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Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   

Wr. Neustadt/Militärakademie, 9. November 2007: Im Rahmen der Soldatenfirmung für Niederösterreich, Wien und Burgenland wurden vom Generalvikar Dr. Franz Fahrner über 40 Rekruten gefirmt, darunter 5 Schüler des Militärrealgymnasiums.
 
Die St.- Georgskathedrale war bis auf dem letzten Platz mit Gläubigen gefüllt um die Hl. Firmung mitzuerleben. Gespendet wurde dieses Sakrament vom MilGenVik Dr. Franz Fahrner in Konzelebration mit Dr. Harald Tripp (W), MMag. Alexander M. Wessely (B), MMag. Martin Steiner (NÖ 4 – Mautern), Mag. Siegfried Lochner (MilAk – Wr. Neustadt), EKR Mag. Ernst Faktor (NÖ 2 - Zwölfaxing) und Mag. Alfred Weinlich (NÖ 5 - Baden).
 
In seiner Predigt ging Dr. Fahrner auf die sieben Gaben des Hl. Geistes ein und auf ihre Anwendung im Alltag eines Soldaten. Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Bläsern der Militärmusik Burgenlands umrahmt und Prof. iR. Mag. Helmut Ebner ließ es sich auch zu seinem Geburtstag nicht nehmen, die Orgel zu spielen.
 
Um ein Zeichen der Verbundenheit mit ihren jüngeren Kameraden zu setzen, ministrierten 4 Zöglinge des Militärrealgymnasiums bei der Firmungsmesse. Das anschließende Mittagessen der Gefirmten mit ihrer Familie in den Speisesaal der Militärakademie rundete diesen feierlichen Vormittag ab.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus
   
Der Advent gilt als stillste Zeit im Jahr, viele stehen frühmorgens auf, um gerade in dieser Zeit die Rorate-Messe zu feiern. „Rorate“ bedeutet übersetzt „Tauet“ und stammt vom Eröffnungsgesang: „Tauet“ Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab“.
Am 22. Dezember 2011 umrahmte das Bläserensemble mit Militärgymnasiasten und Fähnrichen den Gottesdienst musikalisch.
 
Schon im 6. Jahrhundert nach Christi Geburt wurde von Papst Gregor dem Großen die Adventsliturgie in ihren Grundzügen festgelegt. Die 4 Wochen sollen symbolisch auf die 4000 Jahre hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten musste. Mit dem ersten Advent beginnt das Kirchenjahr. Hier wird das Rorate-Messe gefeiert. Sie ist eine Frühmesse zu Ehren der Gottesmutter Maria.
 
Solch Rorate-Messen werden in der St- Georgs-Kathedrale am frühen Mittwochmorgen um 6.30 Uhr gefeiert. Während früher die Menschen in der Dunkelheit des frühen Morgens schon mit brennenden Kerzen zur Kirche kamen, ist heute nur die Messe selbst eine „Lichtermesse“ ohne jedwedes elektrische Licht. Dadurch bekommt die Rorate-Messe einen sehr eigenen Charakter, der auf Weihnachten einstimmt.
 
Im Anschluss gab es das Frühstück mit dem Akademiepfarrer im schönen Gerichtssaal der Akademie.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Das „Kärntner Adventkonzert“ sprengte traditionellerweise - so wie alle Jahre wieder - den Platzbedarf in der St. Georgs Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Die musikalische Gestaltung oblag diesmal bereits zum vierten Mal dem Villacher Männerchor der „Sängerrunde Fellach Oberdörfer“ und erstmals der „Pittentaler Stubenmusik“. Obst i.R. Ing. Hugo Schuller trug wieder aus seiner eigenen Sammlung selbst geschriebener Mundartgedichte vor.
 
Schon eine Stunde vor Beginn füllte sich die St. Georgs Kathedrale mit den zahlreichen Besuchern bis auf die letzten Plätze. Nach den einleitenden Begrüßungsworten von Obst i.R. Hans Machowetz begann nach dem gemeinsamen Kreuzzeichen das Kärntner Adventkonzert.
Nach rund eineinhalb Stunden und 30 Chor-, Stubenmusik-, sowie Textbeiträgen folgten Dankesworte an die Mitwirkenden. Zuletzt erteilte der neue Militärbischof nach seinen anerkennenden Bemerkungen zum Konzertverlauf noch seinen bischöflichen Segen, ehe mit einer Zugabe der offizielle Teil des Konzertabends zu Ende ging.
 
Jetzt folgte das übliche Gedränge zur vorbereiteten Agape in der Aula Academica, bei dem u.a. der vom Chor mitgebrachte „Kärntner Speck“ das Speisenangebot natürlich entsprechend aufwertete. Nach einer ersten Stärkung stimmten die Angehörigen der Sängerrunde Fellach Oberdörfer – und das ist schon altgewohnte und beliebte Tradition der Kärntner Adventkonzerte – schier endlose „Zugaben“ an, die bis in die späten Abendstunden die dafür notwendige Ausdauer der verbliebenen Konzertbesucher noch reichlichst belohnte.
 
Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten und der Militärpfarrgemeinderat der St. Georgs-Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie veranstalteten im Beisein des Militärbischofes, Dr. Werner Freistetter, sowie des Präsidenten der AKS, Bgdr Mag. Martin Jawurek und des Kulturstadtrates der Stadt Wiener Neustadt, Franz Piribauer, MSc dieses alljährlich immer wieder besonders beliebte Kärntner Adventkonzert.
 
Die Sängerrunde Fellach Oberdörfer wurde 1931 gegründet und ist in den Villacher Stadtteilen rund um die Obere Fellach mit ihren rund 35 Sängern beheimatet. Ein Großteil der gesanglichen Auftritte wird vor Ort bestritten. Die "Pittentaler Stubenmusi" wurde 1996 aus einem Volksmusik-Ensemble der Franz Schubert-Musikschule gegründet.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent
   
Nach diesem Motto gestaltete der Rektor der St.-Georgskathedrale in Wiener Neustadt, Militärsuperior Mag. Siegfried Lochner, die feierliche Christmette. Eröffnet wurde sie mit dem Festlied „Herbei, o ihr Gläubigen“, während bei dem Einzug das Jesuskind zur Anbetung mitgenommen wurde. Die Pastoral-Messe (Missa brevis G-Dur) von Mozart wurde von Ars Musica zum Ordinarium des Gottesdienstes aufgeführt.
 
In seiner Predigt ging der Akademiepfarrer auf Elisabeth von Thüringen ein, die vor 800 Jahren in ihrer letzten Stunde sagte: „Lass’ uns über den Heiland, über das Christuskind sprechen, denn Mitternacht naht!“. In der Stille ihres Sterbens entdeckte sie die Nacht des Lichtes. Die Stille ist der Raum für Gottes Geburt, für Gottes Offenbarung; Stille bedeutet nicht nur Schweigen sondern eine innere Ordnung, den Sinn des Gewissens zu finden, die Hörfähigkeit für Gott zu entwickeln. Wir sind auf dem Weg das Kind zu suchen, heute hört man Gott als flehende Stimme eines Kindes, das ruft: „Nimm mich auf!“. Im Glauben wird das Licht entzündet, das auf den Weg zum Christuskind hinweist, wir werden zu einem Stern für die anderen. So können wir Licht empfangen und Licht geben als Wegweiser!
 
Ein sehr rührendes Erlebnis am Ende der Christmette war als „Stille Nacht, heilige Nacht“ in der mit Kerzen beleuchteten Kathedrale ertönte.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent
   
WR. NEUSTADT/MilAk: Nach längerer Rekonvaleszenz konnte der Militärbischof für Österreich und der seit 10 Jahren Bischof von Wiener Neustadt, Mag. Christian Werner, das Hochfest der Erscheinung des Herrn in der Georgskathedrale der Militärakademie feiern. Der 6. Jänner 2008 war wieder einmal ein großer Tag für die Pfarrangehörigen der Militärakademie: ihr Bischof feierte die Heilige Messe.
 
Gleich bei der Begrüßung dankte der Bischof von Wr. Neustadt dem Stadtchor von Wr. Neustadt für die musikalische Gestaltung. In seiner Predigt ging er auf die Anbetung Gottes ein: Die Liturgie der Kirche ermöglicht das Erscheinen des dreifaltigen Gottes in unserer Welt, das Aufstrahlen der Herrlichkeit Gottes, die sich in der selbstlosen Liebe verwirklicht. „Wir müssen bereit sein diese Liebe im alltäglichen Leben zu verschenken und das Evangelium zu allen Menschen zu tragen und Frieden zu bringen. Die Weisen aus dem Orient stellt die Welt der Suchenden dar und ihre Gaben sind Glaube, Hoffnung und Liebe“ so der Bischof.
 
Nach der Messe kamen die Chorangehörigen des Stadtchores Wr. Neustadt mit Obfrau Monika Erös und Leiterin Eva Weinschenk um Bischof Werner alles Gute zum neuen Jahr zu wünschen und unter dem Hl. Georg entstand ein nettes Bild zur Erinnerung.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent 
  
Am Samstag, dem 2. Februar, feiert die Katholische Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“, im Volksmund besser bekannt unter dem Namen „Mariä Lichtmess“. An diesem Tag werden traditionell die Kerzen gesegnet, die im Laufe des Jahres in der Kirche und in den Familien Verwendung finden. Tags darauf, am 3. Februar, ist der Gedenktag des heiligen Blasius, an dem der Blasiussegen erteilt wird.
 
Der „Blasiussegen“ wird mit zwei gesegneten Kerzen, die in Form des Andreaskreuzes vor Gesicht und Hals gehalten werden, gespendet. Mit den Segensworten wird um „Fürsprache des heiligen Blasius“ und „Schutz vor Halskrankheiten und allem Bösen“ gebeten. Blasius wurde im Osten seit dem 6. Jahrhundert verehrt. Seit dem 14. Jahrhundert wird Blasius den 14 Nothelfern zugerechnet. Der Legende nach soll der 316 durch Enthauptung getötete Blasius, der vor seinem Bischofsamt Arzt gewesen sein soll, einem Kind, das an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, durch seinen Segen geholfen haben.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   
 
Am 21. Februar 2008 lud Mag. Christian Werner, Militärbischof für Österreich, zu einem feierlichen Requiem in die St. Georgskathedrale der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt im Gedenken an Militärbischof Dr. Alfred Kostelecky und Militärdekan Prälat Alfred Hahn, das von Militärdekan Mag. Siegfried Lochner zelebriert wurde. Der Kirchenchor der Wiener Pfarre Mariahilf unter der Leitung von François Pierre Descamps sang zur Freude aller Besucher das wunderschöne Requiem von Gabriel Fauré. Das Bürgerkorps der Statutarstadt nahm auch an der Seelenmesse teil. In seiner Ansprache würdigte der Rektor der Kathedrale das Wirken des vor 14 Jahren verstorbenen Bischofs mit dem Wahlspruch „Der Friede ist das Werk der Gerechtigkeit“. Er musste in jungen Jahren vom Priesterseminar an die Front und nahm dies als Gottes Prüfung an, dabei spürte er die Gnade Gottes nach Ihm zu leben und sein Priester zu werden. Bei seiner Weihe stellte er klar, dass der Militärbischof keine Waffen segnet und nicht die Gewalt glorifiziert sondern jeden Menschen stärkt und tröstet, der im Frieden und in Krisenzeit die Sicherheit der Leute aufgetragen wurde. Es ist eine Selbstverständlichkeit sich für Österreich einzusetzen aber auch gegen die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft durch die Säkularisierung und die Suche nach Materialismus. Eine Gesellschaft kann nie ohne Gott leben, Friede und Gerechtigkeit für Österreich werden wir empfangen, wenn wir klar diese gottlosen Modelle verwerfen, dazu hilft die Fastenzeit. Im Anschluss gingen die Messbesucher noch zum bischöflichen Grab, bevor sie sich noch zu einer Agape trafen.
 
Ansprache von Militärdekan Mag. Siefried Lochner im Wortlaut:
I. Andächtige Christgläubige im Herrn!
 
Zu dieser Stunde am Vorabend vom Fest der Thronfeier des heiligen Petrus vor 14 Jahren wurde unser hochverehrter Militärbischof Dr. Alfred Kostelecky in seiner Wohnung am Stephansplatz zu Wien von einem schweren Herzinfarkt ereilt, an dessen Folgen er in der darauf folgenden Nacht – wohlvorbereitet mit den Sakramenten der heiligen Kirche - aus diesem Leben scheiden sollte.
 
Man sagt bisweilen, daß der Todestag eines Christen mitunter auch ein besonderes Licht auf die Ausdeutung seines Lebens wirft. Bei unserem lieben Verstorbenen ist dies mit Sicherheit der Fall. Wenn zu seinem großen Leidwesen manche seiner priesterlichen und leider  auch seiner bischöflichen Mitbrüder mit dem Strom gegen Rom ruderten, so war und blieb er mit jeder Faser seines Herzens dem ewigen Rom und dem Heiligen Vater treu.
 
In einer Zeit, da in Österreich die prophetische Enzyklika Paul VI. „Humanae vitae“ durch die sogenannte Mariatroster Erklärung relativiert wurde – wir erleben heute die tödlichen Folgen der Verhütungs- und Abtreibungsmentalität, die uns zu einem aussterbenden Volk gemacht hat - , da  selbsternannte Kirchenaufbegehrer ganz offen auf eine neue, romfreie Basiskirche hinarbeiteten, da liturgische Exzesse den Gottesdienst der Kirche oft bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten, blieb er für viele ratlose Katholiken ein Fels in der Brandung, an dem sie sich festhalten und aufrichten konnten.
 
Diese durch und durch „römische“ Haltung unseres verewigten Bischofs, die so ganz seinem treuen Charakter entsprach, wurde gewiß auch durch seinen Studienaufenthalt in der Ewigen Stadt unter dem großen Papst Pius XII. nachhaltig geprägt. Pius XII., den man aufgrund der Malachiasweissagung auch sehr treffend den „Pastor Angelicus“, den engelgleichen Hirten nannte, und dessen Todestag sich heuer im Oktober zum 50sten Male jährt, hatte sich zum Wahlspruch seines Pontifikates die Worte gewählt: „Opus Justitiae Pax“ – der Friede ist das Werk der Gerechtigkeit. Doch gerade dieser Papst, der den Frieden buchstäblich als seinen Namen trug – Pax – Pace – Pacelli – musste mitansehen, dass seine dramatischen Friedensappelle im Jahre 1939 von den Mächtigen dieser Welt in den Wind geschlagen wurden: „Nichts ist mit dem Frieden verloren, aber alles kann verloren sein mit dem Krieg!“
 
Wie sehr haben sich diese Worte des vielgeschmähten Heiligen Vaters in den kommenden Jahren und Jahrzehnten  doch  tieftragisch und schicksalhaft bewahrheitet, auch an unserem lieben Bischof Alfred, der nun aus der Stille des Priesterseminars in den Lärm der Waffen einberufen wurde und die Klerikersoutane mit dem feldgrauen Waffenrock tauschen musste!
 
Pius XII. konnte den Ausbruch des Krieges mit all seinen schrecklichen Folgen nicht verhindern, Alfred Kostelecky aber und Millionen seiner Altersgenossen mussten diese ertragen! Und er ertrug sie mit einer bewundernswerten christlichen Haltung. Die vielen an seine geliebte Mutter gerichteten Feldpostbriefe geben davon beredtes Zeugnis. So schreibt er im November 1940, dass es ihn letztlich wenig rühre, weil er vom Unteroffizier zu den „Zackigen“ in der Gruppe gezählt wird, da es ihm nur wichtig sei, zur Ehre Gottes seine Pflicht tadellos zu erfüllen. So schwer es ihm auch gefallen sein mag, aus dem Seminar an die Front zu gehen, Bischof Kostelecky nahm diese für ihn so schwerwiegende Herausforderung seines jungen Lebens als Prüfung Gottes an. Er lief nicht wie andere  davon, er entzog sich ihr nicht mit mancherlei fadenscheinigen Ausflüchten, sondern der 21-jährige blickte ihr klar ins Auge, wenn er im Juli 1941 an seine Mutter schrieb: „Ich bin in Gottes Hand, und sein Wille ist mir heilig. Er führt mich überall richtig. Nur um die Gnade müssen wir beten, dass ich seinen Willen immer recht erkenne und dann auch die Kraft habe, danach zu handeln. Wenn es sein Wille ist, wird er mich ins Heiligtum führen und mich recht viel für sein Reich wirken lassen und für das Heil der Seelen unermüdlich arbeiten lassen. Ich hätte die Sehnsucht in mir, und sie ist jetzt wieder erwacht und wächst in mir, sein  heiliger Priester zu werden“.
 
Vor diesem Hintergrund nimmt es nicht weiter Wunder, dass Bischof Alfred später sein  Wirken beim Österreichischen Bundesheer unter einen ähnlichen Wahlspruch stellte, wie der große Papst es vor ihm  tat: „Pax et justitia“, Friede und Gerechtigkeit war sein Programm.
 
Angesichts organisierter linkskatholischer Proteste bei seiner Bischofsweihe 1986 betonte daher der damalige Erzbischof Groer in seiner Predigt, „dass der Militärbischof nicht dazu gesendet sei, Waffen zu segnen, den Krieg zu heiligen oder irgendeine Art der Gewalt zu glorifizieren. Vielmehr sei er dazu da, jene Menschen zu stärken, innerlich aufzurichten und zu trösten, denen im Frieden und in Krisenfällen die Verantwortung für Leben und Sicherheit der Bürger unseres Landes auferlegt ist.“ Daß unser lieber Verstorbener dieser seiner Sendung vollauf gerecht wurde, wissen alle, die sich heute Abend in trauernder Dankbarkeit zu diesem Jahrtagsrequiem eingefunden haben.
 
 
II.
 
Wir müssen uns aber im Geiste Bischof Kosteleckys fragen, wie es heute um Frieden und Gerechtigkeit in unserem Land, in Europa und der Welt bestellt ist. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Friede und Gerechtigkeit die Liebe  zu Gott und zum Vaterland als den letztverpflichtenden Gütern des Menschen, voraussetzen. Deshalb hat Bischof Kostelecky im Gedenkjahr 1988 eindringlich an diese notwendige Bereitschaft erinnert, für die Selbständigkeit Österreichs einzustehen,  „damit künftige Generationen wissen, was Freiheit, Unabhängigkeit und Selbständigkeit ist, damit sie wissen, dass es wert ist, für dieses Land einzutreten, sich einzusetzen, selbst mit der Hingabe des Lebens“. Wo sich aber einmal die Grundzüge der eigenen Identität verflüchtigen, die geistigen und kulturellen Werte der Familie, der Heimat mehr und mehr auflösen, wird niemand mehr die Sinnhaftigkeit des Einsatzes für die „res publica“ erkennen, geschweige denn zu ihrer militärischen Verteidigung bereit sein. Zügellosigkeit, Bequemlichkeit und Denkfaulheit werden dann jene höchsten Wertvorstellungen verdrängen, die der Natur von Mensch und Staat entsprechen und die Grundlage von Frieden und Gerechtigkeit bilden.
 
Unser Heiliger Vater hat diese aktuelle Problematik in seiner Ansprache vom 24. Jänner an die Slowenische Bischofskonferenz direkt beim Namen genannt, wenn er auf die tiefgreifenden Veränderungen in diesem Land hinweist, die sich durch seinen Beitritt zur Europäischen Union ergeben haben, und die durchaus auch für Österreich Geltung haben. Er stellt fest, dass man hinsichtlich der europäischen Wertmaßstäbe wohl zu optimistisch war und Probleme und Gefahren verschwieg. Denn die Humanismen sind nicht alle gleich, am wenigsten in moralischer Hinsicht. Das Menschenbild, das man übernimmt, hat unterschiedliche Folgen für das bürgerliche Zusammenleben. Der Heilige Vater äußert sich besorgt über die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft durch den gottlosen westlichen Säkularismus, die vielfach subtiler sei wie im Marxismus, und benennt dabei ausdrücklich die unaufhaltsame Suche nach materiellen Gütern, die abnehmende Geburtenzahl, den Schwund der religiösen Praxis und die spürbare Abnahme der Berufungen zum Priestertum und zum gottgeweihten Leben. Und er stellt fest, dass es die Aufgabe jeder Generation sei,  sich zu entscheiden für das Leben und das Gute oder für den Tod und das Böse.
 
 
III.
 
Österreich ist also heute  vor die Wahl gestellt, sich entweder dem Diktat von willkürlichen Mehrheiten und Interessengruppen zu beugen, oder sich Gott, dem Quell und Richter alles Guten zu unterwerfen. Diese Wahl wird immer dringlicher, je mehr die antichristlichen Mächte    bestrebt sind, eine Wirtschaft ohne Gott, ein Recht ohne Gott und eine Politik ohne Gott durchzusetzen. Denn eine Gesellschaft kann niemals religiös neutral bleiben: Entweder sie respektiert Gott, oder sie stellt jemand anderen auf seinen Platz!
 
Am 4. Oktober 1992 feierte Bischof Kostelecky in der Wiener Votivkirche eine Gedenkmesse zum 100sten Geburtstag von Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß, den er bei dieser Gelegenheit als „Märtyrerkanzler“ für die Freiheit Österreichs bezeichnete. Seine dabei zitierte Stellungnahme des Bundeskanzlers zum Nationalsozialismus hat bis heute nichts an Aktualität verloren, wenn es darum geht, sich als Katholik und Christ grundsätzlich zu positionieren und gottlosen Ideologien und Gesellschaftsmodellen ein klares „Nein“ entgegenzuschleudern:  „Macht einen Trennungsstrich! Wollt ihr mit diesem Verbrechertum irgendetwas gemeinsam haben? Ich appelliere an Euch, restlos und klar den Trennungsstrich gegenüber einer Weltanschauung, aus der heraus solche Methoden möglich sind, zu ziehen. Diesen Methoden gegenüber gibt es nur eine Stellungnahme und die ist: Ich bin dagegen! Wer das nicht eindeutig sagt, ist mitschuldig.“
 
Meine Lieben, diese Worte fordern in ihrer Radikalität auch heute einen klaren Trennungsstich, wenn wir sehen, wie sich der Mensch allen Ernstes einbildet, selbst die Stelle Gottes einnehmen zu können, an den er nicht mehr glaubt, und damit Friede und Gerechtigkeit in seinem Wahnsinn zusehends zerstört.
 
Denn Friede und Gerechtigkeit werden zerstört durch subtil verbrämte Raubkriege zur vermeintlichen Sicherung der eigenen Zukunft auf Kosten anderer;
Friede und Gerechtigkeit werden zerstört durch die Vergötzung des Geldes, wenn Wirtschaftswachstum zum Selbstzweck wird ohne Rücksicht auf die arbeitenden Menschen und die begrenzten Ressourcen auf unserem Planeten.
Friede und Gerechtigkeit werden zerstört, wenn  Ehe und Familie systematisch ruiniert werden;
Friede und Gerechtigkeit werden zerstört, wenn das Leben Ungeborener, Alter und Kranker straflos vernichtet und ausgelöscht werden darf.
Friede und Gerechtigkeit für unser Österreich können wir nur empfangen und erhalten, wenn wir zu diesen gottlosen Ideologien und Gesellschaftsmodellen der Gegenwart einen klaren Trennungsstrich ziehen und uns wieder mit all unseren Kräften zuerst  Gott zuwenden. Zu dieser Umkehr ruft uns die Fastenzeit, wenn sie uns daran erinnert, das vielschichtige Problem des Bösen nicht auf die anderen abzuladen, auf die Gesellschaft oder gar auf Gott, sondern die eigene Verantwortung dafür anzuerkennen und sie bewusst auf sich zu nehmen. So verstanden ist jeder einzelne von uns in der Lage, seinen Beitrag zu Frieden und Gerechtigkeit in Österreich zu leisten, denn der wahre Friede ist ja primär die Frucht jener Gerechtigkeit, Gott zu geben was Gottes ist, und dem Kaiser, dem Vaterland, dem Mitmenschen, was diesen zusteht.
 
 
IV.

Bei seiner Ansprache in der Hofburg hat unser Heiliger Vater im September des vergangenen Jahres darauf hingewiesen, wieviel unser Österreich dem christlichen Glauben und seiner reichen Wirkung in den Menschen verdankt. Es müsse daher unser aller Anliegen sein, nicht zuzulassen, dass eines Tages womöglich nur noch die Steine hierzulande vom Christentum reden würden, da ein Österreich ohne lebendigen christlichen Glauben nicht mehr Österreich wäre, und, ich möchte hinzufügen, es gäbe dann auch auf Dauer nichts mehr zu verteidigen in diesem Lande, nichts mehr, wofür der Soldat ernstlich sein Leben einsetzen könnte.
 
Meine Lieben, Bischof Alfred hat uns mit seinem aufopferungsvollen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit ein verpflichtendes Vermächtnis hinterlassen. Wir können auf ihn die Worte der großen Dichterin und Konvertitin Gertrud von le Fort, einer preußischen Offizierstochter, anwenden:
 
„Unser Edelgut ist längst geborgen, es hat nur den Raum und die Gestalt vertauscht:
Wie Abendrot geht es vor unsern Tränen unter,
wie Morgenrot geht es vor unseren Seelen wieder auf.-
Wer will uns das Geliebte aus den Seelen reißen?“
 
Wir Zurückgebliebenen aber wollen auf der uns noch verbleibenden Straße unseres Lebens den Blick auf Maria richten und sie bitten: Zeige uns, wie unserem Bischof Alfred, den wir deiner mütterlichen Fürbitte anempfehlen, den Weg zum Reiche Christi. Stern des Meeres, leuchte uns und führe uns auf unserem Weg so wie du ihn geführt hast. Amen.
 
 

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   

Mit der schönsten Sonne konnte der Gottesdienst zum Palmsonntag im Burghof der Militärakademie beginnen. Im Zeichen des Einzuges Jesu in Jerusalem - Zum Zeichen seines Königtums streute das Volk damals Palmzweige und jubelte – steht der Sonntag vor Ostern und führt das österliche Erlösungswerk in der Katholischen Kirche einschließlich des Karsamstag zum Osterfest hin.

Am Palmsonntag beginnt die hl. Messe mit der feierlichen Palmweihe. Im Gedenken an Jesu wird in einer feierlichen Palmprozession das Kreuz in die Kirche getragen, begleitet von der Gemeinde, die in ihren Händen Palmkätzchenzweige hält. Erstmals in der Karwoche wird am Palmsonntag die Passion Jesu, das Leiden und Sterben des Herrn, verkündigt. Die Liturgie dieses Sonntags führt die Christen vom Jubel beim Einzug Jesu in Jerusalem bis zum Rufe „Kreuzige Ihn“ und zum Tod.

Die Kreuze in den Kirchen, an Marterln und in Kapellen sind derzeit mit Stoffen verhüllt. Hinter dieser kirchlichen Tradition steht der Gedanke, dass das, was dem Gläubigen kostbar ist - nämlich das Kreuz - verdeckt werden soll, um am Karfreitag enthüllt und verehrt werden zu können. Es handelt sich dabei also um eine Art „Augenfasten". Durch das „Weglassen" soll eine höhere Aufmerksamkeit entstehen.

„Wir haben Jesus bei der Prozession begleitet, dies können wir jeden Sonntag auch tun, wenn wir ‚Hochgelobt der da kommt im Namen des Herrn, Hosanna in der Höhe!’ mitbeten“, sagte der MilDekan Mag. Siegfried Lochner am Ende seiner Ansprache.

Nach der Messe am Palmsonntag nehmen die Menschen die Zweige mit nach Hause, wo sie für gewöhnlich hinter das Kruzifix gesteckt werden. Hier sollen sie vor allem positive Effekte für den Schutz des Hauses haben.

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent 
  
Wr. Neustadt - Sankt Georgskathedrale: Mit dieser lautstarken Antwort „Wir sind bereit“ erneuerten öffentlich die Priester und Diakone der Militärdiözese ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst vor ihrem Bischof. Die Heiligen Öle wurden auch am 17. März 2008 geweiht, die an alle Pfarrgemeinden der Militärdiözese für die Sakramentenspendung in den nächsten zwölf Monaten verteilt werden.
 
Am Montag der Karwoche lud der Militärbischof für Österreich, Mag. Christian Werner, seine Priester und Diakone zur Konzelebration der Chrisammesse in die St. Georgskathedrale der Militärakademie in Wiener Neustadt. Mit GenMjr Mag. Norbert Sinn an der Spitze besuchten zahlreiche Soldaten den Gottesdienst, der als vorösterlichen Gottesdienst der Garnison gestaltet wurde.
 
„Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt“, mit diesen Worten des Propheten Jesaja (Jes 61,1-2: 1. Lesung dieser Messe), der Christus, den Hohenpriester des neuen Bundes, angekündigt hat, begann der Bischof die Liturgie, wo die liturgischen Öle (Chrisam, Katechumenenöl, Krankenöl) geweiht wurden.
 
Wegen seiner wohl tuenden Wirkungen ist das Öl in der Heiligen Schrift Sinnbild für Gesundheit, Freude, Kraft des Geistes, Glück des Friedens. Die Ölweihe steht allein dem Bischof zu. Chrisam wird verwendet bei Taufe und Firmung, der Priesterweihe und Bischofsweihe, auch bei der Weihe eines Altars oder der Segnung von Glocken. Das Krankenöl wird für die Krankensalbung benötigt, das Katechumenenöl für eine Salbung der Katechumenen bzw. des Täuflings vor dem eigentlichen Taufakt.
 
„Habt Dank für Euren Dienst!“, sagte Bischof Werner zu seinen Geistlichen und „Kommt an einen einsamen Ort und ruht euch aus!“(Mk 6,31). „Wenn man bedenkt in welchen Wüstengegenden die Apostel das Evangelium verkündet haben“ fuhr er weiter „versteht man den Einsatz eines Militärseelsorgers im Tschad, habt Mut, seid gewissenhafter Verwalter des Bußsakramentes, wo das Erbarmen Gottes im Mittelpunkt steht, bringt Opfer der Liebe für die Kirche!“. Weiters wandte er sich an die Ordensleute, an die Religionslehrer und an die Pfarrgemeinderäte mit der dringlichen Bitte Zeugnis abzulegen und die Menschen zum Sonntagsgottesdienst mitzureißen, ihn nicht als lästige Pflichterfüllung zu betrachten sondern einfach Gott zu genießen. Als Soldat müsse man den Frieden persönlich leben und bringen. „‚Jugend-Bischof’ Dr. Franz Lackner von Graz hat seine priesterliche Berufung während seines Einsatzes in Zypern erlebt“, fügte der Militärbischof als Beispiel hinzu und bat um geistliche Berufe!
Schließlich wies er auf Maria hin, die von uns allen treue Abbilder ihres Sohnes möchte.
 
Die Schola quasi modo geniti des Wiener Schottenstiftes, ein Bläserensemble der Militärmusik Oberösterreich und Prof. Mag. Manfred Berger an der Orgel machten den Gottesdienst zusätzlich noch zu einem Hörgenuss.
 
Nach der Messe erhielt der Zeremoniär (an die 290 Gottesdienste im Jahr!) und Ministrantenausbilder der Kathedrale, Herr Friedrich Michael Windbichler, für seine 10-jährige freiwillige, gewissenhafte und umsichtige Tätigkeit die goldene Verdienstmedaille vom Orden des Heiligen Georg vom Militärbischof verliehen.
 
 

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag. Serge Claus, Pressereferent   

Das Triduum Paschale in der Sankt-Georgskathedrale

Wr. Neustadt St.-Georgs-Kathedrale: „Wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ (Röm 6,3-5). Mit großer Freude wurde in der Osternacht, dem ursprünglichsten Tauftermin der Christen, das Sakrament der Taufe an Wachtmeister Deni Djordjevic von seinem Religionslehrer, MilDekan Mag. Siegfried Lochner, gespendet.

Die Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu in den „Hl. Drei Tagen“ Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag ist der Höhepunkt des Kirchenjahres und das Kernstück des christlichen Glaubens. Diese drei Tage gelten als liturgische Einheit und werden als „Österliches Triduum“ (Triduum paschale) bezeichnet.

Mit dem Gründonnerstag endet die 40-tägige Fastenzeit. Der abendliche Gottesdienst zum Gedenken an das Letzte Abendmahl und die Gefangennahme Jesu erinnert auch an die Einsetzung des Eucharistiesakraments. Nach dem Gloria verstummen die Glocken, von denen der Volksmund sagt, sie seien „nach Rom geflogen“, bis zur Osternacht. Das Schweigen der Glocken deute auf die Flucht und stumme Wortlosigkeit der Apostel hin. Orgel und Glocken als Zeichen des Triumphs schweigen ebenso wie die Messglocken der Ministranten. An ihre Stelle werden die Ratschen treten.

Der Karfreitag (kara, althochdeutsch = Trauer, Klage) ist der Tag der Kreuzigung und des Todes Jesu. Abends wurde eine Kreuzwegandacht gehalten und die Karfreitagsliturgie gefeiert. Diese umfasst drei Teile, nämlich den Wortgottesdienst, die Kreuzverehrung und die Kommunionfeier. Der Karfreitag ist der einzige Tag, an dem weltweit in der katholischen Kirche keine Eucharistiefeier gehalten wird. Die Gläubigen empfangen die am Vortag konsekrierten Hostien.

Die Auferstehungsfeier am Karsamstag bildet gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss der Liturgie der „Hl. Drei Tage“. Gefeiert wird die Auferstehung Jesu, das Fundament christlichen Glaubens. Bei der Osternachtsfeier wird im Freien ein Feuer entfacht, an dem die Osterkerze, ein Sinnbild für den Auferstandenen Christus, entzündet wird. Die Osterkerze wird mit dem dreimaligen Ruf „Christus, das Licht“ in die Kirche getragen. Die Prozession mit der brennenden Osterkerze in die finstere Kirche soll an die Feuersäule, die den Israeliten den Weg in die Freiheit wies, erinnern, sowie an das Wort Christi „Ich bin das Licht der Welt“. Die Gläubigen entzünden ihre mitgebrachten Kerzen an der Osterkerze. Danach folgt das „Exsultet“, der älteste Lobpreis auf die christliche Osternacht. Im Wortgottesdienst wird die Lesung vom Durchzug durch das Rote Meer vorgetragen. Er wurde immer als Bild für die Taufe verstanden. Nach den alttestamentlichen Lesungen erklingt wieder das Gloria, das während der ganzen Fastenzeit nicht gesungen wurde. Auch die Orgel ertönt wieder und es läuten alle Glocken. Daran schließt sich unmittelbar die Tauffeier an, die mit der Allerheiligenlitanei eröffnet wird. Ursprünglich war die Osternacht der einzige Tauftermin in der Kirche. So wie Christus durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen hatte, traten die Täuflinge in der Osternacht in ihr neues Leben als Kinder Gottes ein. Die Taufbewerber hatten sich über lange Zeit vorzubereiten und wurden während der Fastenzeit besonders intensiv im christlichen Glauben unterwiesen.

Der Weg zur Glaubensfindung ist auch an der Militärakademie möglich, für einen Wachtmeister wird heuer nicht nur das positive Zeugnis des 3. Semesters am BRGfB sondern die Lebensentscheidung für die Katholische Kirche die Krönung darstellen. „Aus eigenem Interesse besuchte ich freiwillig den Religionsunterricht und durch Gespräche mit dem Religionslehrer habe ich dann zur katholischen Religion gefunden„ schildert der MilAk-Schüler seine Entscheidung. In der Georgskathedrale während der Osternachtfeier empfing der aus Zagersdorf (Burgenland) stammende BRGfB-Frequentant Wm Deni Djordjevic aus den Händen seines Religionslehrers, MilDekan Mag. Siegfried Lochner, die Sakramente der Eingliederung in die Katholische Kirche, die hl. Taufe, die hl. Firmung und die erste hl. Kommunion, wie es dem frühchristlichen Brauch der Erwachsenen Taufe entspricht. In der Vorfreude auf die geplante Fahrt der Religionsgruppe nach Rom nahm Wm Djordjevic den zusätzlichen Taufnamen „Benedikt“ an. Dieser seltenen Zeremonie wohnten auch seine Freundin und seine ganze Familie bei. Einige Klassenkameraden waren auch zu dem Anlass nach Wr. Neustadt gefahren und als Pate fungierte sein langjähriger Kamerad Wm Nedeljko Katava.

"Deswegen gehört die Taufe zur Osternacht; das wird auch in dieser Feier unterstrichen durch die Spendung der Sakramente der christlichen Initiation an einige Erwachsene aus verschiedenen Ländern. Die Taufe bedeutet genau dies, dass wir nicht von einem vergangenen Ereignis reden hören, sondern dass ein weltgeschichtlicher Durchbruch zu mir kommt und nach mir greift. Taufe ist etwas ganz anderes als ein Akt kirchlicher Sozialisierung, als eine etwas altmodische und umständliche Form, Menschen in die Kirche aufzunehmen. Sie ist auch mehr als eine bloße Abwaschung, als eine Art seelischer Reinigung und Verschönerung. Sie ist wirklich Tod und Auferstehung, Wiedergeburt, Umbruch in ein neues Leben hinein."( Papst Benedikt XVI am 15. April 2006 - Osternachtfeier).

Die schon getauften Christen erneuern ihr Taufversprechen. mit brennenden Kerzen in den Händen und werden anschließend mit dem soeben gesegneten Wasser besprengt. Den Höhepunkt der Osternachtfeier bildet die Eucharistiefeier. Der Apostel Paulus schreibt im Ersten Korintherbrief: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube nutzlos.“ So wird das Osterfest nicht nur an seinem Jahrestag, sondern auch jede Woche – nämlich am Sonntag – immer von neuem gefeiert.

Die Segnung der Osterspeisen (Osterschinken, Brot, Salz, Eier, Kren, süßer Osterfladen und Apfel) und der ganzen Gemeinde lässt diesen feierlichen und frohen Gottesdienst ausklingen. Die Osternachtliturgie wurde durch den Organisten Oskar Neuberger, einem Bläserquartett aus Grünbach und einer Choralschola der Fam. Dr. Jeindl feierlich umrahmt.

Am Ostersonntag feierte der Militärbischof für Österreich, Mag. Christian Werner, ein Pontifikalamt. In seiner Predigt wies er besonders auf den persönlichen Mut und die Notwendigkeit für jeden Christen den christlichen Glauben in der eigenen Familie und im Arbeitsalltag zu leben und zu bezeugen. Diesmal gestaltete die Familie Imre mit Gfr Sprinzl an der Trompete musikalisch den Gottesdienst.

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