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Militärbischof Werner Freistetter sprach im Rahmen der Jahresversammlung der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg zum Thema „Kirche und Krieg – Theologische Zugänge 1914/15 – „Ein großer Teil der Theologen hat in die Kriegstheologie eingestimmt, den Krieg religiös überhöht und legitimiert.“

„Es ist heute von großer Wichtigkeit, das Friedensprojekt Europa wieder verstärkt in den Fokus zu rücken.“, dafür plädierte Militärbischof Werner Freistetter am Mittwochabend im Rahmen der 16. Jahresversammlung der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg im Augustinussaal des Stifts Klosterneuburg. „Insbesondere die jüngeren Generationen können sich heute ein Europa im Unfrieden nicht mehr vorstellen.“ Die wichtige Funktion der Europäischen Union als Friedensprojekt sei deshalb für viele gar nicht mehr präsent. Umso wichtiger sei es aber, gerade in Zeiten von neu aufflammenden Nationalismen, „das europäische Zusammenrücken den Jungen wieder näherzubringen.“ In seinem Vortrag mit dem Titel „Kirche im Krieg – Theologische Zugänge 1914/15“ stellte der Militärbischof Texte von vier Theologen der Zeit vor: „Der große Teil der Theologen der Zeit hat in die Kriegstheologie eingestimmt, den Krieg religiös überhöht und legitimiert.“

Freistetter begann mit dem Apostolischen Feldvikar Emmerich Bjelik, der während des 1. Weltkriegs Leiter der katholischen Militärseelsorge in der k. u. k.-Armee war. In dieser Funktion wandte sich Bjelik 1914 in einem Hirtenbrief, der von „patriotischem Pathos“ und „religiösen Legitimationsfiguren“ gekennzeichnet war, an die Katholiken des Landes. Die klare Parteinahme, die ethische und theologische Legitimation des Kriegs, moralische Appelle an die Soldaten, die Bitte um Gottes Hilfe im Krieg sowie der Einsatz für die gemeinsame Sache sind Elemente, die sich auch in vielen anderen Predigten und Hirtenbriefen der Zeit finden. Nach der anfänglichen Kriegseuphorie haben sich Bjelik Schwerpunkte allerdings verschoben. Die Thematik der religiösen Legitimation tritt zurück, zentrale Perspektive ist nun die leidvolle Situation der Soldaten sowie der Trost durch Religion in schwerer Zeit.

Als zweiten Theologen stellte Freistetter Joseph Jatsch vor. Jatsch war katholischer Theologe und Professor für Pastoraltheologie in Prag. Auch Jatsch zeigte sich davon überzeugt, dass es sich beim 1. Weltkrieg letztendlich um einen gerechten Krieg aus Perspektive Österreich-Ungarns handle, wenn auch er sich durchaus bewusst war, dass der Krieg „eine der furchtbarsten Geißeln der Menschheit“ sei.

Die diplomatischen Friedensinitiativen Papst Benedikts XV., seine Verurteilung des sinnlosen Blutvergießens, sein wiederholtes öffentliches Plädoyer für die Rückkehr zum Verhandlungstisch, für Dialog und Orientierung am internationalen Recht konnten den Heiligen Stuhl in der Öffentlichkeit als „Friedensmacht“ etablieren, so Freistetter.

Als vierten Autor ging der Militärbischof auf den reformierten Theologen Karl Barth, der im Gegensatz zur problematischen Haltung fast aller Theologen seiner Zeit die Kriegstheologie strikt ablehnte und heftig kritisierte, ein. Sein theozentrischer Ansatz, die Orientierung an Gott von Gott her sei für viele, insbesondere evangelische Theologen tatsächlicher Anstoß zur Neubesinnung nach dem 1. Weltkrieg geworden, schloss der Bischof seinen Vortrag.

Organisiert wurde der Vortragsabend von der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg, dem Träger des Pius-Parsch-Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie. In einem zweiten Vortrag stellte der Liturgiewissenschafter und Präsident der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft, Andreas Redtenbacher, Teile aus dem Kriegstagebuch von Pius Parsch vor. Parsch hatte sich freiwillig als Feldkurat für den Kriegsdienst gemeldet und in seinen Aufzeichnungen den Alltag als Militärgeistlicher innerhalb der k. u. k. Armee eindrucksvoll zusammengefasst.

Curt Bowers war als freikirchlicher Militärkaplan 1965 mit der 101. US-Luftlandedivision im Vietnamkrieg im Einsatz und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Silver Star.

Die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes vom 13. bis 19. Mai 2020 wird nicht stattfinden. Der Gastgeber der Wallfahrt, der französische Militärbischof, Antoine de Romanet, hat die Wallfahrt am heutigen Donnerstag aufgrund der Coronavirus-Epidemie abgesagt. Er habe diese Entscheidung gemeinsam mit den beiden internationalen Ko-Direktoren und den Organisatoren der Wallfahrt getroffen, hieß es in der E-Mail, die auch die Österreichische Katholische Militärseelsorge erhalten hat.

Pilgerinnen und Pilger, die sich bereits für die Wallfahrt angemeldet haben, erfahren alles Weitere in den nächsten Tagen. 

Der Katholische Militärbischof Werner Freistetter, und der Militärgeneralvikar, Leszek Ryzka, bedauern, dass die Wallfahrt in diesem Jahr ausgesetzt werden muss. Die Gesundheit aller geht aber in jedem Fall vor

Mit dem Requiem am 12. Jänner in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt wurde das Maximilianjahr feierlich eröffnet. ORF Niederösterreich berichtete darüber in seiner Nachrichtensendung "Niederösterreich Heute" um 19 Uhr unter „Wiener Neustadt feiert Kaiser Maximilian l."

Josef Menke (1890-1975) war drei Jahre als katholischer Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg mit der 5. Landwehrdivision in Frankreich im Einsatz.

Menke, der 1914 zum Priester geweiht wurde, war anfangs noch als Sanitätssoldat eingesetzt, bevor er im Juni 1915 zum Feldgeistlichen der 5. preußischen Landwehrdivision ernannt wurde. Bis zum Juli 1918 war Menke Feldgeistlicher der Division, die im Raum zwischen Maas und Mosel eingesetzt wurde und an den Kämpfen um Verdun teilnahm. 

In der Soldatenkirche in der Grazer Belgierkaserne wurde am 8. Jänner eine Statue der Muttergottes im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes aufgestellt. Die Statue- eine Kopie des Gnadenbildes von Mariazell- wurde am 21. Dezember anlässlich einer Friedenswallfahrt der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten Steiermark nach Mariazell mit der originalen Gnadenstatue berührt. Militärkaplan, Abt Philipp Helm vom Stift Rein leitete den Gottesdienst, der von einem Ensemble der Militärmusik Steiermark festlich umrahmt wurde.

21. Dezember ist Gründungstag von Mariazell.

Die Arbeitsgemeinschaft Katholische Soldaten (AKS) und die Engelbert-Kolland-Gemeinschaft (EKG) machten sich mit ihrer Kopie der Mariazeller Muttergottes am 21. Dezember 2018 auf den Weg zur Basilika nach Mariazell. Dort fand die Berührung der Statue mit dem Original statt.

Der Legende nach sandte Abt Otker vom Benediktinerkloster St. Lambrecht im Jahre 1157 einen Mönch namens Magnus in die Mariazeller Gegend, die zum Besitz des Klosters gehörte. Jener Mönch sollte die Seelsorge der dort lebenden Menschen übernehmen. Mit Erlaubnis des Abtes durfte er seine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue auf die weite Reise mitnehmen.

Am Abend des 21. Dezember versperrte ihm nahe des Zieles ein Felsblock den Weg. Magnus wandte sich Hilfe suchend an die Muttergottes, worauf sich der Felsen spaltete und den Weg freigab. Am Ziel angekommen, stellte der Mönch die Statue auf einen Baumstrunk und begann eine "Zelle" zu bauen, die als Kapelle und gleichzeitig als Unterkunft für ihn selbst diente. Maria in der Zelle gab dem Ort seinen Namen.

Die Marienstatue wurde zum berühmten Gnadenbild, das noch heute als Magna Mater Austriae, als große Mutter Österreichs, verehrt wird.

Ein Bericht der AKS Steiermark

Ein Requiem für Maximilian I., gefeiert durch Militärbischof Werner Freistetter, bildete am Samstag, 12. Jänner den Auftakt zum Maximilianjahr in Wiener Neustadt. In der St. Georgs Kathedrale, Maximilians Taufkirche und auch dem Ort, an dem er, auf eigenem Wunsch beigesetzt wurde, fanden sich zahlreiche Gäste aus Gesellschaft, Kirche, Politik und dem Militär ein, um anlässlich seines 500. Todestags dem „letzten Ritter“ zu gedenken.

„Maximilians Sehnsucht nach Gedächtnis spiegelt sich in seinem Grabmal in Wiener Neustadt, in der Innsbrucker Hofkirche, im Schloss Ambras wieder, das Gedächtnis der Menschen ist aber sehr veränderlich, was sich auch in den zahlreichen Veränderungen baulicher Art hier aber auch Innsbruck wiederspiegelt. Gottes Gedächtnis an seine Geschöpfe hingegen ist jene Unvergänglichkeit, nach der wir uns sehnen.“, betonte Militärbischof Werner Freistetter in seiner Predigt vor über 300 Mitfeiernden; unter ihnen der Kommandant der Theresianischen Militärakademie, Generalmajor Karl Pronhagl und viele Angehörige der Akademie, der Bürgermeister von Wiener Neustadt mit Mitgliedern der Stadtregierung, zahlreiche historische Vereine, der Präsident des Apostolat Militaire International (AMI, der internationale Zusammenschluss katholischer Soldatenverbände und der Militärseelsorge), Vize-Admiral i.R. Mathieu Borsboom. Auch das Oberhaupt des Hauses Habsburg, Karl Habsburg-Lothringen, wohnte den Feierlichkeiten bei.
Kaiser Maximilian hatte einen großen Wunsch nach Bleibendem. Werner Freistetter: „Heute allerdings feiern wir eine ganz andere Dimension: Gottes Gedächtnis an uns, die Einladung nach jenem Gebot zu leben, nach jener Liebe zu Gott und zu den Menschen zu streben.“

Grußworte der Politik

Nach dem feierlichen Gottesdienst und vor der Besprengung des Grabmals formulierte noch Bürgermeister Klaus Schneeberger Grußworte: Kaiser Maximilian I. habe eine große Bedeutung für die Region. Mit der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019 werde er einen breiten Platz erhalten; gerade durch die Öffnung des historischen Bereiches der Theresianischen Militärakademie bekomme Kaiser Maximilian I. ein Gesicht. In seinen Grußworten ging der Kommandant auf die Tradition der Militärakademie ein, die sie seit ihrer Gründung mit der Bevölkerung teilt.

Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Schola Nova Sequentia unter der Leitung von Guillaume Fauchère, der ein Requiem von Pierre de la Rue aufführte. Dieser war Mitglied der burgundischen Hofkapelle Maximilians in Brüssel und Mechelen.

Historische Persönlichkeit

Maximilian I., gebürtig als Erzherzog Maximilian von Österreich, wurde auf der Burg in Wiener Neustadt am 22. März 1459 geboren und verstarb am 12. Jänner 1519 in der Burg zu Wels. Er war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zu seinem Tode römisch-deutscher Kaiser. Seinem Testament gemäß wollte er in der Burg zu Wiener Neustadt begraben werden.

Bischof Werner Freistetter: „Ein Altar ist ein Zeichen des Heiles und der Gemeinschaft."

„Ein Altar ist ein Fundament, an dem man immer Halt und Trost findet“, sagte Militärbischof Werner Freistetter in einem Gespräch am Rande der Weihe des neuen Altars am 11. Jänner in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt. Ein Altar lade zur Begegnung mit Christus in der Eucharistie ein und sei ein sichtbares Zeichen in der Gemeinschaft der Kirche, so der Bischof. Mit der Weihe im Rahmen eines Festgottesdienstes eröffnete der Militärbischof das Gedenkjahr an Kaiser Maximilian I. Werner Freistetter in seiner Predigt: „Ein Altar ist ein Zeichen des Heiles. Er holt jene in die Gemeinschaft, die am Rand sind und bringt der Welt den Frieden.“ Auch sei er ein Tisch des Mahles, an dem Eucharistie gefeiert wird.

Der neue Altarraum der St. Georgs-Kathedrale besticht durch eine klare Formensprache und eine durchdachte Geometrie. Die Tiroler Künstler Martin und Wener Feiersinger nehmen dabei auf die Geschichte und das Wirken Maximilians I. Bezug. In ihrem wappenartigen Grundriss orientiert sich etwa die Altarinsel an vielfältigen Wappenformen in und außerhalb des Kirchenraums. Als Materialien wurden dafür Naturkalkstein, Bronze sowie Eschen- und Olivenholz verwendet. „Der neue Altar entspricht den pastoralen und praktischen Erfordernissen an die Kirche“, freut sich der Bischof.  Dieser füge sich in die Kathedrale ein und setze auch neue Akzente im Kirchenraum. Auch steht er hier - wie vorgeschrieben - fest verankert und ist von allen Bereichen in der Kirche aus gut sichtbar. Auch der Taufbrunnen fand einen neuen Platz und steht in einer Achse zum neuen Altar. Taufbrunnen und Altar seien Orte unserer Verbundenheit mit Christus, so der Bischof in seiner Predigt. Sie bilden in der Kathedrale eine sichtbare Achse.

Kenneth Cyril Oliver (1908-1990) war während des Zweiten Weltkrieges anglikanischer Militärkaplan bei der Honourable Artillery Company (HAC) der britischen Streitkräfte und in Nordafrika im Einsatz.

Ein „Mutmachbuch für Soldatenfamilien“ will das 2019 erschienene Bilderbuch für Kinder von Soldaten oder SoldatInnen sein, die in Wochenendbeziehungen leben. In sehr einfachen Gedanken und Zeichnungen wird eine ganz gewöhnliche Woche im Leben des Kindergartenkindes Jonas mitvollzogen.

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