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Die 62. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes vom 13. bis 19. Mai 2020 wird nicht stattfinden. Der Gastgeber der Wallfahrt, der französische Militärbischof, Antoine de Romanet, hat die Wallfahrt am heutigen Donnerstag aufgrund der Coronavirus-Epidemie abgesagt. Er habe diese Entscheidung gemeinsam mit den beiden internationalen Ko-Direktoren und den Organisatoren der Wallfahrt getroffen, hieß es in der E-Mail, die auch die Österreichische Katholische Militärseelsorge erhalten hat.

Pilgerinnen und Pilger, die sich bereits für die Wallfahrt angemeldet haben, erfahren alles Weitere in den nächsten Tagen. 

Der Katholische Militärbischof Werner Freistetter, und der Militärgeneralvikar, Leszek Ryzka, bedauern, dass die Wallfahrt in diesem Jahr ausgesetzt werden muss. Die Gesundheit aller geht aber in jedem Fall vor

Nächste Wallfahrt 2021

Die nächste Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes findet vom 19. bis 25. Mai 2021 statt. Soldatinnen und Soldaten können sich ab Anfang 2021 bei ihrem Katholischen Militärpfarramt für die Wallfahrt anmelden. 

Die Vertreter der anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften haben sich heute Vormittag mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, der für Kultusangelegenheiten zuständigen Kanzleramtsministerin Susanne Raab, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer im Bundeskanzleramt zu einem Gespräch getroffen. Dabei wurden den Kirchenvertretern von Seiten der Regierung die Expertise und jüngsten Erkenntnisse zum Coronavirus vorgelegt.

Aufgrund der Situation wurde gemeinsam vereinbart, dass öffentliche Gottesdienste und Versammlungen ab Montag weitestgehend ausgesetzt und kirchliche Familienfeiern wie Taufen und Hochzeiten verschoben werden. Die vereinbarten Maßnahmen dienen dem besonderen Schutz der älteren und besonders gefährdeten Menschen und sollen für die nächsten Wochen Gültigkeit haben. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften werden die konkrete Umsetzung im jeweiligen Bereich kommunizieren.

Alle großen Gottesdienste sind in Österreich seit Dienstag vorübergehend ausgesetzt: Die Bestimmung der Bundesregierung, wonach zur Eindämmung der Corona-Infektionen alle Veranstaltungen mit maximal 100 Personen in einem Raum bzw. 500 Personen im Freien stattfinden dürfen, betreffen einen Großteil der Sonntagsmessen des Landes. Die verbindlichen Erlässe, mit denen die Diözesen darauf reagiert haben, tragen dieser neuen Realität Folge und sind in den Grundzügen sehr ähnlich. Die unterschiedlichen Schwerpunktsetzung zeugen vom Bemühen, innerhalb der Vorgaben weiterhin kirchliches Leben möglichst umfassend aufrechtzuerhalten und über alle Maßnahmen und Hilfsangebote gut zu informieren.

Die schärfsten Vorgaben gibt es bislang in der Steiermark und im Burgenland. "Alle Veranstaltungen der Katholischen Kirche Steiermark unabhängig von der Anzahl der Beteiligten sind abgesagt", teilte Thomas Stanzer, Pressesprecher der Diözese Graz-Seckau, mit. Einzig die Gottesdienste und die seelsorgliche Betreuung sollen so gut wie möglich - insofern sie den Teilnehmer-Obergrenzen entsprechen - weitergehen. Unverändert bleibt auch der Dienst an Kranken: Dieser sei "eine Kernaufgabe der Kirche und soll im Ermessen der Priester und der Haupt- und Ehrenamtlichen in der Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge weitergehen, sofern das von den Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen erlaubt und gewünscht ist".

Ähnlich in der Diözese Eisenstadt, wo außer den nur in kleinem Rahmen stattfindenden Gottesdiensten ebenfalls ausnahmslos "alle kirchlichen Veranstaltungen unabhängig der teilnehmenden Personen abzusagen" sind. Als Beispiele dafür werden Pfarrvisitationen, Wallfahrten, Vorträge, Fastensuppen-Essen und Sitzungen genannt. Dennoch solle das kirchliche Leben im Rahmen der Vorgaben "so weit wie möglich weitergehen" und die Kirchen bleiben geöffnet. "Die Gläubigen werden aufgefordert, sich mit dieser für die ganze Gesellschaft völlig neuen Situation in Besonnenheit auseinanderzusetzen", heißt es in einem Schreiben der Diözesanleitung vom Mittwoch.

Wien: Medien und Kirchenwechsel

In der Erzdiözese Wien setzt man in Corona-Zeiten auf den Ausbau des Gottesdienstangebotes über die Medien: Außer wie schon vorher der Sonntagsgottesdienst um 10.15 Uhr wird nun auch an jedem Werktag die 12-Uhr-Messe aus dem Stephansdom auf Radio Klassik Stephansdom übertragen. Der Dom selbst wurde für Touristen geschlossen, während Gläubige zu den üblichen Öffnungszeiten zum Gebet und Beichte eingelassen werden - jedoch nur jeweils 100 zur gleichen Zeit, um den staatlichen Vorgaben zu genügen.

Leichter als in ländlichen Regionen fällt in urbanen Gebieten - darunter vor allem in der Bundeshauptstadt - das Ausweichen auf weniger frequentierte Sonntagsgottesdienste, wozu die Erzdiözese in ihrem schon am Dienstag veröffentlichten Schreiben explizit rät. Auch die ohnehin von weniger Personen besuchten Werktagsmessen würden sich als Alternative anbieten. Die Kirchen seien zudem tagsüber wie bisher geöffnet und sollten verstärkt auch außerhalb der Gottesdienstzeiten zum persönlichen Gebet aufgesucht werden, so ein Wunsch von Kardinal Christoph Schönborn.

Info-Seiten, Hotline in Innsbruck

Etliche Diözesen haben eigene Websites eingerichtet, auf denen die Informationen und Präventionsmaßnahmen hinsichtlich der Corona-Krise gebündelt sind, darunter die Erzdiözese Wien (www.erzdioezese-wien.at/kircheundcorona) sowie die Diözese Feldkirch (www.kath-kirche-vorarlberg.at/corona). Der laufend aktualisierte Themenschwerpunkt von Kathpress (www.kathpress.at/coronavirus) gibt darüber hinaus einen österreichweiten und internationalen Einblick auf das Thema aus Kirchensicht.

Eine eigene Info-Hotline für ihre Mitarbeiter hat die Diözese Innsbruck im Seelsorgeamt eingerichtet, um somit konkrete Fragen insbesondere bezüglich der Durchführung von Gottesdiensten und Veranstaltungen zu beantworten. Weiters betonte Generalvikar Florian Huber in einem Schreiben mit Blick auf die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen in den Pfarren und Organisationen, es gelte nun Sitzungen mit größeren Gruppen entweder zu verschieben oder online abzuhalten.

Detaillierte Informationen gibt es in Tirol zudem u.a. zum Betrieb kirchlicher Bildungshäuser, die kleinere Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern vorerst weiter durchführen können - auch mehrere dieser im selben Haus, selbst wenn dann insgesamt über 100 Menschen anwesend sind. Die Seelsorge bei Kranken und in Alten- und Pflegeheimen werde fortgesetzt, anders die derzeit laufende Caritas-Haussammlung: Sie wurde bis Ende April ausgedehnt, pausiert jedoch vorerst.

Gebetsvorschläge in Linz

In der Diözese Linz veröffentlichte das Liturgiereferat (www.liturgie-linz.at) Hilfen und Gebetsvorschläge für die Feier zu Hause, um damit statt im Pfarrgottesdienst durch privates Gebet im Familienkreis via Messübertragungen in Radio, Fernsehen oder Livestream den Sonntag zu begehen. Basis dieser Texte bilden das Neue Gotteslob sowie Internetseiten, auf welchen die jeweiligen Tageslesungen ersichtlich sind. Für Gläubigen gilt das Fehlen in der Sonntagsmesse als entschuldigt, sofern der Besuch unmöglich oder nicht angeraten ist, ist dem entsprechenden Dispens durch Bischof Manfred Scheuer zu entnehmen.

Im verbindlichen Erlass des Linzer Diözesanbischofs finden sich neben den Teilnehmer-Beschränkungen auch Maßnahmen wie das Aussetzen von Mund- und Kelchkommunion, Verzicht auf Weihwasser und Friedensgruß-Formen ohne Handschlag wieder. Weiters gilt auch in Oberösterreich, dass Beerdigungen nur im kleinen Familienkreis stattfinden dürfen, ebenso Taufen und Hochzeiten. Große Feiern oder Requiems müsse man allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Auch Militärdiözese betroffen

Alle Behördenvorgaben hinsichtlich der Corona-Präventionsmaßnahmen sind auch für die Gottesdienste und Veranstaltungen der katholischen Militärdiözese gültig, bestätigte Militärbischof Werner Freistetter in einem Schreiben an die Militärseelsorger vom Mittwoch. Anders als in den übrigen Diözesen wurde dabei in den Hygiene-Bestimmungen nicht auf die Empfehlungen der Liturgischen Kommission der Bischofskonferenz, sondern auf jene des Bundesheeres verwiesen.

Die katholische Kirche in Österreich übernimmt die Vorgaben der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus (Covid-19) für alle ihre Veranstaltungen und Gottesdienstformen: Das hat Kardinal Christoph Schönborn als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz am Dienstagnachmittag gegenüber "Kathpress" erklärt. Entsprechend den behördlichen Anordnungen sind demnach Gottesdienste in geschlossenen Räumen nicht mit mehr als 100 Personen zu feiern, ebenso wie bei Feldmessen und Gottesdiensten im Freien nicht mehr als 500 Personen teilnehmen dürfen. "Andere Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen im Inneren bzw. mehr als 500 Personen im Freien sind abzusagen", erklärte der Kardinal. Die Pfarrer und Kirchenrektoren seien für die Umsetzung dieser Bestimmungen in ihrem Bereich zuständig.

Im Rahmen der Vorgaben solle allerdings das kirchliche Leben so weit wie möglich weitergehen. Dafür würden die Kirchen einerseits unverändert geöffnet bleiben, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz. Er rief dazu auf, "zuhause zu beten, die Kirchen auch außerhalb der Messzeiten für das persönliche Gebet aufzusuchen und auch die Möglichkeit der Werktagsmessen zu nützen".


Kardinal Schönborn rief alle Gläubigen zum Gebet auf, insbesondere "für die Erkrankten und für alle, die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen haben". Die einschneidenden Maßnahmen hätten vor allem zum Ziel, ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen zu schützen, die ja die Hauptrisikogruppe für eine Coronavirus-Infektion darstellen. Gleichzeitig dankte der Wiener Erzbischof allen, "die mit Augenmaß und Entschiedenheit in dieser schwierigen Situation für das Zusammenleben verantwortlich sind".

Oberwachtmeister Matthias Klikovits im Gespräch mit Militärdekan Alexander Wessely
 
Es ist ein regenfreier, aber sehr stürmischer Frühlingstag. Der Wind weht stark über Europas zweitgrößtem Friedhof in Wien Simmering. Mehrere Trupps der "Friedhöfe Wien GmbH" schneiden Bäume und Sträucher zurecht, Mitarbeiter der Friedhofsgärtnerei sind gerade dabei, die Blumenbeete bei den Ehrengräbern neu zu bepflanzen. Ab und zu ertönt ein kurzes Glockengeläut von einer der drei Aufbahrungshallen und kündet so vom letzten irdischen Weg eines Mitbürgers.
Oftmals sind es um diese Zeit sogenannte "Sozialbegräbnisse", zu welchen sich kaum Trauernde einfinden. Friedhofsbesucher sind in der Früh zwischen den rund 330.000 Grabstellen noch nicht zu sehen und auch die Touristengruppen kommen erst etwas später. Sie werden vor allem die Ehrengräber des Wiener Zentralfriedhofs besuchen. Obwohl es also noch recht beschaulich zugeht, versammelt sich eine große Gruppe Uniformierter beim "Tor 2", dem prunkvollen Haupteingang zu Wiens größtem Friedhof, auf dem drei Millionen Verstorbene auf die Auferstehung warten.
 
Einer der Uniformierten, die heute an eine Kaderfortbildung der besonderen Art teilnehmen, ist Oberwachtmeister Matthias Klikovits von der ersten Jägerkompanie in Eisenstadt. Er war es auch, der viele seine Kameraden dazu motiviert hat, sich ebenfalls zum "Kader-LKU" anzumelden. Schon im Sommer des vergangenen Jahres, als die Militärpfarre zur Wallfahrt nach Mariazell einlud, konnte er viele junge Kameraden dafür begeistern, mitzukommen. Und so waren von den rund dreißig Pilgern schließlich sieben junge Kameraden der ersten Jägerkompanie mit dabei auf dem Weg in den steirischen Gnadenort. "Zu Fuß natürlich," wie Klikovits, der beim feierlichen Einzug in die altehrwürdige Basilika die burgenländische Fahne trug, betont. "Das war schon ein besonderer Moment," stellt er fest.
 
Im Jahr 2009 begann die Soldatenlaufbahn des heutigen Unteroffiziers, als er zum Grundwehrdienst nach Eisenstadt einrückte und zum Kraftfahrer ausgebildet wurde. Nach dem Grundwehrdienst verschlug es ihn schließlich nicht nur vor zehn Jahren in seinen ersten Auslandseinsatz ins Kosovo, sondern danach auch zur Kaderpräsenzeinheit nach Großmittel zum Panzergrenadierbatiallon 35. "Mir hat das Berufsbild des Soldaten gefallen und so bin ich in die Jansa-Kaserne zu den sogenannten Wüstensöhnen gekommen," erzählt er. Mit der Kaderpräsenzeinheit der "Wüstensöhne" absolvierte Matthias Klikovits schließlich auch in den Jahren 2012 und 2014 noch zwei weitere friedenssichernde Auslandseinsätze in Bosnien. "Ab und zu ist es gar nicht so schlecht, wenn man von seinem Alltag etwas Abstand gewinnen kann," resümiert er über die Zeit seiner Einsätze, "man lernt dann auch das, was man zuhause hat, mit anderen Augen zu sehen und zu schätzen." Auch sei es, so Klikovits, interessant gewesen, andere Kulturen kennen zu lernen, mitunter auch das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen. "Gerade die Gegensätze in einem Land zwischen den einzelnen Volksgruppen zu sehen und mitzuerleben, war interessant," so der junge engagierte Unteroffizier mit Blick auf seine Bosnien-Einsätze: "Vom multikulturellen Leben in Sarajewo, welches die Stadt - das Jerusalem Europas - seit Jahrhunderten geprägt hat, bis hin zu den restlichen Gebieten in Bosnien, wo die Lage mitunter schon eine etwas angespanntere und schwerere war." Missen wolle er die Erfahrungen der Auslandseinsätze allerdings nicht und sieht diese auch als Bereicherung für seine jetzige Einheit, die erste Jägerkompanie in Eisenstadt, wo er nun all seine bisherigen militärischen Erfahrungen einbringen kann.
 
Bei den Soldatengräbern am Zentralfriedhof, an welchen die Gruppe nun vorbei kommt, kommt natürlich unweigerlich auch die Sprache auf Tod und Verwundung, auf Leid im Einsatzraum und Kriegsgebieten. "Natürlich gehört Verwundung, im schlimmsten Fall auch der Tod, zum Soldatenberuf dazu, auch wenn man es immer wieder verdrängt," so Klikovits. Gerade in manchen Einsatzräumen könne es mitunter schnell gehen, dass die Lage eskaliert. Da sei es auch gut, wenn die Militärseelsorge den Soldaten beisteht. "Da ist es gut, wenn man jemanden für Gespräche hat, jemanden, der einfach da ist."
Bei den Jahreszahlen von Geburts- und Sterbejahren auf so manchem Soldatengrabstein am Friedhof gerät Matthias Klikovits ins Grübeln. Viele der hier Bestatteten sind jünger als er es jetzt ist, mitunter viel jünger: "Da kommt man schon zum Nachdenken, " sinniert er. "Wenn man sowas sieht, dann denkt man sich, dass die noch ihr ganzes Leben vor sich gehabt hätten. Das ist schon erschreckend," fügt er hinzu, während sein Blick über die scheinbar unendlichen Gräberreihen von Soldatengräbern wandert. Natürlich stellt sich bei diesem Anblick auch die Frage, was "danach" kommen würde. Matthias Klikovits kommt ins Nachdenken: "Das ist die große Frage, was nach dem Tod kommt und ob was danach kommt. Einige sagen nein, es kommt nichts, einige sagen ja. Aber: Wissen tut man es aber letztlich erst, wenn es soweit ist. Ich glaube aber daran, dass danach etwas ist." Und dieser Glaube sei ihm wichtig.
 
Dieser Glaube wird auch bei den alle fünf Jahre stattfindenden Passionsspielen in St. Margarethen ins Zentrum gerückt. Matthias Klikovits hat schon öfter als einer von rund 400 Akteuren daran ehrenamtlich mitgewirkt. "Das ist jedes Mal ein Erlebnis, sei es auf der Bühne beim Spiel, oder hinter der Bühne, wo wir wirklich Gemeinschaft erleben dürfen. So was schweißt einfach eine Dorfgemeinschaft zusammen," erzählt er begeistert. Auch 2021 möchte er wieder an den Passionsspielen mitwirken, der Probenbeginn wird im Herbst sein und die Regie wird sein Militärpfarrer führen. Doch bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun. Im Dienst und auch privat, sollen doch auch heuer noch die Hochzeitsglocken läuten.
 
In der Zwischenzeit hat die Gruppe der Uniformierten im Rahmen der Fortbildung ein großes Stück des Friedhofs erkundet und das "Tor 1" erreicht. Als sie die stark befahrene Simmeringer Hauptstraße überqueren, um noch kurz im "Concordia" einzukehren, hören sie noch vom Friedhof her das Arbeiten der Gärtnertrupps und das erneute Läuten des Totenglöckchens. Wieder jemand der seinen letzten irdischen Weg antritt. Oberwachtmeister Matthias Klikovits dreht sich nochmals Richtung Friedhof um und blickt die endlose Friedhofsmauer entlang, hinter welcher drei Millionen Tote bestattet sind, darunter auch unzählige Opfer der Kriege. Zivilisten und Soldaten, von welchen so mancher, als er fiel, jünger war als er und die nicht in Frieden leben konnten. Einen Frieden, den Matthias Klikovits durch seinen Einsatz als Soldat sichern und erhalten will.

„Ich bin bereit“, mit dieser Formel wurde Vizeleutnant Andreas Binder am zweiten Fastensonntag die sogenannte Admissio durch Militärbischof Werner Freistetter erteilt. Sie stellt die feierliche An- und Aufnahme eines Bewerbers als Weihekandidat für den Diakon dar. Im September wird Binder dann von Militärbischof Werner Freistetter zum ständigen Diakon geweiht werden.

„Gott hat dich lieber Andreas ausgewählt diesen Schritt zu machen“, betonte Militärbischof Freistetter in seiner Predigt und ging auf die Bibelstelle der sogenannten „Abrahamsberufung“ ein: „Gott ruft Abraham und Gott ruft Menschen unter uns. Danke, dass du dich auf den Weg gemacht hast, wie Abraham, so der Bischof.

 
Am 4. März besuchte eine große Gruppe junger Militärmusiker, Kaderangehöriger und Mitgliedern der Sonntagsgemeinde der Militärpfarre Burgenland den Wiener Zentralfriedhof. Grund dieses Besuches war eine erneute Kaderfortbildung auf Europas zweitgrößtem Friedhof. "Das Interesse an diesen Angeboten, die wir schon öfter durchgeführt haben, ist ungebrochen groß," so Militärdekan Alexander Wessely, der auch in die Geschichte des Friedhofs und die aktuellen Fragen nach Tod und Bestattung einführte, "vielleicht deshalb, weil wir alle einmal diesen letzten irdischen Weg zu gehen haben."
So werden bei den Fortbildungen nicht nur die "Highlights" der Nekropole, wie Ehrengräber oder Gräbern von "Großschadensereignissen" aufgesucht, sondern auch Soldatengräber. "Gerade im Angesicht dieser Gräber stellt sich letztlich die Frage nach dem eigenen Verständnis des `Soldatenberufes´", so der Militärpfarrer.
 
Diesmal begleitete auch Militärbischof Werner Freistetter die burgenländische Gruppe, welche sich aus Kameradinnen und Kameraden aus Güssing, Bruckneudorf und Eisenstadt zusammensetzte. Grund dafür war auch der militärbischöfliche Stationsgottesdienst, welcher heuer für das Burgenland kurzerhand in die mächtige Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus, welche durch ihre Architektur und Ausstattung nicht nur selbst ein steingewordenes Auferstehungszeugnis ist, sondern auch als Grablege eines der bedeutendsten Bürgermeister Wiens dient, verlegt wurde. Die Tageslesungen verwiesen durch das Schicksal des Propheten Jona auf Christus und stellten so die Frage nach unserem eigenen Auferstehungsglauben, wie der Militärbischof in seiner Predigt betonte: "Wo könnte dies wohl treffender sein, als an diesem Ort."
 
Ein Ensemble der Militärmusik Burgenland umrahmte die würdige Feier, nach welcher die Führung am riesigen Friedhofsareal fortgesetzt wurde.

Die Militärdiözese lädt zu einer frauenspezifischen Ausstellung in ihre St.-Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt: Ab dem 8. März, dem Internationalen Weltfrauentag, zeigen Herwig Zens und Irene Trawöger dort "Die Schwarzen Weiber". Die seit Jahren in ganz Österreich gezeigte Schau bringt damit die Originale der "weiblichen Grabwache" Kaiser Maximilians I. (1459-1519) erstmals an die eigentliche Ruhestätte des Habsburger Monarchen in der Wiener Neustädter Burg. Das Werk der beiden Künstler bezieht sich auf die 28 Grabwachen Maximilians in der Innsbrucker Hofkirche. Diese Bronzestatuen werden auch "schwarze Mander" genannt, wobei acht Statuen davon weibliche Figuren sind.

Militärbischof Werner Freistetter nannte es "ein schönes Zeichen, dass die Ausstellung gerade am 8. März, dem internationalen Weltfrauen startet". Der Bischof wird die Ausstellung nach dem Sonntagsgottesdienst in der St. Georgs-Kathedrale gemeinsam mit der aus Tirol stammenden Künstlerin Irene Trawöger besichtigen. Die Frauen, die Maximilian als seine Grabwache ausgesuchte, bekommen durch die künstlerische Bearbeitung Lebendigkeit, Originalität, Charakter und Würde, wie es in der Ankündigung heißt. Die von Herwig Zens gestalteten Grafik-Bildtafeln stehen im Kontrast zu den in aufwendiger Technik gestalteten schwarz-weißen Werken von Trawöger.

"Die Schwarzen Weiber" in den vergangenen 18 Jahren bereits quer durch Österreich. Zu sehen waren sie im Park von Schloss Ambras in Innsbruck (2002), im Stadtmuseum Wiener Neustadt (2003/04), in der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museum Wien, in Kals in Tirol (2006/07) und in Klosterneuburg (2012). "Die erste Heimat der Werke ist und bleibt jedoch Wiener Neustadt", betonte die Militärdiözese. 2019 kam es zu einer Schenkung von Irene Trawöger an die Stadt. Reproduktionen des Werkes in wetterfesten Ovalkörpern können entlang der "Kaiser Maximilian Promenade" betrachtet werden.

Nun sind die "Schwarzen Weiber" als Grabwachen ganz nah am tatsächlichen Grab Maximilians in Szene gesetzt. Von 8. März bis 25. April können die Werke während der Gottesdienstzeiten besichtigt werden. Am 14. März findet ab von 11 Uhr eine Vernissage statt.

Weitere Informationen und Anfragen bezüglich Führungen unter Tel. 050201 20 28904

oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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