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Militärpfarren

Vom Ministranten zum Priester. Der Neupriester P. Johannes Paul Chavanne OCist und ehemalige Ministrant von Militärdekan Lochner machte diesen Schritt und feierte in der St. Georgs-Kathedrale die Hl. Messe
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Eine 21-jährige Freundschaft, die in Zypern begann, verbindet MilDekan Mag. Siegfried Lochner mit dem Neupriester P. Johannes Paul Chavanne OCist., dem dieser, damals achtjährig, als treuer Ministrant diente. Sein Vater Dr. Stephan Chavanne, der seinerzeit als Verbindungsoffizier auf der Mittelmeerinsel Dienst versah,  hatte seine Familie ins Hauptquartier mitgebracht, sein jüngster Sohn wurde in der Osternacht des Jahres 1992 durch den damaligen Militärkuraten Mag. Lochner getauft.
Heute waren die Rollen getauscht: Hochw. P. Johannes Paul stand am Altar, und sein ehemaliger Pfarrer Mag. Lochner sowie sein ehemaliger Militärseelsorger im Heeresspital Mag.  Papst assistierten ihm als Leviten im feierlichen Primizhochamt in der St. Georgskathedrale,  bei dem der Neugeweihte den zahlreich erschienenen Gläubigen den begehrten Primizsegen erteilte. ARS MUSICA gestaltete in bewährter Weise die musikalische Begleitung und ließ die kleine Orgel-Solo-Messe von Joseph Haydn ertönen.
 
Am Muttertag, am 12. Mai 2013, erhielten die Mütter nicht nur eine Rose von den Militärpfarrgemeinderäten sondern auch noch mit allen anderen Gläubigen einen persönlichen Primizsegen nach dem feierlichen Amt. MilDekan Lochner baute seine Ansprache auf die Rolle der Mutter auf: „Die Berufung des Priesters geht durch das Herz der Mutter, das ist der Kanal, durch den die Liebe Gottes auf die Kinder kommt. Der primäre Lernort, was Mensch ist, bleibt die Familie. Es ist die große Aufgabe für die Priester, die Freundschaft zu Gott zu leben, ‚Ich nenne euch nun Freunde’ sagt der Heiland. Gott bleibt bei uns durch die katholischen Priester, denen die moralisch sittliche Vervollkommnung der Menschen aufgetragen ist. Da der Priester nach einem Wort des hl. Bernhard von Clairvaux der Wächter der Braut, nämlich der katholischen Kirche ist , muss er die Lehre der Apostel, gelegen oder ungelegen, unverkürzt weitergeben, da er ansonsten zum Verkäufer der Braut würde.“
Prof. Dr. Peter Hrncirik leitete die ARS MUSICA und brachte neben dem Ordinarium von Joseph Haydn die Epistelsonate C-Dur von W. A. Mozart und das Ave Maria von Ch. Gounod zu Gehör. Nach dem Gottesdienst überraschte der Militärdekan den Primizianten mit einem alten Foto aus der Zypernzeit, wo dieser ihm bei der hl. Messe ministrierte.
 
Pater Johannes Paul Jakob Chavanne OCist ist 1983 in Wien zur Welt gekommen, wo er auch seine Schullaufbahn absolviert hat. Nach Bundesheer, Arbeit bei einer Rettungsorganisation, einer einjährigen Reise durch Asien, während der er auch bei einem Straßenkinder – Projekt in Indien mitgearbeitet hat, und einigen Studiensemestern an der juristischen Fakultät in Wien, ist er im August 2006 ins Zisterzienserstift Heiligenkreuz eingetreten. 2010 legte er die Feierliche Profess in die Hände S. Gnaden Abt Gregor Henckel Donnersmarck ab. Mittlerweile hat er an der Päpstlichen Hochschule in Heiligenkreuz sein Theologiestudium abgeschlossen und ist im August 2012 zum Diakon geweiht worden. Am 7. April 2013 weihte ihn S. Eminenz Christoph Kardinal Schönborn im Stift Heiligenkreuz zum Priester. Er pflegt die facebook-Seite des Klosters und hat sich als Organisator bewährt (Symposion "Kraft des Logos", etc).
Feierliches Hochamt zum Pfingstfest am 19. Mai 2013 in der St. Georgs-Kathedrale
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Beim feierlichen Hochamt zu Pfingsten in der St. Georgs-Kathedrale am 19. Mai 2013 betete der Rektor so wie damals Maria mit den Aposteln: „ Sende aus Deinen Geist und erfülle die Herzen Deiner Gläubigen!“. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von ARS MUSICA mit der Loreto-Messe von W. A. Mozart.
Zu Beginn sang der Chor unter Leitung von Prof. Peter Hrncirik im gregorianischen Choral das „Vidi Aqua“, während das Volk mit dem am Vortag geweihten Wasser besprengt wurde. Die Pfingstsequenz „Veni Sancte Spiritus, Alleluia“ wurde in der Mozart-Version vorgetragen. In seiner Ansprache ging Militärdekan Mag. Siegfried Lochner auf die Offenbarung des Hl. Geistes mit Feuerzungen und seiner Wirkung im Inneren der Apostel ein. „Alle drei göttlichen Personen geben sich  zu erkennen, der Vater durch die Vernunft, der Sohn durch seine Menschwerdung und der Hl. Geist durch die Augen des Herzens. Der Hl. Geist bewirkt eine reale Erkenntnis über das vergangene Leben und eine Erkenntnis der Sünde, die zu wahrer Reue und Umkehr führt. ‚Wer mich liebt, hält meine Gebote’ sagt Christus. Ein Leben nach den Geboten Gottes ist daher ein Prüfstein für unsere Gottesliebe. Als Getaufte und Gefirmte sind wir zum Tempel des Hl. Geistes mit seinen sieben Gaben geworden, die uns befähigen und  stärken, uns mit Gott zu vereinigen, Zeugnis für die Wahrheit abzulegen und Herrscher über uns selbst zu sein und uns rüsten, uns  für das Gemeinwohl und das gemeinsame Morgen einzusetzen!“
Beim feierlichen Schlusssegen bat der Rektor, dass das Feuer des Hl. Geistes den Glauben in unseren Herzen neu entzünde, damit wir wahre Apostel Christi  seien, erfüllt mit den sieben Gaben des Gottesgeistes, die uns zum ewigen Leben führen!
Alles Gute kommt von oben - auch der Regen zur Parkmaiandacht am 29. Mai 2013. Regen und Wind waren die Begleiter der diesjährigen Maiandacht im Park. Zum Trotz flüchteten die Gläubigen unter das Vordach des Instituts für Offiziersweiterbildung, um dort die Andacht mit MilDekan Mag. Siegfried Lochner zu feiern. Musikalisch umrahmt wurde sie vom Kirchenchor der Pfarre St. Anton am Flugfeld.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Am 29. Mai 2013 spielte das Wetter nicht mit, aber die neuen Örtlichkeiten, die man dem Wetter trotzend aufsuchte, fanden allgemeinen Zuspruch. Passend zum Vorabend des Fronleichnamsfestes skizzierte der Rektor die Zusammenhänge zwischen Maria und dem allerheiligsten Altarsakrament. So sei Maria im Augenblick ihrer jungfräulichen Empfängnis zur „Domus aurea“, dem ersten Tabernakel den Neuen Bundes geworden. Als die Jungfrau Maria ihren Sohn zu ihrer Base Elisabeth übers Gebirge trug, sei dies die erste Fronleichnamsprozession der Geschichte gewesen: Maria war die Monstranz, die Jesus birgt und zu den Menschen bringt. Der Fronleichnam, der Leib des Herrn, stammt von Maria. Mozart komponierte diese Wahrheit in 46 Takten für Chor, Streicher und Orgel (KV 618) knapp ein halbes Jahr vor seinem Tod: „Ave, verum corpus, natum de Maria virgine“ Gruß dir, Leib des Herrn, geboren aus Marias reinem Schoß!
 
Die Kurzansprache beendete MilDek Lochner mit der Bitte: „So bitten wir auf Fürsprache Mariens, dass auch wir zu lebendigen Tabernakeln Gottes werden und den Heiland zu den Menschen bringen wie Maria!“.
Der Kirchenchor der Pfarre St. Anton unter Leitung von Frau Andrea Schneider brachte wunderbare Marienlieder zu Gehör.
Die Agape, die durch den Militärpfarrgemeinderat und Helfer gestaltet wurde, ermöglichte im Anschluss ein familiäres Beisammensein mit vielen netten Gesprächen und einem ausgezeichneten Abendessen.
Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 24. Mai 2013 fand in der Militärpfarre Wien eine ökumenische Diskussionsveranstaltung statt, die vom Institut für Religion und Frieden organisiert wurde. Der katholische Theologe Josef Hofer sprach mit dem evangelischen Militärsenior Karl-Reinhart Trauner und dem Mediziner, Chemiker, orthodoxen Theologen und Militärseelsorger Alexander Lapin über „Menschenrechte und Friedensordnung – eine Sackgasse? Das Anliegen von Pacem in Terris (1963) im ökumenischen Gespräch“.
Ein Bericht von Christian Wagnsonner   

Ausgangspunkt war die Enzyklika „Pacem in Terris“, die Papst Johannes XXIII. heuer vor 50 Jahren kurz vor seinem Tod veröffentlicht hat. Erstmals wendet sich eine Enzyklika nicht nur an die Bischöfe bzw. alle Christgläubigen, sondern an alle Menschen guten Willens. Bereits in der Präambel sind mit Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit die vier Leitmotive der Enzyklika angesprochen. Die Anfangsworte „Pacem in Terris“ (Friede auf Erden) sind dem Lukasevangelium entnommen: Die Hirten auf dem Feld hören sie nach der Geburt Jesu eine Schar von Engeln sprechen. Johannes XXIII. ist sich dessen bewusst, dass dieser Friede auf der Erde noch nicht da ist, sondern erst errichtet werden muss. Er hängt wesentlich mit der Beachtung der von Gott gegründeten Ordnung zusammen. Erste und grundlegende Ebene ist die Ordnung unter den Menschen: Der Mensch hat als Person aufgrund seiner Natur Würde und unveräußerliche Rechte, aber auch Pflichten, ohne die die Beachtung und der Schutz der Menschenrechte nicht möglich ist.
Aufbauend auf die Darstellung der Beziehungen zwischen den Menschen und der Staatsgewalt sowie der Beziehungen der Staaten untereinander kommt der Papst zuletzt auf die vierte Ebene, die Beziehungen zwischen den Staaten und der Völkergemeinschaft zu sprechen.
Er gibt seiner Überzeugung Ausdruck, dass alle Menschen eine Menschheitsfamilie bilden. Da die Autorität der Lenker der Nationalstaaten allein nicht ausreicht, um das Gemeinwohl auf globaler Ebene zu fördern, sei eine Weltautorität, eine universale politische Gewalt notwendig. Die Organisation der Vereinten Nationen solle entsprechend weiterentwickelt werden, „damit bald die Zeit komme, in der diese Vereinigung die Rechte der menschlichen Person wirksam schützen kann.“
 
In den letzten Jahrzehnten gab die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine Reihe von friedensethischen Dokumenten heraus („Schritte auf dem Weg des Friedens“, 1994; „Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens“, 2002; „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“, 2007). Sie hatten zwar nicht die globale Reichweite von Pacem in Terris, entstanden aber in internationaler Kooperation und waren von ähnlich umfassendem Charakter. Im Bereich der Orthodoxie hat die Herausgabe sozialethischer Dokumente keine lange Tradition, hervorzuheben ist aber vor allem die Sozialdoktrin der Russisch-Orthodoxen Kirche, in der sich die russische Orthodoxie in den 1990er Jahren in einer Zeit des Umbruchs gegenüber Staat und Gesellschaft neu positionierte.
 
Als Pacem in terris geschrieben wurde, wurden in den kommunistischen Ländern Osteuropas zahlreiche Geistliche der orthodoxen Kirchen, aber auch anderer Religionsgemeinschaften, getötet bzw. inhaftiert, Kirchengebäude zerstört und Pfarren aufgelassen. Durch Gründung staatsnaher kirchlicher Organisationen versuchte man nicht selten, die Mitglieder der Kirchen gegeneinander auszuspielen: So wurde 1971 in der Tschechoslowakei ein „Verein der katholischen Geistlichen Pacem in Terris“ gegründet, dessen Mitglieder mit dem Regime zusammenarbeiteten und marxistisch-leninistische Positionen vertraten.
 
Leider gelang es nicht, eine breite (kirchliche) Öffentlichkeit mit den Konzepten der Enzyklika Pacem in terris vertraut zu machen, ihr politischer Einfluss war deshalb begrenzt. In jüngster Zeit wurden zentrale Gedanken von Pacem in terris von Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika „Caritas in veritate“ aufgegriffen.
Vielleicht können die zahlreichen Gedenkveranstaltungen zum 50. Jahrestag ihres Erscheinens ein Anlass dazu sein, sich als Christ bzw. kirchliche Gemeinschaft verstärkt in die gesamtgesellschaftliche Diskussion über Unverlierbarkeit, Begründung und Schutz der Menschenrechte einbringen und die Bildung einer effizienteren internationalen Friedensordnung voranzutreiben.

Maiandacht

Mai 06, 2013
Einmal im Jahr kommen Angehörige der Militärpfarre Burgenland und die Einwohner der burgenländischen Gemeinde Kleinhöflein vor der Antonius-Kapelle zusammen, um Andacht zu halten und Segen zu erbitten.
Ein Bericht von Oberst Gerold Falch   
 
Militärpfarre Burgenland; Wie jedes Jahr trafen sich Einwohner von Kleinhöflein mit Angehörigen der Militärpfarre Burgenland vor der Antonius-Kapelle. Die Kapelle war unter der Leitung des ehemaligen Militärkapellmeisters Obst i.R. Prof. Rudolf Schrumpf, der auch mit einigen Mitstreitern für ihre Pflege und den Blumenschmuck sorgt, mustergültig renoviert worden.
 
Der Militärpfarrer von Burgenland, Militärsuperior Alexander Wessely zelebrierte die Andacht, die von der Militärmusik Burgenland unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Hans Miertl umrahmt wurde und zu der auch den Militärkommandanten Brigadier Johann Luif begrüßen konnte. Die nachfolgende Agape litt etwas unter dem starken Regen, der pünktlich mit dem Schlusssegen einsetzte.
Mit Soldaten für den Frieden beten. Dies tat Militärbischof im Zuge des Stationsgottesdienstes am 3. April in der Garnison Großmittel
Ein Bericht von Militärkaplan Oliver Hartl  
 
Im Zuge der Stationsgottesdienste, welche Militärbischof Mag. Christian Werner an den verschiedenen Standorten feierte, war am 3. April die Garnison Großmittel an der Reihe. Sowohl das Panzergrenadierbataillon 35, als auch die Heeresmunitionsanstalt standen am Programm des Besuches. Mit Rücksicht auf die verschiedenen Konfessionen der Rekruten wurde der Gottesdienst in der Soldatenkirche als ökumenisches Friedensgebet gefeiert. Der Militärbischof stellte dabei die Bedeutung des Friedens als wichtigen Punkt für religiöse Menschen dar.
 
In diesem Anliegen seien Religionen trotz mancher Unterschiede und Verschiedenheiten vereint. Gerade Soldaten erlebten dies immer wieder, etwa bei friedenssichernden und - erhaltenden Einsätzen im Ausland. Der Frieden im Kleinen, die gelebte Kameradschaft sei auch das, woran sich Soldaten auch nach ihrer Dienstzeit gerne erinnern. Er dankte all jenen, die trotz mancher Anfeindung zu ihrer Glaubensüberzeugung stehen und diese in ihrem Leben – auch im militärischen Dienstbetrieb – bezeugen. Ein Bläserensemble der Militärmusik NÖ umrahmte das Friedensgebet musikalisch.
 
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im neuen Wirtschaftsgebäude mit Kommandant Obstlt Thomas Holzbauer und der Gemeinschaft der Garnison Großmittel – Offiziere, Unteroffiziere, Chargen, Rekruten und Zivilbedienstete sowie Militärseelsorger und Militärpfarrgemeinderäte – besuchte Militärbischof Werner noch einige Dienststellen im Bataillon. Er zeigte sich von den modernen Unterkunftsbereichen in den sanierten Kompaniegebäuden beeindruckt und plauderte immer wieder mit Rekruten.
 
Im Anschluss war noch ein Besuch in der Heeresmunitionsanstalt vorgesehen, wo es dem Herrn Militärbischof besonders die Militärhunde im neuen Wachgebäude angetan hatten. Ein Militärhundeführer erläuterte dabei die oft wenig bekannte „Laufbahn“ eines Militärhundes. Bei der anschließenden Begegnung mit Kommandant Obst Christian Schuh war auch der Kommandant Einsatzunterstützung Generalmajor  Bernhard Bair anwesend. Der Austausch zahlreicher Anekdoten in geselliger Runde schlossen den Tag des Stationsgottesdienstes in Großmittel ab.
"Vom Todesurteil bis hin zum Tod am Kreuz". Der Kreuzweg des Militärpfarre NÖ2 am 21. März in Heiligenkreuz.
Ein Bericht von Millitärkaplan Oliver Hartl   
 
Der alljährliche Kreuzweg der Militärpfarre NÖ 2 führte dieses Jahr am 21. März nach Heiligenkreuz. So begaben sich Militärdekan Johann Wedl, Militärkaplan  Oliver Hartl und 40 ehemalige Kaderpersonen mit ihren Angehörigen ins dortige Zisterzienserstift. Ursprünglich war geplant, den Weg entlang der barocken Kreuzwegstationen zu gehen. Wegen des unwirtlichen Wetters musste man jedoch in die Kreuzkirche ausweichen. Durch die Aufbewahrung der Kreuzreliquie in dieser Kirche war trotzdem ein schöner und in sich stimmiger Bezug gegeben.
 
Prälat Dr. Franz Fahrner, welcher dazu eingeladen war, gestaltete den Kreuzweg mit Impulsen und Texten des Apostels Paulus. Musikalisch umrahmt wurde die Kreuzwegandacht von einem Blechbläserensemble der Militärmusik NÖ. Eine besondere Freude war, dass auch Militärbischof Mag. Christian Werner, welcher an diesem Tag zu einem Stationsgottesdienst mit der Dekanatspfarre I / Einsätze in Heiligenkreuz war, an der Kreuzwegandacht teilnahm.
 
Im Anschluss lud die Militärpfarre alle Mitfeiernden zu Kaffee und Mehlspeise in den Klostergasthof ein. Dabei ergaben sich zahlreiche zwangslose Begegnungen, bei denen die gehörten Impulse von Leiden, Tod  und Auferstehung in unser konkretes Leben übersetzt werden konnten.
 
Am 15. März 2013 machte Militärbischof Christian Werner Station in der Militärpfarre NÖ3. Hier visitierte und firmte er und ging zusammen mit den Gläubigen den Kreuzweg 
 
Im Zuge seiner vorösterlichen Visitation in den Militärpfarren besuchte Militärbischof Christian Werner am 15. März 2013 die Militärpfarre Niederösterreich 3 in Allentsteig. Eine Kreuzwegandacht war für diesen Besuch geplant, kurzfristig kam noch eine Soldatenfirmung von zwei Kameraden, Rekr Maximilian Schram und Rekr David Zierl dazu. Auf Grund der Witterung wurde die Kreuzwegandacht in der Soldatenkirche vorbereitet.
 
Als unser Hw. Herr Militärbischof eintraf, besuchte er zuvor das Vorbereitungs-Semester der Theresianischen Militärakademie. Pünktlich um 14:00 Uhr eröffnete dann Militärbischof Werner die Kreuzwegandacht, welche von vielen Kameraden des Dienstbetriebes, aber auch von pensionierten Heeresangehörigen und den stellvertretenden Vorsitzenden des Militärpfarrgemeinderates, Vzlt Wilfried Spittaler, mitgefeiert wurde. Für die musikalische Umrahmung dieser Feier hat sich Frau Eva Wolf-Exel als Organistin Zeit genommen und verlieh der Feier damit einen würdigen Rahmen. Die Anwesenheit von Mjr Michael Vitovec, S3 des Kdos/AAB 4, war auch für die Firmlinge eine besondere Ehre.
 
Die Firmpaten und die Firmlinge sowie deren Angehörige wurden anschließend von der Militärpfarre im Pfarrkaffee zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Die Soldatenfirmung in Folge einer Kreuzwegandacht abzuhalten, erlaubte allen Anwesenden die Einsicht, dass auch unser Lebensweg in dieser Abfolge betrachtet werden kann.
 
Der Auftakt zur Karwoche
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Die Chrisammesse, die in der österreichischen Militärdiözese den Auftakt zur Karwoche bildet, ist nicht nur jene Feier, in der die Heiligen Öle geweiht werden, sondern auch für Priester immer wieder Anlass, sich auf ihre Weihe zu besinnen und Ihr „Adsum - Ich bin bereit“ zu erneuern. Zu dieser Neubesinnung auf unser Christsein werden alle Gläubigen in der Osternacht aufgerufen sein.
 
Durch den feierlichen Einzug von S. Exzellenz, Mag. Christian Werner mit einem Gutteil seiner Priester und Diakone wurde die Einheit des Presbyteriums der Militärdiözese augenfällig sichtbar.
In seiner Ansprache ging der Militärbischof auch auf das Priestertum ein, das in der Spannung lebe, aus der Kraft Gottes zu handeln, aber dafür möglicherweise heruntergemacht zu werden. Als Offiziere müssen die Militärseelsorger treu bis in den Tod sein und zusätzlich noch für den Frieden eintreten! „Gerade das Bekenntnis eines Hauptmannes unter dem Kreuz: ‚Das war wirklich ein gerechter Mensch’ (Lk 23,47) soll uns zu so einer Tiefe führen. Wir müssen Zeugnis ablegen, auch in Dienstuniform! Und unsere persönliche Heiligung muss mit unserem Leben im Alltag im Einklang stehen, wir leben ja eine übernatürliche Brüderschaft“.
 
Der Ordinarius orientierte sich weiter an Papst Franziskus, der Bewegung in der Kirche verlange: eine Bewegung des Schreitens, wo unsere christliche Existenz weit über die Pfarrgrenzen hinaus strahlen soll, eine Bewegung im Aufbau der Kirche, gerade in diesem Jahr des Glaubens dürfen wir mitbauen, und eine Bewegung durch das Glaubensbekenntnis, denn ohne den Glauben sind wir ohne Bestand. Indem wir mit Christus voranschreiten, werden wir dem Geheimnis der Liebe Gottes zugeführt!
Am Ende der Predigt bat der Militärbischof Gott, das Mühen seiner Geistlichen zu vergelten, die dieses Jahr des Glaubens mittragen. Er bedankte sich noch bei den Militärpfarrgemeinderäten und den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten.
 
Während des Hochgebetes und nach dem Schlussgebet weihte der Militärbischof die Öle, die von den Priestern im Laufe des Jahres bei der Spendung bestimmter Sakramente verwendet werden. Die Chrisammesse wird normalerweise am Gründonnerstag gehalten. Da die Militärdiözese sich österreichweit erstreckt, wird sie auf den Montag in der Karwoche vorverlegt, um möglichst vielen Priestern und Diakonen die Teilnahme zu ermöglichen.

"Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!"

Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche in der Militärkathedrale: Im Zentrum dieses Tages steht das Kommen des Retters Jesus Christus. Militärdekan Mag. Siegfried Lochner weihte die Palm- und Ölzweige. Die Zweige erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem, während die Verlesung der Passionsgeschichte in der Messe bereits das Gedenken an die Kreuzigung vorwegnimmt. Die Liturgie dieses Sonntags führt die Christen vom Jubel beim Einzug Christi in Jerusalem bis zum Rufe „Kreuzige ihn“ und zum Tod.
 
Seit dem Mittelalter ist es Brauch, den Einzug in Jerusalem durch eine festliche Prozession nachzuvollziehen. So begann am Sonntag, 24. März 2013, die Segnung der Palmzweige im Burghof der Militärakademie. Im Neuen Testament wird berichtet, dass Jesus vor dem jüdischen Paschafest von Betphage aus auf einem Esel in Jerusalem einreitet. Für das Volk war er der Messias. Die Bewohner Jerusalems jubelten ihm zu und breiteten ihre Kleider sowie Palmzweige und Ölbaumzweige auf der Straße aus. Dabei riefen Sie: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe“. Später verlangte dieselbe Menge schreiend von Pontius Pilatus, Jesus als Gotteslästerer zu kreuzigen.
 
Dies unterstrich der Rektor in seiner Ansprache. Die meisten Menschen seien Opportunisten, die ihr Haus auf Sand gebaut hätten, weil sie heute für dieses und morgen für jenes einträten. „Der triumphale Einzug Jesu ist daher kein Vorbild für irdischen Erfolg, der rasch vergeht, sondern primär Vorbild des Einzugs des Herrn und seiner Kirche in die Ewigkeit des Himmels, aber dieser Weg erfolgt durch die geduldige Annahme des Leidens. Wer diesen Weg einschlägt, darf nicht mit dem billigen Beifall der Welt rechnen. Noch stehen wir in der Karwoche, noch gilt es das Kreuz anzunehmen! Palmzweige und ausgebreitete Kleider symbolisieren nur „etwas“, das man Gott zu geben bereit ist, dagegen symbolisiert der Esel mein persönliches Ja um Tag für Tag zu Gott zu sagen: ‚Ein Lasttier bin ich für dich geworden, doch gerade so bin ich immer bei dir’ (Ps 73,23).
 
Die Karwoche lädt ein, mit Jesus den Weg der Entäußerung zu gehen, bei dem uns in schweren Stunden der Glaube tröstet, dass uns jedes in Liebe angenommene Kreuz dem triumphalen Einzug in die Ewigkeit näherbringt“. Im Anschluss gab es eine Agape in der Aula, die von vielen helfenden Händen durch den Militärpfarrgemeinderat und die AKS vorbereitet war.

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Am 2. April 2005 nahm die ganze Welt Anteil am Sterben von Johannes Paul II. Das Gedenken an den über 26 Jahre lang regierenden Papst wird auch in Österreich hochgehalten... Weiterlesen

Papst Franziskus: Ein eindringlicher App…

Papst Franziskus: Ein eindringlicher Appell für den Frieden

Ein Mahnruf aus dem Vatikan: Der Pontifex fordert in seiner Sonntagsbotschaft verstärkte Friedensbemühungen in Krisengebieten weltweit. Papst Franziskus hat mit Nachdruck an die politischen Führer des Südsudan appelliert, Spannungen abzubauen und... Weiterlesen

Das ewige Ringen um den Ostertermin

Das ewige Ringen um den Ostertermin

Eine historische Chance bleibt ungenutzt In einem seltenen Zufall fallen 2025 die Ostertermine der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen auf denselben Tag: den 20. April. Ein willkommener Anlass, um ein seit... Weiterlesen

Fastentücher: Eine alte Tradition in der…

Fastentücher: Eine alte Tradition in der Kirche

In der Fastenzeit bietet sich in vielen Kirchen ein besonderes Bild: Altar und bildliche Darstellungen Jesu werden hinter kunstvoll gestalteten Tüchern verborgen. Doch was steckt hinter dieser Tradition? Wo liegen... Weiterlesen

Bildergalerien

Altarweihe in der...
Lourdes 2018
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Weltjugendtag 201...
62. Intern. Solda...
Konferenz der Mil...