersetzung, den Tageslesungen und Bibelleseplänen.

Für Bibelwerksdirektorin Elisabeth Birnbaum zeigt die Einführung des "Sonntags des Wortes Gottes", dass katholische Frömmigkeit und Bibellektüre - anders als zu Zeiten der Reformation - kein Gegensatz mehr darstellen. Reste eines katholischen, lange Zeit "genuin ambivalenten Verhältnisses" zur Bibel seien zwar immer noch vorhanden, würden aber abgebaut. "Katholik/innen dürfen und sollen die Bibel hochachten und beachten, sie lesen und bedenken, und zwar weltweit", schrieb Birnbaum auf der theologischen Feuilleton-Website feinschwarz.net.

Bibeltexte sollen nicht "vorbeirauschen"

Der in der Bischofskonferenz für die Heilige Schrift verantwortliche Referatsbischof Anton Leichtfried (St. Pölten) vergleicht laut der Bibelwerks-Website die Art, wie in manchen Gottesdiensten die Bibelworte erlebt werden, mit der Stimmung an einem großen Bahnhof: "Züge rauschen durch, manche bleiben kurz stehen. Über Lautsprecher gibt es alle möglichen Durchsagen, die teilweise akustisch schwer verständlich sind." Ähnlich würden manchmal die Lesungen aus der Heiligen Schrift an den Ohren und Augen der Gläubigen vorbeirauschen, "ohne dass diese einsteigen und mitfahren können", wird der Weihbischof zitiert.

Das Bibelwerk rät dazu, die Predigt in Gottesdiensten gut vorbereitet am Bibeltext auszurichten: "Auf alle Lesungstexte sollte in der Homilie eingegangen werden, da besonders die schwierigeren Texte Hilfestellungen für einen guten Zugang benötigen." Für viele Gläubige sei der Gottesdienst die einzige Begegnung mit der Bibel und die Predigt die einzige Vertiefung dazu.

Das Wort Gottes habe somit in der katholischen Messfeier einen besonderen Stellenwert. Es wird vom Ambo - einem erhöhten Ort im Altarraum - nach einer festen Leseordnung vorgetragen, die die Gemeinde mit möglichst vielen Texten der Bibel vertraut machen soll. In einem dreijährigen Zyklus werden die Evangelien (Markus, Matthäus und Lukas) gelesen. Die erste, meist alttestamentliche Lesung ist thematisch darauf abgestimmt, als zweite Lesung sind meist Paulus-Briefe vorgesehen. Nach dem Evangelium erläutert der Priester den Schrifttext in seiner Homilie. Bei einer Messfeier folgt danach die Eucharistiefeier als zweiter Teil; doch auch reine Wortgottesdienste sind möglich und gelten als vollwertige Liturgie. (www.bibelwerk.at)

Die katholische Kirche ruft die österreichische Bundesregierung dazu auf, sich als Mitglied des UN-Menschenrechtsrats aktiv für ein globales Abkommen zur Menschenrechtsverantwortung von Unternehmen einzusetzen. Die Erarbeitung eines entsprechenden rechtsverbindlichen Dokuments ist ab Montag Thema einer vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Arbeitsgruppe in Genf. Die geltenden Rechtsinstitutionen würden den Herausforderungen nicht gerecht, mahnt Bischof Werner Freistetter, in der Österreichischen Bischofskonferenz zuständiger Referatsbischof für Weltkirche. Denn "passiert ein Unglück irgendwo auf der Welt, dass Menschen in sogenannten Entwicklungsländern ihrer Lebensgrundlage beraubt, dann schieben transnationale Konzerne die Verantwortung schnell auf das lokale Tochterunternehmen ab."

Laut dem vorliegenden Entwurf für das UN-Abkommen müssten Staaten die Unternehmen gesetzlich zur Achtung von Menschenrechten im In- und Ausland verpflichten sowie Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen den Zugang zu Gerichten erleichtern. Der Zugang zu rechtlichen Möglichkeiten sei dringend notwendig, damit sich betroffene Menschen wehren können, "um nicht unter die Räder der globalisierten Wirtschaft zu kommen", betont Bischof Freistetter, der auch auch Vorsitzender der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) ist, am Montag in einer Aussendung.

Die Hilfswerke der katholischen Kirche setzten sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen ein und erlebten die negativen Auswirkungen der globalen Wirtschaftszusammenhänge, so die kirchlichen Vertreter. "Gewinne werden privatisiert, außer Landes gebracht, und die Schäden der Allgemeinheit hinterlassen", erklärt etwa Jakob Maierhofer-Wieser, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion, dem Hilfswerk der Katholischen Jungschar. Betroffenen würden rechtlos zurückbleiben und Konzerne ihre eigenen Schiedsgerichtssysteme ausbauen. Maierhofer-Wieser fordert die Verhandler auf, auch die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche im Blick zu behalten: "Kinder- und Menschenrechte sind kein Wunschkonzert."

Der geforderte internationale Vertrag werde von vielen Akteuren der Weltkirche unterstützt, betonen KOO und DKA, und verweisen auf die aktuell in Rom tagende Amazonien-Synode, die auch die negativen Auswirkungen wirtschaftlichen Handelns auf Menschen und Natur anprangert. "Die Kirche ist teilweise die letzte Anwältin der Betroffenen. Daher müssen wir uns weiter dafür einsetzen, bis die internationale Gemeinschaft entscheidende Maßnahmen ergreift, die Menschenrechte gegenüber den Konzernrechten aufzuwerten", hält KOO-Geschäftsführerin Anja Appel fest.

Menschenrechte in Zeiten der Globalisierung

Österreich war im Herbst 2018 von über 171 der 193 UN-Mitglieder für die Periode 2019 bis 2021 in den 47 Mitgliedsstaaten umfassenden Menschenrechtsrat gewählt worden. Bei der aktuell stattfindenden Sitzung in Genf werden die Delegierten der Staaten, sowie Vertreter von allen Kontinenten diskutieren, wie die Menschenrechte in Zeiten der Globalisierung effektiver durchgesetzt werden können. Auch der Vatikan war von Beginn an wesentlicher Akteur der Debatte.

Der UN-Menschenrechtsrat soll über die Einhaltung der Menschenrechte weltweit wachen, wozu alle UN-Mitglieder regelmäßig zur Lage in ihren Ländern Rede und Antwort stehen müssen. Der Rat beauftragt u.a. unabhängige Experten zur Untersuchung von angezeigten Menschenrechtsverstößen, die dann dazu Berichte veröffentlichen.

Neben Österreich wurden bei der Neubesetzung von 18 der 47 Sitze auch mehrere für ihre Menschenrechtslage umstrittene Staaten gewählt, darunter die Philippinen, Kamerun, Bahrain, Eritrea, Somalia und Bangladesch.
 
 
 
 

Die katholische Kirche in Österreich zieht sich mit ihren Vermögen aus allen Unternehmen zurück, die fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Erdgas fördern bzw. produzieren. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz am Freitag in einer Erklärung zum Abschluss ihrer dieswöchigen Frühjahrsvollversammlung in Reichenau an der Rax bekannt gegeben. "Kirchliche Finanzmittel dürfen keine zerstörerische Wirkung auf das Klima haben", unterstreichen die Bischöfe. Daher habe die Bischofskonferenz jetzt beschlossen, die Divestment-Erklärung im Rahmen des "Global Catholic Climate Movement" (GCCM) zu unterzeichnen und die ethischen Veranlagungsrichtlinien entsprechend anpassen. GCCM ist ein 2015 gegründeter Zusammenschluss verschiedenster katholischer Umweltgruppen aus allen Teilen der Welt.

Zusätzlich zum bereits bestehenden Ausschluss von Kohleförderung und Fracking in allen Vermögensklassen bedeute das konkret, dass die Kirche in den kommenden fünf Jahren mit ihren Geldveranlagungen aus allen Unternehmen aussteigt, die fossile Brennstoffe (Kohle, Öl, Erdgas) fördern bzw. produzieren.

Dieser Vollausstieg gelte für alle Diözesen, die Österreichische Bischofskonferenz und alle ihre Einrichtungen. Um die Anwendung und Interpretation der jetzt verschärften ethischen Veranlagungsrichtlinien zu sichern, wird zudem als neues Instrument eine Ständige Kommission eingerichtet, kündigten die Bischöfe an.

Als Reaktion auf die 2015 von Papst Franziskus veröffentlichte Enzyklika "Laudato si" hat die Österreichische Bischofskonferenz noch im selben Jahr mit der Umsetzung der Enzyklika begonnen und sich für eine nachhaltige und klimafreundliche Führung und Ausrichtung der Diözesen entschieden. Damit verbunden ist auch eine Wende hin zu erneuerbarer Energie.

Im Herbst 2017 wurde die "Richtlinie Ethische Geldanlagen" beschlossen. Die Kriterien der Richtlinien folgen dem Dreiklang einer ökumenisch-christlichen Ethik und lauten Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Die ethischen Veranlagungsrichtlinien bieten Bewertungen hinsichtlich Anlageformen wie Fonds, Derivative, Indexprodukte oder Rohstoffe wie Gold. Die Prinzipien des ethischen Investments lauten "Verändern - Fördern - Verhindern" und werden umgesetzt durch konkrete Ausschlusskriterien, den "Best-in-Class-Ansatz" im Blick auf besonders veranlagungs- und somit förderungswürdige Projekte und durch "Engagement" zwecks konkreter Einflussnahme auf Institutionen mittels Investitionen.

via: Kathpress

Ab 1. September machen die christlichen Kirchen in Österreich wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende der fünfwöchigen "Schöpfungszeit", finden österreichweit themenbezogene Veranstaltungen und Gottesdienste statt.

Seit 2015 ist der bereits davor ökumenisch begangene "Schöpfungstag" am 1. September offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kirchenkalender eingetragen. Der Tag sollte in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betonte Papst Franziskus. Damit griff er einen Impuls aus der orthodoxen Kirche auf, den der damalige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios I., bereits 1989 gesetzt hatte.

In Österreichs Kirchen hat die "Schöpfungszeit" bereits Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische Gottesdienste und Gebete, Wanderungen und eine "Schienenwallfahrt", die Aktion "Wir RADLn in die Kirche", Vorträge und Diskussionen.
 
 
 
 
 
 

Nicht jedem ist Militärseelsorge ein Begriff und manch einer mag sich vielleicht fragen: „Religion und Militär: Geht das überhaupt zusammen?“ Dabei gehört die Militärseelsorge zu den ältesten kategorialen Seelsorgeformen.

Soldatinnen und Soldaten bedürfen ob ihrer besonderen Lebensbedingungen auch einer konkreten und entsprechenden Form der Seelsorge. Diesen Auftrag der Kirche hat Papst Johannes Paul II mit der Apostolischen Konstitution Spirituali Militum Curae für die Ordnung der katholischen Militärseelsorge festgeschrieben. Die Verordnung setzte den bereits im Zweiten Vatikanischen Konzil gefassten Gedanken, dass die Seelsorge für Soldatinnen und Soldaten ein wichtiger Dienst der Kirche ist fort und legte den kirchenrechtlichen Grundstein für die Schaffung von Militärordinariaten auf der ganzen Welt.

Diesem Auftrag kommen wir als Katholische Militärseelsorge nach. Wir sind da für die rund 100.000 katholischen Soldatinnen und Soldaten im Österreichischen Bundesheer und Ihre Angehörigen.

Ansprache in schwierigen Situationen

Wir begleiten die uns anvertrauten Soldatinnen und Soldaten und haben immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen und Sorgen, sei es in der Kaserne, im Einsatz oder auch beim Auslandseinsatz. Seelsorge ist nicht immer an den Raum der Kirche gebunden, sie äußert sich für uns auch in kurzen Gesprächen in schwierigen Situationen.

Militärpfarrer haben aber auch einen ganz klassischen seelsorglichen Auftrag. Dieser äußert sich bei regelmäßigen Eucharistiefeiern mit den Soldatinnen und Soldaten, bei Taufen, Hochzeiten und Begräbnissen.

Ausbildung für Soldatinnen und Soldaten

Neben diesem seelsorglichen Dienst an den Soldaten wollen wir uns auch in kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen einbringen. Mit unserer Kompetenz, beispielsweise in Fragen der Militär- und Berufsethik, sind wir Ansprechpartner und unterstützen das Österreichische Bundesheer bei der Aus- und Weiterbildung seiner Soldatinnen und Soldaten.

Wir sind uns heute wieder bewusst, dass Friede nicht selbstverständlich ist. Für uns ist Friede letztlich Gabe Gottes, zugleich aber auch unser Auftrag.

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