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Militärpfarren

Maria Lichtmess
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Mit der Darstellung des Herrn im Tempel erläutert die Kirche eine wichtige Botschaft auf dem Weg zu Jesus: Die Demut, wie die Mutter Gottes als alttestamentliche Frau lebt und das Gesetz Moses erfüllt und weist auf ihren Sohn hin.
Mit dem Lichtergottesdienst beging man das Ende der Weihnachtszeit.
 
Am 2. Februar 2013 feierte man Maria Lichtmess mit einer Lichterprozession in der St. Georgs-Kathedrale. „Das Fest gemahnt uns, treu zu sein, das hl. Licht des katholischen Glaubens in unseren Herzen zu bewahren".
Gerade das Jahr des Glaubens lädt uns ein, wie eine Kerze zu werden, die nicht für sich selbst brennt, sondern anderen Licht und Wärme spendet,“ erläuterte der Akademiepfarrer in seiner Ansprache. Weiters wies er darauf hin, dass die Feier an die Erfüllung der religiösen Pflichten hinweist. Maria unterwirft sich dem Gesetz. „Es ist lebenslange gelebte Treue, die uns heranwachsen lässt zur Größe der Propheten Hannah und Simeon, die ihr Leben Gott schenkten und gewürdigt wurden, den Erlöser zu sehen. Die hl. Familie geht von Bethlehem nach Jerusalem, um ihren Sohn im Tempel von Jerusalem aufzuopfern, wie in der Prophezeiung von Jesaja vorhergesagt: Der Immanuel ist das wahre Lamm, das die Sünden der Welt hinweg nimmt!“
 
Nach jüdischer Vorschrift gilt die Frau nach der Geburt eines Knaben 40 Tage  und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage als unrein. Als Reinigungsopfer hatte sie dem Priester ein Schaf und eine Taube zu übergeben. Zudem wurde der erstgeborene Sohn in Erinnerung an die Pessach-Nacht als Eigentum Gottes angesehen und ihm im Tempel übergeben („dargestellt“), wo er durch ein Geldopfer bzw. Tierersatzopfer auszulösen war. Das Lukasevangelium berichtet, dass der Knabe Jesus gemäß dieser Gesetzesvorschrift von Maria und Josef zum Tempel gebracht und das vorgeschriebene Opfer gereicht wurde. Dort erkannten ihn Simeon und Hanna als Erlöser. Simeon stimmte seinen Lob- und Sterbegesang Nunc dimittis („Nun lässt Du, Herr, Deinen Knecht, wie Du gesagt hast, in Frieden scheiden… “) an.
„Gehen wir diesen Weg anhand der Mutter Gottes, sie führt uns zu ihrem Sohn und so wird es auch wahr, dass wir Gott begegnen!“ schloss der Militärdekan die Sendung am Ende des Gottesdienstes.
Der Bischof macht Station
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Als militärischer Begriff kann „statio“ verstanden werden, als Mob-Platz, als Versammlungsplatz, um einen neuen Anfang zu setzen: Der vorösterlichen Kampf gegen die eigenen Fehler kann beginnen, man kann für- und miteinander beten und der Segen wird einen stärken, um dem Herrn auf seinem Kreuzweg zu folgen.
 
Am Aschermittwoch feierte der Militärbischof für Österreich, Mag. Christian Werner, den vorösterlichen Stationsgottesdienst in der gut besuchten St. Georgs-Kathedrale der Theresianischen Militärakademie.
An der Spitze des Militärs war Generalmajor Norbert Sinn mit zahlreichen Offizieren und Unteroffizieren, dem Militärrealgymnasium und mit den Professoren erschienen.
 
Im Jahr des Glaubens hielt der Ordinarius den Wortgottesdienst zum Aschermittwoch: „Jetzt ist die Zeit der Gnade!“ In einer Zeit, wo alles schneller verlaufe, sei zu hinterfragen, wie Gott dem heutigen Menschen nähergebracht werden könne. Der Mensch erfahre seine Grenzen, aber Gott gebe die Kraft, wie auf einem Plakat zu lesen sei: „Es gibt einen, der dich liebt: Jesus Christus“ Gerade im Einsatz brauche man Kraft, die Soldaten würden nicht nur militärisch ausgebildet, sondern auch in Menschlichkeit, Persönlichkeit und Nächstenliebe. Genau so sehe es im Glauben aus, man brauche die Kraft Gottes und Christen mit einem guten Training, wie beim Sport. Dabei bleibe noch die Überlegung, wie man zu glauben lerne, vor allem solle man dabei ruhig werden und bleiben, und könne sich beispielsweise in eine Kirche setzen, um dann mit einem gläubigen Freund darüber reden.
Das Aschenkreuz erinnere heute, dass junges Leben nicht vor dem Tod schütze. Das Fasten sei primär kein Verzicht sondern mache uns frei und „Christus ist unser Friede“ sei ja der Wahlspruch des Militärbischofs. Man könne an diesem Plan nun mitarbeiten und über die Kraft des Glaubens nachdenken.
 
Nach der Ansprache wurde die Asche gesegnet und die Gläubigen empfingen das Aschenkreuz. Die Fürbitten und das gemeinsame Gebet des Vater Unsers beendeten diesen Gottesdienst, dessen Schlusslied wie ein Sendung klang: „Mir nach, spricht Christus, unser Held“.
Dem Geheimnis dieses Festes spüren
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Traditionsgemäß kam am Dreikönigstag der Militärbischof für Österreich, Mag. Christian Werner, in seine Kathedrale nach Wiener Neustadt. In einem sehr geborgenen Gottesdienst versuchte Exzellenz, das Geheimnis dieses Festes spüren zu lassen.
Gleich am Anfang des Amtes zur Erscheinung des Herrn tat der Ordinarius seine Freude kund, wieder in seiner Kathedrale zu sein. In seiner meditativen Ansprache ging er auf drei Punkte ein: Die Weisen haben sich auf ihre wissenschaftliche Erkenntnis verlassen und wollten den neuen König sehen, dessen Stern sie gesehen haben, „Wie schaut’s denn bei uns aus auf der Suche nach Jesus aus?
 
Entschlossenheit und Geduld wird gefordert, bis uns der Wille Gottes ins Herz gelegt wird. Erst im Rückblick erkennen wir die Vorsehung!“. Weiters wurden die mitgebrachten Geschenke betrachtet: Gold für den König, Weihrauch für Christus und Myrre für sein Begräbnis. Das sind Symbole für die durchhaltende Treue. „Was kann ich ihm schenken? Spenden, Dienste sind richtig und wichtig, aber das eigentliche Geschenk ist ein geistliches: die Hingabe an Ihn, sich zu Ihm führen lassen. Selbst ein Ja im Kreuz zu sagen, ist Zeichen der Liebe und stellt eine unwahrscheinliche Kraftquelle dar!“. Schließlich hatten die Magier einen Traum, nicht nach Herodes zurückzukehren. Das ist Gottes Führung! „Wo vertraue ich mich Jesus an? Ich brauche dafür ein reines Herz durch die Sakramente, damit ich sagen kann: Ja, Herr, Dein Wille geschehe!“
 
Das Lied aus dem Gotteslob „Ein Stern mit hellem Brande“ (Gl 818) ließ diese Gedanken nachhallen.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
Am 25. Dezember 2012 fanden die drei Weihnachtsmessen, die Christmette, die Hirtenmesse und das Hochamt, in der St. Georgs-Kathedrale statt. Zahlreiche Gläubige fanden sich ein, um Gott zur mitternächtlichen Stunde anzubeten. ARS MUSICA führte die Pastoral-Messe F-Dur von Ignaz Reimann auf, das Hochamt wurde von der Familie Imre musikalisch gestaltet. „Die Hirten kamen als erste, knieten nieder und beteten an, sie haben den Herrn erkannt: Das Wort ist Fleisch geworden und hat sein Zelt, seinen Tabernakel unter uns aufgebaut: Er ist verborgen in der Gestalt des Brotes, aber die Augen des Glaubens erkennen ihn!“ waren die Hauptworte der Ansprache des Rektors.
 
Am Beginn der Christmette wurde das neue Jesus Kind geweiht, es stammt aus Südtirol, aus dem Grödnertal und wurde vom päpstlichen Hoflieferanten geschnitzt. Militärdekan Mag. Siegfried Lochner erläuterte die frohe Botschaft von Weihnachten: „Genau an dem Tag, an dem der Tempel von Judas Makkabäer, aus einem Priestergeschlecht, das an der Überlieferungen der Väter des Alten Testaments fest glaubten, erneut eingeweiht wurde, wird Jesus geboren und deshalb sind alle Prophezeiungen des Alten Bundes erfüllt: Emmanuel, Gott ist mitten unter uns, in einem kleinen Kind, weil es entwaffnend ist, es nimmt den Menschen die Bosheit weg und die Liebe, die ihnen entgegen lacht, müssen sie erwidern.
 
Das Jahr des Glaubens lässt uns von den Hirten lernen: Sie kommen als einfache betende Menschen zu dem Kind, das nicht falsch sein kann, es ist wahrhaftig. Seit 1223 stehen Ochs und Esel in der Krippe, als der Hl. Franz von Assisi im Ort Greccio in einer Höhle im Wald in der Hl. Nacht eine lebendige Krippe darstellen ließ. Es ist eine Anspielung auf das Alte Testament: Ochs und Esel kennen ihren Besitzer (Jesaja 1,3). Die vernunftlosen Kreaturen zeigen uns den Ort Bethlehem, das ‚Haus des Brotes’, in Juda, das Bekenntnis bedeutet. Das heißt, dass das Kind zu Bethlehem unsere Nahrung ist und der Glaube das Bekenntnis, dem wir in der Hl. Nacht begegnet sind, geboren als Menschenkind, um uns zu Gott zu führen.

Im Laufe der Jahrhunderten leugneten manche Irrlehren die Gottheit des Kindes, wodurch kein Unterschied mehr gemacht wurde zwischen dem christlichen und z.B. dem mohammedanischen Gott: Der Gott der Christen ist der Dreifaltige, der in der Zeit die Menschennatur durch Maria, die Jungfrau, angenommen hat. Papst Paul VI ließ 1968 im Credo des Gottesvolkes klarstellen, dass der Logos seit ewig besteht und das beide Naturen in Jesus bestehen: wahrer Mensch und wahrer Gott und das ist die frohe Botschaft zu Weihnachten.
Der Hl. Paulus (Hebr 1,11) bekennt es ebenfalls: Es wird alles vergehen, du aber bleibst als zweite Person der Dreifaltigkeit.“
 
Der Militärgeistliche endete seine Ansprache mit einem Gedicht von der Kinderbuchautorin Ursula Wölfel:
 
Geboren ist das Kind zur Nacht
für dich und mich und alle,
drum haben wir uns aufgemacht
nach Betlehem zum Stalle.
Sei ohne Furcht, der Stern geht mit,
der Königsstern der Güte,
dem darfst du trauen, Schritt für Schritt,
dass er dich wohl behüte.
Und frage nicht und rate nicht,
was du dem Kind sollst schenken.
Mach nur dein Herz ein wenig licht,
ein wenig gut dein Denken.
Mach deinen Stolz ein wenig klein,
und fröhlich mach dein Hoffen –
so trittst du mit den Hirten ein,
und sieh: die Tür steht offen.
 
Der Rektor wünschte vor dem rührenden „Stille Nacht, heilige Nacht“ allen die Freude von Weihnachten nachhause mitzunehmen.
 
Am 15. Dezember 2012 trat zum dritten Mal der Kaufmännische Gesangverein Villach beim traditionellen Kärntner Adventkonzert in der Theresianischen Militärakademie auf. Besinnliche und zugleich fröhliche Stunden mit Musik, Mundarterzählungen und einer ausgiebigen Agape prägten einen wahren künstlerisch-religiösen Höhepunkt in der Adventzeit in der St. Georgskathedrale.
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus
   
Am Samstag, dem 15. Dezember 2012 fand in der überfüllten St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt das seit 1983 traditionelle Kärntner Adventkonzert statt, das wieder gemeinsam von den Angehörigen des Militärpfarrgemeinderates der St. Georgs-Kathedrale und der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS) unter der Gesamtleitung von Militärpfarrgemeinderat Obst i.R. Johann Machowetz organisiert wurde. Unter den mehr als 400 Gästen befanden sich unter anderem auch der Kommandant der Theresianischen Militärakademie, GenMjr Mag. Norbert Sinn, der ehemalige Kommandant GenLt Adolf Erwin Felber, der Nationalratsabgeordneten i.R. Franz Kampichler und der neue Präsident der AKS, Brigadier Mag. Martin Jawurek.
 
Mit auffallend langem Applaus honorierten die sichtlich stark beeindruckten Zuhörer die dargebotenen Chorsätze von einem der besten Kärntner Chöre, dem Kaufmännischen Gesangverein Villach, der zum 3. Mal das Kärntner Adventkonzert gestaltete. „Werst mei Liacht ume sein …“ bat durch den Obmann Friedrich Moser ein abwechslungsreiches Programm unter Leitung von Mag. Michael Nowak  mit sogar drei kurzen Orgelwerken an.
Bereits zum 2. Mal bezauberte die Familie Schwarzenegger mit der Familienmusik das begeisterte Publikum. Alt bewährt, aber stets sehr beliebt wurden die zwei Kärntner Mundarterzählungen von und mit Oberst Ing. Hugo Schuller aufgenommen.
 
Bei der anschließenden Agape mit Kärntner Speck beeindruckte der Kfm. Gesangverein Villach mit den Zugaben im Stiegenhaus der Aula Academica. Die Internatsschüler des Militärrealgymnasiums halfen tatkräftig mit den Pfarrgemeinderäten mit, um die Kirche für dieses Konzert vorzubereiten.
Ein Bericht von MilDekan Mag. Johann WEDL
   
Vom 8. bis 9. November 2012 fand die Militärpfarrgemeinderats-Klausurtagung der Militärpfarre 2 beim MilKdo NÖ im Don Bosco Haus in Wien statt. Als Referent konnten wir Mag. Erhart Lesacher, den Leiter der theologischen Kurse der Erzdiözese Wien gewinnen. Das Thema unserer Klausur war dem Anlass entsprechend: 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil und das damit zusammenhängende Jahr des Glaubens.
 
Die 11 Teilnehmer setzten sich mit der wichtigen und interessanten Thematik ausführlich auseinander. Neben der Auseinandersetzung mit den interessanten Impulsen unseres Referenten, blieb auch noch Zeit zum gegenseitigen Gedankenaustauch und zur Gemeinschaftspflege. Am 2. Tag überlegten wir, wie wir das Erarbeitete konkret in unseren jeweiligen Dienststellen umsetzten können.
 
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es eine gelungene Veranstaltung gewesen ist. Von den Teilnehmern wurde auch der Wunsch angeregt, eine Klausurtagung öfters durchzuführen, um als Militärpfarrgemeinderat noch effizienter arbeiten zu können.
Zum feierlichen Amt zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember 2012 ertönte die Missa brevis A-Dur von Franz Xaver Brixi durch ARS MUSICA. Der Rektor lud die Gläubigen in seiner Predigt ein, Ritter der Immaculata zu werden und täglich mit Maria Jesus ähnlicher zu werden.
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus
   
„Der Kirche wurde das größte Geschenk in  der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau gemacht: Die Flucht im Paradies, wo Eva sich bewusst gegen Gott stellte, wurde aufgehoben. Gott hat unter uns gewohnt und diese Wohnung ist Maria, das goldene Zelt des neuen Bundes und sie bringt Jesus zuerst zu ihrer Cousine Elisabeth. Von Anfang an war Maria voll der Gnade und gebenedeit unter den Frauen. Vor 70 Jahren hat Papst Pius XII die Welt dem Herzen Maria geweiht, danach haben die Diktaturen zum Abbröckeln begonnen, der Kampf gegen das Böse ist jedoch weiterzuführen!“ erläuterte MilDekan Mag. Siegfried Lochner.
 
Der Kirchenchor ARS MUSICA konnte die begrüßenswerte Renaissance des tschechischen Komponisten Franz Xaver Brixi (1732-1771) auch den Gläubigen zukommen lassen. Dieser fand als 5-jähriger Waise bei einem verwandten Geistlichen im Piaristenkloster Kosmanos in Nordböhmen Aufnahme und erhielt am dortigen Gymnasium seine Ausbildung. Danach war Brixi an verschiedenen Kirchen in Prag musikalisch tätig, ab 1759 bis zu seinem Tod war er als Kapellmeister am Prager Veits-Dom. Als Komponist wurde er mit seiner „Musica navalis“ (1757) weit berühmt, die am Festtag des Brückenheiligen und böhmischen Landespatrons Johannes Nepomuk in einer Wasserprozession von Moldau-Booten aus aufgeführt wurde, und die über Jahrzehnte zu diesem Anlass beibehalten blieb. Insgesamt schuf Brixi über 400 Werke in allen kirchenmusikalischen Gattungen. Seine Kompositionen fanden über Böhmen und Mähren Verbreitung in Österreich und Bayern bis hin in die Schweiz und nach Italien.
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus
   
Traditionellerweise erfolgt die Segnung der Adventkränze für die Neustädter Garnison am Freitag vor Adventsbeginn, so auch heuer am 30. November 2012, wo Militärsenior DDr Karl-Reinhart Trauner und Militärdekan Mag. Siegfried Lochner diese Gebetsstunde gemeinsam in der St. Georgs-Kathedrale gestalteten.
"Aus einer kleinen Flamme am Adventkranz wird Licht wachsen, bis Gott die ganze Dunkelheit verdrängt!" erwähnte der evangelische Senior ausgehend vom Propheten Jesaja. „Unser Leben erhält dadurch eine ungeheure Dimension, wir müssen Licht werden und das Licht Gottes in uns tragen!“ Ähnlich fuhr der katholische Dekan fort, er brachte das Beispiel des Apostels Andreas, dessen Feier an den Tag fiel, zu dem Gott sehr konkret kam (Advent) und sprach: ‚Folge mir nach!’.
 
„Advent soll in uns werden, um aus dem eigenen Ego zu steigen und den anderen mehr Platz zu geben, bis wir Gott als Mittelpunkt sehen!", war die Botschaft und der Wunsch beider Geistlichen zur Eröffnung der Adventzeit, bevor sie gemeinsam den Segen erteilten.
 
Am Sonntag erfolgte dann die Segnung der Adventkränze für die Pfarrgemeinde, wo die Hauptbotschaft der Ansprache die Frage war: „Freust du dich auf Weihnachten?
JA, weil Christus unsere Menschennatur angenommen hat, um MICH zu erlösen!“
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus
   
„Es ist eine Rarität geworden, obwohl die Leute länger leben, es ist ein wahres Fest für die Kirche auch, wenn das Gold der Treue, des stets wachsende Gottvertrauen, um das Ja nicht zurückzunehmen, es ist der Tag, wo die Ewigkeit herleuchtet“ freute sich MilDek Mag. Siegfried Lochner am 24. November 2012 mit dem Jubelpaar Gabriele und Edwin Morawa aus Wiener Neustadt zur goldenen Hochzeit.
 
Gabriele Morawa wurde bereits als Tochter eines Berufsoffiziers in der Georgs-Kathedrale getauft und vor 50 Jahren heiratete sie Edwin Morawa 1962 in derselben Kathedrale, wo heute am Fest des Hl. Johannes vom Kreuz die goldene Trauung mit Kindern und Enkelkindern vor dem Altar Gottes gefeiert wird. Mit einer wunderbaren Musik mit dem Konzert- und Opernsänger Franz Fahrleitner, der von Prof i.R. Mag. Helmut Ebner an der Orgel begleitet wurde, entstand ein intimer Gottesdienst rund um das Jubelpaar.
 
In seiner Ansprache meinte der Rektor: „Das Evangelium sprach davon, das Licht auf den Leuchter zu stellen, deshalb ist die Goldmedaille der Eheleute deutlich zu sehen. Es waren sicher nicht jeden Tag Flitterwochen aber wie Paulus sagt: ‚macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn’, das kann man sich zu seinem Lebensprogramm machen. Die gereifte Liebe, wo man den Ehepartner so annimmt, wie er ist, setzt voraus, dass das Kreuz gemeinsam getragen wurde und so wird das Kreuz langsam zu Gold. Das Leben lernen die Kinder von den Eltern und das ist eine Mitgift, die man nachahmen kann.
 
‚Am Abend deines Lebens wirst du in deiner Liebe geprüft’ sagte der Tagesheilige Johannes vom Kreuz, nützt die kostbaren Tage, es ist ein Geschenk!“ ermutigte zum Schluss der Rektor der St. Georg-Kathedrale.
Fast unbekannt liegt der Friedhof der Theresianischen Militärakademie unmittelbar an der Günserstraße, Ruhe und Beschaulichkeit umfängt den Besucher beim Betreten des Friedhofes, gleichzeitig ist dort Konfrontation mit der Vergangenheit.
 
Ein Bericht von Hptm Prof. Mag Serge Claus   
 
Vom Feldmarschall bis zum Zögling, vom Fürsten bis zum Bürgerlichen, sie vereint eine Gemeinsamkeit, die Alma Mater Theresiana. Nach wie vor wird der Friedhof im Sinne der seinerzeitigen Widmung verwendet – als letzte Ruhe für verstorbene Angehörige der Akademie, ehemalige Lehrer und deren unmittelbaren Angehörigen.
Die Maßstäben dieser Welt drehen sie um, das ist die Lebensbotschaft der Heiligen und werden dadurch Licht der Ewigkeit. Christus bleibt auf drei verschiedene Weisen unter uns, durch sein Wort und seine Lehre, durch seine Sakramente vor allem die Eucharistie und durch die Heiligen, wo er sein verborgenes Leben aus Nazareth weiterführt. „Gerade die Heiligen lehren uns, das es eine Ewigkeit gibt!“ erläuterte der Akademiepfarrer in seiner Ansprache am Fest Allerheiligen, „Wir werden die hl. Armut lernen, d.h. zufrieden zu sein, mit dem, was man hat – Jesus war arm, aber lebte nicht in Elend – wir werden verkannt werden, praktizierende Katholiken werden heutzutage öfters mit Verwunderung und Unverständnis angeschaut, und schließlich werden wir das Kreuz lernen, ein Blick auf das Kreuz kann Schmerz in Glück verwandelt!“. Als Bespiel nannte der Rektor Anna Schäffer (1882-1925) aus Mindelstetten (Bayern), sie wurde am 18. Februar 2012 von Papst Benedikt XVI. heilig gesprochen. Sie fiel mit beiden Beinen in einen kochenden Waschkessel und zog sich schwere Verbrühungen zu. Die Ärzte konnten ihre Brandwunden nicht heilen, sie war dadurch starken körperlichen Leiden ausgesetzt; in dieser Zeit wurde sie zur Anlaufstelle zahlreicher Trost und Beistand suchender Menschen. Weil sie bettlägerig war, brachte ihr der Ortspfarrer täglich die Kommunion. Seit 1923 waren ihre beiden Beine gelähmt und sie erkrankte an Mastdarmkrebs. „Ohne hl. Kommunion hätte sie nie ihr christliches Leben führen können, sie hatte drei Schlüssel um ihren Weg zu gehen: ihr Leiden, ihre Nadeln für die Handarbeit und ihre Feder, um Menschen zu schreiben. Diese Schlüssel sind für uns alle verschieden, aber wenn wir die Standespflichten erfüllen, unser Leben nach dem Evangelium führen und mit Christus unseren Weg gehen wird uns nichts fehlen!“, beendete der Militärseelsorger seiner Allerheiligen-Predigt.
 
Das Hochamt wurde von der Familie Imre musikalisch umrahmt, das berühmte „Selig sind die Verfolgung leiden“ aus der Oper „Der Evangelimann“ op. 45 (1894) des österreichischen Komponisten Wilhelm Kienzl, klang wunderschön in einer Orgelbearbeitung mit kräftigem Gesang.
 
Am Allerseelentag wurden drei Gottesdienste gefeiert, um für die Verstorbenen zu beten. Während das Requiem in der Kathedrale in der Früh mit Segnung der dortigen Gräber gefeiert wurde, fand am Abend das Allerseelen-Requiem in der Kapelle des Akademiefriedhofes statt. Der A-Capella Gesang der anwesenden Gemeinde verstärkte den intimen Charakter dieses Gottesdienstes. In seiner Ansprache verwies der Akademiepfarrer auf die Lehre des Allerseelentages: Der Tod ist allen gewiss, was wir nicht wissen ist Ort und Zeit.
 
„In welchem Zustand sind die Leute bei der Sterbestunde, sind sie vorbereitet?“ fragte der Militärdekan bei seiner Ansprache, „Man würde dann wieder mit größerem Ernst an die letzten Dinge und an die jenseitige Läuterung denken. Wer stirbt, braucht das Gebet der Hinterbliebenen! Wie in der Totensequenz:
 
Milder Jesus, wollst erwägen,
Dass Du kamest meinetwegen,
Schleudere mir nicht Fluch entgegen
Bist mich suchend müd gegangen,
Mir zum heil am Kreuz gehangen,
Mög dies Mühn zum Ziel gelangen.
Hoffen sie auf unser Gebet, auch in der hl. Messe beten wir für die Verstorbenen.
Die große Gabe für sie ist das Gebet, die Blumen sind für die Hinterbliebenen.
Die wahre Liebe ist stärker als der Tod, in der ewigen Heimat des Himmels gibt es ein Wiedersehen“.
 
Im Gottesdienst wurden besonders alle bedacht, die in diesem Jahr verschieden sind. Anschließend erfolgte die Gräbersegnung beim Friedhofsgang mit Fackeln und Kerzen: „O Herr, gib Ihnen die ewige Ruhe!“
 
Schon seit dem 22. Jänner 1753 besitzt die Militärakademie einen eigenen Friedhof. Von den berühmten Personen, die im Laufe der Jahre am Akademiefriedhof beigesetzt wurden, wäre zu erwähnen: den Grafen Franz Kinsky, Kommandant der Akademie, der im Kreise seiner Fähnriche begraben werden wollte; General Emil Spannocchi; den Gedenkstein U-20, jenes U-Boot, das 1918 vor Grado sank, mit den sterblichen Überresten der 17 Mann Besatzung. Die 70 Gedenksteine, von der Akademie den hier verstorbenen k.u.k. Zöglingen gewidmet, wurden auch gesegnet.

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Ein Fels des Gebets: Johannes Paul II. zwanzig Jahre nach seinem Tod

Ein Erbe der Spiritualität und Standhaftigkeit Am 2. April 2005 schloss Papst Johannes Paul II. nach beinahe 27 Jahren im Amt für immer die Augen. Zwanzig Jahre später gedenken Gläubige auf... Weiterlesen

Todestag von Papst Johannes Paul II. jäh…

Todestag von Papst Johannes Paul II. jährt sich zum 20. Mal.

Am 2. April 2005 nahm die ganze Welt Anteil am Sterben von Johannes Paul II. Das Gedenken an den über 26 Jahre lang regierenden Papst wird auch in Österreich hochgehalten... Weiterlesen

Papst Franziskus: Ein eindringlicher App…

Papst Franziskus: Ein eindringlicher Appell für den Frieden

Ein Mahnruf aus dem Vatikan: Der Pontifex fordert in seiner Sonntagsbotschaft verstärkte Friedensbemühungen in Krisengebieten weltweit. Papst Franziskus hat mit Nachdruck an die politischen Führer des Südsudan appelliert, Spannungen abzubauen und... Weiterlesen

Das ewige Ringen um den Ostertermin

Das ewige Ringen um den Ostertermin

Eine historische Chance bleibt ungenutzt In einem seltenen Zufall fallen 2025 die Ostertermine der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen auf denselben Tag: den 20. April. Ein willkommener Anlass, um ein seit... Weiterlesen

Fastentücher: Eine alte Tradition in der…

Fastentücher: Eine alte Tradition in der Kirche

In der Fastenzeit bietet sich in vielen Kirchen ein besonderes Bild: Altar und bildliche Darstellungen Jesu werden hinter kunstvoll gestalteten Tüchern verborgen. Doch was steckt hinter dieser Tradition? Wo liegen... Weiterlesen

Bildergalerien

Altarweihe in der...
Lourdes 2018
Requiem für Kaise...
Weltjugendtag 201...
62. Intern. Solda...
Konferenz der Mil...