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Diözese

Aktuelles aus der Diözese

Auch heuer folgen wieder viele Soldaten und Zivilbedienstete des Österreichischen Bundesheeres dem Ruf der internationalen Soldatenwallfahrt von 15. bis 19. Mai im französischen Lourdes. Knapp 470 österreichischen Pilger besuchen unter der geistlichen Leitung von Militärbischof  Christian Werner den Marienwallfahrtsort in Südfrankreich.
 Ein Bericht von Regina Kaiser   

Die Militärmusik Tirol unter der Leitung von Kapellmeister Oberstleutnant Hannes Apfolterer begleitet die österreichischen Pilger und trägt zur musikalischen Vielfalt dieser Tage in Lourdes bei. Insgesamt nehmen rund 12 000 Soldaten und Resortangehörige aus über 40 Ländern an der 56. Internationalen Soldatenwallfahrt teil.
Die Österreicher begannen ihre Wallfahrt am Donnerstag mit dem Kreuzweg und einem anschließenden Bußgottesdienst in der Maria-Empfängnis-Basilika. Der erste Abend in Lourdes wurde von vielen Pilgern zum gegenseitigen Kennenlernen  genutzt. Am Freitagmorgen wurde das internationale Zeltlager mit einer Zeremonie eröffnet, danach feierten die Österreicher gemeinsam mit den deutschen und schweizer Kameraden eine Heilige Messe bei der Grotte.
 
Feierlicher Dankgottesdienst  am 6. Mai 2014 zum 20-jährigen Amtsjubiläum und 70. Geburtstag von Militärbischof Christian Werner. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche und Militär stellten sich als Gratulanten ein
Ein Bericht von Kaiser Regina   

Der Militärbischof für Österreich, Christian Werner, lud am Dienstag, den 6. Mai 2014, zum Dankgottesdienst anlässlich seines 20-jährigen Amtsjubiläums und seines 70. Geburtstags in die St. Georgs-Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt ein. Unter den rund 400 Gratulanten waren der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, der Chef des Generalstabs General, Othmar Commenda, Bundesrat Martin Preineder und der Bürgermeister von Wiener Neustadt, Bernhard Müller BA MPA.
 
Der Diözesanbischof von St. Pölten, Dr. Klaus Küng, würdigte in seiner Predigt das bisherige Wirken von Bischof Werner sowie sein Engagement für die Militärdiözese und die besondere Sorge um die Soldaten und ihre Familien. Auch der Apostolische Nuntius Erzbischof Zurbriggen bedankte sich im Namen des Heiligen Stuhls herzlich für das große Engagement von Bischof Werner in der Militärseelsorge in den vergangenen Jahrzehnten.
Während des anschließenden Festakts im Burghof unterstrich der stellvertretende Kommandant der Theresianischen Militärakademie, OberstdG  Franz Hollerer, die Wichtigkeit der Militärseelsorge im Hinblick auf die steigende Zahl an Krisenherden, allen voran die aktuelle Situation in der Ukraine. Bundesrat Martin Preineder, in Vertretung des Landeshauptmannes  Erwin Pröll, sprach seine Dankbarkeit für die Menschlichkeit des Bischofs aus. Der stellvertretende Generalstabschef, Generalleutnant  Bernhard Bair, überbrachte die Glückwünsche seitens des Militärs.
 
Vom Soldaten zum Bischof
Christian Werner wurde am 27.12.1943 in Gogolin im heutigen Polen geboren, absolvierte die Theresianische Militärakademie, von der er 1967 ausmusterte. Anschließend kümmerte er sich als Erzieheroffizier um die Zöglinge des Militärrealgymnasiums in Wiener Neustadt. Nach seiner Berufung zum Seelsorger begann er das Studium der Theologie und besuchte das Priesterseminar St. Pölten. Am 29. Juni 1977 weihte ihn der Militärvikar und St. Pöltner Diözesanbischof Franz Zak in St. Pölten zum Priester. Nach dreijähriger Tätigkeit als Kurat im Dom zu Wiener Neustadt wurde er 1980 Militärseelsorger beim Militärkommando Niederösterreich und 1986 Militärpfarrer an der Theresianischen Militärakademie. Am 9. Jänner 1992 ernannte Papst Johannes Paul II. Christian Werner zum Titularbischof von Eca und Bischofskoadjutor des Österreichischen Militärordinariats. Die Bischofsweihe empfing er am 2. Februar 1992 in der St. Georgs-Kathedrale zu Wiener Neustadt durch Militärbischof Alfred Kostelecky, Bischof Franz Zak und Bischof Kurt Krenn. Sein Wahlspruch lautet „Christus Pax Nostra“ (Christus ist unser Friede). Als Bischof Kostelecky am 22. Februar 1994 verstarb, folgte er ihm als Militärbischof nach. Am 11. Oktober 1997 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Wiener Neustadt transferiert. Aus gesundheitlichen Gründen bot er im Oktober 2013 Papst Franziskus seinen Amtsverzicht an, bleibt jedoch bis zur Annahme seines Rücktrittgesuchs im Amt.
 
Ein Bischof in der Phase der Veränderungen 
Die vergangenen 20 Jahre seines Wirkens als Militärbischof waren von Transformationsprozessen im Österreichischen Bundesheer geprägt, die auch die Militärseelsorge berührten. Zur Förderung der berufsethischen Bildung im Österreichischen Bundesheer gründete er 1997 das Institut für Religion und Frieden. Auch die Notfallseelsorge wurde unter Bischof Werner intensiviert. Bei großen Übungen des Bundesheeres feierte er oftmals mit den Soldatinnen und Soldaten die Feldmesse und nahm regelmäßig an der jedes Jahr im Mai stattfindenden Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes teil.
 
Neue pastorale Leitlinien für die Katholische Militärseelsorge
Im Herbst 2013 berief Bischof Werner erstmals in der Geschichte der österreichischen Militärseelsorge eine Diözesansynode ein. Im Lauf des synodalen Prozesses wurden neue pastorale Leitlinien für die Zukunft der Katholischen Militärseelsorge erarbeitet, die Bischof Werner am 14. April 2014 im Rahmen der Chrisammesse als Schlussdokument der Diözesansynode 2013 feierlich unterzeichnete.

„Ein Feuer, das in Sarajewo beginnt... Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf den Balkan“ war das Thema eines Vortragsabends am 24. April 2014 im Lokal Eleven Park Gudrunstraße 11. Es war die dritte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „1914-Frieden-2014“, die vom Institut für Religion und Frieden und dem Friede-Institut für Dialog in diesem Jahr gemeinsam veranstaltet wird. Weitere Kooperationspartner waren die Journalists and Writers Foundation, das Forum Weltreligionen, der Verein Im-Puls Media und der Styria-Verlag.

Ein Bericht von Christian Wagnsonner

Nach der Begrüßung durch Ismayil Tokmak, dem Obmann des Friede-Instituts, und Svetozar Pudaric, dem Vizepräsidenten der Föderation Bosnien und Herzegowina, las der Autor Marko Rostek aus seinem Buch „33 Tage. Der letzte Sommer des alten Europa“ (Styria, 2014). Thema des Romans ist die Julikrise, jene verwickelten und bestürzenden diplomatischen Vorgänge, die nach dem Attentat von Sarajewo vom 28. Juni 1914 zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Der Autor zeichnet die Ereignisse aus Sicht maßgeblicher Akteure u.a. in Wien, Sarajewo, Berlin und St. Petersburg nach, unter Verwendung zahlreicher Originalzitate.

Valeria Heuberger vom Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften skizzierte die lange und komplexe Vorgeschichte des Krieges, zu dem das Attentat von Sarajewo der Türöffner war. Bereits in den Jahren und Jahrzehnten zuvor war der Balkan Schauplatz kriegerischer Konflikte (z. B. Okkupation Bosniens 1878, Balkankriege 1912 und 1913). Militärische Kreise in der Habsburgermonarchie drängten zu einem Präventivschlag gegen Serbien. Gewöhnung an die militärische Gewalt auf dem Balkan, der Zerfall des Osmanischen Reichs, massive Aufrüstung und imperialistische Ambitionen der Großmächte sowie die Politik des Habsburgerreichs im annektierten Bosnien waren weitere Faktoren, die bei den komplexen Vorgängen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten, eine Rolle spielten.

Die Gedenkveranstaltungen zu 1914 werden nicht von allen Gruppen in Bosnien und Herzegowina positiv aufgenommen, so Predrag Jurekovic, Forscher am Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement der Landesverteidigungsakademie in Wien. Vor allem in der Republika Srpska sieht man darin vielfach eine Beleidigung der Serben. In Bosnien und Herzegowina habe es nach dem Krieg zunächst gute Entwicklungen gegeben: ernsthafte Unterstützung durch die EU und Aussicht auf eine EU-Integration, teilweise Flüchtlingsrückkehr, Aufbau gemeinsamer Institutionen (etwa die gemeinsame Armee). Seit 2006, als eine ambitionierte Verfassungsreform knapp scheiterte, ist allerdings politischer Stillstand eingetreten. Das Land steht vor großen wirtschaftlichen Problemen, die Bevölkerung schrumpft. Gebildete wandern ins Ausland ab, eine gemeinsame Mission der maßgeblichen Politiker ist nicht absehbar, nationalistische Rhetorik dagegen weit verbreitet, insbesondere in der Republika Srpska. Dabei müssten die meisten Probleme nicht sein. Trotz der Mängel der nach dem Dayton-Vertrag in Bosnien eingeführten politischen Strukturen könnte sich Bosnien bei einigem guten Willen der Politiker zu einem lebensfähigen Staat entwickeln oder längst entwickelt haben. Positive Faktoren sind heute die leicht verbesserten Umweltbedingungen, Bewusstseinsbildung in der einfachen Bevölkerung (soziale Proteste) sowie ein verbessertes Verhältnis zwischen Kroatien und Serbien. Viel wird von den nächsten Wahlen abhängen. Wenn die gleiche Garnitur von Politikern wiedergewählt wird, gibt es wahrscheinlich kaum Chance auf Besserung der Situation.

Damir Saracevic, der Obmann des Zentrums der zeitgemäßen Initiativen Austria, einer multikulturellen Plattform für die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Österreich und Bosnien und Herzegowina, vertrat die Ansicht, dass sich in Bosnien und auf dem Balkan nicht nur in den letzten Jahren, sondern in den letzten Jahrzehnten nicht viel geändert habe. In gewisser Weise sei Bosnien noch ein „osmanisches“ Land, es wurde immer wieder an der Entwicklung einer nationalen bosnischen Identität gehindert. Bis ins 19. Jh. sprach man in Bosnien übrigens nicht von Kroaten und Serben. Erst in der Folge wurden die katholischen bzw. orthodoxen bosnischen Bevölkerungsgruppen nationalisiert. Damit stellte sich auch die Frage nach der Identität der muslimischen Bevölkerung, ob sie sich bloß religiös oder auch national bestimmen lasse. Was Bosnien und Herzegowina aus Sicht Saracevics für die Zukunft am dringendsten brauche, sei die Entwicklung einer nationalen bosnischen Identität und eines kritischen Bewusstseins gegenüber nationalistischen Ideologien sowie eine Kultur der Erinnerung mit Blick auf dem Völkermord.

Yasemin Aydin, die Obfrau des Friede-Instituts für Dialog und Wien-Repräsentantin der Journalists and Writers Foundation, sprach über Friedensarbeit durch Bildung in Bosnien und Herzegowina. Die große Bedeutung der Bildung in einer langfristig wirksamen Friedensarbeit wird von den Vereinten Nationen in verschiedenen Dokumenten klar hervorgehoben. Interventionen politischer oder wirtschaftlicher Art sind für die Förderung eines dauerhaften Friedens nach einem bewaffneten Konflikt in der Regel nicht ausreichend. Es bedarf einer Änderung des Bewusstseins und der Beziehungen zwischen den Menschen. Auch die von den Ideen des türkischen Predigers Fethullah Gülen inspirierte Hizmet-Bewegung sieht in der Bildung den entscheidenden Ansatzpunkt in ihrem Einsatz für Frieden und Verständigung unter den Menschen. Das Hizmet-Netzwerk betreibt deshalb Schulen und Bildungseinrichtungen, zunächst in der Türkei, seit Anfang der 1990er Jahre auch in vielen anderen Ländern. In Bosnien und Herzegowina geht die Gründung von Bildungseinrichtungen auf eine Initiative aus dem Jahr 1995 – noch während des Krieges – zurück. In ihnen werden Angehörige aller Nationalitäten gemeinsam unterrichtet, um durch den gelebten Dialog zur Versöhnung in einer von den Folgen des Krieges zerrissenen Gesellschaft beizutragen.

Im Rahmen der Veranstaltung konnte die Ausstellung „Der Anfang und das Ende…“ der bosnischen Künstlerin Anita Zecic besichtigt werden. Es spielte das Gitarrenduo SEV DAH.

Die Chrisammesse, welche üblicherweise am Gründonnerstag stattfindet,  wird aus pastoralen und organisatorischen Gründen  im Militärordinariat traditionell am Montag der Karwoche gefeiert. Im Zuge dieser Messfeier werden die Heiligen Öle (Chrisam, Katechumenöl und Krankenöl) durch den Bischof geweiht und das Weiheversprechen der Militärseelsorger erneuert.
Ein Bericht von  Regina Kaiser und  Nadja Rossmanith
 
Der Militärbischof für Österreich,  Christian Werner,  lud am Montag, den 14. April 2014, zur Feier der Chrisammesse in die St. Georgs-Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt ein.  Der Apostolische Nuntius, Erzbischof  Peter Stephan Zurbriggen, konzelebrierte und hielt eine Ansprache vor dem Schlusssegen, in welcher er sich herzlich für die Einladung bedankte und seiner Freude über  das vorliegende Ergebnis des synodalen Prozesses Ausdruck verlieh.

In seiner Predigt bestärkte Militärbischof Werner die Militärseelsorger darin, in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung ihre pastorale Aufgabe zum Wohle der Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres zu erfüllen. Er bekräftigte auch seinen Wunsch, die Zusammenarbeit mit den Vertretern anderer Militärseelsorgen weiter zu verstärken sowie gute brüderliche Beziehungen mit den Geschwisterkirchen und anderen Religionsgemeinschaften zu unterhalten. Außerdem sei es ihm wichtig, dass alle Gläubigen Verantwortung füreinander und für die Welt übernehmen und sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.
 
Während der Eucharistiefeier unterzeichnete Militärbischof Werner die Pastoralen Leitlinien für das Militärordinariat der Republik Österreich als Schlussdokument der Diözesansynode 2013. An der Synode, welche von 30. September bis 4. Oktober 2013 in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg stattfand, nahmen 192 Angehörige der Militärdiözese, Gäste und Beobachter teil. Zwei der unterzeichneten Exemplare wurden feierlich an Nuntius Erzbischof Dr. Zurbriggen übergeben.
Im Anschluss an den Festgottesdienst  fand  ein gemeinsames Fastensuppenessen statt.
Ein Bericht von Pressesprecherin Nadja Rossmanith 
 
Die diesjährige Frühjahrsversammlung der Bischofskonferenz tagte diesmal vom 24. bis 27. März 2014 im Stift Admont. Behandelt wurden dabei folgende Themen:
100 Jahre Erster Weltkrieg,
Europawahlen 2014,
Leben fördern und schützen,
Österreichs Verantwortung in der Welt,
Wallfahrt und Kongress der Pfarrgemeinderäte.
 
Die Vollständige Presseerklärung finden Sie unter https://www.bischofskonferenz.at/publikationen/presseerklaerungen/2014 
"Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR dein Gott, beschieden hat“ (5. Mose 16,17). Unter dieser Losung stand die Amtseinführungen von Superintendenten Karl-Reinhart Trauner und des neuen Seniors Michael Lattinger in der St. Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt am 1. Dezember 2013.
Ein Bericht von Hauptmann Prof. Serge Claus   

„Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR dein Gott, beschieden hat“ (5. Mose 16,17), das ist die Losung für den 1. Dezember 2013, den Amtsantritt des neuen Superintendenten Karl-Reinhart Trauner und des neuen Seniors Michael Lattinger, des ehemaligen und jetzigen Religionslehrers am Militärrealgymnasiums. „Ich bitte Sie alle um Unterstützung bei meiner Tätigkeit um die evangelische Seelsorge“ beendete Trauner seine Ansprache.
 
Am 27. November 2013 begleitete der für die Militärseelsorge zuständige Oberkirchenrat Prof. Karl Schiefermair den Festakt und begrüßte die evangelische Kirchenleitung, die obersten Militärs, die Vertreter der katholischen und orthodoxen Seelsorge, aber auch die Armeeseelsorge aus der Slowakei, aus Ungarn, Deutschland, Tschechien, Slowenien und aus der Schweiz, das Ensemble der Militärmusik Burgenland und Prof. Helmut Ebner an der Orgel sowie die Militärgymnasiasten. Die Bischofskirche wurde durch Militärbischof Mag. Christian Werner gerne zur Verfügung gestellt und unterstrich damit die ausgezeichneten Beziehungen in der Militärseelsorge.
 
Nach dem kraftvoll gesungenen Lied „Lobe den Herrn“ verabschiedete feierlich Thomas Hennefeld, Landessuperintendent der Evangelisch-reformierten Kirche in Österreich,  Oskar Sakrausky, der nun die evangelische Gemeinde in Mürzzuschlag übernehmen wird. Vor 13 Jahren ist er als Leiter der Militärseelsorge ernannt worden und wurde laut Hennefeld zu einer verlässlichen Anlaufstelle für Soldaten. Der Landessuperintendent segnete ihn durch Handauflegung. Oskar Sakrausky legte dann sein Amtskreuz auf den Altar zurück und sagte seinen WegbegleiterInnen in der Kirche aber auch beim Bundesheer ein schlichtes Dankeschön für die 13 erfüllten Jahre.
 
Hon.-Prof. Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich führte dannden promovierten Theologen und Historiker Karl-Reinhart Trauner in sein Amt als 7. Militärsuperintendent ein, dazu wurde die Ernennungsurkunde vom Synodenpräsidenten Dr. Peter Krömer vorgelesen. Der Bischof würdigte ihn als Fachmann in der österreichischen Geschichte, aber auch als Meinungsbildner in der jetzigen Diskussion über die Militärseelsorge, auch in wehrethischen Fragen. Es gelte nun das Konzept des gerechten Friedens zu verwenden. Danach wurde der neue Superintendent gesegnet.
In seiner Ansprache ging Trauner auf den Losungstext vom 1. Dezember ein, Institutionen werden von Menschen getragen und vor Ort sind sie das Gesicht der Institution, wir haben dadurch positiv segensreich zu handeln und unsere Welt gut zu gestalten, denn wir handeln aus christlicher Überzeugung einmal als Ziel bei Gott aufgehoben zu sein. Er bedankte sich bei seinen Eltern, seiner Familie, bei seinen Lehren und bei den Militärs, die ihm als Vorbild gedient haben.
 
Als erste Tätigkeit führte der neue Superintendent den Pfarrer von Neunkirchen, Michael Lattinger, in sein Amt als neuer Militärsenior ein, dazu wurde die Urkunde vorgelesen und ihm die seelsorgliche Betreuung aller Angehörigen des ÖBH aufgetragen. Militärsenior Lattinger bedankte sich vor allem bei seiner Frau und seinen zwei Kindern und verwies auf drei für ihn wichtige Worte: Dienst, Segen und Gnade. „Im Dienst als Seelsorger können wir zum Segen für die uns anvertrauten Menschen werden, indem wir ihnen Augen und Herz für die Gnade Gottes öffnen“, erklärte der Religionslehrer am Militärrealgymnasium. „Ich freue mich auf die neue Zusammenarbeit in ökumenischer Verbundenheit!“
 
In einem verlesenen Grußwort würdigte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer dankbar den Dienst der Militärseelsorge aller Konfessionen. Generalstabschef Othmar Commenda überbrachte die Grüße von Verteidigungsminister Gerald Klug, der ebenfalls betonte, dass der Mittelpunkt der Arbeit der Mensch ist. Der Generalstabschef drückte seine hohe Wertschätzung der evangelischen Kirchenleitung gegenüber nochmals aus. Im Anschluss überreichte er mit Sektionschef Christian Kemperle die Bestellungsurkunde an Karl-Reinhard Trauner. Glückwünsche überbrachte noch der katholische Bischofsvikar Monsignore Werner Freistetter von Militärbischof Christian Werner, der für die gute Zusammenarbeit dankte und welche den Bischof dazu bewegt hat, seine Kirche für diese Feier zur Verfügung zu stellen. Wir können nur in einem brüderlichen Zusammenleben glaubwürdig den christlichen Glauben verkünden.

Der Hausherr und Kommandant der Theresianischen Militärakademie gratulierte zu der Bestellung, die an einem ausgezeichneten Ort der Offiziersheran, -aus und –weiterbildung geschehe. Er wünschte Soldatenglück und Gottes Segen, um der Entmenschlichung entgegen zu treten. Nach dem Gebet des „Vater Unsers“ und dem Segen erfolgte der feierliche Auszug.
 
Advent 2013

Liebe Soldatinnen und Soldaten!
Liebe Bedienstete des Österreichischen Bundesheeres und ihre Angehörigen!
Brüder und Schwestern im Herrn!

Weihnachten verbinden wir vor allem mit der Schönheit des Winters, mit dem Schnee auf den Bäumen, den leeren Feldern, der abendlichen Dunkelheit, der Kälte und dem Feuer, das uns wärmt. Es ist schon seltsam, dass das Fest der Geburt Christi schon ganz früh zu einem Winterfest wurde, dass wir es gerade in der Jahreszeit feiern, in der das Leben still und unfruchtbar und bedrohlich geworden ist.
 
Jesus ist nicht Mensch geworden, um die Wärme des Frühlings zu genießen oder die Ernte einzuholen. Er kommt in den Winter der Welt, in eine Welt, die gezeichnet ist von Krieg und Gewalt, Vergänglichkeit, Krankheit und Tod.
 
Auch heute kommen die Menschen in vielen Ländern nicht zur Ruhe. Unschuldige werden getötet oder müssen ihre Häuser verlassen. Millionen Menschen leiden an Hunger und Unterernährung und sehen keine Zukunft für sich und ihre Kinder. Kinder werden als Soldaten rekrutiert. Menschen sterben in überfüllten Booten beim Versuch, die Küsten Europas zu erreichen.
 
Beten wir an diesem Weihnachtsfest für sie! Beten wir vor allem auch für die Bevölkerung Syriens, Malis, des Irak und vieler anderer Staaten, die von internen Konflikten zerrissen sind, dass sie den Weg in eine friedliche Zukunft finden.
 
Ganz besonders denke ich zu Weihnachten an unsere Soldaten im Auslandseinsatz, die sich für ein sicheres Leben der Menschen in zahlreichen Konfliktgebieten dieser Welt einsetzen. Sie können Weihnachten nicht bei ihren Familien verbringen. Gott gebe ihnen Kraft und Geduld, damit sie ihre schwierigen Aufgaben erfolgreich erfüllen können!
 
Auch für mich hat dieser Winter eine besondere, tiefere Bedeutung. Ich habe Papst Franziskus meinen Rücktritt angeboten, weil ich aus gesundheitlichen Gründen meinen bischöflichen Dienst nicht länger ausüben kann. Aber ich gehe nicht ohne Zuversicht und Freude darüber, dass unsere Kirche auf einem guten Weg ist. Voriges Jahr habe ich einen synodalen Prozess in Gang gesetzt, um mit euch ein neues Konzept für die Seelsorge zu erarbeiten. Mit der Diözesansynode vom 30. September bis 4. Oktober 2013 hat dieser Prozess im Jahr des Glaubens seinen Höhepunkt erreicht. Er ist aber noch nicht zu Ende. Ich hoffe im Gegenteil, dass er zu einem neuen Anfang für uns alle werden wird, dass der Geist der Kameradschaft, des gegenseitigen Respekts und der Zusammenarbeit aller, der auf unserer Synode so deutlich zu spüren war, fruchtbar sein und die Arbeit in der Militärseelsorge weiter bestimmen wird.

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!
 
Ihr

Mag. Christian Werner
Militärbischof für Österreich

Katholische, evangelische und orthodoxe Militärseelsorge zum ersten Mal mit einem "Militärseelsorgezelt" am Heldenplatz vertreten.

Im Zuge der Feierlichkeiten zum diesjährigen Nationalfeiertag waren die katholische, evangelische und orthodoxe Militärseelsorge zum ersten Mal mit einem "Militärseelsorgezelt" am Heldenplatz vertreten. Besucher konnten sich Informationsmaterial und Publikationen mitnehmen und auch das persönliche Gespräch mit den Militärseelsorgern und Mitarbeitern des Instituts für Religion und Frieden suchen.

Die katholische Militärseelsorge wurde durch Militärsuperior  Alexander Wessely, Militärkaplan Sascha Kaspar,  Wolfgang Wessely, Mitarbeiter des Instituts für Religion und Frieden und einige Freiwilligen der AKS vertreten. Für die evangelische und orthodoxe Militärseelsorge gaben Militärsenior Karl-Reinhart Trauner,  Alexander Lapin, Vizeleutnant Hubert Kobald sowie einige AGES Angehörige und Rekruten Auskunft.

Teil der diesjährigen Festivitäten war auch der Weltrekord-Bungee-Sprung eines Soldaten des Jagdkommandos aus 192m Höhe, welcher danach von Freiwillen wiederholt werden konnte. Die Militärseelsorge hat an dieser Aktion teilgenommen und wurde durch Robert Sulyok, von der Militärpfarre Burgenland, und durch Samuel Hana von der orthodoxen Militärseelsorge vertreten, welche sich mutig der Herausforderung stellten!

Weiter Fotos unter https://www.facebook.com/media/set/?set=a.666492093383733.1073741837.190977564268524&type=3

Wie sieht heute das Verhältnis zwischen Kirchen und Staat in Österreich und in Europa aus? Und wie sind aus heutiger Sicht die religionspolitischen Entscheidungen im römischen Reich des frühen 4. Jahrhunderts zu beurteilen, die die Geschichte Europas mit geprägt haben? Diese Fragen waren Gegenstand einer gemeinsamen Veranstaltung der drei Militärseelsorgen des Österreichischen Bundesheers am 19. November 2013 im Jakob-Kern-Haus Wien 13, zu der das Institut für Religion und Frieden, das Institut für Militärethische Studien, die Orthodoxe Militärseelsorge und die Militärpfarre Wien eingeladen hatten.
Ein Bericht von Christian Wagnsonner   

Piero Bordin, der Gründer und langjährige Intendant von Art Carnuntum, führte die Zuhörer zurück in die Zeit der Spätantike. Die Mailänder Vereinbarung von 313 war nur eines jener bahnbrechenden Ereignisse, die den Wandel in der Religionspolitik der römischen Kaiser manifestierten. Bereits zwei Jahre zuvor hatte Galerius 311 mit dem Edikt von Nikomedia eine Politik religiöser Toleranz eingeleitet und die Christenverfolgungen beendet. Das Edikt wurde im Namen aller vier zugleich regierenden römischen Kaiser erlassen, zu denen damals bereits Konstantin gehörte.
Nach dem Tod des Galerius 311 und dem Sieg Konstantins über seinen Rivalen Maxentius an der Milvischen Brücke 312 blieben schließlich zwei Kaiser übrig: Konstantin und Licinius, die in der Vereinbarung von Mailand 313 an das Edikt von Nikomedia anknüpften und Religionsfreiheit und freie Religionsausübung für jedermann zuließen, auch für Christen.
Aus österreichischer Sicht ist besonders interessant, dass bereits 308 in Carnuntum im heutigen Niederösterreich eine Kaiserkonferenz stattfand, bei der man versuchte, die komplizierten Machtverhältnisse im römischen Vierkaiserreich zu regeln. Dabei wurde u.a. Konstantin als westlicher Unterkaiser („Caesar“) anerkannt. Was dort genau besprochen wurde, wissen wir heute nicht, man dürfe aber annehmen, dass hier auch schon die künftige religionspolitische Wende grundgelegt wurde. Das Beeindruckende an dieser Wende ist, dass sie nicht das Ergebnis von Krieg oder Bürgerkrieg war, sondern auf politische Entscheidungen zurückgeht. Die Absicht dieser Maßnahmen können wir uns auch heute zum Vorbild nehmen: Sie beruht auf der Einsicht, dass das Wohl des Gemeinwesens nur gewahrt werden kann, wenn auch Religionsfreiheit und freie Religionsausübung gesichert sind.
 
Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich und Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), sprach über „Europa und die Kirchen – zur Diskussion über das christliche Europa“.
In allen Bereichen des Projekts Europa sei heute Skepsis angebracht. Zwar habe es nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa eine nie dagewesene Periode des Friedens gegeben – mit Ausnahme der Balkankriege. Andererseits werden die Verteidigungsausgaben laufend erhöht und Kooperationen auf militärischer Ebene verstärkt. Weiters hat die Europäische Union vor allem seit Beginn der Wirtschaftskrise an Vertrauen in der Bevölkerung verloren. Es wurde erkannt, dass sie nicht allen ihren Mitgliedsländern Wohlstand garantieren kann.
Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Religionen? Die religiöse Landschaft in den einzelnen europäischen Ländern ist sehr unterschiedlich. Insgesamt nimmt die Zahl der Menschen, die keiner Religion angehören, zu. Die Rede von der Wiederkehr der Religion hat sich bislang als nicht zutreffend erwiesen, zumindest was die Zugehörigkeit zu den Religionsgemeinschaften betrifft. Ängste spielen eine wachsende Rolle (etwa „dem Islam“ gegenüber), auch Hasskriminalität nimmt zu. Eine Untersuchung zeigt, dass eine nicht geringe Zahl an Zugewanderten in Europa Opfer von Gewalt wird, und zwar nicht nur verbaler Gewalt. Ein bisschen vom Geist der Vereinbarung von Mailand bzw. des Edikts von Nikomedia täte Europa heute sicher gut. Ein Rückblick auf die historischen Entwicklungen sollte aber durchaus mit Selbstkritik verbunden sein: So wurde das Christentum bald vom Verfolgten zum Verfolger. Selbst bei den Reformatoren des 16. Jahrhunderts lassen sich in der Frage von Toleranz und Religionsfreiheit Widersprüchlichkeiten aufzeigen, trotz Verabschiedung vom traditionellen Ketzerrecht. Bei Luther kommt das Wort Toleranz nur ein Mal vor. Toleranz allein ist im Übrigen zu wenig, wenn sie nicht zur Anerkennung des bzw. der anderen führt.
Die theoretischen Grundlagen der Menschenrechte wurden von Denkern gelegt, die dem Christentum verpflichtet waren, und die Behauptung, dass Menschenrechte und die Ideen der Aufklärung nur gegen Religion durchsetzbar waren, ist in dieser Allgemeinheit nicht haltbar. In einer gemeinsamen Erklärung, der Charta Oecumenica von 2001, bekennen sich die christlichen Kirchen zu einem humanen und sozialen Europa, in dem die Menschenrechte geachtet werden. Zugleich verpflichten sie sich ihrerseits, die Religionsfreiheit und das Recht auf freie Religionsausübung aller Menschen anzuerkennen.
Bischof Bünker schloss mit einer kleinen Wiener Erinnerung: Mozarts türkisches Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ wurde just zu der Zeit mit großem Erfolg aufgeführt, als die Habsburger im Geheimen einen präventiven Krieg gegen die Türkei planten. Die Letztfassung des Librettos stammt von einem reformierten Christen. Grundtenor der ganzen Oper ist: In der Liebe wie in der Religion gibt es keinen Zwang…
 
Nach Ansicht von Stefan Schima, Professor am Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht an der Universität Wien, werde die Konstantinische Wende in der Regel überschätzt. Bereits vorher gab es Kaiser, die dem Christentum aufgeschlossen gegenüberstanden, vielleicht sogar einen christlichen Kaiser. Auch nach dem Edikt von Mailand kam es noch zu Christenverfolgungen, bereits unter Licinius im Osten und später in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts unter den Großneffen Konstantins. Als Vorsitzender einer innerkirchlichen Versammlung (Konzil von Nicäa, 325) drang der Kaiser auf eine einheitliche Entscheidung, eine Pluralität christlicher Bekenntnisse wollte er aus politischen Gründen nicht zulassen.
Den Vorsitz auf einer Kirchenversammlung könnte heute in Österreich und vielen anderen europäischen Staaten kein Repräsentant der Staatsgewalt mehr einnehmen. Zu anderen Maßnahmen Konstantins gibt es aber noch Parallelen: Staatlich relevant ist die kirchliche Gerichtsbarkeit nur mehr insofern, als das auch für alle anderen juristischen Personen (z.B. Vereine) zutrifft. Es gibt noch Regelungen zum Schutz des Ansehens des geistlichen Standes (z.B. während einer Gefängnisstrafe) und Rechtshilfe zwischen kirchlichen und staatlichen Gerichten, wobei diese Regelung aber faktisch nicht mehr relevant ist. Konstantin hatte weiters den Sonntag sowie Feiertage gefördert, und es gab Vermögenszuwendungen an die Religionsgemeinschaften. Den Sonntag gibt es in Österreich natürlich noch, ebenso wie zahlreiche christliche (katholische) Feiertage. Auch staatliche Vermögenszuwendungen an die Religionsgemeinschaften existieren heute: Im Vermögensvertrag von 1960 wurden etwa jährliche Zahlungen an die katholische Kirche vereinbart, es gibt aber auch direkte Zahlungen an einige andere Glaubensgemeinschaften. Weitere staatliche Leistungen sind die Bezahlung der Gehälter an kirchlichen Privatschulen, Finanzierung von Dienststellen in der Militärseelsorge und Zahlungen im Rahmen des Denkmalschutzes, wobei aber dabei in den meisten Fällen durchaus öffentliches Interesse vorliegt (Fremdenverkehr, Bildung…).
Heute können Religionsgemeinschaften in Österreich als Vereine organisiert sein, als eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften sowie als anerkannte Religionsgemeinschaften, die den Status von Körperschaften öffentlichen Rechts haben. Kriterien für eine Anerkennung sind u.a.: Lehre, Gottesdienst und Verfassung müssen gesetzeskonform und dürfen nicht sittlich anstößig sein. Es muss zumindest eine Kultusgemeinde auf Dauer erhalten werden können. Eine gewisse Mindestbestandsdauer und Mitgliederzahl sowie eine positive Grundeinstellung Gesellschaft und Staat gegenüber sind erforderlich, und die Einnahmen dürfen nur religiösen Zwecken zufließen.
Das Staatsgrundgesetz von 1867 gewährt den anerkannten Religionsgemeinschaften das Recht der gemeinsamen öffentlichen Religionsausübung, der Staatsvertrag 1919 auch allen Einzelnen. Die Europäische Menschenrechtskonvention von 1950, die in Österreich Verfassungsrang hat, nimmt auch nichtreligiöse Weltanschauungsgemeinschaften in den Blick, in Österreich können sie aber im Moment nur Vereine sein.
Der österreichische Staat steht den Religionsgemeinschaften grundsätzlich neutral gegenüber, wobei man aber zwischen „hereinnehmender Neutralität“ im nicht streng hoheitlichen Bereich (z. B. Religionsunterricht, Kreuz im Klassenzimmer) und „distanzierender Neutralität“ im hoheitlichen Bereich (z.B. Justiz etc.) unterscheiden muss. Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen. Nach dem Paritätsprinzip müssen die Religionsgemeinschaften gleich behandelt werden, wobei in manchen Bereichen allerdings Ungleichheiten bzgl. Mitgliederzahlen oder Strukturen zu berücksichtigen sind und anerkannte Religionsgemeinschaften außerdem gewisse Privilegien haben: Recht auf Religionsunterricht, Subvention der Lehrergehälter an Schulen der Religionsgemeinschaften, steuerliche Begünstigungen, steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen, Befreiung der Seelsorger vom Wehrdienst bzw. vom Geschworenen- und Schöffenamt, und: Die Bundessektenstelle hat ihnen gegenüber keine Beobachtungskompetenz…
 
Die meisten Landsleute wissen nach Ansicht von Mirko Kolundzic, des Pressesprechers der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, nur sehr wenig über die Orthodoxen Kirchen. Grund dafür ist vielfach das schlechte Image der Herkunftsländer orthodoxer Immigranten. Zudem bewegen sich diese oft in geschlossenen Milieus, aufgrund einer gewissen Furcht vor der Öffentlichkeit, die z.T. mit den Erfahrungen orthodoxer Christen unter kommunistischer Herrschaft erklärt werden kann. Auf einer panorthodoxen Konferenz in der Schweiz wurde beschlossen, in der „Diaspora“ Bischofskonferenzen einzurichten, um die Einheit der Orthodoxie in Pastoral, Liturgie, Katechetik, religiöser Publizistik und im Umgang mit Massenmedien zu fördern und sichtbar zu machen. Auch in Österreich wurde eine Orthodoxe Bischofskonferenz eingerichtet, dessen Pressesprecher Kolundzic seit 2012 ist. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit steckt allerdings noch in den Kinderschuhen und sollte trotz der schwierigen Bedingungen in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden. Leider werden auch die guten Beziehungen der orthodoxen Kirchen zum österreichischen Staat in der Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen.
 
Im zweiten Teil seines Vortrags sprach Kolundzic über die Beziehungen zwischen Staat und Orthodoxer Kirche in Serbien. Die Serbisch-Orthodoxe Kirche versteht sich seit vielen Jahrhunderten als Märtyrerkirche: Nach einer kurzen Hochblüte wurde das mittelalterliche Serbische Reich Ende des 14. Jahrhunderts von den Osmanen erobert. Nach Erlangung der Selbständigkeit Anfang des 20. Jahrhunderts brachten die beiden Weltkriege neue Martyrien, vor allem die brutale Verfolgung durch die Faschisten im 2. Weltkrieg. Während der kommunistischen Herrschaft wurden viele Priester ermordet. Bis 1960 verlor die Kirche ein Drittel ihrer Bischöfe und die Hälfte ihrer Priester, fast 90% des Kirchenbesitzes wurde enteignet. Dieser Phase offenen oder perfid versteckten Terrors folgte seit den 1960er Jahren eine Phase der Kontrolle. Man hielt die Kirche für nicht mehr so stark und gefährlich, wollte aber wissen, wer noch den alten (nichtkommunistischen) Werten anhing und wer bereit war, sich an die politischen Verhältnisse anzupassen.
Das Regime der Neokommunisten unter Milosevic erkannte die Notwendigkeit einer nationalen bzw. demokratischen Verpackung und sah in der Orthodoxen Kirche ein passendes Instrument. Die Orthodoxe Kirche war nicht dazu berufen bzw. hatte nicht die Kraft, sich gegen die Vereinnahmung durch das Regime zu wehren und glaubte naiv, dass das Volk nun zu den alten Traditionen und zur Demokratie zurückkehren würde. Im Krieg stand die Kirche auf der Seite ihres Volkes, wie sie das immer getan hat. Nach der militärischen und politischen Niederlage 1999 stellte sich das Volk gegen seine Regierung und wurde dabei von der Orthodoxen Kirche massiv unterstützt. Trotz der Staatsnähe der Kirche während der 90er Jahre war die Kirche nie im Ganzen nationalistisch, weil orthodoxer Universalismus und Pragmatismus bei vielen Geistlichen nach wie vor eine wichtige Rolle spielten. Heute ist die Kirche eine Institution ohne wirkliche Macht, aber sehr geachtet.
Einzigartig in der Geschichte der österreichischen Militärdiözese ist die Abhaltung einer diözesaninternen Synode, die von 30. September bis 4. Oktober 2013 in der Schwarzenberg Kaserne in Salzburg stattfindet und deren Ziel die Erarbeitung von Vorschlägen für ein neues Pastoralkonzept der Militärdiözese ist. Als Teilnehmer sind österreichweit Angehörige und Mitarbeiter der Militärdiözese, Laienräte, zivile-, wie militärisch Interessierte, Grundwehrdiener und Zöglinge des Militärrealgymnasiums Wiener Neustadt geladen. Den Vorsitz hat der Militärbischof für Österreich, Christian Werner, das Sekretariat und die Organisation wurde durch Bischofsvikar Militärsuperior  Harald Tripp und ein Team geleitet. Ein Chronik dieses Geschehens
 
Montag, 30. September 2013
Mit Shuttlebussen, dem Auto oder mit der Bahn reisten insgesamt 192 Teilnehmer nach Salzburg an und nahmen an der feierlichen Eröffnungsmesse teil, die Bischof Werner zelebrierte. Nach einem Einleitungsreferat, von Univ. Prof Rees über die Bedeutung und Geschichte von Synoden und einer genauen Erläuterung der Synodenordnung stimmte der Militärbischof auf die bevorstehende synodale Arbeit in seiner Eröffnungsrede ein: „Für unsere junge Diözese ist dieser Anlass etwas ganz Neues. Noch nie sind wir auf so breiter Basis zusammengekommen, um über die Zukunft der Militärseelsorge zu beraten. […] In den Arbeitsgruppen dieser Synode wird genügend Zeit dafür zur Verfügung stehen, die veränderten Bedingungen zu analysieren, Probleme und Chancen zu diskutieren und Optionen für eine künftige Pastoral zu entwerfen.“
Bischof Werner ermutigte die Anwesenden, den Glauben neu zu entdecken: „Eine neue Evangelisierung in diesem Sinn geht von den Herzen der Menschen aus, die sich von der Botschaft Jesu berühren lassen. Besonders wichtig ist es, Jugendliche sprechen zu lassen und sie zu begleiten, die Heimweh nach Gott haben und eine Sehnsucht in sich spüren. […] Nur wichtig sind Vorbild, Motivation, Bereitschaft und Fähigkeit zur Kooperation, soziale Kompetenz, Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, Kameradschaft und die Bereitschaft, sich für die Sicherheit der Mitmenschen und den Schutz von Grundrechten einzusetzen – über Gruppendenken und nationale Zugehörigkeiten hinaus.“
 
Über die Militärseelsorge und die Kirche allgemein sagte Bischof Werner weiter: „Die Aufgabe der Militärseelsorge ist nicht, wie manche meinen, moralische Werte in die angeblich grundsätzlich unmoralische Welt des Militärs zu bringen. Die Aufgabe der Militärseelsorge ist eine andere: Sie ermöglicht gläubigen Soldaten freie Religionsausübung auch unter schwierigen (Einsatz)Bedingungen und unterstützt die Soldaten dabei, ihren Dienst auf religiös und moralisch verantwortbare Weise zu erfüllen.“
An diesem Nachmittag fanden die ersten Sitzungen in den drei Arbeitsgruppen statt, welche sich folgenden Themen widmen:Verkündigung - Liturgie, Sakramente, Ökumene und Jugend - Dienst am Nächsten.
Täglich wird den Synodalen die Gelegenheit zur Anbetung in der Soldatenkirche zum besinnlichen Abschluss des Arbeitstages geboten, welche an diesem Abend gern genutzt wurde.
 

Dienstag und Mittwoch, 1. und 2. Oktober 2013
Beide Tage begannen mit einem Morgengebet und einem geistlichen Impuls, die am 2. Tag von Äbtissin Sr. Perpetua Hilgenberg, OSB und am 3. Tag von Prälat Johann Reißmayer zu den Themen Liturgie und Verkündigung gehalten wurden. In einer durchwegs positiven Arbeitsatmosphäre wurden die Themen anschließend in mehreren Sitzungen weiter erarbeitet. Die Erwartungen und bisherigen Eindrücke der Teilnehmer der Synode spiegeln sich in folgenden Kommentaren wieder:

Militärbischof Christian Werner, Vorsitzender der Synode: "Ich freue mich gemeinsam aus dem Glauben heraus ins Gespräch zu kommen. Dies ist eine Versammlung im Heiligen Geist und unsere Aufgabe ist es nun, aus diesem Geist heraus zu wirken. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass die Begeisterung der Teilnehmer sehr groß ist und ich sehe den Begegnungen der nächsten Tage sehr positiv entgegen".

Militärsuperior Harald Tripp, Synodensekretär: "Ich freue mich, dass wir auf dieser Synode in einem breiten Teilnehmerkreis zusammen gekommen sind und über Themen, die das Militär und die Kirche betreffen, diskutieren. Ich erwarte mir Impulse für die Zukunft und bin sehr glücklich über die Gesprächsprozesse, die wir noch nie in diesem Ausmaß hatten".

MilitärdekanWerner Seifert, Synodaler: "Ich hatte keine bestimmten Erwartungen zur Synode, ich war für alles offen. Bis jetzt gefällt mir die Synode sehr gut, es herrscht eine tolle Atmosphäre".

Militärpfradjunkt  Herbert Kraushofer, Synodaler: "Ich hatte die Hoffnung, dass miteinander gesprochen wird und dass wir positiv in die Zukunft schauen. Auch der neue Papst gibt mir Hoffnung. Die Synode läuft bis jetzt sehr gut, alle arbeiten positiv mit und es wird offen heraus diskutiert. Ich fühle mich wohl und es ist für mich wichtig, dass die Priester in den Arbeitsgruppen dabei sind".

Militärsuperior Alexander Wessely, Synodaler: "Ich habe große Erwartungen an den Jugendtag der Synode, denn besonders interessieren mich die Meinungen der übernächsten Generation".

MilSenior  Karl-Reinhard Trauner, Beobachter der evangelischen Militärseelsorge: "Ich habe mir einen prozessualen Aufbruch erwartet und diese Mobilisierung erlebe ich tatsächlich".

Militärpfarradjunkt Thomas Astecker, Synodaler: "Ich habe mir Besprechungen für grundlegende Änderungen in unserer Arbeit erwartet. Besonders gut bis jetzt hat mir die Eröffnungsrede unseres Militärbischofs gefallen. Es herrscht eine Aufbruchsstimmung, die Leute sind sehr engagiert. Sehr wichtig ist mir, dass die Ergebnisse auch umgesetzt werden".

Militärseelsorger Alexander Lapin, Beabachter der orthodoxen Militärseelsorge:"Ich erwarte mir von der Synode, viele Menschen zu treffen, die etwas bewirken wollen und eine kompetente und arbeitssame Versammlung. Ich möchte einen Überblick über die katholische Militärseelsorge bekommen, wo sie steht, wie die Stimmung ist, welche Meinungen es gibt und wie es zukünftig weiter gehen soll. Bisher ist alles sehr gut organisiert. Alles findet in einem sehr freundschaftlichen und netten Ambiente statt. Man spürt förmlich den Willen der Beteiligten, Änderungen herbeizuführen und ich wünsche mir Entschlossenheit in der Umsetzung".

Sr.  Rafaela, Dokumentationsbeauftragte: "Mir ist wichtig, dass alle Christen, Laien und Priester entscheiden in der Kirche. Kirche besteht nicht nur aus Obrigkeiten, für eine gute Zusammenarbeit sollten alle mit einer gemeinsamen Stimme sprechen. Bis jetzt sind die Berichte sehr lebendig. Es wurden viele Themen angesprochen. Ich hoffe auf eine lebensnahe Umsetzung der Ergebnisse".

Militärkaplan Sascha Kaspar (P. Rafael), Synodaler: "Mein Eindruck ist bis jetzt sehr positiv, es nehmen sehr viele junge Menschen teil, die rege über ihre Erfahrungen mit der Militärseelsorge erzählen. Alle Altersgruppen und Dienstgrade arbeiten lebhaft, intensiv und engagiert miteinander".

Amtdirektor Wolfgang Mund, Moderator: "Ich hatte sehr gemischte Erwartungen an die Synode. Vor allem wegen des engen Programmes. In der Praxis funktioniert der Zeitplan aber sehr gut, die Mitarbeit und die Disziplin der Synodalen ist toll".

Stabswachtweister Johann Herrmann, Pastoralassistent: "Ich wünsche mir, dass die Synode zur Klärung der diözesanen Verhältnisse beiträgt und einen Aufbruch in die Zukunft darstellt. Bisher sind die Gespräche sehr konstruktiv und harmonisch".

Oberstarzt Syliva Sperandio, Moderatorin: "Die Synode richtet sich meiner Meinung nach an jene Leute, für die unsere Militärseelsorge zuständig ist. Sie sollen ihre Ideen, Bedürfnisse und Sehnsüchte auch kritisch äußern können. In den Arbeitsgruppen wird sehr respektvoll und motiviert über die einzelnen Themenbereichen diskutiert".

Oberst Karl Kastenhofer, Militärdiakon: "Ich erwarte mir eine Verbesserung der derzeitigen Situation und ich merke, dass die Gespräche in die richtige Richtung gehen".

Rekrut Marco Füllerer, Synodaler: "Für mich ist die Synode interessant und die Gruppenarbeit ist sehr gut. Man lernt viele Leute aus den unterschiedlichen Dienstgraden kennen, die nicht so abgehoben sind, wie man vielleicht denkt".

Rekrut Patrick Eigenbauer, Synodaler: "Ich bin ohne Erwartungen in die Synode gegangen, finde sie aber sehr interessant und bin positiv überrascht von der guten Zusammenarbeit."

Vizeleutnant i.R. Franz Waller, Synodaler: "Besonders gefallen mir das ruhige und angenehme Arbeitsklima und die Kameradschaft. Ich wünsche mir, dass im Anschluss einiges von der Erarbeitung umgesetzt wird."

Den Ausklang des dritten Tages der Synode bildete die Feier der Heiligen Messe in der Erzabtei St. Peter in der Stadt Salzburg mit einer Predigt von Prior P. Virgil Steindlmüller zur Bedeutung der „Benedikt-Regel“ für die Militärseelsorge. Danach lud der Prior alle Synodalen zu einer kleinen Agape ein".

 
Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Oktober 2013
Auch diese beiden Tage wurden mit einem Morgengebet eröffnet. Bischofsvikar Monsignore Werner Freistetter stimmte die Synodalen am 4. Tag zu dem Thema „Dienst am Nächsten“ auf die bevorstehenden Sitzungen ein. Zum Thema „Maria als Schutzfrau und das Militär als friedenssichernde Institution“ sprach Sr.  Katharina Deifel, OP am letzten Tag der Synode.
 
Die letzten Arbeitssitzungen, welche am 4. Tag stattfanden, beschäftigten sich als Plenarversammlung mit der Zusammenfassung der Ergebnisse der letzten Tage. Diese vielfältigen Vorschläge wurde am Nachmittag im Plenum dem Militärbischof und allen Synodalen vorgetragen. Als Gäste waren auch der apostolische Nuntius in Österreich S.E. Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, der Diözesanbischof der Diözese St. Pölten  Klaus Küng, der Militärbischof der Slowakei  Frantisek Rabek mit seinem Militärgeneralvikar, der Militärbischof von Ungarn Laszlo Biro mit seinem Militärgeneralvikar, der Generalvikar der Erzdiözese Salzburg Prälat  Hansjörg Hofer, der Bischofsvikar von Gurk-Klagenfurt  Josef Marketz und ein Vertreter der kroatischen Militärseelsorge geladen. Militärisch Höchstanwesender war der Chef des Generalstabes General Othmar Commenda, der zusammen mit dem Militärkommandanten von Salzburg Brigadier Heinz Hufler teilnahm.
 
Besonders unsere ausländischen Gäste waren sehr an den Ergebnissen des Synodenprozesses interessiert:
Laszlo Biro, Militärbischof für Ungarn: "Ich habe vor einigen Jahren selbst eine Synode geführt und war deshalb neugierig, was hier geschieht. Wir hatten einige Jahre Vorbereitungszeit, die ich auch als Lernprozess für unsere Diözese angesehen habe. Die Gruppenarbeiten zwischen Priester und Laien sind hier nicht nur reine Formsache, sondern die Zusammenarbeit wird hier gelebt - das schafft eine Einheit unter den teilnehmenden Christen".
 
Frantisek Rabek, Militärbischof für die Slowakei: "Das slowakische Militärordinariat besteht erst seit ungefähr 10 Jahren und ist zuständig für das Militär, die Polizei und diverse Rettungsorganisationen. Meine Erwartung an diese Synode war es, Ideen für die Präzisierung der Pastoralarbeit zu bekommen. In unserem Land gibt es noch immer Zeichen des damaligen Kommunismus und meine Priester suchen nach Lösungen auf pastoralem Weg. Ich erhoffe mir mithilfe von den hier anwesenden Priestern wie Laien Lösungsansätze zu finden. Auch gibt es bei uns teilweise noch wenig Sinn für die „Gemeinschaft Kirche“. Fehlendes Bewusstsein der Bevölkerung für die Zugehörigkeit zur Kirche ist deutlich zu spüren. Ich erhoffe mir auch Eindrücke für das Leben und das Miteinander in der Kirche mitzunehmen. Ich stelle mir die Frage: Wie soll der weitere Weg unseres Militärordinariates im Sinne der Missionstätigkeit aussehen?
Mein bisheriger Eindruck ist ein durchwegs positiver. Ich bin angenehm überrascht, so viel Engagement in den Gruppen zu sehen – von Priestern und Laien. Die Mitwirkung und Eingebundenheit sind erstaunlich. Auch freut es mich sehr, dass die liturgischen Feiern nicht zu kurz kommen. Es freut mich sehr, Bischof Werner in so enthusiastischer Stimmung zu erleben".
 
Am Abend zelebrierte der apostolische Nuntius die Heilige Messe und gratulierte allen Anwesenden zur gelungenen Umsetzung der Synode. Später lud Bischof Werner zum Empfang im Offizierskasino in der Schwarzenberg-Kaserne.
 
Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen wurden am nächsten Tag, im Zuge der Feier der Heiligen Messe, den Hwst. Herrn Militärbischof Christian Werner überreicht. Davor hielt Bischof Werner noch seine Abschlussrede, in welcher er betonte: „Über die Inhalte und Konzepte hinaus mögen wir aber die vielen wertvollen Erfahrungen, die wir hier auf dieser Synode gesammelt haben, nicht vergessen: die Erfahrung gemeinsamer Arbeit, die Kameradschaft, die Freude und die Wertschätzung, die wir einander über alle Funktionen und Dienstgrade hinweg entgegengebracht haben.“
 
Ein Höhepunkt der Synode war der Tag der Jugend auf der Synode und das Treffen der zukünftigen Absolventen des Militärrealgymnasiums Wiener Neustadt mit Bischof Werner und Nuntius Zurbriggen. Dabei brachten die Jugendlichen ihre Vorstellungen und Wünsche an die Militärseelsorge vor. Später teilten sich die Jugendlichen in Arbeitsgruppen auf und erarbeiteten Vorschläge für Erneuerungen.
 
Die Zöglinge brachten ihre Erwartungen zur Synode mit folgenden Kommentaren zum Ausdruck:
Zögling Andreas Sgustau: "Ich wollte mir die Synode einmal ansehen und Erfahrungen sammeln. Ich wollte sehen, wie sich die Kirche und das Militär vereinbaren lassen. Es gefällt mir hier sehr gut. Man hat mit vielen netten und lustigen Leuten zu tun".
 
Zögling Fabian Ringdorfer: "Ich wollte mit Militärpfarrern und dem Militärbischof sprechen und erfahren, wie sie zu „Tabu-Themen“ wie z.B. dem Zölibat stehen. Hier ist es sehr angenehm und wir werden sehr nett behandelt."
 
Zögling Christoph Just: "Ich bin mit Freude hergekommen. Ich wollte Diskussionen führen, wie man die Kirche für Jugendliche attraktiver gestalten kann. Auch ist mir die Meinung von Militärpfarrern wichtig. Es freut mich, endlich einmal mehr Kontakte, außerhalb der Schule, knüpfen zu können. Mir gefallen die Verbindungen, die durch die Aktivitäten entstehen. Ich hoffe, man kann die Kirche für die Jugend interessanter gestalten".
 
Zögling Maximilian Tichy: "Ich hatte keine speziellen Erwartungen an die Synode, finde es hier aber sehr nett. Mich faszinieren die Gruppenarbeiten, die informativ und spaßig sind".
 
Zögling Anna Tamandl: "Ich wollte mir die Ideen von anderen der Kirche gegenüber anhören und mir selbst dazu eine Meinung bilden. Bis jetzt bin ich begeistert".
 
Zögling Lukas Muigg: "Mich interessierte, wie andere über kirchliche Themen reden. Und ich wollte meinen Horizont erweitern. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut, im Speziellen finde ich die Kommunikation sehr gelungen. Ich finde es interessant neue Sichtweisen zu entdecken".
 
Eine theologische und eine juristische Kommission werden mit Hilfe des Sekretariates der Synode in den Wochen und Monaten bis Ostern 2014 das Pastoralkonzept aus den Empfehlungen der Synode an den Herrn Militärbischof erarbeiten und unter breiter Einbindung der Synodalen zum Abschluss bringen.

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